Lenken (Gut): Unterschied zwischen den Versionen
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Gutshof an der Szeszuppe-Brücke<br>Kreis Tilsit Ragnit, O s t p r e u ß e n<br>_____________________________________________________ | |||
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::* [[Portal:Regionale Forschung|Regional]] > [[Historisches Territorium]] > [[Deutschland 1871-1918]] > [[Königreich Preußen]] > [[Ostpreußen]] > [[Kreis Ragnit]] > {{PAGENAME}} | |||
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Das '''Gut Lenken''' lag östlich von [[Groß Lenkeningken]] an der Landstraße nach [[Trappönen]] direkt hinter der großen Szeszuppe-Brücke. Trotz seiner Nähe zu [[Groß Lenkeningken]] gehörte das '''Gut Lenken''' zur Gemeinde [[Raudszen ( | :{| | ||
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Das '''Gut Lenken''' lag östlich von [[Groß Lenkeningken]] an der Landstraße nach [[Trappönen]] direkt<br>hinter der großen Szeszuppe-Brücke. Trotz seiner Nähe zu [[Groß Lenkeningken]] gehörte das<br>'''Gut Lenken''' zur Gemeinde [[Raudszen (Kr.Ragnit)|Raudszen]] ([[Rautengrund]]).<br>Heute sind von dem stattlichen Gut nur noch spärliche Reste vorhanden. | |||
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Das '''Gut Lenken''' und seine Wohnplätze gehörten seit dem 15.04.1874 zum Amtsbezirk [[Raudszen ( | Das '''Gut Lenken''' und seine Wohnplätze gehörten seit dem 15.04.1874 zum Amtsbezirk [[Raudszen (Kr.Ragnit)| Raudszen]]. | ||
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
'''Gut Lenken''' war ursprünglich eine Domäne, die Gottfried Benjamin Sperber, Landrat des [[Kreis Ragnit| Kreises Ragnit]], 1815 käuflich erwarb. Das Gut blieb bis 1945 in Familienbesitz und umfaßte zusammen mit dem Vorwerk Aszolienen an der Memel 501 ha. Auf den Äckern wurden vornehmlich Kartoffeln angebaut. Die Viehzucht wurde von den Pferden dominiert. Jährlich gingen etwa 20 Remonten und zwei bis drei Hengste an den Staat, die als Reitpferde besonders geschätzt wurden. | |||
<ref name=tilsit>Auszug aus dem Heimatbuch "Am Memelstrom und Ostfluß", von Ernst Hofer © 1967, Herausgeber Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V. - Wiederauflage 1994</ref> | |||
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'''Geschichte des Gutes Lenken''' nach [[Lenken (Gut)/Geschichte| Jenny Kopp]] | |||
== Angaben zum Gut == | |||
[[Bild: Lenken Zeichnung.jpg|thumb|right|420 px| <center> Blick über die '''Szeszuppe''' auf das '''Gut Lenken'''<br> - Zeichnung von Siegfried Heinrich, Gera -</center>]] | |||
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1945 war der Betrieb 501 ha groß, davon 1/3 Acker, 1/3 Wiesen und Weiden und 1/3 Wald. Bei dem leichten Boden war der Kartoffelanbau vorrangig. Bei der Viehzucht standen die Pferde an der Spitze. Von 25 Mutter-Stuten wurden jährlich 20 Remonten und 2-3 Hengste an den Staat verkauft. Die Lenker Pferde erfreuten sich wegen ihres Adels und schwungvollen Ganges besonderer Beliebtheit als Reitpferde. Sie trugen neben dem Brand der doppelten Elchschaufel auf dem linken Schenkel noch auf dem rechten Schenkel den Privatbrand, ein S mit einem senkrechten Pfeil durch. Die Milchviehherde war rund 60 Stück stark (Herdbuchvieh). Ferner wurden 80-100 Schweine gehalten. | |||
Es waren 20 Werkwohnungen vorhanden. Melker, Gutsschmied und Stellmacher. Wald und Wiesen waren hauptsächlich im Vorwerk Aszolienen an der Memel. | |||
Auch die mittleren und größeren Bauern der Gemeinde [[Raudszen (Kr.Ragnit)| Rautengrund]] befaßten sich vielfach mit der Pferdezucht und hatten manche Erfolge zu verzeichnen und hier wohl den größten der Bauer Mickoleit mit dem 1938 geborenen, später Hauptbeschäler gewordenen Hengst [http://www.gestuet-haemelschenburg.de/html/julmond.html "Julmond"] beim Marbacher Landgestüt. Dieser zähe, unverwüstliche und berühmt gewordene Hengst überstand nicht nur den Treck über das Eis des Frischen Haffs, sondern war so gesund und kraftstrotzend, daß er eine Lebensdauer von 27 Jahren erreichte und erst 1965 verstarb. <ref name=tilsit/> | |||
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[[Bild: Lenken Gut 2006.jpg|thumb|right|420 px| <center> Das '''Gut Lenken''' im Jahr 2006</center>]] | |||
== Heutige Situation == | |||
Wenn man mit dem Auto von [[Groß Lenkeningken]] nach [[Trappönen]] unterwegs ist, sieht man hinter der neuen Szeszuppe-Brücke auf der rechten Seite ein weites Gelände mit ein paar Bretterbuden und einigen Mauerresten. Das ist alles, was vom stattlichen Gut Lenken übrig geblieben ist. Nach dem Krieg müssen hier noch Menschen gewohnt haben, denn der Gutsbezirk Lenken erhielt einen eigenen russischen Ortsnamen, nämlich Lagernoe / Лагерное. Auch gehörte das russische Lagernoe nicht mehr zur Gemeinde [[Raudszen (Kr.Ragnit)| Raudszen]] wie vor dem Krieg. <br> Im Fluß kann man bis heute die Sandsteinpfeiler der alten [http://www.flickr.com/photos/27639553@N05/2948167513/in/set-72157608110036267 Szeszuppe-Brücke] sehen. <ref> Text: Bernhard Waldmann </ref> | |||
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[[Bild: Gr Lenkeningken 1936.jpg|thumb|570 px|<center>'''Gut Lenken''' auf dem Messtischblatt von 1936</center>]] | |||
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Aktuelle Version vom 22. Mai 2024, 06:31 Uhr
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Lenken ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Lenken (Begriffsklärung). |
Gut Lenken Gutshof an der Szeszuppe-Brücke |
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- Hierarchie
- Regional > Russische Föderation > Kaliningrader Oblast >Lenken (Gut)
- Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Ragnit > Lenken (Gut)
- Hierarchie
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Einleitung[Bearbeiten]
Das Gut Lenken lag östlich von Groß Lenkeningken an der Landstraße nach Trappönen direkt
hinter der großen Szeszuppe-Brücke. Trotz seiner Nähe zu Groß Lenkeningken gehörte das
Gut Lenken zur Gemeinde Raudszen (Rautengrund).
Heute sind von dem stattlichen Gut nur noch spärliche Reste vorhanden.Allgemeine Information[Bearbeiten]
Politische Einteilung[Bearbeiten]
Das Gut Lenken und seine Wohnplätze gehörten seit dem 15.04.1874 zum Amtsbezirk Raudszen.
Kreiszugehörigkeit:
- Kreis Ragnit (bis 1922)
- Kreis Tilsit-Ragnit (von 1922 bis 1945)
- Rayon Neman (ab 1945)
- Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Brücke über die Szeszuppe beim Gut Lenken
Kirchliche Einteilung / Zugehörigkeit[Bearbeiten]
Das Gut Lenken und die zugehörigen Wohnplätze gehörten bis zum 1. Oktober 1897 zum Kirchspiel Ragnit, danach zum neugebildeten Kirchspiel Groß Lenkeningken.
Standesamt[Bearbeiten]
Lenken (Gut) gehörte 1888 zum Standesamt Raudszen.
Geschichte[Bearbeiten]
Gut Lenken war ursprünglich eine Domäne, die Gottfried Benjamin Sperber, Landrat des Kreises Ragnit, 1815 käuflich erwarb. Das Gut blieb bis 1945 in Familienbesitz und umfaßte zusammen mit dem Vorwerk Aszolienen an der Memel 501 ha. Auf den Äckern wurden vornehmlich Kartoffeln angebaut. Die Viehzucht wurde von den Pferden dominiert. Jährlich gingen etwa 20 Remonten und zwei bis drei Hengste an den Staat, die als Reitpferde besonders geschätzt wurden.
[2]
Geschichte des Gutes Lenken nach Jenny Kopp
Angaben zum Gut[Bearbeiten]
1945 war der Betrieb 501 ha groß, davon 1/3 Acker, 1/3 Wiesen und Weiden und 1/3 Wald. Bei dem leichten Boden war der Kartoffelanbau vorrangig. Bei der Viehzucht standen die Pferde an der Spitze. Von 25 Mutter-Stuten wurden jährlich 20 Remonten und 2-3 Hengste an den Staat verkauft. Die Lenker Pferde erfreuten sich wegen ihres Adels und schwungvollen Ganges besonderer Beliebtheit als Reitpferde. Sie trugen neben dem Brand der doppelten Elchschaufel auf dem linken Schenkel noch auf dem rechten Schenkel den Privatbrand, ein S mit einem senkrechten Pfeil durch. Die Milchviehherde war rund 60 Stück stark (Herdbuchvieh). Ferner wurden 80-100 Schweine gehalten. Es waren 20 Werkwohnungen vorhanden. Melker, Gutsschmied und Stellmacher. Wald und Wiesen waren hauptsächlich im Vorwerk Aszolienen an der Memel.
Auch die mittleren und größeren Bauern der Gemeinde Rautengrund befaßten sich vielfach mit der Pferdezucht und hatten manche Erfolge zu verzeichnen und hier wohl den größten der Bauer Mickoleit mit dem 1938 geborenen, später Hauptbeschäler gewordenen Hengst "Julmond" beim Marbacher Landgestüt. Dieser zähe, unverwüstliche und berühmt gewordene Hengst überstand nicht nur den Treck über das Eis des Frischen Haffs, sondern war so gesund und kraftstrotzend, daß er eine Lebensdauer von 27 Jahren erreichte und erst 1965 verstarb. [2]
Heutige Situation[Bearbeiten]
Wenn man mit dem Auto von Groß Lenkeningken nach Trappönen unterwegs ist, sieht man hinter der neuen Szeszuppe-Brücke auf der rechten Seite ein weites Gelände mit ein paar Bretterbuden und einigen Mauerresten. Das ist alles, was vom stattlichen Gut Lenken übrig geblieben ist. Nach dem Krieg müssen hier noch Menschen gewohnt haben, denn der Gutsbezirk Lenken erhielt einen eigenen russischen Ortsnamen, nämlich Lagernoe / Лагерное. Auch gehörte das russische Lagernoe nicht mehr zur Gemeinde Raudszen wie vor dem Krieg.
Im Fluß kann man bis heute die Sandsteinpfeiler der alten Szeszuppe-Brücke sehen. [3]
Genealogische und historische Quellen[Bearbeiten]
Bibliografie[Bearbeiten]
- Volltextsuche nach (Gut)|Ä|%C4}}|Ö|%D6}}|Ü|%DC}}|ß|%DF}}|ä|%E4}}|ö|%F6}}|ü|%FC}}| |%20}} Lenken (Gut) in der Familienkundlichen Literaturdatenbank
Verschiedenes[Bearbeiten]
Messtischblatt[Bearbeiten]
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote[Bearbeiten]
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
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</inputbox>Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der direkte Zugriff durch automatisierte Abfrage nicht mehr möglich.
Die Szeszuppe beim Gut Lenken
Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis[Bearbeiten]
GOV-Kennung | LENKENKO15CA | ||||
Name | |||||
Typ |
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Postleitzahl |
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w-Nummer |
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externe Kennung |
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Karte |
TK25: 0999 |
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Zugehörigkeit | |||||
Übergeordnete Objekte |
Timofeewskij Dorfsowjet, Тимофеевский сельский Совет (1993) ( Dorfrat) Quelle Lenken (- 1928-11-14) ( Gutsbezirk) Quelle Quelle Groß-Lenkeningken (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.260/261 Raudszen, Raudßen, Raudschen, Rautengrund (1928-11-15 - 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle Wischwill, Viešvilė (1907) ( Pfarrei) Quelle S.260/261 |
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Untergeordnete Objekte |
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Quellen[Bearbeiten]
- ↑ Foto aus dem Heimatbuch "Am Memelstrom und Ostfluß", von Ernst Hofer © 1967, Herausgeber Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V. - Wiederauflage 1994
- ↑ 2,0 2,1 Auszug aus dem Heimatbuch "Am Memelstrom und Ostfluß", von Ernst Hofer © 1967, Herausgeber Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V. - Wiederauflage 1994
- ↑ Text: Bernhard Waldmann