Polompen: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 8. Januar 2011, 18:23 Uhr
Hierarchie
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Polompen
Einleitung
Polompen, Palompen, Kreis Tilsit, Ostpreußen.
Name
Polompen, auch Palumpen geschrieben. Der Name ist eine Wegbeschreibung und weist auf moorigen Untergrund.
- prußisch "pa, po" = bei, in der Nähe von
+ "lumpe" = schmutziger morastiger Ort, Sumpf, der bei Betreten zittert
Politische Einteilung
Bis 1939 war Polompen ein Gutsbezirk im Landkreis Pogegen, und ab 1.5.1939 bis 1945 ein Gemeindeteil der Gemeinde Kerkutwethen.[1]
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Polompen gehörte im 17. Jahrhundert zum Kirchspiel Willkischken. Polompen gehörte 1912 zum Kirchspiel Willkischken. 1621 - 1643 war Christoph Kraus Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken.
Bewohner
Bewohner
Geschichte
1615 Dorf und Krug an der Lompe, 13 Hufen groß. Geschrieben "Palumpen". Jährlicher Dezem beträgt 3 Mark 28 Schillinge. Zapfengeld werden 20 Schillinge gezahlt. 2 Huben sind öd und wüst. Der Beitrag zum Widdembau 1621 beträgt 9 Mark 45 Schillinge und der zu den Glocken 1664 8 Mark. 1662 wohnt daselbst der Köllmer Friedrich Standenwald. Er besitzt 4 Huben Land. Das Dorf hat 3 Huben Triften. 1663 gehört auch Jettschen zu Polompen, Schulzenamt Willkischken. 1621 - 1643 war Christoph Kraus Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken. Im Jahre 1723 wurde auch das der Witwe Heydmann gehörende Gut Polompen Königliches Vorwerk. Zu ihm wurden auch der Krug und Dorf Polompen sowie Heydebruch und Barwainen geschlagen.
Das Vorwerk Polompen wurde 1724 mit folgenden Personen besetzt:
- 1 Hofmeister, Wilhelm Günther Mentz
- 1 Knecht, Christoph Knobbe
- 1 Kneckt Johann
- 1 Enke, Viktor
- 1 Magd, Maria Elisabeth
- 3 Ochsenpflüger, Urban, Bethke und Uckerling nebst ihren Weibern
- 1 Schafmeister und sein Weib
- 1 Knecht Joseph
- 1 Mittelknecht
- 1 Lämmerjunge
- 1 Hofmann, Michel Braun und sein Weib in Heydebruch
- 2 Mägde in Heydebruch
- 1 Hirte in Heydebruch
- 1 Hirte in Polompen
(Quelle: Otto Schwarzien, Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischken, 1927)
Verschiedenes
Karten
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
GOV-Kennung | POLPENKO15AC | ||||
Name | |||||
Typ |
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Einwohner | |||||
w-Nummer |
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Karte |
TK25: 0898 |
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Zugehörigkeit | |||||
Übergeordnete Objekte |
Polompen, Palumpiai (- 1939-04-30) ( Gutsbezirk) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 69 Kerkutwethen, Kerkutviečiai (1939-05-01 - 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 69 Willkischken, Willischken (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.300/301 Tilsit (Maria Himmelfahrt), Tilsit (1907) ( Pfarrei) Quelle S.300/301 Lumpėnai, Lumpėnų seniūnija (2000 -) ( Gemeindebezirk) Quelle |
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Untergeordnete Objekte |
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Quellen
- ↑ Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm