Lehrbuch der gesammten wissenschaftlichen Genealogie/132: Unterschied zwischen den Versionen

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longobardischen Recht zählt man die Generation des Stammvaters mit, im salischen Recht fängt man mit den Geschwistern, im ribuarischen erst mit den Geschwisterkindern an zu zählen. Diese drei Systeme und ihren Unterschied von der römischen Zählung möge folgende Tabelle veranschaulichen, in der die arabischen Ziffern die römischen Grade, die lateinschen dagegen die Generationen anzeigen:
longobardischen Recht zählt man die Generation des Stammvaters mit, im salischen Recht fängt man mit den Geschwistern, im ribuarischen erst mit den Geschwisterkindern an zu zählen. Diese drei Systeme und ihren Unterschied von der römischen Zählung möge folgende Tabelle veranschaulichen, in der die arabischen Ziffern die römischen Grade, die lateinschen dagegen die Generationen anzeigen:
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{{NE}}a und b sind also nach römischem Recht im 12. Grad (d. h. juristisch überhaupt nicht) verwandt, nach longobardischem in der 7., nach salischem in der 6. und nach ribuarischem Recht in der 5. Generation. Diese Verwandtschaft ist in den drei genannten germanischen Rechten die Grenze der Sippe. Die ribuarische Zählung, auch im englischen Rechte angewendet, ist im früheren Mittelalter in Deutschland allgemein üblich und auch von der Kirche aufgenommen.
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| width="15%" | longob.
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| width="15%" | I.
| width="10%" | Heinrich I.
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| &nbsp;
| &nbsp;
| colspan="3" | <KLAMMER>
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| colspan="3" | &nbsp;
| style="text-align:left;" | 7
| colspan="2" | &nbsp;
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| &nbsp;
| rowspan="12" | &nbsp;
| Otto I.
| II.
| 1.
| I.
| Gisberga.
| &#10061;
| colspan="2" | Ludwig IV. v. Frankreich.
| colspan="2"| &nbsp;
| &#10061;
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| colspan="2" | &nbsp;
| &#124;
| 5
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| &#124;
| &#124;
| &nbsp;
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| colspan="2" |<KLAMMER>
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| III.
| II.
| &#10061;
| colspan="2" | &nbsp;
| colspan="2" | &nbsp;
| &#10061;
| I.
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| &nbsp;
| colspan="2" | &nbsp;
| &#124;
| 4
| 9
| &#124;
| &#124;
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| colspan="2" | &#124;
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| IV.
| III.
| &#10061;
| colspan="2" | &nbsp;
| colspan="2" | &nbsp;
| &#10061;
| II.
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| I.
| colspan="2" | &nbsp;
| Konrad d. Rohte. Lintgardt
| &#124;
| 2.
| 3
| colspan="2" | Mathilde
| 10
| Konrad v. Burgund
| &#124;
| I.
| &nbsp;
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| &nbsp;
| V.
| <KLAMMER>
| IV.
| &nbsp;
| &#10061;
| colspan="2" | &#124;
| colspan="2" | &nbsp;
| colspan="2" | &nbsp;
| &#10061;
| III.
|-
|-
| II.
| colspan="2" | &nbsp;
| Otto, Hg. v. Kärnten
| &#124;
| 3.
| 2
| colspan="2" | Gisberga.
| 11
| Hermann, Hg. v. Schwaben
| II.
|-
| &nbsp;
| &#124;
| &#124;
| &nbsp;
| &nbsp;
| colspan="2" | &#124;
|-
| VI.
| V.
| &#10061;
| colspan="2" | &nbsp;
| colspan="2" | &nbsp;
| &#10061;
| IV.
|-
|-
| colspan="2" | &nbsp;
| &#124;
| 1
| 12
| &#124;
| &nbsp;
| &nbsp;
| Konrad, Hg. v. Kärnten
|-
| &nbsp;
| VII.
| colspan="2" | Mathilde
| VI.
| &#10061;
| colspan="2" | &nbsp;
| colspan="2" | &nbsp;
| &#10061;
| V.
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| colspan="2" | &nbsp;
| a
| colspan="2" | &nbsp;
| b
| &nbsp;
| &nbsp;
| colspan="4" | <KLAMMER>
| colspan="2" | &nbsp;
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{{NE}}Die Rechnung Adalberos bezeichne ich mit den römischen, die Rechnung der Gegenpartei (auch Kaiser Heinrichs II.) mit arabischen Ziffern, während, wie man leicht sehen kann, das römische Recht den 8. Verwandtschaftsgrad berechnet haben würde. Das Beispiel zeigt zugleich, wie viel mehr Ungenauigkeit und Willkühr in der Sippenberechnung lag.
{{NE}}a und b sind also nach römischem Recht im 12. Grad (d. h. juristisch überhaupt nicht) verwandt, nach longobardischem in der 7., nach salischem in der 6. und nach ribuarischem Recht in der 5. Generation. Diese Verwandtschaft ist in den drei genannten germanischen Rechten die Grenze der Sippe. Die ribuarische Zählung, auch im englischen Rechte angewendet, ist im früheren Mittelalter in Deutschland allgemein üblich und auch von der Kirche aufgenommen.

Aktuelle Version vom 29. November 2012, 15:30 Uhr

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Lehrbuch der gesammten wissenschaftlichen Genealogie
Inhalt
Vorwort | Einleitung
Erster Theil: Kap. 1234
Zweiter Theil: Kap. 1234
Dritter Theil: Kap. 123456
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longobardischen Recht zählt man die Generation des Stammvaters mit, im salischen Recht fängt man mit den Geschwistern, im ribuarischen erst mit den Geschwisterkindern an zu zählen. Diese drei Systeme und ihren Unterschied von der römischen Zählung möge folgende Tabelle veranschaulichen, in der die arabischen Ziffern die römischen Grade, die lateinschen dagegen die Generationen anzeigen:

longob. I. salisch ribuar.
      6 7  
  II. I.    
  5 8  
III. II.   I.
  4 9  
IV. III.   II.
  3 10  
V. IV.   III.
  2 11  
VI. V.   IV.
  1 12  
VII. VI.   V.
  a   b  


      a und b sind also nach römischem Recht im 12. Grad (d. h. juristisch überhaupt nicht) verwandt, nach longobardischem in der 7., nach salischem in der 6. und nach ribuarischem Recht in der 5. Generation. Diese Verwandtschaft ist in den drei genannten germanischen Rechten die Grenze der Sippe. Die ribuarische Zählung, auch im englischen Rechte angewendet, ist im früheren Mittelalter in Deutschland allgemein üblich und auch von der Kirche aufgenommen.