Rastenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, '''Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten.''' In: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., Heft 4 1922. (Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).  
Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, '''Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten.''' In: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., Heft 4 1922. (Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).  
'''Boehm''' geb. '''Steppuhn''', Elisabet, *27./9./1859 in Rastenburg, +30./5./1943 in Halle, Begründerin der Landfrauenbewegung. Ihr Vater Hermann Steppuhn war Domänenpächter und Reichstagsabgeordneter.


'''Brockmann,''' invalider Wachtmeister. zum Visitator in Rastenburg 7./18.5.1759.  
'''Brockmann,''' invalider Wachtmeister. zum Visitator in Rastenburg 7./18.5.1759.  

Version vom 3. Juni 2013, 08:26 Uhr

Ostpreußenkarte um 1925
Prußische Stammesgebiete

Regional > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Königsberg > Landkreis Rastenburg

Allgemeine Informationen

Rastenburg liegt im prußischen Stammesgebiet Barta, das vom Ritterorden von Heilsberg aus erobert wurde. 1245 Rößel.

1399 wurde der Ort erstmals als Rastekaym erwähnt. (1399)

Der Name bedeutet frei übersetz: Pfahlbau-Dorf im Moosbruch.

  • prußisch "raistan" = Moosbruch
  • "rast" = Pfahl
  • "caymis, kaimas" = Dorf, Ort


In der Nähe von Rastenburg liegen der Wallfahrtsort Heilige Linde sowie Hitlers Wolfsschanze.


Einwohner:

1939. 17.247

politische Einteilung/Zugehörigkeit.

Wappen Rastenburg

Wappen

Das Wappen hat in Silber auf grünem Boden zwischen drei Tannen einen schwarzen Bär.


Kirchen

  • Um 1365 wurde das Wahrzeichen der Stadt, die Pfarrkirche St. Georg, in der Nordwestecke als Wehrkirche erbaut.


kirchliche Zugehörigkeit

Kirchhöfe/Friedhöfe

Geschichte

Rastenburg zur Ordenszeit
  • In der Umgebung von Rastenburg gab es etliche prußische Burgen und Wehranlagen (u. a. Unter-Plehnen, Prömbock, Barten, Rastenburgsfelde).
  • 1329 wurde über der Guber ein Ordenshaus angelegt, das zusammen mit der zugehörigen Siedlung 1344 von Litauern zerstört wurde.
  • 1345 Bau einer Lischke (Vorburg), in der sich Krüger und Handwerker niederließen.
  • 1360-1370 Wiederaufbau der Ordensburg in Stein
  • Die wieder aufgebaute Siedlung erhielt 1357 die Handfeste von Henning Schindekopf. Der Ort hatte eine Größte von 102 Hufen und 72 Erben.
  • Der Remter des Ordenshauses wurde nach dem Vorbild der Marienburg ausgemalt. Besonders der Kamin galt als Sehenswürdigkeit. Aus den roten Dächern der Stadt soll die Redensart "Er glüht wie ein Rastenburger" hervorgegangen sein.
  • 1378 Erneuerung der Handfeste und Erweiterung durch die Neustadt.
  • 1757 Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum.
  • 1758 Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt kampflos das ungeschützte Ostpreußen.
  • 1762 Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Rastenburg wird wieder preußisch.
  • 1818 wurde Rastenburg Kreisstadt.
  • 1882 wurde in Karlshof die Heil- und Pflegeanstalt gegründet.
  • 1898 Gründung des ersten landwirtschaftlichen Hausfrauenvereins Deutschlands (Landfrauen).
  • 1920 eröffnete ein Predigerseminar in Klein Neuhof.
  • 1939 hatte die Stadt 19650 Einwohner.

Heiteres

Eine ältere Bäuerin hatte bei den Landfrauen einen Kurs über gesunde Ernährung besucht und erlernte Grundkenntnisse über Eiweiß, Stärke, Fett, Vitamine und Mineralien. Dass Kumst (Weißkohl) ein nahrhaftes, schmackhaftes und gesundes Gemüse ist, hatte sie immer schon gewusst. Aber nun konnte sie es wissenschaftlich untermauern: "Esst esst man, im Strunk sitzt die Kraft und in den Blattchens die Fettamine!"

Archive, Bibliotheken

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Adressbücher

Kirchenbücher

Grundbücher, Steuerverzeichnisse, Gerichtsbücher u. Sonstiges

Persönlichkeiten

Eduard Grigoleit: Die ostpreußischen Amtmänner im Jahre 1755, in: Archiv für Sippenforschung 29. Jg., Heft 11, S. 178, August 1963.

Rastenburg und Schippenbeil: David Gottlieb Sydow 1754-1760.


Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten. In: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., Heft 4 1922. (Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).

Boehm geb. Steppuhn, Elisabet, *27./9./1859 in Rastenburg, +30./5./1943 in Halle, Begründerin der Landfrauenbewegung. Ihr Vater Hermann Steppuhn war Domänenpächter und Reichstagsabgeordneter.

Brockmann, invalider Wachtmeister. zum Visitator in Rastenburg 7./18.5.1759.

Gutt, Invalide, zum Mühlenausreiter in Rastenburg 17./28.12.1759.

Hippel, Dr. med. zum Vicebürgermeister in Rastenburg 28.6./9.7.1759.

Hirsch, Johan Jakob, Student theol., zum Präzentor-Adjunkt in Ballethen 16./27.6.1761. [Hirsch stammt aus Rastenburg].

Jonas, Johann, zum Stadtkämmerer in Rastenburg 29.9./10.10.1759.

Lettau, Gottfried, Kreisausreiter in Rastenburg, zum Polizeiausreiter in Barten 10./21.11.1761.

Ohm, Dr., Kreisphysikus, zum Bürgermeister in Rastenburg 11./22.6.1759.

Reishoff, Jakob, Mühlenausreiter in Rastenburg, zum Akzisevisitator daselbst, 17./28.12.1759.

Süß, Johann Gottfried, Stadtwachtmeister in Barten, zum Amts-Polizeireiter in Rastenburg, Lager an der Weichsel 5.6.1758.

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  • Arno Holz, * Rastenburg (Ostpr.) 26.4.1863, + Berlin 26.10.1929, Apothekerssohn, Dichter, Theoretiker des deutschen Naturalismus., Redakteur und freier Schriftsteller in Niederschönhausen bei Berlin; Erster Schriftleiter der neugegründeten "Freien Bühne", der späteren "Neuen Rundschau".
  • Hans Georg Podehl, Dichter und Maler

Vereine

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung RASURGKO04QB
Name
  • Rastenburg Quelle (${p.language})
  • Rastembork (- 1946-05-05) Quelle (${p.language})
  • Kętrzyn (1946-05-06 -) Quelle (${p.language})
Typ
  • Stadt (Siedlung)
Einwohner
Postleitzahl
  • PL-11-400 (2004)
w-Nummer
  • 50140
externe Kennung
  • geonames:769274
  • SIMC:0964710
Karte
   

TK25: 1994

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Powiat kętrzyński (1999 -) ( Landkreis) Quelle

Powiat kętrzyński (1945 - 1975) ( Landkreis) Quelle

Kętrzyn ( Stadtgemeinde PL)

Rastenburg ( Stadt)

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Rastenburg
         Kirche
object_164480
St. Katharina, Św. Katarzyny
         Kirche
object_291892
Rasthöhe, Trzy Lipy
         Wohnplatz
RASOHEKO04QB
Stadtwald, Haltepunkt Stadtwald
         Wohnplatz
STAALDKO04RB
Domäne Rastenburg
         Gutsbezirk
DOMURGKO04QB (1912-06-14)
Charlottenberg, Wymiarki
         Wohnplatz
CHAERGKO04QB
Karlsberg
         Wohnplatz
KARERGKO04QB
Langenberg, Zielnik
         Wohnplatz
LANERGKO04QB
Tannenhof
         Wohnplatz
TANHOFKO04QB
Rastenburgsfelde, Działki
         Wohnplatz
RASLD2KO04QC (- 1975)
Rastenburgshöfchen, Kętrzyńska Kępka, Kętrzyńska Kępa
         Wohnplatz
RASHENKO04QC (- 1975)
Rastenburgswalde, Tannenwalde, Bałtrucie
         Wohnplatz
RASLDEKO04QC (- 1975)
Rastenburgswiese, Gnatowo
         Wohnplatz
RASESEKO04QC (- 1975)
Tannenwalde
         Wohnplatz
TANLDEKO04QC
Wilhelmshöhe, Wichowo
         Wohnplatz
WILOHEKO04QB
Krausendorf
         Vorwerk
KRAOR2KO04RB (1931-02-07 - 1975)
Louisenthal, Cegielnia
         Vorwerk
LOUHALKO04RB (1931-02-07 - 1975)
Krausenberg
         Vorwerk
KRAERGKO04QB (1931-02-07 - 1975)
Krauseneck
         Wohnplatz
KRAECKKO04QB (1931-02-07 - 1975)