Polompen: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
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'''1615''' Dorf und Krug an der Lompe, 13 Hufen groß. Geschrieben "Palumpen". Jährlicher Dezem beträgt 3 Mark 28 Schillinge. Zapfengeld werden 20 Schillinge gezahlt. 2 Huben sind öd und wüst. Der Beitrag zum Widdembau '''1621''' beträgt 9 Mark 45 Schillinge und der zu den Glocken '''1664''' 8 Mark. '''1662''' wohnt daselbst der Köllmer Friedrich '''Standenwald'''. Er besitzt 4 Huben Land. Das Dorf hat 3 Huben Triften. '''1663''' gehört auch [[Jettschen]] zu Polompen, Schulzenamt [[Willkischken]]. '''1621 - 1643''' war Christoph '''Kraus''' Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken. (Quelle: Otto Schwarzien, Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischken, 1927)
'''1615''' Dorf und Krug an der Lompe, 13 Hufen groß. Geschrieben "Palumpen". Jährlicher Dezem beträgt 3 Mark 28 Schillinge. Zapfengeld werden 20 Schillinge gezahlt. 2 Huben sind öd und wüst. Der Beitrag zum Widdembau '''1621''' beträgt 9 Mark 45 Schillinge und der zu den Glocken '''1664''' 8 Mark. '''1662''' wohnt daselbst der Köllmer Friedrich '''Standenwald'''. Er besitzt 4 Huben Land. Das Dorf hat 3 Huben Triften. '''1663''' gehört auch [[Jettschen]] zu Polompen, Schulzenamt [[Willkischken]]. '''1621 - 1643''' war Christoph '''Kraus''' Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken.  
Im Jahre '''1723 ''' wurde auch das der Witwe '''Heydmann''' gehörende '''Gut Polompen''' Königliches Vorwerk. Zu ihm wurden auch der Krug und Dorf Polompen sowie [[Heydebruch]]und [[Barwainen]] geschlagen.
Das Vorwerk Polompen wurde '''1724''' mit folgenden Personen besetzt:
*1 Hofmeister, Wilhelm Günther '''Mentz'''
*1 Knecht, Christoph '''Knobbe'''
*1 Kneckt '''Johann'''
*1 Enke, '''Viktor'''
*1 Magd, '''Maria Elisabeth'''
*3 Ochsenpflüger, '''Urban''', '''Bethke''' und '''Uckerling''' nebst ihren Weibern
*1 Schafmeister und sein Weib
*1 Knecht '''Joseph'''
*1 Mittelknecht
*1 Lämmerjunge
*1 Hofmann, Michel '''Braun''' und sein Weib in '''Heydebruch'''
*2 Mägde in '''Heydebruch'''
*1 Hirte in '''Heydebruch'''
*1 Hirte in '''Polompen'''
 
(Quelle: Otto Schwarzien, Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischken, 1927)





Version vom 24. August 2010, 18:58 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland
Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Kerkutwethen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000

Hierarchie

Regional > Litauen > Polompen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Polompen


Einleitung

Polompen, Kreis Tilsit, Ostpreußen.

Name

Polompen, auch Palumpen geschrieben. Der Name ist eine Wegbeschreibung und weist auf moorigen Untergrund.

  • prußisch "pa, po" = bei, in der Nähe von

+ "lumpe" = schmutziger morastiger Ort, Sumpf, der bei Betreten zittert


Politische Einteilung

1940 ist Polompen ein Gut in der Gemeinde Kerkutwethen.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Polompen gehörte im 17. Jahrhundert zum Kirchspiel Willkischken. Polompen gehörte 1912 zum Kirchspiel Willkischken. 1621 - 1643 war Christoph Kraus Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken.


Bewohner

Folgende Familien bzw. Personen lebten in Polompen oder stehen mit diesem Ort in Verbindung:


  • 1621 Krause Christoph, Bauernwirt in Polompen
  • 1662 Bartenwerfer Benedikt, Schmied zu Polompen. Stangenwald Friedrich, Kölmer auf Polompen, Kirchenvater. Zimm, Hofmann zu Polompen.
  • 1676 Vorwald, Schäfer zu Polompen
  • 1690 Stegmann, Hofmann zu Polompen
  • 1699 Heydmann Martin, Kölmer auf Polompen, Kirchenvater.


Geschichte

1615 Dorf und Krug an der Lompe, 13 Hufen groß. Geschrieben "Palumpen". Jährlicher Dezem beträgt 3 Mark 28 Schillinge. Zapfengeld werden 20 Schillinge gezahlt. 2 Huben sind öd und wüst. Der Beitrag zum Widdembau 1621 beträgt 9 Mark 45 Schillinge und der zu den Glocken 1664 8 Mark. 1662 wohnt daselbst der Köllmer Friedrich Standenwald. Er besitzt 4 Huben Land. Das Dorf hat 3 Huben Triften. 1663 gehört auch Jettschen zu Polompen, Schulzenamt Willkischken. 1621 - 1643 war Christoph Kraus Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken. Im Jahre 1723 wurde auch das der Witwe Heydmann gehörende Gut Polompen Königliches Vorwerk. Zu ihm wurden auch der Krug und Dorf Polompen sowie Heydebruchund Barwainen geschlagen.

Das Vorwerk Polompen wurde 1724 mit folgenden Personen besetzt:

  • 1 Hofmeister, Wilhelm Günther Mentz
  • 1 Knecht, Christoph Knobbe
  • 1 Kneckt Johann
  • 1 Enke, Viktor
  • 1 Magd, Maria Elisabeth
  • 3 Ochsenpflüger, Urban, Bethke und Uckerling nebst ihren Weibern
  • 1 Schafmeister und sein Weib
  • 1 Knecht Joseph
  • 1 Mittelknecht
  • 1 Lämmerjunge
  • 1 Hofmann, Michel Braun und sein Weib in Heydebruch
  • 2 Mägde in Heydebruch
  • 1 Hirte in Heydebruch
  • 1 Hirte in Polompen

(Quelle: Otto Schwarzien, Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischken, 1927)


Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung POLPENKO15AC
Name
  • Polompen Quelle (${p.language})
  • Palumpiai (1923) Quelle Seite 1093 (${p.language})
Typ
  • Gut (Gebäude) (- 1945)
  • Wohnplatz (1945 -)
Einwohner
w-Nummer
  • 66133
Karte
   

TK25: 0898

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Polompen, Palumpiai (- 1939-04-30) ( Gutsbezirk) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 69

Kerkutwethen, Kerkutviečiai (1939-05-01 - 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 69

Willkischken, Willischken (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.300/301

Tilsit (Maria Himmelfahrt), Tilsit (1907) ( Pfarrei) Quelle S.300/301

Lumpėnai, Lumpėnų seniūnija (2000 -) ( Gemeindebezirk) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum