Groß Schorellen (- 1938), Adlerswalde (1938 -), Kreis Pillkallen, Ostpreußen.
Politische Einteilung
Groß Schorellen
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche von Adlerswalde
Die evangelische Kirche in Adlerswalde (Schorellen) wurde am 12. September 1907, eingeweiht. Die Kirche hat über 400 Plätze, der Turm ist 35m hoch. Das Bauprojekt ist von dem damaligen Kreisbauinspektor Tappe entworfen und unter seiner Leitung im Ziegelrohbau von dem Maurer- und Zimmermeister Conrad aus Tilsit ausgeführt worden. Die Ausmalung der Kirche oblag dem Frankfurter Kirchenmaler Ballin. Die Orgel war blau gestrichen und mit vergoldeten Ornamenten verziert. Schorellen und der größte Teil des gleichnamigen Kirchspiels gehörten von altersher zur Kirche Pillkallen, wurde vor 110 Jahren, am 1. April 1897, Seelsorgebezirk und erhielt 10 Jahre später eine eigene Kirche, die der Gemeinde bis zur Flucht 1944 als Gotteshaus diente.[1]
Evangelische Kirche
Gründung der Kirchengemeinde 1901, Pfarrstelle 1903. Groß u. Klein Schorellen, Schorellen Oberförsterei mit Wörth Försterei u. Laukehlischken Försterei, Bärenfang ein Teil, (der andere Teil gehörte zu m Kirchspiel Rautenberg), Birkenfelde Gut, Doblendszen Dorf u. Gut, Karklauken, Kellmischkeiten, Neudorf, Plampen, Ragupönen mit Rittenwalde, Schakeln, Schmilgen, Stablauken, Klein u. Neu Tullen.
Die kath. Pfarrgemeinde Bilderweitschen (ab 1938 Bilderweiten) war vor 1945 das Zentrum für eine weitgestreute Pfarrei, die bis nach Litauen reichte. Die Pfarrei gehörte zum katholischen Bistum Ermland.
Das neugotische Kirchengebäude in Bilderweitschen ist erhalten geblieben.
Bild 5: Blick vom Ortsausgang Doblendszen nach Adlerswalde. Der Bahndamm auf der Nordseite der Raguppe ist noch gut zu erkennen, hier an der Straße Doblendszen / Kayserswiesen - Groß Schorellen / Adlerswalde, rechts wieder die Kirchturmruine von Adlerswalde. Der Bahndamm diente in diesem Bereich nach etwas älteren Karten wohl eine zeitlang als Weg. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
Bild 21: Blick zur Ruine des Kirchturms von Groß Schorellen / Adlerswalde. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
Bild 6: Schon von weitem erkennbar ist die Ruine des Kirchturms von Groß Schorellen / Adlerswalde (heute Saratovskoe). Die drei noch stehenden Ziegelwände bilden eine guten Kontrast zum sonst die Landschaft beherrschenden Grün. Die Kirche wurde 1907 errichtet. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
Bild 7: Vom Pfarrhaus Adlerswalde sind nur noch die Gräben der zur Baumaterialgewinnung ausgegrabenen Fundamente sichtbar und auch ein Haus in unmittelbarer Nähe der Kirche, das 1995 noch stand ( siehe hier bei Ostsicht) ist völlig zusammengefallen. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
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Bild 11: Krichturmruine von Süden. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
Bild 8: Es gibt aber noch wenige bewohnte Häuser und knapp nördlich der Dorflage sind Pferde- und Viehkoppeln und ein wohl aus der Nachkriegszeit stammendes landwirtschaftliche Anwesen in Betrieb. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
Bild 9: Nördlich des Kirchturms ein offenbar bewohntes Haus (bis 1945 wohnte hier der Briefträger) in der Nähe des früheren Bahnhofs. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
Bild 10: Von Groß Schorellen / Adlerswalde gibt es noch eine Teerstraße nach Westen in Richtung der ehemaligen Dörfer Plampen / Dreibuchen und Birkenfeld / Birkenhof, wir sind aber nach Norden durch den großen Schoreller Forst / Adlerswalder Forst gefahren, die Straße ist auf weiten Teilen noch gepflastert. Es lohnt sich weiter bis nach Lasdehnen / Haselberg (heute Krasnosnamensk) zu fahren. Die Hauptstadt des Rayon an der Szeszuppe (auch Scheschuppe) hebt sich gegenüber der doch recht einsam gewordenen Umgebung positiv ab, es gibt Geschäfte, eine Pension, ein Neubaugebiet und Leben auf der Straße. Aufnahme von Kay Stefan Gröninger 2006.
Fußnoten
↑Schloßberger Heimatbrief, 1987, Seite 01, der Kreisgemeinschaft Schloßberg / Ostpr. e.V., Winsen (Luhe)
Zufallsfunde
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