Kindereit (Familienname)

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Herkunft und Bedeutung

Zur Deutung des Familiennames Kindereit muss der Name zuerst in seine Wortbestandteile Kinder und -eit zerlegt werden.

Dar Name Kind ist der Übername des mittelhochdeutschen und -niederdeutschen Wortes Kint und bedeutet Kind, Knabe, Jüngling, junger Mensch und z.T. auch Minderjähriger. Der Name Kind kann aber auch auf eine kindisch oder einfältige Person hindeuten. Das Wort Kinder kann sich einerseits aus der Mehrzahl des Grundwortes Kind gebildet haben (vgl. hier Hans der Kinder; Eisleben 1433), nicht auszuschließen ist jedoch auch die Ableitung aus dem Berufsnamen Kindermann, was Kinderbetreuer, Kindererzieher oder Schulmeister bedeutet.

Die patronymische Endung -eit stellt eine verkürzte Form des litauischen Suffixes -aites dar. Familiennamen mit derartigen Endungen waren ursprünglich in Ostpreußen sehr verbreitet und deuteten auf den Sohn bzw. Nachkommen eines Nameninhabers hin z.B. Adomeit -> Sohn des Adam oder Schneidereit -> Sohn des Schneiders. Analog ist beispielhaft die patronymische Bildung des Namens Peterson/Petersen als Sohn des Peter zu sehen.

Wie bei den oben beispielhaft genannten Namen wird auch der Familiennname Kindereit entstanden sein. Es handelt sich also bei dem ersten Namensträger um den Sohn bzw. Nachkommen entweder einer jungen oder kindlichen (möglich auch kindischen) Person oder eines Kindererziehers.


Varianten des Namens

  • Kinder
  • Kind
  • Kindt
  • Kint


Geographische Verteilung

Bekannte Namensträger

Namensträger

Geographische Bezeichnungen

Heraldik (Wappenkunde)

Es sind bis dato noch keine Wappen bekannt.


Literaturhinweise

  • Max Gottschald, Deutsche Namenskunde, ISBN 3-11-018032-4
  • Hans Bahlow, Deutsches Namenslexikon ISBN 3-518-36565-7
  • Duden, Familiennamen, ISBN 3-411-70851-4
  • dtv-Atlas, Namenskunde, ISBN 3-423-03234-0
  • Horst Naumann, Das große Buch der Familiennamen, ISBN 3-8289-1955-3
  • Dietmar Urmes, Etymologisches Namenslexikon, ISBN 3-86539-091-9


Weblinks


Daten aus FOKO

<foko-name>Kindereit</foko-name>


Daten aus GedBas