Polompen

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Hierarchie

Regional > Litauen > Polompen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Polompen


Einleitung

Polompen, Palompen, Kreis Tilsit, Ostpreußen.

Name

Polompen, auch Palumpen geschrieben. Der Name ist eine Wegbeschreibung und weist auf moorigen Untergrund.

  • prußisch "pa, po" = bei, in der Nähe von

+ "lumpe" = schmutziger morastiger Ort, Sumpf, der bei Betreten zittert


Politische Einteilung

Bis 1939 war Polompen ein Gutsbezirk im Landkreis Pogegen, und ab 1.5.1939 bis 1945 ein Gemeindeteil der Gemeinde Kerkutwethen.[1]



Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Polompen gehörte im 17. Jahrhundert zum Kirchspiel Willkischken. Polompen gehörte 1912 zum Kirchspiel Willkischken. 1621 - 1643 war Christoph Kraus Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken.


Bewohner

Bewohner


Geschichte

1615 Dorf und Krug an der Lompe, 13 Hufen groß. Geschrieben "Palumpen". Jährlicher Dezem beträgt 3 Mark 28 Schillinge. Zapfengeld werden 20 Schillinge gezahlt. 2 Huben sind öd und wüst. Der Beitrag zum Widdembau 1621 beträgt 9 Mark 45 Schillinge und der zu den Glocken 1664 8 Mark. 1662 wohnt daselbst der Köllmer Friedrich Standenwald. Er besitzt 4 Huben Land. Das Dorf hat 3 Huben Triften. 1663 gehört auch Jettschen zu Polompen, Schulzenamt Willkischken. 1621 - 1643 war Christoph Kraus Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken. Im Jahre 1723 wurde auch das der Witwe Heydmann gehörende Gut Polompen Königliches Vorwerk. Zu ihm wurden auch der Krug und Dorf Polompen sowie Heydebruch und Barwainen geschlagen.

Das Vorwerk Polompen wurde 1724 mit folgenden Personen besetzt:

  • 1 Hofmeister, Wilhelm Günther Mentz
  • 1 Knecht, Christoph Knobbe
  • 1 Kneckt Johann
  • 1 Enke, Viktor
  • 1 Magd, Maria Elisabeth
  • 3 Ochsenpflüger, Urban, Bethke und Uckerling nebst ihren Weibern
  • 1 Schafmeister und sein Weib
  • 1 Knecht Joseph
  • 1 Mittelknecht
  • 1 Lämmerjunge
  • 1 Hofmann, Michel Braun und sein Weib in Heydebruch
  • 2 Mägde in Heydebruch
  • 1 Hirte in Heydebruch
  • 1 Hirte in Polompen

(Quelle: Otto Schwarzien, Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischken, 1927)



Verschiedenes

Karten

Palompen auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Palompen im Preußischen Urmesstischblatt 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Polompen im Messtischblatt 0898 Willkischken, (1913-1939)
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Kerkutwethen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung POLPENKO15AC
Name
  • Polompen Quelle (${p.language})
  • Palumpiai (1923) Quelle Seite 1093 (${p.language})
Typ
  • Gut (Gebäude) (- 1945)
  • Wohnplatz (1945 -)
Einwohner
w-Nummer
  • 66133
Karte
   

TK25: 0898

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Polompen, Palumpiai (- 1939-04-30) ( Gutsbezirk) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 69

Kerkutwethen, Kerkutviečiai (1939-05-01 - 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 69

Willkischken, Willischken (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.300/301

Tilsit (Maria Himmelfahrt), Tilsit (1907) ( Pfarrei) Quelle S.300/301

Lumpėnai, Lumpėnų seniūnija (2000 -) ( Gemeindebezirk) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum


Quellen

  1. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm