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	<title>GenWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Polompen&amp;diff=1178167</id>
		<title>Polompen</title>
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		<updated>2013-01-13T13:10:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ancosa: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Bitte die Überschriften der Vorlage drinlassen, ggf. ausklammern  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Familienforschung Memelland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Hierarchie&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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[[Portal:Regionale Forschung|Regional]] &amp;gt; [[Litauen]] &amp;gt; {{PAGENAME}} &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039;, [[Palompen]], bis 1920 [[Kreis Tilsit]], Ostpreußen; (1920-1939) [[Kreis Pogegen]]; (1939-1945) [[Kreis Tilsit-Ragnit]]&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen siehe unten in den [[{{PAGENAME}}#Daten_aus_dem_genealogischen_Ortsverzeichnis| Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Palumpen&#039;&#039;&#039; geschrieben.&lt;br /&gt;
Der Name ist eine Wegbeschreibung und weist auf moorigen Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lompe&#039;&#039;&#039; ein kleiner Bach. In diesem Fall &#039;&#039;&#039;Pa Lompe&#039;&#039;&#039; = &#039;&#039;&#039;Ort an der Lompe&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*prußisch &#039;&#039;&#039;&amp;quot;pa, po&amp;quot;&#039;&#039;&#039; = bei, in der Nähe von&lt;br /&gt;
+ &#039;&#039;&#039;&amp;quot;lumpe&amp;quot;&#039;&#039;&#039; = schmutziger morastiger Ort, Sumpf, der bei Betreten zittert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Allgemeine Information === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier: Beschreibung der Stadt/Gemeinde, Gr&amp;amp;ouml;sse, Bev&amp;amp;ouml;lkerung usw.) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Einteilung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis &#039;&#039;&#039;1939&#039;&#039;&#039; war &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ein &#039;&#039;Gutsbezirk&#039;&#039; im Landkreis Pogegen, und ab &#039;&#039;&#039;1.5.1939&#039;&#039;&#039; bis 1945 ein &#039;&#039;Gemeindeteil&#039;&#039; der Gemeinde [[Kerkutwethen]].{{MLRefAmtsblatt2}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.10.1939&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;&#039;[[Kerkutwethen]]&#039;&#039;&#039; kommt zum [[Kreis Tilsit-Ragnit]]. {{MLRefAmtsblatt1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchliche Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039; gehörte im 17. Jahrhundert zum Kirchspiel [[Willkischken]]. {{PAGENAME}} gehörte &#039;&#039;&#039;1912&#039;&#039;&#039; zum Kirchspiel [[Willkischken]].&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1621 - 1643&#039;&#039;&#039; war Christoph &#039;&#039;&#039;Kraus&#039;&#039;&#039; Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Katholische Kirchen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Andere Glaubensgemeinschaften === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewohner==&lt;br /&gt;
*[[{{PAGENAME}}/Bewohner|Bewohner von {{PAGENAME}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Polompen1.JPG|400px|thumb|right|Gut Polompen heute]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Polompen2.JPG|400px|thumb|right|Gut Polompen heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1615&#039;&#039;&#039; Dorf und Krug an der Lompe, 13 Hufen groß. Geschrieben &amp;quot;Palumpen&amp;quot;. Jährlicher Dezem beträgt 3 Mark 28 Schillinge. Zapfengeld werden 20 Schillinge gezahlt. 2 Huben sind öd und wüst. Der Beitrag zum Widdembau &#039;&#039;&#039;1621&#039;&#039;&#039; beträgt 9 Mark 45 Schillinge und der zu den Glocken &#039;&#039;&#039;1664&#039;&#039;&#039; 8 Mark. &#039;&#039;&#039;1662&#039;&#039;&#039; wohnt daselbst der Köllmer Friedrich &#039;&#039;&#039;Stangenwald&#039;&#039;&#039;. Er besitzt 4 Huben Land. Das Dorf hat 3 Huben Triften. &#039;&#039;&#039;1663&#039;&#039;&#039; gehört auch [[Jettschen]] zu Polompen, Schulzenamt [[Willkischken]]. &#039;&#039;&#039;1621 - 1643&#039;&#039;&#039; war Christoph &#039;&#039;&#039;Kraus&#039;&#039;&#039; Kirchenvorsteher der Kirche Willkischken. &lt;br /&gt;
Im Jahre &#039;&#039;&#039;1723&#039;&#039;&#039; wurde auch das der Witwe &#039;&#039;&#039;Heydmann&#039;&#039;&#039; gehörende &#039;&#039;&#039;Gut Polompen&#039;&#039;&#039; Königliches Vorwerk. Zu ihm wurden auch der Krug und Dorf Polompen sowie Heydebruch und [[[Barwainen]]] geschlagen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Vorwerk Polompen wurde &#039;&#039;&#039;1724&#039;&#039;&#039; mit folgenden Personen besetzt:&lt;br /&gt;
*1 Hofmeister, Wilhelm Günther &#039;&#039;&#039;Mentz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1 Knecht, Christoph &#039;&#039;&#039;Knobbe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1 Kneckt &#039;&#039;&#039;Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1 Enke, &#039;&#039;&#039;Viktor&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1 Magd, &#039;&#039;&#039;Maria Elisabeth&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*3 Ochsenpflüger, &#039;&#039;&#039;Urban&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Bethke&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Uckerling&#039;&#039;&#039; nebst ihren Weibern&lt;br /&gt;
*1 Schafmeister und sein Weib&lt;br /&gt;
*1 Knecht &#039;&#039;&#039;Joseph&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1 Mittelknecht&lt;br /&gt;
*1 Lämmerjunge&lt;br /&gt;
*1 Hofmann, Michel &#039;&#039;&#039;Braun&#039;&#039;&#039; und sein Weib in &#039;&#039;&#039;Heydebruch&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*2 Mägde in &#039;&#039;&#039;Heydebruch&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1 Hirte in &#039;&#039;&#039;Heydebruch&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1 Hirte in &#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;Schwarzien, Otto: Bilder aus der Vergangenheit des Kirchspiels Willkischken, 1927&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Nachrichten über eine Ortschaft dieses Namens (Po lumpe) an der &#039;&#039;&#039;Lumpe&#039;&#039;&#039;, fand man in den Rechnungen der Kirche [[Willkischken]] wonach &#039;&#039;&#039;1600&#039;&#039;&#039; Polompen, Hof, Krug und vier Hufen, einem &#039;&#039;&#039;Stangenwaldt&#039;&#039;&#039; gehört. Vielleicht identisch mit einem Landmesser dieses Namens, der in [[Wischwill]] lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1662&#039;&#039;&#039; zahlt ein &#039;&#039;&#039;Major Franz Schmidt&#039;&#039;&#039; den Kirchendezem nach Wilkischken. Es ist ein Jahrzehnt später vermerkt, dass dessen Erben der Kirche Willkischken 700 Taler schulden! Vermutlich wurde Polompen im ersten Drittel des 18.Jahrhunderts von der Domäne [[Schreitlaugken]] &#039;&#039;&#039;1724&#039;&#039;&#039; als Vorwerk einverleibt. Von diesem Zeitpunkt an wird in den Listen der Kirche nicht wie bisher nur Hof und Mühle Schreitlaugken, sondern noch eine besondere größere Wirtschaft mit Hofmann, Knechten, Stutenmeister und Mägden zum Dezem herangezogen. Die größere Hufenzahl von Polompen gegenüber der von 1660 mit 4 Hufen erklärt sich wohl daher, dass sämtliche wüste Ländereien, obwohl noch nicht mit Bauern besetzt, doch schon neu vermessen und dem Vorwerk zugerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1723&#039;&#039;&#039; wird die Witwe Heydmann als Besitzerin des Königlichen Vorwerks genannt. Es wird zum Dorf &#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039; auch ein Krug erwähnt und die Zugehörigkeit von &#039;&#039;&#039;Heydebruch&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Barwainen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1758&#039;&#039;&#039; wird erstmalig in Schreitlaugker Dokumenten (Staatsarchiv) ein &#039;&#039;&#039;Dömänenvorwerk&#039;&#039;&#039;, inzwischen mit einer Größe von 25 Hufen, zur vererblichen Übernahme angeboten, mit der Gewährung von drei Freijahren. (kein Dezem = keine Steuern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Maßnahme war wohl seitens der Regierung wegen der im Jahre &#039;&#039;&#039;1757&#039;&#039;&#039; auf allen Vorwerken und Dörfern in der Gegend stattgehabten Brandschatzung durch die Russen veranlasst. Das Vorwerk &#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039; war total abgebrannt und sämtliches Vieh geschlachtet oder eingegangen. Der Neubau des Gehöftes mit 4990 Talern veranschlagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es meldet sich der bisherige Pächter von [[Krakonischken]], &#039;&#039;&#039;Friedrich Ruknowitz&#039;&#039;&#039;; ob er das Vorwerk gepachtet, ist aus den Akten des Staatsarchivs nicht ersichtlich. &#039;&#039;&#039;1764&#039;&#039;&#039; ist ein Teil von Polompen in den Händen des Köllmers &#039;&#039;&#039;Gottfried Schack&#039;&#039;&#039;, der auch in [[Absteinen]] begütert ist, und der in dem genannten Jahre durch allgemeines Viehsterben 14 Ochsen, 16 Kühe und 10 Kälber verliert; da ihm Zinserlasse bewilligt werden, ist er imstande, sich auf Polompen zu behaupten und sogar &#039;&#039;&#039;1779&#039;&#039;&#039; daselbst vier neue Bauernhöfe zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit &#039;&#039;&#039;1773&#039;&#039;&#039; wird von langwierigen Streitigkeiten des Generalpächters von [[Schreitlaugken]] &#039;&#039;&#039;Johann Theodor von Schön&#039;&#039;&#039; berichtet. Er begehrte einen auf der Grenze zwischen [[Willkischken]] und Polompen liegenden Karpfenteich, dieser läge auf Willkischker Gebiet und gehöre deshalb zu seinem Besitz.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um &#039;&#039;&#039;1790&#039;&#039;&#039; ist ein &#039;&#039;&#039;von Schlymer&#039;&#039;&#039; Erbpächter von &#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039;. &#039;&#039;&#039;1797&#039;&#039;&#039; verhängt die Regierung wegen 395 Taler rückständigen Hufenzinses über die Schlymersche Wirtschaft eine Pfändung und und beendete wahrscheilich das Pachtverhältnis. da &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1801&#039;&#039;&#039; wird &#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039; als selbständiges Gut von 27 Hufen geführt und gehört einem Herrn &#039;&#039;&#039;Werner&#039;&#039;&#039;. Als Folge der unglücklichen Kriegsjahre und der übergroßen Lasten, die der dann folgende Befreiungskrieg den Gutsbesitzern auferlegt wurden, mußten manche aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1830&#039;&#039;&#039; fiel &#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039; an die Generallandschaftsdirektion. Es wird jetzt mit 27 Hufen Kulmisch an &#039;&#039;&#039;Julius Albert Heimbs&#039;&#039;&#039; verpachtet. Er war verheiratet mit &#039;&#039;&#039;Ottilie Dressler&#039;&#039;&#039; aus der Inhaberfamilie des Gutes [[Ablenken]], das er somit übernahm. Er stirbt aber schon am 19. Mai 1836. Sein Sohn &#039;&#039;&#039;Albert Heimbs&#039;&#039;&#039;, geboren 1835, verheiratet mit &#039;&#039;&#039;Anna Habedank&#039;&#039;&#039; übernahm die Besitzungen [[Ablenken]] und &#039;&#039;&#039;Polompen&#039;&#039;&#039;. Nachfolger durch Erbe wurde dann anschließend der gemeinsame Sohn &#039;&#039;&#039;Benno Heimbs&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Besitzer bis 1945 waren die Familien &#039;&#039;&#039;Sachs&#039;&#039;&#039;. Opa Sachs führte den Flüchtlingstreck des Gutes Polompen, immer von der russischen Front getrieben, bis er auf amerikanische Soldaten traf. Er brachte seine 22 wertvollen Trakener Pferde so in den Westen. Seine Schwiegertochter &#039;&#039;&#039;Lisa Sachs, geb. Baltromejus&#039;&#039;&#039; verstarb 2008 in Norddeutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: &amp;lt;ref&amp;gt;Kopp, Jenny: Beiträge zur Chronik des ostpreussischen Grundbesitzes&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Werner Boes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Lompekrug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Landstraße von Miekiten nach Willkischken, ist gleich hinter Lompönen rechts die Einfahrt zum Ort Polompen und genau hier steht seit über 300 Jahren das alte Gasthaus &#039;&#039;&#039;Lompekrug&#039;&#039;&#039;.Seine Geschichte läßt sich bis 1615 zurückverfolgen, in welchem Jahre er zu dem damals noch bestehenden Dörfchen &#039;&#039;&#039;Palumpen&#039;&#039;&#039; gehörte.&lt;br /&gt;
Als später das Dörfchen &#039;&#039;&#039;Palumpen&#039;&#039;&#039; verschwand, und an seiner Stelle das Gut gleichen Namens gegründet wurde, ging auch der &#039;&#039;&#039;Krug&#039;&#039;&#039; in dessen Besitz über. &lt;br /&gt;
Von 1660–70 scheint er außer Betrieb gewesen zu sein, da in diesem Jahrzehnt das sogenannte Zapfengeld, eine in jener Zeit übliche Kirchensteuer, nicht gezahlt worden ist. 1723 ist vermerkt, daß der Krug vom Staate erworben, ging aber schon 1749 wieder in Privatbesitz über. Die Litauische Kriegs- und Domänenkammer verkaufte ihn an einen gewissen Erdmann &#039;&#039;&#039;Steinke&#039;&#039;&#039; aus [[Willkischken]]. Der geschlossene Vertrag hat folgenden Wortlaut:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bis zu Sr. Majestät allergnädigsten Confirmation wird zwischen deroselben Litth. Krieges- und Domainen-Cammer als Verkäuferin eines und dem Erdmann &#039;&#039;&#039;Steinke&#039;&#039;&#039; als Käufer andern Theiles, wegen des zu Polompen, Schreitlaugkschen Amts gelegenen Königl. Kruges nachstehender Contrakt verabredet und geschlossen: Es verkauft nehmlich die Königlich Preußische Litthauische Kriegs- und Domainen-Cammer an bemeldeten Erdmann &#039;&#039;&#039;Steinke&#039;&#039;&#039; den Krug zu Polompen, wobey außer dazu gehörigen Garten Kein Land Mehr, ohne Vieh und andere Besitz-Stücke, umb und vor zehn Thaler, Jeden Thaler zu 90 gr. gerechnet, vereinbahrtem Kaufgeldes dergestalt, daß Käufer vorbesagten Krug nebst den dabey befindlichen Garten, Erb- und Eigenthümlich auf seine Erben und Erbnehmer nicht allein besitzen, sondern auch mit selbigem nach eigenem Gefallen, jedoch wirtschaftlich zu schalten und walten, auch andere zu verkaufen, Macht haben sollte. Und wird demselben hiernechst das benötithigte Bauholz, den Krug in guten Standt zu setzen, nach einem vom Bauverständigen  gemachten Ueberschlage, ein vor allemahl ohneentgeltlich zugestanden jedoch muß er dasselbe durch sein eigenes Angespann beyführen, auch das Kgl. Stamm-Geld davon entrichten. Das zum Schenk benöthigte Bier und den Branntwein muß er, wie auch dasjenige Trinken, aus dem Amte [[Schreitlaugken]] determinate, und sonsten nirgends anders, bei empfindlicher Strafe nehmen und den dekret desselben auf mögliche Arth und bey Verlust seines Kaufkontrakts solchergestalt befördern, dass in dem Brau-Anschlage kein Ausfall entstehen möge. Die Wolfs-Jagdten und die Unterhaltung der Kirchen- und Schul-Gebäude, ingleichen die Zahlung des Kirchen-Dezems, als von welchen Stücken niemand ausgenommen seyn kann, ist er gleich andern Kgl. Unterthanen zu leisten Schuldig.&lt;br /&gt;
*Bei vom Himmel und anderswo, außer seiner Schuld entstehender FeuersBrunst (so Gott in Gnaden für behüten wolle) hat sich Käufer dessen zu getrösten, was andern Krügern accordiret werden möchte. Wie er denn auch lediglich vor seine Persohn allein dafür haftet und keine remission zu hoffen hat, wen durch seine und seiner Leute Verwahrlosung ein oder der andere Schaden-Stand entstehen sollte. Hiernächst ist Käufer gehalten, das landirte Kauf-Pretium sogleich baar zu erlegen, auch jährlich von Trinitatis 1749 ab, Zwei Thlr. ***An Zins für den Krug und den dabey befindlichen Garten wie auch den Kopf- und Hornschoß mit darunter gerechnet, von 30 gr. für die kleine Hökerung, und also überhaupt zwei Rthl. 30 gr. bey Verpfändung seines sämtlichen Vermögens, in den fälligen Zeiten, jedesmahl prompt zu enttrichten, und sich übrigens in allen Stücken als einem guten und rechtschaffenden Wirth obliegt aufzuführen, und die reisende auch alle andere einkehrende Leute wohl aufzunehmen, zu welchem Ende ihm denn auch die kleine Hökerung ausgebethener Maßen, das Backen und Schlachten aber nur für die Reysende und nachdem dieserhalb emarirte Reglement zu enereiren verstattet, auch zu desto besserer Commanditaet der Reysenden zur Erbauung der ganz verfallenen Ueberstube am Krug, nach geschehener Untersuchung, gegen Erlegung des Kgl. Stammgeldes, das freye Bauholz assiquiert werden wird. Uhrkundlich ist dieser Contract in duplo ausgefertigt und von beiderseits Contrahenten unterschrieben und besiegelt. So geschehen Gumbinnen den 15ten Jannuary 1749.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N.S. Diese Urkunde ist Eigentum des damaligen Gutsbesitzers (1931) &#039;&#039;&#039;Paul Rahm&#039;&#039;&#039; in Polompen&lt;br /&gt;
     Die Urkunde trägt zwölf verschiedene Unterschriften der Litauischen Kriegs- und Domänenkammer &lt;br /&gt;
     und ist bereits am 29. Januar 1749 von Friedrich dem Großen bestätigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Während des Siebenjährigen Krieges, im Herbst 1757, wurde der Krug durch die russische Brandfackel dem Erdboden gleichgemacht. Nach dem Wiederaufbau gehörte er einem &#039;&#039;&#039;Christian Roggenbuck&#039;&#039;&#039;, dem im selben Jahr eine Verschreibung von 7 Morgen Land gegeben wird. Am 30. Dezember 1850 wurde der Krug wieder durch Feuer vernichtet aber war dann schon bald wieder aufgebaut. Zum Krug kam bald auch eine Windmühle wovon noch 1871 berichtet wird..&lt;br /&gt;
Während des 1. Weltkrieges war der Krug eine wichtige militärische Meldestelle, weil er an einer der größten Straßen nach Russland steht und seit mehreren Jahren mit öffentlichen *Fernsprecher versehen war. Am 1. August 1914 nachmittags 6 Uhr 20 Minuten, wurde von hier aus der Mobilmachungsbefehl nach Polompen, Klein- und Groß-Kerkutwethen, Neppertlaugken und Sodehnen verkündet. Am 30. August  1914, nachmittags 1 Uhr 15 Minuten erscheint eine russische Kavalleriepatrouille von 6 Mann aus [[Willkischken]] kommend. Sie hielten hier an und beobachteten den Krug zunächst von der Straße aus. Dann drangen sie in das dem Krug gegenüberstehende Insthaus und verlangten Branntwein. Als man ihnen nichts geben konnte, drohten sie mit dem Bajonett. Erst als weitere Reiter eintrafen, vermutlich ihre Vorgesetzten, ritten sie eiligst auf der Straße weiter Richtung [[Lompönen]]. Das waren die ersten russischen Soldaten, die der &#039;&#039;&#039;Lompekrug&#039;&#039;&#039; im Weltkriege gesehen hat. Im Winter 1914/15 wurde der Krug durch die Russen vollständig ausgeplündert, wobei mancherlei Altertümer vernichtet worden sind.&lt;br /&gt;
*Der Betrieb ruhte nun volle fünfzehn Jahre. Die Wiedereröffnung erfolgte Anfang Oktober 1929 durch einen Pächter &#039;&#039;&#039;Dobaschus&#039;&#039;&#039; aus Pogegen. Seit Herbst 1930 trug das Gasthausschild wieder die alte Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Lompe-Krug&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Otto Schwarzien – Kulturbilder aus dem melländischen Juragebiet und Werner Boes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier: geschichtlicher Abriss --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Genealogische und historische Gesellschaften == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Genealogische Gesellschaften === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Historische Gesellschaften === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Genealogische und historische Quellen ==--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Genealogische Quellen ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier: z.B. Kirchenbücher, Verfilmte Quellen, Batchnummern, --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Zivilstandsregister, andere Urkunden, Volkszählung,        --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- mit geeigneten Überschriften einfügen.                     --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Historische Urkunden === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Bibliografie == --&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Genealogische Bibliografie === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Historische Bibliografie === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Weitere Bibliografie === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Archive und Bibliotheken == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Archive === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Bibliotheken === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedenes ==&lt;br /&gt;
=== Karten ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Polompen_SCHK013.jpg||thumb|left|420 px|&#039;&#039;Palompen&#039;&#039; auf der Schroetterkarte Blatt 13, (1796-1802), Maßstab&amp;amp;nbsp;1:50&amp;amp;#8239;000&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;© Staatsbibliothek zu Berlin &amp;amp;ndash; Preußischer Kulturbesitz&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Bild: Willkischken.jpg|thumb|330 px| Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Palompen2_URMTB066_1861.jpg|thumb|430px|left|Palompen und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 66, 1861&amp;lt;br&amp;gt; © Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Palompen_URMTB066.jpg|thumb|420 px|Palompen im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 66, 1861&amp;lt;br&amp;gt; © Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild: Polompen_MTB0898_I.jpg|thumb|left|430 px| Polompen im Messtischblatt 0898 Willkischken (1913-1941) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ort_Kerkutwethen_25_0524_Kerkutwethen_Karte.jpg|thumb|420 px|Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Kerkutwethen aus den 50er Jahren, &amp;lt;small&amp;gt;(c) Bundesarchiv&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Regionale Verlage und Buchhändler === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Berufsgenealogen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Heimat- und Volkskunde === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Auswanderungen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === LDS/FHC  === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Internetlinks ==--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Offizielle Internetseiten ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Genealogische Internetseiten === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Weitere Internetseiten === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--==Zufallsfunde==&lt;br /&gt;
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man &#039;&#039;[[Zufallsfunde]]&#039;&#039;. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über [[toter Punkt|tote Punkte]] in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gov&amp;gt;POLPENKO15AC&amp;lt;/gov&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Litauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Memelland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Tilsit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Pogegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Tilsit-Ragnit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ancosa</name></author>
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