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	<title>GenWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-03T16:33:52Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/%C3%96ffentliche_Einrichtungen&amp;diff=934985</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Öffentliche Einrichtungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/%C3%96ffentliche_Einrichtungen&amp;diff=934985"/>
		<updated>2011-05-02T05:59:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Die Bevölkerung|Wirtschaft und Verkehr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grünanlagen==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegtmaid1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:jpeppel1.jpg|200px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Bezeichnung als &amp;quot;Piasten&amp;quot; - und &amp;quot;Dreianker-Stadt&amp;quot; besaß Brieg noch eine dritte, nämlich die einer &amp;quot;Gartenstadt&amp;quot;. Die gewaltigen alten Wallanlagen, die sich um die ganze Altstadt bis zur Oder hinzogen, wurden nach ihrer Schleifung zu herrlichen Anlagen umgestaltet. Promenade mit Bismarkdenkmal, Wallgraben und Pfennigbrücke, Bergelpromenade mit Milchhäuschen, Goldfischteich, Trauerbuche, Bronzeplastik &amp;quot;Trinkendes Mädchen&amp;quot; und Schwanenteich, Rosarium, Wolfsschlucht sowie die Oderpromenade mit dem alten Odertor glichen einem Kurpark. Wem eine Wanderung hierdurch nicht genügte, der ging in den 63 ha großen Stadtpark, den &amp;quot;JULIUS-PEPPEL-Park&amp;quot;, der nach seinem Schöpfer, dem Oberbürgermeister Julius PEPPEL, benannt war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtforst==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtforst von Brieg lag nicht innerhalb seiner Stadtgrenzen, sondern im Kreisgebiet bei Leubusch. Sie umfaßte etwa 3.000 Morgen. Der Wald wies je nach Qualität des Bodens verschiedene Bestände auf und brachte gute Erträge; auch Hoch- und Niederwild war vorhanden. In letzter Zeit ist noch Damwild eingeführt worden; es wurde im Gatter gehalten. Im Wald befand sich auch ein Jagdhäuschen mit Übernachtungsgelegenheit und die Gaststätte &amp;quot;Wechmannsruh&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Städtisches Krankenhaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den privaten Krankenhäusern des evangelischen Diakonissenstifts in der Steinstraße und dem katholischen St. Marienstift in der Lindenstraße bot das Städtische Krankenhaus in der Neuhäuser Straße etwa 100 Kranken Pflege und Heilung. Die Leitung lag in den Händen tüchtiger Ärzte. Ein großer Neubau war in der neuen Hindenburgstraße geplant. Das neue Krankenhaus sollte die drei alten Anstalten völlig ersetzen und jeden vorauszusehenden Mehrbedarf für die Zukunft aufnehmen. Daneben waren Ärzte- und Schwestern-Wohnungen, Verwaltungsgebäude, Park usw. vorgesehen. Das alte städtische Krankenhaus in der Neuhäuser Straße sollte zu einem würdigen Altersheim umgebaut werden, weil das vorhandene an der Neißer Straße neuzeitlichen Ansprüchen nicht mehr genügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges wurde das städtische Krankenhaus für Lazarettzwecke in Anspruch genommen. Letzte leitende Ärzte waren Dr. A. LÜCK, + 1945 in der Lüneburger Heide und Dr. K. JENETZKY, Bayreuth, Bahnhofstraße 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlachthof==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg gehörte zu den Städten, die keinen eigenen Schlachthof besaßen. Er befand sich noch im Besitz der Fleischerinnung Brieg. Die Stadt wollte diese wichtige Einrichtung allerdings in ihren Besitz übernehmen. Hierfür war schon ein leitender Tierarzt und städtischer Veterinär nebst Hilfspersonal eingestellt. Erweiterungs- und Verbesserungspläne, der Neuzeit entsprechend lagen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Bedeutung für Industrie, Handel, Gewerbe usw. braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Entsprechend der ständig wachsenden Bevölkerung mit ihren vielseitigen Bedürfnissen mußte die Anlagen ständig erweitert und verbessert werden. Die Verwaltungsräume befanden sich im neuen Sparkassengebäude in der Mollwitzer Straße. Während des Krieges wurden an die Stadtwerke ganz besondere Anforderungen gestellt. Im Rahmen der Verlagerung kriegswichtiger Industrie- und Entwicklungsbetriebe waren oft in kürzester Zeit schwierigste Erweiterungs- und Umlegungsarbeiten am Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetz auszuführen und Kapazitätserhöhungsaufgaben zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Städtischer Marstall==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der städtische Marstall hatte seine Bezeichnung aus der Zeit erhalten, da die Fahrzeuge noch von Pferden gezogen wurden. Im letzten Jahrzehnt vor der Vertreibung ist der Betrieb stark modernisiert und motorisiert worden. Dem Marstall oblag mit seinem Arbeitskräften die Sauberhaltung der Straßen zu allen Jahreszeiten. In den 30iger Jahren ist auf dem Gelände des Marstalles sogar eine Seidenraupenzucht angelegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebsangehörigen des Marstalles waren gleichzeitig Einsatzkräfte des Entgiftungstruppe für den Luftschutz. Ein großer Krupp-Sprengwagen mit Spezialdüsen für Straßenentgiftung und Chlorkalk-Anhänger, sowie moderne Gummi-Schutzanzüge waren ihre Ausrüstung. Die Fachausbildung lag in den Händen des Chemikers, Stud.Rat Dr. REINISCH, Gadderbaum, Kreis Bielefeld, Maraweg 7a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Freiwillige Feuerwehr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele gleich große Städte besaß Brieg auch eine Feuerwehr, die sich aus etwa 100 Freiwilligen zusammensetzte, und zwar aus allen Kreisen der Bürgerschaft, besonders aber aus der Handwerkerschaft. Getreu dem Wahlspruch: &amp;quot;Gott zur Ehr und dem Nächsten zur Wehr&amp;quot; hat die freiwillige Feuerwehr auch bei Wassernot und in anderen Fällen das Ihre zur Erhaltung der Stadt und ihrer Bürger beigetragen. Ständige Verbesserungen und Verstärkung der Geräte war die stete Sorge der Stadtverwaltung. Neben der freiwilligen städtischen Feuerwehr gab es noch Betriebsfeuerwehren mit eigenem motorisiertem Gerät bei den Firmen GÜTTLER &amp;amp; Co., PZILLAS, T.T. HEINZE, LOEWENTHAL, MOLL usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die freiwillige Feuerwehr Brieg verfügte in ihrem Feuerwehrhaus Mühlstraße - altes Zeughaus, früher Franziskanerkloster über ein ideales Ausbildungs- und Einsatzzentrum. Es enthielt neben der großen Exerzierhalle mit eingebautem Steigerturm die Fahrzeughalle, den Schlauchtrockenturm, 2 große Versammlungs- und Ausbildungsräume, das Vorstandszimmer mit der von dem Brandmeister, Ing. Rudolf KELLNER, geschaffenen Lehrmittelschau, die z.B. die Modelle aller bekannten Dachstuhlkonstruktionen aufwies, sowie einen Luftschutzraum. Drei komplette Löschzüge, bei denen sich u.a. eine vollautomatische Magirus-Drehleiter auf Mercedes-Pritsche befand, bedeuteten den Wehrmännern ein gutes Rüstzeug. Dadurch, daß im Feuerwehrhaus drei in städtischen Diensten stehende Kraftfahrer wohnten, erreichte die mit den in der Nähe wohnenden Kameraden die Schlagkraft und Einsatzbereitschaft einer Berufsfeuerwehr. Eine moderne Feuermeldeanlage, deren umfangreicher Melde- und Schaltschrank in der Polizeiwache stand, mit Feuermeldern, von denen aus jederzeit die Polizei und das Feuwehrhaus telefonisch erreichbar waren und Alarmglocken in der Wohnung jedes Feuerwehrmannes ergänzten die schnelle Einsatzmöglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Räumung der Stadt wurden die Geräte nach Hirschberg im Riesengebirge überführt. Dabei blieb unterwegs die große Autospritze liegen. Die Großgeräte kamen in die Sammelstelle im Schloßpark Bad Warmbrunn. Ein Mercedes Mannschaftwagen wurde von der Feuerwehr Hirschberg übernommen. Zwei Tragkraftspritzen mit Pkw-Zugwagen und div. Material wurden am 30.3.1945 dem Feuerwehrleiter der Werksfeuerwehr &amp;quot;Schlesische Zellwolle AG&amp;quot; in Hirschberg auf Weisung des Reg. Präs. vom Feuerwehrdezernat übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Feuermelder in der Stadt Brieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Logaustraße, Fabrik GÜTTLER&lt;br /&gt;
#Steinstraße, Ecke Gartenstraße, Schule&lt;br /&gt;
#Neuhäuserstraße 54&lt;br /&gt;
#Robert-Pzillas-Straße, am Weinberg&lt;br /&gt;
#Schönauer Straße, Zuckerfabrik NEUGEBAUER&lt;br /&gt;
#Fischerstraße, Ecke Robert-Pzillas-Straße&lt;br /&gt;
#Fischerstraße 15&lt;br /&gt;
#Steinstraße 1, Heil- und Pflegeanstalt&lt;br /&gt;
#Schauspielhaus 2. Stock&lt;br /&gt;
#Schauspielhaus Bühne&lt;br /&gt;
#Lange Straße 11, Bankhaus EICHBORN&lt;br /&gt;
#Piastenstraße, Ecke Logaustraße&lt;br /&gt;
#Dreiankerstraße, gegenüber der Firma T.T. HEINZE&lt;br /&gt;
#Schulstraße 19&lt;br /&gt;
#Feldstraße 8&lt;br /&gt;
#Ohlauer Straße 49&lt;br /&gt;
#Lange Straße, Gymnasium&lt;br /&gt;
#Mollwitzer Straße, Ecke Lange Straße&lt;br /&gt;
#Moltkestraße, Kaserne, unteres Tor am Stabsgebäude&lt;br /&gt;
#Schwarzer Weg, Ecke Siedlungsstraße&lt;br /&gt;
#Ohlauer Straße 35&lt;br /&gt;
#Holzmarkt, Gasthaus &amp;quot;ZUM GOLDENEN SCHIFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
#Ziegeleistraße, Kläranlage&lt;br /&gt;
#Fabrik MOLL&lt;br /&gt;
#Schleusendamm 1, Schlachthof&lt;br /&gt;
#Mühlendamm 4, Gasthaus&lt;br /&gt;
#Zollstraße, am Katasteramt&lt;br /&gt;
#Burgstraße, Ecke Ring&lt;br /&gt;
#Mühlstraße 13&lt;br /&gt;
#Ring, Betriebswerke&lt;br /&gt;
#Oppelner Straße, Ecke Nikolaistraße&lt;br /&gt;
#Nikolaistraße, Einfahrtstor zum großen Exerzierplatz&lt;br /&gt;
#Bahnhofstraße 41&lt;br /&gt;
#Schüsselndorfer Straße, gegenüber Haus 4&lt;br /&gt;
#Briegischdorfer Straße, Gasthaus STANKOWSKI&lt;br /&gt;
#Siedlung an der Briegischdorfer Straße, vor Haus 2&lt;br /&gt;
#Siedlung an der Schüsselndorfer Straße, am Anfang&lt;br /&gt;
#Bahnhofstraße, Gaswerk&lt;br /&gt;
#Wechmannstraße, Furchnerkolonie&lt;br /&gt;
#Riedelstraße 3&lt;br /&gt;
#Schwarzer Weg, Ecke Albert- Spätlich-Straße&lt;br /&gt;
#Pistoriusstraße, Ecke &amp;quot;Am grünen Anger&amp;quot;&lt;br /&gt;
#Roonstraße am Ribaplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aus der Baugeschichte der Stadt Brieg&amp;lt;ref&amp;gt;Herausgegeben durch das Stadtbauamt 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegbring1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:briegring92-1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg wurde im Jahre 1250 an dem Oder-Übergang der alten Handelsstraße von Böhmen nach Polen angelegt. In ihrem Mittelpunkt lag der Ring mit dem Rathaus und mit Geschäfts-, Gast- und Bürgerhäusern. Von dort führten Straßen nach den ehemaligen Stadttoren und zu den umliegenden Städten und Dörfern. In der Blütezeit unter Herzog Georg II. sind Piastenschloß, Rathaus, Gymnasium und private Giebelhäuser entstanden. Bei der Belagerung der Stadt durch Friedrich den Großen wurde das Piastenschloß zerstört und nur notdürftig instandgesetzt, dagegen die Festungswälle massiv ausgebaut und erweitert. Auch Kasernen, Proviant- und Salzmagazine wurden errichtet. Die private Bautätigkeit lag darnieder. Nach der Besetzung Preußens durch die Franzosen wurden die Festungswälle 1807 geschleift. Die Stadt konnte sich nach drei Seiten ausdehnen, und als nach dem Krieg 1870/71 Industrie und Handel wieder aufblühten, sich auch in baulicher Hinsicht weiter entwickeln. Es wurde ein modernes Wasserwerk gebaut, eine Kanalisation mit einer neuzeitlichen biologisch-mechanischen Kläranlage geschaffen, sämtliche Straßen mit zementvergossenem Granitpflaster versehen, ein 63 ha großer Stadtpark nach dem Muster englischer Gärten angelegt, neue Kasernen gebaut, eine Landwirtschaftsschule, ein Lehrerseminar mit Direktorenwohnhaus und Turnhalle, ein Lyzeum mit Mittelschule, ein Land- und Amtsgericht mit Gefängnis, ein Zollamt und Garnisonslazarett errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wachstum der Stadt entsprechend sind auch die erforderlichen Wohnungen gebaut worden, kurz nach dem 1. Weltkrieg wurden allein rund 500 Wohnungen durch Neubauten erstellt. Später hat die Wohnungsbaugesellschaft Brieg GmbH, an der die Stadt mit 51% beteiligt war, den Wohnungsbau übernommen und bis Ende 1945 insgesamt 452 Wohnungen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1925/26 wurde ein neuzeitlicher Sportplatz mit Laufbahn und Spielfeld, einer asphaltierten Radrennbahn, Übungsplätzen, Tennisplätzen pp. geschaffen. Etwa 2 Jahre später ist ein Heldenhain mit einem Denkmal in Form einer Stufenterrasse mit 5 Säulen, die 5 Kriegsjahre darstellten, und 2 Gedächtnishallen angelegt worden. Der Umbau des Lehrerseminars zu einer Oberschule erforderte eine Neuausstattung der Physik-, Chemie- und Biologieklassen. Eine Volksschule wurde zu einer Berufsschule umgewandelt. Das Stadttheater ist durch den Einbau einer neuen Soffitten- und Bühnenbeleuchtung, Aufstellen eines neuen Gestühls im Zuschauerraum und Anlage einer Warmwasserheizung modernisiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde Brieg wieder Garnisonstadt. Die Infanterie-Kasernen wurden für das Reiterregiment Nr. 8 umgebaut und die erforderlichen Pferdeställe und Rauhfutterscheunen errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Jahre 1933 ab wurden zunächst die Altwohngebäude ausgebessert, die Kleinhaussiedlung gefördert, das Anschlußgleis der alten Zuckerfabrik beseitigt, das Gelände baureif hergerichtet, der Bauhof verlegt, das Salzmagazin an der Mollwitzer Straße abgebrochen und auf diesem Gelände eine neue Sparkasse errichtet. Eine 26 klassige Volksschule mit Brausebädern wurde erstellt, das Stadttheater weiter ausgebaut und der Ausbau des Piastenschlosses fortgesetzt. Auch das Baggerbad mit Gaststätte, Umkleideräumen und Liegewiesen wurde gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Aufbaues der Luftwaffe ist ein neuer Flugplatz mit Verwaltungsgebäuden, Kasernen, Flugzeughallen und Werften angelegt worden. Weitere Kasernen mit den erforderlichen Nebengebäuden enstanden im Osten der Stadt. In einer Bucht an der nahen Oder wurde ein Pionierübungsplatz mit Hafen, Aufenthalts- und Geräteräumen angelegt. Durch die Ausführung der Kasernenbauten und die Belegung der Stadt mit Truppen hat die Wirtschaft einen starken Auftrieb erhalten. Es mußten neue Verkaufsläden, Werkstätten, Gaststätten, Lagerräume usw. errichtet bzw. ausgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Kriegsjahre wurde durch die Verlagerung kriegswichtiger Betriebe wie Hentschel-Flugzeugwerke Berlin-Johannesthal; Vorrichtungs- und Gerätebau H. Engelhardt und H. Agatz, Berlin; Georg Osram, Berlin; Daimler-Benz, Berlin; Hein, Wuppertal; Panzerreparaturwerkstatt Ost, das Baugewerbe übersättigt. Es mußten aus der Umgebung eine Anzahl von Firmen herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Länge des Krieges waren Hoch- und Tiefbauarbeiten weitgehend eingeschränkt worden. Für die Nachkriegszeit aber lagen fertige Baupläne bereits vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entlastung des ständig wachsenden Verkehrs in der Innenstadt sollten Durchgangs- und Umgehungsstraßen gebaut werden, eine Autostraße in Verlängerung der Reichstraße 5, Breslau-Oberschlesien, am Briesener Block abbiegen, südlich den Stadtpark umgehen und etwa an der städt. Ziegelei vor Paulau wieder auf die bisherige Straße stoßen. Eine andere Durchgangsstraße sollte im Zuge der Schüsselndorfer Straße-Piastenstraße-Gartenstraße und Georgstraße auf einer zweiten Oderbrücke den Strom kreuzen und dann, nach Norden schwenkend, die Straße nach Scheibendorf erreichen. Schließlich war noch beabsichtigt, die Lindenstraße und Logaustraße mit Hilfe eines Durchbruches der Lindenstraße zwischen Knaben-Volksschule und Marienstift über die Promenade hinweg zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Projekt war der neue Oderhafen. Durch den von der Provinz Schlesien in Aussicht genommenen großen Ausbau der Wasserstraßen im Osten wurde Brieg unmittelbar mit berüht. Hierzu wäre das Flußbett zu verbreitern und zu vertiefen gewesen, um auch größere Schiffe den Strom befahren zu lassen. Unter Hinzuziehung erfahrener Sachverständiger wurden daher Pläne für einen leistungsfähigen Umschlaghafen in der Mündung des Paulauer Baches und des Koppener Kanales neben einer größeren Reparaturwerft ausgearbeitet. Langwierige Verhandlungen mit den Behörden wegen des Grunderwerbs, Eingemeindungen, Gleisanschlüsse usw. waren hierzu erforderlich geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Reichsbahn plante eine bedeutende Erweiterung des Güterbahnhofs. Die Durchführung hätte starke Eingriffe in städtisches Gelände gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht unerwähnt bleiben dürfen die weiteren Baupläne für den Neubau eines Krankenhauses, die Wiederherstellung des Piastenschlosses und den Erweiterungsbau des Rathauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg2.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Zur_Geschichte_der_Stadt_Brieg&amp;diff=934984</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Zur Geschichte der Stadt Brieg</title>
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		<updated>2011-05-02T05:58:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||Das Stadtgebiet}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:briegwapp.png|left]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg wurde im Zuge der mittelalterlichen Ostkolonisation vor 1250 nach deutschem (Halle - Neumarkter) Recht gegründet. Begründer waren die vom regierenden Piastenherzog beauftragten Lokatoren Gerkinus von Goldberg, Ortlif und Heinrich von Reichenbach. Letzterer schenkte der jungen Stadt sein Familienwappen, die Wolfssense, als Stadtwappen. Die Gründungsurkunde ist nicht überliefert, wohl aber die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1250, die Herzog Heinrich III. dem Lokator Konrad von Neiße ausstellte, der den dritten noch lebenden Lokator Ortlif ablöste. Diese sogannte Frankenberger Urkunde, die durch einen Editionsfehler des bekannten Leipziger Historikers Kötzschke jahrelang für die Gründungsurkunde gehalten worden ist, enthält jedoch die wichtigsten Bestimmungen der Gründungsurkunde im Auszug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für die Neugründung der Stadt an der jetzigen Stelle dürfte die günstige Lage des Ortes an einem wichtigen Straßenkreuz zu suchen sein. Von Nordwest nach Südost führte auf dem erhöhten Südufer der Oder eine wichtige Straße von Breslau nach Oppeln, die sich in Oberschlesien gabelte, und zwar nach Wien und nach Ungarn durch die Mährische Pforte. Diese Straße kreuzte in Brieg der Weg von Prag über Nimptsch und Strehlen nach Gnesen, dem im Jahre 1000 von Kaiser Otto III. gegründeten Bischofssitz, und führte weiter zur Ostsee. Die rechteckige Anlage der Innenstadt, typisch für die ostdeutsche Kolonisationsstadt, ist auf diese großen Wirtschaftswege zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:briegraka1.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:briegrat92-1.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit Briegs als Gemeinwesen und als Residenz lag im 16. und 17. Jahrhundert. Die vielen Renaissancebauten der Stadt, das Schloß, das Rathaus, die Bürgerhäuser am Ring und in den Straßen der Innenstadt sind oder waren Zeugen dieser Zeit, da im Schloß die Piastenherzöge von Liegnitz, Brieg und Wohlau Hof hielten und Brieg dank des um das Jahr 1290 ins Leben gerufenen Gymnasiums zu den am meisten aufgesuchten Orten des Südostens gehörte. Die bekanntesten Namen aus dieser Zeit: Herzog Georg II., Herzogin Barbara von Brandenburg und Dorothea Sibylla von Brandenburg, die Gemahlin Herzog Johann Christians. Ferner Friedrich von Logau, der berühmte Epigramatiker, der als Gymnasiast und herzoglicher Hofmann in Briegs Mauern weilte, sowie der evangelische Theologe und Liederdichter Johannes Heermann, der &amp;quot;schlesische Hiob&amp;quot;, als Schüler des Gymnasiums im Brieger Schloß auf Geheiß Kaiser Rudolfs II. zum poeta laureatus gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Erlöschen der Piastendynastie 1675 geht die große Zeit Briegs als Fürstenresidenz zu Ende. Brieg wird, wie ganz Schlesien, österreichisch. Gegenüber den brandenburgischen Erbansprüchen, die aus dem Vertrag von 1537 herrühren, setzt sich Habsburg, dem die Piasten lehnsuntertänig waren, durch. Die Gegenreformation bringt Jesuiten in die Stadt. Die barocke Kreuzkirche wird errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Maße, da Brieg seine Bedeutung als Residenz einbüßt, geht auch die Eigenart der Stadt verloren. Im Jahre 1741 tobt vor den Toren der Stadt die Schlacht bei Mollwitz, die der Graf Schwerin gegen ein österreichisches Heer gewinnt. Brieg wird preußisch. Das Piastenschloß, Wahrzeichen der alten Residenz, geht in Flammen auf und wird Magazin. Die nüchterne Zweckmäßigkeit, die den preußischen Staat prägt, setzt sich auch in Brieg durch. Brieg wird eine fleißige Arbeiterin im preußischen Gesamtstaat. Die Stadt tritt hinter Oppeln und Breslau deutlich zurück; das einstmals &amp;quot;Illustre Gymnasium&amp;quot; mit Hochschulverfassung wird eine höhere Schule wie andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg bleibt bis zum Schicksalsjahr 1945 eine bürgerliche-rührige Stadt, geprägt vom Fleiß seiner Bewohner, einer alten geschichtlichen Tradition und dem mächtigen Oderstrom, der Lebensader des schlesischen Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel mehr kann man lesen in:&lt;br /&gt;
:Neuere Geschichte der Stadt Brieg 1740 - 1980&lt;br /&gt;
:Herausgeber: Bundesvereinigung der Brieger e.V.., Goslar&lt;br /&gt;
:Verfasser: Werner Irrgang, Traben-Trabach/Mosel&lt;br /&gt;
:Gestaltung: Stadt Goslar - Betreuungsstelle Brieg&lt;br /&gt;
:ISBN-Nr.: ??&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Vorlage:Navigation_Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)&amp;diff=934983</id>
		<title>Vorlage:Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)</title>
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		<updated>2011-05-02T05:58:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid #D0A000; background-color: #eeeeee&amp;quot;  width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<updated>2011-05-02T05:57:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid #D0A000; background-color: #eeeeee&amp;quot;  width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)&amp;diff=934980"/>
		<updated>2011-05-02T05:54:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||Zur Geschichte der Stadt Brieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausgegeben von der Stadt Goslar zum 10. Treffen der Brieger in Goslar im September 1964. Abgeschrieben von Hermann Hosp aus D-54516 Wittlich in Rheinland-Pfalz. Überarbeitet und umgesetzt in HTML-Code durch Dr.-Ing. Frank Knorr aus D-03185 Teichland, OT Maust in Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Stadt Goslar vom 08.05.2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbemerkung ==&lt;br /&gt;
Anfang 2001 begann Hermann Hosp, das bei ihm vorliegende Heft &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot; aus dem Jahre 1964 in loser Folge abzuschreiben. Er stellte seine Beiträge in die &amp;quot;Schlesienliste&amp;quot; des deutschen Vereins für Computergenealogie. In dieser Mailingliste stieß er damit auf eine so große Resonanz, daß er mehrfach gebeten wurde, die Beiträge im World Wide Web zu veröffentlichen. Grund hierfür ist sicherlich die Fülle an Informationen, die in diesem Heft steckt und die für jeden Ahnenforscher der am Kreis Brieg in Schlesien interessiert ist, von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war er nun der Wunsch, aber zwei Dinge galt es zu beachten. Zunächst musste geklärt werden, ob eine Veröffentlichung mit den Urheberrechten der verschiedenen Autoren an diesem Heft vereinbar ist und zweitens kennt sich Hermann mit der HTML-Sprache nicht aus. Die Zustimmung zur Veröffentlichung wurde auf Anfrage erteilt und Frank Knorr, ebenfalls Mitglied der Schlesienliste und mit zahlreichen Vorfahren aus dem Kreis Brieg, fand sich bereit, die Umsetzung in HTML-Code vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Fassung entspricht inhaltlich bis auf Details dem Original von 1964. Für Ergänzungen und Hinweise sind wir dankbar. Sie würden zu einer Fortschreibung dieser kleinen Chronik führen. Wir wünschen allen einen interessanten Lesestoff. Ein Dankeschön gilt Jesper Zedlitz vom deutschen Verein für Computergenealogie für die Unterstützung und Bereitstellung des Webspaces auf dem Genelogieserver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hermann Hosp und Dr. Frank Knorr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wittlich und Teichland, im Mai 2001&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
===Die Stadt Brieg===&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Zur Geschichte der Stadt Brieg|Geschichte der Stadt Brieg]]&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das Stadtgebiet|Das Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
**Geographische Lage&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung|Die Bevölkerung]]&lt;br /&gt;
**Einwohnerzahlen&lt;br /&gt;
**Verkehrsverbindungen&lt;br /&gt;
**Die Stadtverwaltung&lt;br /&gt;
***Aufbau und Organisation der Verwaltung&lt;br /&gt;
***Städtische Einrichtungen und Betriebe&lt;br /&gt;
***Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende&lt;br /&gt;
**Schulen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Theater&lt;br /&gt;
**Musikpflege&lt;br /&gt;
**Sport &amp;amp; Sportvereine&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Öffentliche Einrichtungen|Öffentliche Einrichtungen]]&lt;br /&gt;
**Grünlagen&lt;br /&gt;
**Stadtforst&lt;br /&gt;
**Krankenhaus&lt;br /&gt;
**Schlachthof&lt;br /&gt;
**Stadtwerke&lt;br /&gt;
**Marsstall&lt;br /&gt;
**Feuerwehr&lt;br /&gt;
**Baugeschichte&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Wirtschaft und Verkehr|Wirtschaft und Verkehr]]&lt;br /&gt;
**Industriebetriebe&lt;br /&gt;
**Gewerbebetriebe&lt;br /&gt;
**Geldinstitute&lt;br /&gt;
**Apotheken&lt;br /&gt;
**Zeitung&lt;br /&gt;
**Innungen&lt;br /&gt;
**Post&lt;br /&gt;
**Bahn&lt;br /&gt;
**Städtische Finanzen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Behörden und Vereine, Berühmte Brieger|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger]]&lt;br /&gt;
**Behörden&lt;br /&gt;
**Vereine&lt;br /&gt;
**Berühmte Brieger&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Garnisonstadt Brieg|Garnisonstadt Brieg]]&lt;br /&gt;
**Das Infanterie-Regiment 157 im Kriegseinsatz 1914/1918&lt;br /&gt;
**Der Kriegsverlauf für die Truppen der Brieger Garnison&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das bittere Ende|Das bittere Ende]]&lt;br /&gt;
**Brieger auf der Flucht&lt;br /&gt;
**Der Kampf um Brieg&lt;br /&gt;
**Brieg wird noch einmal Festung&lt;br /&gt;
**Zerstörung der Stadt mit Tabellen&lt;br /&gt;
**Der Wiederaufbau Briegs&lt;br /&gt;
**Polnisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Landkreis Brieg===&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Der Landkreis Brieg (Brzeg)|Das Kreisgebiet]]&lt;br /&gt;
**Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
**Landratsamt&lt;br /&gt;
**Kreisbehörden&lt;br /&gt;
**Schul- und Kulturwesen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Schicksale Brieger Kirchenglocken&lt;br /&gt;
**Turn- und Sportvereine&lt;br /&gt;
**Forsten&lt;br /&gt;
**Krankenkassen&lt;br /&gt;
**Deichverbände&lt;br /&gt;
**Gendarmerien&lt;br /&gt;
**Feuerlöschwesen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Gemeinden des Kreises Brieg (Brzeg)|Gemeinden des Kreises Brieg]]&lt;br /&gt;
**Löwen&lt;br /&gt;
***Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
***Die Stadt Löwen&lt;br /&gt;
***Schulen und Kulturpflege&lt;br /&gt;
***Das Amtsgericht Löwen&lt;br /&gt;
***Das Schloß Löwen und die Neisse-Mühle&lt;br /&gt;
***Zuckerfabrik Froebeln AG&lt;br /&gt;
***In der Heimat verbliebene Löwener&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern|Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf|Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz|Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau|Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Alzenau mit Alzenau, Giersdorf, Johnsdorf, Kreisewitz und Pogarell|Amtsbezirk Alzenau mit Alzenau, Giersdorf, Johnsdorf, Kreisewitz und Pogarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ergänzungen===&lt;br /&gt;
*Dichterisches zu Brieg&lt;br /&gt;
*Jüdisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
*Brieger Chronologie 1740-1947 aus: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&lt;br /&gt;
*Stadtplan von Brieg, ca. 1920&lt;br /&gt;
*Fotosammlung zum Kreis Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|index.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)&amp;diff=934979</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)</title>
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		<updated>2011-05-02T05:54:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||Geschichte der Stadt Brieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausgegeben von der Stadt Goslar zum 10. Treffen der Brieger in Goslar im September 1964. Abgeschrieben von Hermann Hosp aus D-54516 Wittlich in Rheinland-Pfalz. Überarbeitet und umgesetzt in HTML-Code durch Dr.-Ing. Frank Knorr aus D-03185 Teichland, OT Maust in Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Stadt Goslar vom 08.05.2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbemerkung ==&lt;br /&gt;
Anfang 2001 begann Hermann Hosp, das bei ihm vorliegende Heft &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot; aus dem Jahre 1964 in loser Folge abzuschreiben. Er stellte seine Beiträge in die &amp;quot;Schlesienliste&amp;quot; des deutschen Vereins für Computergenealogie. In dieser Mailingliste stieß er damit auf eine so große Resonanz, daß er mehrfach gebeten wurde, die Beiträge im World Wide Web zu veröffentlichen. Grund hierfür ist sicherlich die Fülle an Informationen, die in diesem Heft steckt und die für jeden Ahnenforscher der am Kreis Brieg in Schlesien interessiert ist, von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war er nun der Wunsch, aber zwei Dinge galt es zu beachten. Zunächst musste geklärt werden, ob eine Veröffentlichung mit den Urheberrechten der verschiedenen Autoren an diesem Heft vereinbar ist und zweitens kennt sich Hermann mit der HTML-Sprache nicht aus. Die Zustimmung zur Veröffentlichung wurde auf Anfrage erteilt und Frank Knorr, ebenfalls Mitglied der Schlesienliste und mit zahlreichen Vorfahren aus dem Kreis Brieg, fand sich bereit, die Umsetzung in HTML-Code vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Fassung entspricht inhaltlich bis auf Details dem Original von 1964. Für Ergänzungen und Hinweise sind wir dankbar. Sie würden zu einer Fortschreibung dieser kleinen Chronik führen. Wir wünschen allen einen interessanten Lesestoff. Ein Dankeschön gilt Jesper Zedlitz vom deutschen Verein für Computergenealogie für die Unterstützung und Bereitstellung des Webspaces auf dem Genelogieserver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hermann Hosp und Dr. Frank Knorr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wittlich und Teichland, im Mai 2001&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
===Die Stadt Brieg===&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Zur Geschichte der Stadt Brieg|Geschichte der Stadt Brieg]]&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das Stadtgebiet|Das Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
**Geographische Lage&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung|Die Bevölkerung]]&lt;br /&gt;
**Einwohnerzahlen&lt;br /&gt;
**Verkehrsverbindungen&lt;br /&gt;
**Die Stadtverwaltung&lt;br /&gt;
***Aufbau und Organisation der Verwaltung&lt;br /&gt;
***Städtische Einrichtungen und Betriebe&lt;br /&gt;
***Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende&lt;br /&gt;
**Schulen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Theater&lt;br /&gt;
**Musikpflege&lt;br /&gt;
**Sport &amp;amp; Sportvereine&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Öffentliche Einrichtungen|Öffentliche Einrichtungen]]&lt;br /&gt;
**Grünlagen&lt;br /&gt;
**Stadtforst&lt;br /&gt;
**Krankenhaus&lt;br /&gt;
**Schlachthof&lt;br /&gt;
**Stadtwerke&lt;br /&gt;
**Marsstall&lt;br /&gt;
**Feuerwehr&lt;br /&gt;
**Baugeschichte&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Wirtschaft und Verkehr|Wirtschaft und Verkehr]]&lt;br /&gt;
**Industriebetriebe&lt;br /&gt;
**Gewerbebetriebe&lt;br /&gt;
**Geldinstitute&lt;br /&gt;
**Apotheken&lt;br /&gt;
**Zeitung&lt;br /&gt;
**Innungen&lt;br /&gt;
**Post&lt;br /&gt;
**Bahn&lt;br /&gt;
**Städtische Finanzen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Behörden und Vereine, Berühmte Brieger|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger]]&lt;br /&gt;
**Behörden&lt;br /&gt;
**Vereine&lt;br /&gt;
**Berühmte Brieger&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Garnisonstadt Brieg|Garnisonstadt Brieg]]&lt;br /&gt;
**Das Infanterie-Regiment 157 im Kriegseinsatz 1914/1918&lt;br /&gt;
**Der Kriegsverlauf für die Truppen der Brieger Garnison&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das bittere Ende|Das bittere Ende]]&lt;br /&gt;
**Brieger auf der Flucht&lt;br /&gt;
**Der Kampf um Brieg&lt;br /&gt;
**Brieg wird noch einmal Festung&lt;br /&gt;
**Zerstörung der Stadt mit Tabellen&lt;br /&gt;
**Der Wiederaufbau Briegs&lt;br /&gt;
**Polnisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Landkreis Brieg===&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Der Landkreis Brieg (Brzeg)|Das Kreisgebiet]]&lt;br /&gt;
**Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
**Landratsamt&lt;br /&gt;
**Kreisbehörden&lt;br /&gt;
**Schul- und Kulturwesen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Schicksale Brieger Kirchenglocken&lt;br /&gt;
**Turn- und Sportvereine&lt;br /&gt;
**Forsten&lt;br /&gt;
**Krankenkassen&lt;br /&gt;
**Deichverbände&lt;br /&gt;
**Gendarmerien&lt;br /&gt;
**Feuerlöschwesen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Gemeinden des Kreises Brieg (Brzeg)|Gemeinden des Kreises Brieg]]&lt;br /&gt;
**Löwen&lt;br /&gt;
***Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
***Die Stadt Löwen&lt;br /&gt;
***Schulen und Kulturpflege&lt;br /&gt;
***Das Amtsgericht Löwen&lt;br /&gt;
***Das Schloß Löwen und die Neisse-Mühle&lt;br /&gt;
***Zuckerfabrik Froebeln AG&lt;br /&gt;
***In der Heimat verbliebene Löwener&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern|Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf|Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz|Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau|Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Alzenau mit Alzenau, Giersdorf, Johnsdorf, Kreisewitz und Pogarell|Amtsbezirk Alzenau mit Alzenau, Giersdorf, Johnsdorf, Kreisewitz und Pogarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ergänzungen===&lt;br /&gt;
*Dichterisches zu Brieg&lt;br /&gt;
*Jüdisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
*Brieger Chronologie 1740-1947 aus: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&lt;br /&gt;
*Stadtplan von Brieg, ca. 1920&lt;br /&gt;
*Fotosammlung zum Kreis Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|index.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Mollwitz_mit_Mollwitz,_B%C3%A4rzdorf,_Gr%C3%BCningen_und_Laugwitz&amp;diff=934977</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Mollwitz_mit_Mollwitz,_B%C3%A4rzdorf,_Gr%C3%BCningen_und_Laugwitz&amp;diff=934977"/>
		<updated>2011-05-02T05:52:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau|Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Lehrer Hans Bresch in Grüningen; jetzt Engern über Rinteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mollwitz (Malyjowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einwohner: 620&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Konrad Schönwitz, verstorben&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Kurt Wuttke, Bernshausen, Kreis Lauterbach&lt;br /&gt;
Pfarrer: Hans Jürgen von Puskás, + 4.2.1963 in Wallroth bei Schlüchtern&lt;br /&gt;
Lehrer:&lt;br /&gt;
Adolf Lichtblau, Glauchau/Sa., August-Bebel-Straße 35&lt;br /&gt;
Walter Captuller, Mariental-Horst über Helmstedt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Erhard Michler, Odhöf Nr. 9b Neudorf, Post Wildenau&lt;br /&gt;
Der alte Ortsname Malowicz ist verkürzt aus Gzymalowicz, das bedeutet: Ort der Nachkommen des Grzmala. Zum altpolnischen Herrengeschlecht vom Wappen Grzymala gehören aber die Ritter Pogarell, die im Brieger Distrikt alteingesessen sind. Zur gleichen Zeit wie die Stadt Brieg hat Mollwitz deutsches Recht erhalten. Ausgesetzt wurde es auf 52 Hufen mit einer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundherrschaft übergab der Herzog dem Kanzler und Stadtpfarrer von Brieg, Bernhard. Nach dessen Tode 1296 schenkte er das Patronatsrecht der Kirche dem Katharinenkloster zu Breslau. Das Dorf verkaufte der Herzog an mehrere Ritter. 1375 wurde es dann von dem Breslauer Stift St. Vinenz erworben. Trotz der geistlichen Grundherrschaft wurde das Dorf 1534 evangelisch. Die Herrschaft des Stiftes endete 1810 mit der Säkularisation. Die Kirche war seit 1823 mit Grüningen pfarramtlich verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Name Mollwitz hat durch den ersten Sieg Friedrich d. Großen am 10. April 1741 eine historische Bedeutung bekommen. Das Schlachtehrenmal an der Dorfstraße vor dem Pfarrhaus, die vom König während der Schlacht als Beobachtungsstand benutzte Windmühle und die Ortschronik waren die bekanntesten Erinnerungsmerkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Vertreibung 1945 waren in Mollwitz überwiegend Landwirte, einige Handwerker und die Kapelle Ueberschaer ansässig. Weit über die Grenzen Briegs und Schlesiens hinaus bekannt wurde der Dorflehrer und Heimatschriftsteller Karl Michler. Er schrieb 1903 das Reiterschauspiel &amp;quot;Die Schlacht von Mollwitz&amp;quot;. 1905 folgte sein Roman &amp;quot;Die Dulderin&amp;quot;. Sein letztes Werk ist &amp;quot;Dar Pichaleschuster&amp;quot;, Erzählungen in schlesischer Mundart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte landwirtschaftliche Betrieb mit 205 ha war die Erbscholtisei des Hermann Arndt. Daneben waren 6 mittelgroße Betriebe mit 13 - 18 ha und 13 Großbetriebe zwischen 20 und 32 ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüningen (Zielecice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 564&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Gottlieb Gottzmann, Wassmannsdorf, Kreis Teltow, Post Mahlow&lt;br /&gt;
Lehrer: Hans Bresch, Exten, Nr. 29, Kreis Rinteln&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Hans Bresch, s.o.&lt;br /&gt;
Grüningen ist eine deutsche Gründung der aus Schwaben stammenden Ritter Suevi (Schwabe), die dem Dorf auch den Namen gaben. Ausgemessen wurde es auf fast 50 Hufen. Die Kirche erhielt 2 Hufen Widmut. Die früheste Geschichte hängt mit der Gründungsgeschichte von Brieg zusammen. 1253 tauschte Herzog Heinrich III. von seinem Untertruchseß dem Ritter Olricus (Ulrich Schwabe) dessen Kretscham in Grünigke und gab ihm dafür die Burg Ottag (Altschloß bei Neu-Limburg). Später war eine Familie Schneider dort begütert, teilweise die Pogarell. 1551 erwarb der Herzog das Dorf. 1783 hatte es 20 Bauern mit 44 1/2 Hufen. Die Freischoltisei war 1845 im Besitz des Gotlieb Mäwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in dieser Gemeinde wurde im überwiegenden Umfange Landwirtschaft betrieben. Ein Drittel der Berufstätigen war in der nahegelegenen Stadt Brieg beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An landwirtschaftlichen Betrieben waren vorhanden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Betriebe über 50 ha&lt;br /&gt;
9 Betriebe über 30 ha&lt;br /&gt;
1 Betrieb über 20 ha&lt;br /&gt;
16 Betriebe über 10 ha&lt;br /&gt;
8 Häuslerstellen mit über 1 ha&lt;br /&gt;
Eine Einwohnerliste nach dem letzten Stand vor der Vertreibung ist vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laugwitz (Lukowice Brzeskie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 524 mit Neu Laugwitz&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Gerhard Kleinmichel, Müsen u. Kreuztal, Kreis Siegen&lt;br /&gt;
Pfarrer: Reinhard Dietrich, Schmetzdorf Nr. 19b, Kreis Jerichow&lt;br /&gt;
Lehrer: Paul Gohla und Frau Werther, näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
Laugwitz lag ursprünglich wohl am Hünernbach bei der dortigen Wassermühle. Benannt ist es sicher mit dem alten Namen Lukowitz nach einem Lukas. 1280 vertauschte der Herzog es an den Breslauer Erbvogt Heinrich von Waldau. 1464 wird das Hedwigsstift zu Brieg Grundherr des Dorfes. Ursprünglich hatte das Dorf mit Konradswaldau zusammen einen Pastor, zuletzt mit Bärzdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbscholtisei mit 110 ha war im Besitz des Willy Schoeps. Daneben sind noch 14 weitere Betriebe mit 30 - 88 ha vorhanden gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bärzdorf (Bierzow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 204&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Richard Winkler, verstorben&lt;br /&gt;
Lehrer: Martin Pavel, + 18.8.1947 in Wersau, Kreis Dieburg/Hessen&lt;br /&gt;
Erich Pförtner, Langenberg, Kreis Wiedenbrück, Im Strohgarten&lt;br /&gt;
Bärzdorf ist ebenfalls von den Kleinoelser Templern gegründet worden. Wie der ursprüngliche Ortsname Bertoldisdorf zeigt, war der Lokator ein Mann namens Bertold. Er gehörte sehr wahrscheinlich dem Breslauer Patriziergeschlecht der Cindato oder Zindel an, die dem nahen Dorf Zindel den Namen gegeben und dieses zu deutschem Recht ausgesetzt haben. Wie alle 3 Dörfer der Templer gehörte Bärzdorf zuerst zum Kreise Ohlau und wurde erst 1400 dem Brieger Distrikt zugeschlagen. Trotz seines geringen Umfanges von 23 Hufen erhielt es eine Kirche. 1314 kam es an die Johanniter und 1485 im Austausch an den Herzog. 1783 hatte es 11 Bauern; jeder Bauer besaß also, wie meist bei ursprünglich geistlicher Herrschaft, 2 Hufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbscholtisei mit 56 ha war im Besitz des Traugott Schröter. Daneben waren noch 8 weitere landwirtschaftliche Betriebe mit Flächen von 18 - 31 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Jürgen Schmidt von Puskás&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer von Mollwitz und Grüningen Superintendent des Kirchenkreises Brieg - Ohlau&lt;br /&gt;
geb. 28. April 1902 in Kreibau/Schlesien, gest. 4. Febr. 1963 in Wallroth/Hessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Jürgen Schmidt von Puskás entstammt einer alten Pfarrersfamilie. Vater und Urgroßvater waren bereits Geistliche. Am 28. April 1902 wurde er in Kreibau, Kreis Goldberg, geboren. Nach Erlangung des Reifezeugnisses studierte er evangelische Theologie in Breslau, Tübingen, Wien und Rostock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juni 1930 wurde er Pfarrer von Mollwitz und Grüningen. Nach 1933 war auch er Verfolgungen ausgesetzt. Strafverfahren wegen Verstoßes gegen den Kanzelparagraphen und gegen das Sammelgesetz sowie Gefängnisstrafen mußte er auf sich nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die zweite Schlacht um Mollwitz im Winter 1944/45 entbrannte, begann auch für ihn der große Leidensweg. Von Dorf zu Dorf mit Stock und Rucksack wandernd, spendete er Trost und hielt Gottesdienste unter allergrößten Opfern ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des Superindenten Bunzel in Brieg wurde er sein Nachfolger und leitete die Superintendantur des Kirchenkreises Brieg-Ohlau. Im Februar 1947 wurde Superintendent Schmidt von Puskás aus seiner Heimat ausgewiesen. Die erste Pfarrstelle nach dem Kriege erhielt er 1950 in Cornberg/Hessen. Vom Hamburger Glockenfriedhof holte er die Bankauer Kirchenglocke und ließ sie in seiner Kirche aufhängen. Knapp 9 Jahre verwaltete er diese Pfarrstelle, bis er 1959 in das Kirchspiel Wallroth bei Schlüchtern in Hessen versetzt wurde. Dort rief ihn der himmliche Vater mitten aus seinem Amt zu sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Seelsorge galt seine weitere Sorge den früheren Schicksalsgefährten aus der alten Heimat. 1958 wählte ihn die Vereinigung der Brieger zu ihrem Bundesvorsitzenden und Sprecher aller Vertriebenen aus Stadt- und Landkreis Brieg. Seine große Menschenliebe und sein stets ausgleichendes Wesen hat zu dem Patenschaftsverhälnis zwischen der Stadt Goslar und den Brieger Patenkindern wesentlich beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater von Oswald Ueberschaer und seine Vorfahren unterhielten als Berufsmusiker, schon vor der Gründung der Knabenkapelle 1890 durch Oswald Ueberschaer, Liebhaberorchester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die uniformierte Kapelle unter Oswald Ueberschar erhielt in den neunziger Jahren überörtlichen Charakter, denn das Orchester musizierte nicht nur im Landkreis und in der Stadt Brieg, sondern auch in den benachbarten Städten und Landkreisen. Von ungefähr 12 in Schlesien befindlichen Schülerorchestern stand das Mollwitzer Konzertorchester an beachtlicher Stelle. In diesem Orchester wurden unter der Leitung von Oswald Ueberschaer und seinem Sohn Fritz innerhalb von 50 Jahren über 200 Orchestermusiker ausgebildet. Da 98% der jungen Musiker nach ihrer Lehrzeit als Berufssoldaten die Militärmusikerlaufbahn einschlugen, wurde das Mollwitzer Orchester auch weit über die Grenzen Schlesiens hinaus bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 90-jährige Bestehen der Mollwitzer Kapelle (1920) war mit einer Wiedersehensfeier der &amp;quot;Ehemaligen&amp;quot; verbunden. Der damalige Leiter des Orchesters, Fritz Ueberschaer, hatte mit seinen Getreuen für ein nettes Festprogramm gesorgt. Bei diesem Jubiläumstag zeigte sich die große Beliebtheit der Mollwitzer Knabenkapelle, denn im Festzug fehlte keine Fahnendeputation der in Brieg und dem Landkreis bestehenden Vereine. Im Festzug befand sich außer der Festkapelle ein uniformiertes, berittenes Trompeterkorps von ehemaligen Musikschülern. Die Pferde stellten die Landwirte zur Verfügung. Am Festvormittag fand ein Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Grabe von Oswald Ueberschaer, am Nachmittag ein Festumzug und Festkonzert statt. Daß die Mollwitzer Landwirte den ehemaligen Musikschülern gern an diesen Festtagen freies Quartier und Verpflegung boten, sei nur am Rande vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Briesen_mit_Briesen,_Linden_und_Rathau&amp;diff=934976</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau</title>
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		<updated>2011-05-02T05:52:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau|Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Oberinspektor Kokott, Neu-Briesen, näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briesen (Brzezina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 690&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: von 1904 bis 1945 Robert Pfeiffer, + 1945 in Dresden&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Lehrer Paul Wenzel, Hildesheim, Osterstraße 6&lt;br /&gt;
Lehrer: Paul Wenzel, s.o.&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Georg Pfeiffer, München 2, Augustenstraße 66&lt;br /&gt;
Briesen wird schon 1227 urkundlich als Bresin erwähnt, stammt also aus vordeutscher Zeit. Der Ortsname bedeutet Birkenhof. Bei der Aussetzung zu deutschem Recht wurde es ein deutsches Bauerndorf mit nicht ganz 40 Hufen. Die Kirche besaß eine Widmut von 3 Hufen. Es war mit Linden größtenteils zusammen in der Hand von adeligen Grundherren. 1551 kauft es Herzog Georg II. 1783 gab es 16 Bauern, 1845 neben der Freischoltisei noch ein Freigut. Hierzu gehörten Rothaus, seit neuerer Zeit auch Neu-Briesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hatte einen rein landwirtschaftlichen Charakter. Der Weidenzüchter Strauß aus Brieg unterhielt auf einem ehemaligen Bauerngut eine Weidenschäle. Die Schule war dreiklassig und hatte zum Zeitpunkt der Vertreibung 156 Schüler und Schülerinnen. Das Staatsgut in Größe von 460 ha wurde von dem Oberinspektor Konstantin Kokott bewirtschaftet. Daneben waren noch 9 weitere Betriebe mit Flächengrößen zwischen 23 und 31 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linden (Lipki)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 847&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Richard Hanke, + 16.1.1957 in Blexen/Wesermarsch&lt;br /&gt;
Pfarrer: Claus Jebens, + 1948 in Kraftsdorf/Gera&lt;br /&gt;
Lehrer:&lt;br /&gt;
Hauptlehrer Lothar Auersch, + 13.10.1953 in Bad Düben&lt;br /&gt;
Fritz Rösner, näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Georg Franzke, Oldenburg i.O., Elsternweg 3&lt;br /&gt;
Der alte Name Lyndenau zeigt, daß es eine deutsche Siedlung ist. Das Dorf umfaßte ca. 30 Hufen. Die Kirche besaß eine Widmut. Mit Briesen zusammen hatte es meistens den gleichen Grundherrn. So die Breslauer Patrizier von Krakau, die sich nach dem Dorf auch von Lindenau nannten. 1400 kam das Dorf vom Kreise Ohlau zum Kreise Brieg. Die evangelische Kirche hatte nach 1675 zeitweise einen katholischen Geistlichen. 1551 erwarb Herzog Georg II. das Dorf zusammen mit Briesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linden ist auch ein reines Bauerndorf. Durch die Lage zur Oder bedingt, hatten sich in den letzten Jahren vor der Vertreibung mehrere Schiffseigner angesiedelt. Durch den in unmittelbarer Nähe gelegenen Personenbahnhof war eine Zugverbindung nach Breslau bzw. Brieg und Oberschlesien gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gut besuchtes Ausflugsziel war das Gasthaus an der Lindener Fähre. Zu erwähnen wären ferner die Lindener Schleuse und das Stauwehr. Im Überschwemmungsgebiet der Oder wurden hier wie in anderen gleichgelegenen Stellen Weiden angebaut. Im Ort befand sich daher auch eine Weidenschäle der Firma Strauß Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rathau (Brzeg-Rataje)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 430&lt;br /&gt;
Kirchen: -&lt;br /&gt;
Schulen: -&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Gustav Schimmel, + 1945 in Rathau&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Herbert Hentschel, Munkrarup b. Flensburg&lt;br /&gt;
Rathau ist älter als die Stadt Brieg. Es hieß ursprünglich Ratajka. Das Dorf war eine sogenannte Dienstsiedlung, in welcher die zum herzoglichen Wirtschaftshof gehörenden Ackerleute wohnten. Die Zehnten gehörten der in der Nähe gelegenen Brieger Marienkirche. Diese erhielt 1279 vom Herzog im Austausch das ganze Dorf mit Scholtisei. Mit Alt-Brieg zusammen umfaßte das Dorf 49 kleine (flämische) Hufen, die Hufe zu 16,8 preußischen Morgen. 1314 bestätigte der Herzog der Stadt Brieg deren Rechte auf Rathau. 1783 war es Vorstadt von Brieg und hatte 9 Bauern. Der landwirtschaftliche Besitz der Gemeinde war nicht sehr groß. Es waren 4 landwirtschaftliche Betriebe mit den Flächengrößen zwischen 24 und 53 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An wirtschaftlichen Betrieben der Gemeinde sind ein Sägewerk und ein Korbweidenbetrieb erwähnenswert. Eine ausführliche Einwohnerliste gibt Aufschluß über die Bevölkerung zum Zeitpunkt der Vertreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rathaus geboren wurde der Schriftsteller Ewald Seeliger. Berühmt geworden ist er durch seinen Roman &amp;quot;Peter Voss, der Millionendieb&amp;quot;. Dieser Roman wurde zweimal verfilmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Zindel_mit_Zindel_und_Bankau&amp;diff=934975</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau</title>
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		<updated>2011-05-02T05:51:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Tischlermeister Paul Friedrich in Zindel, jetzt Wendschott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zindel (Mlodoszowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einwohner: 515&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Paul Friedrich, Wendschott, Kreis Helmstedt&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Ludwig Klippe, + 1945&lt;br /&gt;
Lehrer: Klose, Näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Herbert Marticke, Soest/Westf., Windmühlenweg 61&lt;br /&gt;
Zindel gehörte seit seiner Gründung dem Orden der Tempelherren von Klein-Oels im Kreise Ohlau. Diese ließen das Dorf von einem Angehörigen der Breslauer Patrizierfamilie Cindato oder Zindel im Umfange von 50 Hufen zu deutschem Recht aussetzen. Diese Zindel benannten es nach ihrem Familiennamen. Natürlich gaben sie ihm auch eine Kirche. 1314 fiel die Kommende nach Aufhebung des Templerordens an die Johanniter. 1400 kam das Dorf vom Kreise Ohlau zum Kreise Brieg. 1485 fiel es laut Vertrag an den Brieger Herzog und wurde so herzogliches Kammergut. Später gab es der Herzog zusammen mit Bankau wieder an andere Grundherren, bis es 1549 wieder in seinen Besitz kam. 1783 gab es 25 Bauern mit 49 Hufen, also zwei Hufengüter. Die Erbscholtisei in Größe von 120 ha war im Besitz des Herbert Marticke, der nächstgrößere Betrieb mit 50 ha stand im Besitz des Oswald Müller. Etwa gleichgroß, mit 49 ha, war der Besitz des Max Überschär, etwas größer dagegen der des Ludwig Klippe mit einem Teil landwirtschaftlich genutzter Fläche der Gemeinde von 56 ha. Daneben waren noch 15 weitere Betriebe (19 - 43 ha) vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bankau (Bakow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einwohner: 555&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Georg Gierth, vermißt seit 1945&lt;br /&gt;
Pfarrer:&lt;br /&gt;
Zuletzt Edmund Scholz, Marburg/Lahn, Stresemannstr. 21&lt;br /&gt;
vorher Hans Joachim Moerenberg, Bad Hersfeld, Kirchplatz 6&lt;br /&gt;
Lehrer: Fritz Schmidt, Jessen über Meissen&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Walter Reichert, Haxbüttel, Nr. 17b, Braunschweig&lt;br /&gt;
Bankau ist eine Gründung des Ritterordens der Templer, gehörte ebenso wie Zindel ursprünglich zum Ohlauer Kreis. Die Ritter ließen das Dorf bald nach 1226 durch einen Vertreter des Breslauer Patriziergeschlechtes der Bank zu deutschem Recht aussetzen. Diese Bank nannten das Dorf nach ihrem Familiennamen Bankowo und gründeten auch eine Kirche. 1314 kam das Dorf nach Aufhebung des Templerordens an die Johanniter, die es 1485 im Austausch an den Brieger Herzog übergaben. So kam es zum Kreise Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bankau ist ebenso wie die umliegenden Dörfer eine rein bäuerliche Gemeinde mit den üblichen Handwerksbetrieben und Einzelhandelsgeschäften gewesen. Das Freigut in Größe von 96 ha war im Besitz des Max Reichert. Die anderen Betriebe waren zwischen 21 und 77 ha groß. Die Erbscholtisei mit 57 ha war im Besitz des Arthur Überschär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bindeglied dient den Dorfbewohnern das alljährliche von Erhard Fuchs aus Hamburg 33, Genslerstraße 34, herausgegebene &amp;quot;Banker Krumphulz&amp;quot;. Eine ausführliche Einwohnerliste ist vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau</title>
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		<updated>2011-05-02T05:51:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Tillmann Nitsche in Schönfeld, + 11.7.1945 in Ergoldsbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schönfeld (Oborki)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 437&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Tillmann Nitsche, + 1945&lt;br /&gt;
Lehrer: Waldemar Lode, + 1961 in Schlüte bei Berne/Oldenburg&lt;br /&gt;
Willi Piontek, Schweikers, Krs. Döbeln/Sa.&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Max Göbel, Langenhettenbach/Ndb.&lt;br /&gt;
Das Dorf ist eine deutsche Gründung mit einer Kirche. Grundherren waren die Ritter Pogarell, die hier ein Vorwerk besaßen; seit 1396 der Huczco oder Hautschke, dann Nikolaus Pückler, 1491 das Hedwigsstift zu Brieg. 1698 ging es in das Eigentum der Stadt Brieg über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rittergut in Größe von 77 ha war seit 1824 im Besitz der Familie von Müller, jetzt Darmstadt, Rossdörfer Straße 72. Die Erbscholtisei in Größe von 63 ha war im Besitz des Tillmann Nitsche. Außerdem waren noch 6 größere Betriebe zwischen 20 und 30 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1944 die Fronten zusammenbrachen, mußte auch die Gemeinde Schönfeld sich auf die Flucht begeben. Am 23.Januar 1945 setzte sich mit Pferd und Wagen in Marsch. Es ging über Strehlen, Schweidnitz nach Hirschberg. Von dort aus ging es dann weiter über Friedland, Reichenberg, Komotau, Eger bis nach Egolsbach in Bayern, wo ein Teil der Gemeinde am 20. März 1945 mit 50 Pferden und 138 Personen eintraf. Ein Teil der Dorfbewohner mußte infolge Krankheit im Sudetenland zurückbleiben. Sie kamen dann nach Sachsen. Die in ihre alte Heimat zurückgekehrten wurden 1947 ausgewiesen und kamen in die Nähe von Riesa und Gotha in Thüringen. Das Kriegerdenkmal wurde 1946 von den Polen zerstört, desgleichen viele Gedenksteine auf dem Friedhof. Unter polnischer Besatzung starben in Schönfeld Lehrer Robert Seidel, Gottlieb Bartnick, Julius Nitsche, Arthur Göbel mit Frau und Tochter Wally, Martha Göbel und Bäcker Borghardt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pampitz (Pepice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 566&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Georg Kache, + Januar 1945 in Rheda/Westf.&lt;br /&gt;
Pfarrer: Pfarrvikar K. Grieger, Schlamersdorf/Bad Segeberg&lt;br /&gt;
Lehrer: Georg Greschuna, + 5.2.1957 in Stade/Elbe&lt;br /&gt;
Ernst Kiunke, Malente-Gremsmühlen, Janusallee 12&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Kurt Kache, Rheda/Westf., Gütersloher Straße 2&lt;br /&gt;
Pampitz stammt aus vordeutscher Zeit, wie der Ortsname Pampitz bzw. Pamrbowitz zeigt. Der nordöstliche Teil des Dorfes jenseits des kleinen Baches hatte ursprünglich einen eigenen Namen und hieß Neu-Dorf. Eine Kirche hatte es von Anfang an; 1335 wird erstmalig ein Pfarrer erwähnt. Das Patronat übten 1330 die Herren von Riesen aus, die die Grundherrschaft besaßen. Im Jahre 1388 erwarb das Domkapitel des Hedwigsstiftes zu Brieg das Dorf in mehreren Anteilen. In dem Grunde auf Mollwitz zu ließ es 1469 eine Wassermühle anlegen und 1470 einen Fischteich. Das Dorf trug einen rein bäuerlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbscholtisei in Größe von 74 ha war im Besitz des Josef Thomanek. Daneben waren noch 10 weitere Betriebe in den Größenordnungen von 22 - 74 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konradswaldau (Przylesie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 981&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Georg Stephan, Wiedenbrück, Jödemannstraße 21&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Max Maiwald, Radekow, Kreis Angermünde&lt;br /&gt;
Pfarrer: Alfred Hippe, + 20.1.1955 in Hildesheim&lt;br /&gt;
Lehrer: Hauptlehrer und Kantor Martin Wegner, Frankfurt-Borheim, Freihofstr. 12&lt;br /&gt;
Jörgeler, näheres nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Hildegard Leuchtmann, Nossen/Sa., Waldheimer Str. 17&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: s.o.&lt;br /&gt;
Das Dorf ist nach Herzog Konrad benannt und von ihm gegründet. Als Grundherren des halben Dorfes sind 1342 Konrad von Falkenhain und Mathias von Mühlheim benannt und 1364 Merboth von Haugwitz als Mitbesitzer. 1378 wurde das Hedwigsstift zu Brieg Grundherr, nach der Reformation das Stiftsamt. Die Kirche war dem heiligen Nikolaus geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbscholtisei mit 66 ha war im Besitz des Max Schmidtlein. Etwas größer war der Besitz des Otto Gierberg. Daneben waren noch 12 weitere Betriebe mit Flächengrößen zwischen 25 und 35 ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem letzten Bürgermeister und Heimatortsvertrauensmann ist eine ausführliche Einwohnerliste und eine Liste der Gefallenen und Vermißten des II. Weltkrieges aufgestellt worden. Hiernach hat die Gemeinde folgende Opfer zu beklagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51 Gefallene&lt;br /&gt;
34 Vermißte&lt;br /&gt;
6 bei der Einnahme des Dorfes ermordete und umgekommene Zivilisten&lt;br /&gt;
5 vermißte Zivilpersonen&lt;br /&gt;
19 auf dem Treck verstorbene&lt;br /&gt;
41 nach dem Zusammenbruch an den Folgen des Hungers usw. Verstorbene&lt;br /&gt;
--&lt;br /&gt;
156 Gesamtverlust&lt;br /&gt;
===&lt;br /&gt;
Das Dorf mußte beim Herannahen der russischen Front am 24. Januar 1945 gegen 16 Uhr ganz plötzlich geräumt werden. Zurückgeblieben waren nur 16 ältere Personen, von denen 4 von den Russen ermordet wurden und 4 spurlos verschwunden sind. Nach vorübergehender Rückkehr in die Heimat konnten noch einige bei den Kämpfen um Konradswaldau gefallene Volkssturmmänner identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einzige im Kreise Brieg vorhandene Kreisaltersheim befand sich in Konradswaldau. Die Belegungsstärke bewegte sich zwischen 25 - 35 Personen. Im Jahre 1943 wurde das Kreisaltersheim von der Wehrmacht beschlagnahmt. Es diente dem Fliegerhorst Hermsdorf als Luftwaffenlazarett. Während der Kampfhandlungen ist die Gebäudefront durch mehrere Artillerietreffer stark in Mitleidenschaft gezogen worden, obwohl das Lazarett als solches weithin erkennbar war. Ein Teil der Insassen ist in andere Heime umgesiedelt worden, etwa 20 Insassen einschließlich Pflegepersonal wurden in die Försterei Hochwald eingewiesen. Sie verblieben dort bis zur Vertreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Flucht konnten 10 Insassen und das Pflegepersonal mitgenommen werden. Im Kreis Strehlen sind sie von Wehrmachtsfahrzeugen übernommen worden und in andere Heime gebracht worden. Ihr näherer Verbleib konnte nicht mehr ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Leiterin des Heimes war Schwester Elisabeth Heilmann. Sie ist am 25.5.1956 in Lohsa, Kreis Hoyerswerda, verstorben. Die Gemeindeschwester Elsbeth Friedrich hat das Vertreibungsschicksal mit Schwester Heilmann geteilt. Sie wohnt noch in Lohsa. Beide waren seit 1923 in Konradswaldau tätig. Ermittelt werden konnten auch noch die Anschrift der langjährigen Hausangestellten Martha Maiwald. Sie wohnt jetzt in Damitzow, Kreis Angermünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Gro%C3%9F_Jenkwitz_mit_Gro%C3%9F_Jenkwitz_u._B%C3%B6hmischdorf&amp;diff=934973</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf</title>
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		<updated>2011-05-02T05:51:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Gerhard Schulz, in Böhmischdorf, + 1961 in Kiel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Groß Jenkwitz (Jankowice Wielkie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 514&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Herbert Michler, Bredelem, Krs. Goslar, Nr. 9&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Kurt Schulz, Böhmischdorf, vermißt seit 1945&lt;br /&gt;
Lehrer: Kurt Gerlach, vermißt seit 1945&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Fritz Jentsch, Oldenburg i.O., Esskamp 74&lt;br /&gt;
Der Zusatz &amp;quot;Groß&amp;quot; stammt erst aus neuerer Zeit, um es von dem gleichfalls zum Brieger Fürstentum gehörenden Klein-Jenkwitz (Kreis Ohlau) unterscheiden zu können. Der alten Name lautet Jankowitz. Janko ist die Kurzform für Johannes. Möglicherweise ist es eine deutsche Gründung. Die Kirche besaß eine Widmut. Grundherren waren 1374 die von Schellendorf und 1783 die von Schickfuß. Das Majoratsgut war bis zur Vertreibung im Besitz des Hans von Knesebeck aus Auenrode, Kreis Grottkau. Freiherr von Knesebeck ist Anfang Dezember 1962 im Alter von 90 Jahren gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die landwirtschaftliche Nutzfläche betrug ca. 900 ha; die Hälfte davon gehörte zum Majoratsgut und die andere Hälfte teilten sich 9 mittlere und kleiner landwirtschaftliche Betriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vereinsleben war gerade in diesem Dorf sehr rege. So waren ein Männergesangverein und Kriegerverein neben der freiwilligen Feuerwehr vorhanden, auch eine 21 Mann starke Musikkapelle. Zu erwähnen wären noch an einzelnen Handelsgeschäften und Handwerksbetrieben 2 Bäckereien, 4 Kaufläden, 2 Gasthäuser, eine Mühle, eine Molkerei, 2 Schmiedewerkstätten, 2 Tischlereien usw. Eine ausführliche Einwohnerliste ist vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmischdorf (Czeska Wies)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 523&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Kurt Schulz, vermißt seit 1945&lt;br /&gt;
Pfarrer: Walter Hoffmann, + 1943 in Böhmischdorf, Nachfolger war sein Schwager Erwin Glow, jetzt in Salzgitter-Leinde&lt;br /&gt;
Lehrer: Fritz Scholtze, Oberböhmischdorf, Kreis Schleiz, Bezirk Gera&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Fritz Schulz, Wiedenbrück, Moritz-von-Schwindt-Str. 8&lt;br /&gt;
Der alte Name Bemyschindorf beweist, das der Ort von böhmischen Siedlern gegründet worden ist, wahrscheinlich auf Veranlassung der Ritter von Pogarell. Kirchlich gehörte das Dorf ursprünglich zum &amp;quot;Umkreis&amp;quot; von Michelau. Seit mindestens 1310 hatte es eine eigene Widmut und einen eigenen Pfarrer. 1533 verkaufte Hans der Ältere von Pogarell das Dorf an Melchior Hirsch von Kaldenborn zu Breslau. Bald darauf wurde es herzogliches Kammergut, und 1577 erwarb es die Stadt Brieg. In der Zeit der Gegenreformation hatte das seit 1534 evangelische Dorf von 1699 bis 1707 einen katholischen Geistlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbscholtisei in Größe von 48 ha war seit 1804 im Besitz der Familie Haunschild. Der nächst größere Hof in Größe von 47 ha war im Besitz des Erdmann Holdt. Daneben waren noch 28 Betriebe mit Flächen zwischen 16 und 36 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Einwohnerliste über den letzen Bevölkerungsstand vor der Vertreibung ist vorhanden. Die meisten der ehemaligen Dorfbewohner sind zwischen Paderborn und Wiedenbrück, besonders in Hövelhof , ansässig geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Michelau_mit_Michelau,_Kantersdorf,_Klein_Neudorf_und_Taschenberg&amp;diff=934972</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg</title>
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		<updated>2011-05-02T05:51:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Arthur Göbel in Michelau bis 1943, dann Kaufmann Josef Schwarzer, gestorben in Gefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelau (Michalow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 778&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang. 1 katholisch&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Reinhold Teichmann, in Rußland gefallen&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Hermann Kretschmer, + 1945 in Michelau&lt;br /&gt;
Pfarrer:&lt;br /&gt;
Pastor Horst Albrecht, + 1948 in Herrenhut&lt;br /&gt;
Pfarrer Scholz, 1945 in Michelau von den Russen erschossen&lt;br /&gt;
Lehrer:&lt;br /&gt;
evang. Schule: Erich Anders, Hannover, Podbielskistraße 62&lt;br /&gt;
kath. Schule: Albert Bierkowski, seit 15.1.1945 vermißt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Gottlieb Fischer, Rosswälden/Plochingen, Hauptstr. 15&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Dorfes hängt eng zusammen mit der untergegangenen Grenzburg Meristau. Diese in dem alten Grenzwald längs der Neisse errichtete Burg lag an der Stelle der Fischerhäuser oder des &amp;quot;Dom&amp;quot;. Sie war die Sippenburg der Ritter Pogarell, die auch Grafen von Grottkau waren. Sie sind ferner die Gründer der Kirche. Dieses war Gotteshaus für die umliegenden Dörfer der Kreise Brieg und Grottkau und war dem heiligen Michael geweiht. Nach diesem Kirchenpatron ist das Dorf jedenfalls benannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf trug rein bäuerlichen Charakter mit 14 Großbetrieben zwischen 21 und 42 ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Einwohnerliste ist vorhanden, außerdem aber auch eine sehr eingehende Schilderung des Heimatortsvertrauensmannes Gottlob Fischer über die letzten Tage von Michelau. Dieser ist folgendes zu entnehmen: Am 5. Februar 1945 erfolgte die Besetzung des Dorfes durch die Russen. Am 4. März wurden alle Bewohner ausgetrieben. Sie kamen zunächst in die Kreisstadt Brieg. Nach etwa drei Wochen kehrten sie wieder in die alte Heimat zurück. Die Verhältnisse waren schrecklich. Die Wohnung des Landjägers und die Wirtschaft eines Bauern waren durch Feuer total zerstört; daneben waren noch einige kleinere Zerstörungen festzustellen. Insbesondere wurden durch die Sprengung der Brücke über die Glatzer Neisse die in der Nähe gelegenen Häuser betroffen. Anfang August 1946 ordneten die Polen die Ausweisung an. Fast die Hälfte der Dorfbewohner verließ das Dorf und kam in den Kreis Löbau in Sachsen. Der zweite Transport erfolgte Ende Dezember, und zwar ebenfalls nach Sachsen in die Kreise Auerbach und Klingenthal. Am 18. April 1947 mußten die letzten ihr heimatliches Dorf verlassen. In der Heimat ist niemand verblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kantersdorf (Kantorowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 390&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Karl Kuhnert, Oldenburg&lt;br /&gt;
Lehrer: Vogt. Näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Ernst Arndt, Benthullen, Post Achternholt&lt;br /&gt;
Wohl von Anfang an war Kantersdorf nur ein Vorwerk gewesen. Vermutlich war es einst im Besitz eines herzoglichen Kanzlers; so erklärt sich wohl der Ortsname. Später kam es dann in anderen privaten Besitz, der im Laufe der Jahre sehr oft gewechselt hat. Im Jahre 1720 kam es als Kämmereigut an die Stadt Brieg. In deren Besitz verblieb es bis zur Vertreibung. Pächter war der Landwirt U. Schmidt. Daneben waren noch zwei mittelgroße Betriebe mit 14 und 18 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klein Neudorf (Nowa Wies Mala)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 321&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Alfred Michler, + 1945 im Lager Oppeln&lt;br /&gt;
Lehrer: Reichelt. Näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Ernst Arndr, Benthullen, Post Achternhold&lt;br /&gt;
Der Name dieses Kreisdorfes lautete ursprünglich &amp;quot;Newendorf bei Lebyn&amp;quot; (Neudorf bei Löwen) zum Unterschied von &amp;quot;Neudorf über der Oder&amp;quot; (Groß Neudorf). Seine früheste Geschichte hängt eng mit der Geschichte von Löwen zusammen. Es ist wohl eine ziemlich späte Gründung. Grundherren waren zunächst die Pogarell. Zusammen mit Kantersdorf wechselte das Dorf mehrmals seinen Besitzer und ging 1720 ebenfalls in das Eigentum der Stadt Brieg über. Ein sehr übersichtlicher Dorfplan und eine Einwohnerliste sind vorhanden. Der landwirtschaftliche Besitz verteilte sich auf 13 mittlere und größere Betriebe zwischen 16 und 42 ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taschenberg (Ptakowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 197&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Max Schröder. Näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
Lehrer: Thomas. Näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensamnn: Georg Bänisch, Rheda/Westf., Haus 1&lt;br /&gt;
Taschenberg war dem Namen nach eine Verteidigungsanlage gegen das Fürstentum Oppeln. Kirchlich gehörte es 1315 zum &amp;quot;Umkreis von Michelau&amp;quot;, war also im Besitz der Ritter Pogarell. Später ging es ihnen verloren. Die Bewohner ernährten sich im überwiegenden Umfange von den landwirtschaftlichen Erträgen. Neben kleineren Betrieben von 2 bis 15 ha war ein größerer, der des Landwirts Menzel, von 250 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Lossen_mit_J%C3%A4gerndorf,_Jeschen_und_Lossen&amp;diff=934971</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen</title>
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		<updated>2011-05-02T05:51:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Landwirt Erhard Moll, Lossen, + 4.10.1948 in Holzminden&lt;br /&gt;
Lossen (Losiow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 1.608 mit Waldhaus&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Erich Hoffmann, Buttenheim, Wirthstraße 1&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Willi Rüdiger, Anschrift unbekannt&lt;br /&gt;
Pfarrer: Bis 1943 Pastor Lorenz, dann Pastor Dr. W. Burkert, Hechingen / Pfarrer Helmut Richter, Ganderkesee/Oldenburg&lt;br /&gt;
Lehrer:&lt;br /&gt;
Evang. Schule: Oskar Klose, + in Lautenbach, Krs. Zittau / Willi Rüdiger, Anschrift unbekannt&lt;br /&gt;
kath. Schule: Heinrich Dimke, + in Rumänien / Klara Burkhardt, + in Löbau/Sachs.&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Max Wende, Oldenburg, Kurwichstraße 21&lt;br /&gt;
Leiter des Verbandskrankenhauses: Dr. Gottfried Langerfeld, Linden, Krs. Norderditmarschen, Nordbahnh.Str.&lt;br /&gt;
Der alte Name des Dorfes lautet Mlodossowiz, das ist das Dorf der Nachkommen des Mlodoß. Polnisch heißt Mlodoß Jüngling, tschechisch würde es Mladatha heißen. Dieses Geschlecht war im Kreise Brieg begütert. Ein Vorfahre davon wird der älteste Grundherr von Lossen gewesen sein. Bereits 1189 wurden dem Johanniterorden die schon früher geschenkten Zehnten von Groß Neudorf und Lossen bestätigt. 1238 überließ der Herzog dem Komtur der Johanniter das Gebiet Lossowe, das inzwischen seinen Namen vereinfacht hatte, zur Aussetzung nach deutschem Recht. Bis 1255 legte der Orden auf diesem großen Waldgebiet vier Dörfer an, nämlich: Lossen, Rosenthal, Buchitz und Jeschen. Alle Dörfer außer Jeschen erhielten eine Kirche. 1534 traten die Bewohner der Lehre Luthers bei. Von 1584 ab führte der Komtur Baron von Mettich die Gegenreformation durch. Die Katholiken erhielten die alte Ordenskirche, und die evangelischen Einwohner erbauten sich 1788 eine neue Kirche. Diese Kirche ist von den Polen leider völlig abgerissen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das große Kommendegut erhielt nach der Säkularisation als Rittergut der Generalfeldmarschall Graf York von Wartenburg zur Belohnung für seine Verdienste. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Gut Waldhaus abgeteilt. Zuletzt waren beide Güter im Besitz von Nachkommen der Familie Moll aus Brieg. Es war 625 ha groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Einwohnerliste mit den Gefallenen und Vermißten des letzten Weltkrieges ist vorhanden. Die Gemeinde zählte 58 landwirtschaftliche Betriebe. Viele der Lossener waren in Löwen und Brieg beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist auch das Kreiskrankenhaus mit seinen 26 Betten. Letzter leitender Arzt war Dr. Langerfeld, jetzt Linden, Krs. Norderdithmarschen. Letzte Oberschwester E. Engmann, Neuwied/Rhein, Rheinstraße 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jägerndorf (Strzelniki)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 664&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Richard Bernd, + in Oldenburg&lt;br /&gt;
Pfarrer: Reinhold Pletz, + 28.3.1964 in Mengen/Freiburg&lt;br /&gt;
Lehrer: Felix Galleck, Norden/Ostf., E.M. Arndt, verstorben&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Hans Georg Spaethe, Damnatz/Elbe&lt;br /&gt;
Jägerndorf ist eine deutsche Gründung. Die Kirche stammt aus dem Jahre 1534. In der Zeit der Gegenreformation war sie 1701 bis 1707 vorübergehend katholisch. Grundherren des Dorfes waren um 1360 die Breslauer Patrizier von Krakau. 1364 kaufte es der Hauptmann des polnischen Reiches, Wirzobant, und von dieser Zeit an wechselte es noch öfter den Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Einwohnerliste ist vorhanden. Neben den landwirtschaftlichen Betrieben waren noch zwei Mühlen, zwei Tischlereien und eine Stellmacherei vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbscholtisei in Größe von 110 ha war im Besitz des Alfred Überschaer, jetzt Grundhof, Kreis Flensburg. An weiteren großbäuerlichen Betrieben waren noch 9 vorhanden, darunter der Hof des Reinhold Müller I, der seit über 200 Jahren im Familienbesitz stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeschen (Jasiona)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 211&lt;br /&gt;
Kirchen: -&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Hermann Kretschmer, + 1945 in Jeschen&lt;br /&gt;
Lehrer: Kurt Däschner, + 1945 beim Transport in die Gefangenschaft&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Josef Ruscher, Bad Lippspringe, Arminiusstraße 5&lt;br /&gt;
Jeschen ist bald nach 1238 von den Lossener Johannitern zu deutschem Recht ausgesetzt worden. Der alte Name Jazona ist wohl ursprünglich ein Flurname gewesen und hängt mit dem polnischen Wort für Esche zusammen. Die Einwohner waren zum Teil evangelisch, zum Teil katholisch. Eine Kirche gab es nicht am Ort. Die Bevölkerung war in überwiegenden Umfange in der Landwirtschaft tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größeren landwirtschaftlichen Betriebe schwankten zwischen 17 und 30 ha. Darunter wäre besonders der des Robert Wiedemann zu nennen, der sich seit über 200 Jahren im Familienbesitz befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Rosenthal_mit_Rosenthal,_Buchwitz,_Frohnau_u._Koppen&amp;diff=934970</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen</title>
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		<updated>2011-05-02T05:50:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Erich Pfeiffer, Rosenthal; jetzt Veckerhagen/Weser,&lt;br /&gt;
Burgstr. 3&lt;br /&gt;
Rosenthal (Rozyna)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 583&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 kath. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Ernst Mann, Großthienig, Kreis Liebenwerda&lt;br /&gt;
Lehrer: Hans Roske, Seefeld/Reheide über Itzehohe&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Hans Roske, s.o.&lt;br /&gt;
Rosenthal gehörte von seiner Gründung an bald nach 1238 zur Johanniterkommende Lossen. Der Name hängt mit &amp;quot;roden&amp;quot; zusammen. Von Anfang an hatte es eine Kirche. Sie war katholische Filialkirche von Lossen. Nach der Reformation berief der Herzog evangelische Geistliche. Nach Aufhebung der Kommende 1810 erhielt die evangelische Gemeinde das Mitbenutzungsrecht an der katholischen Kirche, für die damalige Zeit ein seltenes Beispiel von Toleranz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 besaßen die Erben des Oberamtmannes Zimmermann die Scholtisei. Von den damals 615 Einwohnern waren 494 evangelisch und 191 katholisch. An großbäuerlichem Besitz befanden sich 9 Betriebe zwischen 19 - 42 ha im Dorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buchwitz (Budziszow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 302&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 kath.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Wilhelm Gäbel, Anschrift unbekannt&lt;br /&gt;
Lehrer: Manfred Krahmer, Anschrift unbekannt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Wilhelm Peisker, Iserlohn, Hagener Landstr. 115&lt;br /&gt;
Das Dorf ist bald nach 1238 unter dem Namen Buchhausen von dem Johanniterorden gegründet worden und gehörte zur Kommende Lossen. Seit mindestens 1310 hatte es ein Gotteshaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An größeren landwirtschaftlichen Betrieben waren 8 in den Größen von 17 - 36 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frohnau (Wronow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 273&lt;br /&gt;
Kirchen: -&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Emil Haensel, Anschrift unbekannt&lt;br /&gt;
Pfarrer: Georg Greiner, + 1945 in Schurgast&lt;br /&gt;
Lehrer: Georg Schmidt, Klings/Rhön über Dermbach&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensamnn: Alexander von Schalscha, Sigmaringen, Gartenstr. 7&lt;br /&gt;
Frohnau ist erst 1818 vom Kreise Falkenberg zu Brieg gekommen. Es liegt in dem alten Grenzwald längst der Neisse, der die beiden slawischen Gaue Slensane (Niederschlesien) und Opolini (Oppeln) voneinander schied. Benannt ist es nach dem Wässerchen, das den Ort durchfließt und 1286 urkundlich erwähnt wird. Das Rittergut war im Besitz der Familie von Schalscha. Es war 325 ha groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koppen (Kopanie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Einwohnerzahlen, Namen von Bürgermeister, Lehrer usw.: Nichts bekanntgeworden&lt;br /&gt;
Der alte Name Coppen bedeutet Rodeland. Entstanden ist das Dorf aus zwei Vorwerken. Diese wiederum sind Teile der Wüstung Radimirowitz, die 1342 an den Komtur von Lossen verkauft wurde. Mit Erlaubnis des Herzogs machten die Johanniter zwei Vorwerke daraus. Das eine änderte mehrmals seinen Namen. Es hieß zeitweise Klein Schwanewitz bzw. nach einem Besitzer Dürrschnabel, aber auch Cappan. Die Besitzer wechselten ebenfalls öfter. Das zweite Vorwerk hieß Lichten-Koppen und ist das heutige Lichten. Diese verzwickte Geschichte findet ihren Ausdruck in der unregelmäßigen Siedlungsform. 1783 gehörte Koppen der Gräfin von Sternberg, Lichten dem Johanniterorden. Beide Orte bestanden nur aus einem Vorwerk mit einigen Gärtnerstellen. 1845 war Baron von Köckritz Besitzer von Köppen; dazu gehörte das Freigut Koppen, eine Kolonie früher Friedrichshöhe genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Gro%C3%9F_Neudorf_mit_Gro%C3%9F_Neudorf_u._Gerlachshain&amp;diff=934969</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Gro%C3%9F_Neudorf_mit_Gro%C3%9F_Neudorf_u._Gerlachshain&amp;diff=934969"/>
		<updated>2011-05-02T05:50:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Max Brinner, + 15.09.1948 in Winterberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Groß Neudorf (Koscierzyce)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 992 Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Hans Gäbel, Bingen-Dietersheim, Dammstraße 22&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Max Brinner, verstorben&lt;br /&gt;
Lehrer: Max Weiner, Kreiensen, Billerbecker Straße 33&lt;br /&gt;
Herr Nagel und Frl. Hildegard Reimann, Nöpke, Kreis Neustadt a. Rbg.&lt;br /&gt;
Heimatsortsvertrauensmann: Hans Gäbel, s.o.&lt;br /&gt;
Der alte Ortsname lautet 1189 Gostizlavia, 1203 Gostlizla, obwohl es bei der deutschen Besiedelung den deutschen Namen Neudorf erhalten hatte. Der Namensgeber ist ein Gostizlaw, wohl ein Angehöriger des späteren Adelsgeschlechtes der Tschammer. Vor 1189 übergab der Breslauer Bischof dem Ritterorden der Johanniter die Zehnten von Gostizlavia. Das Dorf gehört also zu den ältesten Kirchendörfern des Kreises. Das Patronatsrecht hierüber stand dem Komtur der Johanniter von St. Nikolai von Brieg zu. Die Tschammer als Grundherren machten es dem Orden wiederholt streitig. Die Grundherrschaft war nach dem Weggang der Tschammer zersplittert. 1410 werden als Einwohner des Dorfes der Schulz Siegismund und die Bauern Nikolaus Elsner, Kirchenberg, Jähnel und Tannenberg genannt. Schon früher waren Brieger Bürger im Ort begütert, seit 1400 der Hofrichter Nikolaus von Sack. 1551 kaufte der Herzog Georg II. das ganze Dorf. Das Rittergut in Größe von 356 ha befand sich im Besitz der Familie von Löbbecke seit 1863. Daneben waren noch 6 großbäuerliche Betriebe mit 30 - 47 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer einem ortsansässigen Korbweidenbetrieb und einem Zweigbetrieb der Weidenhandlung Wilhelm Strauß K.G. Brieg waren fast nur bäuerliche Betriebe vorhanden. Ein erheblicher Bevölkerungsanteil arbeitete allerdings auch als Industriearbeiter in Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Polen ist nach dem Kriege eine sehr moderne Schule errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tschöplowitz-Gerlachshain (Czepielowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 1.420 mit Moselache&lt;br /&gt;
Kirche: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang. Gerlachshain, 1 evang. Moselache&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Hermann Pogarell, + 1946 in Gerlachshain&lt;br /&gt;
Pfarrer: Reinhard Guettner, + 1945 in Frankfurt/Oder&lt;br /&gt;
Lehrer: Gerlachshain: Kurt Wehner, Bruno Heinrich, Erbendorf/Opf. und Richter&lt;br /&gt;
Moselache: Hermann Franke&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Bruno Heinrich, Erbendorf, Kreis Neustadt/Waldnaab, Bergwerkstraße 370&lt;br /&gt;
Das Dorf trägt den Namen Gerlachshain erst seit 1938 nach dem früher im Dorf amtierenden Pastor Benjamin Gerlach, der 1761 Friedrich d. Großen vor der Gefangennahme durch die Österreicher rettete. Der alte Name lautet Tschöplowitz. Entstanden ist das Dorf durch die Vereinigung von Slawenweilern. In der Zeit der Gegenreformation wurde die protestantische Kirche vorübergehend (1701 - 1708) katholisch. Seit 1845 war die Pfarrei mit Groß Neudorf verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauernhöfe waren im Durchschnitt 20 ha groß. Bewirtschaftet wurde guter, sandiger Lehmboden. Neben rein bäuerlichen Betrieben waren ein Sägewerk und die Raiffeisenkasse mit Lagerhaus vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Schwanowitz_mit_Schwanowitz,_Pramsen_u._Sch%C3%B6nau&amp;diff=934968</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau</title>
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		<updated>2011-05-02T05:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Mühlenbesitzer Klus in Schönau, näheres nicht bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwanowitz (Zwanowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einwohner: 415 Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Wilhelm Scholz, 31.12.1950 in Gefangenschaft&lt;br /&gt;
Standesbeamter, Pfarrer, Lehrer: Nichts bekanntgeworden&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Gerhard Klippe, Oldenburg, Kastanien-Allee 8&lt;br /&gt;
Der alte Ortsname Szawonowicz um das Jahr 1286 zeigt, das dieses Dorf in vordeutscher Zeit stammt. Bei der Umsetzung ins deutsche Recht erhielt es etwa 40 Hufen und ist seit mindestens 1295 Kirchdorf. Grundherren waren die Borutha von Stachau. Seit 1337 war es mit Stoberau in einer Hand. Teilbesitzer waren die Pogarell. Seit ca. 1500 war die Familie von Waldau Grundherr. Um 1845 war die Generalin von Schmiedeberg Besitzerin des Gutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rittergut Schwanowitz mit dem Rittergut Pramsen in Größe von 648 ha war im Besitz des Udo von Woyrsch. Daneben waren noch 5 landwirtschaftliche Betriebe zwischen 20 und 30 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pramsen (Predocin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 271 Kirchen:1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister, Lehrer: Nichts bekanntgeworden&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Max Thomas, Buke Nr. 56, Paderborn&lt;br /&gt;
Unter dem Personennamen Pwandoczino gehörte es bereits 1245 dem Breslauer Domkapitel und hatte schon früh eine Kirche. 1561 erwarb es der Herzog im Tausch und gab es dann später an die Familie von Waldau. Diese hat es über 200 Jahre besessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schönau (Kruszyna)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einwohner: 600 Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Kurt Gerlach, Elberfeld&lt;br /&gt;
Pfarrer: Nichts bekanntgeworden&lt;br /&gt;
Lehrer: Fritz Rauch, + beim Volkssturm, Erich Huchel, Kantor A. Treiber, + 18.12.1943&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Herbert Überschär, Bad Lippspringe, Sandweg&lt;br /&gt;
Schönau ist eine deutsche Siedlung, ihr Ortsname ein sogenannter Wunschname. Von Anfang an besaßen es die Schenk von Apolda (Sachsen-Anhalt). Die Kirche ist ebenfalls alt. 1385 bis 1387 ging das Dorf in den Besitz des Brieger Hedwigsstiftes über, 1445 wurde es an den Herzog Bolko von Oppeln verpfändet, 1449 an die Beeß und 1456 kam es wieder ans Hedwigsstift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Einwohnerliste nach dem Stand von 1945 ist vorhanden. Industrie gab es nicht. Die Bodenbonität lag relativ hoch, so daß die landwirtschaftlichen Erträge befriedigen konnten. Die Feldmark war ungefähr 4.000 Morgen groß. Das Freigut in Größe von 95 ha war in Besitz des Adolf Zimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Mangsch%C3%BCtz_mit_Mangsch%C3%BCtz,_Neu_Sorge,_Raschwitz,_Rogelwitz_und_Tarnowitz&amp;diff=934967</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz</title>
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		<updated>2011-05-02T05:50:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Wilhelm Ukas, Mangschütz, + 1948 in der Nähe von Dresden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mangschütz (Makoszyce)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 1.251 Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Karl Ukas, verstorben&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Wilhelm Symossek, verstorben&lt;br /&gt;
Pfarrer: Joachim Pompetzki, + in Jena 1960&lt;br /&gt;
Lehrer: Richard Zuckmantel, Hüffen 80 über Bünde/Westf., Konrad Biedermann,&lt;br /&gt;
vermißt seit 1945, Ruth Glattrohr, Käthe Baron&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Karl Bock, Stuttgart-Mühlhausen, Wenzelstraße 42&lt;br /&gt;
Für Gut: Richard Hanisch, Fischelbach Nr. 123&lt;br /&gt;
Der alte Name des Dorfes lautet Manchossitz, Manschowicz oder Mancosowicz. Herzog Wladislaw, Erzbischof von Salzburg, der 1265 - 1270 die Vormundschaft über den jungen Heinrich IV. ausübte, ließ das Dorf zu deutschem Recht umsetzen. Schon damals hatte es wohl eine Kirche gegeben. Im Jahre 1297 wird erstmals ein Pfarrer urkundlich genannt. Seit mindestens 1440 gehörte das Dorf denen von Tschammer und bildete ein Teilstück der Herrschaft Ketzerdorf (Karlsmarkt). Von diesen kauften es die Beeß. 1783 ist Baron von Pleucken Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Dorf gehört ein Rittergut. 1845 war es im Besitz einer Frau Czaplicka. Letzte Gutsherren waren die Geschwister Landsberg, Düsseldorf, Poststraße 9. Zu diesem Gut gehörten die Vorwerke Marienhof und Zelline; zur Gemeinde die Kolonie Neue Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im überwiegenden Umfange wurde in der Gemeinde Landwirtschaft betrieben. Im Dorf waren ein Arzt und eine Apotheke vorhanden. Der Arzt, Dr. Espeut, ist verschollen, und der Apotheker Storm von Grafesande wohnt in Duisburg-Beekerwerth, Knippstraße. Vorhanden ist auch eine vom Heimatortsvertrauensmann aufgestellte gute Einwohnerliste des Dorfes und des Gutes, ebenfalls ein sehr guter Dorfplan mit den einzelnen Wirtschaften usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rittergut mit den Vorwerken Marienhof und Zelline und dem Restgut Neu Sorge mit einer Gesamtfläche von 931 ha stand im Besitz der Geschwister Landsberg. Verwalter war Dr. jur. Ludwig Landsberg, jetzt Ministerialdirigent in Düsseldorf, Poststraße 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neusorge (Raciszow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 208 Kirchen: - Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Erich Seifert, Hameln, Bäckerstraße 24&lt;br /&gt;
Lehrer: Karl Pötter, Oldenburg i.O., Sachsenstraße 55&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Reinhold Masurek, Oldenburg i.O. Uhlhornsweg 5&lt;br /&gt;
Die Bewohner des Dorfes ernährten sich in erster Linie durch die Landwirtschaft. Zum Nebenerwerb dienten Fuhr- und Dienstleistungen in den nahegelegenen Forsten. Eine Einwohnerliste vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raschwitz (Roszkowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 409 Kirchen: - Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Gottlieb Burghardt, verstorben&lt;br /&gt;
Lehrer: Gottlieb Wabnitz, Haddenhausen bei Münden/Westf., Suhle 2&lt;br /&gt;
Horst Wegehaupt, Auhausen über Gunzenhausen i. Ries&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Gustav Kuka, See 24, Post Fölschnitz, Kreis Kulmbach&lt;br /&gt;
Rachwitz hieß bald Roskowitz, bald Ruschkowitz und enthält in seinem Namen den Personennamen Rasko. Wie die meisten Dörfer der rechten Oderseite kam das Dorf nach den Hussitenkriegen an die Familie von Beeß und dann an den Herzog, der es zum Domänenamt Karlsmarkt schlug. Die unregelmäßige Siedlungsform ist durch Überformung des alten Kernes und Zusiedelung durch die Kolonisationstätigkeit Friedrich des Großen entstanden. 1783 hatte es neben dem Vorwerk 6 Bauern. Auch in dieser Gemeinde wurde in überwiegendem Umfange Landwirtschaft betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rogelwitz (Rogalice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 332 mit Baruthe und Sorge Kirchen: - Schulen: 1 evang&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Martin Lerche, + 1945 in Rogelwitz&lt;br /&gt;
Lehrer: Otto Grundmann, + in Gefangenschaft&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Robert Sperling, Wewer, Kreis Paderborn&lt;br /&gt;
Die älteste Namensform des Dorfes lautet 1305 Rogalici. Wahrscheinlich wird es nach den Herren von Tschammer benannt sein, denn diese rechnen zum Wappen Rogala, weil sie im Wappen ein Büffelhorn (altslawisch rogu) führen. Das Dorf stammt aus vordeutscher Zeit, entrichtete daher 1305 den Feldzehnten. Grundherr war 1366 ein Borutha. Später war es im Besitz derer von Spiegel. Nach 1565 kaufte es der Herzog und schlug es zum Amt Karlsmarkt. Das Kretschamgut in Größe von 30 ha war zum Zeitpunkt der Vertreibung im Besitz des Martin Lerche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tarnowitz (Tarnowiec)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 935 Kirchen: - Schulen: -&lt;br /&gt;
Bürgermeister, Lehrer: Nichts bekanntgeworden&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Gustav Kuka, siehe Rachwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Karlsmarkt_mit_Karksmarkt,_Alt_Hammer_u._Gro%C3%9F_Kauern&amp;diff=934966</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Karlsmarkt_mit_Karksmarkt,_Alt_Hammer_u._Gro%C3%9F_Kauern&amp;diff=934966"/>
		<updated>2011-05-02T05:49:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Widulle, Karlsmarkt, + 1956 in Groß-Furra, Thüringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karlsmarkt (Karlowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 1.162 mit Karlsburg Kirchen: 1 ev., 1 kath. Schulen: 1 ev., 1 kath.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Karl Widulle, Maindorf über Siegburg&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Arthur Franzel, seit 1945 vermißt&lt;br /&gt;
Pfarrer: Pastor Friedrich Jäckel, seit 1945 vermißt&lt;br /&gt;
Pfarrer Paul Richter, + 1945&lt;br /&gt;
Lehrer: ev. Schule: Heinrich Baumgart, Brackwede/Bielefeld, Goethestr. 20a&lt;br /&gt;
Fritz Scholtze&lt;br /&gt;
kath. Schule: Georg Kräger, Faid über Cochem/Mosel&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Arthur Schmidt, Weiden/Oberpfalz, Kantstraße 10&lt;br /&gt;
Karlsmarkt hieß 1336 Czachowitz, 1447 Ketzerdorf. Es war von Anfang an als Wasserburg errichtet. Burgherren waren die von Tschammer. Es war Mittelpunkt ihres Besitzes. 1565 kaufte Herzog Georg II. den ganzen Besitz und richtete dort neben Brieg und Ohlau ein drittes Domänenamt ein. Nach Aussterben der Brieger Piasten im Jahre 1675 fiel Karlsmarkt an den Kaiser. Karl VI erhob das Dorf zum Marktort und zur Stadt. Nach ihm wurde es in Karlsmarkt umgenannt. Die evangelische Kirche erhielt 1677 bis 1708 einen katholischen Geistlichen. 1715 wurde im Amtsschloß eine katholische Parochie errichtet, an der später der bekannte Bienenvater Dzierzon als erster wirkte. 1845 war der Oberamtmann Scholz aus Kauern Gutspächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fanden jährlich zwei Jahrmärkte statt, einer im Frühjahr und einer im Herbst. Zur Gemeinde gehörten die Ortsteile Kalkberg, Pilzmühle, Böhlitz und Karlsburg. Die Bevölkerung war zu etwa 85% evangelisch und der Rest katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Bau der Eisenbahnlinie Breslau-Oberschlesien begann das bis dahin recht abgeschiedene Karlsmarkt einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung zu nehmen. An Gewerbebetrieben waren zwei Dampfsägewerke, eine Rohrgewebefabrik und andere kleinere Handwerksbetriebe vorhanden. Daneben wurde sehr viel Landwirtschaft betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluchtweg der Bevölkerung erfolgte in der Nacht vom 20. zum 21. Januar über die Sudeten in die Gegend von Eger. Ein Teil kehrte später in die alte Heimat wieder zurück, wurde aber 1946 ausgewiesen. Nur ganz wenige Familien wohnen heute noch dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Kasprzak, Bahnhofstraße - Erich Schüften, Feldstraße - Karl Slabon,&lt;br /&gt;
Ortsteil Karlsburg - Wilhelm Lipke, Ortsteil Pilzmühle - Amalie Seibel,&lt;br /&gt;
Mühlstraße - Stanislaus Dlugos, Ortsteil Kalkberg - Josef Ganyra, Mühlstraße -&lt;br /&gt;
Margarete Kuka, Brieger Straße - Gustav Pollak, Ortsteil Pilzmühle - Rosina&lt;br /&gt;
Barzcik, Altes Dorf - Anna Lipke, früher Alt Hammer&lt;br /&gt;
Das Gut in der Größe von 88 ha befand sich im Besitz des Franz Krause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Althammer (Kuznica Katowska)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 347 Kirchen: - Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Gustav Fersterra, Schwandorf, Ehrlichstraße 5&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Arthur Franzel, Karlsmarkt, seit 1945 vermißt&lt;br /&gt;
Lehrer: Rudolf Maskos, + 1947 in Westheim, Kreis Kitzingen&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Fritz Meister, Oldenburg, Neue Straße 3&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Einwohnerliste des Heimatortsvertrauensmannes ist vorhanden, außerdem einige Sparbücher der Gemeinde. Sie befinden sich in der Betreuungsstelle Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist am 20. Januar 1945 geflüchtet. Zurück blieb nur die Familie Karlitzek mit 9 Personen. Vom 9. bis zum 10. April wurde das Dorf von einem russischen Brandkommando von etwa 100 Mann in Brand gesteckt. 21 Wohnhäuser blieben erhalten, hatten jedoch erhebliche Brandschäden aufzuweisen. Scheunen und Stallungen brannten ab. Im Laufe des Sommers 1945 kehrten 137 Personen in ihre alte Heimat zurück, wurden 1946 aber endgültig ausgewiesen. Zurückgeblieben sind neben der Familie Karlitzek noch die Familie Paul Menzel und das Fräulein Anna Lipke. Letztere hat jedoch 1946 dann ihren Wohnsitz in Karlsmarkt genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 Bewohner sind gefallen, 11 Personen vermißt und 3 sind von den Russen getötet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großkauern (Kurznie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 688 Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Christian Nickisch, + 1945 in Groß Kauern&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Arthur Franzel, Karlsmarkt&lt;br /&gt;
Pfarrer: siehe Karlsmarkt&lt;br /&gt;
Lehrer: Wurms (Schicksal nicht bekannt) und eine Lehrerin&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Arthur Schmidt, Weiden/Oberpfalz, Kantstraße 10&lt;br /&gt;
Die Vorsilbe &amp;quot;Groß&amp;quot; stammt erst aus allerneuester Zeit, ursprünglich war der Ort ein nicht gerade großes Vorwerk. 1274 stellte der Herzog eine Urkunde in Curn aus. 1340 wird ein Pfarrer in Kirna erwähnt. Die seit 1534 evangelische Kirche war 1677 bis 1708 katholisch. Die Geschichte des Dorfes hängt eng mit dem untergegangenen Dorf Bleichau zusammen. Davon sind mehr als 16 Hufen Kauern zugeschlagen worden. Die ältesten bekannten Grundherren sind auch hier die von Tschammer. 1440 verkaufte der Tschammer von Blottwitz Haus Ketzerdorf (Karlsmarkt) an die Brüder Beeß. 1564 gab dann Beeß dem Schulzen Gerald 1 1/2 Hufen und einen Freigarten zu einer Freischoltisei. 1565 verkaufte er seinen ganzen Besitz, dabei Kauern, an Herzog Georg II. 1783 gab es ein Vorwerk und 16 Bauern, 1845 eine Freischoltisei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Akten der Betreuungsstelle Brieg befindet sich auch eine Abschrift des Georg Winklerischen Freybriefes wegen seines Erb. Kretschams zu Kauern vom Herzog Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Stoberau_mit_Stoberau,_Altk%C3%B6ln,_Neuk%C3%B6ln_u._Riebnig&amp;diff=934965</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Stoberau_mit_Stoberau,_Altk%C3%B6ln,_Neuk%C3%B6ln_u._Riebnig&amp;diff=934965"/>
		<updated>2011-05-02T05:49:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Forstmeister Otto Scholz, Stoberau, jetzt Goslar, Reußenstraße 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stoberau (Stobrawa)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 935 Kirchen: 1 evang. Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Karl Metzner, + 1948&lt;br /&gt;
Standesbeamter: derselbe&lt;br /&gt;
Pfarrer: Pastor Heinzelmann, + 1945 durch Bombenangriff&lt;br /&gt;
Die katholische Gemeinde gehörte zu Karlsmarkt&lt;br /&gt;
Lehrer: Alfred Scholz, Kellinghusen, Pappelweg 10&lt;br /&gt;
Georg Seidel, Düsseldorf, Nixenstraße 42&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Max Simon, Heidelberg, Blumenweg 19&lt;br /&gt;
Stoberau trägt den Namen Stobrava nach dem Fluß, an welchem es liegt. Dieser hat seinen Lauf allerdings mehrfach geändert. Die Ortsform des Dorfes zeigt eine Überformung des alten Kerns infolge Zusiedlung von Gärtnern und Häuslern zur Zeit Friedrich des Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die Kirche alt ist, ist nicht mehr sicher. Sie besaß die Widmut (Weiderecht. Mit Schwanowitz zusammen hatte es meistens den gleichen Grundherren, so die Borutha 1377, dann die Waldau, die Beeß. Später kam es an den Herzog und gehörte zum Amt Karlsmarkt. 1783 gab es zwei Anteile; der eine mit der Kirche hatte 19 Bauern, der andere war ein kleiner Rittersitz, wahrscheinlich die sogenannte &amp;quot;Ablage&amp;quot;. Diese rittermäßige Scholtisei ist später an die &amp;quot;kleinen Leute&amp;quot; ausgeteilt worden. Außerdem gab es noch eine Freischoltisei. 1833 wurde ein eigenes Pfarrhaus erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Altköln (Stare Kolnie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 514 Kirchen: - Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Karl Franzke, + 1946 in Alt Köln&lt;br /&gt;
Lehrer: Hugo Klaschewski, Frl. Dziallas&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Gustav Michler, Weiden/Oberpfalz, Vohenstrausser Str. 43&lt;br /&gt;
Irgendwelche Industrie war in der Gemeinde nicht vorhanden. Sie trug einen rein landwirtschaftlichen Charakter. Von dem Heimatortsvertrauensmann sind eine ausführliche Einwohnerliste und ein Dorfplan mit den einzelnen Hofstellen und Stellenbesitzern aufgestellt worden. Beides befindet sich bei der Betreuungsstelle Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Januar 1945 mußte die Bevölkerung vor der herannahenden Front flüchten. Zurückgelassen wurden nur Kranke und alte Leute. Der Fluchtweg führte über Strehlen, Waldenburg, Landeshut nach Tetschen und Bodenbach. Nach der Ausweisung aus diesen Orten kehrte der größte Teil der früheren Bewohner in die alte Heimat zurück. Aber Ende 1945 und im Jahre 1946 erfolgte dann die Ausweisung. Der größte Teil kam in die Gegend von Halle und Wehrsdorf, Kreis Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Heimat verblieben sind Christian Sobirey, Anton Gandyra, Gustav Prietzel und Friedrich Franzke. Von letzterem liegt die Anschrift bei der Betreuungsstelle Brieg vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Riebnig (Rybna)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 413 Kirchen: - Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Gustav Pohl&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Gustav Ukley, + 1945&lt;br /&gt;
Lehrer: Otto Scholz&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Fritz Koroll, Wolfsburg, Kattowitzer Straße 4&lt;br /&gt;
Das Dorf Riebnig liegt auf der rechten Oderseite im Osten des Kreises Brieg. Nach dem Rezeß von 1802 zählte die Gemeinde 39 Gärtnerstellenbesitzer und Häusler. Im Jahre 1854 verursachte ein außergewöhnliches Hochwasser durch den Bruch des Oderdammes schwere Schäden in Dorf und Flur und brachte der Bevölkerung große Not. Am 12. Juli 1903 brach der Damm erneut nach starken Regenfällen, und das Wasser überflutete wieder Feld, Wald und einen großen Teil des Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1945 waren 74 Stellenbesitzer vorhanden. Die Besitzgrößen staffelten sich von 1/4 ha (Hausgrundstück) bis zu 15 ha. Die gesamte Fläche der Gemeinde war 781 ha groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwerbsmöglichkeiten beschränkten sich, soweit keine eigene Ackernahrung vorhanden war, auf Guts- und Waldarbeit. Industrie war nicht vorhanden, wohl aber drei kleine Kaufläden, eine Bäckerei und zwei Gasthäuser. Durch die nahegelegenen Bahnhöfe in Karlsmarkt und Poppelau bestanden günstige Bahnverbindungen nach Breslau und Oberschlesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier mußte am 20. Januar 1945 die Bevölkerung auf die Flucht gehen. Bei strengem Frost ging die Fahrt über Brieg, Strehlen, Schweidnitz, Hirschberg in den Kreis Teppel im Sudetenland, und zwar in die Gemeinden Neumarkt und Hangendorf. Im Laufe des Sommers 1946 erfolgte die Aussiedlung nach der Provinz Sachsen-Anhalt. An Toten und Vermißten hat die Gemeinde 43 Einwohner zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Einwohnerliste vom Heimatortsvertrauensmann liegt ebenfalls bei der Betreuungsstelle Brieg vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuköln (Nowe Kolnie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 264 Kirchen: - Schulen: -&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Nichts bekanntgeworden&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Alfred Baer, Leinigen Nr. 115, Kreis Helmstedt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Leubusch_mit_Leubusch,_Neu_Leubusch_u._Piastenthal&amp;diff=934964</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Leubusch_mit_Leubusch,_Neu_Leubusch_u._Piastenthal&amp;diff=934964"/>
		<updated>2011-05-02T05:49:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Gärtnerbesitzer Fritz Muthwill, Leubusch, jetzt Weiersbach, Kreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leubusch (Lubsza)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 2.179&lt;br /&gt;
Kirchen: evang. u. kath.&lt;br /&gt;
Schulen: evang. u. kath.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Tischlermeister Max Bauch, Tennstedt, Kreis Langensalza, Markt 181&lt;br /&gt;
Standesbeamter: Max Bauch, s.o.&lt;br /&gt;
Pfarrer: Pfarrer Wilhelm Schönfelder, Grebenstein/Kassel, Friedrichstalerstr.399&lt;br /&gt;
Pastor Georg Tscharnke, Bachra, Kreis Eckersberga&lt;br /&gt;
Lehrer:&lt;br /&gt;
Ev. Schule:&lt;br /&gt;
Rektor Heinrich Pietsch, + 1951 in Laubach, Kreis Gießen&lt;br /&gt;
Lehrer Adolph Kittelmann, Zella, Kreis Mühlhausen,&lt;br /&gt;
Elfriede Latzel, Eppendorf b. Osnabrück und Kurt Bäsler,&lt;br /&gt;
Klein Mahner/Salzgitter-Bad&lt;br /&gt;
kath. Schule:&lt;br /&gt;
Josef Runte, Mühlheim/Ruhr, Damaschkeweg 10&lt;br /&gt;
Stadförsterei: Oberförster E. Hagen, Langenei/Sauerland&lt;br /&gt;
Das heutige Leubusch ist durch die Zusammenlegung von Groß und Klein Leubusch entstanden. Der alte Ortsname lautet Lubisch oder Lubsch. Aus der Zusammenlegung erklärt sich auch die unregelmäßige Siedlungsform des Dorfes. Im westlichen Teil steht die evangelische Kirche. Das katholische Gotteshaus ist als josefinische Kuratie erst 1717 errichtet worden. Im Jahre 1264 verlieh der Herzog der Stadt den Wald. 1284 trennte der Ritter Sandcoh von Lubsch zwei Haufen von Döbern ab und schlug sie zu seinem Gute Lubsch. 1333 kaufte die Stadt Brieg Groß Leubusch und 1368 Klein Leubusch. Mit Erlaubnis des Herzoges verband die Stadt dann beide Dorfteile miteinander. 1783 hatte Groß Leubusch 11 und Klein Leubusch 13 Bauern. Das Dorf Neu Leubusch ist erst unter Friedrich dem Großen gegründet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leubusch war die größte Dorfgemeinschaft des Kreises Brieg. Wenn die Gemeinde auch einen überwiegend landwirtschaftlichen Charakter trug, so war doch ein Großteil der Bevölkerung in der 7,5 km entfernten Kreisstadt als Handwerker tätig. Durch die großen Wälder des Hinterlandes verdiente sich ein nicht unbedeutender Teil den Lebensunterhaltes als Waldarbeiter. Hierzu zählten auch sehr viele Frauen, die für Kulturarbeiten im Walde eingesetzt waren. An den nahegelegenen Brieger Stadtwald grenzte die Staatsforst an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den gewerblichen Betrieben seien die Sägewerke Max Hoffmann, Ilmenau/Thüringen, Karl-Zink-Str. 4, und Tschemer erwähnt. Letzterer ist in Kiel gestorben. Die Großgärtnerei Muthwill hat in Weiersbach bei Schlüchtern wieder einen Jungpflanzenversand eröffnet. Von anderen Gewerbebetrieben wären die Gastwirtschaften Pogarell, Riegel, Gorka, Brand und Kunze zu erwähnen und die Bäckerein Prenzel, Kabitz, Schmidt und Wabnik. Die Fleischereien waren im Besitz der Familien Kränzel, Jarsch, Glaser und Wilde. Die Postagentur wurde von Herbert Malize geführt. Auch eine Spar- und Darlehenskasse war in Leubusch vorhanden. Eine für damalige Zeit sehr moderne Badeanstalt hatte der Kreis Brieg im Ort errichtet, desgleichen eine Anstalt für Seidenraupenzucht. Im Ort waren drei Gendarmeriebeamte stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu Leubusch (Lubicz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 248&lt;br /&gt;
Kirchen: -&lt;br /&gt;
Schulen: -&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Nichts bekannt&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Herbert Günzel, Köln, Balthasarstr. 22&lt;br /&gt;
Piastenthal (Piastowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 277&lt;br /&gt;
Kirchen: -&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Paul Spriner, 1945 auf der Flucht verstorben&lt;br /&gt;
Lehrer: Kittelmann aus Leubusch, Zella, Kreis Mühlhausen/Thüringen&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Hermann Weiss, Pfaffenberg/Bayern, Donddorfer Berg 5&lt;br /&gt;
In Piastenthal wurde im überwiegenden Umfang Ackerbau betrieben. Eine Einwohnerliste ist vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Januar 1945 ist bei großer ein großer Teil des Dorfes mit 26 Wagen über Leubusch nach Brieg, Strehlen, Schweidnitz bis Hindorf bei Hirschberg evakuiert worden. In Hindorf war dieser Treck 10 Tage im Quartier, mußte aber auch von dort in Richtung Hirschberg weiter. In Hirschberg wurde dann ein großer Teil der Männer zum Volkssturm eingezogen. Bis Hindorf war der Treck auf 8 Wagen zusammengeschmolzen, da die anderen eine andere Fluchtrichtung genommen hatten. Diese 8 sind dann von Hindorf aus über Friedland, Aussig, Franzenbad, Weiden, Regensburg nach Pfaffenberg weitergezogen unter Führung von Hermann Adolph. Bürgermeister Paul Springer mußte wegen Krankheit im Sudetenland zurückgelassen werden. Dort ist er auch nach einigen Tagen gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte Mai sind dann eine ganze Reihe Piastenthaler Besitzer wieder in ihren alten Heimatort zurückgefahren. Sie wurden aber mit denen, die nicht auf die Flucht gegangen waren, im Jahre 1946 nach der Sowjetzone ausgewiesen. In der Heimat verblieben sind Johann Grabowsky mit Frau Tochter. Sie wohnen jetzt in Brieg, Mühlenstr. 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|leubu.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Michelwitz_mit_Michelwitz,_Luisenthal_und_Schreibendorf&amp;diff=934963</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Michelwitz_mit_Michelwitz,_Luisenthal_und_Schreibendorf&amp;diff=934963"/>
		<updated>2011-05-02T05:48:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsvorsteher: Bauer Adolf Rupprich in Schreibendorf, jetzt Alt-Zauche, Kreis Lübben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelwitz (Michalowice) mit Garbendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 765&lt;br /&gt;
Kirchen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister, Lehrer: Nichts bekannt&lt;br /&gt;
Heimatortvertrauensmann: Erwin Scholz, Gütersloh, Auf der Höhe 10&lt;br /&gt;
Michelwitz hieß ursprünglich um 1264 Michalowitz. Es ist benannt nach einem Michael. Zehntpflichtig war das Dorf zuerst der untergegangenen Kirche in Ritschen. Vor 1295 war es zu deutschem Recht ausgesetzt worden und hatte zwei Grundherren, 2 Scholtiseien und 40 Hufen. Den einen Teil des Dorfes besaß 1299 der Graf Leonhard. Um 1350 war der Brieger Hofrichter Heinrich hier begütert ebenso wie andere Brieger Bürger. Ab 1393 beginnt das Brieger Hedwigsstift mit dem Erwerb von Teilen des Dorfes. Das Stift gründete auch die Kirche; sie war dem heiligen Lorenz geweiht. 1470 gehörte zum Dorf ein Vorwerk, das zeitweise an Adelige vergeben war. 1588 erwarb es Herzog Georg II. Seitdem gehört es als Kämmereigut zur Stadt Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rittergut Garbendorf war seit 1883 im Besitz der Familie Löbbecke. Es hatte eine Fläche von 341 ha. Die Erbscholtisei in Größe von 34 ha war im Besitz des Waldemar Otschick. Daneben waren außerdem noch zwei größere Betriebe mit Flächen von 35 und 28 ha vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luisenthal (Mysliborzyce)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 193&lt;br /&gt;
Kirchen: -&lt;br /&gt;
Schulen: -&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Wilhelm Trompka, Riesa/Elbe, Felgenhauerstraße 20&lt;br /&gt;
Heimatortvertrauensmann: Margarete Pietsch, Nürnberg, Elbinger Straße 66&lt;br /&gt;
Das Dorf trug reinen landwirtschaftlichen Charakter. Neben einer kleineren Ziegelei und einer Gärtnerei waren keinerlei andere Gewerbebetriebe vorhanden. Eine Einwohnerliste liegt vor. Das Gut in Größe von 80 ha war im Besitz der Schneiderschen Erben in Brieg und in Parzellen verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Schreibendorf (Pisarzowice)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohner: 507&lt;br /&gt;
Kirchen: -&lt;br /&gt;
Schulen: 1 evang.&lt;br /&gt;
Bürgermeister: Hermann Symossek, + 25.01.1946 in Kattowitz&lt;br /&gt;
Lehrer: Herbert Arndt, Hannover-Buchholz, An den Deichwiesen 3&lt;br /&gt;
Heimatortsvertrauensmann: Lehrer Herbert Arndt, s.o.&lt;br /&gt;
Schreibendorf hieß früher Schreibersdorf, mittelhochdeutsch Scribersdorf nach alten lateinischen Urkunden. Es trägt also seinen Namen nach einem &amp;quot;Schreiber&amp;quot;, einem herzoglichen Hofnotar, nämlich dem Magister Walther, der unter Herzog Heinrich III. Kanzler war. Als Geistlicher war er kinderlos, und so fiel der Besitz nach seinem Tode wieder an den Herzog, der ihn 1274 an seinen Hofschneider Chunad schenkte. Das Dorf kam 1316 an den Brieger Bürger und Ratsherrn Werner Trinknicht. Seit 1329 gehörte es in Rechtsfragen vor das Brieger Stadtgericht. Die Größe betrug ca. 20 Hufen. 1783 besaß es 9 Bauern. Die Freischoltisei befand sich im Besitz der Caroline Peuker. Schreibendorf war kein ausgesprochenes Bauerndorf. Es zählte etwa 20 bäuerliche Betriebe. Die meisten Bauern betrieben vielseitigen Erwerbsgarten- und Feldgemüsebau für den Verbrauchermarkt in Brieg. An reinen Gärtnereibetrieben wären die des Friedrich Wailand, des Gerhard Land und des Hermann Schmidt zu erwähnen. Wegen der so geringen Stadtnähe waren weder Fleischer noch Bäcker oder Lebensmittelgeschäfte vorhanden. aber zwei Gaststätten. Als Gewerbebetrieb wäre noch die Schreibendorfer Mühle zu nennen, die der Familie Lehmann gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbscholtisei in Größe von 53 ha war seit 1854 ebenfalls Familienbesitz der von Löbbecke auf Garbendorf und war verpachtet an Walter von Salzmann in Brieg. Der größte Teil der Berufstätigen arbeitete in den nahegelegenen Industriebetrieben der Stadt, so bei den Firmen Moll, Heinze, Loewenthal, Güttler Pzillas usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den früheren Bewohnern ist nur der Bauer Franz Wieczorek mit seiner Ehefrau Josefa und drei Söhnen zurückgeblieben. Vater Wieczorek ist 1961 im Alter von 74 Jahren in Schreibendorf gestorben. Ein Sohn hat die Landwirtschaft übernommen, ein anderer ist bei der Gemeide Schreibendorf beschäftigt. Der Sohn Withold hat sich zum Schluß des Krieges mit einer Leubuscherin verheiratet. Jahrelang hat er einen Kiosk vor der ehemaligen Schauburg gegenüber dem Cafe Präkelt betrieben. Neuerdings ist er in einem chemographischen Betrieb tätig, während seine Frau den Kiosk weiterführt. Wirtschaftlich soll es der ganzen Familie gut gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Akten der Betreuungsstelle befindet sich auch ein Sparbuch der Schule Schreibendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|michelw.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Mollwitz_mit_Mollwitz,_B%C3%A4rzdorf,_Gr%C3%BCningen_und_Laugwitz&amp;diff=934962</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz</title>
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		<updated>2011-05-02T05:48:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau|Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paula...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau|Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<updated>2011-05-02T05:48:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau|Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz}}  {{...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau|Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<updated>2011-05-02T05:48:08Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Sch%C3%B6nfeld_mit_Sch%C3%B6nfeld,_Pampitz_u._Konradswaldau&amp;diff=934959</id>
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		<updated>2011-05-02T05:47:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau}}  {{Buch &amp;quot;B...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<updated>2011-05-02T05:47:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld,...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Michelau_mit_Michelau,_Kantersdorf,_Klein_Neudorf_und_Taschenberg&amp;diff=934957</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg</title>
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		<updated>2011-05-02T05:47:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdor...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen</title>
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		<updated>2011-05-02T05:47:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Kle...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen</title>
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		<updated>2011-05-02T05:46:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen}}...“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain</title>
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		<updated>2011-05-02T05:46:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau ...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau</title>
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		<updated>2011-05-02T05:46:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz|Amtsbezirk Groß Neudorf mit...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz</title>
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		<updated>2011-05-02T05:46:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern</title>
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		<updated>2011-05-02T05:45:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge,...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Stoberau_mit_Stoberau,_Altk%C3%B6ln,_Neuk%C3%B6ln_u._Riebnig&amp;diff=934950</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig</title>
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		<updated>2011-05-02T05:45:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. ...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Leubusch_mit_Leubusch,_Neu_Leubusch_u._Piastenthal&amp;diff=934949</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal</title>
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		<updated>2011-05-02T05:45:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neu...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|leubu.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Amtsbezirk_Michelwitz_mit_Michelwitz,_Luisenthal_und_Schreibendorf&amp;diff=934948</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf</title>
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		<updated>2011-05-02T05:44:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubu...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|michelw.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)&amp;diff=934947</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)&amp;diff=934947"/>
		<updated>2011-05-02T05:42:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: /* Der Landkreis Brieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||Die Stadt Brieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausgegeben von der Stadt Goslar zum 10. Treffen der Brieger in Goslar im September 1964. Abgeschrieben von Hermann Hosp aus D-54516 Wittlich in Rheinland-Pfalz. Überarbeitet und umgesetzt in HTML-Code durch Dr.-Ing. Frank Knorr aus D-03185 Teichland, OT Maust in Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Stadt Goslar vom 08.05.2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbemerkung ==&lt;br /&gt;
Anfang 2001 begann Hermann Hosp, das bei ihm vorliegende Heft &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot; aus dem Jahre 1964 in loser Folge abzuschreiben. Er stellte seine Beiträge in die &amp;quot;Schlesienliste&amp;quot; des deutschen Vereins für Computergenealogie. In dieser Mailingliste stieß er damit auf eine so große Resonanz, daß er mehrfach gebeten wurde, die Beiträge im World Wide Web zu veröffentlichen. Grund hierfür ist sicherlich die Fülle an Informationen, die in diesem Heft steckt und die für jeden Ahnenforscher der am Kreis Brieg in Schlesien interessiert ist, von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war er nun der Wunsch, aber zwei Dinge galt es zu beachten. Zunächst musste geklärt werden, ob eine Veröffentlichung mit den Urheberrechten der verschiedenen Autoren an diesem Heft vereinbar ist und zweitens kennt sich Hermann mit der HTML-Sprache nicht aus. Die Zustimmung zur Veröffentlichung wurde auf Anfrage erteilt und Frank Knorr, ebenfalls Mitglied der Schlesienliste und mit zahlreichen Vorfahren aus dem Kreis Brieg, fand sich bereit, die Umsetzung in HTML-Code vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Fassung entspricht inhaltlich bis auf Details dem Original von 1964. Für Ergänzungen und Hinweise sind wir dankbar. Sie würden zu einer Fortschreibung dieser kleinen Chronik führen. Wir wünschen allen einen interessanten Lesestoff. Ein Dankeschön gilt Jesper Zedlitz vom deutschen Verein für Computergenealogie für die Unterstützung und Bereitstellung des Webspaces auf dem Genelogieserver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hermann Hosp und Dr. Frank Knorr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wittlich und Teichland, im Mai 2001&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
===Die Stadt Brieg===&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Zur Geschichte der Stadt Brieg|Geschichte der Stadt Brieg]]&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das Stadtgebiet|Das Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
**Geographische Lage&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung|Die Bevölkerung]]&lt;br /&gt;
**Einwohnerzahlen&lt;br /&gt;
**Verkehrsverbindungen&lt;br /&gt;
**Die Stadtverwaltung&lt;br /&gt;
***Aufbau und Organisation der Verwaltung&lt;br /&gt;
***Städtische Einrichtungen und Betriebe&lt;br /&gt;
***Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende&lt;br /&gt;
**Schulen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Theater&lt;br /&gt;
**Musikpflege&lt;br /&gt;
**Sport &amp;amp; Sportvereine&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Öffentliche Einrichtungen|Öffentliche Einrichtungen]]&lt;br /&gt;
**Grünlagen&lt;br /&gt;
**Stadtforst&lt;br /&gt;
**Krankenhaus&lt;br /&gt;
**Schlachthof&lt;br /&gt;
**Stadtwerke&lt;br /&gt;
**Marsstall&lt;br /&gt;
**Feuerwehr&lt;br /&gt;
**Baugeschichte&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Wirtschaft und Verkehr|Wirtschaft und Verkehr]]&lt;br /&gt;
**Industriebetriebe&lt;br /&gt;
**Gewerbebetriebe&lt;br /&gt;
**Geldinstitute&lt;br /&gt;
**Apotheken&lt;br /&gt;
**Zeitung&lt;br /&gt;
**Innungen&lt;br /&gt;
**Post&lt;br /&gt;
**Bahn&lt;br /&gt;
**Städtische Finanzen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Behörden und Vereine, Berühmte Brieger|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger]]&lt;br /&gt;
**Behörden&lt;br /&gt;
**Vereine&lt;br /&gt;
**Berühmte Brieger&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Garnisonstadt Brieg|Garnisonstadt Brieg]]&lt;br /&gt;
**Das Infanterie-Regiment 157 im Kriegseinsatz 1914/1918&lt;br /&gt;
**Der Kriegsverlauf für die Truppen der Brieger Garnison&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das bittere Ende|Das bittere Ende]]&lt;br /&gt;
**Brieger auf der Flucht&lt;br /&gt;
**Der Kampf um Brieg&lt;br /&gt;
**Brieg wird noch einmal Festung&lt;br /&gt;
**Zerstörung der Stadt mit Tabellen&lt;br /&gt;
**Der Wiederaufbau Briegs&lt;br /&gt;
**Polnisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Landkreis Brieg===&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Der Landkreis Brieg (Brzeg)|Das Kreisgebiet]]&lt;br /&gt;
**Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
**Landratsamt&lt;br /&gt;
**Kreisbehörden&lt;br /&gt;
**Schul- und Kulturwesen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Schicksale Brieger Kirchenglocken&lt;br /&gt;
**Turn- und Sportvereine&lt;br /&gt;
**Forsten&lt;br /&gt;
**Krankenkassen&lt;br /&gt;
**Deichverbände&lt;br /&gt;
**Gendarmerien&lt;br /&gt;
**Feuerlöschwesen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Gemeinden des Kreises Brieg (Brzeg)|Gemeinden des Kreises Brieg]]&lt;br /&gt;
**Löwen&lt;br /&gt;
***Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
***Die Stadt Löwen&lt;br /&gt;
***Schulen und Kulturpflege&lt;br /&gt;
***Das Amtsgericht Löwen&lt;br /&gt;
***Das Schloß Löwen und die Neisse-Mühle&lt;br /&gt;
***Zuckerfabrik Froebeln AG&lt;br /&gt;
***In der Heimat verbliebene Löwener&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern|Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf|Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal|Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig|Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern|Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz|Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau|Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain|Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen|Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen|Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg|Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf|Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau|Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau|Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau|Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz|Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau|Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau]]&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Alzenau mit Alzenau, Giersdorf, Johnsdorf, Kreisewitz und Pogarell|Amtsbezirk Alzenau mit Alzenau, Giersdorf, Johnsdorf, Kreisewitz und Pogarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ergänzungen===&lt;br /&gt;
*Dichterisches zu Brieg&lt;br /&gt;
*Jüdisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
*Brieger Chronologie 1740-1947 aus: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&lt;br /&gt;
*Stadtplan von Brieg, ca. 1920&lt;br /&gt;
*Fotosammlung zum Kreis Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|index.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Die_Bev%C3%B6lkerung&amp;diff=934946</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung</title>
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		<updated>2011-05-02T05:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Das Stadtgebiet|Öffentliche Einrichtungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Gesamt: 31.009&lt;br /&gt;
 davon: 15.574 Frauen&lt;br /&gt;
 davon. 15.435 Männer&lt;br /&gt;
 davon: 74% evangelisch&lt;br /&gt;
 davon: 23% katholisch&lt;br /&gt;
 davon: 3% sonstige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschäftigte 1939 = 23.566, davon:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Selbständige	11,5%&lt;br /&gt;
 Beamte	13,6%&lt;br /&gt;
 Angestellte	17,1%&lt;br /&gt;
 Arbeiter	55,9%&lt;br /&gt;
 Sonstige	1,9%&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einwohnerzahlen==&lt;br /&gt;
 1675 = 3.600&lt;br /&gt;
 1741 = 3.244&lt;br /&gt;
 1805 = 10.041&lt;br /&gt;
 1876 = 15.269&lt;br /&gt;
 1895 = 21.304&lt;br /&gt;
 1910 = 29.035&lt;br /&gt;
 1925 = 27.344&lt;br /&gt;
 1933 = 29.816&lt;br /&gt;
 1939 = 31.419&lt;br /&gt;
 1946 = 7.700&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrsverbindungen==&lt;br /&gt;
Dicht an Brieg vorbei führte die Autobahnstrecke Berlin - Breslau - Oberschlesien. Das Teilstück Brieg - Gleiwitz konnte noch vor dem Krieg fertiggestellt werden. Die Anschlußstelle befand sich nur wenige Kilometer entfernt hinter Hermsdorf. Durch Brieg hindurch führte die Reichsfernstraße Nr.5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste und bedeutenste Verkehrsweg allerdings war der Schiffahrtsweg auf der Oder von Cosel über Breslau bis Stettin zur Ostsee. Massengüter aller Art wurden hier befördert, insbesondere die oberschlesiche Kohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind außerdem noch zahlreiche Autobus-Verbindungen, die von Brieg aus in die entfernten Dörfer des Kreisgebietes führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg lag an der Eisenbahnhauptlinie Breslau - Oberschlesien mit ihren Verbindungen nach Wien, Prag und dem Orient. Sie war darüber hinaus auch Verkehrsknotenpunkt, weil von Brieg aus die Nebenlinien Brieg - Neiße - und Brieg - Strehlen verkehrten. Geplant war außerdem noch die Nebenlinie Brieg - Namslau. Durch den Krieg ist das Projekt nicht mehr zur Ausführung gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Stadtverwaltung==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935 wurde die alte preußische Magistratsverfassung durch die Deutsche Gemeindeordnung ersetzt. Aufbau und Organisation der Verwaltung waren demgemäß auch hierdurch bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===A. Aufbau und Organisation der Verwaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Oberbürgermeister:&lt;br /&gt;
Kurt Schmidt, jetzt Rechtsanwalt und Notar in Fröndenberg, Am Stift 18&lt;br /&gt;
Hauptamt - Pressestelle - Stadttheater - Stadtforst - Stadtarchiv - Museum - Stadtverwaltungsgericht - Stadtsparkasse - Standesamt - Rechnungsprüfungsamt - Polizeiverwaltung - Amt für Wirtschaftsförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Bürgermeister und Stadtkämmerer:&lt;br /&gt;
Waldemar Reche, + 31.7.1958 in Plön/Holstein&lt;br /&gt;
Finanzverwaltung - Steuern - Stadthauptkasse - Grundstücksamt - Kirchenpatronate - Schulverwaltung - Ernährungs- und Wirtschaftsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtbaurat:&lt;br /&gt;
Dr. Ing. Krause, im Krieg vermißt&lt;br /&gt;
Stadtplanung - Hoch- und Tiefbau - Siedlungswesen - Baupolizei - Wohnungsamt - Vermessungsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Magistratsrat:&lt;br /&gt;
Dr. Kampczyk, 25.3.1954 in Hohenstein/Sachsen&lt;br /&gt;
Wohlfahrtsamt - Fürsorgeamt - Erwerbslosen-, Renten-, Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge - Jugendamt - Versicherungsamt - Tarifangelegenheit - Konzessionssachen - Verwaltung des Städt. Krankenhauses - Verwaltungspolizei - Quartieramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Paul Mende,  + 5.8.1947 in Luckenwalde&lt;br /&gt;
Bürgerhospital - Obdachlosenheim - Armenhaus - Siechenheim - Kinderhort - Marktwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Wilhelm Reppert, + 12.8.1959 in Bitterfeld/Sachsen&lt;br /&gt;
Marstallverwaltung - Straßenreinigung - landwirtschaftliche Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Alfred Kassubek in Löwensen über Bad Pyrmont&lt;br /&gt;
Kaufmännische Leitung der Stadtbetriebswerke - Freiwillige Feuerwehr - Luftschutz - Heimatmuseum - Volksbücherei - Verkehrsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Adolf Brandt, Oberhausen-Holten, Rahnstraße 212&lt;br /&gt;
Verwaltung des Schlachthofes - Städt. Volksbadeanstalt - Schiedsmannangelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===B. Städtische Einrichtungen und Betriebe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Stadtwerke:&lt;br /&gt;
Werksleitung und Kaufmännische Leitung: Stadtrat Kassubek&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Elektrizitätswerkes: Direktor Karl Matheis, + 21.3.1948 in Wenzendorf&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Gas- und Wasserwerkes: Direktor Franz Burkheiser in Bergzabern/Pfalz, Auf der Rötz 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Stadtgärtnerei:&lt;br /&gt;
Stadtoberinspektor Gerhard Mader, Vaterstetten, Kreis Ebersbach, Lilienstraße 606&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtforst:&lt;br /&gt;
Städt. Oberförster Erich Hagen in Langenei/Sauerland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Heimatmuseum:&lt;br /&gt;
Studienrat Günther, vermißt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadttheater:&lt;br /&gt;
Indendant Lenau, Perneck/Fichtelgebirge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Städt. Badeanstalten: ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Städt. Marstall:&lt;br /&gt;
Stadtinspektor Marks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Freiw. Feuerwehr:&lt;br /&gt;
Branddirektor Matheis, s.o.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Städt. Sparkasse:&lt;br /&gt;
Direktor Herbert Matz, Münster, Melcherstraße 30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Hotel u. Gaststätten:&lt;br /&gt;
Hotel &amp;quot;Goldenes Lamm&amp;quot; und Stadtparkrestaurant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Stadtarchiv:&lt;br /&gt;
Stadtarchivar Georg Wenzel, Frühjahr 1945 auf dem Marsch in die Gefangenschaft verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Stadtbücherei:&lt;br /&gt;
Lehrer Karl Scholz, Brieg, Riedelstraße 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Behördlicher Luftschutz:&lt;br /&gt;
Stadtrat Kassubek und Polizeiinsp. Bullan, Goslar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgaben der Stadtverwaltung konnten trotz aller Mängel in personeller Hinsicht infolge des totalen Krieges bis zum Verlassen Briegs in mustergültiger Weise wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 22. zum 23.1.1945 mußte die Stadt auf Befehl des Gauleiters geräumt werden. Das galt auch für die Verwaltung. Der Oberbürgermeister war zur Wehrmacht eingezogen. Bürgermeister Reche als sein ständiger Vertreter überführte die Stadtverwaltung in den für Brieg Stadt und Land vorgesehenen Auffangkreis Hirschberg im Riesengebirge. Dort war nach den gegebenen Verhältnissen eine geordnete Verwaltungstätigkeit nicht mehr möglich. Es wurden nur in einigen Räumen des Hirschberger Rathauses die Dienstgeschäfte abgewickelt, sowie Rat und Auskunft erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Februar 1945 kam dann der Befehl, auch Hirschberg zu räumen. Damit mußte jede weitere Verwaltungsarbeit eingestellt werden. Die Stadtverwaltung hatte aufgehört zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende===&lt;br /&gt;
Der Ehrenbürgerbrief einer deutschen Stadt stellt eine seltene und hohe Auszeichnung dar. Er wird nur solchen Bürgern verliehen, die sich um ihre Vaterstadt in außerordentlichem Maße verdient gemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Stadt Brieg hat im Laufe ihrer langen Geschichte manchen ihrer Bürger auf diese Weise geehrt und ausgezeichnet. Zu ihnen zählt auch der letzte Ehrenbürger und Stadtälteste, Bäckermeister Paul Mende, geb. 9.12.1983 Brieg, gest. 5.8.1947 Luckenwalde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1923 wurde er bereits als Kandidat der Deutschen Volkspartei in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Im Jahre 1930 ist er dann zum unbesoldeten Stadtrat gewählt worden. Anläßlich seines 60. Geburtstages am 9. Dezember 1943 wurde er für seine Verdienste vom Regierungspräsidenten der Provinz Schlesien zum Stadtältesten ernannt. Zugleich wurde ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger Schulen==&lt;br /&gt;
Unter den städtischen Einrichtungen nahmen die Schulen eine besondere Stellung ein. Auf seine Schulen ist Brieg immer stolz gewesen. Es war zwar kein besonderer Stadtschulrat angestellt, aber die Schulverwaltung lag als besonderes Dezernat in der Hand des Bürgermeisters. Erhebliche Beträge hat die Stadt noch kurz vor dem Kriege in die neue Volksschule zwischen der Bismarkstraße und der Strehlener Straße investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volksschulen===&lt;br /&gt;
Brieg besaß fünf Volksschulen; nämlich zwei evangelische Knabenvolksschulen an der Lindenstraße mit den letzten Rektoren ZIEBOLZ und NITZSCHKE, zwei evangelische Mädchenvolksschulen an der Steinstraße mit den letzten Rektoren BOJAK, PANTKE und SCHOLZ. Die katholische Knaben- und und Mädchenvolksschule unter den Rektoren KLEINDAM und PANDER war zunächst in einem alten Gebäude am Piastenschloß untergebracht. Später zog sie dann in den Neubau zwischen der Bismarkstraße und Strehlener Straße um. Im Jahre 1941 wurde diese Schule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Die Schulaufsicht übte Schulrat WOLF aus. Er wohnt jetzt in Effern/Köln, Hönninger Weg 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hilfsschule===&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch eine gut eingerichtete Hilfsschule Leiter war Rektor IRRGANG, + 1.9.1948 in Jena&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mittelschulen===&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Schulgebäude an der Ecke Bahnhof/Feldstraße beherbergte in einem Flügel die Knaben- und Mädchenmittelschule. Diese Schule führte zur mittleren Reife. Der letzte Leiter war Rektor BUSSE; Bardowick, Karl-Peters-Straße 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oberschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen allgemeinbildenden Schulen gab es in Brieg noch zwei staatliche Oberschulen für Jungen und Mädchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühere Gymnasium am Stiftsplatz wurde später in eine staatliche Oberschule für Jungen umgewandelt und führte zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor KUNERT; + 1945 auf dem Wege in die Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Schüsselndorfer Straße war die &amp;quot;Piastenschule&amp;quot; als Oberschule für Jungen und Mädchen gelegen. Sie führte ebenfalls zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor Dr. BOEHM; + 9.4.1948 in Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das städtische Oberlyzeum an der Ecke Bahnhof/Feldstraße wurde 1935 in eine deutsche Oberschule für Mädchen umgewandelt. Auch sie führte im 9-stufigen Aufbau zur Reifeprüfung. Die letzten Leiter waren die Oberstudiendirektoren UMBREIT, EMDE und SANDKÜHLER.&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch noch eine höhere Landwirtschaftsschule, die auch mit der Reifeprüfung abschloß und zum Studium der Landwirtschaft an Universitäten berechtigte. Der letzte Leiter war Studiendirektor GRÜTZNER. Im Jahre 1943 wurde die Schule allerdings aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Berufsschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Volksschulen schloß sich ein gut ausgebautes Berufs- und Fachschulwesen an. Die gewerbliche und kaufmännische Berufsschule sowie die anderen Fachschulen und die hauswirtschaftliche Berufsschule waren im Schulgebäude der früheren &amp;quot;Bürgerschule&amp;quot; an der Mühlstraße untergebracht. Leiter war zuletzt Direktor Wilhelm PFEIFFER, Bad Nauheim, Blücher Str.42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schülerzahlen in den OBERSCHULEN - MITTELSCHULEN - VOLKSSCHULEN&lt;br /&gt;
(Stand: 1939)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 ________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
 Schulen                      Klassen          Schüler          Lehrkräfte&lt;br /&gt;
 --------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Oberschulen         m. 3        19              471                32&lt;br /&gt;
 Oberschulen         w. 1         8              191                14&lt;br /&gt;
 Mittelschulen          2        12              312                14&lt;br /&gt;
 Volksschulen           6        70            3.274                67&lt;br /&gt;
 Berufsschulen          3         -            1.580                14&lt;br /&gt;
 Berufsfachschulen      3         -               78                 6&lt;br /&gt;
 -------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 Summe                 18       109            5.879               147&lt;br /&gt;
                      ==========================================================&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchliches Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die evangelischen Kirchen zu Brieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur evangelischen Kirche hatte die Stadt Brieg enge Beziehungen. Sie übte das Patronat nicht nur über die evangelische Kirche der Stadt, sondern als einstige Gutsherrin auch über die Kirchen der ehemaligen Kämmereidörfer Leubusch, Gierdorf-Kreisewitz (hier gemeinsam mit dem Grafen Pfeil) und Böhmischdorf aus. Als Kirchenpatron hatte die Stadt nach Anhörung der Kirchengemeinde die Pfarrer zu berufen und sich andererseits an den Kosten der Unterhaltung von Kirche und Pfarrhaus zu beteiligen, und zwar in der Stadt zu einem Drittel und in den Dörfern zu zwei Dritteln. Die Stadt hatte damit auch Sitz und Stimme im Gemeindekirchenrat. Wo allgemeine Belange der Erhaltung geschichtlicher und künstlerischer Werte es forderten, war die Stadt immer bereit, mit ihren Mitteln helfend einzugreifen. Sichtbarsten Ausdruck fand diese Hilfsbereitschaft u.a. bei der Schaffung der herrlichen Engler-Orgel in der evangelischen Nikolai-Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenrechtlich war Brieg in zwei evangelische Kirchengemeinden aufgeteilt, nämlich in die evangelisch-reformierte Stadtpfarrgemeinde St. Nikolai und in die evangelisch-lutherische Gemeinde St. Lukas auf der Logaustraße. Die Nikolai-Kirche war auf der Lange Straße gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Nikolai====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sie wurde in den Jahren 1370 bis 1417 im gotischen Stil als Basilika erbaut. Das verhältnismäßig schmale Mittelschiff überragt die beiden Seitenschiffe und empfängt durch die mit spätgotischem Maßwerk gezierten Fenster von oben her ihr Licht. Zwei mächtige Türme recken ihre hochgeführten Helme in eine Höhe von 75 Metern; sie wurden erst 1885 errichtet. Das Hauptschiff war 29 Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachreformatorische Zeit hat die mittelalterliche Messopferkirche durch Aufstellung kunstvoll geschnitzter Stühle und durch Einbau von Emporen in eine evangelische Predigtkirche umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schönste Schmuck der Kirche ist die Orgel. Sie wurde 1724 bis 1730 durch Michael Engler aus Breslau erbaut. Sie gehört zu den schönsten, musikgeschichtlich bedeutendsten Werken Deutschlands und ist noch eine der wenigen Bach-Orgeln. Letzter Organist war Kirchenmusikdirektor Max DRISCHNER, jetzt in Goslar, Hoher Weg 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Orgel ist ein Werk des Brieger-Orgel-Baumeisters SCHEFFLER aus dem Jahre 1796. Der Altar ist eine Stiftung des Eisenhändlers Christian Daniel CLERIKUS, dessen Insignien CDC im Fries über dem Altarbild zu erkennen sind. Der Altar mit seinen mittelalterlichen Holzschnitzerein zeigt Szenen aus der Passion Jesu. Das Triumpfkreuz mit Maria und Johannes sowie die Apostel-Gruppe stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Die Kanzel wurde 1593 in Spät-Renaissance-Form errichtet und erhielt 1728 ihre barocke Vergoldung. Der Kanzelkorb wird ebenso wie in der Breslauer Maria-Magdalenen-Kirche von vier Engeln getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bildnerische Schmuck stammt mit Ausnahme eines Tafelbildes aus nachreformatorischer Zeit. Die Meister der Grabdenkmäler entstammen aus dem Künstlerkreise des Piasten-Schloßbaues. Als schönstes Barockmal gilt das 1668 holzgeschnitzte Denkmal für Bürgermeister Schmidt im nördlichen Seitenschiff. Beachtenswert ist schließlich das historisch bedeutendste Denkmal, das Grabmal des Grafen von Geßler, geschaffen im klassizistischen Stil nach dem Entwurf des Oberbaurates Langhans dem Schöpfer des Brandenburger Tors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses herrliche Bauwerk ging in der Beschießung Briegs durch die Russen in der Nacht vom 4. zum 5. Februar 1945 unter. Es brannte lichterloh. Sein Feuerschein erleuchtete die gesamte Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 01.01.1945 wirkten folgende Geistliche an der Nikolai-Kirche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Superintendant BUNZEL, + Januar 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
Pfarrer H. KLEINOD, Pfarramtsleiter, + 14.1.1961 in Triest&lt;br /&gt;
Pfarrer W. BODEN, + 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
====Die evangelisch-lutherische Sankt Lukas-Kirche====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde im Jahre 1897 auf Grund einer Generalkonzession König Friedrich Wilhelm IV. für die von der preußischen Landeskirche sich getrennt haltenden Lutheraner erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde bestand schon seit dem Jahre 1830 und umfaßte zuletzt ca. 650 Seelen. Sie beschränkte sich nicht nur auf das Stadtgebiet von Brieg allein, sondern auch auf die Brieger Kreisdörfer und die Städte Neiße und Neustadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hatte 400 Sitzplätze. Das Altarbild stellte die Auferstehung Christi dar, die Orgel stammte von der Firma Schlaak &amp;amp; Söhne aus Schweidnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzter Geistlicher war Pfarrer Paul SCHRÖTER. Er war zugleich Superintendent der Diozöse Breslau der ev.-luth. Kirche Altpreußens mit 16 Pfarramtbezirken. Er wohnte in Klitten, Kreis Niesky&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Christliche Gemeinschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Vertreibung haben in der Stadt Brieg folgende christlichen Gemeinschaften bestanden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philadelphia mit Prediger SCHELL, Gemeindehaus Feldstraße&lt;br /&gt;
Freie Evangelische Gemeinschaft, Gemeindesaal Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Christliche Gemeinschaft für entschiedenes Christentum (Gnadauer Verband) mit Prediger SCHMENGLER. Versammlungslokal Piastenstraße&lt;br /&gt;
Katholisch-apostolische Gemeinde mit Prediger ANDREE, Kapelle Dorotheenstraße&lt;br /&gt;
Adventisten vom siebenten Tage. Versammlungsraum Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Die jüdische Gemeinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der jüdischen Gemeindemitglieder nahm vom Jahre 1933 an immer mehr ab. Waren es damals noch 255, so waren es 1938 nur noch 160 Juden einschließlich der Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die katholische Kirche zu Brieg===&lt;br /&gt;
Zum Territorium der katholischen Stadtpfarrgemeinde Brieg gehörten der gesamte Stadtkreis Brieg, ferner 15 Dorfgemeinden bzw. Gutsbezirke, nämlich Briesen, Grabendorf, Giersdorf, Groß Neudorf, Grüningen, Hermsdorf, Kreisewitz, Linden, Neu-Briesen, Pampitz, Paulau, Rathau, Rothaus, Schreibendorf und Schüsselndorf. Die Pfarrei Brieg gehörte zum Dekanat Brieg. Es hatte seinen Sitz in Löwen, und ihm stand der Erzpriester und Geistliche Rat Friedrich VON WOYSKI vor. Er war zugleich Pfarrer in Löwen und amtierte zuletzt in Endel, Kreis Vechta. Im November 1954 ist er dort verstorben. Die Zahl der Gemeindemitglieder der Zivilgemeinde betrug 8.500. Davon waren in der Stadt Brieg ca. 7.000 wohnhaft. Von der Gesamtbevölkerung der Stadt waren etwa 23% katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Zivilgemeinde bestand auch noch eine sehr starke Standortgemeinde sowie eine kleine Gemeinde in der Strafanstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der Stadtpfarrei lag eine ganze Anzahl von Kirchen und Kapellen. Die Stadtpfarrkirche &amp;quot;Zum Heiligen Kreuz&amp;quot; war in den Jahren 1735 bis 1741 von den Jesuiten als Kollegkirche für den geplanten aber nicht verwirklichten Kollegbau im Barockstil erbaut worden. Sie wurde 1746 feierlich konsekriert und 1819 zur Stadtpfarrkirche erhoben. Die Türme wurden allerdings erst 1856 vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Äußeren ist für einen Jesuitenbau nüchtern. Um so überraschender erscheint der herrliche Innenraum. Drei mächtige Pfeilerpaare gliedern den lichten weiten Raum, schaffen Seitenkapellen und tragen das gewaltige Tonnengewölbe, das durch gemalte Scheinarchitektur den Raum in unendliche Höhen weitet. Malerei an der geraden Chorwand über dem schlichten Altar baut in eine Scheinkuppel einen Prunkaltar. Die Geschichte des heiligen Kreuzes ist das Thema der Malereien des Chors, des Deckengewölbes und an den Tonnen der Seitenschiffe, Schöpfer der Malereien ist der Jesuitenpater Kube. Die Bildhauerarbeiten der Kanzel, die bewegten Begleitfiguren des Altarkreuzes, fügen sich gut dem spätbarocken Innenraum ein. Beachtenswert sind zwei barocke Plastiken: Judas Taddäus und Nepomuk. Ein köstliches Stück ist das mittelalterliche, holzgeschnitzte Kruzifix an einem Pfeiler rechts vom Altar. Am zweiten Chorpfeiler rechts hängt im spätbarocken Rahmen ein Madonnenbild in der Art des Lukas Cranach. Die deutsche Innigkeit und Schlichtheit muten in dieser ganz auf Sinnenreize eingestellten Umgebung nahezu fremdartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schloßkirche &amp;quot;Zur Heiligen Hedwig&amp;quot; war die älteste Kirche der Stadt, aber in Ihrer jetzigen Gestalt nur ein kleiner Rest der einst prächtigen Collegiats-Stiftkirche, die im Jahre 1741 während der Belagerung durch die Preußen größtenteils zerstört wurde. Einige Jahrzehnte später ist sie dann in ihrer jetzigen Gestalt wieder aufgebaut worden. Sie wurde zuletzt nur noch für Sondergottesdienste genutzt, und das Allerheiligste in ihr nur während der Hedwigswoche aufbewahrt. Als besondere Kostbarkeit birgt sie neben der steinernen St. Hedwigs-Plastik aus dem 14. Jahrhundert die Metall-Sarkophage der letzten Piasten-Herzöge aus dem 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begräbniskirche auf dem alten katholischen Friedhof stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Begräbniskapelle St. Michael auf dem neuen Friedhof in der Schüsselndorfer Straße wurde erst 1943 als Notbau errichtet. Im Marienstift befand sich dann noch eine kleine Kapelle, in welcher regelmäßig Gottesdienste abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simultankirchen bestanden im Zuchthaus und im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als karitative Anstalt darf das St. Marienstift nicht unerwähnt bleiben. Es umfaßte ein Krankenhaus mit über 120 Betten, ein Kinderheim für ca. 20 Kinder und einen Kindergarten. Etwa 20 Borromäerinnen vom Mutterhaus Trebnitz versahen neben anderen Hilfskräften den Dienst am Kranken. Es war das größte allgemeine Krankenhaus Briegs. In ihm wurden alle anfallenden chirurgischen, urologischen und gynäkologischen Operationen durchgeführt. Nur allerschwerste Fälle wurden in die Universitätskliniken Breslau überwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langjähriger Chefarzt war Dr. med. F. SCHOEPS, jetzt Wiesbaden, Bismarkstraße 7, Oberarzt war Dr. F. DÖRNER, Bad Mergentheim, Gartenweg 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1945 lebten in Brieg folgende Geistliche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer: Alfred RIEGER, jetzt Hildesheim, Kreuzstraße 4 als Pfarrer der Kreuzkirche,&lt;br /&gt;
Kreisvikar: Clemens ZIMMERMANN, als Standort- und Strafanstaltspfarrer, zuletzt Pfarrer in Fürstenberg/Oder&lt;br /&gt;
Studienrat an den drei Oberschulen: Msgr. Prof. Dr. Dr. Georg SIEGMUND, jetzt Prälat am Dom und Professor am Priesterseminar Fulda&lt;br /&gt;
Kaplan und Lazarett-Pfarrer: Georg TESCHNER, jetzt Pfarrer in Bayreuth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadttheater==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegthea1.jpg|200px|left]]	&lt;br /&gt;
Aus einem alten Kloster haben um das Jahr 1822 weise Stadtväter ein Stadttheater gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mancher Besucher des Brieger Stadttheaters wird sich gern der zahlreichen wertvollen Aufführungen erinnern. Das Stadttheater in Brieg war eine wahre Pflegestätte deutscher Spielkunst, des Lustspiels und der Operette. Es wurde von der &amp;quot;Schlesischen Landesbühne&amp;quot; bespielt. Das Niveau der Aufführungen war recht hoch, weil die Intendanten es ausgezeichnet verstanden, aus der Fülle der vorliegenden Werke diejenigen herauszugreifen, deren Wiedergabe nicht nur im Rahmen des Möglichen lag, sondern darüber hinaus durch die ihnen zur Verfügung stehenden darstellerischen Kräfte zu vorbildlichen Aufführungen zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater diente auch der Veranstaltung guter Konzerte, wissenschaftlicher und künstlerischer Vorträge, Dichterlesungen und festlichen Veranstaltungen der verschiedensten Arten, die hier einen stimmungsvollen und würdigen Rahmen fanden. Das Theater war nach seinem Umbau durch den Stadtbaurat Dr.-Ing. KRAUSE zu einem Schmuckstück der Stadt geworden und faßte 500 Sitzplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Musikpflege - Brieg, eine Musikstadt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg war eine sangesfreudige Stadt. Der Grundstein dazu wurde schon in den verschiedenen Schulen gelegt. Die Volksschulen verfügten über eine verhältnismäßig große Anzahl an Lehrkräften, die die Fähigkeiten besaßen, einen guten Musikunterricht zu erteilen. Auch in der Mittelschule war das Musikleben dank der Musikalität ihres Leiters, Rektor Paul BUSSE; und der erfolgreichen Mitarbeit von Mittelschullehrerin Margarete WANGORSCH erfreulich rege. Wenig in Erscheinung trat das Gymnasium, das aber durch systematische Entwicklung der jugendlichen Stimmen in Ton- und Lautbildung durch Musiklehrer JEROFKE, einst bester Bariton Schlesiens, zur Hebung der Sangesfreudigkeit in Brieg, wenn auch unauffällig, nicht unwesentlichen Anteil hatte. Daß das Lehrerseminar mit Musiklehrer Max RICHTER innerhalb und außerhalb des Schullebens eine wichtige Rolle spielte, lag nicht zuletzt an der Struktur des Lehrplanes; Chorgesang, Orgel- und Klavier- und Violinunterricht sowie Orchester waren Pflichtfächer. Auf hohem Niveau stand der Musikunterricht im Oberlyzeum. Professor HIELSCHER, aufgeschlossen für jeden Fortschritt, erteilte Unterricht ganz im Sinne der Anfang der zwanziger Jahre neu gestalteten Richtlinien für den Musikunterricht. Seine durchdachte Unterrichtsmethode und seine freundliche, liebenswürdige Art und Gabe, junge Menschen für die Musik hell zu begeistern, ließen seine Stunden zum echten Erlebnis werden. Schließlich sei noch der Piastenschule gedacht, die nach Auflösung des Lehrerseminars in dessen Räumen einzog und u.a. den Reichtum an Musikinstrumenten (Orgel, Klaviere und Streichinstrumente) übernahm. Als Studienrat SCHÖN die Musiklehrer-Stelle schon als Musikstudent übertragen wurde, nutzte er das reichhaltige Instrumentarium durch Einrichten von zwei Orgelabteilungen, drei Violingruppen und vier Klavierabteilungen sinnvoll aus. Neben diesem vielseitigen, in der damaligen Zeit für eine höhere Schule außergewöhnlichen Musikbetrieb, bestanden noch ein staatlicher Schulchor und leistungsfähiges Schulorchester, das u.a. das Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur von L. van Beethoven und das Violinkonzert in D-Dur, KV. 218 von W.A. Mozart zur Aufführung brachte. Seine Nachfolger, Rektor Arthur NITSCHKE und Studienrat Josef GABOR, arbeiteten in dieser Richtung erfolgreich weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses rege Musikleben in den Schulen mußte sich naturgemäß auf das allgemeine Musikleben der Stadt günstig auswirken. So bestanden zahlreiche Gesangvereine: Der Männergesangverein &amp;quot;JUNG&amp;quot;, der Brieger Männergesangverein, der Bürgerliche Gesangverein, der Männergesangverein 1913, die Männergesangvereine &amp;quot;Gutenberg&amp;quot; und &amp;quot;Vorwärts&amp;quot; sowie die gemischten Chöre &amp;quot;Edelweiß&amp;quot; und der Volkschor. Zeugnis von ihrer zielstrebigen und erfolgreichen Arbeit legten ab die alljährlichen, auf beachtlichem Niveau stehenden Konzerte, sowie das gut Abschneiden auf Kreis- und Bezirkssängerfesten. Eine besondere Stellung nahm die Singakedemie ein; pflegten die Gesangvereine hauptsächlich acapella-Gesang, so vermittelte die Singakedemie bedeutende Vokalwerke mit Orchesterbegleitung unserer großen Meister wie eines J.S. Bach, G.F. Händel, L. van Beethoven, J.Brahms u.a.m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:hilsch1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:drisch1.jpg|200px|right]]&lt;br /&gt;
In Professor HIELSCHER hatte sie eine überragende Künstlerpersönlichkeit zum Leiter. Waren schon die Übungsabende dank seines großen fachlichen Wissens und Könnens ein musikalischer Genuß, so blieben die Aufführungen den Chormitgliedern wie den Zuhörern unvergeßliche Erlebnisse. Sein plötzlicher Tod, der die ganze Stadt in tiefe Trauer versetzte, riß in das Brieger Musikleben eine große und tiefe Lücke, die sich durch seinen Nachfolger, Rektor BUSSE, der sich seiner großen Aufgabe und Verantwortung voll bewußt war, erst allmählich schloß. Mit derselben Begeisterung und Hingabe wie die Singakedemie sang auch der Kirchenchor der Nikolaikirche unter Prof. HIELSCHERs genialer und sicherer Leitung. Daß jeden Sonntag der Hauptgottesdienst durch Chorgesang ausgestattet wurde, war eine beachtliche Leistung, die manche Großstadtkirche nicht aufzuweisen hatte. Prof. HIELSCHERs Nachfolger wurde Kirchenmusikdirektor Max DRISCHNER, der sich als Organist und Kantor ganz der Musik alter Meister verschrieben hatte. Es war sein unbestrittenes Verdienst, durch seine vortreffliche Registerkunst der Gemeinde den Wert der unvergeßlichen, herrlichen Engler-Orgel bewußt gemacht und ihr das Verständnis für die Werke eines Sweenlinck, Cabezon, Frescobaldi, Scheidt usw. geweckt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beachtlicher Stimmkultur sang der von Prof. HIELSCHER gegründete und Max DRISCHNER zur Verfügung gestellte Jugendchor, dessen Pianissimo den Klang überirdischer Schönheit trug. Während der Kirchenchor nach HIELSCHERS Tode im Jahre 1924 im Gottesdienst im Wechsel mit dem Jugendchor sang, ging er später allmählich im Jugendchor ganz auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nicht geringer Bedeutung ist DRISCHNERs Stellung als Komponist. Seine Orgelwerke haben im In- und Ausland Anerkennung gefunden. Prof. HIELSCHERs Worte über DRISCHNER wurden Erfüllung. &amp;quot;Sie tun gut, sich den Namen DRISCHNER zu merken!&amp;quot; Nicht unerwähnt dürfen auch Frau Erna NITSCHKE-KLICH (Alt) und Fräulein Margarete WANGORSCH (Sopran) bleiben, die über Brieg hinaus als Solosänger einen Namen hatten und sich auch als Chorsänger dem Brieger Kirchenchor und der Singakedemie hilfsbereit zur Verfügung stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse und die Liebe der Brieger galt aber auch der Kammer- und Orchestermusik. Wer erinnert sich nicht gern der ausgezeichneten Konzerte im Schauspielhaussaal, wenn z.B. das Pozniack-Trio, das Dresdner Streichquartett oder die Schlesische Philharmonie gastierten? Und welch nicht geringen Anteil am regen Brieger Musikleben hatten die tüchtigen Militärkapellen, die Stadtkapelle und der Beamtenmusikverein, der die heitere und ernste Muse pflegte und manchmal neben der Schlesischen Philharmonie zu den Aufführungen der Singakademie herangezogen wurde !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg war trotz der konkurrierenden Nähe der auf hoher Kulturstufe stehenden Stadt Breslau unbestritten eine Musikstadt, und darauf kann voller Stolz zurückgeblickt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sport &amp;amp; Sportvereine==&lt;br /&gt;
Am Eingang des Stadtparks war das schöne, geräumige Stadion gelegen mit seiner Kampfbahn, den Spielfeldern und Tennisplätzen. Neben vielen anderen schönen Wettkämpfen fanden dort auch die prächtigen Reitturniere statt, die vor dem stimmungsvollen Hintergrund des Stadtparks zu den Höhepunkten des Brieger sportlichen Lebens gehörten. Auch für die großen Volksfeste bot das Stadion den passenden Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wassersport diente neben der Oder das neue Freibad im Süden der Stadt. Es war aus einem Baggerteich entstanden. Mit seiner Wasserfläche von 23 Morgen bot es dem Wassersport alle Möglichkeiten. Der breite Sandstrand und die ausgedehnten Liegewiesen konnten an schönen Sommertagen die Masse der Erhohlungssuchenden kaum fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Stadion standen den Schulen und Sportvereinen auch noch fünf städtische Turnhallen an der Bergelpromenade, im Lyzeum, in der neuen Volksschule sowie im Gymnasium und in der Piastenschule zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sportvereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Sportvereine war sehr stattlich, wie die nachstehende Auswahl zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Sport Club Brega 09 Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Rechtsanwalt und Notar Dr. BARTSCH, Brieg, Riedelstraße 12, verstorben&lt;br /&gt;
#Spielvereinigung SSC 1910 Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Lehrer Georg WILLMANN, Brieg, Dreiankerstraße 2a, verstorben&lt;br /&gt;
#Sport Club Preußen Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Otto SEBAST, Brieg, Promenade 2&lt;br /&gt;
#Reichsbahnsportverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Reichsbahn-Oberinspektor MAI, Brieg, Bahnhof&lt;br /&gt;
#Sport-Club-Hertha Brieg (vorm. Schwarz-Gelb-Brieg)&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Richard GLEISSENBERG, Brieg, Orloviusstraße&lt;br /&gt;
#LSV Reinecke Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Major HOLZ, Brieg, Fliegerhorst&lt;br /&gt;
#Ruderverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Kaufmann Otto SCHÜTZ, Brieg, Feldstraße 27&lt;br /&gt;
#Schüler Ruderverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Studienrat Dr. KRAUSE, Brieg, Georgstraße 12&lt;br /&gt;
#Turnverein e.V. Brieg von 1859&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Walter OSSIG, Brieg, Gartenstraße 5, jetzt: Bad Neustadt/Saale, Meiningerstraße 22&lt;br /&gt;
#Brieger Frauenturnverein&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Fräulen Thea SCHUBERT, Brieg, Bahnhofstraße 11&lt;br /&gt;
#Radfahrclub Amicitia Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Fischermeister Karl KORN, Brieg, Mühlinsel 6, verstorben 1947&lt;br /&gt;
#Radfahrverein &amp;quot;Wanderer&amp;quot; Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Reinhold MIELKE, Brieg, Wagnerstraße 8&lt;br /&gt;
#Bürgerlicher Radfahrverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Schlossermeister Richard NITSCHE, Brieg, Oppelner Straße 25&lt;br /&gt;
#Kanuverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Bäckermeister Hermann SELISKY, Brieg, Piastenstraße 14&lt;br /&gt;
#Schützengilde Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Schlossermeister Richard NITSCHE, Brieg, Oppelner Straße 25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das bittere Ende</title>
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		<updated>2011-05-02T05:36:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Bilder&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Garnisonstadt Brieg|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger auf der Flucht ==&lt;br /&gt;
[[Bild:fblatt1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
Als der Bombenkrieg in West- und Mitteldeutschland einsetzte, wurde Schlesien zum Luftschutzkeller Deutschlands. Unzählige Evakuierte und Ausgebombte fanden in schlesischen Familien Aufnahme, so auch in der Stadt und dem Landkreis Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste russische Bombe fiel in der Nacht vom 7. zum 8. Oktober 1944 am Bahndamm in der Nähe des Peppelparks. Getroffen werden sollte die Eisenbahn. Es war aber ein Blindgänger, und Schaden wurde nicht weiter angerichtet. Am 18. Januar 1945 fielen dann die ersten amerikanischen Bomben auf Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Januar 1945 überschritt die dritte russische Gardepanzerarmee zwischen Rosenberg und Kreuzburg erstmalig die schlesische Grenze. Damit begann der Leidensweg der Bewohner Schlesiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der rechten Oderseite her durchflutete die fliehende Landbevölkerung die Stadt. In Brieg war es noch verhältnismäßig ruhig. Am 20. Januar veröffentlichte die Brieger Zeitung noch eine Bekanntmachung des Kreisleiters, wonach keine Gefahr für die linke Oderseite bestehe und die Lage sich gefestigt habe. Einen Tag später, am Sonntag, dem 21. Januar, begann aber schon mittags der Abtransport der Lazarettinsassen und abends die Evakuierung der Frauen, Kinder und Greise bei bitterer Kälte. Die Quecksilbersäule war auf minus 22 Grad gesunken. Hirschberg im Riesengebirge war als Auffanglager vorgesehen. Unzählige andere Flüchtlinge hatten diese Stadt aber schon überfüllt. Viele Brieger fuhren gleich weiter nach Mittel- oder Westdeutschland. In Dresden sind bei dem großen Bombenangriff noch viele Brieger umgekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Kampf um Brieg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Infanterie-Ersatz Bataillon 360 wurde Mitte Januar 1945 in die Nähe von Namslau verlegt und Brieg zur Festung erklärt. Zur Verteidigung standen nur Verwundetenkompanien, das Pionier-Ersatz-Bataillon 8 und ein ungarisches Pionier-Bataillon, zur Verfügung. Am 19. Januar 1945 wurde der Volkssturm aufgerufen. Die gesamte Besatzung Briegs belief sich auf 6.000 Mann. Sie war aber mangelhaft ausgebildet und ausgerüstet. Es stand nur wenig Munition zur Verfügung, Verpflegung war genügend vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorbereiteten östlichen Stellungen wurden besetzt. Am 21. Januar drangen die Russen in Scheidelwitz ein, am nächsten Tag war bereits das ganze rechte Oderufer besetzt. Um Lossen entbrannten heftige Kämpfe, am gleichen Tage um 15.30 Uhr erfolgte bereits der erste Feuerüberfall auf Brieg und die ersten Übersetzversuche der Russen über die Oder. Die Beschießung der Stadt erfolgte nun aus nächster Nähe. Die Oderbrücke wurde zwar gesprengt, hatte aber nur einen Knick erhalten und war zu Fuß noch passierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 23. zum 24. Januar erfolgte der Oderübergang bei Linden und Koppen. Dorf um Dorf fiel in russische Hand. Der Ring um Brieg begann sich enger zu ziehen. In der Nacht vom 25. auf den 26. Januar wurde der Fliegerhorst geräumt und der Flugplatz gesprengt. Allmählich begann sich nun auch eine Einbruchsgefahr von Süden her abzuzeichnen. Die Gefahr rückte immer näher, und am 4. Februar war der Ring um Brieg vollkommen geschlossen. In der Nacht vom 4. zum 5. Februar brannte es an allen Enden der Stadt, am gewaltigsten aber Dach und Türme der Nikolaikirche. Durch diesen Feuerschein war die Stadt hell erleuchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Februar 1945 um 7.20 Uhr hatte sich das Schicksal Briegs erfüllt. Brieg wurde den Russen nach hartem Kampf und unzähligen Opfern übergeben. Nach kurzem aber harten Kampf war die alte Piastenstadt zu etwa 30% zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieg wird noch einmal Festung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den zu erwartenden Einbruch russischer Armeen wirksam aufhalten zu können, hatte sich die Breslauer Parteiführung im Sommer 1944 entschlossen, auf der rechten Oderseite Auffangstellungen für die zurückweichenden deutschen Truppen bauen zu lassen &amp;quot;Unternehmen Bartold&amp;quot;. Breite Panzergräben von 3 Meter Tiefe (Panzerfallen) und dahinter Grabensysteme und Einmann-Löcher für die Verteidiger. Dazu wurden weit aus dem Hinterland mit Eisenbahnzügen und anderen Verkehrsmitteln Arbeitskommandos aus Deutschen, Polen usw. herbeigeholt, die dann 4 Wochen in den benachbarten Dörfern untergebracht wurden, um - ohne Rücksicht auf Sonn- und Feiertage - zu schanzen. Aus der Strehlener Gegend fuhr z.B. ein Zug über Breslau nach Karlsmarkt, um eine Kolonne von 200 Mann die letzten 8 km zu Fuß nach Riebnig ins Quartier zu entlassen. Aus Brieg und anderen nahe gelegenen Orten wurden Tageskommandos (Büropersonal, Lehrer, ältere Schüler u. dergleichen) mit Spaten und anderem Gerät zum Arbeitsplatz gefahren und abends wieder abgeholt. Stand man mit den örtlichen Parteigrößen auf schlechtem Fuß, war man öfter oder auch dauernd bei einem solchen Kommando eingesetzt, wie es z.B. dem Verleger der &amp;quot;Brieger Zeitung&amp;quot; Dr. Martin KUBISCH, erging. Solange das Wetter schön war (bis in den November), war die Arbeit an frischer Luft sicher ganz angenehm. Dann wurden die Holzfällerkommandos gebildet, die arm- bis schenkeldicke Bäume fällen mußten, um die steilen Wände der Panzergräben vor dem Einfallen zu schützen. Dabei wurde in unserem Bereich der Lindener Oderwald ausgeforstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nie ist eine sinnlosere Arbeit im Masseneinsatz geleistet worden! Denn als es so weit war, fehlte es an den Kampftruppen, die diese Stellungen hätten besetzen können. Was der Gefangenschaft entging floh damals gleich bis zum Sudetenland, um sich dort neu zu formieren. Man kann aber annehmen, daß auch im Ernstfall dieses Stellungssystem kaum länger als einen Tag standgehalten hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Kampfkommandanten von Brieg wurde Oberst KNITTER bestimmt, der zunächst die Schanzarbeiten zwischen Schurgast und Ohlau einteilen und zu beaufsichtigen hatte. Zu ihm stieß am 11.9.1944 gerade von seiner Verwundung genesen, Hauptmann PIETRUSZKA als sein Adjutant. Die zugewiesene Dienststelle, drei vollkommen leere Räume (und ohne die geringsten Schreibutensilien!) in der TIEDE-Kaserne, wurde bei wachsendem Personal allmählich zu eng, so daß man schließlich Anfang Januar 1945 die Räume der &amp;quot;Wehrmachtsfürsorgestelle&amp;quot; in der benachbarten Sedanstraße bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man seitens der Parteistellen die Bevölkerung durch Propagandaphrasen und Verheimlichung der wahren Tatsachen lange Zeit hingehalten hatte, traf die Bevölkerung am 19.1.1945 (dem Tage, an dem eine russische Panzerarmee bei Kreuzburg die schlesische Grenze überschritt) die Einberufung des &amp;quot;Volkssturms&amp;quot; wie ein Keulenschlag. Um 22 Uhr wurden alle waffenfähigen Männer bis 60 Jahren (darunter viele Jugendliche) ins Bergel bestellt, wo schon ein großes Strohlager vorbereitet war. Um Mitternacht ging es zum Waffenempfang zum Stiftsplatz. Die Gesichter wurden zusehends länger, als ihnen alte französische Beutewaffen ausgehändigt wurden (MG, die keiner bedienen, Gewehre, die man nur mit einer Patrone laden konnte, Seitengewehre, die der Requisitenkammer eines Theaters zu stammen schienen!). Noch in der gleichen Nacht siedelte der Volkssturm ins Minoritenkloster (Feuerwehrdepot) über und blieb dort bis zum 23.1.1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:fluchtp1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
Nachdem in der Nacht vom 7./8.10.1944 ein verirrter russischer Flieger schon einmal eine Bombe am Stadtpark in der Nähe der Bahngeleise verloren hatte (Blindgänger) und Mitte Januar 1945 ein amerikanischer Bomberverband im Reihenwurf den östlichen Stadtteil getroffen und einige Häuser in Brand gesetzt hatte, war Brieg bisher noch gut weggekommen! Obwohl die Bauerntrecks der rechten Oderseite, die ab 19.1. ohne Unterlaß über die Oderbrücke fuhren, schon eine Vorahnung des Kommenden boten, gaben die Parteiorganisationen nach wie vor beruhigende Erklärungen ab: &amp;quot;Vorsorgliche Räumung der rechten Oderseite. Für Brieg keine Gefahr!&amp;quot; Alles hoffte noch auf die versprochenen &amp;quot;Vergeltungswaffen&amp;quot; und später auf die sagenhafte Armee SCHÖRNER. Aber schon zwei Tage darauf (Sonntag, 21.1.) wurden mittags die Lazarettinsassen und technisches Personal aus der kriegswichtigen Industrie abtransportiert. Am späten Abend kamen die Blockwalter in alle Häuser und bestellten Greise, Frauen und Kinder für den nächsten Morgen 5 Uhr ins Bergel, um sie per Eisenbahn aus der Schußlinie zu bringen (Nur eine vorsorgliche Maßnahme. In zwei, höchsten drei Wochen seid ihr wieder daheim!) Aber es klappte nicht so recht. Zu Mittag umlagerten immer noch Hunderte den Bahnhof. Da machten sich die anderen Kolonnen mit vollgepackten Schlitten, Handwagen und Kinderwagen in Richtung Norden oder Westen zu Fuß auf den Weg, bei der beißenden Kälte (um -20 Grad) ein bejammernswertes Bild. Der den Briegern zugewiesene Kreis Hirschberg war bald überfüllt, und viele zogen weiter zu Verwandten und Bekannten in Deutschlands Mitte und Westen. Viele kamen bei dem vernichtenden Fliegerangriff auf Dresden (21.2.1945) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte Januar war das Brieger Ersatz-Bataillon in die Namslauer Gegend verlegt worden. Die etwa 6.000 Mann, die dem Kampfkommandanten unterstanden, setzten sich zusammen aus dem Pionier-Ersatz-Bataillon 8 und einem Brieg unterstellten ungarischen Pionier-Bataillon, ferner aus einigen Verwundeten-Kompanien, allen zufällig im Kreis Brieg sich aufhaltenden und auf dem Bahnhof aufgefangenen Urlaubern (darunter auch Marinesoldaten), einer Polizei-Einheit, dem Postschutz und dem Volkssturm. Der letztere war natürlich mangelhaft bekleidet und zunächst schlecht bewaffnet (die später ausgegebenen deutschen Karabiner samt 30(!) Schuß Munition waren auch nicht sehr wirkungsvoll!). Auch die paar im Stadtpark aufgestellten Geschütze litten schwer unter Munitionsmagel. Nur die Verpflegung hätte noch viele Monate gereicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.1., nach 15 Uhr, begannen die Russen mit dem Artilleriebeschuß, der bis zum 6.2. nicht mehr aufhören sollte. Am 27.1. gab es einen schweren Fliegerangriff. Weite Teile der Stadt, besonders in der Altstadt, wurden in Trümmer gelegt. Viele Brände entstanden, die in der Nacht oft ganze Stadtteile hell erleuchteten. So brannte sehr früh der Oderflügel des Schlosses und in der Nacht vom 4. zum 5.2. auch das Dach und die Turmhauben der Nikolaikirche. Bereits am 23.1. hatte ein Zufallstreffer die an der Oderbrücke angebrachte Sprengladung entzündet. Die Brücke war aber nur eingeknickt und noch begehbar und mußte scharf bewacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schutze des Oderwaldes hatten sich die Russen schon am 23.1. bis an die Oder herangearbeitet und gegenüber dem dort verteidigenden Büropersonal des Luftgaukommandos Breslau einen Brückenkopf gebildet. Ganze Stapel von frisch geschlagenem Bauholz für die Bartold-Linie, die noch am Waldrand lagen, halfen ihnen beim Brückenbau, und bald rollte auch schweres Material auf das linke Ufer. Zwar gelang es unseren Pionieren noch einmal, die Brücke zu sprengen (sie ließen einen Kahn mit einer Sprengladung gegen das Bauwerk treiben), doch war sie im NU wieder aufgebaut. Eine in Linden selbst eingesetzte Pioniereinheit vermochte den Feind zwar noch einmal aus dem Dorfe zu werfen, doch stießen die Russen bald danach über Briesen und Heidau nach Rathau und Grüningen vor und reichten in den nächsten Tagen einer anderen Abteilung die Hand, der es gelungen war, auch bei Koppen den Übergang über die Oder zu erzwingen. Das Tapfer kämpfende 1. Volkssturm-Bataillon unter Hauptmann WEISER konnte dem mit schweren Waffen kämpfenden Gegner auf die Dauer nicht standhalten und zog sich über Schönau und Paulau kämpfend auf Brieg zurück. Die Russen hatten es besonders auf die Zuckerfabrik NEUGEBAUER abgesehen, doch hielten deren Verteidiger bis zum letzten Tage tapfer aus!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.1. gelang es noch, mit einem letzten Zug etwa 150 Alte und Kranke aus dem Marienstift und dem Keller des Lyzeums aus Brieg in Richtung Strehlen, Glatz und Waldenburg fortzubringen, bevor das Stellwerkhäuschen an der Briegischdorfer Unterführung und die wichtigsten Weichen des Bahnhofs gesprengt wurden. Die letzten 50 - 60 Kranken des Marienstifts konnten Brieg mit Traktoren im Schutz der Nacht verlassen und wurden nach Reichenbach u. E. gebracht. Am gleichen Tage (25.1.) wurde auf Befehl des Luftgaukommandos VIII der Fliegerhorst Brieg nach Faulbrück bei Reichenbach u. E. verlegt. Die Anlagen des Hermsdorfer Flugplatzes aber wurden ebenfalls in der Nacht zum 26.1. gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kampfkommandantur, inzwischen anscheinend von den Russen ausfindig gemacht, mußte jetzt von der Sedan Straße mehr ins Zentrum, in die NEUGEBAUER-Villa an der Feldstraße, verlegt werden. Auch diese erhielt mehrere Artillerietreffer, doch war der Luftschutzkeller gut ausgebaut. An den in der Gegend von Mollwitz brennenden Dörfern konnte man erkennen, das die Stadt nun auch von der Südseite eingeschlossen war! Die traditionelle Führerrede zum 30. Januar brachte nichts Neues und wenig Trost. Am 1.2. setzte schlagartig Tauwetter ein, was die Stimmung in der Truppe nicht gerade hob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fernsprechleitungen konnten jetzt schon nicht mehr benutzt werden, da durch sie bereits russische Worte vernehmbar waren. Nur durch verschlüsselte Funksprüche war man noch mit der Außenwelt verbunden. Ein solcher kündigte am 4.2. mittags für den folgenden Morgen den Durchbruch zweier Divisionen von Neiße her an, und Tatsächlich ließ am 5.2. zunehmender Geschützdonner aus südlicher Richtung noch einmal die Herzen höher schlagen. Man hatte sich allerdings zu früh gefreut, da nur eine Division verfügbar war, deren Angriff aber stecken blieb. Ein neuer Funkspruch verhieß den Abwurf von Artilleriemunition durch Flugzeuge noch im Laufe des 5.2., doch kam es auch dazu nicht mehr. Schließlich wurde die Besatzung aufgefordert, am 6.2. selbst den Ausbruch zu wagen. Alle Verwundeten, die dem Feind nicht in die Hände fallen sollten (etwa 600 an der Zahl), wurden noch am Abend des 5.2. auf Fahrzeuge verladen. Alle Proviantlager, die dem Feinde nicht in die Hand fallen sollten - das Heeresverpflegungsamt war in einem Gebäude der Firma T.T. HEINZE untergebracht, und auch im Bergelsaal hatte man Lebensmittel eingelagert -, wurden den Flammen übergeben, was diese Nacht mit all den anderen brennenden Gebäuden besonders schaurig machte. Alle verfügbaren Kräfte versammelten sich jetzt in der Gegend der Feldstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Ausgang der Feldstraße, in Richtung Bahnhof, stand ein gepanzertes Sturmgeschütz, wohl das letzte intakte, und sollte gleich beim geplanten Ausbruch die Führung übernehmen, als es aus Richtung Schüsselndorfer Unterführung durch eine russische Panzergranate getroffen wurde und anschließend ausbrannte. Da der Kampfkommandant - es war gegen 23 Uhr - in dieser Richtung starke feindliche Kräfte vermutete, entschloß er sich, kehrt zu machen und den Ausbruch in westlicher Richtung (nach Tivoli) zu versuchen, was ihm - allerdings nur mit 600 Mann - auch gelang. Weitere 200 deutsche Soldaten sollen sich bei dem 25 km langen Marsch in die Freiheit dann als Versprengte noch angeschlossen haben. Das Ganze scheint sehr hastig und unorganisiert vor sich gegangen zu sein, sonst hätten am anderen Tage nicht 2.800 deutsche Soldaten in Gefangenschaft geraten können, von denen einige von dem neuen Entschluß des Obersten KNITTER angeblich gar nichts gewußt haben, sogar sein eigener Adjudant nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer weiteren Gruppe von 120 Mann unter Führung eines gebürtigen Briegers gelang es, aus dem Kessel herauszukommen (Schleichweg Neißer Straße - Schrebergärten - Oppelner Bahnstrecke - evangelischer Friedhof - Alzenau). In der zweiten Nacht liefen sie leider bei Grottkau den Russen in die Hände und wurden fast völlig aufgerieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich Adjudant PIETRUSZKA, das Heft jetzt in die Hand nehmend, mit dem pensionierten Oberst REIMANN und zwei Majoren beriet, was zu tun sei, war ein tags zuvor in Gefangenschaft geratener Polizeioffizier mit einer schriftlichen Aufforderung ins deutsche Hauptquartier geschickt worden. Es war die für den 6.2., früh 8 Uhr, befristete Übergabe-Aufforderung der Russen, von denen übrigens keiner als Parlamentär mitgekommen war. Den Deutschen wurden übertrieben gute Bedingungen eingeräumt (die dann nicht eingehalten wurden). Sollten sie nicht darauf eingehen, würden die Russen auf den, den Deutschen noch verbliebenen Stadtteil ein konzentriertes Feuer richten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Augenblick erschien auch der SA-Standartenführer FRECKMANN als stellvertretender Kreisleiter (Kreisleiter WERLITZ hatte sich kurz vor der Einschließung auch noch schnell abgesetzt, weil er angeblich außerhalb Briegs &amp;quot;dienstlich&amp;quot; zu tun hatte) und machte sich stark die Stadt unter seinem Kommando zu verteidigen, wenn die anwesenden Offiziere auf die russische Forderung eingingen. Er wurde von diesen im Hinblick auf die aussichtslose Lage zurechtgewiesen und schwankte - nicht ganz nüchtern - hinaus. Bestimmungsgemäß jetzt noch hinzugezogene Unteroffiziere, Soldaten und Volkssturmmänner waren sämtlich für sofortige Übergabe. Diese wurde von PIETRUSZKA angeboten und um 7.20 Uhr vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagsüber standen die etwa 2.800 Gefangenen bei leichtem Regen in einem Hof in der Hindenburgstraße und marschierten am 7.2. bei denkbar schlechten Wegverhältnissen (oft mitten durch den Nachschubverkehr der Russen) über Grüningen und Heidenau nach Linden, sodann über die von den Russen erbaute Brücke über die Oder. An vielen im Eise liegenden Stämmen war zu erkennen, das unsere Pioniere die erste Brücke mit Erfolg gesprengt hatten. In Neu Limburg gab es die erste warme Verpflegung aus einem Jauchewagen, was am Geschmack deutlich erkennbar war. Dort wurde Hauptmann PIETRUSZKA eingehend verhört. Eine Dolmetscherin fragte ihn, warum Hitler eigentlich den Krieg mit Rußland angefangen hätte, wo doch jedes deutsche Dorf schöner sei als die russischen Städte. Während der traurige Zug über Scheidelwitz, Leubusch, Mangschütz, Kronstadt und Kreuzburg ins Lager Dochhammer (5 km hinter Kreuzburg) marschierte, wo er am 11.2.1945 ankam, wurde PIETRUSZKA abgesondert und unterwegs weiter verhört. Im Gefangenenlager bei Tschenstochau traf er die Kameraden wieder, doch wurden dort die Offiziere streng von den übrigen Gefangenen getrennt. Dann trennten sich auch die Wege der meisten Brieger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgfältig gesammelte Nachlaßsachen der gefallenen Verteidiger Briegs konnten natürlich den Angehörigen nicht mehr zugestellt werden, so daß sie als verloren angesehen werden müssen. So sei nun dieses Kapitel abgeschlossen. Es hat also für Kurze Zeit wieder einmal eine &amp;quot;FESTUNG BRIEG&amp;quot; gegeben, doch muß man diese Bezeichnung - gelinde gesagt - als Hochstapelei betrachten, wenn wir an die Festung zurückdenken, die Friedrich der Große einmal erobern mußte; denn ihr fehlte 1945 auch alles, was diesen anspruchsvollen Namen gerechtfertigt hätte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg5.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Das_bittere_Ende&amp;diff=934944</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das bittere Ende</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Das_bittere_Ende&amp;diff=934944"/>
		<updated>2011-05-02T05:35:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Garnisonstadt Brieg|}}  ==Brieger auf der Flucht == Als der Bombenkrieg in West- und Mitteldeutschland einsetzte, ...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Garnisonstadt Brieg|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger auf der Flucht ==&lt;br /&gt;
Als der Bombenkrieg in West- und Mitteldeutschland einsetzte, wurde Schlesien zum Luftschutzkeller Deutschlands. Unzählige Evakuierte und Ausgebombte fanden in schlesischen Familien Aufnahme, so auch in der Stadt und dem Landkreis Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste russische Bombe fiel in der Nacht vom 7. zum 8. Oktober 1944 am Bahndamm in der Nähe des Peppelparks. Getroffen werden sollte die Eisenbahn. Es war aber ein Blindgänger, und Schaden wurde nicht weiter angerichtet. Am 18. Januar 1945 fielen dann die ersten amerikanischen Bomben auf Brieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Januar 1945 überschritt die dritte russische Gardepanzerarmee zwischen Rosenberg und Kreuzburg erstmalig die schlesische Grenze. Damit begann der Leidensweg der Bewohner Schlesiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der rechten Oderseite her durchflutete die fliehende Landbevölkerung die Stadt. In Brieg war es noch verhältnismäßig ruhig. Am 20. Januar veröffentlichte die Brieger Zeitung noch eine Bekanntmachung des Kreisleiters, wonach keine Gefahr für die linke Oderseite bestehe und die Lage sich gefestigt habe. Einen Tag später, am Sonntag, dem 21. Januar, begann aber schon mittags der Abtransport der Lazarettinsassen und abends die Evakuierung der Frauen, Kinder und Greise bei bitterer Kälte. Die Quecksilbersäule war auf minus 22 Grad gesunken. Hirschberg im Riesengebirge war als Auffanglager vorgesehen. Unzählige andere Flüchtlinge hatten diese Stadt aber schon überfüllt. Viele Brieger fuhren gleich weiter nach Mittel- oder Westdeutschland. In Dresden sind bei dem großen Bombenangriff noch viele Brieger umgekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Kampf um Brieg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Infanterie-Ersatz Bataillon 360 wurde Mitte Januar 1945 in die Nähe von Namslau verlegt und Brieg zur Festung erklärt. Zur Verteidigung standen nur Verwundetenkompanien, das Pionier-Ersatz-Bataillon 8 und ein ungarisches Pionier-Bataillon, zur Verfügung. Am 19. Januar 1945 wurde der Volkssturm aufgerufen. Die gesamte Besatzung Briegs belief sich auf 6.000 Mann. Sie war aber mangelhaft ausgebildet und ausgerüstet. Es stand nur wenig Munition zur Verfügung, Verpflegung war genügend vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorbereiteten östlichen Stellungen wurden besetzt. Am 21. Januar drangen die Russen in Scheidelwitz ein, am nächsten Tag war bereits das ganze rechte Oderufer besetzt. Um Lossen entbrannten heftige Kämpfe, am gleichen Tage um 15.30 Uhr erfolgte bereits der erste Feuerüberfall auf Brieg und die ersten Übersetzversuche der Russen über die Oder. Die Beschießung der Stadt erfolgte nun aus nächster Nähe. Die Oderbrücke wurde zwar gesprengt, hatte aber nur einen Knick erhalten und war zu Fuß noch passierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 23. zum 24. Januar erfolgte der Oderübergang bei Linden und Koppen. Dorf um Dorf fiel in russische Hand. Der Ring um Brieg begann sich enger zu ziehen. In der Nacht vom 25. auf den 26. Januar wurde der Fliegerhorst geräumt und der Flugplatz gesprengt. Allmählich begann sich nun auch eine Einbruchsgefahr von Süden her abzuzeichnen. Die Gefahr rückte immer näher, und am 4. Februar war der Ring um Brieg vollkommen geschlossen. In der Nacht vom 4. zum 5. Februar brannte es an allen Enden der Stadt, am gewaltigsten aber Dach und Türme der Nikolaikirche. Durch diesen Feuerschein war die Stadt hell erleuchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Februar 1945 um 7.20 Uhr hatte sich das Schicksal Briegs erfüllt. Brieg wurde den Russen nach hartem Kampf und unzähligen Opfern übergeben. Nach kurzem aber harten Kampf war die alte Piastenstadt zu etwa 30% zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieg wird noch einmal Festung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den zu erwartenden Einbruch russischer Armeen wirksam aufhalten zu können, hatte sich die Breslauer Parteiführung im Sommer 1944 entschlossen, auf der rechten Oderseite Auffangstellungen für die zurückweichenden deutschen Truppen bauen zu lassen &amp;quot;Unternehmen Bartold&amp;quot;. Breite Panzergräben von 3 Meter Tiefe (Panzerfallen) und dahinter Grabensysteme und Einmann-Löcher für die Verteidiger. Dazu wurden weit aus dem Hinterland mit Eisenbahnzügen und anderen Verkehrsmitteln Arbeitskommandos aus Deutschen, Polen usw. herbeigeholt, die dann 4 Wochen in den benachbarten Dörfern untergebracht wurden, um - ohne Rücksicht auf Sonn- und Feiertage - zu schanzen. Aus der Strehlener Gegend fuhr z.B. ein Zug über Breslau nach Karlsmarkt, um eine Kolonne von 200 Mann die letzten 8 km zu Fuß nach Riebnig ins Quartier zu entlassen. Aus Brieg und anderen nahe gelegenen Orten wurden Tageskommandos (Büropersonal, Lehrer, ältere Schüler u. dergleichen) mit Spaten und anderem Gerät zum Arbeitsplatz gefahren und abends wieder abgeholt. Stand man mit den örtlichen Parteigrößen auf schlechtem Fuß, war man öfter oder auch dauernd bei einem solchen Kommando eingesetzt, wie es z.B. dem Verleger der &amp;quot;Brieger Zeitung&amp;quot; Dr. Martin KUBISCH, erging. Solange das Wetter schön war (bis in den November), war die Arbeit an frischer Luft sicher ganz angenehm. Dann wurden die Holzfällerkommandos gebildet, die arm- bis schenkeldicke Bäume fällen mußten, um die steilen Wände der Panzergräben vor dem Einfallen zu schützen. Dabei wurde in unserem Bereich der Lindener Oderwald ausgeforstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nie ist eine sinnlosere Arbeit im Masseneinsatz geleistet worden! Denn als es so weit war, fehlte es an den Kampftruppen, die diese Stellungen hätten besetzen können. Was der Gefangenschaft entging floh damals gleich bis zum Sudetenland, um sich dort neu zu formieren. Man kann aber annehmen, daß auch im Ernstfall dieses Stellungssystem kaum länger als einen Tag standgehalten hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Kampfkommandanten von Brieg wurde Oberst KNITTER bestimmt, der zunächst die Schanzarbeiten zwischen Schurgast und Ohlau einteilen und zu beaufsichtigen hatte. Zu ihm stieß am 11.9.1944 gerade von seiner Verwundung genesen, Hauptmann PIETRUSZKA als sein Adjutant. Die zugewiesene Dienststelle, drei vollkommen leere Räume (und ohne die geringsten Schreibutensilien!) in der TIEDE-Kaserne, wurde bei wachsendem Personal allmählich zu eng, so daß man schließlich Anfang Januar 1945 die Räume der &amp;quot;Wehrmachtsfürsorgestelle&amp;quot; in der benachbarten Sedanstraße bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man seitens der Parteistellen die Bevölkerung durch Propagandaphrasen und Verheimlichung der wahren Tatsachen lange Zeit hingehalten hatte, traf die Bevölkerung am 19.1.1945 (dem Tage, an dem eine russische Panzerarmee bei Kreuzburg die schlesische Grenze überschritt) die Einberufung des &amp;quot;Volkssturms&amp;quot; wie ein Keulenschlag. Um 22 Uhr wurden alle waffenfähigen Männer bis 60 Jahren (darunter viele Jugendliche) ins Bergel bestellt, wo schon ein großes Strohlager vorbereitet war. Um Mitternacht ging es zum Waffenempfang zum Stiftsplatz. Die Gesichter wurden zusehends länger, als ihnen alte französische Beutewaffen ausgehändigt wurden (MG, die keiner bedienen, Gewehre, die man nur mit einer Patrone laden konnte, Seitengewehre, die der Requisitenkammer eines Theaters zu stammen schienen!). Noch in der gleichen Nacht siedelte der Volkssturm ins Minoritenkloster (Feuerwehrdepot) über und blieb dort bis zum 23.1.1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem in der Nacht vom 7./8.10.1944 ein verirrter russischer Flieger schon einmal eine Bombe am Stadtpark in der Nähe der Bahngeleise verloren hatte (Blindgänger) und Mitte Januar 1945 ein amerikanischer Bomberverband im Reihenwurf den östlichen Stadtteil getroffen und einige Häuser in Brand gesetzt hatte, war Brieg bisher noch gut weggekommen! Obwohl die Bauerntrecks der rechten Oderseite, die ab 19.1. ohne Unterlaß über die Oderbrücke fuhren, schon eine Vorahnung des Kommenden boten, gaben die Parteiorganisationen nach wie vor beruhigende Erklärungen ab: &amp;quot;Vorsorgliche Räumung der rechten Oderseite. Für Brieg keine Gefahr!&amp;quot; Alles hoffte noch auf die versprochenen &amp;quot;Vergeltungswaffen&amp;quot; und später auf die sagenhafte Armee SCHÖRNER. Aber schon zwei Tage darauf (Sonntag, 21.1.) wurden mittags die Lazarettinsassen und technisches Personal aus der kriegswichtigen Industrie abtransportiert. Am späten Abend kamen die Blockwalter in alle Häuser und bestellten Greise, Frauen und Kinder für den nächsten Morgen 5 Uhr ins Bergel, um sie per Eisenbahn aus der Schußlinie zu bringen (Nur eine vorsorgliche Maßnahme. In zwei, höchsten drei Wochen seid ihr wieder daheim!) Aber es klappte nicht so recht. Zu Mittag umlagerten immer noch Hunderte den Bahnhof. Da machten sich die anderen Kolonnen mit vollgepackten Schlitten, Handwagen und Kinderwagen in Richtung Norden oder Westen zu Fuß auf den Weg, bei der beißenden Kälte (um -20 Grad) ein bejammernswertes Bild. Der den Briegern zugewiesene Kreis Hirschberg war bald überfüllt, und viele zogen weiter zu Verwandten und Bekannten in Deutschlands Mitte und Westen. Viele kamen bei dem vernichtenden Fliegerangriff auf Dresden (21.2.1945) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte Januar war das Brieger Ersatz-Bataillon in die Namslauer Gegend verlegt worden. Die etwa 6.000 Mann, die dem Kampfkommandanten unterstanden, setzten sich zusammen aus dem Pionier-Ersatz-Bataillon 8 und einem Brieg unterstellten ungarischen Pionier-Bataillon, ferner aus einigen Verwundeten-Kompanien, allen zufällig im Kreis Brieg sich aufhaltenden und auf dem Bahnhof aufgefangenen Urlaubern (darunter auch Marinesoldaten), einer Polizei-Einheit, dem Postschutz und dem Volkssturm. Der letztere war natürlich mangelhaft bekleidet und zunächst schlecht bewaffnet (die später ausgegebenen deutschen Karabiner samt 30(!) Schuß Munition waren auch nicht sehr wirkungsvoll!). Auch die paar im Stadtpark aufgestellten Geschütze litten schwer unter Munitionsmagel. Nur die Verpflegung hätte noch viele Monate gereicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.1., nach 15 Uhr, begannen die Russen mit dem Artilleriebeschuß, der bis zum 6.2. nicht mehr aufhören sollte. Am 27.1. gab es einen schweren Fliegerangriff. Weite Teile der Stadt, besonders in der Altstadt, wurden in Trümmer gelegt. Viele Brände entstanden, die in der Nacht oft ganze Stadtteile hell erleuchteten. So brannte sehr früh der Oderflügel des Schlosses und in der Nacht vom 4. zum 5.2. auch das Dach und die Turmhauben der Nikolaikirche. Bereits am 23.1. hatte ein Zufallstreffer die an der Oderbrücke angebrachte Sprengladung entzündet. Die Brücke war aber nur eingeknickt und noch begehbar und mußte scharf bewacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schutze des Oderwaldes hatten sich die Russen schon am 23.1. bis an die Oder herangearbeitet und gegenüber dem dort verteidigenden Büropersonal des Luftgaukommandos Breslau einen Brückenkopf gebildet. Ganze Stapel von frisch geschlagenem Bauholz für die Bartold-Linie, die noch am Waldrand lagen, halfen ihnen beim Brückenbau, und bald rollte auch schweres Material auf das linke Ufer. Zwar gelang es unseren Pionieren noch einmal, die Brücke zu sprengen (sie ließen einen Kahn mit einer Sprengladung gegen das Bauwerk treiben), doch war sie im NU wieder aufgebaut. Eine in Linden selbst eingesetzte Pioniereinheit vermochte den Feind zwar noch einmal aus dem Dorfe zu werfen, doch stießen die Russen bald danach über Briesen und Heidau nach Rathau und Grüningen vor und reichten in den nächsten Tagen einer anderen Abteilung die Hand, der es gelungen war, auch bei Koppen den Übergang über die Oder zu erzwingen. Das Tapfer kämpfende 1. Volkssturm-Bataillon unter Hauptmann WEISER konnte dem mit schweren Waffen kämpfenden Gegner auf die Dauer nicht standhalten und zog sich über Schönau und Paulau kämpfend auf Brieg zurück. Die Russen hatten es besonders auf die Zuckerfabrik NEUGEBAUER abgesehen, doch hielten deren Verteidiger bis zum letzten Tage tapfer aus!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.1. gelang es noch, mit einem letzten Zug etwa 150 Alte und Kranke aus dem Marienstift und dem Keller des Lyzeums aus Brieg in Richtung Strehlen, Glatz und Waldenburg fortzubringen, bevor das Stellwerkhäuschen an der Briegischdorfer Unterführung und die wichtigsten Weichen des Bahnhofs gesprengt wurden. Die letzten 50 - 60 Kranken des Marienstifts konnten Brieg mit Traktoren im Schutz der Nacht verlassen und wurden nach Reichenbach u. E. gebracht. Am gleichen Tage (25.1.) wurde auf Befehl des Luftgaukommandos VIII der Fliegerhorst Brieg nach Faulbrück bei Reichenbach u. E. verlegt. Die Anlagen des Hermsdorfer Flugplatzes aber wurden ebenfalls in der Nacht zum 26.1. gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kampfkommandantur, inzwischen anscheinend von den Russen ausfindig gemacht, mußte jetzt von der Sedan Straße mehr ins Zentrum, in die NEUGEBAUER-Villa an der Feldstraße, verlegt werden. Auch diese erhielt mehrere Artillerietreffer, doch war der Luftschutzkeller gut ausgebaut. An den in der Gegend von Mollwitz brennenden Dörfern konnte man erkennen, das die Stadt nun auch von der Südseite eingeschlossen war! Die traditionelle Führerrede zum 30. Januar brachte nichts Neues und wenig Trost. Am 1.2. setzte schlagartig Tauwetter ein, was die Stimmung in der Truppe nicht gerade hob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fernsprechleitungen konnten jetzt schon nicht mehr benutzt werden, da durch sie bereits russische Worte vernehmbar waren. Nur durch verschlüsselte Funksprüche war man noch mit der Außenwelt verbunden. Ein solcher kündigte am 4.2. mittags für den folgenden Morgen den Durchbruch zweier Divisionen von Neiße her an, und Tatsächlich ließ am 5.2. zunehmender Geschützdonner aus südlicher Richtung noch einmal die Herzen höher schlagen. Man hatte sich allerdings zu früh gefreut, da nur eine Division verfügbar war, deren Angriff aber stecken blieb. Ein neuer Funkspruch verhieß den Abwurf von Artilleriemunition durch Flugzeuge noch im Laufe des 5.2., doch kam es auch dazu nicht mehr. Schließlich wurde die Besatzung aufgefordert, am 6.2. selbst den Ausbruch zu wagen. Alle Verwundeten, die dem Feind nicht in die Hände fallen sollten (etwa 600 an der Zahl), wurden noch am Abend des 5.2. auf Fahrzeuge verladen. Alle Proviantlager, die dem Feinde nicht in die Hand fallen sollten - das Heeresverpflegungsamt war in einem Gebäude der Firma T.T. HEINZE untergebracht, und auch im Bergelsaal hatte man Lebensmittel eingelagert -, wurden den Flammen übergeben, was diese Nacht mit all den anderen brennenden Gebäuden besonders schaurig machte. Alle verfügbaren Kräfte versammelten sich jetzt in der Gegend der Feldstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Ausgang der Feldstraße, in Richtung Bahnhof, stand ein gepanzertes Sturmgeschütz, wohl das letzte intakte, und sollte gleich beim geplanten Ausbruch die Führung übernehmen, als es aus Richtung Schüsselndorfer Unterführung durch eine russische Panzergranate getroffen wurde und anschließend ausbrannte. Da der Kampfkommandant - es war gegen 23 Uhr - in dieser Richtung starke feindliche Kräfte vermutete, entschloß er sich, kehrt zu machen und den Ausbruch in westlicher Richtung (nach Tivoli) zu versuchen, was ihm - allerdings nur mit 600 Mann - auch gelang. Weitere 200 deutsche Soldaten sollen sich bei dem 25 km langen Marsch in die Freiheit dann als Versprengte noch angeschlossen haben. Das Ganze scheint sehr hastig und unorganisiert vor sich gegangen zu sein, sonst hätten am anderen Tage nicht 2.800 deutsche Soldaten in Gefangenschaft geraten können, von denen einige von dem neuen Entschluß des Obersten KNITTER angeblich gar nichts gewußt haben, sogar sein eigener Adjudant nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer weiteren Gruppe von 120 Mann unter Führung eines gebürtigen Briegers gelang es, aus dem Kessel herauszukommen (Schleichweg Neißer Straße - Schrebergärten - Oppelner Bahnstrecke - evangelischer Friedhof - Alzenau). In der zweiten Nacht liefen sie leider bei Grottkau den Russen in die Hände und wurden fast völlig aufgerieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich Adjudant PIETRUSZKA, das Heft jetzt in die Hand nehmend, mit dem pensionierten Oberst REIMANN und zwei Majoren beriet, was zu tun sei, war ein tags zuvor in Gefangenschaft geratener Polizeioffizier mit einer schriftlichen Aufforderung ins deutsche Hauptquartier geschickt worden. Es war die für den 6.2., früh 8 Uhr, befristete Übergabe-Aufforderung der Russen, von denen übrigens keiner als Parlamentär mitgekommen war. Den Deutschen wurden übertrieben gute Bedingungen eingeräumt (die dann nicht eingehalten wurden). Sollten sie nicht darauf eingehen, würden die Russen auf den, den Deutschen noch verbliebenen Stadtteil ein konzentriertes Feuer richten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Augenblick erschien auch der SA-Standartenführer FRECKMANN als stellvertretender Kreisleiter (Kreisleiter WERLITZ hatte sich kurz vor der Einschließung auch noch schnell abgesetzt, weil er angeblich außerhalb Briegs &amp;quot;dienstlich&amp;quot; zu tun hatte) und machte sich stark die Stadt unter seinem Kommando zu verteidigen, wenn die anwesenden Offiziere auf die russische Forderung eingingen. Er wurde von diesen im Hinblick auf die aussichtslose Lage zurechtgewiesen und schwankte - nicht ganz nüchtern - hinaus. Bestimmungsgemäß jetzt noch hinzugezogene Unteroffiziere, Soldaten und Volkssturmmänner waren sämtlich für sofortige Übergabe. Diese wurde von PIETRUSZKA angeboten und um 7.20 Uhr vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagsüber standen die etwa 2.800 Gefangenen bei leichtem Regen in einem Hof in der Hindenburgstraße und marschierten am 7.2. bei denkbar schlechten Wegverhältnissen (oft mitten durch den Nachschubverkehr der Russen) über Grüningen und Heidenau nach Linden, sodann über die von den Russen erbaute Brücke über die Oder. An vielen im Eise liegenden Stämmen war zu erkennen, das unsere Pioniere die erste Brücke mit Erfolg gesprengt hatten. In Neu Limburg gab es die erste warme Verpflegung aus einem Jauchewagen, was am Geschmack deutlich erkennbar war. Dort wurde Hauptmann PIETRUSZKA eingehend verhört. Eine Dolmetscherin fragte ihn, warum Hitler eigentlich den Krieg mit Rußland angefangen hätte, wo doch jedes deutsche Dorf schöner sei als die russischen Städte. Während der traurige Zug über Scheidelwitz, Leubusch, Mangschütz, Kronstadt und Kreuzburg ins Lager Dochhammer (5 km hinter Kreuzburg) marschierte, wo er am 11.2.1945 ankam, wurde PIETRUSZKA abgesondert und unterwegs weiter verhört. Im Gefangenenlager bei Tschenstochau traf er die Kameraden wieder, doch wurden dort die Offiziere streng von den übrigen Gefangenen getrennt. Dann trennten sich auch die Wege der meisten Brieger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgfältig gesammelte Nachlaßsachen der gefallenen Verteidiger Briegs konnten natürlich den Angehörigen nicht mehr zugestellt werden, so daß sie als verloren angesehen werden müssen. So sei nun dieses Kapitel abgeschlossen. Es hat also für Kurze Zeit wieder einmal eine &amp;quot;FESTUNG BRIEG&amp;quot; gegeben, doch muß man diese Bezeichnung - gelinde gesagt - als Hochstapelei betrachten, wenn wir an die Festung zurückdenken, die Friedrich der Große einmal erobern mußte; denn ihr fehlte 1945 auch alles, was diesen anspruchsvollen Namen gerechtfertigt hätte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg5.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Garnisonstadt_Brieg&amp;diff=934943</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Garnisonstadt Brieg</title>
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		<updated>2011-05-02T05:34:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger|Das bittere Ende}}  Brieg ist schon von jeher eine gute Garnisonstadt gew...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger|Das bittere Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg ist schon von jeher eine gute Garnisonstadt gewesen. Unzählige enge Verbindungen zwischen den Bürgern dieser Stadt und seinen Soldaten bestehen bis in die jüngste Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem ersten Weltkrieg lagen die Infanterieregimenter 156 und 157 in Brieg. Ersteres wurde dann nach Oberschlesien verlegt. Mit dem Infanterie Regiment 157 zog dessen letzter Friedenskommandeur, Exzellenz TIEDE, in den ersten Weltkrieg. Nach ihm sind die Kasernen an der Moltke-, Sedan, Roon- und Bismarkstraße im Jahre 1938 benannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Infanterie-Regiment 157 im Kriegseinsatz 1914/1918==&lt;br /&gt;
[[Bild:kasernr1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:kasernv1.jpg|200px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Am Nachmittag des 31. Juli 1914 rückten auf das Stichwort &amp;quot;Drohende Kriegsgefahr&amp;quot; das 1. Bataillon und die Maschinengewehr-Kompanie des Infanterie Regiments 157 in den vorgesehenen Bereitschaftsraum um Kreuzburg/Oberschlesien zum Schutz der Grenze ab. Am 7. August 1914 rückte das 2. Bataillon als nächstes Truppenteil an die Westfront ab, und am 8.8. folgten die übrigen Teile der 78. Brigade. Jeder Transport wurde unter dem Jubel der Brieger Bevölkerung zum Bahnhof gebracht und dort herzlich verabschiedet. Bei Rossigol erhielt das Infanterie Regiment 157 seine Feuertaufe und hat sich mit Bravour geschlagen. An Verlusten waren zu beklagen: 18 Offiziere, 163 Unteroffiziere und Mannschaften und an Verwundeten: 21 Offiziere, 379 Unteroffiziere und Mannschaften. Immer wieder wurde das Brieger Regiment auf Kriegsstärke gebracht. Nach heldenhaftem Einsatz gegen die Engländer bei Ypern (am 1.6.1916) der wiederum 50 Tote forderte, kam das Regiment an die Somme, wo Engländer und Franzosen 50 Divisionen bereitgestellt hatten. Hier verlor das Brieger Regiment 17 Offiziere und 1253 Unteroffiziere und Mannschaften. Nach einer Periode der Erholung und Ergänzung der Kopfstärke wurde das Regiment zum östlichen Kriegsschauplatz befördert. Nach Eintritt Rumäniens in den Ersten Weltkrieg am 27.8.1916 sah sich das Brieger Regiment plötzlich in den Gebirgskrieg in den Karpaten versetzt. Im Herbst 1917 nahm die 117 Division noch an der erfolgreichen Durchbruchoffensive in Oberitalien teil und besetzte die neuen Stellungen am Piave. Zu größeren Kampfhandlungen kam es allerdings nicht mehr, so daß dem Brieger Regiment diese Zeit in schöner Erinnerung geblieben ist. Noch einmal wurde unser Brieger Regiment einer Bewährungsprobe unterzogen, als es am 6. April 1918 an der Westfront vier Wochen lang gegen die Engländer eingesetzt wurde. Nach einer Ruhepause kam das das Regiment 157 vorübergehend ab 1.6.1918 in die Gegend von Ypern. Am 8. August 1918 nahm das Infanterie Regiment 157 an der großen Tankschlacht von Amiens teil. Gleich nach dem Waffenstillstand am 11.11.1918 begann der geordnete Rückmarsch aus Frankreich bzw. Belgien. Mit der Bahn fuhr das Regiment quer durch Deutschland bis Breslau und weiter nach Oberschlesien, wo es Unruhen gab. 1917 wurde bei Grüningen (auf dem ehemaligen Mollwitzer Schlachtfeld) Ein Fliegerhorst angelegt. Von hier aus wurden damals die Hin- und Rückflüge zu den östlichen Kriegsschauplätzen geregelt. Das 200 Mann starke Bodenpersonal belebte mit seinen Uniformen die Stadt, in der sonst nur das Feldgrau der Urlauber oder der Genesenden aus dem Lazarett zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des Krieges wurde aufgrund der Bestimmungen des Versailler Diktats der Fliegerhorst in Grüningen abmontiert und zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:koeppner1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
Bis zum Jahre 1930 blieb die Stadt Brieg nach dem Ersten Weltkrieg ohne Garnison. Am 4. August dieses Jahres rückte dann die 5. Schwadron des Reiterregiments 8 aus Breslau/Carlowitz in Brieg ein. Weitere Schwadrone folgten aus Militsch und Oels in den folgenden Jahren. Die Tiede-Kasernen mußten zu diesem Zweck umgebaut werden. Pferdeställe, Reithallen, Reitplätze usw. waren neu zu schaffen. Das hat die Stadt viel Geld gekostet. Höher schlugen die Herzen der Brieger als die &amp;quot;Brieger Reiter&amp;quot; auf die Aue zur Übung hinausritten, an der Spitze das Trompetenkorps mit seinem Kesselpauker. Viele Turnierreiter sind aus diesem Regiment hervorgegangen. Berühmt geworden ist Rittmeister Freiher von WAGENHEIM. Bei der Olympiade 1936 in Berlin verhalf er mit gebrochenem Schlüsselbein der deutschen Equipe zum Sieg und zur Goldmedaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1933 wurde der Flugplatz bei Hermsdorf neu erbaut und ein großer Fliegerhorst errichtet. Belegt waren Flugplatz und Fliegerhorst mit der Fliegeraufklärungsgruppe 113.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1938 ist dann das Reiter-Regiment 8 nach Oels verlegt worden. In seinen Kasernen wurde unter Oberst SCHACK das Maschinengewehr Bataillon 15 aufgestellt. General a.D. SCHACK lebt in der Patenstadt Goslar, Oberer Triftweg 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Paulauer Chaussee entstanden zwei neue große Kasernen. In die Mudra-Kaserne zog im Jahre 1936 das Pionier Bataillon 8 aus Oppeln und in die Sydlitz-Kaserne die Panzer-Jäger-Abteilung 8 ein; nach deren Verlegung nach Freudenthal im Sudetenland ist auch diese Kaserne noch mit Pionieren belegt worden, nämlich mit dem Panzer-Pionier-Bataillon 89.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Flak waren weitere Kasernen an der Briegischdorfer Straße vorgesehen. Bis auf einzelne Fahrzeugschuppen kamen weitere Bauten während der Kriegszeit aber nicht mehr zur Durchführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei Kriegsbeginn in Brieg befindlichen Truppenteile zogen im August 1939 ins Feld. In den Kasernen wurden Ersatztruppenteile aufgestellt. Darüber hinaus erfolgten hier auch neue Aufstellungen ganzer Truppenteile. So sind das Infanterie Regiment 360 und Pionier Bataillon 68 pp aufgestellt worden. Das Infanterie Regiment 360 unter seinem Oberst KLOCKENBRING setzte sich vorzugsweise aus Grenzschutzleuten der Kreise Reichenbach, Strehlen, Oels und Brieg zusammen. General a.D. GLOCKENBRING wohnt in Bad Meinberg, Dr. Dettmerweg 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz zuletzt wurden noch die Volkssturm Bataillone 1 und 2 im &amp;quot;Bergel&amp;quot; zusammengezogen und aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieger Soldaten aller Dienstgrade und Dienstränge haben auf allen Kriegsschauplätzen zu Wasser, zu Lande und in der Ludt gekämpft. Eine Rückkehr in die Heimat ist für kurze Zeit nur wenigen beschert gewesen, die meisten haben ihre alte Heimat und Garnisonstadt nicht wiedergesehen. Unzählige sind gefallen und Tausende teilen das Schicksal der anderen Vertriebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Kriegsverlauf für die Truppen der Brieger Garnison==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. August 1939 erhielt das Maschinengewehr-Bataillon 15 in Brieg den Mobilmachungsbefehl und rückte innerhalb sechs Stunden im Bereich des VI Armee Korps unter General REICHENAU in den grenznahen Bereitsstellungsraum, bis am 1.9. der Befehl zum Angriff gegeben wurde. Nach dem Wartheübergang erfolgten zum Teil schwere, aber doch siegreiche Gefechte bei Radom-Wieprz, Pullawi und Lubartow. Näheres war nicht zu erfahren, da sämtliche Unterlagen vernichtet sind. Noch im September des Jahres nach Brieg zurückgekehrt, wurde das Bataillon nach Westen (Vallendar) in Marsch gesetzt. 1940 war es zunächst in Holland eingesetzt, um sich später - nach mehrmaligem Kommandeurwechsel - noch an den Kämpfen in der Bretagne und der Normandie zu beteiligen. Ende Juli 1940 kehrte es nach Deutschland zurück, um auf dem Truppenübungsplatz Groß-Born umgegliedert zu werden. Es war nun das Kradschützen-Bataillon 160 im Rahmen der 60. (motorisierten) Infanterie Division. Im Winter 1940/41 erfolgte die Verlegung nach Wien und Rumänien, von wo aus es im Frühjahr 1941 am Balkanfeldzug teilnahm. Ab Juli des Jahres kämpfte es in Rußland im Rahmen der Panzergruppe KLEIST. In vielen Schlachten bewährt, marschierte es im Mai 1942 in Richtung Stalingrad, wo es im folgenden Winter mit eingeschlossen wurde und seinen Untergang fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reiter-Regiment 8 war bei Kriegsbeginn mit je einer Aufklärungsabteilung bei der 8., 18., und 28. Infanterie Division beteiligt und erlitt schwerste Verluste. Bereits am 2.9.1939 erhielt die Radfahrer-Schwadron einer Aufklärungsabteilung des Reiter Regiments 8 im Gefecht von Zaleske-Widkie unter Leutnant von SCHICKFUSS UND NEUDORFF die Feuertaufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in Brieg aufgestellte Ersatzbataillon 360 siedelte 1941 zunächst nach Straßburg über, wurde im Oktober 1942 als Teil der Besatzungstruppe nach Frankreich verlegt. Zuletzt sicherte es mit anderen Truppenteilen den Zugang nach Bordeaux an der Gironde-Mündung unter der Bezeichnung &amp;quot;Festung Gironde-Nord&amp;quot;, von wo es am Kriegsende in Gefangenschaft geriet (geringe Verluste).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fliegerhorst Hermsdorf tat während des Krieges Prinz Hubertus (Sohn des deutschen Kronprinzen) Dienst, bis er nach dem 20. Juli 1944 entlassen wurde. Platzkommandant war während des Krieges Major BAUMANN. Er fand 1945 bei der Verteidigung des Flugplatzes Lüben, wohin die Brieger Flieger verlegt worden waren, den Tod. Die Flugplatzanlagen wurden am 26.1.1945 gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wehrbezirkskommando taten u.a. Hauptmann GEISLER, Rittmeister GEIGER (Studienrat an der Piastenschule) und Hauptmann KUNERT (Oberstudiendirektor am Gymnasium) Dienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg5.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Beh%C3%B6rden_und_Vereine,_Ber%C3%BChmte_Brieger&amp;diff=934942</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Behörden und Vereine, Berühmte Brieger</title>
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		<updated>2011-05-02T05:32:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Wirtschaft und Verkehr|Garnisonstadt Brieg}}  ==Die Behörden==  ===Finanzamt===  In dem ehemaligen Garnisonlazare...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Wirtschaft und Verkehr|Garnisonstadt Brieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Behörden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Finanzamt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ehemaligen Garnisonlazarett auf der Bismarkstraße wurde nach dem 1. Weltkrieg das Finanzamt errichtet Zu seinem Zuständigkeitsbereich gehörten die Stadt Brieg und die Gemeinden des Landkreises Brieg. Nachdem der Vorsteher, Oberregierungsrat Dr. BECHER-BERKE, im Jahre 1941 vom Finanzamt Brieg abberufen wurde, übernahm die Leitung des Finanzamtes Oberregierungsrat Dr. KUPKA vom Finanzamt Görlitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Katasteramt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der 2. Weltkrieg ausbrach, wurden die meisten Beamten und Angestellten zum Wehrdienst eingezogen. Ende 1944 waren nur noch 2 ältere Angestellte im Amt. Letzter Leiter war Regierungsvermessungsrat MÜLLER. Die Reichsbodenschätzung und das Wertkataster konnte infolge des Krieges nicht mehr durchgeführt werden. Das Verwaltungsgebäude befand sich auf dem Odertorplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wasserbauamt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Wasserbauamt Brieg wurden in den letzten Jahren vor dem Kriege sehr viele Bauvorhaben durchgeführt, so das Kraftwerk Koppen, die Überlaufpolder in Stoberau und Peisterwitz, außerdem größere Stromregulierungsarbeiten an der Oder zwischen Neiße-Mündung und Ohlau. Auch das gesamte Stauwerkgebiet von Ottmachau unterlag der Verwaltung des Wasserbauamtes. Letzter Leiter war Oberregierungsbaurat LIEBSCH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Landgericht, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk des Landgerichts Brieg erstreckte sich auf die Stadt Brieg und die Landkreise Brieg und Ohlau, sowie Teile der Kreise Falkenberg, Grottkau, Reichenbach i.E. und Strehlen. Die Zahl der Gerichtseingesessenen betrug mit den Amtsgerichten Brieg, Ohlau, Löwen, und Wansen etwa 200.000. Diese sechs Amtsgerichte waren zugleich Anerbengerichte, das Amtsgericht Brieg zugleich Erbgesundheitsgericht für den gesamten Landgerichtsbezirk. Außerdem besaß Brieg noch ein Schöffengericht, ein Arbeitsgericht und zwei Entschuldungsämter für den gesamten Landgerichtsbezirk. Eines davon umfaßte die Amtsgerichtsbezirke Brieg, Grottkau, Löwen, Strehlen und Wansen und eines den Amtsgerichtsbezirk Ohlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Landgerichtspräsident BEWERSDORFF im September 1944 verstarb, wurde Amtsgerichtsdirektor KRETSCHMER vom Amtsgericht Breslau zum kommisarischen Landgerichtspräsidenten bestellt. Beim Amtsgericht waren Amtsgerichtsdirektor RAUHUT als aufsichtführender Richter und Amtsgerichtsdirektor GOLLMER bis zur Vertreibung tätig. Leitender Beamter der Staatsanwaltschaft war Oberstaatsanwalt BRINSCHWITZ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Stillegung des Amtsgerichts Löwen am 31. Juli 1943 wurden vom 1. August 1943 ab die Geschäfte vom Amtsgericht Brieg wahrgenommen. Am 22.1.1945, mittags ein Uhr, schlossen die Brieger Gerichtsbehörden ihren Betrieb, nachdem sämtliche Geheim- und Personalakten in der Zentralheizung verbrannt worden waren. Die Grundbücher und Erbhöferollen konnten nicht mehr ausgelagert werden, weil ein Lastkraftwagen hierfür nicht mehr zur Verfügung stand. Das gleiche gilt auch für die beim Gericht hinterlegten Testamente, Urkunden, Wertpapiere usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sonstige Behörden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vielzahl der sonstigen Behörden, die ihren Sitz in Brieg hatten, seien noch folgende erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landratsamt - Heeresstandortverwaltung - Arbeitsamt - Strafanstalt und Gerichtsgefängnis - Gewerbeaufsichtsamt - Zollamt - Eichamt - Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vereine (außer Sportvereine)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinnützige Vereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreisfeuerwehrverband des Stadtkreises Brieg&lt;br /&gt;
Vaterländischer Frauenverein vom Roten Kreuz für den Landkreis Brieg&lt;br /&gt;
Vaterländischer Frauenverein vom Roten Kreuz für den Stadtkreis Brieg&lt;br /&gt;
Verein für Gesundheitspflege und Naturheilkunde e.V.&lt;br /&gt;
Hilfsschul-Fürsorgeverein&lt;br /&gt;
Ritter- und Bürger-Mittel e.V.&lt;br /&gt;
Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz für den Stadt- und Landkreis Brieg&lt;br /&gt;
Verein zur Fürsorge entlassener Strafgefangener&lt;br /&gt;
Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands e.V.&lt;br /&gt;
Tierschutzverein für Brieg und Umgebung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wirtschaftliche Vereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verein schaffender Frauen&lt;br /&gt;
Gemeinschaft kath. Frauen und Mädchen&lt;br /&gt;
Bezirksstelle der kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands&lt;br /&gt;
Beamtenwohnungsverein Brieg G.m.b.H.&lt;br /&gt;
Bienenzüchterverein &amp;quot;Dzierzon&amp;quot; e.V. Brieg&lt;br /&gt;
Gewerbeverein&lt;br /&gt;
Handwerkerverein Brieg und Umgebung&lt;br /&gt;
Haus- und Grundbesitzerverein&lt;br /&gt;
Kaufmännischer Verein e.V.&lt;br /&gt;
Kleintierzüchterverein Brieg und Umgebung&lt;br /&gt;
Verein für Geflügel- und Brieftaubenzucht &amp;quot;Brega&amp;quot;&lt;br /&gt;
Brieftaubenzüchterverein &amp;quot;Heimatliebe&amp;quot;, Brieg&lt;br /&gt;
Brieger Siedlerverein e.V.&lt;br /&gt;
Brieger Kreisverein für Obst- und Gartenbau&lt;br /&gt;
Brieger Philologenverein&lt;br /&gt;
Reichsverband deutscher Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen&lt;br /&gt;
Reichsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer, Ortsgruppe Brieg&lt;br /&gt;
Gem. Wohnungsbau- Genossenschaft e.G.m.b.H. Brieg in Liqu&lt;br /&gt;
Verein Brieger Zigarrenhändler im Verb. Deutscher Zigarrenladeninhaber, Hamburg&lt;br /&gt;
Reichstreubund ehem. Berufssoldaten e.V.&lt;br /&gt;
Kameradschaftsbund Deutscher Polizei-Beamter, Ortsgruppe Brieg&lt;br /&gt;
Reichsbund der Kinderreichen, Ortsgruppe Brieg&lt;br /&gt;
Bund Deutscher Juristen&lt;br /&gt;
Müller-Innung&lt;br /&gt;
Verein der Fleischbeschauer&lt;br /&gt;
Verein Reisender Kaufleute im DHB&lt;br /&gt;
Hebammen-Verein für Stadt und Land&lt;br /&gt;
Mieterverein Brieg e.V.&lt;br /&gt;
Werkmeister-Verein&lt;br /&gt;
Bankverein Brieg E.G.m.b.H.&lt;br /&gt;
Viehhändler-Verband Brieg und Umgebung&lt;br /&gt;
Kantoren- und Organisten-Verein&lt;br /&gt;
Biochemischer Verein&lt;br /&gt;
Obstpächter-Verein Stadt- und Landkreis Brieg&lt;br /&gt;
Volkswohlbund, Allgem. Bestattungs- und Versicherungsverein&lt;br /&gt;
Schlesischer Bestattungsverein, Sitz Brieg&lt;br /&gt;
Konsum- und Sparverein &amp;quot;Einigkeit&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kriegsopferversorgung e.V. Brieg&lt;br /&gt;
Reichsverband der Feinkosthändler (Rekosei)&lt;br /&gt;
Rabatt-Sparverein&lt;br /&gt;
Verein Neugebauersche Schrebergärten 1905&lt;br /&gt;
Stadtgruppe Brieg der Kleingärtner e.V.&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Baggerteich I und II&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Flugplatz I&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Flugplatz II&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Pampitzer Straße&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Pulverweg&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Brieg Ost&lt;br /&gt;
Kleingartenverein &amp;quot;Tivoli&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Schüsselndorfer Straße&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Schwarzer Ritter&lt;br /&gt;
Kleingartenverein Ziegeleistraße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konfessionelle Vereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisches Männerwerk&lt;br /&gt;
Evangelische Frauengruppe &amp;quot;Wort und Werk&amp;quot;&lt;br /&gt;
Evangelische Bahnhofsmission&lt;br /&gt;
Evangelischer Bund&lt;br /&gt;
Evangelischer Arbeiterinnenverein&lt;br /&gt;
Evangelische Frauenmission&lt;br /&gt;
Evangelischer Herbergsverein&lt;br /&gt;
Evangelischer Kreis-Taubstummenfürsorge&lt;br /&gt;
Evangelisches Volks-Sekretariat für die Kreise Brieg, Ohlau und Strehlen&lt;br /&gt;
Evangelische Gemeinschaft Ohlauer Straße 1&lt;br /&gt;
Verband der evangelischen Jugend, Kreis Brieg&lt;br /&gt;
Gustav-Adolf-Verein&lt;br /&gt;
Zweigstelle des Gustav-Adolf-Vereins&lt;br /&gt;
Ostasien-Mission&lt;br /&gt;
Christliche Gemeinschaft &amp;quot;Philadelphia&amp;quot; Geldstraße 14&lt;br /&gt;
Deutsche Kolpingfamilie&lt;br /&gt;
Katholischer Arbeiterverein&lt;br /&gt;
Katholische Bahnhofsmission&lt;br /&gt;
Katholischer Mütterverein&lt;br /&gt;
Katholischer Jugendverein&lt;br /&gt;
Caritasverband, Ortsgruppe Brieg&lt;br /&gt;
Marianische Kongregation&lt;br /&gt;
Verein katholischer Kaufleute&lt;br /&gt;
Verein junger katholischer Kaufleute&lt;br /&gt;
St. Agnes-Verein&lt;br /&gt;
St. Agnes-Jugendverein&lt;br /&gt;
Burkhardtbund&lt;br /&gt;
Kirchliche Frauenhilfe&lt;br /&gt;
Kirchlicher Wohlfahrtsdienst der Stadtgemeinde Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Militärvereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreis-Kriegsverband Brieg&lt;br /&gt;
Deutscher Offiziersbund DOB&lt;br /&gt;
Kriegsverein 1872&lt;br /&gt;
Landwehrverein gegr. 1875&lt;br /&gt;
Militärverein Brieg 1887&lt;br /&gt;
Gardeverein&lt;br /&gt;
Kavallerieverein Brieg und Umgegend&lt;br /&gt;
Verein ehemaliger Jäger und Schützen&lt;br /&gt;
Marine- und Schutztruppenverein&lt;br /&gt;
Verein ehemaliger 11er&lt;br /&gt;
Verein ehemaliger Winterfeldter Infanterie-Regiment 23&lt;br /&gt;
Verein ehemaliger Artilleristen Brieg und Umgegend&lt;br /&gt;
Kameradenverein ehemaliger 51er&lt;br /&gt;
Vereinigung ehemaliger 62er&lt;br /&gt;
Kameradenverein ehemaliger 156er Brieg und Umgegend&lt;br /&gt;
Kameradenverein ehemaliger 157er Brieg und Umgegend&lt;br /&gt;
Kameradschaftliche Vereinigung ehemaliger 10er&lt;br /&gt;
Verein ehemaliger Pioniere und Verkehrstruppen&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Stahlhelm&amp;quot;&lt;br /&gt;
Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Musik- und Gesangvereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieger Singakademie&lt;br /&gt;
Männergesangvereine im Kreis VI Gau&lt;br /&gt;
IV des Schlesischen Sängerbundes&lt;br /&gt;
Bürgerlicher Männergesangverein&lt;br /&gt;
Männer-Gesangverein&lt;br /&gt;
Männer-Gesangverein &amp;quot;Jung&amp;quot;&lt;br /&gt;
Deutscher Männer-Gesangverein 1913&lt;br /&gt;
Volkschor&lt;br /&gt;
1. Mandolinenverein &amp;quot;Vineta&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mandolinen- und Gitarrenverein &amp;quot;Heimatklänge&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vereine für Volksbildung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volkshochschule&lt;br /&gt;
Allgemeiner Deutscher Sprachverein&lt;br /&gt;
Philomathie&lt;br /&gt;
Deutsche Bühne e.V.&lt;br /&gt;
Reichsverband der Deutschen Stenografenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vaterländische Verbände===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Nothilfe, Ortsgruppe Brieg&lt;br /&gt;
Reichsluftschutz-Bund Ortsgruppe Brieg&lt;br /&gt;
Flieger Ortsgruppe Brieg des D.L.B.&lt;br /&gt;
Bund Deutscher Osten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akademische Verbindungen und Geselligkeitsvereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akademische Verbindungen &amp;quot;Ripuaria&amp;quot;&lt;br /&gt;
Vereinigung alter Waffenstudenten&lt;br /&gt;
Schlaraffia (Alta ripa)&lt;br /&gt;
Glatzer Gebirgsverein&lt;br /&gt;
Eisenbahnverein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Berühmte Brieger==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kanonikus Peter BITSCHEN, gestorben 1389. Domherr an der neugegründeten Hedwigskirche, Verfasser des Chronicon Principtum Poloniae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter FREYTAG aus Brieg. Firdungsschreiber in Breslau, fertigte 1451 für den Brieger Ratsherren Anton HORNIG die Abschrift der Hedwigslegende mit 60 Federzeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bartholomäus STEIN, geboren 1476 in Brieg, gestorben 1522. Verfasser der &amp;quot;Beschreibung von Schlesien und Breslau 1512&amp;quot;. Bartholomäus STEIN ist der Mann, der das erste geographische Kolleg an einer deutschen Universität gelesen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich VON LOGAU, (1604-1655) stammt aus altem schlesischen Adelsgeschlecht. Er ist auf dem Stammgut der Familie BROCKUT bei Nimptsch geboren. Als er kaum laufen konnte, starb sein Vater. Vom Gymnasium zu Brieg weg wurde er Page der Herzogin Dorothea Sibylla. Nach dem Studium der Rechte lebte er von 1644 an am Brieger Hof bis 1653. Nach der Erbteilung zog er mit Herzog Ludwig IV. nach Liegnitz. LOGAU war als &amp;quot;der Verkleinernde&amp;quot; Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft (seit 1648). Er verfasste zahlreiche sittlich-vaterländische und satirisch-kulturkritische wie religiöse Sinngedichte von großem kulturgeschichtlichen und dichterischen Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes HEERMANN, (1585-1647), der &amp;quot;schlesische Hiob&amp;quot;, stammt aus einer Kürschnerfamilie in Daudten bei Wohlau. Er empfing seine Ausbildung in Fraustadt (1602), Breslau und Brieg. Hier wurde er als Schüler des von Rektor SCHICKFUSS geleiteten Gymnasiums am 18.10.1608 im herzoglichen Schloß zum poeta laureatus gekrönt. Die Auszeichnung Kaiser Rudolfs II. galt einem erst 23-jährigen Schüler. HEERMANN wandte sich bereits in seiner Brieger Zeit von der gelehrt-lateinischen religiösen Dichtung ab und fand mit zunehmendem Alter, geläutert durch die leidvollen Jahre der Verfolgung während des 30jährigen Krieges und den Aufgaben, die dem von Jugend an kranken Mann als Pfarrer in Köben gestellt wurden, zum Kirchen- und Erbauungslied, das seine Nähe zur schlesischen Mystik nicht verleugnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenzel SCHERFFER von SCHERFFENSTEIN, geboren 1598,(99) zu Leobschütz, seit 1630 Organist an der Schloßkirche zu Brieg, gestorben 1674. Schlesicher Dichter, Übersetzer des Dedekindschen Sittenbuches &amp;quot;Grobianus&amp;quot;. Hauptwerk: &amp;quot;Geist- und weltliche Gedichte&amp;quot;, Brieg 1656, welches Werk ihm die kaiserliche Dichterkrone verschaffte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob SCHICKFUSS, schlesischer Geschichtsschreiber, von 1604 bis 1613. Rektor des Brieger Gymnasiums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Theodor von TSCHECH, lebte von 1595 bis 1639. Herzoglicher Rat in Brieg. Bekannter schlesischer Theosoph, Berater der Piastenherzöge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Ernst Gottlieb GLAWNIG, Königlich Preußischer Hofrat, Kreis- und Stadtphysikus, Arzt am Arbeits- und Irrenhaus und Ratsmitglied. &amp;quot;Ein eifriger Förderer alles Guten und Schönen&amp;quot;. Geboren am 5. Juli 1749, gestorben am 19.8.1808. 1777 zum Arzt am Arbeitszuchthaus ernannt, war er einer der ersten deutschen Ärzte, die für eine humane Behandlung und regelmäßige ärztliche Versorgung der Geisteskranken und ihrer Zusammenfassung in Landheimen eintraten. Von 1795 bis 1803 hielt er regelmäßig medizinische Vorlesungen mit anatomischen Demonstrationen für &amp;quot;die hiesigen Ortes studierenden künftigen Ärzte und Wundärzte&amp;quot;. 1788 regte er die Gründung von Zunftkrankenanstalten für Gesellen an. 1791 wurde das später in eine Krankenkasse umgewandelte &amp;quot;Bürgerliche Zunftkrankeninstitut&amp;quot; gegründet und diesem 1811 nach GLAWNIGS Tode das von diesem schwer erkämpfte Krankeninstitut für weibliche Dienstboten angegliedert. 1790 begründete er mit dem &amp;quot;Briegischen Wochenblatt&amp;quot; die erste regelmäßig erscheinende Zeitung. Aus deren Einnahmen erwuchs 1792 seine Stiftung der ersten Brieger Mädchenschule. Als Vorstandsmitglied der &amp;quot;Briegischen Sterbe- und Trauergesellschaft&amp;quot; und als Ratsmitglied segensreiches Wirken für das städtische Gemeinwohl. Die Stadt ehrte ihn 1825 durch Setzen eines Denksteines (alter evangelischer Friedhof, Südeingang der Trinitatiskirche) und 1912 durch Bennung einer Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Immanuel Johann Gerhard SCHELLERY, von 1771 bis 1803 Rektor des Brieger Gymnasiums, geboren 22.3.1735 in Ihlow (Sachsen), gestorben 5.7.1803 in Brieg. Denkstein mit einem aufgeschlagenem Buch an der Südwestecke der Trinitatiskirche. Verfasser zahlreicher lateinischer Schriften, einer ausführlichen und einer kurzgefaßten lateinischen Sprachlehre, einer zweibändigen Umarbeitung der &amp;quot;fundamenta stili cultioris&amp;quot; von Heineccius und vor allem lateinischer Lexika, die heute noch geschätzt sind. Unter seinem Rektorat erfolgten die vom Kriegs- und Domänenrat als director Gymnasii durchgeführten Reformen. Ehrung durch Benennung einer Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Othfried MÜLLER, geboren 1798 in Brieg, gestorben 1840 in Kolonos bei Athen, Begründer der klassischen Archäologie, berühmt durch seine Ausgrabungen. Professor in Göttingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich von MÜHLER, geboren 4.11.1813 in Brieg, 1862 Kultusminister, bekannt als Dichter; &amp;quot;Grad aus dem Wirtshaus komm ich heraus&amp;quot;. Gestorben 1884.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich MÜTZEL, Maler und Lithograph, geboren 1797 in Brieg. Bruder des Brieger Stadtkämmerers Ludwig Ferdinand MÜTZEL. Besuchte die Handwerkerzeichenschule in Breslau 1822-1828. Schüler, Freund und Privatsekretär des Gründers dieser Schule, des Hofrats Carl BACH; zeichnete in dessen Auftrage Breslauer Architekturen, die als BACH-MÜTZELsche Sammlung im Breslauer Altertumsmuseum aufbewahrt, hohen künstlerischen und historischen Wert haben. MÜTZEL arbeitete später an der Akademie Berlin und ist 1868 in Gnadenfeld gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Friedrich ZWIRNER, Dombaumeister, geboren 1802 in Brieg, besuchte bis 1819 das Brieger Gymnasium, wurde Baumeister und vollendete den Kölner Dom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius PEPPEL, von 1895 bis 1910 Erster Bürgermeister, geboren am 9.5.1851 in Danzig. 1877 Bürgermeister in Stallupönen, 1882 Zweiter Bürgermeister in Liegnitz, 1895 Erster Bürgermeister von Brieg. Ihm verdankt die Stadt eine überraschend schnelle Aufwärtsentwicklung und die Grundlagen für ihr weiteres Gedeihen. Ihre Einwohnerzahl stieg in 15 Jahren von 21.304 auf 29.035. 1896 bis 1905 Ankauf und Eingemeindung großer Gebietsteile von Briegischdorf (Seidelgut, Grundstück des 1906 erbauten Lehrerseminars, spätere Aufbauschule) und Rathau (Witschelgut), Gebiet der neuen Kasernen und des dazwischen liegenden Geländes bis zur Riedelstraße). 1896 bis 1897 Bau der neuen Kasernen. 1897 Vergrößerung der Garnison (Infanterie Regiment 156 und 157). 1899 bis 1902 Kanalisation, von 1902 ab Neupflasterung der Straßen und Plätze. 1900 Errichtung des Denkmals Kaiser Wilhelm I. 1906 Grundwasserversorgung von Giersdorf her. 1906 bis 1907 Bau des Elektrizitätswerkes. April 1907, Brieg wird kreisfreie Stadt. 1906 bis 1908 Erwerb größerer Gebietsteile von Hermsdorf. 1908 Anlage des Stadtwäldchens, das die dankbare Stadt später ihm zu Ehren Julius PEPPEL-Park benannte, und wo sie ihm kurz nach dem Tode ein Denkmal errichten ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul HIELSCHER, Musikdirektor, Professor, Kantor und Organist an der Nikolaikirche, geboren am 5.2.1864 in Breslau, Studium in Berlin. 1894 Kantor in Brieg. 1907 Bundesliedermeister beim schlesischen Sängerfest. 1909 bis 1910 Herausgabe des neuen schlesischen Choralbuches (gemeinsam mit mit LUBRICH und DERKS). 1913 Preisrichter beim Kaiser-Wettsingen in Frankfurt am Main. 1922 Fachberater für Musik im Auftrag des Kultusministers. Dirigent der Brieger Singakademie und des Männergesangvereins JUNG. Erster Vorsitzender des Schlesischen Sängerbundes. Hervorragender Musikpädagoge, der den Ruf Briegs als Musikstadt festigte und großen Einfluß auf das Musikleben der Provinz ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann WEISSTEIN, Geheimer Baurat, geboren 20.11.1854 in Berlin, gestorben 16.6.1924 in Brieg. Baustudium in Berlin, München, Wien; Bauführer bei der Garnisonsverwaltung Karlsruhe. Baumeister in Lyk, Stralsund (Eisenbahnbetriebsamt), Düsseldorf (Bahnhof), Köln, Münster in Westfalen (Physikalisches Institut), Bauinspektor in Ortelsburg und seit 1906 in Brieg. 1908 Gründung des ersten schlesischen Dorfmuseums (Katzbachschlachtmuseum in Dohnau an der Katzbach). 1909 Wiederherstellung der Hedwigskirche und Ausstellung der Piastensärge. 1910 Gründung des Städtischen Museums, dessen Erweiterer und Leiter er bis zu seinem Tode war. 1914 bis 1917 Wiederaufbau staaatlicher Domänen in den Bezirken Allenstein und Gumbinnen. Zum Geheimrat ernannt, mit dem roten Adlerorden ausgezeichnet. Bekannter Privatsammler (Ofenplatten und Türen, bedruckte Erinnerungstücher) Stadtverordneter, Mitglied der städtischen Baudeputation, künstlerischer Berater der Baupolizeibehörde, Leiter des Wohnungsamtes, Mitbegründer und Kassenführer der Volkshochschule, Mitglied des Repräsentantenkollegiums der Synagogengemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Max FRIEDLAENDER, Geheimer Regierungsrat, bedeutender Volksliedforscher seiner Zeit, geboren am 12.10.1852, seit 1903 Professor in Berlin. Neuausgabe der Lieder Schuberts, Schumanns und Mendelsohns und der schottischen Lieder Beethovens. Quellenwerk: Das deutsche Lied im 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oskar Karl MOLL, Akademiedirektor, geboren am 21. Juli 1875 in Brieg, studiert in München und Berlin, seit 1907 in Paris, besonders unter Matisse. 1919 wurde er als Professor an die Breslauer Staatliche Akademie für Kunst und Kunstgewerbe berufen, seit 1925 daselbst Direktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ewald Gerhard SEELIGER, Lehrer und Schriftsteller, geboren am 11.10.1878 in Rathau bei Brieg. Erfolgreichstes Werk ist der Roman &amp;quot;Peter Voß, der Millionendieb&amp;quot;. Er wurde in 360.000 Exemplaren gedruckt und zweimal verfilmt. Der Romman läßt den Leser mit seinem Helden Peter Voß durch die Straßen und Promenaden bis in den Landkreis hinein nach Stoberau wandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Eberhard RICHTSTEIG, (1892-1962) wurde in Polkwitz, Kreis Glogau, geboren. Am König-Wilhelm-Gymnasium in Breslau bestand er zu Ostern 1913 das Abitur und studierte an der Breslauer Universität klassische Philologie, Archäologie und Theologie. Die Phil. Fakultät promovierte ihn 1918 zum Dr. phil. Nach der Staatsprüfung unterrichtete er an verschiedenen schlesischen Gymnasien, bis er im Jahre 1927 feste Anstellung in Brieg am Gymnasium fand. Hier war er Studienrat und zuletzt als stellvertretender Schulleiter bis zur Ausweisung tätig. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1957 wirkte RICHTSTEIG an einigen westfälischen Schule, zuletzt am Mädchengymnasium in Hagen-Haspe. RICHTSTEIG genoß einen besonderen Ruf als Herausgeber und Übersetzer antiker Schriftsteller (Linaios, Chorikios, Herodot) und ausgezeichneter Kenner der Brieger Lokalgeschichte). Hiervon zeugen insbesondere die schon teilweise veröffentlichte Geschichte des &amp;quot;Brieger Gymnasiums&amp;quot; und die Neubearbeitung der SCHÖNBORNschen &amp;quot;Geschichte der Stadt und des Fürstentums Brieg&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max DRISCHNER, Kirchenmusikdirektor, geboren am 31.1.1891 in Prieborn, Kreis Strehlen; Gymnasium Strehlen bis Obersekunda, dann Pädagogium in Züllichau; Abitur 1910; 7 Semester Theologie wider Willen in Leipzig und Breslau bis 1914, zuletzt nebenbei Musik (Orgel, Klavier, Theorie bei H. LILGE); dann ganz Musik. Anfang 1914 erster Musikstudent mit Cembalo als Hauptfach in Deutschland; Schüler der ausgezeichneten polnisch/französischen Cembalistin Wanda LANDOWSKA an der Hochschule für Musik in Berlin. Schüler von Professor A. EGIDI (Berlin) und Professor O. BECKER (Potsdam, Garnisonskirche). Februar 1915 zum Militärdienst eingezogen, Frühjahr 1916 entlassen. Obwohl dienstunfähig, als freiwilliger Krankenträger von 1916-1918 auf der Krankensammelstelle Montmedy vor Verdun. Nach Kriegsende sehr krank heimgekehrt, 4 Jahre Rekonvaleszenz mit intensivem Privatstudium vieler Denkmäler alter deutscher und ausländischer Musikmeister ausgefüllt. Ende 1922 Schüler von Professor HIELSCHER; während seiner Krankheit oft im Kirchendienst ausgeholfen. Nach dessen Tode (18.2.1924) kommisarischer Nachfolger. Im Juni 1924 von der Stadt als Nachfolger berufen. Auf Betreiben von DRISCHNER 1926-1928 Wiederherstellung der großen Orgel von St. Nikolai unter Oberleitung des Dichters Hans Henny JAHNN (Hamburg), Orgelbauer C. KEMPER &amp;amp; Co (Lübeck) und H. HEHRE (Brieg). Erste große Barokorgel in Deutschland, die im alten Sinne wiederhergestellt wurde. Schaffung eines Chores der für die Jugendbewegung arbeitete und die Kirchenmusik von der liturgischen Seite her ausführte. Wegen des einmalig schönen STEINGRAEBNER-Cembalos, besonders aber der Orgel und des Chores wegen dauernder Gäste; auch viele Tagungen: 1. Schlesische Jugendmusikwoche (9.-11.9.1928), 50. Jahresversammlung des Schlesischen evangelischen Kirchengesangvereins (8. und 9.10.1928), Reichstagung des Kirchengesangvereins für Deutschland (28.-30.9.1929) u.a. Seit 1908 entscheidend beeinflußt durch Albert SCHWEITZER. Enge Freundschaft mit ihm bis heute. Als Komponist von Orgel- und Gesangmusik anerkannt und in Standartwerken des In- und Auslands erwähnt; besondere Beziehungen zu Norwegen. In Anerkennung seiner Verdienste um die Pflege und Förderung der Kirchenmusik im September 1942 vom Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrates in Berlin mit dem Titel &amp;quot;Kirchenmusikdirektor&amp;quot; ausgezeichnet; November 1946 aus der Heimat vertrieben. Erfurt (Augustinerkirche), Herrenberg/Württ. Seit 1955 Goslar, 1956 Kulturpreisträger der Stadt Goslar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt MASUR, Ehrendirigent des Leipziger Gewandhausorchesters, geboren am 18. Juli 1927 in Brieg&lt;br /&gt;
Nachdem er zunächst eine Lehre als Elektriker absolviert hatte, zog es ihn im Alter von 15 Jahren an die Landesmusikschule von Breslau. 1946 begann Masur in Leipzig Klavier, Komposition und Dirigieren zu studieren, bereits zwei Jahre später,1948, beendete er sein Studium. Der weitere Lebensweg des berühmten Dirigenten der u.a. das Gewandhausorchesters Leipzig, die New Yorker Philharmoniker und das Londoner Sinfonieorchester dirigierte ist unter http://www.mdr.de/geschichte/archiv/personen/masur.htm zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg4.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Wirtschaft und Verkehr</title>
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		<updated>2011-05-02T05:29:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Öffentliche Einrichtungen|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger}}  ==Brieger Industriebetriebe== Brieg hat im ...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Öffentliche Einrichtungen|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger Industriebetriebe==&lt;br /&gt;
Brieg hat im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl und seiner räumlichen Ausdehnung eine überaus stattliche Anzahl größerer Industriebetriebe besessen. In Zeiten wirtschaftlicher Konjunktur bestimmten diese Betriebe weitgehend das Wirtschaftsleben der Stadt. Hier folgt nur eine kleine Auswahl einiger Industriebetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zuckerfabrik NEUGEBAUER===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese an der Schönauerstraße gelegene Fabrik wurde bereits im Jahre 1876 gegründet und ein Jahr darauf von den Gebrüdern NEUGEBAUER erworben. Sie hat sich bis zum bitteren Ende im Besitz der Familie Neugebauer befunden. Die zur Verarbeitung gelangenden Rüben kamen aus den Kreisen Brieg, Strehlen, Breslau, Ohlau und Grottkau. Im Jahre 1944 wurden noch 3 Millionen Zentner Zuckerrüben verarbeitet und 450.000 Zentner Rohzucker daraus gewonnen. 220.000 Zentner Trockenschnitzel und 50.000 Zentner Melasse wurden ebenfalls hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geschäftsbücherfabrik W. LOEWENTHAL A.G., Feldstraße 7===&lt;br /&gt;
Dieses Unternehmen wurde 1879 durch den 1922 verstorbenen Stadtältesten Wilhelm LOEWENTHAL und seinem Bruder Louis zur Herstellung von Notiz- und Geschäftsbüchern gegründet, zunächst in einer kleinen Werkstatt in der Oppelner Straße arbeitend, später teilweise in der Strafanstalt Brieg und seit 1886 auf eigenem Grundstück Feldstraße 7 am Güterbahnhof mit mächtiger Fabrikanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Belegschaft 1891 =   300 Arbeiter&lt;br /&gt;
             1907 =   800 Arbeiter&lt;br /&gt;
             1923 = 1.030 Arbeiter&lt;br /&gt;
             1928 =   579 Arbeiter und Angestellte&lt;br /&gt;
Grundstücksgröße: 30.000 qm. Der Betrieb arbeitete seit 1924 mit 20 der modernsten Buchdruckschnellpressen größten Formats, vielen modernen Liniermaschinen, Heftmaschinen, Schneidemaschinen. Gesamtzahl der Maschinen: 400. Einführung des Akkordsystems. Herstellung von Geschäftsbüchern, Notizbüchern und Drucksachen aller Art. In besonderer Abteilung Herstellung von Alben, Geldtaschen, Schreibunterlagen, Ordnungsmappen und anderen Galanteriewaren. Große Exportabteilung, Auslandvertretungen in Amsterdam, Athen, Basel,Jaffa, Jerusalem, Kairo, Belgrad, Brüssel, Buenos Aires; Auslieferungslager in Berlin und Hamburg; Vertreter der deutschen Versandabteilung in Königsberg, Heilbronn, Bonn und Frankfurt a.M. Die Fabrik stand unter der Leitung von Herrn Walter Loewenthal und ist seit dem Tode Wilhelm LOEWENTHAL in eine A.G. (Familien A.G.) umgewandelt. Sie wurde 1934 enteignet und ist bei den Kampfhandlungen um Brieg völlig zerstört worden. Der letzte Leiter dieser Fabrik, Stadtrat Walter LOEWENTHAL, mußte in den 30iger Jahren nach England emigrieren. Er hat sich dort wieder einen neuen Betrieb aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschinenfabrik PZILLAS===&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1862 ist durch den Brieger Ingenieur Robert PZILLAS auf dem Gebiet des alten Brieger Hochgerichts an der Oder diese Maschinenfabrik mit Eisengießerei, Kesselschmiede usw. errichtet worden. Sie wurde später zu einer modernen Schiffswerft mit Schiffbau erweitert. Bis zu 200 Schiffe konnten jährlich repariert werden. Daneben wurden Aufträge für neue Bauten ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maschinenfabrik GÜTTLER &amp;amp; Co.===&lt;br /&gt;
Die Maschinenfabrik lag auf der Logaustraße. Sie besaß auch eine Eisengießerei und eine Kesselschmiede zur Herstellung von Lokomobilen, Dampfmaschinen, Ziegelei- und Sägewerkmaschinen usw. Export wurde in fast alle Ostblocksstaaten, den Balkan und nach Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lederfabrik F.W. MOLL AG===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1811 wurde die Lederfabrik MOLL gegründet. Sie ist stets im Familienbesitz geblieben. Der Betrieb war mit den modernsten Maschinen ausgestattet und gehörte zu den größten seiner Art in Deutschland. Die Hauptfabrikation erstreckte sich auf Unterleder und Treibriemenleder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dachpappenfabrik - Chemische Werke AG Brieg===&lt;br /&gt;
Kurz nach 1. Weltkrieg erwarb Herr Urban ROTH die bereits im Jahre 1851 gegründete Brieger Dachpappenfabrik FALCH. Hieran wurde etwas später eine Zweigstelle &amp;quot;Industriebedarf&amp;quot; zum Vertrieb aller Bedarfsgüter für die Industrie (Öle, Fette, Gummischläuche pp) angegliedert. Im Jahre 1923 gründete Herr ROTH dann die Chemischen Werke AG Brieg. Dieses Unternehmen befaßte sich hauptsächlich mit der Teerdestillation und der Herstellung von Bitumenemulsion sowie der Aufbereitung des Teer- Asphaltgemischgutes für den Straßenbau. Diesem Betrieb war eine schon damals namhafte Straßenbauabteilung angeschlossen, die als eine der ersten Firmen Schlesiens Schwarzdecken herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Straßenbau ist der Unternehmer ROTH treu geblieben. Er besitzt heute einen der größten Straßenbaubetriebe Niedersachsens mit seinem Sitz in Alfeld/Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===T.T. HEINZE, Geschäftsbücherfabrik und Buchdruckerei===&lt;br /&gt;
Die Firma wurde 1846 in Brieg, Mollwitzer Straße, von Theodor Traugott HEINZE als Spezerei- und Papierwarengeschäft gegründet. 1863 wurden die Geschäfts- und Herstellungsräume nach dem Ringe und Langestraße verlegt. 1885, mit dem Übergang der Firma an die Söhne Theodor und Hugo HEINZE, erfolgte eine Wandlung von der Deckung des Ortsbedarfs zur Erschließung größerer Absatzgebiete in Schlesien, Sachsen und Berlin. Den eigentlichen Auftrieb erhielt die OHG durch den zielbewußten Umbau der Fertigungsart und durch die Verlegung der Fabrikation in betriebseigene Neubauten auf der Dreiankerstraße. Der Umbau zur Großfabrikation vollzog sich in knapp 10 Jahren von 1895 bis 1904. Das Wachstum der Firma dauerte fort, so daß sie schließlich bei einer Stammbelegschaft von mehr als 1.200 Köpfen als die bedeutenste Geschäftsbücherfabrik des Reiches angesprochen werden konnte. Die ständige Aufwärtsentwicklung wurde unterbrochen durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang der Betriebsleitung von der 2. zur 3. Generation, die gerade zu dieser Zeit vier Jahre im Felde stand, wurde erleichtert durch ein Anzahl vorzüglicher Mitarbeiter. Nach dem Kriege und nach dem Tode des Stadtrats und Stadtältesten Theodor HEINZE am 23.11.1920 sah sich die junge Generataion Georg Und Rudolf /Söhne von Theodor) und Erich HEINZE (Sohn von Hugo) einer sehr veränderten Lage gegenüber. Große Teile hochindustrialisierter Absatzgebiete, ebenso die deutschen Kolonien, gingen durch den Versailler Vertrag verloren. Sehr ins Gewicht fallend war der zusätzliche Absatzverlust in den russischen Randstaaten, in Südamerika, in den holländischen und englischen Kolonien. Die Lage wurde durch umfassende Umorganisation im Betrieb, durch weitere maschinelle Verbesserungen gemeistert, insbesondere durch die Verlagerung der Arbeiten von den schwerfälligen Vierfarbendruckmaschinen auf Liniermaschinen. die damals eine grundlegende Verbesserung erfuhren. Das Zurückbleiben von Schlesien in der wirtschaftlichen Erholung nach dem ersten Weltkrieg machte Dauerarbeitslosigkeit zum dringensten Problem. Die Firma mußte lange Jahre mit Arbeitszeitverkürzungen arbeiten, um die große Stammbelegschaft durchzuhalten. Es gelang ihr aber, die führende Stellung in der deutschen Geschäftsbücherindustrie zu halten und nach Überstehen der Inflation dem Werke finanziell wieder die solide Grundlage zu geben, die Voraussetzung für eine vorbildliche Marktpflege war bei konsequenter Einschaltung des Schreibwarenhandel und Großhandels. Sie entzog sich zugleich dem Druck von der Kapitalseite her durch Umwandlung in eine A.G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtentwicklung spiegelt sich in den Zahlen der Belegschaftsstärke wieder:&lt;br /&gt;
                1883 =    25 Mitarbeiter&lt;br /&gt;
                1903 =   650 Mitarbeiter&lt;br /&gt;
                1914 = 1.200 bis 1.300 Mitarbeiter&lt;br /&gt;
Während der Kampfhandlungen um Brieg im zweiten Weltkrieg hat auch diese Fabrik stark gelitten. Sie beherbergt jetzt eine Motorenfabrik. Herr Rudolf HEINZE wohnt jetzt in Buchen/Odenwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gewerbebetriebe==&lt;br /&gt;
Während die industriellen Betriebe Briegs vielfach mehrere Generationen hindurch in der Hand derselben Familie blieben, ist bei den gewerbetreibenden Handwerkern und Kaufleuten nur selten ein Geschäft auch nur in die 2. Generation in derselben Familie geblieben. Das war der Fall bei den Lebensmittelgeschäften von SCHNALKE, OSWALD, SCHOLZ, Hermann FREYER und Bruno POHL. Letzteres entwickelte sich zu einer Großhandlung mit mehr als 20 Angestellten und erfreute sich eines guten Rufes in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Bäckereien befand sich allein die BURKERTsche auf der Wagnerstraße in der 3. Generation derselben Familie. Das Handwerk wird jetzt in der 4. Generation von dem Konditormeister Hermann BURKERT in Friedrichshafen fortgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Querschnitt durch das Wirtschaftsleben der Stadt aus dem Jahre 1934 ergeben folgende Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
       46 Bäckereien                       15 Töpfer und Ofenbauer&lt;br /&gt;
       44 Fleischereien                    10 Stellmachereien&lt;br /&gt;
       33 Wild- und Geflügelhandlungen     11 Tapezierergeschäfte&lt;br /&gt;
        8 Fischhandlungen                  11 Sattlereien&lt;br /&gt;
       64 Gastwirtschaften                  6 Schlossereien&lt;br /&gt;
        4 Destillationen                    6 Schmiede&lt;br /&gt;
        4 Weinstuben                       47 Schneiderbetriebe&lt;br /&gt;
        2 Likörfabriken                    54 Schneiderinnen&lt;br /&gt;
       78 Kolonialwarengeschäfte           48 Schuhmachereien&lt;br /&gt;
       19 Obst- und Gemüsehandlungen       19 Schuhfabriken- und geschäfte&lt;br /&gt;
        9 Konfitürengeschäfte               4 Seifenhandlungen&lt;br /&gt;
        8 Konfektionsgeschäfte             19 Zigarrengeschäfte&lt;br /&gt;
        3 Geschäfte für Herrenartikel       2 Zigarrenfabriken&lt;br /&gt;
        4 Hut- und Mützengeschäfte         40 Friseure&lt;br /&gt;
        8 Modewarengeschäfte                7 Friseusen&lt;br /&gt;
       12 Putzgeschäfte                     2 Masseusen&lt;br /&gt;
       17 Schnittwarenhandlungen            4 Apotheken&lt;br /&gt;
       19 Kurz- und Weißwarengeschäfte      9 Drogerien&lt;br /&gt;
        3 Pelzwarengeschäfte               24 Ärzte&lt;br /&gt;
        6 Installateure                     4 Naturheilkundige&lt;br /&gt;
       13 Klempner                          9 Zahnärzte&lt;br /&gt;
       23 Malermeister                      9 Dentisten&lt;br /&gt;
        4 Ziegeleien                        5 Tierärzte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldinstitute==&lt;br /&gt;
*Bankverein Brieg, Mollwitzer Straße&lt;br /&gt;
*Dresdner Bank, Zweigstelle Brieg, Ring&lt;br /&gt;
*Bankhaus ECKERSDORFF &amp;amp; Co., Lange Straße&lt;br /&gt;
*Bankhaus EICHBORN &amp;amp; Co., Lange Straße&lt;br /&gt;
*Kreissparkasse Brieg, Piastenstraße&lt;br /&gt;
*Reichsbank Nebenstelle Brieg, Gartenstraße&lt;br /&gt;
*Stadtbank Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtsparkasse Brieg===&lt;br /&gt;
Die Stadtsparkasse Brieg war die erste und älteste Sparkasse Schlesiens und die zweitälteste Preußens; die Älteste befand sich in Berlin. Mit ihren 36.000 Konten und Einlagen von mehr als 3 Millionen Reichsmark stellte dieses Geldinstitut einen bedeutenden Faktor im Wirtschaftsleben der Stadt dar. Mit Errichtung des Neubaues in der Mollwitzer Straße war allen neuzeitlichen Anforderungen an ein großes Geldinstitut Rechnung getragen. Letzter Leiter war Direktor MATZ. Er wohnt jetzt in Münster, Melcherstraße 30. Mit dem Heranrücken der Front wurden die Konten und sonstigen Unterlagen nach Hirschberg ausgelagert. Dort sind sie dann auch verblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Apotheken==&lt;br /&gt;
*Luisen-Apotheke, Mollwitzer Straße 7&lt;br /&gt;
*Mohren-Apotheke, Ring 19&lt;br /&gt;
*Piasten-Apotheke, Piastenstraße 4&lt;br /&gt;
*Rats-Apotheke, Ring 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger Zeitung==&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Brieger Zeitung&amp;quot; begleitete die Geschichte der Stadt auch durch den 2. Weltkrieg. Sie befand sich seit 1876 im Besitz der Verleger-Familie KUBISCH. Dr. Martin KUBISCH ist am 7.2.1945 beim Volkssturm gefallen; seine Witwe wohnt in Karlsruhe, Otto-Sachs-Straße 2. Schriftleiter Walter SCHULZ hat im Jahre 1947 ein neues Mitteilungsorgan, zunächst als &amp;quot;Briegische Briefe&amp;quot; und später als &amp;quot;Neue Brieger Zeitung&amp;quot; im Alta Ripa Verlag, Hannover herausgegeben. Nach dessen Tode übernahm sein Sohn die Schriftleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Innungen==&lt;br /&gt;
mit Angabe des Jahres des ältesten bekannten Privilegs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Freie Innungen===&lt;br /&gt;
*Bäcker-Innung (1326)&lt;br /&gt;
*Fleischer-Innung (1315)&lt;br /&gt;
*Maler- und Lackierer-Innung (1605)&lt;br /&gt;
*Maurer-, Steinmetz- und Zimmerinnung (1597)&lt;br /&gt;
*Sattler-, Wagner- und Tapezierer-Innung (1648)&lt;br /&gt;
*Schlosser-, Klempner-, Feilenhauer- und Zirkelschmiede-Innung (1596)&lt;br /&gt;
*Stellmacher-Innung (1515)&lt;br /&gt;
*Tischler-Innung (1550)&lt;br /&gt;
*Töpfer- und Ofensetzer-Innung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zwangs-Innungen===&lt;br /&gt;
*Friseur- und Perückenmacher-Innung&lt;br /&gt;
*Müller-Innung&lt;br /&gt;
*Schmiede-Innung (1482)&lt;br /&gt;
*Schuhmacher-Innung (1495)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Postamt==&lt;br /&gt;
Am 31.10.1935 verschwand aus dem Stadtbild von Brieg der mit Pferden bespannte Postwagen. Der Postbetrieb wurde weitgehend modernisiert. Nach jahrelangen Vorbereitungen der Brieger Fernmeldebauabteilung war die Verkabelung der Ortsnetze so weit fortgeschritten, daß kurz vor dem Kriege der Aufbau eines Selbstwählamtes in der Stadt und bei einigen Poststellen vorgenommen werden konnte. 1939 betrug die Zahl der Fernsprechteilnehmer mehr als 800.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem im Jahre 1934 Postrat KEIBEL als Amtsvorsteher nach Breslau versetzt wurde, trat Postamtmann HENKEL aus Bad Altheide seine Nachfolge als Amtsvorsteher an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reichsbahn==&lt;br /&gt;
Brieg war D-Zug Station und gleichzeitig Eisenbahnknotenpunkt. Von hier führte eine Eisenbahnlinie nach Neiße und eine nach Strehlen. Die geplante Strecke nach Namslau konnte nicht mehr verwirklicht werde. Der sogenannte Schienenzepp - FDt Berlin - Beuthen mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h durchfuhr den Bahnhof Brieg mit 80 km/h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 21. Januar 1945 die Katastrophe hereinbrach und die Räumung der Stadt Brieg einsetzte, erging auch an die Reichsbahndirektion Breslau der Auftrag zur Vorbereitung der Räumung des Bahnhofs. Ein besonderer Zug wurde bereitgestellt und die wichtigsten Dinge verladen. Daneben lief der anstrengende Dienst weiter, bis die Lage unhaltbar wurde und die ersten Artilleriegeschosse in Bahnhofsnähe einschlugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Marschbefehl kam, verließen Beamte, Angestellte und Arbeiter schweren Herzens die Stätte ihres jahrelangen Wirkens. Auf Umwegen gelangte der Zug nach Straubing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Brieger Bahnhof befand sich an der heutigen Unterführung im Zuge der Bahnhofsstraße, östlich der Gasanstalt. 1878 bis 1880 wurde der neue Bahnhof gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beste Informationsquelle über die Finanzlage und das Vermögen einer Stadt ist der Haushaltsplan. Trotz aller Bemühungen ist es nicht gelungen, einen Haushaltsplan der letzten Jahre zu erhalten. Es muß daher auf Unterlagen früherer Jahre zurückgegriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war die Aufgabe des Stadtkämmeres, dafür zu sorgen, daß die Erfüllung der vielseitigen Aufgaben der Stadtverwaltung und zur Besoldung der städtischen Gefolgschaft erforderlichen Mittel ausreichend und rechtzeitig zur Verfügung standen. Dem Stadtkämmerer unterstanden - abgesehen von seinen anderen Arbeitsgebieten als Bürgermeister - die Finanzverwaltung, das Steueramt und das Grundstücksamt. Die ersten umfaßte die eigentliche Geldverwaltung, das Steueramt und die Einziehung und Verwaltung der Gemeindesteuern; vom Grundstücksamt wurden alle städtischen Grundstücke verwaltet, so die öffentlichen, der Verwaltung selbst dienende Gebäude, wie das Rathaus, das Verwaltungsgebäude am Rosengarten usw., die städtischen Gaststätten und die zahlreichen städtischen Mietshäuser mit etwa 500 Wohnungen. Dazu die Besitzungen der Stadt auf dem Lande, wie das Gut in Kantersdorf - etwa 1000 Morgen, in bester Kultur- und Grundbesitz in Giersdorf, Kreisewitz, Böhmischdorf und Leubusch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bürgermeister und Stadtkämmerer Waldemar RECHE===&lt;br /&gt;
Bürgermeister und Stadtkämmerer W. RECHE (geb. 14.12.1881 in Glatz/Schlesien, gest. 31.07.1958 in Plön/Holstein) hat in den letzten 10 Jahren vor der Vertreibung wie kein anderer die Geschicke der Stadt Brieg wesentlich mitbestimmt. Der gelernte Jurist kam im Jahre 1934 aus Kreuzburg nach Brieg. Daß die Finanzen der Stadt geordnet waren, ist in erster Linie sein Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Oberbürgermeister Kurt SCHMIDT Anfang des Krieges zur Wehrmacht eingezogen wurde, vertrat er die Stadt in allen Lebensbereichen. Er hat die Bewohner auch sicher durch die Stürme des Krieges geführt. Nach der Vertreibung hat er es als seine vornehmste Aufgabe angesehen, die in der Zerstreuung lebenden Landsleute zu sammeln und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. An dem Zustandekommen der ersten Patenschaft einer westdeutschen Stadt über eine ostdeutsche hat Bürgermeister RECHE wesentlichen Anteil. Als erster Heimatkreisvertrauensmann konnte er vielen seiner Landsleute bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche im Lastenausgleich behilflich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Einnahmequellen außer den Steuern waren Überschüsse von Wasserwerk - Elektrizitätswerk - städt. Ziegelei und die Gebühren aller Art z.B. für Müllabfuhr - städt. Krankenhaus - Kanalisation usw. Darüber hinaus flossen der Stadtkämmerei aus der Stadtgärtnerei, der städt. Badeanstalt usw. auch noch Einnahmen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtvermögen gliederte sich in Grundvermögen und Kapitalvermögen. Städt. Wohngrundstücke befanden sich in der Siedlung, auf dem Ribaplatz, der Riedelstraße, der Martin-Schmidt-Straße, der Moltkestraße, Glawnigstraße und Schellerstraße. Von den vielen öffentlichen Gebäuden seien neben dem Rathaus nur die Sportplatzanlage und das Piastenschloß erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den landwirtschaftlich genutzten Grundstücken innerhalb des Stadtgebietes besaß die Stadt noch Güter in Kantersdorf, Alzenau und Pogarell. Ein 50 ha großes Industriegelände im Osten der Stadt war für die Ansiedlung verschiedener Industrien vorgesehen. Zu erwähnen ist ferner noch der Julius-Peppel-Park, sowie Streubesitz in Giersdorf, Paulau, Groß Neudorf und Hermsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kapitalvermögen waren Spareinlagen, Hypotheken und Reichsanleihen zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für den Einheitswert im Lastenausgleich können gerettete Grundsteuerquittungen werden, wenn die einzelnen Hebesätze des Grundsteuermessbetrages bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind sie:&lt;br /&gt;
Der Hebesatz für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke betrug 140% vom Grundstückmessbetrag, und bei bebauten Grundstücken lag er bei 233%. Der Hebesatz der Gewerbesteuer nach Ertrag und Kapital war auf 300% festgesetzt. Diese Hundertsätze waren für des Jahr 1939 festgesetzt worden und sind wohl auch so bis zum Jahre 1944 verblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg3.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)&amp;diff=934940</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)</title>
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		<updated>2011-05-02T05:24:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: /* Die Stadt Brieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||Die Stadt Brieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausgegeben von der Stadt Goslar zum 10. Treffen der Brieger in Goslar im September 1964. Abgeschrieben von Hermann Hosp aus D-54516 Wittlich in Rheinland-Pfalz. Überarbeitet und umgesetzt in HTML-Code durch Dr.-Ing. Frank Knorr aus D-03185 Teichland, OT Maust in Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Stadt Goslar vom 08.05.2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbemerkung ==&lt;br /&gt;
Anfang 2001 begann Hermann Hosp, das bei ihm vorliegende Heft &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot; aus dem Jahre 1964 in loser Folge abzuschreiben. Er stellte seine Beiträge in die &amp;quot;Schlesienliste&amp;quot; des deutschen Vereins für Computergenealogie. In dieser Mailingliste stieß er damit auf eine so große Resonanz, daß er mehrfach gebeten wurde, die Beiträge im World Wide Web zu veröffentlichen. Grund hierfür ist sicherlich die Fülle an Informationen, die in diesem Heft steckt und die für jeden Ahnenforscher der am Kreis Brieg in Schlesien interessiert ist, von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war er nun der Wunsch, aber zwei Dinge galt es zu beachten. Zunächst musste geklärt werden, ob eine Veröffentlichung mit den Urheberrechten der verschiedenen Autoren an diesem Heft vereinbar ist und zweitens kennt sich Hermann mit der HTML-Sprache nicht aus. Die Zustimmung zur Veröffentlichung wurde auf Anfrage erteilt und Frank Knorr, ebenfalls Mitglied der Schlesienliste und mit zahlreichen Vorfahren aus dem Kreis Brieg, fand sich bereit, die Umsetzung in HTML-Code vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Fassung entspricht inhaltlich bis auf Details dem Original von 1964. Für Ergänzungen und Hinweise sind wir dankbar. Sie würden zu einer Fortschreibung dieser kleinen Chronik führen. Wir wünschen allen einen interessanten Lesestoff. Ein Dankeschön gilt Jesper Zedlitz vom deutschen Verein für Computergenealogie für die Unterstützung und Bereitstellung des Webspaces auf dem Genelogieserver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hermann Hosp und Dr. Frank Knorr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wittlich und Teichland, im Mai 2001&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
===Die Stadt Brieg===&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Zur Geschichte der Stadt Brieg|Geschichte der Stadt Brieg]]&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das Stadtgebiet|Das Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
**Geographische Lage&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung|Die Bevölkerung]]&lt;br /&gt;
**Einwohnerzahlen&lt;br /&gt;
**Verkehrsverbindungen&lt;br /&gt;
**Die Stadtverwaltung&lt;br /&gt;
***Aufbau und Organisation der Verwaltung&lt;br /&gt;
***Städtische Einrichtungen und Betriebe&lt;br /&gt;
***Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende&lt;br /&gt;
**Schulen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Theater&lt;br /&gt;
**Musikpflege&lt;br /&gt;
**Sport &amp;amp; Sportvereine&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Öffentliche Einrichtungen|Öffentliche Einrichtungen]]&lt;br /&gt;
**Grünlagen&lt;br /&gt;
**Stadtforst&lt;br /&gt;
**Krankenhaus&lt;br /&gt;
**Schlachthof&lt;br /&gt;
**Stadtwerke&lt;br /&gt;
**Marsstall&lt;br /&gt;
**Feuerwehr&lt;br /&gt;
**Baugeschichte&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Wirtschaft und Verkehr|Wirtschaft und Verkehr]]&lt;br /&gt;
**Industriebetriebe&lt;br /&gt;
**Gewerbebetriebe&lt;br /&gt;
**Geldinstitute&lt;br /&gt;
**Apotheken&lt;br /&gt;
**Zeitung&lt;br /&gt;
**Innungen&lt;br /&gt;
**Post&lt;br /&gt;
**Bahn&lt;br /&gt;
**Städtische Finanzen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Behörden und Vereine, Berühmte Brieger|Behörden und Vereine, Berühmte Brieger]]&lt;br /&gt;
**Behörden&lt;br /&gt;
**Vereine&lt;br /&gt;
**Berühmte Brieger&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Garnisonstadt Brieg|Garnisonstadt Brieg]]&lt;br /&gt;
**Das Infanterie-Regiment 157 im Kriegseinsatz 1914/1918&lt;br /&gt;
**Der Kriegsverlauf für die Truppen der Brieger Garnison&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das bittere Ende|Das bittere Ende]]&lt;br /&gt;
**Brieger auf der Flucht&lt;br /&gt;
**Der Kampf um Brieg&lt;br /&gt;
**Brieg wird noch einmal Festung&lt;br /&gt;
**Zerstörung der Stadt mit Tabellen&lt;br /&gt;
**Der Wiederaufbau Briegs&lt;br /&gt;
**Polnisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Landkreis Brieg===&lt;br /&gt;
*Das Kreisgebiet&lt;br /&gt;
**Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
**Landratsamt&lt;br /&gt;
**Kreisbehörden&lt;br /&gt;
**Schul- und Kulturwesen&lt;br /&gt;
**Kirchliches Leben&lt;br /&gt;
**Schicksale Brieger Kirchenglocken&lt;br /&gt;
**Turn- und Sportvereine&lt;br /&gt;
**Forsten&lt;br /&gt;
**Krankenkassen&lt;br /&gt;
**Deichverbände&lt;br /&gt;
**Gendarmerien&lt;br /&gt;
**Feuerlöschwesen&lt;br /&gt;
*[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Gemeinden des Kreises Brieg (Brzeg)|Gemeinden des Kreises Brieg]]&lt;br /&gt;
**Löwen&lt;br /&gt;
***Lage und Geschichtliches&lt;br /&gt;
***Die Stadt Löwen&lt;br /&gt;
***Schulen und Kulturpflege&lt;br /&gt;
***Das Amtsgericht Löwen&lt;br /&gt;
***Das Schloß Löwen und die Neisse-Mühle&lt;br /&gt;
***Zuckerfabrik Froebeln AG&lt;br /&gt;
***In der Heimat verbliebene Löwener&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern|Amtsbezirk Scheidelwitz mit Scheidelwitz, Neu Limburg u. Groß Döbern]]&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Michelwitz mit Michelwitz, Luisenthal und Schreibendorf&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Leubusch mit Leubusch, Neu Leubusch u. Piastenthal&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Stoberau mit Stoberau, Altköln, Neuköln u. Riebnig&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Karlsmarkt mit Karksmarkt, Alt Hammer u. Groß Kauern&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Mangschütz mit Mangschütz, Neu Sorge, Raschwitz, Rogelwitz und Tarnowitz&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Schwanowitz mit Schwanowitz, Pramsen u. Schönau&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Groß Neudorf mit Groß Neudorf u. Gerlachshain&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Rosenthal mit Rosenthal, Buchwitz, Frohnau u. Koppen&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Lossen mit Jägerndorf, Jeschen und Lossen&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Michelau mit Michelau, Kantersdorf, Klein Neudorf und Taschenberg&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Groß Jenkwitz mit Groß Jenkwitz u. Böhmischdorf&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Schönfeld mit Schönfeld, Pampitz u. Konradswaldau&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Zindel mit Zindel und Bankau&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Briesen mit Briesen, Linden und Rathau&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Mollwitz mit Mollwitz, Bärzdorf, Grüningen und Laugwitz&lt;br /&gt;
**[[Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau|Amtsbezirk Schüsselndorf mit Schüsselndorf, Hermsdorf u. Paulau]]&lt;br /&gt;
**Amtsbezirk Alzenau mit Alzenau, Giersdorf, Johnsdorf, Kreisewitz und Pogarell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ergänzungen===&lt;br /&gt;
*Dichterisches zu Brieg&lt;br /&gt;
*Jüdisches Leben in Brieg&lt;br /&gt;
*Brieger Chronologie 1740-1947 aus: Neuere Geschichte der Stadt Brieg&lt;br /&gt;
*Stadtplan von Brieg, ca. 1920&lt;br /&gt;
*Fotosammlung zum Kreis Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|index.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/%C3%96ffentliche_Einrichtungen&amp;diff=934939</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Öffentliche Einrichtungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/%C3%96ffentliche_Einrichtungen&amp;diff=934939"/>
		<updated>2011-05-02T05:23:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Die Bevölkerung|}}  ==Grünanlagen== left right  Neben...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Die Bevölkerung|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grünanlagen==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegtmaid1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:jpeppel1.jpg|200px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Bezeichnung als &amp;quot;Piasten&amp;quot; - und &amp;quot;Dreianker-Stadt&amp;quot; besaß Brieg noch eine dritte, nämlich die einer &amp;quot;Gartenstadt&amp;quot;. Die gewaltigen alten Wallanlagen, die sich um die ganze Altstadt bis zur Oder hinzogen, wurden nach ihrer Schleifung zu herrlichen Anlagen umgestaltet. Promenade mit Bismarkdenkmal, Wallgraben und Pfennigbrücke, Bergelpromenade mit Milchhäuschen, Goldfischteich, Trauerbuche, Bronzeplastik &amp;quot;Trinkendes Mädchen&amp;quot; und Schwanenteich, Rosarium, Wolfsschlucht sowie die Oderpromenade mit dem alten Odertor glichen einem Kurpark. Wem eine Wanderung hierdurch nicht genügte, der ging in den 63 ha großen Stadtpark, den &amp;quot;JULIUS-PEPPEL-Park&amp;quot;, der nach seinem Schöpfer, dem Oberbürgermeister Julius PEPPEL, benannt war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtforst==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtforst von Brieg lag nicht innerhalb seiner Stadtgrenzen, sondern im Kreisgebiet bei Leubusch. Sie umfaßte etwa 3.000 Morgen. Der Wald wies je nach Qualität des Bodens verschiedene Bestände auf und brachte gute Erträge; auch Hoch- und Niederwild war vorhanden. In letzter Zeit ist noch Damwild eingeführt worden; es wurde im Gatter gehalten. Im Wald befand sich auch ein Jagdhäuschen mit Übernachtungsgelegenheit und die Gaststätte &amp;quot;Wechmannsruh&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Städtisches Krankenhaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den privaten Krankenhäusern des evangelischen Diakonissenstifts in der Steinstraße und dem katholischen St. Marienstift in der Lindenstraße bot das Städtische Krankenhaus in der Neuhäuser Straße etwa 100 Kranken Pflege und Heilung. Die Leitung lag in den Händen tüchtiger Ärzte. Ein großer Neubau war in der neuen Hindenburgstraße geplant. Das neue Krankenhaus sollte die drei alten Anstalten völlig ersetzen und jeden vorauszusehenden Mehrbedarf für die Zukunft aufnehmen. Daneben waren Ärzte- und Schwestern-Wohnungen, Verwaltungsgebäude, Park usw. vorgesehen. Das alte städtische Krankenhaus in der Neuhäuser Straße sollte zu einem würdigen Altersheim umgebaut werden, weil das vorhandene an der Neißer Straße neuzeitlichen Ansprüchen nicht mehr genügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges wurde das städtische Krankenhaus für Lazarettzwecke in Anspruch genommen. Letzte leitende Ärzte waren Dr. A. LÜCK, + 1945 in der Lüneburger Heide und Dr. K. JENETZKY, Bayreuth, Bahnhofstraße 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlachthof==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg gehörte zu den Städten, die keinen eigenen Schlachthof besaßen. Er befand sich noch im Besitz der Fleischerinnung Brieg. Die Stadt wollte diese wichtige Einrichtung allerdings in ihren Besitz übernehmen. Hierfür war schon ein leitender Tierarzt und städtischer Veterinär nebst Hilfspersonal eingestellt. Erweiterungs- und Verbesserungspläne, der Neuzeit entsprechend lagen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Bedeutung für Industrie, Handel, Gewerbe usw. braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Entsprechend der ständig wachsenden Bevölkerung mit ihren vielseitigen Bedürfnissen mußte die Anlagen ständig erweitert und verbessert werden. Die Verwaltungsräume befanden sich im neuen Sparkassengebäude in der Mollwitzer Straße. Während des Krieges wurden an die Stadtwerke ganz besondere Anforderungen gestellt. Im Rahmen der Verlagerung kriegswichtiger Industrie- und Entwicklungsbetriebe waren oft in kürzester Zeit schwierigste Erweiterungs- und Umlegungsarbeiten am Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetz auszuführen und Kapazitätserhöhungsaufgaben zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Städtischer Marstall==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der städtische Marstall hatte seine Bezeichnung aus der Zeit erhalten, da die Fahrzeuge noch von Pferden gezogen wurden. Im letzten Jahrzehnt vor der Vertreibung ist der Betrieb stark modernisiert und motorisiert worden. Dem Marstall oblag mit seinem Arbeitskräften die Sauberhaltung der Straßen zu allen Jahreszeiten. In den 30iger Jahren ist auf dem Gelände des Marstalles sogar eine Seidenraupenzucht angelegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebsangehörigen des Marstalles waren gleichzeitig Einsatzkräfte des Entgiftungstruppe für den Luftschutz. Ein großer Krupp-Sprengwagen mit Spezialdüsen für Straßenentgiftung und Chlorkalk-Anhänger, sowie moderne Gummi-Schutzanzüge waren ihre Ausrüstung. Die Fachausbildung lag in den Händen des Chemikers, Stud.Rat Dr. REINISCH, Gadderbaum, Kreis Bielefeld, Maraweg 7a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Freiwillige Feuerwehr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele gleich große Städte besaß Brieg auch eine Feuerwehr, die sich aus etwa 100 Freiwilligen zusammensetzte, und zwar aus allen Kreisen der Bürgerschaft, besonders aber aus der Handwerkerschaft. Getreu dem Wahlspruch: &amp;quot;Gott zur Ehr und dem Nächsten zur Wehr&amp;quot; hat die freiwillige Feuerwehr auch bei Wassernot und in anderen Fällen das Ihre zur Erhaltung der Stadt und ihrer Bürger beigetragen. Ständige Verbesserungen und Verstärkung der Geräte war die stete Sorge der Stadtverwaltung. Neben der freiwilligen städtischen Feuerwehr gab es noch Betriebsfeuerwehren mit eigenem motorisiertem Gerät bei den Firmen GÜTTLER &amp;amp; Co., PZILLAS, T.T. HEINZE, LOEWENTHAL, MOLL usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die freiwillige Feuerwehr Brieg verfügte in ihrem Feuerwehrhaus Mühlstraße - altes Zeughaus, früher Franziskanerkloster über ein ideales Ausbildungs- und Einsatzzentrum. Es enthielt neben der großen Exerzierhalle mit eingebautem Steigerturm die Fahrzeughalle, den Schlauchtrockenturm, 2 große Versammlungs- und Ausbildungsräume, das Vorstandszimmer mit der von dem Brandmeister, Ing. Rudolf KELLNER, geschaffenen Lehrmittelschau, die z.B. die Modelle aller bekannten Dachstuhlkonstruktionen aufwies, sowie einen Luftschutzraum. Drei komplette Löschzüge, bei denen sich u.a. eine vollautomatische Magirus-Drehleiter auf Mercedes-Pritsche befand, bedeuteten den Wehrmännern ein gutes Rüstzeug. Dadurch, daß im Feuerwehrhaus drei in städtischen Diensten stehende Kraftfahrer wohnten, erreichte die mit den in der Nähe wohnenden Kameraden die Schlagkraft und Einsatzbereitschaft einer Berufsfeuerwehr. Eine moderne Feuermeldeanlage, deren umfangreicher Melde- und Schaltschrank in der Polizeiwache stand, mit Feuermeldern, von denen aus jederzeit die Polizei und das Feuwehrhaus telefonisch erreichbar waren und Alarmglocken in der Wohnung jedes Feuerwehrmannes ergänzten die schnelle Einsatzmöglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Räumung der Stadt wurden die Geräte nach Hirschberg im Riesengebirge überführt. Dabei blieb unterwegs die große Autospritze liegen. Die Großgeräte kamen in die Sammelstelle im Schloßpark Bad Warmbrunn. Ein Mercedes Mannschaftwagen wurde von der Feuerwehr Hirschberg übernommen. Zwei Tragkraftspritzen mit Pkw-Zugwagen und div. Material wurden am 30.3.1945 dem Feuerwehrleiter der Werksfeuerwehr &amp;quot;Schlesische Zellwolle AG&amp;quot; in Hirschberg auf Weisung des Reg. Präs. vom Feuerwehrdezernat übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Feuermelder in der Stadt Brieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Logaustraße, Fabrik GÜTTLER&lt;br /&gt;
#Steinstraße, Ecke Gartenstraße, Schule&lt;br /&gt;
#Neuhäuserstraße 54&lt;br /&gt;
#Robert-Pzillas-Straße, am Weinberg&lt;br /&gt;
#Schönauer Straße, Zuckerfabrik NEUGEBAUER&lt;br /&gt;
#Fischerstraße, Ecke Robert-Pzillas-Straße&lt;br /&gt;
#Fischerstraße 15&lt;br /&gt;
#Steinstraße 1, Heil- und Pflegeanstalt&lt;br /&gt;
#Schauspielhaus 2. Stock&lt;br /&gt;
#Schauspielhaus Bühne&lt;br /&gt;
#Lange Straße 11, Bankhaus EICHBORN&lt;br /&gt;
#Piastenstraße, Ecke Logaustraße&lt;br /&gt;
#Dreiankerstraße, gegenüber der Firma T.T. HEINZE&lt;br /&gt;
#Schulstraße 19&lt;br /&gt;
#Feldstraße 8&lt;br /&gt;
#Ohlauer Straße 49&lt;br /&gt;
#Lange Straße, Gymnasium&lt;br /&gt;
#Mollwitzer Straße, Ecke Lange Straße&lt;br /&gt;
#Moltkestraße, Kaserne, unteres Tor am Stabsgebäude&lt;br /&gt;
#Schwarzer Weg, Ecke Siedlungsstraße&lt;br /&gt;
#Ohlauer Straße 35&lt;br /&gt;
#Holzmarkt, Gasthaus &amp;quot;ZUM GOLDENEN SCHIFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
#Ziegeleistraße, Kläranlage&lt;br /&gt;
#Fabrik MOLL&lt;br /&gt;
#Schleusendamm 1, Schlachthof&lt;br /&gt;
#Mühlendamm 4, Gasthaus&lt;br /&gt;
#Zollstraße, am Katasteramt&lt;br /&gt;
#Burgstraße, Ecke Ring&lt;br /&gt;
#Mühlstraße 13&lt;br /&gt;
#Ring, Betriebswerke&lt;br /&gt;
#Oppelner Straße, Ecke Nikolaistraße&lt;br /&gt;
#Nikolaistraße, Einfahrtstor zum großen Exerzierplatz&lt;br /&gt;
#Bahnhofstraße 41&lt;br /&gt;
#Schüsselndorfer Straße, gegenüber Haus 4&lt;br /&gt;
#Briegischdorfer Straße, Gasthaus STANKOWSKI&lt;br /&gt;
#Siedlung an der Briegischdorfer Straße, vor Haus 2&lt;br /&gt;
#Siedlung an der Schüsselndorfer Straße, am Anfang&lt;br /&gt;
#Bahnhofstraße, Gaswerk&lt;br /&gt;
#Wechmannstraße, Furchnerkolonie&lt;br /&gt;
#Riedelstraße 3&lt;br /&gt;
#Schwarzer Weg, Ecke Albert- Spätlich-Straße&lt;br /&gt;
#Pistoriusstraße, Ecke &amp;quot;Am grünen Anger&amp;quot;&lt;br /&gt;
#Roonstraße am Ribaplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aus der Baugeschichte der Stadt Brieg&amp;lt;ref&amp;gt;Herausgegeben durch das Stadtbauamt 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegbring1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:briegring92-1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg wurde im Jahre 1250 an dem Oder-Übergang der alten Handelsstraße von Böhmen nach Polen angelegt. In ihrem Mittelpunkt lag der Ring mit dem Rathaus und mit Geschäfts-, Gast- und Bürgerhäusern. Von dort führten Straßen nach den ehemaligen Stadttoren und zu den umliegenden Städten und Dörfern. In der Blütezeit unter Herzog Georg II. sind Piastenschloß, Rathaus, Gymnasium und private Giebelhäuser entstanden. Bei der Belagerung der Stadt durch Friedrich den Großen wurde das Piastenschloß zerstört und nur notdürftig instandgesetzt, dagegen die Festungswälle massiv ausgebaut und erweitert. Auch Kasernen, Proviant- und Salzmagazine wurden errichtet. Die private Bautätigkeit lag darnieder. Nach der Besetzung Preußens durch die Franzosen wurden die Festungswälle 1807 geschleift. Die Stadt konnte sich nach drei Seiten ausdehnen, und als nach dem Krieg 1870/71 Industrie und Handel wieder aufblühten, sich auch in baulicher Hinsicht weiter entwickeln. Es wurde ein modernes Wasserwerk gebaut, eine Kanalisation mit einer neuzeitlichen biologisch-mechanischen Kläranlage geschaffen, sämtliche Straßen mit zementvergossenem Granitpflaster versehen, ein 63 ha großer Stadtpark nach dem Muster englischer Gärten angelegt, neue Kasernen gebaut, eine Landwirtschaftsschule, ein Lehrerseminar mit Direktorenwohnhaus und Turnhalle, ein Lyzeum mit Mittelschule, ein Land- und Amtsgericht mit Gefängnis, ein Zollamt und Garnisonslazarett errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wachstum der Stadt entsprechend sind auch die erforderlichen Wohnungen gebaut worden, kurz nach dem 1. Weltkrieg wurden allein rund 500 Wohnungen durch Neubauten erstellt. Später hat die Wohnungsbaugesellschaft Brieg GmbH, an der die Stadt mit 51% beteiligt war, den Wohnungsbau übernommen und bis Ende 1945 insgesamt 452 Wohnungen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1925/26 wurde ein neuzeitlicher Sportplatz mit Laufbahn und Spielfeld, einer asphaltierten Radrennbahn, Übungsplätzen, Tennisplätzen pp. geschaffen. Etwa 2 Jahre später ist ein Heldenhain mit einem Denkmal in Form einer Stufenterrasse mit 5 Säulen, die 5 Kriegsjahre darstellten, und 2 Gedächtnishallen angelegt worden. Der Umbau des Lehrerseminars zu einer Oberschule erforderte eine Neuausstattung der Physik-, Chemie- und Biologieklassen. Eine Volksschule wurde zu einer Berufsschule umgewandelt. Das Stadttheater ist durch den Einbau einer neuen Soffitten- und Bühnenbeleuchtung, Aufstellen eines neuen Gestühls im Zuschauerraum und Anlage einer Warmwasserheizung modernisiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde Brieg wieder Garnisonstadt. Die Infanterie-Kasernen wurden für das Reiterregiment Nr. 8 umgebaut und die erforderlichen Pferdeställe und Rauhfutterscheunen errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Jahre 1933 ab wurden zunächst die Altwohngebäude ausgebessert, die Kleinhaussiedlung gefördert, das Anschlußgleis der alten Zuckerfabrik beseitigt, das Gelände baureif hergerichtet, der Bauhof verlegt, das Salzmagazin an der Mollwitzer Straße abgebrochen und auf diesem Gelände eine neue Sparkasse errichtet. Eine 26 klassige Volksschule mit Brausebädern wurde erstellt, das Stadttheater weiter ausgebaut und der Ausbau des Piastenschlosses fortgesetzt. Auch das Baggerbad mit Gaststätte, Umkleideräumen und Liegewiesen wurde gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Aufbaues der Luftwaffe ist ein neuer Flugplatz mit Verwaltungsgebäuden, Kasernen, Flugzeughallen und Werften angelegt worden. Weitere Kasernen mit den erforderlichen Nebengebäuden enstanden im Osten der Stadt. In einer Bucht an der nahen Oder wurde ein Pionierübungsplatz mit Hafen, Aufenthalts- und Geräteräumen angelegt. Durch die Ausführung der Kasernenbauten und die Belegung der Stadt mit Truppen hat die Wirtschaft einen starken Auftrieb erhalten. Es mußten neue Verkaufsläden, Werkstätten, Gaststätten, Lagerräume usw. errichtet bzw. ausgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Kriegsjahre wurde durch die Verlagerung kriegswichtiger Betriebe wie Hentschel-Flugzeugwerke Berlin-Johannesthal; Vorrichtungs- und Gerätebau H. Engelhardt und H. Agatz, Berlin; Georg Osram, Berlin; Daimler-Benz, Berlin; Hein, Wuppertal; Panzerreparaturwerkstatt Ost, das Baugewerbe übersättigt. Es mußten aus der Umgebung eine Anzahl von Firmen herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Länge des Krieges waren Hoch- und Tiefbauarbeiten weitgehend eingeschränkt worden. Für die Nachkriegszeit aber lagen fertige Baupläne bereits vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entlastung des ständig wachsenden Verkehrs in der Innenstadt sollten Durchgangs- und Umgehungsstraßen gebaut werden, eine Autostraße in Verlängerung der Reichstraße 5, Breslau-Oberschlesien, am Briesener Block abbiegen, südlich den Stadtpark umgehen und etwa an der städt. Ziegelei vor Paulau wieder auf die bisherige Straße stoßen. Eine andere Durchgangsstraße sollte im Zuge der Schüsselndorfer Straße-Piastenstraße-Gartenstraße und Georgstraße auf einer zweiten Oderbrücke den Strom kreuzen und dann, nach Norden schwenkend, die Straße nach Scheibendorf erreichen. Schließlich war noch beabsichtigt, die Lindenstraße und Logaustraße mit Hilfe eines Durchbruches der Lindenstraße zwischen Knaben-Volksschule und Marienstift über die Promenade hinweg zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Projekt war der neue Oderhafen. Durch den von der Provinz Schlesien in Aussicht genommenen großen Ausbau der Wasserstraßen im Osten wurde Brieg unmittelbar mit berüht. Hierzu wäre das Flußbett zu verbreitern und zu vertiefen gewesen, um auch größere Schiffe den Strom befahren zu lassen. Unter Hinzuziehung erfahrener Sachverständiger wurden daher Pläne für einen leistungsfähigen Umschlaghafen in der Mündung des Paulauer Baches und des Koppener Kanales neben einer größeren Reparaturwerft ausgearbeitet. Langwierige Verhandlungen mit den Behörden wegen des Grunderwerbs, Eingemeindungen, Gleisanschlüsse usw. waren hierzu erforderlich geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Reichsbahn plante eine bedeutende Erweiterung des Güterbahnhofs. Die Durchführung hätte starke Eingriffe in städtisches Gelände gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht unerwähnt bleiben dürfen die weiteren Baupläne für den Neubau eines Krankenhauses, die Wiederherstellung des Piastenschlosses und den Erweiterungsbau des Rathauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg2.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Die_Bev%C3%B6lkerung&amp;diff=934938</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung</title>
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		<updated>2011-05-02T05:23:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Übertragung von /reg/SCI/Brieg/st-kr/stbrieg2.html&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||Öffentliche Einrichtungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamt: 31.009&lt;br /&gt;
davon: 15.574 Frauen&lt;br /&gt;
davon. 15.435 Männer&lt;br /&gt;
davon: 74% evangelisch&lt;br /&gt;
davon: 23% katholisch&lt;br /&gt;
davon: 3% sonstige&lt;br /&gt;
Beschäftigte 1939 = 23.566, davon:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbständige	11,5%&lt;br /&gt;
Beamte	13,6%&lt;br /&gt;
Angestellte	17,1%&lt;br /&gt;
Arbeiter	55,9%&lt;br /&gt;
Sonstige	1,9%&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einwohnerzahlen==&lt;br /&gt;
1675 = 3.600&lt;br /&gt;
1741 = 3.244&lt;br /&gt;
1805 = 10.041&lt;br /&gt;
1876 = 15.269&lt;br /&gt;
1895 = 21.304&lt;br /&gt;
1910 = 29.035&lt;br /&gt;
1925 = 27.344&lt;br /&gt;
1933 = 29.816&lt;br /&gt;
1939 = 31.419&lt;br /&gt;
1946 = 7.700&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrsverbindungen==&lt;br /&gt;
Dicht an Brieg vorbei führte die Autobahnstrecke Berlin - Breslau - Oberschlesien. Das Teilstück Brieg - Gleiwitz konnte noch vor dem Krieg fertiggestellt werden. Die Anschlußstelle befand sich nur wenige Kilometer entfernt hinter Hermsdorf. Durch Brieg hindurch führte die Reichsfernstraße Nr.5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste und bedeutenste Verkehrsweg allerdings war der Schiffahrtsweg auf der Oder von Cosel über Breslau bis Stettin zur Ostsee. Massengüter aller Art wurden hier befördert, insbesondere die oberschlesiche Kohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind außerdem noch zahlreiche Autobus-Verbindungen, die von Brieg aus in die entfernten Dörfer des Kreisgebietes führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg lag an der Eisenbahnhauptlinie Breslau - Oberschlesien mit ihren Verbindungen nach Wien, Prag und dem Orient. Sie war darüber hinaus auch Verkehrsknotenpunkt, weil von Brieg aus die Nebenlinien Brieg - Neiße - und Brieg - Strehlen verkehrten. Geplant war außerdem noch die Nebenlinie Brieg - Namslau. Durch den Krieg ist das Projekt nicht mehr zur Ausführung gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Stadtverwaltung==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935 wurde die alte preußische Magistratsverfassung durch die Deutsche Gemeindeordnung ersetzt. Aufbau und Organisation der Verwaltung waren demgemäß auch hierdurch bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===A. Aufbau und Organisation der Verwaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Oberbürgermeister:&lt;br /&gt;
Kurt Schmidt, jetzt Rechtsanwalt und Notar in Fröndenberg, Am Stift 18&lt;br /&gt;
Hauptamt - Pressestelle - Stadttheater - Stadtforst - Stadtarchiv - Museum - Stadtverwaltungsgericht - Stadtsparkasse - Standesamt - Rechnungsprüfungsamt - Polizeiverwaltung - Amt für Wirtschaftsförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Bürgermeister und Stadtkämmerer:&lt;br /&gt;
Waldemar Reche, + 31.7.1958 in Plön/Holstein&lt;br /&gt;
Finanzverwaltung - Steuern - Stadthauptkasse - Grundstücksamt - Kirchenpatronate - Schulverwaltung - Ernährungs- und Wirtschaftsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtbaurat:&lt;br /&gt;
Dr. Ing. Krause, im Krieg vermißt&lt;br /&gt;
Stadtplanung - Hoch- und Tiefbau - Siedlungswesen - Baupolizei - Wohnungsamt - Vermessungsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Magistratsrat:&lt;br /&gt;
Dr. Kampczyk, 25.3.1954 in Hohenstein/Sachsen&lt;br /&gt;
Wohlfahrtsamt - Fürsorgeamt - Erwerbslosen-, Renten-, Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge - Jugendamt - Versicherungsamt - Tarifangelegenheit - Konzessionssachen - Verwaltung des Städt. Krankenhauses - Verwaltungspolizei - Quartieramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Paul Mende,  + 5.8.1947 in Luckenwalde&lt;br /&gt;
Bürgerhospital - Obdachlosenheim - Armenhaus - Siechenheim - Kinderhort - Marktwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Wilhelm Reppert, + 12.8.1959 in Bitterfeld/Sachsen&lt;br /&gt;
Marstallverwaltung - Straßenreinigung - landwirtschaftliche Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Alfred Kassubek in Löwensen über Bad Pyrmont&lt;br /&gt;
Kaufmännische Leitung der Stadtbetriebswerke - Freiwillige Feuerwehr - Luftschutz - Heimatmuseum - Volksbücherei - Verkehrsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Adolf Brandt, Oberhausen-Holten, Rahnstraße 212&lt;br /&gt;
Verwaltung des Schlachthofes - Städt. Volksbadeanstalt - Schiedsmannangelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===B. Städtische Einrichtungen und Betriebe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1. Stadtwerke:&lt;br /&gt;
Werksleitung und Kaufmännische Leitung: Stadtrat Kassubek&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Elektrizitätswerkes: Direktor Karl Matheis, + 21.3.1948 in Wenzendorf&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Gas- und Wasserwerkes: Direktor Franz Burkheiser in Bergzabern/Pfalz, Auf der Rötz 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Stadtgärtnerei:&lt;br /&gt;
Stadtoberinspektor Gerhard Mader, Vaterstetten, Kreis Ebersbach, Lilienstraße 606&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtforst:&lt;br /&gt;
Städt. Oberförster Erich Hagen in Langenei/Sauerland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Heimatmuseum:&lt;br /&gt;
Studienrat Günther, vermißt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadttheater:&lt;br /&gt;
Indendant Lenau, Perneck/Fichtelgebirge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Städt. Badeanstalten: ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Städt. Marstall:&lt;br /&gt;
Stadtinspektor Marks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Freiw. Feuerwehr:&lt;br /&gt;
Branddirektor Matheis, s.o.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Städt. Sparkasse:&lt;br /&gt;
Direktor Herbert Matz, Münster, Melcherstraße 30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Hotel u. Gaststätten:&lt;br /&gt;
Hotel &amp;quot;Goldenes Lamm&amp;quot; und Stadtparkrestaurant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Stadtarchiv:&lt;br /&gt;
Stadtarchivar Georg Wenzel, Frühjahr 1945 auf dem Marsch in die Gefangenschaft verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Stadtbücherei:&lt;br /&gt;
Lehrer Karl Scholz, Brieg, Riedelstraße 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Behördlicher Luftschutz:&lt;br /&gt;
Stadtrat Kassubek und Polizeiinsp. Bullan, Goslar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgaben der Stadtverwaltung konnten trotz aller Mängel in personeller Hinsicht infolge des totalen Krieges bis zum Verlassen Briegs in mustergültiger Weise wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 22. zum 23.1.1945 mußte die Stadt auf Befehl des Gauleiters geräumt werden. Das galt auch für die Verwaltung. Der Oberbürgermeister war zur Wehrmacht eingezogen. Bürgermeister Reche als sein ständiger Vertreter überführte die Stadtverwaltung in den für Brieg Stadt und Land vorgesehenen Auffangkreis Hirschberg im Riesengebirge. Dort war nach den gegebenen Verhältnissen eine geordnete Verwaltungstätigkeit nicht mehr möglich. Es wurden nur in einigen Räumen des Hirschberger Rathauses die Dienstgeschäfte abgewickelt, sowie Rat und Auskunft erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Februar 1945 kam dann der Befehl, auch Hirschberg zu räumen. Damit mußte jede weitere Verwaltungsarbeit eingestellt werden. Die Stadtverwaltung hatte aufgehört zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende===&lt;br /&gt;
Der Ehrenbürgerbrief einer deutschen Stadt stellt eine seltene und hohe Auszeichnung dar. Er wird nur solchen Bürgern verliehen, die sich um ihre Vaterstadt in außerordentlichem Maße verdient gemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Stadt Brieg hat im Laufe ihrer langen Geschichte manchen ihrer Bürger auf diese Weise geehrt und ausgezeichnet. Zu ihnen zählt auch der letzte Ehrenbürger und Stadtälteste, Bäckermeister Paul Mende, geb. 9.12.1983 Brieg, gest. 5.8.1947 Luckenwalde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1923 wurde er bereits als Kandidat der Deutschen Volkspartei in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Im Jahre 1930 ist er dann zum unbesoldeten Stadtrat gewählt worden. Anläßlich seines 60. Geburtstages am 9. Dezember 1943 wurde er für seine Verdienste vom Regierungspräsidenten der Provinz Schlesien zum Stadtältesten ernannt. Zugleich wurde ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger Schulen==&lt;br /&gt;
Unter den städtischen Einrichtungen nahmen die Schulen eine besondere Stellung ein. Auf seine Schulen ist Brieg immer stolz gewesen. Es war zwar kein besonderer Stadtschulrat angestellt, aber die Schulverwaltung lag als besonderes Dezernat in der Hand des Bürgermeisters. Erhebliche Beträge hat die Stadt noch kurz vor dem Kriege in die neue Volksschule zwischen der Bismarkstraße und der Strehlener Straße investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volksschulen===&lt;br /&gt;
Brieg besaß fünf Volksschulen; nämlich zwei evangelische Knabenvolksschulen an der Lindenstraße mit den letzten Rektoren ZIEBOLZ und NITZSCHKE, zwei evangelische Mädchenvolksschulen an der Steinstraße mit den letzten Rektoren BOJAK, PANTKE und SCHOLZ. Die katholische Knaben- und und Mädchenvolksschule unter den Rektoren KLEINDAM und PANDER war zunächst in einem alten Gebäude am Piastenschloß untergebracht. Später zog sie dann in den Neubau zwischen der Bismarkstraße und Strehlener Straße um. Im Jahre 1941 wurde diese Schule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Die Schulaufsicht übte Schulrat WOLF aus. Er wohnt jetzt in Effern/Köln, Hönninger Weg 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hilfsschule===&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch eine gut eingerichtete Hilfsschule Leiter war Rektor IRRGANG, + 1.9.1948 in Jena&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mittelschulen===&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Schulgebäude an der Ecke Bahnhof/Feldstraße beherbergte in einem Flügel die Knaben- und Mädchenmittelschule. Diese Schule führte zur mittleren Reife. Der letzte Leiter war Rektor BUSSE; Bardowick, Karl-Peters-Straße 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oberschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen allgemeinbildenden Schulen gab es in Brieg noch zwei staatliche Oberschulen für Jungen und Mädchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühere Gymnasium am Stiftsplatz wurde später in eine staatliche Oberschule für Jungen umgewandelt und führte zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor KUNERT; + 1945 auf dem Wege in die Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Schüsselndorfer Straße war die &amp;quot;Piastenschule&amp;quot; als Oberschule für Jungen und Mädchen gelegen. Sie führte ebenfalls zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor Dr. BOEHM; + 9.4.1948 in Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Das städtische Oberlyzeum an der Ecke Bahnhof/Feldstraße wurde 1935 in eine deutsche Oberschule für Mädchen umgewandelt. Auch sie führte im 9-stufigen Aufbau zur Reifeprüfung. Die letzten Leiter waren die Oberstudiendirektoren UMBREIT, EMDE und SANDKÜHLER.&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch noch eine höhere Landwirtschaftsschule, die auch mit der Reifeprüfung abschloß und zum Studium der Landwirtschaft an Universitäten berechtigte. Der letzte Leiter war Studiendirektor GRÜTZNER. Im Jahre 1943 wurde die Schule allerdings aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Berufsschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Volksschulen schloß sich ein gut ausgebautes Berufs- und Fachschulwesen an. Die gewerbliche und kaufmännische Berufsschule sowie die anderen Fachschulen und die hauswirtschaftliche Berufsschule waren im Schulgebäude der früheren &amp;quot;Bürgerschule&amp;quot; an der Mühlstraße untergebracht. Leiter war zuletzt Direktor Wilhelm PFEIFFER, Bad Nauheim, Blücher Str.42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schülerzahlen in den OBERSCHULEN - MITTELSCHULEN - VOLKSSCHULEN&lt;br /&gt;
(Stand: 1939)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 ________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
 Schulen                      Klassen          Schüler          Lehrkräfte&lt;br /&gt;
 --------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Oberschulen         m. 3        19              471                32&lt;br /&gt;
 Oberschulen         w. 1         8              191                14&lt;br /&gt;
 Mittelschulen          2        12              312                14&lt;br /&gt;
 Volksschulen           6        70            3.274                67&lt;br /&gt;
 Berufsschulen          3         -            1.580                14&lt;br /&gt;
 Berufsfachschulen      3         -               78                 6&lt;br /&gt;
 -------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 Summe                 18       109            5.879               147&lt;br /&gt;
                      ==========================================================&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchliches Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die evangelischen Kirchen zu Brieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur evangelischen Kirche hatte die Stadt Brieg enge Beziehungen. Sie übte das Patronat nicht nur über die evangelische Kirche der Stadt, sondern als einstige Gutsherrin auch über die Kirchen der ehemaligen Kämmereidörfer Leubusch, Gierdorf-Kreisewitz (hier gemeinsam mit dem Grafen Pfeil) und Böhmischdorf aus. Als Kirchenpatron hatte die Stadt nach Anhörung der Kirchengemeinde die Pfarrer zu berufen und sich andererseits an den Kosten der Unterhaltung von Kirche und Pfarrhaus zu beteiligen, und zwar in der Stadt zu einem Drittel und in den Dörfern zu zwei Dritteln. Die Stadt hatte damit auch Sitz und Stimme im Gemeindekirchenrat. Wo allgemeine Belange der Erhaltung geschichtlicher und künstlerischer Werte es forderten, war die Stadt immer bereit, mit ihren Mitteln helfend einzugreifen. Sichtbarsten Ausdruck fand diese Hilfsbereitschaft u.a. bei der Schaffung der herrlichen Engler-Orgel in der evangelischen Nikolai-Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenrechtlich war Brieg in zwei evangelische Kirchengemeinden aufgeteilt, nämlich in die evangelisch-reformierte Stadtpfarrgemeinde St. Nikolai und in die evangelisch-lutherische Gemeinde St. Lukas auf der Logaustraße. Die Nikolai-Kirche war auf der Lange Straße gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Nikolai====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sie wurde in den Jahren 1370 bis 1417 im gotischen Stil als Basilika erbaut. Das verhältnismäßig schmale Mittelschiff überragt die beiden Seitenschiffe und empfängt durch die mit spätgotischem Maßwerk gezierten Fenster von oben her ihr Licht. Zwei mächtige Türme recken ihre hochgeführten Helme in eine Höhe von 75 Metern; sie wurden erst 1885 errichtet. Das Hauptschiff war 29 Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachreformatorische Zeit hat die mittelalterliche Messopferkirche durch Aufstellung kunstvoll geschnitzter Stühle und durch Einbau von Emporen in eine evangelische Predigtkirche umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schönste Schmuck der Kirche ist die Orgel. Sie wurde 1724 bis 1730 durch Michael Engler aus Breslau erbaut. Sie gehört zu den schönsten, musikgeschichtlich bedeutendsten Werken Deutschlands und ist noch eine der wenigen Bach-Orgeln. Letzter Organist war Kirchenmusikdirektor Max DRISCHNER, jetzt in Goslar, Hoher Weg 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Orgel ist ein Werk des Brieger-Orgel-Baumeisters SCHEFFLER aus dem Jahre 1796. Der Altar ist eine Stiftung des Eisenhändlers Christian Daniel CLERIKUS, dessen Insignien CDC im Fries über dem Altarbild zu erkennen sind. Der Altar mit seinen mittelalterlichen Holzschnitzerein zeigt Szenen aus der Passion Jesu. Das Triumpfkreuz mit Maria und Johannes sowie die Apostel-Gruppe stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Die Kanzel wurde 1593 in Spät-Renaissance-Form errichtet und erhielt 1728 ihre barocke Vergoldung. Der Kanzelkorb wird ebenso wie in der Breslauer Maria-Magdalenen-Kirche von vier Engeln getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bildnerische Schmuck stammt mit Ausnahme eines Tafelbildes aus nachreformatorischer Zeit. Die Meister der Grabdenkmäler entstammen aus dem Künstlerkreise des Piasten-Schloßbaues. Als schönstes Barockmal gilt das 1668 holzgeschnitzte Denkmal für Bürgermeister Schmidt im nördlichen Seitenschiff. Beachtenswert ist schließlich das historisch bedeutendste Denkmal, das Grabmal des Grafen von Geßler, geschaffen im klassizistischen Stil nach dem Entwurf des Oberbaurates Langhans dem Schöpfer des Brandenburger Tors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses herrliche Bauwerk ging in der Beschießung Briegs durch die Russen in der Nacht vom 4. zum 5. Februar 1945 unter. Es brannte lichterloh. Sein Feuerschein erleuchtete die gesamte Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 01.01.1945 wirkten folgende Geistliche an der Nikolai-Kirche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Superintendant BUNZEL, + Januar 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
Pfarrer H. KLEINOD, Pfarramtsleiter, + 14.1.1961 in Triest&lt;br /&gt;
Pfarrer W. BODEN, + 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
====Die evangelisch-lutherische Sankt Lukas-Kirche====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde im Jahre 1897 auf Grund einer Generalkonzession König Friedrich Wilhelm IV. für die von der preußischen Landeskirche sich getrennt haltenden Lutheraner erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde bestand schon seit dem Jahre 1830 und umfaßte zuletzt ca. 650 Seelen. Sie beschränkte sich nicht nur auf das Stadtgebiet von Brieg allein, sondern auch auf die Brieger Kreisdörfer und die Städte Neiße und Neustadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hatte 400 Sitzplätze. Das Altarbild stellte die Auferstehung Christi dar, die Orgel stammte von der Firma Schlaak &amp;amp; Söhne aus Schweidnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzter Geistlicher war Pfarrer Paul SCHRÖTER. Er war zugleich Superintendent der Diozöse Breslau der ev.-luth. Kirche Altpreußens mit 16 Pfarramtbezirken. Er wohnte in Klitten, Kreis Niesky&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Christliche Gemeinschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Vertreibung haben in der Stadt Brieg folgende christlichen Gemeinschaften bestanden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philadelphia mit Prediger SCHELL, Gemeindehaus Feldstraße&lt;br /&gt;
Freie Evangelische Gemeinschaft, Gemeindesaal Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Christliche Gemeinschaft für entschiedenes Christentum (Gnadauer Verband) mit Prediger SCHMENGLER. Versammlungslokal Piastenstraße&lt;br /&gt;
Katholisch-apostolische Gemeinde mit Prediger ANDREE, Kapelle Dorotheenstraße&lt;br /&gt;
Adventisten vom siebenten Tage. Versammlungsraum Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Die jüdische Gemeinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der jüdischen Gemeindemitglieder nahm vom Jahre 1933 an immer mehr ab. Waren es damals noch 255, so waren es 1938 nur noch 160 Juden einschließlich der Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die katholische Kirche zu Brieg===&lt;br /&gt;
Zum Territorium der katholischen Stadtpfarrgemeinde Brieg gehörten der gesamte Stadtkreis Brieg, ferner 15 Dorfgemeinden bzw. Gutsbezirke, nämlich Briesen, Grabendorf, Giersdorf, Groß Neudorf, Grüningen, Hermsdorf, Kreisewitz, Linden, Neu-Briesen, Pampitz, Paulau, Rathau, Rothaus, Schreibendorf und Schüsselndorf. Die Pfarrei Brieg gehörte zum Dekanat Brieg. Es hatte seinen Sitz in Löwen, und ihm stand der Erzpriester und Geistliche Rat Friedrich VON WOYSKI vor. Er war zugleich Pfarrer in Löwen und amtierte zuletzt in Endel, Kreis Vechta. Im November 1954 ist er dort verstorben. Die Zahl der Gemeindemitglieder der Zivilgemeinde betrug 8.500. Davon waren in der Stadt Brieg ca. 7.000 wohnhaft. Von der Gesamtbevölkerung der Stadt waren etwa 23% katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Zivilgemeinde bestand auch noch eine sehr starke Standortgemeinde sowie eine kleine Gemeinde in der Strafanstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der Stadtpfarrei lag eine ganze Anzahl von Kirchen und Kapellen. Die Stadtpfarrkirche &amp;quot;Zum Heiligen Kreuz&amp;quot; war in den Jahren 1735 bis 1741 von den Jesuiten als Kollegkirche für den geplanten aber nicht verwirklichten Kollegbau im Barockstil erbaut worden. Sie wurde 1746 feierlich konsekriert und 1819 zur Stadtpfarrkirche erhoben. Die Türme wurden allerdings erst 1856 vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Äußeren ist für einen Jesuitenbau nüchtern. Um so überraschender erscheint der herrliche Innenraum. Drei mächtige Pfeilerpaare gliedern den lichten weiten Raum, schaffen Seitenkapellen und tragen das gewaltige Tonnengewölbe, das durch gemalte Scheinarchitektur den Raum in unendliche Höhen weitet. Malerei an der geraden Chorwand über dem schlichten Altar baut in eine Scheinkuppel einen Prunkaltar. Die Geschichte des heiligen Kreuzes ist das Thema der Malereien des Chors, des Deckengewölbes und an den Tonnen der Seitenschiffe, Schöpfer der Malereien ist der Jesuitenpater Kube. Die Bildhauerarbeiten der Kanzel, die bewegten Begleitfiguren des Altarkreuzes, fügen sich gut dem spätbarocken Innenraum ein. Beachtenswert sind zwei barocke Plastiken: Judas Taddäus und Nepomuk. Ein köstliches Stück ist das mittelalterliche, holzgeschnitzte Kruzifix an einem Pfeiler rechts vom Altar. Am zweiten Chorpfeiler rechts hängt im spätbarocken Rahmen ein Madonnenbild in der Art des Lukas Cranach. Die deutsche Innigkeit und Schlichtheit muten in dieser ganz auf Sinnenreize eingestellten Umgebung nahezu fremdartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schloßkirche &amp;quot;Zur Heiligen Hedwig&amp;quot; war die älteste Kirche der Stadt, aber in Ihrer jetzigen Gestalt nur ein kleiner Rest der einst prächtigen Collegiats-Stiftkirche, die im Jahre 1741 während der Belagerung durch die Preußen größtenteils zerstört wurde. Einige Jahrzehnte später ist sie dann in ihrer jetzigen Gestalt wieder aufgebaut worden. Sie wurde zuletzt nur noch für Sondergottesdienste genutzt, und das Allerheiligste in ihr nur während der Hedwigswoche aufbewahrt. Als besondere Kostbarkeit birgt sie neben der steinernen St. Hedwigs-Plastik aus dem 14. Jahrhundert die Metall-Sarkophage der letzten Piasten-Herzöge aus dem 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begräbniskirche auf dem alten katholischen Friedhof stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Begräbniskapelle St. Michael auf dem neuen Friedhof in der Schüsselndorfer Straße wurde erst 1943 als Notbau errichtet. Im Marienstift befand sich dann noch eine kleine Kapelle, in welcher regelmäßig Gottesdienste abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simultankirchen bestanden im Zuchthaus und im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als karitative Anstalt darf das St. Marienstift nicht unerwähnt bleiben. Es umfaßte ein Krankenhaus mit über 120 Betten, ein Kinderheim für ca. 20 Kinder und einen Kindergarten. Etwa 20 Borromäerinnen vom Mutterhaus Trebnitz versahen neben anderen Hilfskräften den Dienst am Kranken. Es war das größte allgemeine Krankenhaus Briegs. In ihm wurden alle anfallenden chirurgischen, urologischen und gynäkologischen Operationen durchgeführt. Nur allerschwerste Fälle wurden in die Universitätskliniken Breslau überwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langjähriger Chefarzt war Dr. med. F. SCHOEPS, jetzt Wiesbaden, Bismarkstraße 7, Oberarzt war Dr. F. DÖRNER, Bad Mergentheim, Gartenweg 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1945 lebten in Brieg folgende Geistliche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer: Alfred RIEGER, jetzt Hildesheim, Kreuzstraße 4 als Pfarrer der Kreuzkirche,&lt;br /&gt;
Kreisvikar: Clemens ZIMMERMANN, als Standort- und Strafanstaltspfarrer, zuletzt Pfarrer in Fürstenberg/Oder&lt;br /&gt;
Studienrat an den drei Oberschulen: Msgr. Prof. Dr. Dr. Georg SIEGMUND, jetzt Prälat am Dom und Professor am Priesterseminar Fulda&lt;br /&gt;
Kaplan und Lazarett-Pfarrer: Georg TESCHNER, jetzt Pfarrer in Bayreuth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadttheater==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegthea1.jpg|200px|left]]	&lt;br /&gt;
Aus einem alten Kloster haben um das Jahr 1822 weise Stadtväter ein Stadttheater gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mancher Besucher des Brieger Stadttheaters wird sich gern der zahlreichen wertvollen Aufführungen erinnern. Das Stadttheater in Brieg war eine wahre Pflegestätte deutscher Spielkunst, des Lustspiels und der Operette. Es wurde von der &amp;quot;Schlesischen Landesbühne&amp;quot; bespielt. Das Niveau der Aufführungen war recht hoch, weil die Intendanten es ausgezeichnet verstanden, aus der Fülle der vorliegenden Werke diejenigen herauszugreifen, deren Wiedergabe nicht nur im Rahmen des Möglichen lag, sondern darüber hinaus durch die ihnen zur Verfügung stehenden darstellerischen Kräfte zu vorbildlichen Aufführungen zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater diente auch der Veranstaltung guter Konzerte, wissenschaftlicher und künstlerischer Vorträge, Dichterlesungen und festlichen Veranstaltungen der verschiedensten Arten, die hier einen stimmungsvollen und würdigen Rahmen fanden. Das Theater war nach seinem Umbau durch den Stadtbaurat Dr.-Ing. KRAUSE zu einem Schmuckstück der Stadt geworden und faßte 500 Sitzplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Musikpflege - Brieg, eine Musikstadt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg war eine sangesfreudige Stadt. Der Grundstein dazu wurde schon in den verschiedenen Schulen gelegt. Die Volksschulen verfügten über eine verhältnismäßig große Anzahl an Lehrkräften, die die Fähigkeiten besaßen, einen guten Musikunterricht zu erteilen. Auch in der Mittelschule war das Musikleben dank der Musikalität ihres Leiters, Rektor Paul BUSSE; und der erfolgreichen Mitarbeit von Mittelschullehrerin Margarete WANGORSCH erfreulich rege. Wenig in Erscheinung trat das Gymnasium, das aber durch systematische Entwicklung der jugendlichen Stimmen in Ton- und Lautbildung durch Musiklehrer JEROFKE, einst bester Bariton Schlesiens, zur Hebung der Sangesfreudigkeit in Brieg, wenn auch unauffällig, nicht unwesentlichen Anteil hatte. Daß das Lehrerseminar mit Musiklehrer Max RICHTER innerhalb und außerhalb des Schullebens eine wichtige Rolle spielte, lag nicht zuletzt an der Struktur des Lehrplanes; Chorgesang, Orgel- und Klavier- und Violinunterricht sowie Orchester waren Pflichtfächer. Auf hohem Niveau stand der Musikunterricht im Oberlyzeum. Professor HIELSCHER, aufgeschlossen für jeden Fortschritt, erteilte Unterricht ganz im Sinne der Anfang der zwanziger Jahre neu gestalteten Richtlinien für den Musikunterricht. Seine durchdachte Unterrichtsmethode und seine freundliche, liebenswürdige Art und Gabe, junge Menschen für die Musik hell zu begeistern, ließen seine Stunden zum echten Erlebnis werden. Schließlich sei noch der Piastenschule gedacht, die nach Auflösung des Lehrerseminars in dessen Räumen einzog und u.a. den Reichtum an Musikinstrumenten (Orgel, Klaviere und Streichinstrumente) übernahm. Als Studienrat SCHÖN die Musiklehrer-Stelle schon als Musikstudent übertragen wurde, nutzte er das reichhaltige Instrumentarium durch Einrichten von zwei Orgelabteilungen, drei Violingruppen und vier Klavierabteilungen sinnvoll aus. Neben diesem vielseitigen, in der damaligen Zeit für eine höhere Schule außergewöhnlichen Musikbetrieb, bestanden noch ein staatlicher Schulchor und leistungsfähiges Schulorchester, das u.a. das Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur von L. van Beethoven und das Violinkonzert in D-Dur, KV. 218 von W.A. Mozart zur Aufführung brachte. Seine Nachfolger, Rektor Arthur NITSCHKE und Studienrat Josef GABOR, arbeiteten in dieser Richtung erfolgreich weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses rege Musikleben in den Schulen mußte sich naturgemäß auf das allgemeine Musikleben der Stadt günstig auswirken. So bestanden zahlreiche Gesangvereine: Der Männergesangverein &amp;quot;JUNG&amp;quot;, der Brieger Männergesangverein, der Bürgerliche Gesangverein, der Männergesangverein 1913, die Männergesangvereine &amp;quot;Gutenberg&amp;quot; und &amp;quot;Vorwärts&amp;quot; sowie die gemischten Chöre &amp;quot;Edelweiß&amp;quot; und der Volkschor. Zeugnis von ihrer zielstrebigen und erfolgreichen Arbeit legten ab die alljährlichen, auf beachtlichem Niveau stehenden Konzerte, sowie das gut Abschneiden auf Kreis- und Bezirkssängerfesten. Eine besondere Stellung nahm die Singakedemie ein; pflegten die Gesangvereine hauptsächlich acapella-Gesang, so vermittelte die Singakedemie bedeutende Vokalwerke mit Orchesterbegleitung unserer großen Meister wie eines J.S. Bach, G.F. Händel, L. van Beethoven, J.Brahms u.a.m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:hilsch1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:drisch1.jpg|200px|right]]&lt;br /&gt;
In Professor HIELSCHER hatte sie eine überragende Künstlerpersönlichkeit zum Leiter. Waren schon die Übungsabende dank seines großen fachlichen Wissens und Könnens ein musikalischer Genuß, so blieben die Aufführungen den Chormitgliedern wie den Zuhörern unvergeßliche Erlebnisse. Sein plötzlicher Tod, der die ganze Stadt in tiefe Trauer versetzte, riß in das Brieger Musikleben eine große und tiefe Lücke, die sich durch seinen Nachfolger, Rektor BUSSE, der sich seiner großen Aufgabe und Verantwortung voll bewußt war, erst allmählich schloß. Mit derselben Begeisterung und Hingabe wie die Singakedemie sang auch der Kirchenchor der Nikolaikirche unter Prof. HIELSCHERs genialer und sicherer Leitung. Daß jeden Sonntag der Hauptgottesdienst durch Chorgesang ausgestattet wurde, war eine beachtliche Leistung, die manche Großstadtkirche nicht aufzuweisen hatte. Prof. HIELSCHERs Nachfolger wurde Kirchenmusikdirektor Max DRISCHNER, der sich als Organist und Kantor ganz der Musik alter Meister verschrieben hatte. Es war sein unbestrittenes Verdienst, durch seine vortreffliche Registerkunst der Gemeinde den Wert der unvergeßlichen, herrlichen Engler-Orgel bewußt gemacht und ihr das Verständnis für die Werke eines Sweenlinck, Cabezon, Frescobaldi, Scheidt usw. geweckt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beachtlicher Stimmkultur sang der von Prof. HIELSCHER gegründete und Max DRISCHNER zur Verfügung gestellte Jugendchor, dessen Pianissimo den Klang überirdischer Schönheit trug. Während der Kirchenchor nach HIELSCHERS Tode im Jahre 1924 im Gottesdienst im Wechsel mit dem Jugendchor sang, ging er später allmählich im Jugendchor ganz auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nicht geringer Bedeutung ist DRISCHNERs Stellung als Komponist. Seine Orgelwerke haben im In- und Ausland Anerkennung gefunden. Prof. HIELSCHERs Worte über DRISCHNER wurden Erfüllung. &amp;quot;Sie tun gut, sich den Namen DRISCHNER zu merken!&amp;quot; Nicht unerwähnt dürfen auch Frau Erna NITSCHKE-KLICH (Alt) und Fräulein Margarete WANGORSCH (Sopran) bleiben, die über Brieg hinaus als Solosänger einen Namen hatten und sich auch als Chorsänger dem Brieger Kirchenchor und der Singakedemie hilfsbereit zur Verfügung stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse und die Liebe der Brieger galt aber auch der Kammer- und Orchestermusik. Wer erinnert sich nicht gern der ausgezeichneten Konzerte im Schauspielhaussaal, wenn z.B. das Pozniack-Trio, das Dresdner Streichquartett oder die Schlesische Philharmonie gastierten? Und welch nicht geringen Anteil am regen Brieger Musikleben hatten die tüchtigen Militärkapellen, die Stadtkapelle und der Beamtenmusikverein, der die heitere und ernste Muse pflegte und manchmal neben der Schlesischen Philharmonie zu den Aufführungen der Singakademie herangezogen wurde !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg war trotz der konkurrierenden Nähe der auf hoher Kulturstufe stehenden Stadt Breslau unbestritten eine Musikstadt, und darauf kann voller Stolz zurückgeblickt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sport &amp;amp; Sportvereine==&lt;br /&gt;
Am Eingang des Stadtparks war das schöne, geräumige Stadion gelegen mit seiner Kampfbahn, den Spielfeldern und Tennisplätzen. Neben vielen anderen schönen Wettkämpfen fanden dort auch die prächtigen Reitturniere statt, die vor dem stimmungsvollen Hintergrund des Stadtparks zu den Höhepunkten des Brieger sportlichen Lebens gehörten. Auch für die großen Volksfeste bot das Stadion den passenden Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wassersport diente neben der Oder das neue Freibad im Süden der Stadt. Es war aus einem Baggerteich entstanden. Mit seiner Wasserfläche von 23 Morgen bot es dem Wassersport alle Möglichkeiten. Der breite Sandstrand und die ausgedehnten Liegewiesen konnten an schönen Sommertagen die Masse der Erhohlungssuchenden kaum fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Stadion standen den Schulen und Sportvereinen auch noch fünf städtische Turnhallen an der Bergelpromenade, im Lyzeum, in der neuen Volksschule sowie im Gymnasium und in der Piastenschule zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sportvereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Sportvereine war sehr stattlich, wie die nachstehende Auswahl zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Sport Club Brega 09 Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Rechtsanwalt und Notar Dr. BARTSCH, Brieg, Riedelstraße 12, verstorben&lt;br /&gt;
#Spielvereinigung SSC 1910 Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Lehrer Georg WILLMANN, Brieg, Dreiankerstraße 2a, verstorben&lt;br /&gt;
#Sport Club Preußen Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Otto SEBAST, Brieg, Promenade 2&lt;br /&gt;
#Reichsbahnsportverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Reichsbahn-Oberinspektor MAI, Brieg, Bahnhof&lt;br /&gt;
#Sport-Club-Hertha Brieg (vorm. Schwarz-Gelb-Brieg)&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Richard GLEISSENBERG, Brieg, Orloviusstraße&lt;br /&gt;
#LSV Reinecke Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Major HOLZ, Brieg, Fliegerhorst&lt;br /&gt;
#Ruderverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Kaufmann Otto SCHÜTZ, Brieg, Feldstraße 27&lt;br /&gt;
#Schüler Ruderverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Studienrat Dr. KRAUSE, Brieg, Georgstraße 12&lt;br /&gt;
#Turnverein e.V. Brieg von 1859&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Walter OSSIG, Brieg, Gartenstraße 5, jetzt: Bad Neustadt/Saale, Meiningerstraße 22&lt;br /&gt;
#Brieger Frauenturnverein&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Fräulen Thea SCHUBERT, Brieg, Bahnhofstraße 11&lt;br /&gt;
#Radfahrclub Amicitia Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Fischermeister Karl KORN, Brieg, Mühlinsel 6, verstorben 1947&lt;br /&gt;
#Radfahrverein &amp;quot;Wanderer&amp;quot; Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Reinhold MIELKE, Brieg, Wagnerstraße 8&lt;br /&gt;
#Bürgerlicher Radfahrverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Schlossermeister Richard NITSCHE, Brieg, Oppelner Straße 25&lt;br /&gt;
#Kanuverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Bäckermeister Hermann SELISKY, Brieg, Piastenstraße 14&lt;br /&gt;
#Schützengilde Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Schlossermeister Richard NITSCHE, Brieg, Oppelner Straße 25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Die_Bev%C3%B6lkerung&amp;diff=934937</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Die_Bev%C3%B6lkerung&amp;diff=934937"/>
		<updated>2011-05-02T05:20:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Übertragung von /reg/SCI/Brieg/st-kr/stbrieg2.html&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamt: 31.009&lt;br /&gt;
davon: 15.574 Frauen&lt;br /&gt;
davon. 15.435 Männer&lt;br /&gt;
davon: 74% evangelisch&lt;br /&gt;
davon: 23% katholisch&lt;br /&gt;
davon: 3% sonstige&lt;br /&gt;
Beschäftigte 1939 = 23.566, davon:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbständige	11,5%&lt;br /&gt;
Beamte	13,6%&lt;br /&gt;
Angestellte	17,1%&lt;br /&gt;
Arbeiter	55,9%&lt;br /&gt;
Sonstige	1,9%&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einwohnerzahlen==&lt;br /&gt;
1675 = 3.600&lt;br /&gt;
1741 = 3.244&lt;br /&gt;
1805 = 10.041&lt;br /&gt;
1876 = 15.269&lt;br /&gt;
1895 = 21.304&lt;br /&gt;
1910 = 29.035&lt;br /&gt;
1925 = 27.344&lt;br /&gt;
1933 = 29.816&lt;br /&gt;
1939 = 31.419&lt;br /&gt;
1946 = 7.700&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrsverbindungen==&lt;br /&gt;
Dicht an Brieg vorbei führte die Autobahnstrecke Berlin - Breslau - Oberschlesien. Das Teilstück Brieg - Gleiwitz konnte noch vor dem Krieg fertiggestellt werden. Die Anschlußstelle befand sich nur wenige Kilometer entfernt hinter Hermsdorf. Durch Brieg hindurch führte die Reichsfernstraße Nr.5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste und bedeutenste Verkehrsweg allerdings war der Schiffahrtsweg auf der Oder von Cosel über Breslau bis Stettin zur Ostsee. Massengüter aller Art wurden hier befördert, insbesondere die oberschlesiche Kohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind außerdem noch zahlreiche Autobus-Verbindungen, die von Brieg aus in die entfernten Dörfer des Kreisgebietes führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg lag an der Eisenbahnhauptlinie Breslau - Oberschlesien mit ihren Verbindungen nach Wien, Prag und dem Orient. Sie war darüber hinaus auch Verkehrsknotenpunkt, weil von Brieg aus die Nebenlinien Brieg - Neiße - und Brieg - Strehlen verkehrten. Geplant war außerdem noch die Nebenlinie Brieg - Namslau. Durch den Krieg ist das Projekt nicht mehr zur Ausführung gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Stadtverwaltung==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935 wurde die alte preußische Magistratsverfassung durch die Deutsche Gemeindeordnung ersetzt. Aufbau und Organisation der Verwaltung waren demgemäß auch hierdurch bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===A. Aufbau und Organisation der Verwaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Oberbürgermeister:&lt;br /&gt;
Kurt Schmidt, jetzt Rechtsanwalt und Notar in Fröndenberg, Am Stift 18&lt;br /&gt;
Hauptamt - Pressestelle - Stadttheater - Stadtforst - Stadtarchiv - Museum - Stadtverwaltungsgericht - Stadtsparkasse - Standesamt - Rechnungsprüfungsamt - Polizeiverwaltung - Amt für Wirtschaftsförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Bürgermeister und Stadtkämmerer:&lt;br /&gt;
Waldemar Reche, + 31.7.1958 in Plön/Holstein&lt;br /&gt;
Finanzverwaltung - Steuern - Stadthauptkasse - Grundstücksamt - Kirchenpatronate - Schulverwaltung - Ernährungs- und Wirtschaftsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtbaurat:&lt;br /&gt;
Dr. Ing. Krause, im Krieg vermißt&lt;br /&gt;
Stadtplanung - Hoch- und Tiefbau - Siedlungswesen - Baupolizei - Wohnungsamt - Vermessungsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Magistratsrat:&lt;br /&gt;
Dr. Kampczyk, 25.3.1954 in Hohenstein/Sachsen&lt;br /&gt;
Wohlfahrtsamt - Fürsorgeamt - Erwerbslosen-, Renten-, Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge - Jugendamt - Versicherungsamt - Tarifangelegenheit - Konzessionssachen - Verwaltung des Städt. Krankenhauses - Verwaltungspolizei - Quartieramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Paul Mende,  + 5.8.1947 in Luckenwalde&lt;br /&gt;
Bürgerhospital - Obdachlosenheim - Armenhaus - Siechenheim - Kinderhort - Marktwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Wilhelm Reppert, + 12.8.1959 in Bitterfeld/Sachsen&lt;br /&gt;
Marstallverwaltung - Straßenreinigung - landwirtschaftliche Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Alfred Kassubek in Löwensen über Bad Pyrmont&lt;br /&gt;
Kaufmännische Leitung der Stadtbetriebswerke - Freiwillige Feuerwehr - Luftschutz - Heimatmuseum - Volksbücherei - Verkehrsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Adolf Brandt, Oberhausen-Holten, Rahnstraße 212&lt;br /&gt;
Verwaltung des Schlachthofes - Städt. Volksbadeanstalt - Schiedsmannangelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===B. Städtische Einrichtungen und Betriebe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1. Stadtwerke:&lt;br /&gt;
Werksleitung und Kaufmännische Leitung: Stadtrat Kassubek&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Elektrizitätswerkes: Direktor Karl Matheis, + 21.3.1948 in Wenzendorf&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Gas- und Wasserwerkes: Direktor Franz Burkheiser in Bergzabern/Pfalz, Auf der Rötz 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Stadtgärtnerei:&lt;br /&gt;
Stadtoberinspektor Gerhard Mader, Vaterstetten, Kreis Ebersbach, Lilienstraße 606&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtforst:&lt;br /&gt;
Städt. Oberförster Erich Hagen in Langenei/Sauerland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Heimatmuseum:&lt;br /&gt;
Studienrat Günther, vermißt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadttheater:&lt;br /&gt;
Indendant Lenau, Perneck/Fichtelgebirge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Städt. Badeanstalten: ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Städt. Marstall:&lt;br /&gt;
Stadtinspektor Marks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Freiw. Feuerwehr:&lt;br /&gt;
Branddirektor Matheis, s.o.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Städt. Sparkasse:&lt;br /&gt;
Direktor Herbert Matz, Münster, Melcherstraße 30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Hotel u. Gaststätten:&lt;br /&gt;
Hotel &amp;quot;Goldenes Lamm&amp;quot; und Stadtparkrestaurant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Stadtarchiv:&lt;br /&gt;
Stadtarchivar Georg Wenzel, Frühjahr 1945 auf dem Marsch in die Gefangenschaft verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Stadtbücherei:&lt;br /&gt;
Lehrer Karl Scholz, Brieg, Riedelstraße 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Behördlicher Luftschutz:&lt;br /&gt;
Stadtrat Kassubek und Polizeiinsp. Bullan, Goslar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgaben der Stadtverwaltung konnten trotz aller Mängel in personeller Hinsicht infolge des totalen Krieges bis zum Verlassen Briegs in mustergültiger Weise wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 22. zum 23.1.1945 mußte die Stadt auf Befehl des Gauleiters geräumt werden. Das galt auch für die Verwaltung. Der Oberbürgermeister war zur Wehrmacht eingezogen. Bürgermeister Reche als sein ständiger Vertreter überführte die Stadtverwaltung in den für Brieg Stadt und Land vorgesehenen Auffangkreis Hirschberg im Riesengebirge. Dort war nach den gegebenen Verhältnissen eine geordnete Verwaltungstätigkeit nicht mehr möglich. Es wurden nur in einigen Räumen des Hirschberger Rathauses die Dienstgeschäfte abgewickelt, sowie Rat und Auskunft erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Februar 1945 kam dann der Befehl, auch Hirschberg zu räumen. Damit mußte jede weitere Verwaltungsarbeit eingestellt werden. Die Stadtverwaltung hatte aufgehört zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende===&lt;br /&gt;
Der Ehrenbürgerbrief einer deutschen Stadt stellt eine seltene und hohe Auszeichnung dar. Er wird nur solchen Bürgern verliehen, die sich um ihre Vaterstadt in außerordentlichem Maße verdient gemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Stadt Brieg hat im Laufe ihrer langen Geschichte manchen ihrer Bürger auf diese Weise geehrt und ausgezeichnet. Zu ihnen zählt auch der letzte Ehrenbürger und Stadtälteste, Bäckermeister Paul Mende, geb. 9.12.1983 Brieg, gest. 5.8.1947 Luckenwalde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1923 wurde er bereits als Kandidat der Deutschen Volkspartei in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Im Jahre 1930 ist er dann zum unbesoldeten Stadtrat gewählt worden. Anläßlich seines 60. Geburtstages am 9. Dezember 1943 wurde er für seine Verdienste vom Regierungspräsidenten der Provinz Schlesien zum Stadtältesten ernannt. Zugleich wurde ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger Schulen==&lt;br /&gt;
Unter den städtischen Einrichtungen nahmen die Schulen eine besondere Stellung ein. Auf seine Schulen ist Brieg immer stolz gewesen. Es war zwar kein besonderer Stadtschulrat angestellt, aber die Schulverwaltung lag als besonderes Dezernat in der Hand des Bürgermeisters. Erhebliche Beträge hat die Stadt noch kurz vor dem Kriege in die neue Volksschule zwischen der Bismarkstraße und der Strehlener Straße investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volksschulen===&lt;br /&gt;
Brieg besaß fünf Volksschulen; nämlich zwei evangelische Knabenvolksschulen an der Lindenstraße mit den letzten Rektoren ZIEBOLZ und NITZSCHKE, zwei evangelische Mädchenvolksschulen an der Steinstraße mit den letzten Rektoren BOJAK, PANTKE und SCHOLZ. Die katholische Knaben- und und Mädchenvolksschule unter den Rektoren KLEINDAM und PANDER war zunächst in einem alten Gebäude am Piastenschloß untergebracht. Später zog sie dann in den Neubau zwischen der Bismarkstraße und Strehlener Straße um. Im Jahre 1941 wurde diese Schule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Die Schulaufsicht übte Schulrat WOLF aus. Er wohnt jetzt in Effern/Köln, Hönninger Weg 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hilfsschule===&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch eine gut eingerichtete Hilfsschule Leiter war Rektor IRRGANG, + 1.9.1948 in Jena&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mittelschulen===&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Schulgebäude an der Ecke Bahnhof/Feldstraße beherbergte in einem Flügel die Knaben- und Mädchenmittelschule. Diese Schule führte zur mittleren Reife. Der letzte Leiter war Rektor BUSSE; Bardowick, Karl-Peters-Straße 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oberschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen allgemeinbildenden Schulen gab es in Brieg noch zwei staatliche Oberschulen für Jungen und Mädchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühere Gymnasium am Stiftsplatz wurde später in eine staatliche Oberschule für Jungen umgewandelt und führte zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor KUNERT; + 1945 auf dem Wege in die Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Schüsselndorfer Straße war die &amp;quot;Piastenschule&amp;quot; als Oberschule für Jungen und Mädchen gelegen. Sie führte ebenfalls zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor Dr. BOEHM; + 9.4.1948 in Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Das städtische Oberlyzeum an der Ecke Bahnhof/Feldstraße wurde 1935 in eine deutsche Oberschule für Mädchen umgewandelt. Auch sie führte im 9-stufigen Aufbau zur Reifeprüfung. Die letzten Leiter waren die Oberstudiendirektoren UMBREIT, EMDE und SANDKÜHLER.&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch noch eine höhere Landwirtschaftsschule, die auch mit der Reifeprüfung abschloß und zum Studium der Landwirtschaft an Universitäten berechtigte. Der letzte Leiter war Studiendirektor GRÜTZNER. Im Jahre 1943 wurde die Schule allerdings aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Berufsschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Volksschulen schloß sich ein gut ausgebautes Berufs- und Fachschulwesen an. Die gewerbliche und kaufmännische Berufsschule sowie die anderen Fachschulen und die hauswirtschaftliche Berufsschule waren im Schulgebäude der früheren &amp;quot;Bürgerschule&amp;quot; an der Mühlstraße untergebracht. Leiter war zuletzt Direktor Wilhelm PFEIFFER, Bad Nauheim, Blücher Str.42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schülerzahlen in den OBERSCHULEN - MITTELSCHULEN - VOLKSSCHULEN&lt;br /&gt;
(Stand: 1939)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 ________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
 Schulen                      Klassen          Schüler          Lehrkräfte&lt;br /&gt;
 --------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Oberschulen         m. 3        19              471                32&lt;br /&gt;
 Oberschulen         w. 1         8              191                14&lt;br /&gt;
 Mittelschulen          2        12              312                14&lt;br /&gt;
 Volksschulen           6        70            3.274                67&lt;br /&gt;
 Berufsschulen          3         -            1.580                14&lt;br /&gt;
 Berufsfachschulen      3         -               78                 6&lt;br /&gt;
 -------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 Summe                 18       109            5.879               147&lt;br /&gt;
                      ==========================================================&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchliches Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die evangelischen Kirchen zu Brieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur evangelischen Kirche hatte die Stadt Brieg enge Beziehungen. Sie übte das Patronat nicht nur über die evangelische Kirche der Stadt, sondern als einstige Gutsherrin auch über die Kirchen der ehemaligen Kämmereidörfer Leubusch, Gierdorf-Kreisewitz (hier gemeinsam mit dem Grafen Pfeil) und Böhmischdorf aus. Als Kirchenpatron hatte die Stadt nach Anhörung der Kirchengemeinde die Pfarrer zu berufen und sich andererseits an den Kosten der Unterhaltung von Kirche und Pfarrhaus zu beteiligen, und zwar in der Stadt zu einem Drittel und in den Dörfern zu zwei Dritteln. Die Stadt hatte damit auch Sitz und Stimme im Gemeindekirchenrat. Wo allgemeine Belange der Erhaltung geschichtlicher und künstlerischer Werte es forderten, war die Stadt immer bereit, mit ihren Mitteln helfend einzugreifen. Sichtbarsten Ausdruck fand diese Hilfsbereitschaft u.a. bei der Schaffung der herrlichen Engler-Orgel in der evangelischen Nikolai-Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenrechtlich war Brieg in zwei evangelische Kirchengemeinden aufgeteilt, nämlich in die evangelisch-reformierte Stadtpfarrgemeinde St. Nikolai und in die evangelisch-lutherische Gemeinde St. Lukas auf der Logaustraße. Die Nikolai-Kirche war auf der Lange Straße gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Nikolai====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sie wurde in den Jahren 1370 bis 1417 im gotischen Stil als Basilika erbaut. Das verhältnismäßig schmale Mittelschiff überragt die beiden Seitenschiffe und empfängt durch die mit spätgotischem Maßwerk gezierten Fenster von oben her ihr Licht. Zwei mächtige Türme recken ihre hochgeführten Helme in eine Höhe von 75 Metern; sie wurden erst 1885 errichtet. Das Hauptschiff war 29 Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachreformatorische Zeit hat die mittelalterliche Messopferkirche durch Aufstellung kunstvoll geschnitzter Stühle und durch Einbau von Emporen in eine evangelische Predigtkirche umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schönste Schmuck der Kirche ist die Orgel. Sie wurde 1724 bis 1730 durch Michael Engler aus Breslau erbaut. Sie gehört zu den schönsten, musikgeschichtlich bedeutendsten Werken Deutschlands und ist noch eine der wenigen Bach-Orgeln. Letzter Organist war Kirchenmusikdirektor Max DRISCHNER, jetzt in Goslar, Hoher Weg 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Orgel ist ein Werk des Brieger-Orgel-Baumeisters SCHEFFLER aus dem Jahre 1796. Der Altar ist eine Stiftung des Eisenhändlers Christian Daniel CLERIKUS, dessen Insignien CDC im Fries über dem Altarbild zu erkennen sind. Der Altar mit seinen mittelalterlichen Holzschnitzerein zeigt Szenen aus der Passion Jesu. Das Triumpfkreuz mit Maria und Johannes sowie die Apostel-Gruppe stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Die Kanzel wurde 1593 in Spät-Renaissance-Form errichtet und erhielt 1728 ihre barocke Vergoldung. Der Kanzelkorb wird ebenso wie in der Breslauer Maria-Magdalenen-Kirche von vier Engeln getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bildnerische Schmuck stammt mit Ausnahme eines Tafelbildes aus nachreformatorischer Zeit. Die Meister der Grabdenkmäler entstammen aus dem Künstlerkreise des Piasten-Schloßbaues. Als schönstes Barockmal gilt das 1668 holzgeschnitzte Denkmal für Bürgermeister Schmidt im nördlichen Seitenschiff. Beachtenswert ist schließlich das historisch bedeutendste Denkmal, das Grabmal des Grafen von Geßler, geschaffen im klassizistischen Stil nach dem Entwurf des Oberbaurates Langhans dem Schöpfer des Brandenburger Tors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses herrliche Bauwerk ging in der Beschießung Briegs durch die Russen in der Nacht vom 4. zum 5. Februar 1945 unter. Es brannte lichterloh. Sein Feuerschein erleuchtete die gesamte Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 01.01.1945 wirkten folgende Geistliche an der Nikolai-Kirche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Superintendant BUNZEL, + Januar 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
Pfarrer H. KLEINOD, Pfarramtsleiter, + 14.1.1961 in Triest&lt;br /&gt;
Pfarrer W. BODEN, + 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
====Die evangelisch-lutherische Sankt Lukas-Kirche====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde im Jahre 1897 auf Grund einer Generalkonzession König Friedrich Wilhelm IV. für die von der preußischen Landeskirche sich getrennt haltenden Lutheraner erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde bestand schon seit dem Jahre 1830 und umfaßte zuletzt ca. 650 Seelen. Sie beschränkte sich nicht nur auf das Stadtgebiet von Brieg allein, sondern auch auf die Brieger Kreisdörfer und die Städte Neiße und Neustadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hatte 400 Sitzplätze. Das Altarbild stellte die Auferstehung Christi dar, die Orgel stammte von der Firma Schlaak &amp;amp; Söhne aus Schweidnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzter Geistlicher war Pfarrer Paul SCHRÖTER. Er war zugleich Superintendent der Diozöse Breslau der ev.-luth. Kirche Altpreußens mit 16 Pfarramtbezirken. Er wohnte in Klitten, Kreis Niesky&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Christliche Gemeinschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Vertreibung haben in der Stadt Brieg folgende christlichen Gemeinschaften bestanden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philadelphia mit Prediger SCHELL, Gemeindehaus Feldstraße&lt;br /&gt;
Freie Evangelische Gemeinschaft, Gemeindesaal Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Christliche Gemeinschaft für entschiedenes Christentum (Gnadauer Verband) mit Prediger SCHMENGLER. Versammlungslokal Piastenstraße&lt;br /&gt;
Katholisch-apostolische Gemeinde mit Prediger ANDREE, Kapelle Dorotheenstraße&lt;br /&gt;
Adventisten vom siebenten Tage. Versammlungsraum Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Die jüdische Gemeinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der jüdischen Gemeindemitglieder nahm vom Jahre 1933 an immer mehr ab. Waren es damals noch 255, so waren es 1938 nur noch 160 Juden einschließlich der Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche zu Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Zum Territorium der katholischen Stadtpfarrgemeinde Brieg gehörten der gesamte Stadtkreis Brieg, ferner 15 Dorfgemeinden bzw. Gutsbezirke, nämlich Briesen, Grabendorf, Giersdorf, Groß Neudorf, Grüningen, Hermsdorf, Kreisewitz, Linden, Neu-Briesen, Pampitz, Paulau, Rathau, Rothaus, Schreibendorf und Schüsselndorf. Die Pfarrei Brieg gehörte zum Dekanat Brieg. Es hatte seinen Sitz in Löwen, und ihm stand der Erzpriester und Geistliche Rat Friedrich VON WOYSKI vor. Er war zugleich Pfarrer in Löwen und amtierte zuletzt in Endel, Kreis Vechta. Im November 1954 ist er dort verstorben. Die Zahl der Gemeindemitglieder der Zivilgemeinde betrug 8.500. Davon waren in der Stadt Brieg ca. 7.000 wohnhaft. Von der Gesamtbevölkerung der Stadt waren etwa 23% katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Zivilgemeinde bestand auch noch eine sehr starke Standortgemeinde sowie eine kleine Gemeinde in der Strafanstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der Stadtpfarrei lag eine ganze Anzahl von Kirchen und Kapellen. Die Stadtpfarrkirche &amp;quot;Zum Heiligen Kreuz&amp;quot; war in den Jahren 1735 bis 1741 von den Jesuiten als Kollegkirche für den geplanten aber nicht verwirklichten Kollegbau im Barockstil erbaut worden. Sie wurde 1746 feierlich konsekriert und 1819 zur Stadtpfarrkirche erhoben. Die Türme wurden allerdings erst 1856 vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Äußeren ist für einen Jesuitenbau nüchtern. Um so überraschender erscheint der herrliche Innenraum. Drei mächtige Pfeilerpaare gliedern den lichten weiten Raum, schaffen Seitenkapellen und tragen das gewaltige Tonnengewölbe, das durch gemalte Scheinarchitektur den Raum in unendliche Höhen weitet. Malerei an der geraden Chorwand über dem schlichten Altar baut in eine Scheinkuppel einen Prunkaltar. Die Geschichte des heiligen Kreuzes ist das Thema der Malereien des Chors, des Deckengewölbes und an den Tonnen der Seitenschiffe, Schöpfer der Malereien ist der Jesuitenpater Kube. Die Bildhauerarbeiten der Kanzel, die bewegten Begleitfiguren des Altarkreuzes, fügen sich gut dem spätbarocken Innenraum ein. Beachtenswert sind zwei barocke Plastiken: Judas Taddäus und Nepomuk. Ein köstliches Stück ist das mittelalterliche, holzgeschnitzte Kruzifix an einem Pfeiler rechts vom Altar. Am zweiten Chorpfeiler rechts hängt im spätbarocken Rahmen ein Madonnenbild in der Art des Lukas Cranach. Die deutsche Innigkeit und Schlichtheit muten in dieser ganz auf Sinnenreize eingestellten Umgebung nahezu fremdartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schloßkirche &amp;quot;Zur Heiligen Hedwig&amp;quot; war die älteste Kirche der Stadt, aber in Ihrer jetzigen Gestalt nur ein kleiner Rest der einst prächtigen Collegiats-Stiftkirche, die im Jahre 1741 während der Belagerung durch die Preußen größtenteils zerstört wurde. Einige Jahrzehnte später ist sie dann in ihrer jetzigen Gestalt wieder aufgebaut worden. Sie wurde zuletzt nur noch für Sondergottesdienste genutzt, und das Allerheiligste in ihr nur während der Hedwigswoche aufbewahrt. Als besondere Kostbarkeit birgt sie neben der steinernen St. Hedwigs-Plastik aus dem 14. Jahrhundert die Metall-Sarkophage der letzten Piasten-Herzöge aus dem 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begräbniskirche auf dem alten katholischen Friedhof stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Begräbniskapelle St. Michael auf dem neuen Friedhof in der Schüsselndorfer Straße wurde erst 1943 als Notbau errichtet. Im Marienstift befand sich dann noch eine kleine Kapelle, in welcher regelmäßig Gottesdienste abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simultankirchen bestanden im Zuchthaus und im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als karitative Anstalt darf das St. Marienstift nicht unerwähnt bleiben. Es umfaßte ein Krankenhaus mit über 120 Betten, ein Kinderheim für ca. 20 Kinder und einen Kindergarten. Etwa 20 Borromäerinnen vom Mutterhaus Trebnitz versahen neben anderen Hilfskräften den Dienst am Kranken. Es war das größte allgemeine Krankenhaus Briegs. In ihm wurden alle anfallenden chirurgischen, urologischen und gynäkologischen Operationen durchgeführt. Nur allerschwerste Fälle wurden in die Universitätskliniken Breslau überwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langjähriger Chefarzt war Dr. med. F. SCHOEPS, jetzt Wiesbaden, Bismarkstraße 7, Oberarzt war Dr. F. DÖRNER, Bad Mergentheim, Gartenweg 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1945 lebten in Brieg folgende Geistliche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer: Alfred RIEGER, jetzt Hildesheim, Kreuzstraße 4 als Pfarrer der Kreuzkirche,&lt;br /&gt;
Kreisvikar: Clemens ZIMMERMANN, als Standort- und Strafanstaltspfarrer, zuletzt Pfarrer in Fürstenberg/Oder&lt;br /&gt;
Studienrat an den drei Oberschulen: Msgr. Prof. Dr. Dr. Georg SIEGMUND, jetzt Prälat am Dom und Professor am Priesterseminar Fulda&lt;br /&gt;
Kaplan und Lazarett-Pfarrer: Georg TESCHNER, jetzt Pfarrer in Bayreuth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadttheater==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegthea1.jpg|200px|left]]	&lt;br /&gt;
Aus einem alten Kloster haben um das Jahr 1822 weise Stadtväter ein Stadttheater gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mancher Besucher des Brieger Stadttheaters wird sich gern der zahlreichen wertvollen Aufführungen erinnern. Das Stadttheater in Brieg war eine wahre Pflegestätte deutscher Spielkunst, des Lustspiels und der Operette. Es wurde von der &amp;quot;Schlesischen Landesbühne&amp;quot; bespielt. Das Niveau der Aufführungen war recht hoch, weil die Intendanten es ausgezeichnet verstanden, aus der Fülle der vorliegenden Werke diejenigen herauszugreifen, deren Wiedergabe nicht nur im Rahmen des Möglichen lag, sondern darüber hinaus durch die ihnen zur Verfügung stehenden darstellerischen Kräfte zu vorbildlichen Aufführungen zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater diente auch der Veranstaltung guter Konzerte, wissenschaftlicher und künstlerischer Vorträge, Dichterlesungen und festlichen Veranstaltungen der verschiedensten Arten, die hier einen stimmungsvollen und würdigen Rahmen fanden. Das Theater war nach seinem Umbau durch den Stadtbaurat Dr.-Ing. KRAUSE zu einem Schmuckstück der Stadt geworden und faßte 500 Sitzplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Musikpflege - Brieg, eine Musikstadt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg war eine sangesfreudige Stadt. Der Grundstein dazu wurde schon in den verschiedenen Schulen gelegt. Die Volksschulen verfügten über eine verhältnismäßig große Anzahl an Lehrkräften, die die Fähigkeiten besaßen, einen guten Musikunterricht zu erteilen. Auch in der Mittelschule war das Musikleben dank der Musikalität ihres Leiters, Rektor Paul BUSSE; und der erfolgreichen Mitarbeit von Mittelschullehrerin Margarete WANGORSCH erfreulich rege. Wenig in Erscheinung trat das Gymnasium, das aber durch systematische Entwicklung der jugendlichen Stimmen in Ton- und Lautbildung durch Musiklehrer JEROFKE, einst bester Bariton Schlesiens, zur Hebung der Sangesfreudigkeit in Brieg, wenn auch unauffällig, nicht unwesentlichen Anteil hatte. Daß das Lehrerseminar mit Musiklehrer Max RICHTER innerhalb und außerhalb des Schullebens eine wichtige Rolle spielte, lag nicht zuletzt an der Struktur des Lehrplanes; Chorgesang, Orgel- und Klavier- und Violinunterricht sowie Orchester waren Pflichtfächer. Auf hohem Niveau stand der Musikunterricht im Oberlyzeum. Professor HIELSCHER, aufgeschlossen für jeden Fortschritt, erteilte Unterricht ganz im Sinne der Anfang der zwanziger Jahre neu gestalteten Richtlinien für den Musikunterricht. Seine durchdachte Unterrichtsmethode und seine freundliche, liebenswürdige Art und Gabe, junge Menschen für die Musik hell zu begeistern, ließen seine Stunden zum echten Erlebnis werden. Schließlich sei noch der Piastenschule gedacht, die nach Auflösung des Lehrerseminars in dessen Räumen einzog und u.a. den Reichtum an Musikinstrumenten (Orgel, Klaviere und Streichinstrumente) übernahm. Als Studienrat SCHÖN die Musiklehrer-Stelle schon als Musikstudent übertragen wurde, nutzte er das reichhaltige Instrumentarium durch Einrichten von zwei Orgelabteilungen, drei Violingruppen und vier Klavierabteilungen sinnvoll aus. Neben diesem vielseitigen, in der damaligen Zeit für eine höhere Schule außergewöhnlichen Musikbetrieb, bestanden noch ein staatlicher Schulchor und leistungsfähiges Schulorchester, das u.a. das Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur von L. van Beethoven und das Violinkonzert in D-Dur, KV. 218 von W.A. Mozart zur Aufführung brachte. Seine Nachfolger, Rektor Arthur NITSCHKE und Studienrat Josef GABOR, arbeiteten in dieser Richtung erfolgreich weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses rege Musikleben in den Schulen mußte sich naturgemäß auf das allgemeine Musikleben der Stadt günstig auswirken. So bestanden zahlreiche Gesangvereine: Der Männergesangverein &amp;quot;JUNG&amp;quot;, der Brieger Männergesangverein, der Bürgerliche Gesangverein, der Männergesangverein 1913, die Männergesangvereine &amp;quot;Gutenberg&amp;quot; und &amp;quot;Vorwärts&amp;quot; sowie die gemischten Chöre &amp;quot;Edelweiß&amp;quot; und der Volkschor. Zeugnis von ihrer zielstrebigen und erfolgreichen Arbeit legten ab die alljährlichen, auf beachtlichem Niveau stehenden Konzerte, sowie das gut Abschneiden auf Kreis- und Bezirkssängerfesten. Eine besondere Stellung nahm die Singakedemie ein; pflegten die Gesangvereine hauptsächlich acapella-Gesang, so vermittelte die Singakedemie bedeutende Vokalwerke mit Orchesterbegleitung unserer großen Meister wie eines J.S. Bach, G.F. Händel, L. van Beethoven, J.Brahms u.a.m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:hilsch1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:drisch1.jpg|200px|right]]&lt;br /&gt;
In Professor HIELSCHER hatte sie eine überragende Künstlerpersönlichkeit zum Leiter. Waren schon die Übungsabende dank seines großen fachlichen Wissens und Könnens ein musikalischer Genuß, so blieben die Aufführungen den Chormitgliedern wie den Zuhörern unvergeßliche Erlebnisse. Sein plötzlicher Tod, der die ganze Stadt in tiefe Trauer versetzte, riß in das Brieger Musikleben eine große und tiefe Lücke, die sich durch seinen Nachfolger, Rektor BUSSE, der sich seiner großen Aufgabe und Verantwortung voll bewußt war, erst allmählich schloß. Mit derselben Begeisterung und Hingabe wie die Singakedemie sang auch der Kirchenchor der Nikolaikirche unter Prof. HIELSCHERs genialer und sicherer Leitung. Daß jeden Sonntag der Hauptgottesdienst durch Chorgesang ausgestattet wurde, war eine beachtliche Leistung, die manche Großstadtkirche nicht aufzuweisen hatte. Prof. HIELSCHERs Nachfolger wurde Kirchenmusikdirektor Max DRISCHNER, der sich als Organist und Kantor ganz der Musik alter Meister verschrieben hatte. Es war sein unbestrittenes Verdienst, durch seine vortreffliche Registerkunst der Gemeinde den Wert der unvergeßlichen, herrlichen Engler-Orgel bewußt gemacht und ihr das Verständnis für die Werke eines Sweenlinck, Cabezon, Frescobaldi, Scheidt usw. geweckt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beachtlicher Stimmkultur sang der von Prof. HIELSCHER gegründete und Max DRISCHNER zur Verfügung gestellte Jugendchor, dessen Pianissimo den Klang überirdischer Schönheit trug. Während der Kirchenchor nach HIELSCHERS Tode im Jahre 1924 im Gottesdienst im Wechsel mit dem Jugendchor sang, ging er später allmählich im Jugendchor ganz auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nicht geringer Bedeutung ist DRISCHNERs Stellung als Komponist. Seine Orgelwerke haben im In- und Ausland Anerkennung gefunden. Prof. HIELSCHERs Worte über DRISCHNER wurden Erfüllung. &amp;quot;Sie tun gut, sich den Namen DRISCHNER zu merken!&amp;quot; Nicht unerwähnt dürfen auch Frau Erna NITSCHKE-KLICH (Alt) und Fräulein Margarete WANGORSCH (Sopran) bleiben, die über Brieg hinaus als Solosänger einen Namen hatten und sich auch als Chorsänger dem Brieger Kirchenchor und der Singakedemie hilfsbereit zur Verfügung stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse und die Liebe der Brieger galt aber auch der Kammer- und Orchestermusik. Wer erinnert sich nicht gern der ausgezeichneten Konzerte im Schauspielhaussaal, wenn z.B. das Pozniack-Trio, das Dresdner Streichquartett oder die Schlesische Philharmonie gastierten? Und welch nicht geringen Anteil am regen Brieger Musikleben hatten die tüchtigen Militärkapellen, die Stadtkapelle und der Beamtenmusikverein, der die heitere und ernste Muse pflegte und manchmal neben der Schlesischen Philharmonie zu den Aufführungen der Singakademie herangezogen wurde !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg war trotz der konkurrierenden Nähe der auf hoher Kulturstufe stehenden Stadt Breslau unbestritten eine Musikstadt, und darauf kann voller Stolz zurückgeblickt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sport &amp;amp; Sportvereine==&lt;br /&gt;
Am Eingang des Stadtparks war das schöne, geräumige Stadion gelegen mit seiner Kampfbahn, den Spielfeldern und Tennisplätzen. Neben vielen anderen schönen Wettkämpfen fanden dort auch die prächtigen Reitturniere statt, die vor dem stimmungsvollen Hintergrund des Stadtparks zu den Höhepunkten des Brieger sportlichen Lebens gehörten. Auch für die großen Volksfeste bot das Stadion den passenden Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wassersport diente neben der Oder das neue Freibad im Süden der Stadt. Es war aus einem Baggerteich entstanden. Mit seiner Wasserfläche von 23 Morgen bot es dem Wassersport alle Möglichkeiten. Der breite Sandstrand und die ausgedehnten Liegewiesen konnten an schönen Sommertagen die Masse der Erhohlungssuchenden kaum fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Stadion standen den Schulen und Sportvereinen auch noch fünf städtische Turnhallen an der Bergelpromenade, im Lyzeum, in der neuen Volksschule sowie im Gymnasium und in der Piastenschule zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sportvereine===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Sportvereine war sehr stattlich, wie die nachstehende Auswahl zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Sport Club Brega 09 Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Rechtsanwalt und Notar Dr. BARTSCH, Brieg, Riedelstraße 12, verstorben&lt;br /&gt;
#Spielvereinigung SSC 1910 Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Lehrer Georg WILLMANN, Brieg, Dreiankerstraße 2a, verstorben&lt;br /&gt;
#Sport Club Preußen Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Otto SEBAST, Brieg, Promenade 2&lt;br /&gt;
#Reichsbahnsportverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Reichsbahn-Oberinspektor MAI, Brieg, Bahnhof&lt;br /&gt;
#Sport-Club-Hertha Brieg (vorm. Schwarz-Gelb-Brieg)&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Richard GLEISSENBERG, Brieg, Orloviusstraße&lt;br /&gt;
#LSV Reinecke Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Major HOLZ, Brieg, Fliegerhorst&lt;br /&gt;
#Ruderverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Kaufmann Otto SCHÜTZ, Brieg, Feldstraße 27&lt;br /&gt;
#Schüler Ruderverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Studienrat Dr. KRAUSE, Brieg, Georgstraße 12&lt;br /&gt;
#Turnverein e.V. Brieg von 1859&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Walter OSSIG, Brieg, Gartenstraße 5, jetzt: Bad Neustadt/Saale, Meiningerstraße 22&lt;br /&gt;
#Brieger Frauenturnverein&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Fräulen Thea SCHUBERT, Brieg, Bahnhofstraße 11&lt;br /&gt;
#Radfahrclub Amicitia Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Fischermeister Karl KORN, Brieg, Mühlinsel 6, verstorben 1947&lt;br /&gt;
#Radfahrverein &amp;quot;Wanderer&amp;quot; Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Reinhold MIELKE, Brieg, Wagnerstraße 8&lt;br /&gt;
#Bürgerlicher Radfahrverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Schlossermeister Richard NITSCHE, Brieg, Oppelner Straße 25&lt;br /&gt;
#Kanuverein Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Bäckermeister Hermann SELISKY, Brieg, Piastenstraße 14&lt;br /&gt;
#Schützengilde Brieg&lt;br /&gt;
#:Vereinsleiter: Schlossermeister Richard NITSCHE, Brieg, Oppelner Straße 25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Öffentliche Einrichtungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grünanlagen===&lt;br /&gt;
[[Bild:briegtmaid1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:jpeppel1.jpg|200px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Bezeichnung als &amp;quot;Piasten&amp;quot; - und &amp;quot;Dreianker-Stadt&amp;quot; besaß Brieg noch eine dritte, nämlich die einer &amp;quot;Gartenstadt&amp;quot;. Die gewaltigen alten Wallanlagen, die sich um die ganze Altstadt bis zur Oder hinzogen, wurden nach ihrer Schleifung zu herrlichen Anlagen umgestaltet. Promenade mit Bismarkdenkmal, Wallgraben und Pfennigbrücke, Bergelpromenade mit Milchhäuschen, Goldfischteich, Trauerbuche, Bronzeplastik &amp;quot;Trinkendes Mädchen&amp;quot; und Schwanenteich, Rosarium, Wolfsschlucht sowie die Oderpromenade mit dem alten Odertor glichen einem Kurpark. Wem eine Wanderung hierdurch nicht genügte, der ging in den 63 ha großen Stadtpark, den &amp;quot;JULIUS-PEPPEL-Park&amp;quot;, der nach seinem Schöpfer, dem Oberbürgermeister Julius PEPPEL, benannt war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtforst===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtforst von Brieg lag nicht innerhalb seiner Stadtgrenzen, sondern im Kreisgebiet bei Leubusch. Sie umfaßte etwa 3.000 Morgen. Der Wald wies je nach Qualität des Bodens verschiedene Bestände auf und brachte gute Erträge; auch Hoch- und Niederwild war vorhanden. In letzter Zeit ist noch Damwild eingeführt worden; es wurde im Gatter gehalten. Im Wald befand sich auch ein Jagdhäuschen mit Übernachtungsgelegenheit und die Gaststätte &amp;quot;Wechmannsruh&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtisches Krankenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den privaten Krankenhäusern des evangelischen Diakonissenstifts in der Steinstraße und dem katholischen St. Marienstift in der Lindenstraße bot das Städtische Krankenhaus in der Neuhäuser Straße etwa 100 Kranken Pflege und Heilung. Die Leitung lag in den Händen tüchtiger Ärzte. Ein großer Neubau war in der neuen Hindenburgstraße geplant. Das neue Krankenhaus sollte die drei alten Anstalten völlig ersetzen und jeden vorauszusehenden Mehrbedarf für die Zukunft aufnehmen. Daneben waren Ärzte- und Schwestern-Wohnungen, Verwaltungsgebäude, Park usw. vorgesehen. Das alte städtische Krankenhaus in der Neuhäuser Straße sollte zu einem würdigen Altersheim umgebaut werden, weil das vorhandene an der Neißer Straße neuzeitlichen Ansprüchen nicht mehr genügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges wurde das städtische Krankenhaus für Lazarettzwecke in Anspruch genommen. Letzte leitende Ärzte waren Dr. A. LÜCK, + 1945 in der Lüneburger Heide und Dr. K. JENETZKY, Bayreuth, Bahnhofstraße 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlachthof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg gehörte zu den Städten, die keinen eigenen Schlachthof besaßen. Er befand sich noch im Besitz der Fleischerinnung Brieg. Die Stadt wollte diese wichtige Einrichtung allerdings in ihren Besitz übernehmen. Hierfür war schon ein leitender Tierarzt und städtischer Veterinär nebst Hilfspersonal eingestellt. Erweiterungs- und Verbesserungspläne, der Neuzeit entsprechend lagen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwerke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Bedeutung für Industrie, Handel, Gewerbe usw. braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Entsprechend der ständig wachsenden Bevölkerung mit ihren vielseitigen Bedürfnissen mußte die Anlagen ständig erweitert und verbessert werden. Die Verwaltungsräume befanden sich im neuen Sparkassengebäude in der Mollwitzer Straße. Während des Krieges wurden an die Stadtwerke ganz besondere Anforderungen gestellt. Im Rahmen der Verlagerung kriegswichtiger Industrie- und Entwicklungsbetriebe waren oft in kürzester Zeit schwierigste Erweiterungs- und Umlegungsarbeiten am Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetz auszuführen und Kapazitätserhöhungsaufgaben zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtischer Marstall===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der städtische Marstall hatte seine Bezeichnung aus der Zeit erhalten, da die Fahrzeuge noch von Pferden gezogen wurden. Im letzten Jahrzehnt vor der Vertreibung ist der Betrieb stark modernisiert und motorisiert worden. Dem Marstall oblag mit seinem Arbeitskräften die Sauberhaltung der Straßen zu allen Jahreszeiten. In den 30iger Jahren ist auf dem Gelände des Marstalles sogar eine Seidenraupenzucht angelegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebsangehörigen des Marstalles waren gleichzeitig Einsatzkräfte des Entgiftungstruppe für den Luftschutz. Ein großer Krupp-Sprengwagen mit Spezialdüsen für Straßenentgiftung und Chlorkalk-Anhänger, sowie moderne Gummi-Schutzanzüge waren ihre Ausrüstung. Die Fachausbildung lag in den Händen des Chemikers, Stud.Rat Dr. REINISCH, Gadderbaum, Kreis Bielefeld, Maraweg 7a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Freiwillige Feuerwehr===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele gleich große Städte besaß Brieg auch eine Feuerwehr, die sich aus etwa 100 Freiwilligen zusammensetzte, und zwar aus allen Kreisen der Bürgerschaft, besonders aber aus der Handwerkerschaft. Getreu dem Wahlspruch: &amp;quot;Gott zur Ehr und dem Nächsten zur Wehr&amp;quot; hat die freiwillige Feuerwehr auch bei Wassernot und in anderen Fällen das Ihre zur Erhaltung der Stadt und ihrer Bürger beigetragen. Ständige Verbesserungen und Verstärkung der Geräte war die stete Sorge der Stadtverwaltung. Neben der freiwilligen städtischen Feuerwehr gab es noch Betriebsfeuerwehren mit eigenem motorisiertem Gerät bei den Firmen GÜTTLER &amp;amp; Co., PZILLAS, T.T. HEINZE, LOEWENTHAL, MOLL usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die freiwillige Feuerwehr Brieg verfügte in ihrem Feuerwehrhaus Mühlstraße - altes Zeughaus, früher Franziskanerkloster über ein ideales Ausbildungs- und Einsatzzentrum. Es enthielt neben der großen Exerzierhalle mit eingebautem Steigerturm die Fahrzeughalle, den Schlauchtrockenturm, 2 große Versammlungs- und Ausbildungsräume, das Vorstandszimmer mit der von dem Brandmeister, Ing. Rudolf KELLNER, geschaffenen Lehrmittelschau, die z.B. die Modelle aller bekannten Dachstuhlkonstruktionen aufwies, sowie einen Luftschutzraum. Drei komplette Löschzüge, bei denen sich u.a. eine vollautomatische Magirus-Drehleiter auf Mercedes-Pritsche befand, bedeuteten den Wehrmännern ein gutes Rüstzeug. Dadurch, daß im Feuerwehrhaus drei in städtischen Diensten stehende Kraftfahrer wohnten, erreichte die mit den in der Nähe wohnenden Kameraden die Schlagkraft und Einsatzbereitschaft einer Berufsfeuerwehr. Eine moderne Feuermeldeanlage, deren umfangreicher Melde- und Schaltschrank in der Polizeiwache stand, mit Feuermeldern, von denen aus jederzeit die Polizei und das Feuwehrhaus telefonisch erreichbar waren und Alarmglocken in der Wohnung jedes Feuerwehrmannes ergänzten die schnelle Einsatzmöglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Räumung der Stadt wurden die Geräte nach Hirschberg im Riesengebirge überführt. Dabei blieb unterwegs die große Autospritze liegen. Die Großgeräte kamen in die Sammelstelle im Schloßpark Bad Warmbrunn. Ein Mercedes Mannschaftwagen wurde von der Feuerwehr Hirschberg übernommen. Zwei Tragkraftspritzen mit Pkw-Zugwagen und div. Material wurden am 30.3.1945 dem Feuerwehrleiter der Werksfeuerwehr &amp;quot;Schlesische Zellwolle AG&amp;quot; in Hirschberg auf Weisung des Reg. Präs. vom Feuerwehrdezernat übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Feuermelder in der Stadt Brieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Logaustraße, Fabrik GÜTTLER&lt;br /&gt;
#Steinstraße, Ecke Gartenstraße, Schule&lt;br /&gt;
#Neuhäuserstraße 54&lt;br /&gt;
#Robert-Pzillas-Straße, am Weinberg&lt;br /&gt;
#Schönauer Straße, Zuckerfabrik NEUGEBAUER&lt;br /&gt;
#Fischerstraße, Ecke Robert-Pzillas-Straße&lt;br /&gt;
#Fischerstraße 15&lt;br /&gt;
#Steinstraße 1, Heil- und Pflegeanstalt&lt;br /&gt;
#Schauspielhaus 2. Stock&lt;br /&gt;
#Schauspielhaus Bühne&lt;br /&gt;
#Lange Straße 11, Bankhaus EICHBORN&lt;br /&gt;
#Piastenstraße, Ecke Logaustraße&lt;br /&gt;
#Dreiankerstraße, gegenüber der Firma T.T. HEINZE&lt;br /&gt;
#Schulstraße 19&lt;br /&gt;
#Feldstraße 8&lt;br /&gt;
#Ohlauer Straße 49&lt;br /&gt;
#Lange Straße, Gymnasium&lt;br /&gt;
#Mollwitzer Straße, Ecke Lange Straße&lt;br /&gt;
#Moltkestraße, Kaserne, unteres Tor am Stabsgebäude&lt;br /&gt;
#Schwarzer Weg, Ecke Siedlungsstraße&lt;br /&gt;
#Ohlauer Straße 35&lt;br /&gt;
#Holzmarkt, Gasthaus &amp;quot;ZUM GOLDENEN SCHIFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
#Ziegeleistraße, Kläranlage&lt;br /&gt;
#Fabrik MOLL&lt;br /&gt;
#Schleusendamm 1, Schlachthof&lt;br /&gt;
#Mühlendamm 4, Gasthaus&lt;br /&gt;
#Zollstraße, am Katasteramt&lt;br /&gt;
#Burgstraße, Ecke Ring&lt;br /&gt;
#Mühlstraße 13&lt;br /&gt;
#Ring, Betriebswerke&lt;br /&gt;
#Oppelner Straße, Ecke Nikolaistraße&lt;br /&gt;
#Nikolaistraße, Einfahrtstor zum großen Exerzierplatz&lt;br /&gt;
#Bahnhofstraße 41&lt;br /&gt;
#Schüsselndorfer Straße, gegenüber Haus 4&lt;br /&gt;
#Briegischdorfer Straße, Gasthaus STANKOWSKI&lt;br /&gt;
#Siedlung an der Briegischdorfer Straße, vor Haus 2&lt;br /&gt;
#Siedlung an der Schüsselndorfer Straße, am Anfang&lt;br /&gt;
#Bahnhofstraße, Gaswerk&lt;br /&gt;
#Wechmannstraße, Furchnerkolonie&lt;br /&gt;
#Riedelstraße 3&lt;br /&gt;
#Schwarzer Weg, Ecke Albert- Spätlich-Straße&lt;br /&gt;
#Pistoriusstraße, Ecke &amp;quot;Am grünen Anger&amp;quot;&lt;br /&gt;
#Roonstraße am Ribaplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aus der Baugeschichte der Stadt Brieg&amp;lt;ref&amp;gt;Herausgegeben durch das Stadtbauamt 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
[[Bild:briegbring1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:briegring92-1.jpg|200px|left]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg wurde im Jahre 1250 an dem Oder-Übergang der alten Handelsstraße von Böhmen nach Polen angelegt. In ihrem Mittelpunkt lag der Ring mit dem Rathaus und mit Geschäfts-, Gast- und Bürgerhäusern. Von dort führten Straßen nach den ehemaligen Stadttoren und zu den umliegenden Städten und Dörfern. In der Blütezeit unter Herzog Georg II. sind Piastenschloß, Rathaus, Gymnasium und private Giebelhäuser entstanden. Bei der Belagerung der Stadt durch Friedrich den Großen wurde das Piastenschloß zerstört und nur notdürftig instandgesetzt, dagegen die Festungswälle massiv ausgebaut und erweitert. Auch Kasernen, Proviant- und Salzmagazine wurden errichtet. Die private Bautätigkeit lag darnieder. Nach der Besetzung Preußens durch die Franzosen wurden die Festungswälle 1807 geschleift. Die Stadt konnte sich nach drei Seiten ausdehnen, und als nach dem Krieg 1870/71 Industrie und Handel wieder aufblühten, sich auch in baulicher Hinsicht weiter entwickeln. Es wurde ein modernes Wasserwerk gebaut, eine Kanalisation mit einer neuzeitlichen biologisch-mechanischen Kläranlage geschaffen, sämtliche Straßen mit zementvergossenem Granitpflaster versehen, ein 63 ha großer Stadtpark nach dem Muster englischer Gärten angelegt, neue Kasernen gebaut, eine Landwirtschaftsschule, ein Lehrerseminar mit Direktorenwohnhaus und Turnhalle, ein Lyzeum mit Mittelschule, ein Land- und Amtsgericht mit Gefängnis, ein Zollamt und Garnisonslazarett errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wachstum der Stadt entsprechend sind auch die erforderlichen Wohnungen gebaut worden, kurz nach dem 1. Weltkrieg wurden allein rund 500 Wohnungen durch Neubauten erstellt. Später hat die Wohnungsbaugesellschaft Brieg GmbH, an der die Stadt mit 51% beteiligt war, den Wohnungsbau übernommen und bis Ende 1945 insgesamt 452 Wohnungen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1925/26 wurde ein neuzeitlicher Sportplatz mit Laufbahn und Spielfeld, einer asphaltierten Radrennbahn, Übungsplätzen, Tennisplätzen pp. geschaffen. Etwa 2 Jahre später ist ein Heldenhain mit einem Denkmal in Form einer Stufenterrasse mit 5 Säulen, die 5 Kriegsjahre darstellten, und 2 Gedächtnishallen angelegt worden. Der Umbau des Lehrerseminars zu einer Oberschule erforderte eine Neuausstattung der Physik-, Chemie- und Biologieklassen. Eine Volksschule wurde zu einer Berufsschule umgewandelt. Das Stadttheater ist durch den Einbau einer neuen Soffitten- und Bühnenbeleuchtung, Aufstellen eines neuen Gestühls im Zuschauerraum und Anlage einer Warmwasserheizung modernisiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde Brieg wieder Garnisonstadt. Die Infanterie-Kasernen wurden für das Reiterregiment Nr. 8 umgebaut und die erforderlichen Pferdeställe und Rauhfutterscheunen errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Jahre 1933 ab wurden zunächst die Altwohngebäude ausgebessert, die Kleinhaussiedlung gefördert, das Anschlußgleis der alten Zuckerfabrik beseitigt, das Gelände baureif hergerichtet, der Bauhof verlegt, das Salzmagazin an der Mollwitzer Straße abgebrochen und auf diesem Gelände eine neue Sparkasse errichtet. Eine 26 klassige Volksschule mit Brausebädern wurde erstellt, das Stadttheater weiter ausgebaut und der Ausbau des Piastenschlosses fortgesetzt. Auch das Baggerbad mit Gaststätte, Umkleideräumen und Liegewiesen wurde gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Aufbaues der Luftwaffe ist ein neuer Flugplatz mit Verwaltungsgebäuden, Kasernen, Flugzeughallen und Werften angelegt worden. Weitere Kasernen mit den erforderlichen Nebengebäuden enstanden im Osten der Stadt. In einer Bucht an der nahen Oder wurde ein Pionierübungsplatz mit Hafen, Aufenthalts- und Geräteräumen angelegt. Durch die Ausführung der Kasernenbauten und die Belegung der Stadt mit Truppen hat die Wirtschaft einen starken Auftrieb erhalten. Es mußten neue Verkaufsläden, Werkstätten, Gaststätten, Lagerräume usw. errichtet bzw. ausgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Kriegsjahre wurde durch die Verlagerung kriegswichtiger Betriebe wie Hentschel-Flugzeugwerke Berlin-Johannesthal; Vorrichtungs- und Gerätebau H. Engelhardt und H. Agatz, Berlin; Georg Osram, Berlin; Daimler-Benz, Berlin; Hein, Wuppertal; Panzerreparaturwerkstatt Ost, das Baugewerbe übersättigt. Es mußten aus der Umgebung eine Anzahl von Firmen herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Länge des Krieges waren Hoch- und Tiefbauarbeiten weitgehend eingeschränkt worden. Für die Nachkriegszeit aber lagen fertige Baupläne bereits vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entlastung des ständig wachsenden Verkehrs in der Innenstadt sollten Durchgangs- und Umgehungsstraßen gebaut werden, eine Autostraße in Verlängerung der Reichstraße 5, Breslau-Oberschlesien, am Briesener Block abbiegen, südlich den Stadtpark umgehen und etwa an der städt. Ziegelei vor Paulau wieder auf die bisherige Straße stoßen. Eine andere Durchgangsstraße sollte im Zuge der Schüsselndorfer Straße-Piastenstraße-Gartenstraße und Georgstraße auf einer zweiten Oderbrücke den Strom kreuzen und dann, nach Norden schwenkend, die Straße nach Scheibendorf erreichen. Schließlich war noch beabsichtigt, die Lindenstraße und Logaustraße mit Hilfe eines Durchbruches der Lindenstraße zwischen Knaben-Volksschule und Marienstift über die Promenade hinweg zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Projekt war der neue Oderhafen. Durch den von der Provinz Schlesien in Aussicht genommenen großen Ausbau der Wasserstraßen im Osten wurde Brieg unmittelbar mit berüht. Hierzu wäre das Flußbett zu verbreitern und zu vertiefen gewesen, um auch größere Schiffe den Strom befahren zu lassen. Unter Hinzuziehung erfahrener Sachverständiger wurden daher Pläne für einen leistungsfähigen Umschlaghafen in der Mündung des Paulauer Baches und des Koppener Kanales neben einer größeren Reparaturwerft ausgearbeitet. Langwierige Verhandlungen mit den Behörden wegen des Grunderwerbs, Eingemeindungen, Gleisanschlüsse usw. waren hierzu erforderlich geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Reichsbahn plante eine bedeutende Erweiterung des Güterbahnhofs. Die Durchführung hätte starke Eingriffe in städtisches Gelände gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht unerwähnt bleiben dürfen die weiteren Baupläne für den Neubau eines Krankenhauses, die Wiederherstellung des Piastenschlosses und den Erweiterungsbau des Rathauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Die_Bev%C3%B6lkerung&amp;diff=934808</id>
		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Die Bevölkerung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Brieg_-_Stadt_und_Landkreis_(1964)/Die_Bev%C3%B6lkerung&amp;diff=934808"/>
		<updated>2011-05-01T15:44:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||}}  Gesamt: 31.009 davon: 15.574 Frauen davon. 15.435 Männer davon: 74% evangelisch davon: 23% katholisch davon:...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamt: 31.009&lt;br /&gt;
davon: 15.574 Frauen&lt;br /&gt;
davon. 15.435 Männer&lt;br /&gt;
davon: 74% evangelisch&lt;br /&gt;
davon: 23% katholisch&lt;br /&gt;
davon: 3% sonstige&lt;br /&gt;
Beschäftigte 1939 = 23.566, davon:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbständige	11,5%&lt;br /&gt;
Beamte	13,6%&lt;br /&gt;
Angestellte	17,1%&lt;br /&gt;
Arbeiter	55,9%&lt;br /&gt;
Sonstige	1,9%&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einwohnerzahlen==&lt;br /&gt;
1675 = 3.600&lt;br /&gt;
1741 = 3.244&lt;br /&gt;
1805 = 10.041&lt;br /&gt;
1876 = 15.269&lt;br /&gt;
1895 = 21.304&lt;br /&gt;
1910 = 29.035&lt;br /&gt;
1925 = 27.344&lt;br /&gt;
1933 = 29.816&lt;br /&gt;
1939 = 31.419&lt;br /&gt;
1946 = 7.700&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrsverbindungen==&lt;br /&gt;
Dicht an Brieg vorbei führte die Autobahnstrecke Berlin - Breslau - Oberschlesien. Das Teilstück Brieg - Gleiwitz konnte noch vor dem Krieg fertiggestellt werden. Die Anschlußstelle befand sich nur wenige Kilometer entfernt hinter Hermsdorf. Durch Brieg hindurch führte die Reichsfernstraße Nr.5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste und bedeutenste Verkehrsweg allerdings war der Schiffahrtsweg auf der Oder von Cosel über Breslau bis Stettin zur Ostsee. Massengüter aller Art wurden hier befördert, insbesondere die oberschlesiche Kohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind außerdem noch zahlreiche Autobus-Verbindungen, die von Brieg aus in die entfernten Dörfer des Kreisgebietes führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg lag an der Eisenbahnhauptlinie Breslau - Oberschlesien mit ihren Verbindungen nach Wien, Prag und dem Orient. Sie war darüber hinaus auch Verkehrsknotenpunkt, weil von Brieg aus die Nebenlinien Brieg - Neiße - und Brieg - Strehlen verkehrten. Geplant war außerdem noch die Nebenlinie Brieg - Namslau. Durch den Krieg ist das Projekt nicht mehr zur Ausführung gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Stadtverwaltung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935 wurde die alte preußische Magistratsverfassung durch die Deutsche Gemeindeordnung ersetzt. Aufbau und Organisation der Verwaltung waren demgemäß auch hierdurch bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===A. Aufbau und Organisation der Verwaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Oberbürgermeister:&lt;br /&gt;
Kurt Schmidt, jetzt Rechtsanwalt und Notar in Fröndenberg, Am Stift 18&lt;br /&gt;
Hauptamt - Pressestelle - Stadttheater - Stadtforst - Stadtarchiv - Museum - Stadtverwaltungsgericht - Stadtsparkasse - Standesamt - Rechnungsprüfungsamt - Polizeiverwaltung - Amt für Wirtschaftsförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Bürgermeister und Stadtkämmerer:&lt;br /&gt;
Waldemar Reche, + 31.7.1958 in Plön/Holstein&lt;br /&gt;
Finanzverwaltung - Steuern - Stadthauptkasse - Grundstücksamt - Kirchenpatronate - Schulverwaltung - Ernährungs- und Wirtschaftsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtbaurat:&lt;br /&gt;
Dr. Ing. Krause, im Krieg vermißt&lt;br /&gt;
Stadtplanung - Hoch- und Tiefbau - Siedlungswesen - Baupolizei - Wohnungsamt - Vermessungsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Magistratsrat:&lt;br /&gt;
Dr. Kampczyk, 25.3.1954 in Hohenstein/Sachsen&lt;br /&gt;
Wohlfahrtsamt - Fürsorgeamt - Erwerbslosen-, Renten-, Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge - Jugendamt - Versicherungsamt - Tarifangelegenheit - Konzessionssachen - Verwaltung des Städt. Krankenhauses - Verwaltungspolizei - Quartieramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Paul Mende,  + 5.8.1947 in Luckenwalde&lt;br /&gt;
Bürgerhospital - Obdachlosenheim - Armenhaus - Siechenheim - Kinderhort - Marktwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Wilhelm Reppert, + 12.8.1959 in Bitterfeld/Sachsen&lt;br /&gt;
Marstallverwaltung - Straßenreinigung - landwirtschaftliche Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Alfred Kassubek in Löwensen über Bad Pyrmont&lt;br /&gt;
Kaufmännische Leitung der Stadtbetriebswerke - Freiwillige Feuerwehr - Luftschutz - Heimatmuseum - Volksbücherei - Verkehrsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Stadtrat:&lt;br /&gt;
Adolf Brandt, Oberhausen-Holten, Rahnstraße 212&lt;br /&gt;
Verwaltung des Schlachthofes - Städt. Volksbadeanstalt - Schiedsmannangelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===B. Städtische Einrichtungen und Betriebe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1. Stadtwerke:&lt;br /&gt;
Werksleitung und Kaufmännische Leitung: Stadtrat Kassubek&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Elektrizitätswerkes: Direktor Karl Matheis, + 21.3.1948 in Wenzendorf&lt;br /&gt;
Technische Leitung des Gas- und Wasserwerkes: Direktor Franz Burkheiser in Bergzabern/Pfalz, Auf der Rötz 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Stadtgärtnerei:&lt;br /&gt;
Stadtoberinspektor Gerhard Mader, Vaterstetten, Kreis Ebersbach, Lilienstraße 606&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Stadtforst:&lt;br /&gt;
Städt. Oberförster Erich Hagen in Langenei/Sauerland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Heimatmuseum:&lt;br /&gt;
Studienrat Günther, vermißt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Stadttheater:&lt;br /&gt;
Indendant Lenau, Perneck/Fichtelgebirge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Städt. Badeanstalten: ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Städt. Marstall:&lt;br /&gt;
Stadtinspektor Marks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Freiw. Feuerwehr:&lt;br /&gt;
Branddirektor Matheis, s.o.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Städt. Sparkasse:&lt;br /&gt;
Direktor Herbert Matz, Münster, Melcherstraße 30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Hotel u. Gaststätten:&lt;br /&gt;
Hotel &amp;quot;Goldenes Lamm&amp;quot; und Stadtparkrestaurant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Stadtarchiv:&lt;br /&gt;
Stadtarchivar Georg Wenzel, Frühjahr 1945 auf dem Marsch in die Gefangenschaft verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Stadtbücherei:&lt;br /&gt;
Lehrer Karl Scholz, Brieg, Riedelstraße 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Behördlicher Luftschutz:&lt;br /&gt;
Stadtrat Kassubek und Polizeiinsp. Bullan, Goslar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgaben der Stadtverwaltung konnten trotz aller Mängel in personeller Hinsicht infolge des totalen Krieges bis zum Verlassen Briegs in mustergültiger Weise wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 22. zum 23.1.1945 mußte die Stadt auf Befehl des Gauleiters geräumt werden. Das galt auch für die Verwaltung. Der Oberbürgermeister war zur Wehrmacht eingezogen. Bürgermeister Reche als sein ständiger Vertreter überführte die Stadtverwaltung in den für Brieg Stadt und Land vorgesehenen Auffangkreis Hirschberg im Riesengebirge. Dort war nach den gegebenen Verhältnissen eine geordnete Verwaltungstätigkeit nicht mehr möglich. Es wurden nur in einigen Räumen des Hirschberger Rathauses die Dienstgeschäfte abgewickelt, sowie Rat und Auskunft erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Februar 1945 kam dann der Befehl, auch Hirschberg zu räumen. Damit mußte jede weitere Verwaltungsarbeit eingestellt werden. Die Stadtverwaltung hatte aufgehört zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Briegs letzter Ehrenbürger und Stadtältester Paul Mende===&lt;br /&gt;
Der Ehrenbürgerbrief einer deutschen Stadt stellt eine seltene und hohe Auszeichnung dar. Er wird nur solchen Bürgern verliehen, die sich um ihre Vaterstadt in außerordentlichem Maße verdient gemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Stadt Brieg hat im Laufe ihrer langen Geschichte manchen ihrer Bürger auf diese Weise geehrt und ausgezeichnet. Zu ihnen zählt auch der letzte Ehrenbürger und Stadtälteste, Bäckermeister Paul Mende, geb. 9.12.1983 Brieg, gest. 5.8.1947 Luckenwalde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1923 wurde er bereits als Kandidat der Deutschen Volkspartei in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Im Jahre 1930 ist er dann zum unbesoldeten Stadtrat gewählt worden. Anläßlich seines 60. Geburtstages am 9. Dezember 1943 wurde er für seine Verdienste vom Regierungspräsidenten der Provinz Schlesien zum Stadtältesten ernannt. Zugleich wurde ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brieger Schulen==&lt;br /&gt;
Unter den städtischen Einrichtungen nahmen die Schulen eine besondere Stellung ein. Auf seine Schulen ist Brieg immer stolz gewesen. Es war zwar kein besonderer Stadtschulrat angestellt, aber die Schulverwaltung lag als besonderes Dezernat in der Hand des Bürgermeisters. Erhebliche Beträge hat die Stadt noch kurz vor dem Kriege in die neue Volksschule zwischen der Bismarkstraße und der Strehlener Straße investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volksschulen===&lt;br /&gt;
Brieg besaß fünf Volksschulen; nämlich zwei evangelische Knabenvolksschulen an der Lindenstraße mit den letzten Rektoren ZIEBOLZ und NITZSCHKE, zwei evangelische Mädchenvolksschulen an der Steinstraße mit den letzten Rektoren BOJAK, PANTKE und SCHOLZ. Die katholische Knaben- und und Mädchenvolksschule unter den Rektoren KLEINDAM und PANDER war zunächst in einem alten Gebäude am Piastenschloß untergebracht. Später zog sie dann in den Neubau zwischen der Bismarkstraße und Strehlener Straße um. Im Jahre 1941 wurde diese Schule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Die Schulaufsicht übte Schulrat WOLF aus. Er wohnt jetzt in Effern/Köln, Hönninger Weg 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hilfsschule===&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch eine gut eingerichtete Hilfsschule Leiter war Rektor IRRGANG, + 1.9.1948 in Jena&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mittelschulen===&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Schulgebäude an der Ecke Bahnhof/Feldstraße beherbergte in einem Flügel die Knaben- und Mädchenmittelschule. Diese Schule führte zur mittleren Reife. Der letzte Leiter war Rektor BUSSE; Bardowick, Karl-Peters-Straße 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oberschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen allgemeinbildenden Schulen gab es in Brieg noch zwei staatliche Oberschulen für Jungen und Mädchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühere Gymnasium am Stiftsplatz wurde später in eine staatliche Oberschule für Jungen umgewandelt und führte zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor KUNERT; + 1945 auf dem Wege in die Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Schüsselndorfer Straße war die &amp;quot;Piastenschule&amp;quot; als Oberschule für Jungen und Mädchen gelegen. Sie führte ebenfalls zur Reifeprüfung. Letzter Leiter war Oberstudiendirektor Dr. BOEHM; + 9.4.1948 in Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Das städtische Oberlyzeum an der Ecke Bahnhof/Feldstraße wurde 1935 in eine deutsche Oberschule für Mädchen umgewandelt. Auch sie führte im 9-stufigen Aufbau zur Reifeprüfung. Die letzten Leiter waren die Oberstudiendirektoren UMBREIT, EMDE und SANDKÜHLER.&lt;br /&gt;
Schließlich besaß Brieg auch noch eine höhere Landwirtschaftsschule, die auch mit der Reifeprüfung abschloß und zum Studium der Landwirtschaft an Universitäten berechtigte. Der letzte Leiter war Studiendirektor GRÜTZNER. Im Jahre 1943 wurde die Schule allerdings aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Berufsschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Volksschulen schloß sich ein gut ausgebautes Berufs- und Fachschulwesen an. Die gewerbliche und kaufmännische Berufsschule sowie die anderen Fachschulen und die hauswirtschaftliche Berufsschule waren im Schulgebäude der früheren &amp;quot;Bürgerschule&amp;quot; an der Mühlstraße untergebracht. Leiter war zuletzt Direktor Wilhelm PFEIFFER, Bad Nauheim, Blücher Str.42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schülerzahlen in den OBERSCHULEN - MITTELSCHULEN - VOLKSSCHULEN&lt;br /&gt;
(Stand: 1939)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 ________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
 Schulen                      Klassen          Schüler          Lehrkräfte&lt;br /&gt;
 --------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Oberschulen         m. 3        19              471                32&lt;br /&gt;
 Oberschulen         w. 1         8              191                14&lt;br /&gt;
 Mittelschulen          2        12              312                14&lt;br /&gt;
 Volksschulen           6        70            3.274                67&lt;br /&gt;
 Berufsschulen          3         -            1.580                14&lt;br /&gt;
 Berufsfachschulen      3         -               78                 6&lt;br /&gt;
 -------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
 Summe                 18       109            5.879               147&lt;br /&gt;
                      ==========================================================&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchliches Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die evangelischen Kirchen zu Brieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur evangelischen Kirche hatte die Stadt Brieg enge Beziehungen. Sie übte das Patronat nicht nur über die evangelische Kirche der Stadt, sondern als einstige Gutsherrin auch über die Kirchen der ehemaligen Kämmereidörfer Leubusch, Gierdorf-Kreisewitz (hier gemeinsam mit dem Grafen Pfeil) und Böhmischdorf aus. Als Kirchenpatron hatte die Stadt nach Anhörung der Kirchengemeinde die Pfarrer zu berufen und sich andererseits an den Kosten der Unterhaltung von Kirche und Pfarrhaus zu beteiligen, und zwar in der Stadt zu einem Drittel und in den Dörfern zu zwei Dritteln. Die Stadt hatte damit auch Sitz und Stimme im Gemeindekirchenrat. Wo allgemeine Belange der Erhaltung geschichtlicher und künstlerischer Werte es forderten, war die Stadt immer bereit, mit ihren Mitteln helfend einzugreifen. Sichtbarsten Ausdruck fand diese Hilfsbereitschaft u.a. bei der Schaffung der herrlichen Engler-Orgel in der evangelischen Nikolai-Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenrechtlich war Brieg in zwei evangelische Kirchengemeinden aufgeteilt, nämlich in die evangelisch-reformierte Stadtpfarrgemeinde St. Nikolai und in die evangelisch-lutherische Gemeinde St. Lukas auf der Logaustraße. Die Nikolai-Kirche war auf der Lange Straße gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Nikolai====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sie wurde in den Jahren 1370 bis 1417 im gotischen Stil als Basilika erbaut. Das verhältnismäßig schmale Mittelschiff überragt die beiden Seitenschiffe und empfängt durch die mit spätgotischem Maßwerk gezierten Fenster von oben her ihr Licht. Zwei mächtige Türme recken ihre hochgeführten Helme in eine Höhe von 75 Metern; sie wurden erst 1885 errichtet. Das Hauptschiff war 29 Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachreformatorische Zeit hat die mittelalterliche Messopferkirche durch Aufstellung kunstvoll geschnitzter Stühle und durch Einbau von Emporen in eine evangelische Predigtkirche umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schönste Schmuck der Kirche ist die Orgel. Sie wurde 1724 bis 1730 durch Michael Engler aus Breslau erbaut. Sie gehört zu den schönsten, musikgeschichtlich bedeutendsten Werken Deutschlands und ist noch eine der wenigen Bach-Orgeln. Letzter Organist war Kirchenmusikdirektor Max DRISCHNER, jetzt in Goslar, Hoher Weg 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Orgel ist ein Werk des Brieger-Orgel-Baumeisters SCHEFFLER aus dem Jahre 1796. Der Altar ist eine Stiftung des Eisenhändlers Christian Daniel CLERIKUS, dessen Insignien CDC im Fries über dem Altarbild zu erkennen sind. Der Altar mit seinen mittelalterlichen Holzschnitzerein zeigt Szenen aus der Passion Jesu. Das Triumpfkreuz mit Maria und Johannes sowie die Apostel-Gruppe stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Die Kanzel wurde 1593 in Spät-Renaissance-Form errichtet und erhielt 1728 ihre barocke Vergoldung. Der Kanzelkorb wird ebenso wie in der Breslauer Maria-Magdalenen-Kirche von vier Engeln getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bildnerische Schmuck stammt mit Ausnahme eines Tafelbildes aus nachreformatorischer Zeit. Die Meister der Grabdenkmäler entstammen aus dem Künstlerkreise des Piasten-Schloßbaues. Als schönstes Barockmal gilt das 1668 holzgeschnitzte Denkmal für Bürgermeister Schmidt im nördlichen Seitenschiff. Beachtenswert ist schließlich das historisch bedeutendste Denkmal, das Grabmal des Grafen von Geßler, geschaffen im klassizistischen Stil nach dem Entwurf des Oberbaurates Langhans dem Schöpfer des Brandenburger Tors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses herrliche Bauwerk ging in der Beschießung Briegs durch die Russen in der Nacht vom 4. zum 5. Februar 1945 unter. Es brannte lichterloh. Sein Feuerschein erleuchtete die gesamte Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 01.01.1945 wirkten folgende Geistliche an der Nikolai-Kirche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Superintendant BUNZEL, + Januar 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
Pfarrer H. KLEINOD, Pfarramtsleiter, + 14.1.1961 in Triest&lt;br /&gt;
Pfarrer W. BODEN, + 1945 in Brieg&lt;br /&gt;
====Die evangelisch-lutherische Sankt Lukas-Kirche====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde im Jahre 1897 auf Grund einer Generalkonzession König Friedrich Wilhelm IV. für die von der preußischen Landeskirche sich getrennt haltenden Lutheraner erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde bestand schon seit dem Jahre 1830 und umfaßte zuletzt ca. 650 Seelen. Sie beschränkte sich nicht nur auf das Stadtgebiet von Brieg allein, sondern auch auf die Brieger Kreisdörfer und die Städte Neiße und Neustadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hatte 400 Sitzplätze. Das Altarbild stellte die Auferstehung Christi dar, die Orgel stammte von der Firma Schlaak &amp;amp; Söhne aus Schweidnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzter Geistlicher war Pfarrer Paul SCHRÖTER. Er war zugleich Superintendent der Diozöse Breslau der ev.-luth. Kirche Altpreußens mit 16 Pfarramtbezirken. Er wohnte in Klitten, Kreis Niesky&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Christliche Gemeinschaften===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Vertreibung haben in der Stadt Brieg folgende christlichen Gemeinschaften bestanden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philadelphia mit Prediger SCHELL, Gemeindehaus Feldstraße&lt;br /&gt;
Freie Evangelische Gemeinschaft, Gemeindesaal Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Christliche Gemeinschaft für entschiedenes Christentum (Gnadauer Verband) mit Prediger SCHMENGLER. Versammlungslokal Piastenstraße&lt;br /&gt;
Katholisch-apostolische Gemeinde mit Prediger ANDREE, Kapelle Dorotheenstraße&lt;br /&gt;
Adventisten vom siebenten Tage. Versammlungsraum Ohlauer Straße&lt;br /&gt;
Die jüdische Gemeinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der jüdischen Gemeindemitglieder nahm vom Jahre 1933 an immer mehr ab. Waren es damals noch 255, so waren es 1938 nur noch 160 Juden einschließlich der Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche zu Brieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Zum Territorium der katholischen Stadtpfarrgemeinde Brieg gehörten der gesamte Stadtkreis Brieg, ferner 15 Dorfgemeinden bzw. Gutsbezirke, nämlich Briesen, Grabendorf, Giersdorf, Groß Neudorf, Grüningen, Hermsdorf, Kreisewitz, Linden, Neu-Briesen, Pampitz, Paulau, Rathau, Rothaus, Schreibendorf und Schüsselndorf. Die Pfarrei Brieg gehörte zum Dekanat Brieg. Es hatte seinen Sitz in Löwen, und ihm stand der Erzpriester und Geistliche Rat Friedrich VON WOYSKI vor. Er war zugleich Pfarrer in Löwen und amtierte zuletzt in Endel, Kreis Vechta. Im November 1954 ist er dort verstorben. Die Zahl der Gemeindemitglieder der Zivilgemeinde betrug 8.500. Davon waren in der Stadt Brieg ca. 7.000 wohnhaft. Von der Gesamtbevölkerung der Stadt waren etwa 23% katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Zivilgemeinde bestand auch noch eine sehr starke Standortgemeinde sowie eine kleine Gemeinde in der Strafanstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der Stadtpfarrei lag eine ganze Anzahl von Kirchen und Kapellen. Die Stadtpfarrkirche &amp;quot;Zum Heiligen Kreuz&amp;quot; war in den Jahren 1735 bis 1741 von den Jesuiten als Kollegkirche für den geplanten aber nicht verwirklichten Kollegbau im Barockstil erbaut worden. Sie wurde 1746 feierlich konsekriert und 1819 zur Stadtpfarrkirche erhoben. Die Türme wurden allerdings erst 1856 vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Äußeren ist für einen Jesuitenbau nüchtern. Um so überraschender erscheint der herrliche Innenraum. Drei mächtige Pfeilerpaare gliedern den lichten weiten Raum, schaffen Seitenkapellen und tragen das gewaltige Tonnengewölbe, das durch gemalte Scheinarchitektur den Raum in unendliche Höhen weitet. Malerei an der geraden Chorwand über dem schlichten Altar baut in eine Scheinkuppel einen Prunkaltar. Die Geschichte des heiligen Kreuzes ist das Thema der Malereien des Chors, des Deckengewölbes und an den Tonnen der Seitenschiffe, Schöpfer der Malereien ist der Jesuitenpater Kube. Die Bildhauerarbeiten der Kanzel, die bewegten Begleitfiguren des Altarkreuzes, fügen sich gut dem spätbarocken Innenraum ein. Beachtenswert sind zwei barocke Plastiken: Judas Taddäus und Nepomuk. Ein köstliches Stück ist das mittelalterliche, holzgeschnitzte Kruzifix an einem Pfeiler rechts vom Altar. Am zweiten Chorpfeiler rechts hängt im spätbarocken Rahmen ein Madonnenbild in der Art des Lukas Cranach. Die deutsche Innigkeit und Schlichtheit muten in dieser ganz auf Sinnenreize eingestellten Umgebung nahezu fremdartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schloßkirche &amp;quot;Zur Heiligen Hedwig&amp;quot; war die älteste Kirche der Stadt, aber in Ihrer jetzigen Gestalt nur ein kleiner Rest der einst prächtigen Collegiats-Stiftkirche, die im Jahre 1741 während der Belagerung durch die Preußen größtenteils zerstört wurde. Einige Jahrzehnte später ist sie dann in ihrer jetzigen Gestalt wieder aufgebaut worden. Sie wurde zuletzt nur noch für Sondergottesdienste genutzt, und das Allerheiligste in ihr nur während der Hedwigswoche aufbewahrt. Als besondere Kostbarkeit birgt sie neben der steinernen St. Hedwigs-Plastik aus dem 14. Jahrhundert die Metall-Sarkophage der letzten Piasten-Herzöge aus dem 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begräbniskirche auf dem alten katholischen Friedhof stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Begräbniskapelle St. Michael auf dem neuen Friedhof in der Schüsselndorfer Straße wurde erst 1943 als Notbau errichtet. Im Marienstift befand sich dann noch eine kleine Kapelle, in welcher regelmäßig Gottesdienste abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simultankirchen bestanden im Zuchthaus und im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als karitative Anstalt darf das St. Marienstift nicht unerwähnt bleiben. Es umfaßte ein Krankenhaus mit über 120 Betten, ein Kinderheim für ca. 20 Kinder und einen Kindergarten. Etwa 20 Borromäerinnen vom Mutterhaus Trebnitz versahen neben anderen Hilfskräften den Dienst am Kranken. Es war das größte allgemeine Krankenhaus Briegs. In ihm wurden alle anfallenden chirurgischen, urologischen und gynäkologischen Operationen durchgeführt. Nur allerschwerste Fälle wurden in die Universitätskliniken Breslau überwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langjähriger Chefarzt war Dr. med. F. SCHOEPS, jetzt Wiesbaden, Bismarkstraße 7, Oberarzt war Dr. F. DÖRNER, Bad Mergentheim, Gartenweg 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1945 lebten in Brieg folgende Geistliche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer: Alfred RIEGER, jetzt Hildesheim, Kreuzstraße 4 als Pfarrer der Kreuzkirche,&lt;br /&gt;
Kreisvikar: Clemens ZIMMERMANN, als Standort- und Strafanstaltspfarrer, zuletzt Pfarrer in Fürstenberg/Oder&lt;br /&gt;
Studienrat an den drei Oberschulen: Msgr. Prof. Dr. Dr. Georg SIEGMUND, jetzt Prälat am Dom und Professor am Priesterseminar Fulda&lt;br /&gt;
Kaplan und Lazarett-Pfarrer: Georg TESCHNER, jetzt Pfarrer in Bayreuth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Das Stadtgebiet</title>
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		<updated>2011-05-01T15:40:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Zur Geschichte der Stadt Brieg|Die Bevölkerung}}   	 ==Landschaft== Das Stadtgebiet ist unmittelbar an der Oder g...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)|Zur Geschichte der Stadt Brieg|Die Bevölkerung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
==Landschaft==&lt;br /&gt;
Das Stadtgebiet ist unmittelbar an der Oder gelegen. Es erstreckt sich in etwa rechteckiger Form von Nordwesten nach Südosten Der Stadtkern an der Oder weist noch seine frühere elliptische Form auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl auf Brieger Stadtgebiet keinerlei vorgeschichtliche Funde bekannt sind, ist die Annahme berechtigt, daß der am Oderufer gelegene Platz seit frühesten Zeiten Siedlungen aufzuweisen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördliche Gebietsteil ist jenseits der Oder gelegen. Er wird durch eine große Wiesenlandschaft umschlossen, nämlich die &amp;quot;Oder-Aue&amp;quot;. Das südliche Gebietsteil erstreckt sich weit in die offene Landschaft hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausdehnung ==&lt;br /&gt;
Der Umfang des Stadtgebietes beträgt etwa 21 km. Es wird ringsherum von Gemeinden des Landkreises Brieg umgeben. Dieses sind:&lt;br /&gt;
:Im Norden: Schreibendorf&lt;br /&gt;
:Im Süden: Schüsselndorf&lt;br /&gt;
:Im Südosten: Paulau&lt;br /&gt;
:Im Westen: Grünungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausdehnung des Stadtgebietes betragen in Richtung&lt;br /&gt;
:Nord-Süd: ca. 6&lt;br /&gt;
:Ost-West: ca. 5 km&lt;br /&gt;
:Geographische Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg liegt auf dem 500 51° nördlicher Breite und 350 6° östlicher Länge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Höhenlage ==&lt;br /&gt;
Die Mühlinsel liegt auf + 198 m NN und der südliche Stadtteil auf etwa + 148 m NN. Amtlich wird die Höhenlage mit + 148 m NN angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fläche ==&lt;br /&gt;
Die Gesamtfläche des Stadtgebietes Brieg beträgt nach amtlichen Unterlagen 1.293 ha., davon entfallen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Gebäude	||244 ha&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|landwirtschaftliche Fläche	||537 ha&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gartenland	||103 ha&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sonstige Fläche||	409 ha&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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		<title>Brieg - Stadt und Landkreis (1964)/Zur Geschichte der Stadt Brieg</title>
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		<updated>2011-05-01T15:36:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GenWikiBot-Migration: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||}}  left  Die Stadt Brieg wurde im Zuge der mittelalterlichen Ostkolonisation vor 1250 nac...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigation Brieg - Stadt und Landkreis (1964)||}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:briegwapp.png|left]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Brieg wurde im Zuge der mittelalterlichen Ostkolonisation vor 1250 nach deutschem (Halle - Neumarkter) Recht gegründet. Begründer waren die vom regierenden Piastenherzog beauftragten Lokatoren Gerkinus von Goldberg, Ortlif und Heinrich von Reichenbach. Letzterer schenkte der jungen Stadt sein Familienwappen, die Wolfssense, als Stadtwappen. Die Gründungsurkunde ist nicht überliefert, wohl aber die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1250, die Herzog Heinrich III. dem Lokator Konrad von Neiße ausstellte, der den dritten noch lebenden Lokator Ortlif ablöste. Diese sogannte Frankenberger Urkunde, die durch einen Editionsfehler des bekannten Leipziger Historikers Kötzschke jahrelang für die Gründungsurkunde gehalten worden ist, enthält jedoch die wichtigsten Bestimmungen der Gründungsurkunde im Auszug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für die Neugründung der Stadt an der jetzigen Stelle dürfte die günstige Lage des Ortes an einem wichtigen Straßenkreuz zu suchen sein. Von Nordwest nach Südost führte auf dem erhöhten Südufer der Oder eine wichtige Straße von Breslau nach Oppeln, die sich in Oberschlesien gabelte, und zwar nach Wien und nach Ungarn durch die Mährische Pforte. Diese Straße kreuzte in Brieg der Weg von Prag über Nimptsch und Strehlen nach Gnesen, dem im Jahre 1000 von Kaiser Otto III. gegründeten Bischofssitz, und führte weiter zur Ostsee. Die rechteckige Anlage der Innenstadt, typisch für die ostdeutsche Kolonisationsstadt, ist auf diese großen Wirtschaftswege zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:briegraka1.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:briegrat92-1.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit Briegs als Gemeinwesen und als Residenz lag im 16. und 17. Jahrhundert. Die vielen Renaissancebauten der Stadt, das Schloß, das Rathaus, die Bürgerhäuser am Ring und in den Straßen der Innenstadt sind oder waren Zeugen dieser Zeit, da im Schloß die Piastenherzöge von Liegnitz, Brieg und Wohlau Hof hielten und Brieg dank des um das Jahr 1290 ins Leben gerufenen Gymnasiums zu den am meisten aufgesuchten Orten des Südostens gehörte. Die bekanntesten Namen aus dieser Zeit: Herzog Georg II., Herzogin Barbara von Brandenburg und Dorothea Sibylla von Brandenburg, die Gemahlin Herzog Johann Christians. Ferner Friedrich von Logau, der berühmte Epigramatiker, der als Gymnasiast und herzoglicher Hofmann in Briegs Mauern weilte, sowie der evangelische Theologe und Liederdichter Johannes Heermann, der &amp;quot;schlesische Hiob&amp;quot;, als Schüler des Gymnasiums im Brieger Schloß auf Geheiß Kaiser Rudolfs II. zum poeta laureatus gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Erlöschen der Piastendynastie 1675 geht die große Zeit Briegs als Fürstenresidenz zu Ende. Brieg wird, wie ganz Schlesien, österreichisch. Gegenüber den brandenburgischen Erbansprüchen, die aus dem Vertrag von 1537 herrühren, setzt sich Habsburg, dem die Piasten lehnsuntertänig waren, durch. Die Gegenreformation bringt Jesuiten in die Stadt. Die barocke Kreuzkirche wird errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Maße, da Brieg seine Bedeutung als Residenz einbüßt, geht auch die Eigenart der Stadt verloren. Im Jahre 1741 tobt vor den Toren der Stadt die Schlacht bei Mollwitz, die der Graf Schwerin gegen ein österreichisches Heer gewinnt. Brieg wird preußisch. Das Piastenschloß, Wahrzeichen der alten Residenz, geht in Flammen auf und wird Magazin. Die nüchterne Zweckmäßigkeit, die den preußischen Staat prägt, setzt sich auch in Brieg durch. Brieg wird eine fleißige Arbeiterin im preußischen Gesamtstaat. Die Stadt tritt hinter Oppeln und Breslau deutlich zurück; das einstmals &amp;quot;Illustre Gymnasium&amp;quot; mit Hochschulverfassung wird eine höhere Schule wie andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brieg bleibt bis zum Schicksalsjahr 1945 eine bürgerliche-rührige Stadt, geprägt vom Fleiß seiner Bewohner, einer alten geschichtlichen Tradition und dem mächtigen Oderstrom, der Lebensader des schlesischen Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel mehr kann man lesen in:&lt;br /&gt;
:Neuere Geschichte der Stadt Brieg 1740 - 1980&lt;br /&gt;
:Herausgeber: Bundesvereinigung der Brieger e.V.., Goslar&lt;br /&gt;
:Verfasser: Werner Irrgang, Traben-Trabach/Mosel&lt;br /&gt;
:Gestaltung: Stadt Goslar - Betreuungsstelle Brieg&lt;br /&gt;
:ISBN-Nr.: ??&lt;br /&gt;
{{Buch &amp;quot;Brieg - Stadt und Landkreis&amp;quot;|stbrieg.html}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>GenWikiBot-Migration</name></author>
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