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	<title>Maldininker - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Geraldraq: /* Versammlung */</title>
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Die ineinander verschwimmenden Töne schlugen zitternd leis immer noch eine Quarte nach oben nach, die Übergänge zu den nächsten Noten schwankten in kleinsten Tonzwischenräumen selbst über die kurzen Verspausen,  gleichzeitig sangen die Deutschen den deutschen, die Litauer den litauischen Text. Die Männer waren einfach und gewöhnlich in Bauerntracht gekleidet, die von der allerorts üblichen nur durch das breite russische Mützenschild abweicht. Marginnen und Paresken sah ich nicht. Die Frauen trugen dieselben einfachen gestreiften Bauernröcke, wie allerwärts; nur die weißen blumenrandigen Kopftücher, die am Halse oder meist im Nacken zusammengebunden waren, stachen hervor, zumal die drückende Hitze des 1. August nicht die Abnahme jenes Kopfschmuckes zu bewerkstelligen vermochte. Der Raum war ziemlich hell durch Deckenlampen erleuchtet, nur auf dem Predigttische brannte eine Setzlampe. Ich wurde vorderhand ins linke Zimmer geführt, man wartete auf mein Kommen. Da saßen denn schon mehrere Verkünder und Freunde beisammen, der Hausherr begrüßte uns und lud uns zum Abendmahl ein, da gab es Bier, Kaffee und Milch, Brot, Fleisch und Früchte vorzüglich und in Hülle und Fülle. Galant gewährte man meiner Frau einen Ehrenplatz, und nach kurzem Imbiß gingen wir in die Versammlung und erhielten unseren Sitz, trotz Sträubens, auf der Bank der Prediger. Über das lange und harte Knieen auf Holzdiele oder Stein sehen die Brüder ebenso leicht hinweg,  wie über die Filzpantoffeln des einen Verkünders. Kukat saß am Tische, neben ihm je ein Bauernpriester. Nach dem Gesänge des Chorales betete der Linke ein deutsches Gebet von der Sündhaftigkeit und Buße der Menschen, worin sich ein fortwährendes Stöhnen sündenbeladener Gemüter mischte. Es folgte ein neuer Choral, der mit der-elben Inbrunst und in Gott versenkter Miene zu Ende gesungen ward,  und dann eine litauische Predigt und der Gesang des Liedes: „Herr  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die „Verkünder&amp;quot;  waren zuerst nach [[Ruß]] und dann nach [[Kahlberg]] zu einem „Bruder&amp;quot; gefahren. Nach einstündigem Marsche gelangten auch wir an das erleuchtete große Wohnhaus. Lauter Choralgesang tönte uns entgegen. Beim Eintritt ins Innere war rechts ein Doppelzimmer mit  etwa 50 Frauen und 20 Männern gefüllt, die erst im Gebet knieend, dann auf Bänken und Stühlen sitzend, die eigentümlichen litauischen Choräle sangen. Die Melodie „Liebster Jesu wir sind hier&amp;quot; war so verändert, daß man sie kaum wiedererkennen konnte. Die ineinander verschwimmenden Töne schlugen zitternd leis immer noch eine Quarte nach oben nach, die Übergänge zu den nächsten Noten schwankten in kleinsten Tonzwischenräumen selbst über die kurzen Verspausen,  gleichzeitig sangen die Deutschen den deutschen, die Litauer den litauischen Text. Die Männer waren einfach und gewöhnlich in Bauerntracht gekleidet, die von der allerorts üblichen nur durch das breite russische Mützenschild abweicht. Marginnen und Paresken sah ich nicht. Die Frauen trugen dieselben einfachen gestreiften Bauernröcke, wie allerwärts; nur die weißen blumenrandigen Kopftücher, die am Halse oder meist im Nacken zusammengebunden waren, stachen hervor, zumal die drückende Hitze des 1. August nicht die Abnahme jenes Kopfschmuckes zu bewerkstelligen vermochte. Der Raum war ziemlich hell durch Deckenlampen erleuchtet, nur auf dem Predigttische brannte eine Setzlampe. Ich wurde vorderhand ins linke Zimmer geführt, man wartete auf mein Kommen. Da saßen denn schon mehrere Verkünder und Freunde beisammen, der Hausherr begrüßte uns und lud uns zum Abendmahl ein, da gab es Bier, Kaffee und Milch, Brot, Fleisch und Früchte vorzüglich und in Hülle und Fülle. Galant gewährte man meiner Frau einen Ehrenplatz, und nach kurzem Imbiß gingen wir in die Versammlung und erhielten unseren Sitz, trotz Sträubens, auf der Bank der Prediger. Über das lange und harte Knieen auf Holzdiele oder Stein sehen die Brüder ebenso leicht hinweg,  wie über die Filzpantoffeln des einen Verkünders. Kukat saß am Tische, neben ihm je ein Bauernpriester. Nach dem Gesänge des Chorales betete der Linke ein deutsches Gebet von der Sündhaftigkeit und Buße der Menschen, worin sich ein fortwährendes Stöhnen sündenbeladener Gemüter mischte. 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Da saßen denn schon mehrere Verkünder und Freunde beisammen, der Hausherr begrüßte uns und lud uns zum Abendmahl ein, da gab es Bier, Kaffee und Milch, Brot, Fleisch und Früchte vorzüglich und in Hülle und Fülle. Galant gewährte man meiner Frau einen Ehrenplatz, und nach kurzem Imbiß gingen wir in die Versammlung und erhielten unseren Sitz, trotz Sträubens, auf der Bank der Prediger. Über das lange und harte Knieen auf Holzdiele oder Stein sehen die Brüder ebenso leicht hinweg,  wie über die Filzpantoffeln des einen Verkünders. Kukat saß am Tische, neben ihm je ein Bauernpriester. Nach dem Gesänge des Chorales betete der Linke ein deutsches Gebet von der Sündhaftigkeit und Buße der Menschen, worin sich ein fortwährendes Stöhnen sündenbeladener Gemüter mischte. 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		<author><name>Geraldraq</name></author>
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		<title>Kaukas: /* Schilderungen */</title>
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		<author><name>Kaukas</name></author>
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		<author><name>Kaukas</name></author>
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		<title>Kaukas: /* Name */</title>
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		<author><name>Kaukas</name></author>
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		<title>Kaukas: /* Schilderung */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schilderung&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Kaukas</name></author>
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		<title>Kaukas: /* Eine Missionsfahrt */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Eine Missionsfahrt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Kaukas</name></author>
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		<id>https://genwiki39.genealogy.net/index.php?title=Maldininker&amp;diff=651252&amp;oldid=prev</id>
		<title>Memelland am 1. Februar 2009 um 17:03 Uhr</title>
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		<updated>2009-02-01T17:03:57Z</updated>

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Und jeder Pastor dichtet neue Lieder für seine Gemeinde hinzu. Die &amp;quot;Brüder&amp;quot; gaben ihnen darin nichts nach. Durch die Herrnhuter war jenen eigenen rhythmischen, hüpfenden und beweglichen Gesängen der Boden geebnet worden, die so ganz zur Sangweise der Dainos passen und im Gegensatz zum schweren Kirchengesang der orthodoxen Kanzelredner des 17. Jahrhunderts stehen. Die schwebenden unfesten Töne in Halb- und Viertelston-Entfernung, das Überziehen zur nächsten Note, das Abkürzen von Pausen, das Anklingen an Volkslieder, das alles kam zur rechten Geltung. Benjamin Schmolck, Bogatzki u. a. wurden übersetzt; die Erleuchteten dichteten selbst, so die oben erwähnten Demke und Jurkschat. Bereits um die Mitte des vorigen Jahrhunderts ließ der Bruder Mertikaitis für die Maldininker ein eigenes Gesangbuch, &amp;quot;das Psalmbuch&amp;quot; erscheinen, das 113 Lieder enthielt. Im Gegensatz zum litauischen offiziellen Gesangbuch erfreute sich das Psalmbuch trotz der frömmelnden Art und trotz der Riesenlänge mancher Lieder, großer Anerkennung und Beliebtheit. Die neuen Auflagen wurden rasch vergriffen und erschienen in vermehrter Auflage. Von gewisser Seite wurde das Psalmbuch freilich nicht für vollwertig gehalten. Mielcke sagte: &amp;quot;Es hat ein gewesener Soldat und Litauer aus der Niederung ein litauisches Gesangbuch (um 1800) auf seine Kosten herausgegeben. Er hat darin verschiedene Gesänge aus dem Ostermeierschen Gesangbuch genommen, viele aber selbst gedichtet, und wiederum andere von schlechten litauischen Schulmeistern übersetzte zusammengerafft und unter die Litauer gebracht. Es kommen darin die absurdesten Dinge, übertrieben mystische Ausdrücke, närrische Epitheta und ganz abgeschmackte Wendungen vor, die dem vernünftigen Gottesdienst des Singens zuwider sind.&amp;quot; (Vergl. Schwede, Zur Geschichte der litauischen Gesangbücher. Lit Lit M. III, S. 403.) Derartige Urteile verhinderten nicht, daß die Psalmu knygos 1876 in 12. Auflage im Umfang von 404 Liedern erschienen.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Nun war im 18. Jahrhundert bei den Preußisch-Litauern eine merkwürdige Unsicherheit in Bezug auf das Gesangbuch eingetreten. Die alten, meist schlecht übersetzte litauische Lieder enthaltenden Gesangbücher wurden von verschiedenen Seiten verändert. 1732 erschien die Quandt-Behrendtsche Bearbeitung, die später Schimmelpfennig im Umfang von 400 Liedern herausgab, 1736 unternahm Glaser eine neue Zusammenstellung; sie erlebte innerhalb dreier Jahre drei Auflagen. Als man 1751 beide vereinigte und die Unzufriedenheit dennoch fortdauerte, gab 1781 Ostermeier eine neue Umarbeitung heraus, die gleichfalls befehdet und von Mielcke durch eine verbesserte ersetzt werden sollte. Und jeder Pastor dichtet neue Lieder für seine Gemeinde hinzu. Die &amp;quot;Brüder&amp;quot; gaben ihnen darin nichts nach. Durch die Herrnhuter war jenen eigenen rhythmischen, hüpfenden und beweglichen Gesängen der Boden geebnet worden, die so ganz zur Sangweise der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Dainos&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;passen und im Gegensatz zum schweren Kirchengesang der orthodoxen Kanzelredner des 17. Jahrhunderts stehen. Die schwebenden unfesten Töne in Halb- und Viertelston-Entfernung, das Überziehen zur nächsten Note, das Abkürzen von Pausen, das Anklingen an Volkslieder, das alles kam zur rechten Geltung. Benjamin Schmolck, Bogatzki u. a. wurden übersetzt; die Erleuchteten dichteten selbst, so die oben erwähnten Demke und Jurkschat. Bereits um die Mitte des vorigen Jahrhunderts ließ der Bruder Mertikaitis für die Maldininker ein eigenes Gesangbuch, &amp;quot;das Psalmbuch&amp;quot; erscheinen, das 113 Lieder enthielt. Im Gegensatz zum litauischen offiziellen Gesangbuch erfreute sich das Psalmbuch trotz der frömmelnden Art und trotz der Riesenlänge mancher Lieder, großer Anerkennung und Beliebtheit. Die neuen Auflagen wurden rasch vergriffen und erschienen in vermehrter Auflage. Von gewisser Seite wurde das Psalmbuch freilich nicht für vollwertig gehalten. Mielcke sagte: &amp;quot;Es hat ein gewesener Soldat und Litauer aus der Niederung ein litauisches Gesangbuch (um 1800) auf seine Kosten herausgegeben. Er hat darin verschiedene Gesänge aus dem Ostermeierschen Gesangbuch genommen, viele aber selbst gedichtet, und wiederum andere von schlechten litauischen Schulmeistern übersetzte zusammengerafft und unter die Litauer gebracht. Es kommen darin die absurdesten Dinge, übertrieben mystische Ausdrücke, närrische Epitheta und ganz abgeschmackte Wendungen vor, die dem vernünftigen Gottesdienst des Singens zuwider sind.&amp;quot; (Vergl. Schwede, Zur Geschichte der litauischen Gesangbücher. Lit Lit M. III, S. 403.) Derartige Urteile verhinderten nicht, daß die Psalmu knygos 1876 in 12. Auflage im Umfang von 404 Liedern erschienen.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>Memelland am 1. Februar 2009 um 12:47 Uhr</title>
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