Stiftung Stoye/Band 49/061: Unterschied zwischen den Versionen

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(automatisch aus PDF angelegt)
 
(automatisch aus PDF angelegt)
 
Zeile 1: Zeile 1:
{{Stiftung Stoye/Band 49|060|61|062|fertig|
{{Stiftung Stoye/Band 49|060|61|062|fertig|
OCR-Text=Häuserbuch der Stadt Teltow
OCR-Text=Ritterstraße
 
 
3 Hufen vor der Stadt
Graskavel vor dem Machnower Tor
Braugerechtigkeit
Praestationen324


Ritterstraße 31331
Hoher Steindamm/Ritterstraße 30
Ackerbürgergut bis etwa 1900
– ein Garten hinter und bei dem Haus
– Scheunenstelle vor dem Berliner Tor
– 2 Hufen Land vor der Stadt
– Graskavel vor dem Machnower Tor
– neue Wiese
– Nebenhaus [Nr. 31 des alten Hypotheken-Buches]
– Praestationen332
Eigentümer:
Eigentümer:
Um 1760 Liese, Gottfried, Hüfner.333
1780
1763
Bethge, Peter, Hüfner und Ratmann, sub hasta erstanden, Meistgebot 1035 Rthlr.
Liese, Peter, Hüfner, Sohn des VE, Erbvergleich, 688 Rthlr.
1806
1803
Zuschreibung: 2 freie Hufen vom ehemaligen Lehnrichtergut.325
Merten, Anne Dorothee, geb. Liese, Tochter des VE, erbt.
1816
1838
Bethge, Peter Henning, Ackerbürger, Sohn des VE, Kaufvertrag, 1106 Rthlr.
Mertens, Friedrich Wilhelm sen., Ackerbürger, Sohn der VE, Erbvergleich,
1835
1400 Rthlr.
Wiesecke, Ernst, Schulze in Tremsdorf (Kreis Potsdam-Mittelmark),326 sub
1857
hasta erstanden, Meistgebot 4500 Rthlr.
Witwe Mertens, Johanne Louise, geb. Glüer, erbt (Taxwert: 4200 Rthlr.).
1868
1867
Toepffer, Ferdinand Theodor, Sattlermeister, Trebbin, Kaufvertrag, 4425 Rthlr.
Mertens, Friedrich Wilhelm, Ökonom, Sohn der VE, Kaufvertrag, 5200 Rthlr.
1868
1880
Toepffer, Hermann August Theodor, Sohn des VE, Kaufvertrag327, 8000 Rthlr.
Abschreibung: Acker in den Rothpfühlen an die Gärtnerkommune.
1868
1899
Abschreibung: Haus und Hofstelle auf Bd. IV, Bl. 168.
Mertens, Gustav, Ackerbürger, Sohn des VE, erbt.
Bd. IV, Bl. 168328
1883
Toepffer, Ferdinand Theodor, Ackerbürger, Vater des VE, erbt.
1883
Erbengemeinschaft Toepffer, erbt.
1894
Abschreibung: Hofstelle und Garten von insgesamt 617 Quadratmetern auf
Bd. XIII, Bl. 464.329
Abschreibung: Hofraum mit Gebäuden [ehemaliger Hof und Garten von Bd. I,
Bl. 28] auf Bd. XIII, Bl. 463.
Bd. XIII, Bl. 463
Waschke, Gustav, Gymnasiallehrer, Schöneberg, Erbvergleich, 28 500 RM.
1894
(1941)
Baugeschichte:
Baugeschichte:
Der Brand von 1801 zerstörte das Wohnhaus und das kleine Haus Nr. 31. 1803 wurde nur
1801 fielen dem Brand alle Gebäude auf dem Gut zum Opfer. Der Wiederaufbau begann
das große Haus als ein massives, eingeschossiges Gebäude mit einer Breite von 57 1/2 Fuß
Ende 1802 mit einem großen, massiven, zweigeschossigen Wohnhaus in den Grundrissmaßen von 70 Fuß Breite und 32 Fuß Tiefe. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Umund Anbauten vorgenommen, wie der Bau eines Tagelöhner-Hauses mit Tordurchfahrt im
und Tiefe von 32 Fuß wieder aufgebaut. Saniert ist es im Kern noch im Bestand der Altstadt erhalten.
Jahr 1839, der Umbau der Braukammer in Wohnungen im Jahr 1842 und der Anbau eines
 
langen Seitenflügels um 1850. Von 1819 bis 1871 war das Wohnhaus Sitz des Landrates
Ritterstraße 33334
des Kreises Teltow. Da das Landratsamt in den umfangreichen Bauakten330 wie auch in
Hoher Steindamm/Ritterstraße 31
den Grundakten nie als Eigentümer erwähnt wurde, ist auf eine Vermietung der Büroräume an dieses Amt zu schließen. Das Wohnhaus aus dem Jahr 1802 wurde nach langer
Ackerbürgergut bis etwa 1854
Baufälligkeit, aber besonders wegen eines Dachstuhlbrandes, im Jahr 2007 bis zum Niveau der Kellerdecke abgerissen. Das Gebäude, als ehemaliges Landratsamt, stand auf der
– ein Garten hinter dem Haus
Denkmalliste des Landkreises.
– Scheunenstelle vor dem Berliner Tor
324
– 1 Hufe vor der Stadt
325
– eine Wiese im Busch
326
– Praestationen335
327
331
328
332
329
333
330
334
335


62
St. Nicolaikirche Spandau: 8 Schf Roggen, 8 Schf Hafer; Domkirche Berlin: 18 Schf Roggen, 12 Schf
Gerste; Naturalfruchtzehnt an die Pfarre.
Siehe unter Ritterstraße 9, Bd. IV, Bl. 148.
Vgl. Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S 105, Nr. 1060.
Gemeinsam mit Bd. IV Bl. 168.
,
Siehe auch Ritterstraße 27 [Bd. I, Bl. 27].
Wie Anm. 328.
Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 2244.


BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. I, Bl. 30 fol. 146/150, alte Hyp. Nr. 29 fol. 57/58 und Nr. 31 fol. 61/62.
61
St. Nicolaikirche Spandau: 9 Schf Roggen; Gebrüder von Willmersdorff: 9 Schf Roggen, 9 Schf Hafer;
Naturalfruchtzehnt an die Pfarre.
BLHA, Rep. 19 Steuerrat Potsdam, Nr. 320/4: »Feuer-Societäts-Catastrum der Stadt Teltow … a’Januario
1760 usq[ue] ultimu[m] Decembrius 1764«, lfd. Nr. 44.
BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. I, Bl. 31 fol. 151/155, alte Hyp. Nr. 32 fol. 63/64.
St. Nicolaikirche Berlin: 9 Schf Roggen; Gebrüder von Willmersdorff: 9 Schf Roggen, 9 Schf Hafer; Naturalfruchtzehnt an die Pfarre.




}}
}}

Aktuelle Version vom 26. Oktober 2011, 12:30 Uhr

GenWiki - Digitale Bibliothek
Stiftung Stoye/Band 49
<<<Vorherige Seite
[060]
Nächste Seite>>>
[062]
Datei:Stoye Band 49.pdf

Ritterstraße

– – – –

3 Hufen vor der Stadt Graskavel vor dem Machnower Tor Braugerechtigkeit Praestationen324

Eigentümer: 1780 Bethge, Peter, Hüfner und Ratmann, sub hasta erstanden, Meistgebot 1035 Rthlr. 1806 Zuschreibung: 2 freie Hufen vom ehemaligen Lehnrichtergut.325 1816 Bethge, Peter Henning, Ackerbürger, Sohn des VE, Kaufvertrag, 1106 Rthlr. 1835 Wiesecke, Ernst, Schulze in Tremsdorf (Kreis Potsdam-Mittelmark),326 sub hasta erstanden, Meistgebot 4500 Rthlr. 1868 Toepffer, Ferdinand Theodor, Sattlermeister, Trebbin, Kaufvertrag, 4425 Rthlr. 1868 Toepffer, Hermann August Theodor, Sohn des VE, Kaufvertrag327, 8000 Rthlr. 1868 Abschreibung: Haus und Hofstelle auf Bd. IV, Bl. 168. Bd. IV, Bl. 168328 1883 Toepffer, Ferdinand Theodor, Ackerbürger, Vater des VE, erbt. 1883 Erbengemeinschaft Toepffer, erbt. 1894 Abschreibung: Hofstelle und Garten von insgesamt 617 Quadratmetern auf Bd. XIII, Bl. 464.329 Abschreibung: Hofraum mit Gebäuden [ehemaliger Hof und Garten von Bd. I, Bl. 28] auf Bd. XIII, Bl. 463. Bd. XIII, Bl. 463 Waschke, Gustav, Gymnasiallehrer, Schöneberg, Erbvergleich, 28 500 RM. 1894 (1941) Baugeschichte: 1801 fielen dem Brand alle Gebäude auf dem Gut zum Opfer. Der Wiederaufbau begann Ende 1802 mit einem großen, massiven, zweigeschossigen Wohnhaus in den Grundrissmaßen von 70 Fuß Breite und 32 Fuß Tiefe. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Umund Anbauten vorgenommen, wie der Bau eines Tagelöhner-Hauses mit Tordurchfahrt im Jahr 1839, der Umbau der Braukammer in Wohnungen im Jahr 1842 und der Anbau eines langen Seitenflügels um 1850. Von 1819 bis 1871 war das Wohnhaus Sitz des Landrates des Kreises Teltow. Da das Landratsamt in den umfangreichen Bauakten330 wie auch in den Grundakten nie als Eigentümer erwähnt wurde, ist auf eine Vermietung der Büroräume an dieses Amt zu schließen. Das Wohnhaus aus dem Jahr 1802 wurde nach langer Baufälligkeit, aber besonders wegen eines Dachstuhlbrandes, im Jahr 2007 bis zum Niveau der Kellerdecke abgerissen. Das Gebäude, als ehemaliges Landratsamt, stand auf der Denkmalliste des Landkreises. 324 325 326 327 328 329 330

St. Nicolaikirche Spandau: 8 Schf Roggen, 8 Schf Hafer; Domkirche Berlin: 18 Schf Roggen, 12 Schf Gerste; Naturalfruchtzehnt an die Pfarre. Siehe unter Ritterstraße 9, Bd. IV, Bl. 148. Vgl. Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S 105, Nr. 1060. Gemeinsam mit Bd. IV Bl. 168. , Siehe auch Ritterstraße 27 [Bd. I, Bl. 27]. Wie Anm. 328. Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 2244.

61

<<<Vorherige Seite
[060]
Nächste Seite>>>
[062]
PDF zum Buch