Stiftung Stoye/Band 49/076: Unterschied zwischen den Versionen

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1878
1879
1881
1881
 
1887
1892
1901
1913
 
Witwe Beyer, Louise, geb. Paeckel, Erbvergleich, 6525 RM.
Münzel, August Gustav, Schuhmachermeister, Kaufvertrag, 6525 RM.
Reibe, Gustav, Bäckermeister, sub hasta erstanden, Meistgebot 4010 RM.
Abschreibung: Eine Gartenparzelle [ehemalige Zuschreibung von 1873] wieder zurück an Wilhelm Renner durch Subhastation, überschrieben auf Bd. X,
Bl. 370.
Münzel, Gustav, Schuhmachermeister.
Gericke, Carl, Schuhmachermeister, sub hasta erstanden, [keine Angaben].
Wolter, Julius, Maurerpolier, Kaufvertrag, 7000 RM.
Witwe Wolter, Louise, geb. Wirth, erbt.


Baugeschichte:
Baugeschichte:
Das Wohnhaus auf diesem Grundstück um das Jahr 1800 war ein kleiner eingeschossiger
Um 1800 stand auf dem Gut ein eingeschossiges Wohnhaus in Fachwerk in den Abmessungen von 59 1/2 Fuß Breite und 27 Fuß Tiefe.419 Um 1882 baute der Gärtner Wilhelm
Fachwerkbau mit einer Breite von 21 Fuß und einer Tiefe von 26 Fuß. Die Bauakten von
Renner ein Treibhaus auf seinem Gartengelände, wahrscheinlich das erste in der Stadt. In
1934 berichten von einem alten unbewohnten Kleinhaus mit zwei Stuben und einer Küche
den Jahren 1906/07 ließ Rudolph Renner nach Abbruch des alten Wohnhauses ein breites,
im Erdgeschoss und einer Stube im Dach.428 Nach einer schweren Beschädigung durch
viergeschossiges Geschäfts- und Mietshaus errichten.420 Es wurde bei einem Brand nach
Giebeleinsturz des südlichen Nachbargebäudes in Folge des Brandes im Jahr 1945 wurde
Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 zerstört und um 1950 ganz beseitigt. Quellen
das kleine Haus um 1950 abgerissen. Eine Wiederbebauung erfolgte erst im Jahr 1986.
über das viergeschossige Mietshaus in der Sandstraße 2 auf dem hinteren Teil des alten
Grundstückes, das noch im Kern zum Bestand der Altstadt gehört, fehlen. Im Jahr 1986
fand auf dem Grundstück entlang der Straße eine Wiederbebauung mit Einfamilienhäusern statt.


Hoher Steinweg 8 429
Hoher Steinweg 10421
Hoher Steindamm/Hoher Steinweg 40/41/Hoher Steinweg 10
Hoher Steindamm/Hoher Steinweg 42/Hoher Steinweg 12
Teilgrundstück (Bd. I, Bl. 41)
Gärtnergut bis 1843
Gärtnergut
– ein Garten vor dem Machnower Tor
– ein kleiner Garten vor dem Machnower Tor
– neue Wiese im Busch
– neue Wiese im Busch
– zwei inalienable Kaveln
– zwei inalienable Kaveln
Eigentümer:
Eigentümer:
Um 1760 Lindemann, Johann Christian, Schuhmachermeister.
Um 1760 Purack, Christian, Schuhmachermeister.
1776
1776
Lindemann, Anna Dorothea, Tochter des VE, Erbvergleich430, 230 Rthlr.
Witwe Purack, Anna Sophia, geb. Balcke, erbt.
1786
1812
Lindemann, Christian Friedrich, Schuhmachergeselle, Bruder der VE, überlassen.
Kuhlmey, Friedrich, Schuhmachermeister und ehemaliger Musketier, Nudow
1792
(Kreis Potsdam-Mittelmark),422 Schwester-Sohn (Neffe) der VE, erbt423.
Purack, Martin Friedrich, Soldat dann Gärtner, auch Tagelöhner, Kaufvertrag431,
1819
280 Rthlr.
Bathe, Martin Friedrich, (Schaf-)Hirte, Kaufvertrag, 550 Rthlr.
1806
1843
Witwe Purack, Louise, geb. Lindemann und Erben, erben.
Paeckel424, Johann Christian, Böttcher, Zehdenick (Kreis Oberhavel),425 Kaufvertrag, 300 Rthlr.
1817
Abschreibung: Das gesamte Zubehör des Stadtgrundstückes überschrieben auf
Purack, Christian Friedrich, Gärtner, Kreisbote, Sohn der VE, Kaufvertrag,
Bd. III, Bl. 118. Als Restgrundstück verblieb nur die Haus- und Hofstelle.426
350 Rthlr.
1846
428
Rückert, Christian Ludwig, Schankwirt, Berlin, Kaufvertrag, 400 Rthlr.
429
1846
 
Paeckel, Marie Louise, geb. Heere, Ehefrau des Johann Christian Paeckel,
430
Kaufvertrag, 400 Rthlr.
431
1873
Beyer, Johann Carl Friedrich427, Fuhrmann und Hilfswärter.
Zuschreibung: Eine Gartenparzelle von 373 Quadratmetern vom Nachbargrundstück [Hoher Steinweg 14] überschrieben.
419
420
421
422
423
424
425
426
427


Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 3026.
76
Zusammengelegtes Grundstück aus zwei ehemaligen Gärtnergütern. BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. I,
Bl. 41 fol. 201/205, alte Hyp. Nr. 42 fol. 83/84 und Bd. I, Bl. 40 fol. 196/200, alte Hyp. Nr. 41 fol. 81/82
im Jahr 1907.
Die Grundakte enthält ein Nachlassinventar eines Schuhmachermeisters aus dem Jahr 1776.
Martin Friedrich Purack erhielt den Abschied aus seinem Regiment, um als Bürger eingetragen zu werden
und um einen Hauskaufkontrakt schließen zu können.


77
Taxe 1796: 184 Reichstaler. – Feuersozietätskataster 1806 (wie Anm. 111), lfd. Nr. 43: Große Differenz zu
den Angaben im Feuersozietätskataster von 1806: Abmessungen des Wohnhauses 39 Fuß mal 28 Fuß.
Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 3061, Zeichnung der Hausfassade: Die Fassade war im Historismus mit Jugendstilelementen reich ausgestaltet, das Haus hatte elf Fensterachsen.
BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. I, Bl. 42 fol. 206/210, alte Hyp. Nr. 43 fol. 85/86.
Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 97, Nr. 933.
Wert: 250 Reichstaler.
Schreibweise auch Peckel.
Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 107, Nr. 1081.
Beim Verkauf behielt der Hirte Bathe die Ländereien dieses ehemaligen Gärtnergutes.
Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 125, Nr. 1311: Er wurde erst 1878 als Bürger von Teltow eingetragen.




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Häuserbuch der Stadt Teltow

Baugeschichte: Um 1800 stand auf dem Gut ein eingeschossiges Wohnhaus in Fachwerk in den Abmessungen von 59 1/2 Fuß Breite und 27 Fuß Tiefe.419 Um 1882 baute der Gärtner Wilhelm Renner ein Treibhaus auf seinem Gartengelände, wahrscheinlich das erste in der Stadt. In den Jahren 1906/07 ließ Rudolph Renner nach Abbruch des alten Wohnhauses ein breites, viergeschossiges Geschäfts- und Mietshaus errichten.420 Es wurde bei einem Brand nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 zerstört und um 1950 ganz beseitigt. Quellen über das viergeschossige Mietshaus in der Sandstraße 2 auf dem hinteren Teil des alten Grundstückes, das noch im Kern zum Bestand der Altstadt gehört, fehlen. Im Jahr 1986 fand auf dem Grundstück entlang der Straße eine Wiederbebauung mit Einfamilienhäusern statt.

Hoher Steinweg 10421 Hoher Steindamm/Hoher Steinweg 42/Hoher Steinweg 12 Gärtnergut bis 1843 – ein Garten vor dem Machnower Tor – neue Wiese im Busch – zwei inalienable Kaveln Eigentümer: Um 1760 Purack, Christian, Schuhmachermeister. 1776 Witwe Purack, Anna Sophia, geb. Balcke, erbt. 1812 Kuhlmey, Friedrich, Schuhmachermeister und ehemaliger Musketier, Nudow (Kreis Potsdam-Mittelmark),422 Schwester-Sohn (Neffe) der VE, erbt423. 1819 Bathe, Martin Friedrich, (Schaf-)Hirte, Kaufvertrag, 550 Rthlr. 1843 Paeckel424, Johann Christian, Böttcher, Zehdenick (Kreis Oberhavel),425 Kaufvertrag, 300 Rthlr. Abschreibung: Das gesamte Zubehör des Stadtgrundstückes überschrieben auf Bd. III, Bl. 118. Als Restgrundstück verblieb nur die Haus- und Hofstelle.426 1846 Rückert, Christian Ludwig, Schankwirt, Berlin, Kaufvertrag, 400 Rthlr. 1846 Paeckel, Marie Louise, geb. Heere, Ehefrau des Johann Christian Paeckel, Kaufvertrag, 400 Rthlr. 1873 Beyer, Johann Carl Friedrich427, Fuhrmann und Hilfswärter. Zuschreibung: Eine Gartenparzelle von 373 Quadratmetern vom Nachbargrundstück [Hoher Steinweg 14] überschrieben. 419 420 421 422 423 424 425 426 427

76

Taxe 1796: 184 Reichstaler. – Feuersozietätskataster 1806 (wie Anm. 111), lfd. Nr. 43: Große Differenz zu den Angaben im Feuersozietätskataster von 1806: Abmessungen des Wohnhauses 39 Fuß mal 28 Fuß. Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 3061, Zeichnung der Hausfassade: Die Fassade war im Historismus mit Jugendstilelementen reich ausgestaltet, das Haus hatte elf Fensterachsen. BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. I, Bl. 42 fol. 206/210, alte Hyp. Nr. 43 fol. 85/86. Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 97, Nr. 933. Wert: 250 Reichstaler. Schreibweise auch Peckel. Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 107, Nr. 1081. Beim Verkauf behielt der Hirte Bathe die Ländereien dieses ehemaligen Gärtnergutes. Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 125, Nr. 1311: Er wurde erst 1878 als Bürger von Teltow eingetragen.

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