Gwilden: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. Februar 2012, 15:25 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland


Hierarchie

Regional > Litauen > Gwilden

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Memel > Gwilden



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Gwilden in der Memellandkarte

Einleitung

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Das Dangetal bei Gwilden

Gwilden, Kreis Memel, Ostpreußen.


Name

Der Name weist Gemüseanbau bzw. auf Pflanzen oder Bäume, deren Früchte aus den Schalen oder Hülsen fallen oder springen.

  • preußisch-litauisch "gvildas" = die äußere grüne Hülle, die Schlaube, der Kelch der Nüsse, Kastanien und dergleichen, Hülse, Schote
  • "gvildis" = die Fähigkeit reifer Früchte aus der Hülse zu fallen, sich leicht zu entschlauben, die Reife der Hülsenfrüchte
  • "gvildys" = der Ausschlauber
  • "gvildyti" = ausschlauben


Allgemeine Information

  • 1638 Martin Gwilda kaufte für 200 damalige Mark 3 Hufen 1/2 Morgen beim "Dorfe" Eckitten zu kölmischen Rechten.[2]
  • Gwilden Wagger wurde 1763 erwähnt. Wagger ist kurisch-lettisch und bedeutet Aufseher. Das Gehöft war ein königlicher Bauernhof.

Angrenzende Orte

An Das cöllm. Gut Martin Gwilde angrenzende Orte
Im Osten: Weberischken = Wewerischken
Im Süden: Clauß Plutzen = Plutzen Claus
Im Westen: Simon Kiaul Megallen = Megallen
Im Norden: Jacob Keken = Köken Jacob

Quelle:[3]

Politische Einteilung

1940 ist Gwilden ein Dorf in der Gemeinde Truschellen.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Gwilden gehörte 1888 und 1912 zum Kirchspiel Memel Land.

Katholische Kirche

Gwilden gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.


Standesamt

Gwilden gehörte 1888 und 1907 zum Standesamt Truschellen.


Bewohner

  • 1719: Das cöllm. Gut Martin Gwilde hat 3 Huben 5 Mo. 40 Ruthen, dem Johann Gwilde gehörig.Quelle:[4]
  • 1736: Martin Gwilde

Geschichte

Der Amtsunterthan Martin Gwilda erhält 10. Nov. 1638 drei Hufen 1/2 Mo. Übermaß beim "Dorfe" Eckitten für 200 Mk. Kaufgeld zu kölm. Rechten gegen Erbzins. Das Gut blieb bis in die neueste Zeit im Besitz der Familie Gwildies; auch war die Originalurkunde auf Pergament noch 1907 bei derselben vorhanden.[5]

Verschiedenes

Karten

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Gwilden auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
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Siehe nordöstlich von Tauerlaucken auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160000


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Gwilden und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
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Gwilden im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


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Gwilden im Messtischblatt 0293 Plicken (1910-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung GWIDENKO05OS
Name
  • Gwilden Quelle (${p.language})
  • Gvildžiai (1923) Quelle Seite 1086 (${p.language})
Typ
  • Gut (Gebäude) (- 1944) Quelle
  • Wohnplatz (1944 -)
w-Nummer
  • 66132
Karte
   

TK25: 0293

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Memel, Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Klaipėda (1907) ( Pfarrei) Quelle S.160/161

Truschellen, Trussellen, Trušeliai (1939-05-01 -) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle

Gwilden, Gvildžiai (- 1939-04-30) ( Gutsbezirk) Quelle Quelle

Memel, Memel Land (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.160/161

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum

Quellen

  1. GOV: http://gov.genealogy.net/
  2. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, Memel 1918, S. 17
  3. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  4. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  5. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, 1918