IR 30: Unterschied zwischen den Versionen

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==Uniformen==
==Uniformen==
* Bunter-Rock: rote brandenburger Ärmelaufschläge mit gelber Paspel, ab 1910 gelbe Schulterstücke mit roten Ziffern (davor blaue Schulterstücke mit roten Ziffern), gelber Linien-Adler.
* Bunter-Rock: rote brandenburger Ärmelaufschläge (ab 1910 mit gelber Paspel), ab 1910 gelbe Schulterstücke mit roten Ziffern (davor blaue Schulterstücke mit roten Ziffern), gelber Linien-Adler.
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Version vom 25. Mai 2012, 13:13 Uhr

Numerisches Regimentsverzeichnis

Infanterie-Regiment Graf Werder (4. Rheinisches) Nr.30

Datei:Bild der Fahne.jpg
kurzer Regimentsname

Hier kurze Erläuterung des Regimentsnamens einfügen

Stiftungstag

  • 6.9.1812

Garnison und Unterstellung 1914

  • Garnison: Saarlouis

Das Regiment war 1914 (vor der Mobilmachung) unterstellt:


Formationsgeschichte

  • Schon 1811 war der Plan entstanden, in Russland eine norddeutsche Legion zu errichten, Anfang 1812 gewann es feste Gestalt; man rechnete auf zahlreichen Übertritt von deutschen Überläufern und Gefangenen. Im August 1812 war in Reval in Kurland bereits ein Bataillon Infanterie, ein Regiment Husaren, eine reitende Batterie Artillerie gebildet worden, das Korps stand als "Russisch-Deutsche-Legion" in englischem Sold, aber unter russischer Oberhoheit.
  • 1813 war es auf sieben Bataillone (in zwei Brigaden), eine Kompanie Jäger, zwei Regimenter Husaren, drei Batterien Artillerie angewachsen.
  • 1814: ging die Legion durch Übereinkommen zwischen Preussen, Russland und England über in "die Sächsische Armee und die des Landes Berg", in der Voraussetzung, dass Sachsen und Berg an Preussen fallen würde; sie hiess jetzt deutsche Legion.
  • 9.7.1814: bildeten die Bataillone der 1. Brigade das 1. Regt., die der 2. Brig. das 2. Regiment der deutschen Legion.
  • 29.3.1815: befiehlt die endgültige Übernahme aller Truppen der deutschen Legion in die preussische Armee (siehe auch jetzige Regimenter: Inf.-Regt. Nr.31, Jäger-Btl. Nr. 3, Ulan-Rgt. Nr.8, Feld-Art.-Rgt. Nr. 3 & 8).
  • Laut AKO vom 25.3.1815 bestimmt die Nr.30 als künftige Regiments-Nummer für das bisherige 1. Regt.; das Regt. war zusammengesetzt aus den 1., 2., 7. Bataillonen der Legion: Das 1. gebildet in Reval, Bildung des 2. in Reval begonnen, in Walck in Livland im Februar 1813 abgeschlossen, das 7. Btl. von Juli bis Oktober 1813 im Sächsischen gebildet; ein 5. Btl. war 1813 infolge starker Verluste aufgelöst worden.
  • 1859: starke Abgabe auch an Offizieren an das Inf.-Regt. Nr. 70.
  • 1.4.1881: Abgabe der 8. Komp. an das Inf.-Regt. Nr. 130.
  • 1.4.1887: Abgabe der 6. Komp. an das Inf.-Regt. Nr. 65
  • 1.10.1890: Abgabe der 9. Kp. an das Inf.-Regt. Nr. 145.
  • 2.10.1893: Bildung eines IV. (Halb-)Bataillons.
  • 1.4.1897: Abgabe des IV. Btl. an das Inf.-Regt. Nr. 161.


Ersatztruppenteile zum 1. Weltkrieg:

  1. Ersatz-Bataillon Inf.-Rgt. Nr.30 aufgestellt in Saarlouis (Mobil vom 2.8.1914 bis 31.1.1915).
  2. Ersatz-Bataillon Inf.-Rgt. Nr.30 aufgestellt in Saarlouis (wurde am 15.5.1917 aufgelöst).

Standorte

  • bis 1816: im Felde und am Rhein.
  • 1816: Danzig, Thorn, Graudenz.
  • 1817: Koblenz, Ehrenbreitstein, Jülich.
  • 1820: Trier (Füs.-Btl. 1830-34 Luxemburg; 1839-40 Saarlouis).
  • 1849: Koblenz (daneben in Baden).
  • 1851: St., I., II. Köln, F. Koblenz.
  • 1860: Frankfurt/Main.
  • 1866: Kassel.
  • 1867: Mainz, Burg Hohenzollern.
  • 1871: Diedenhofen, Trier.
  • 1876: Saarlouis

Namensgebung

  • 25.3.1815: 30. Infanterie-Regiment
  • 5.11.1816: 30. Infanterie-Regiment (4. Rheinisches)
  • 10.3.1823: 30. Infanterie-Regiment
  • 4.7.1860: 4. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 30
  • 27.1.1889: Inf.-Regt. Graf Werder (4. Rheinisches) Nr. 30

Uniformen

  • Bunter-Rock: rote brandenburger Ärmelaufschläge (ab 1910 mit gelber Paspel), ab 1910 gelbe Schulterstücke mit roten Ziffern (davor blaue Schulterstücke mit roten Ziffern), gelber Linien-Adler.

ggf. Bilderläuterung

Feldzüge, Gefechte usw

  • 1813-14 gegen Frankreich: (als Deutsche Legion im Korps Wallmoden) gefechte bei Bellahn, an der Göhrde, bei Sehstedt, Einschliessung von Harburg, von Glückstadt.
  • 1815 gegen Frankreich: (9. Brig., III. Armeekorps) 16.6. Ligny; 18.6. Wawre; 2.7. Châtillon u. Clamart 4.8. Besetz. von Angers.
  • 1849 in der Rheinpfalz und Baden: (I. Btl.: Detach. Brandenstein, vom 21.6. an 1. Div., I Armeekorps) Beschiessung von Ludwigshafen, Gefecht bei Waghäusel, Besetzung von Bruchsal, Gefechte bei Durlach, bei Bischweier, Winkel und Oberweier, bei Kuppenheim.
  • 1866 gegen Österreich bzw. dt. Verbündete: (Div. Beyer, Main-Armee) 10.7. Hammelburg; 24.7. Werbach-Hochhausen; 25.7. Helmstadt; 26.7. Roßbrunn.
  • 1870/71 gegen Frankreich: (I. Res.-Div.) 15.8.-28.9. Belag. von Strasburg; 9.10. Rambervillers (II.); 12.10. Epinal (I.); 22.10. am Ognon; 24.10. La Vaivre (F.); 5.11. Germigney (6. u. 10 Kp.); 9.11. La Marche (F.); 15.12. Foncegrive (F.); 16.12. Longeau (12. Kp.); 18.12. Langres; 19.-26.12. Einschl. von Langres; 9.1. Villersexel; 13.1. Chavanne (3. Kp., II., F.); 15.-17.1. Lisaine.
  • 1914/18: siehe Gefechtschronik der 34. Infanterie-Division.

Regimentschefs, -kommandeure

  • Regimentschef:

1842-1848: von Thile, 1871-1887: Graf Werder, 1889: von Strubberg.


  • Regimentskommandeur:

1815: Oberst von Ditfurth, 1830: Oberst von Zasstrow, 1833: Oberst von Bockelmann, 1835: Oberst von Sack, 1837: Oberst von Rudorff, 1839: Oberst von Burski, 1842: Oberst von Walther, 1848: Oberst von Trotha, 1849: Oberst von Wiesner, 1851: Oberst Hencke, 1855: Oberst Baron von Vietinghoff (gen. Scheel), 1858: Oberst von Grossmann, 1862: Oberst von Selchow, 1866: Oberst von Koblinski, 1870: Oberst von Nachtigal, 1875: Oberst Einecke, 1878: Oberst von Schon, 1880: Oberst von Thischwitz, 1883: Oberst Streccius, 1888: Oberst Bothe, 1890: Oberst Gissot, 1894: Oberst Dühring, 1897: Oberst Dreising, Mai-Sept. 1901: Oberst Bußler, 1901: Oberst Griepenkerl, 1906: Oberst von Sydow, 1907: Oberst von Freyhold, 1909: Oberst von Knobelsdorf, 1913: Oberst Teetzmann *, Sept.-Nov. 1914: Oberst Lindemann, 1914: Oberst Andrè, 1916-1918: Oberst Barth.

Literatur

Major a.D. Ernst Schmidt:

  • 1. Band: "Die Geschichte des Infanterie-Regiments Graf Werder (4. Rhein.) Nr. 30 im Weltkrieg 1914-18 - Das Jahr 1914", Erinnerungsblätter deutscher Regimenter Nr. 47, Berlin 1922, Verlag Tradition Wilhelm Kolk, 183 Seiten.
  • 2. Band: "Die Geschichte des Infanterie-Regiments Graf Werder (4. Rhein.) Nr. 30 im Weltkrieg 1914-18 - Das Jahr 1915", Erinnerungsblätter deutscher Regimenter Nr. 134, Berlin 1925, Gerhard Stalling, 200 Seiten.
  • 3. Band: "Die Geschichte des Infanterie-Regiments Graf Werder (4. Rhein.) Nr. 30 im Weltkrieg 1914-18 - Das Jahr 1916", Berlin 1929, Verlag Tradition Wilhelm Kolk, 208 Seiten.

Weblinks

http://www.vogtvonhunolstein.de/www/Preussen/30er%20HP/html/frameset30erir30.htm

http://www.die-30er.de/Die_Dreissiger/Home.html