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Strohdocken, Strohschöpfen oder Stropoppen wurden von [[Dachdecker|Dachdeckern]] zur Abdichtung der mit Tonziegeln gedeckten Dachböden eingesetzt und unter die Tonziegeln auf die Dachlatten gebunden oder gelegt. So konnten die Dächer über Böden oder Scheunen gegen Flugschnee, Regen und Wind besser gedichtet werden. Diese Docken oder Schöpfen wurden wegen ihrer Felexibilität auch in Fachwerkkonstruktionen eingesetzt und bestanden aus geknickten und abgebundene Strohbüscheln von etwa 40 cm Länge 4 cm Durchmesser. sie besaßen eine hohen Brandgefahr besonders bei Funkenflug. | Strohdocken, Strohschöpfen oder Stropoppen wurden von [[Dachdecker|Dachdeckern]] zur Abdichtung der mit Tonziegeln gedeckten Dachböden eingesetzt und unter die Tonziegeln auf die Dachlatten gebunden oder gelegt. So konnten die Dächer über Böden oder Scheunen gegen Flugschnee, Regen und Wind besser gedichtet werden. Diese Docken oder Schöpfen wurden wegen ihrer Felexibilität auch in Fachwerkkonstruktionen eingesetzt und bestanden aus geknickten und abgebundene Strohbüscheln von etwa 40 cm Länge 4 cm Durchmesser. sie besaßen eine hohen Brandgefahr besonders bei Funkenflug. | ||
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Kennwerte für solche Betriebe sin deren Naturalabgaben vor 1802 in Westfalen und der Nachweis von Pferden über Viehsteuern. Dies kann sich darstellen durch die Angabe von [[Hofstandardwerte|Hofstandardwerten]]. | |||
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Version vom 24. November 2012, 10:48 Uhr
Hierarchie: Regional > HRR > Historische deutsche Staaten > Lebensumstände > Wirtschaft > Handwerk > Dachdecker >Docken
Einleitung
Strohdocken, Strohschöpfen oder Stropoppen wurden von Dachdeckern zur Abdichtung der mit Tonziegeln gedeckten Dachböden eingesetzt und unter die Tonziegeln auf die Dachlatten gebunden oder gelegt. So konnten die Dächer über Böden oder Scheunen gegen Flugschnee, Regen und Wind besser gedichtet werden. Diese Docken oder Schöpfen wurden wegen ihrer Felexibilität auch in Fachwerkkonstruktionen eingesetzt und bestanden aus geknickten und abgebundene Strohbüscheln von etwa 40 cm Länge 4 cm Durchmesser. sie besaßen eine hohen Brandgefahr besonders bei Funkenflug.
Rohstoff Stroh
Der Rostoff Stroh konnte zumindest vor 1802 in Westfalen ausschließlich nur von andwirtschaftlichen Betrieben erzeugt und erlabt werden, welche Korn in ausreichender Menge anbauen und erzeugen konnten. Darubter fielen bäuerliche Betriebe vom Pferdekötter an aufwärts.
Kennwerte für solche Betriebe sin deren Naturalabgaben vor 1802 in Westfalen und der Nachweis von Pferden über Viehsteuern. Dies kann sich darstellen durch die Angabe von Hofstandardwerten.
Strohdocken im Stift Freckenhorst
- 1686 Freckenhorst: Verzeichnis über das von den Kirchspiels Eingesessenen gelieferte Stroh zu Docken auf der Kirche.
- Quelle: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, Bestellsignatur : Stift Freckenhorst - Akten, Nr. 0 I 55m
Willkürliche Bedarfsdeckung
- 1595 Verzeichnis entführter Docken zu Salzkotten.
- Quelle: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, Bestellsignatur : Kloster Abdinghof, Paderborn - Akten, Nr. 351
- 1719 Protokollextrakt in Sachen des Klosters Böddeken gegen den Schuhmacher Kalthoff und Konsorten wegen Rückgabe weggenommener Docken.
- Quelle: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, Bestellsignatur : Chorherrenstift Böddeken - Akten, Nr. 1
Brandgefahr durch Strohdocken
- 1794 Lippstadt: Untersuchung des Brandes in der Sägemühle [fürstlich-lippische Mühle an der Lippe] und im Haus des Gastwirts Schlüter in der Poststrasse, dabei auch Brand auch im Dach des 50m entfernten Rathauses und einer der beiden kleinen Türme der Marienkirche bis aufs Mauerwerk. Nachdem Untersuchung der Häuser auf Docken [Dokken]
- Quelle: Stadtarchiv Lippstadt, Signatur 1900
Docken als Naturalabgabe
- 16.06.1668 Verbot der Zehntminderung durch Teilungen und Docken
- Quelle: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, Bestellsignatur : Fürstbistum Paderborn, Edikte, Nr. 22 Bl. 69
- 17. Jhdt.: Stift Flaesheim, Abgaben Hof Enxternstein: Roggen 1 Malt - 4 Fas und 30 Schöpfen Stroh bezahlt, alles bezahlt und frau aba angenommen.
- Quelle: Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen, Bestand HAA VIII B Stift Flaesheim, Pachtregister