Tappensches Familienbuch (1889)/152: Unterschied zwischen den Versionen

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wegen vieler ihr zugextossenen Widerwärtigkeiten nicht füglich continuiren mögen, hat ,Sw nick in Anno 1072 durch abermahl ige Pro viel eilte den allicaltenden Gotten — mit dem Wal edlen, vest- und hochgelahrten Herrn Johann Georg Spürern, J. U. Pocton und vornehmen Practico hieselbst, itzo hochbekümmerten Herrn Wittiber| in rin christliches Ehegelöbnism anderweits eingelassen, und durch priest erliche Einsegnung dasselbe den H. Julii desselben .Jahrs öffentlich vollenzogen, müssen Sie. denn gleichfalls eine wohlgerahtene, friedsahme, Gott und Menschen wolgefällige Ehe in die.
''wegen vieler ihr zugestossenen Widerwärtigkeiten nicht füglich ''continuiren'' mögen, hat Sie sich in ''Anno 1672 durch abermahlige ''Provide''ntz den allwaltenden Gottes - mit dem Woledlen, vest- und hochgelahrten Herrn {{Sperrschrift|Johann Georg Spörern}}, ''J. U. Doctore'' und vornehmen ''Practico'' hieselbst, itzo hochbekümmerten - Herrn Wittiber, in ein christliches Ehegelöbniss anderweits eingelassen, und durch priesterliche Einsegnung dasselbe den 3. ''Julii'' desselben Jahrs öffentlich vollenzogen, massen Sie denn gleichfalls eine wohlgerahtene, friedsahme, Gott und Menschen wolgefällige Ehe in die sieben Jahre gepflogen, und durch Gottes Segen mit Ihme drey Kinder, als einen Sohn und zwo Töchter, so noch alle im Leben, - erzeuget.''


Ja1!re gepflogen, und durch Gottes Segen mit Ihme drei) Kinder, als einen Sohn und zwo Töchter, so'noch alle im Leben, — erzeuget.
{{NE}}''Ihr Christenthum und Leben anreichend, folget der seligen Frau ''Docto''rinn das ungefärbte wahre Gezeugniss: dass Sie eine rechtschaffene Christinn und Liebhaberinn Göttliches Worts und dessen hochheiligen Sacraments gewesen sei -, gegen ihrem Eheherrn hat Sie eine ungemeine hertzliche ''Affection'' getragen und bis in ihr seliges Ende ''continuir''et, seine viele schwere Arbeit und dabey öffters unterlauffende Widrigkeiten mit sonderlicher Freundlichkeit und fleissiger Auffwartung derogestalt zu erleichtern wissen, dass Er diesen ihren frühzeitigen unvermuhtlichen Todes-Fall nicht gnugsahm betrauren und beweinen kann. So hat Sie sich sonsten gegen Männiglichen als eine auff richtige, freundliche, bescheidene, mit vielen herrlichen Tugenden gezierte Frau erwiesen, - wiewol es auch derselben - am Creutz und Widerwärtigkeit nicht gefehlet, wobey dennoch die Seeligverstorbene alle christliche Gedult jedesmahl verspüren lassen, und es als eine Züchtigung von dem HErrn auff- und angenommen, wodurch Sie denn in ihrem Christenthum soweit zugenommen, dass sie im rechten wahren Glauben sich allemahl eintzig und allein auff das theure Verdienst ihres Erlösers und Seligmachers verlassen, und denselben für ihr höchstes Guht und besten Schatz bis in ihr seliges Ende gehalten, auch darauff selig hingeschieden ist.''


«.Ihr Christenthum und Leben anreichend, folget der seligen Frau DoctoWnn das ungefärbte wahre Gezeugniss: dass Sie eine rechtschaffene Christinn und Lieb-haberinn Göttliches Worts und dessen hochheiligen Sacraments gewesen sei —, gegen ihrem Eheherrn hat Sie eine ungemeine hertzliche AfiV*<iion getragen und bis in ihr seliges Ende conti uni !•<?£, seine viele schwere Arbeit und dabei/ öffters unterlauffende Widrigkeiten mit sonderlicher Freundlichkeit und fleissiger Auffwartung derogestalt zu erleichtern wissen, dass Er diesen ihren frühzeitigen unvermuhtlichen Todes-Fall nicht gnugsahm betrauren und beweinen kann. So hat Sie sich sonsten gegen Männiglichen als eine auff richtige, freundliche, bescheidene, mit vielen herrlichen Tugenden gezierte Frau erwiesen, — tciewol es auch derselben — am Creutz und Widencärtigkeit nicht gefehlet, wobei/ dennoch die Seeligverstorbene alle christliche Gedult jedesmahl verspüren lassen, und es als eine Züchtigung von dem IIErrn auff- und angenommenf wodurch Sie denn in ihrem Christenthum soweit zugenommen, dass sie im rechten wahren Glauben sich allemahl eintzig und allein auff das tlieure Verdienst ihres Erlösers und Seligmachers verlassen, und denselben für ihr höchstes Guht und besten Schatz bis in ihr seliges Ende gehalten, auch dar auff selig hingeschieden ist.
{{NE}}''Was endlich ihre Krankheit und sehligen Abschied betrifft: so hat Sie über halbjährige Frist mit verschiedenen ''Affectibus febrilibus attamen minime malignis'' sich schlppen müssen, - bis verwichenen Montag acht Tagen, den 10. ''hujus'', die selig-verstorbene Frau ''Docto''rinn abereins mit einem ''horrore febrili'' befallen, welcher sich in ein ''febrim coutinuam'' geschlagen, worzu denn noch ein ander ''Symptoma'' gestossen. und dabey starke Hitze, grosse Hertzens-Angst, Kopffweh und andere beschwerliche Zufälle sich plötzlich eingefunden. Und ob - sich wol nach ''adhibirt''en rechtschaffenen, kostbahren ''Medicament''en zu Zeiten einige Besserung verspüren lassen, dann zugeschweigen, dass ''propter anticipationem mensium symptomaticam quae initio febris continuae in foeminis fere semper perniciosa existere solet'', die Lebensgeister und Kräffte sich gleich anfangs verlohren, - so hat sich über diesen allen am 4. Tage der Krankheit noch ein viel gefährlicher ''Accidens'' eräuget, indeme ''materia peccans per crisin imperfectam ad pulmones deferi''ret, und dadurch eine unerträgliche Brustbeschwerung erwecket worden, welcher gar zu herber Zufall - derogestalt seinen Wachsthum genommen, dass Sie gäntzlich ausgemergelt worden und man ihren herannahenden Todt zuvor gesehen. Als nun die sehl. Frau ''Docto''rinn bei Ihr wol empfinden können, dass der HErr - mit Ihr aus dieser Zergänglichkeit eylete, hat Sie - verwichenen Freytag - durch wahre Busse und andächtige Niessung des wahren Leibes und Blutes ihres Erlösers, als des rechten ''Viatici'', zu einem sehligen Abschiede sich ''praeparir''et und fast gemachet, - von ihrem Eheherrn, liebsten Kindern und allen guten Freunden Abschied genommen, - bis Sie jüngsten Sonntag Nachmittages, war der 17. itztlauffenden Monats ''Novembris'' 1678 umb zwey''
 
«Was endlich ihre Krankheit und sehligen Abschied betrifft: so hat Sie über halbjährige Frist mit verschiedenen Affectibus febrilibus attamen minime malignis steh schippen müssen, bis verwichenen Montag acht Tagen, den 10. liujus, die selig-ver-storbene Frau Doctorinn abereins mit einem liorrore febiili befallen, welcher sich in ein febriin coutinuam geschlagen, worzu denn noch ein ander Symptoma gestossen. und dabei) starke Hitze, grosse Hertzens-Angst, Kopffweh und andere beschwerliche Zufälle sich plötzlich eingefunden. Und ob sich wol nach adhibirtew rechtschaffenen, kost-batjrenMedicamente» zu Zeiten einige Besserung verspüren lassen, dann zugeschweigen, dass propter anticipationem meusium symptomaticam quae initio febris continuae in foemiots fere semper perniciosa existere solet, die Lebensgeister und Kräffte sich gleich anfangs verlohren, so hat sich über diesen allen am 4. Tage der Krankheit noch ein viel gefährlicher Accidens eräuget, indeme materia peccans per crisin iinperfeitam ad pulmones deferir^ und dadurch eine unerträgliche Brustbeschwerung erwecket worden, welcher gar zu herber Zufall derogestalt seinen Wachsthum genommen, dass Sie gäntzlich ausgemergelt worden und man ihren herannahenden Todt zuvor gesehen. Als nun die. sehl. Frau Docto rinn bei Ihr wol empfinden können, dass der HErr mit Ihr aus dieser Ze.r-gänglichkeit ei/lete, hat Sie verwichenen Freytag durch wahre Busse und andächtige Niessung des wahren Leibes und Blutes ihres Erlösers, als des rechten Viatid. zu einem sehligen Abschiede sich praeparire£ und fast gemachet, von ihrem Eheherrn, liebsten Kindern und allen guten Freunden Abschied genommen, bis Sie jüngsten Sonntag Nachmittages, war der 17. itztl auff enden Monats Novembris 1678 umb zwei)

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Tappensches Familienbuch (1889)
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wegen vieler ihr zugestossenen Widerwärtigkeiten nicht füglich continuiren mögen, hat Sie sich in Anno 1672 durch abermahlige Providentz den allwaltenden Gottes - mit dem Woledlen, vest- und hochgelahrten Herrn Johann Georg Spörern, J. U. Doctore und vornehmen Practico hieselbst, itzo hochbekümmerten - Herrn Wittiber, in ein christliches Ehegelöbniss anderweits eingelassen, und durch priesterliche Einsegnung dasselbe den 3. Julii desselben Jahrs öffentlich vollenzogen, massen Sie denn gleichfalls eine wohlgerahtene, friedsahme, Gott und Menschen wolgefällige Ehe in die sieben Jahre gepflogen, und durch Gottes Segen mit Ihme drey Kinder, als einen Sohn und zwo Töchter, so noch alle im Leben, - erzeuget.

      Ihr Christenthum und Leben anreichend, folget der seligen Frau Doctorinn das ungefärbte wahre Gezeugniss: dass Sie eine rechtschaffene Christinn und Liebhaberinn Göttliches Worts und dessen hochheiligen Sacraments gewesen sei -, gegen ihrem Eheherrn hat Sie eine ungemeine hertzliche Affection getragen und bis in ihr seliges Ende continuiret, seine viele schwere Arbeit und dabey öffters unterlauffende Widrigkeiten mit sonderlicher Freundlichkeit und fleissiger Auffwartung derogestalt zu erleichtern wissen, dass Er diesen ihren frühzeitigen unvermuhtlichen Todes-Fall nicht gnugsahm betrauren und beweinen kann. So hat Sie sich sonsten gegen Männiglichen als eine auff richtige, freundliche, bescheidene, mit vielen herrlichen Tugenden gezierte Frau erwiesen, - wiewol es auch derselben - am Creutz und Widerwärtigkeit nicht gefehlet, wobey dennoch die Seeligverstorbene alle christliche Gedult jedesmahl verspüren lassen, und es als eine Züchtigung von dem HErrn auff- und angenommen, wodurch Sie denn in ihrem Christenthum soweit zugenommen, dass sie im rechten wahren Glauben sich allemahl eintzig und allein auff das theure Verdienst ihres Erlösers und Seligmachers verlassen, und denselben für ihr höchstes Guht und besten Schatz bis in ihr seliges Ende gehalten, auch darauff selig hingeschieden ist.

      Was endlich ihre Krankheit und sehligen Abschied betrifft: so hat Sie über halbjährige Frist mit verschiedenen Affectibus febrilibus attamen minime malignis sich schlppen müssen, - bis verwichenen Montag acht Tagen, den 10. hujus, die selig-verstorbene Frau Doctorinn abereins mit einem horrore febrili befallen, welcher sich in ein febrim coutinuam geschlagen, worzu denn noch ein ander Symptoma gestossen. und dabey starke Hitze, grosse Hertzens-Angst, Kopffweh und andere beschwerliche Zufälle sich plötzlich eingefunden. Und ob - sich wol nach adhibirten rechtschaffenen, kostbahren Medicamenten zu Zeiten einige Besserung verspüren lassen, dann zugeschweigen, dass propter anticipationem mensium symptomaticam quae initio febris continuae in foeminis fere semper perniciosa existere solet, die Lebensgeister und Kräffte sich gleich anfangs verlohren, - so hat sich über diesen allen am 4. Tage der Krankheit noch ein viel gefährlicher Accidens eräuget, indeme materia peccans per crisin imperfectam ad pulmones deferiret, und dadurch eine unerträgliche Brustbeschwerung erwecket worden, welcher gar zu herber Zufall - derogestalt seinen Wachsthum genommen, dass Sie gäntzlich ausgemergelt worden und man ihren herannahenden Todt zuvor gesehen. Als nun die sehl. Frau Doctorinn bei Ihr wol empfinden können, dass der HErr - mit Ihr aus dieser Zergänglichkeit eylete, hat Sie - verwichenen Freytag - durch wahre Busse und andächtige Niessung des wahren Leibes und Blutes ihres Erlösers, als des rechten Viatici, zu einem sehligen Abschiede sich praepariret und fast gemachet, - von ihrem Eheherrn, liebsten Kindern und allen guten Freunden Abschied genommen, - bis Sie jüngsten Sonntag Nachmittages, war der 17. itztlauffenden Monats Novembris 1678 umb zwey