Tappensches Familienbuch (1889)/165: Unterschied zwischen den Versionen

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Dio für »Sylvesters Kliegrattiu gehaltene heichenpredigt*) enthalt folgende * l'ersonalia*:
{{NE}}Die für Sylvester's Ehegattin gehaltene Leichenpredigt<ref>"Die Gemeinschaft der Christen mit Christo in der Herrlichkeit, Als die weyland Hoch-Edle pp. Frau {{Sperrschrift|Sophia Leve Hoffmeisters}}, des Hoch-Ehrwürdigen pp. Herrn ''Sylvestri'' Tappen, ''SS. Theologiae Licent.'' und getreuen Seel-Sorgers bey der Evangelischen Haupt-Kirchen zu ''S. Andreae'' allhier, Gewesene Eheliebste Unter ansehnlichem ''Comitat'' in daselbstige Kirche zur Erden bestattet wurde: Aus Joh. XVII,24 am Himmelfahrts-Tage 1708 vorgestellet von Johann Niekamp. ''Superint." - Gewidmet: Dem pp. Hrn. {{Sperrschrift|Sylvestro Tappen}}. ''SS. Theol. Licentiato'' pp., Wie denn auch dem pp. Herrm {{Sperrschrift|''Johann Melchior'' Hoffmeister}}, ''J. U. D''., Hoch-Fürstl.Stifft-Hildesh. Hoffgeriohts-''Assessori, Consistorial''-Raht, und Land-Rentmeister, wie auch Hoch-Fürstl. Nassau-Spiegelbergischen Cantzley-''Directori'' und Raht zu Coppenbrügge. - Das Original befindet sieh in der Königlichen Bibliothek r.u Hannover.</ref> enthalt folgende "Personalia":


«Fon fft# selig - verstorbenen Frau Licentiutüiu Christlicher Geburt, wollge-filhrten l.ebens-Lauff und seligen Abschied ist nun Folgendes an noch zu vermelden:
{{NE}}''Von der selig-verstorbenen Frau ''Licentiat''inn Christlicher Geburt, wollgeführten Lebens-Lauff und seligen Abschied ist nun Folgendes an noch zu vermelden:''


«12$ ist Dieselbe gebohren im Jalir 1686 den -0‘. Februar, und hat sich vor-nehmet' und Christlicher Eltern zu erfreuen gehabt.
{{NE}}''Es ist Dieselbe gebohren im Jahr 1686 den 26. Februar, und hat sich vornehmer und Christlicher Eltern zu erfreuen gehabt.''


«Ihr Herr 1 ’ater ist der Hoch-Edle, t ’est- und Hochgelahrte Herr Johann Melchior Hoffmeister, ,1. V. 1)., Fürstl. Stifft-Hildesheimischer Consistorial-AWif und Hof-Gerichts-Assessor. wie auch Fitrstl. Xassau-*Spiegelbergischer Naht und Cantzleg-\)\veciOY\ Die Frau Mutter die Hoch-Edle, Grosa-Ehr- und Tugend-begabte Fron 11 s a Dorothea von 117 nt hei nt. Der Herr Grossvater väterlicher Seite ist getcesen der Hoch-Edle, IVsf- und Hochgelahrte Herr Melchior Hoffmeister, J. V. D. und hiesiger Stadt Hildesheim hochverdienter Syndieus. Die Frau Großmutter selbiger Seite die Hoch-Edle, Gross-Ehr- und Tugendreiche Frau Leve Kegels. Der Herr Grossvater mütterlicher Linie trar der Hoch-Edle und 1 est- und Hoch gelahrte Hr. Johann von Wi nt heim, .7. V. I). und hiesiger Stadt hochverdienter liürgenneister. Die Frau Grossmutter an dieser Seite die Hoch-Edle und Tugendbegabte Frau Sophia Loyken.»
{{NE}}''Ihr Herr Vater ist der Hoch-Edle, Vest- und Hochgelahrte Herr {{Sperrschrift|Johann Melchior Hoffmeister}}, ''J. U.. D.'', Fürstl. Stifft-Hildesheimischer ''Consistorial''-Rath und Hof-Gerichts-''Assessor'', wie auch Fürstl. Nassau-Spiegelbergischer Raht und Cantzley-''Director''; Die Frau Mutter die Hoch-Edle, Gross-Ehr- und Tugend-begabte Frau {{Sperrschrift|Ilsa Dorothea von Wintheim}}. Der Herr Grossvater väterlicher Seite ist gewesen der Hoch-Edle, Vest- und Hochgelahrte Herr {{Sperrschrift|Melchior Hoffmeister}}, ''J. U. D.'' und hiesiger Stadt Hildesheim hochverdienter ''Syndicus''. Die Frau Großmutter selbiger Seite die Hoch-Edle, Gross-Ehr- und Tugendreiche Frau {{Sperrschrift|Leve Kegels}}. Der Herr Grossvater mütterlicher Linie war der Hoch-Edle und Vest- und Hochgelahrte Hr. {{Sperrschrift|Johann von Wintheim}}, ''J. U. D.'' und hiesiger Stadt hochverdienter Bürgerneister. Die Frau Grossmutter an dieser Seite die Hoch-Edle und Tugendbegabte Frau {{Sperrschrift|Sophia Loyken}}.''


\\ 11 ’ie nun Dero Eltern nicht ermangelt, Sie also fort durch die H. Tau ffe ihrem Erlöser Jesu Christo zuzu führen, und Sie hernechst zu allen Christlichen wollan-ständigen Tugenden anzuweisen, also haben Sie auch sofort in der zarten Jugend viele Merck mahle einer feinen Seele an Derselben mit besonderer Freude verspühret, und Sie desswegen hertzlich lieb gewonnen, zumahlen da Ihnen Gott nur diese eintzige Tochter geschencket hatte. Solche Liebe und Freude hat sich bei heranwachsmden Jahren immer vermehret, und ist die Seel ig-Verstorbene von jederman. dev Sie gekannt, als eine recht demühtige, bescheidene und Gott-fürchtende Persohn geliebet und geehret, so dass auch der jetzo hochbetrübte Herr Witt wer daher betrogen worden. Sie im Jahr 1703 von Gott und ihren geehr testen Eltern zu seiner Ehegattin zu erbitten, mit welchem Sie dann eine zwar kurtze, aber doch sehr vergnügte und mit - Kindern gesegnete Ehe gepflogen , da das jüngere Kind ihr in die Ewigkeit vorgangen, das ältere aber annoch im Leben ist . 117« sie im übrigen ihr Christenthtnu. so viel menschliche Schwachheit let/det, unsträfflich ge führ et, und ihr Tugend-Licht für ändern her fürleuchten lassen, davon will man nicht eben viel Pühmens machen, sondern vielmehr die Güte Gottes danckbarlich preisen, der ein so grosses Maass des Guten in Sie geleget, und Sie für denen Ärgernissen der Welt so gnädiglich bewahret. Es
{{NE}}''Wie nun Dero Eltern nicht ermangelt, Sie alsofort durch die H. Tauffe ihrem Erlöser Jesu Christo zuzuführen, und Sie hernechst zu allen Christlichen wollanständigen Tugenden anzuweisen, also haben Sie auch sofort in der zarten Jugend viele Merckmahle einer feinen Seele an Derselben mit besonderer Freude verspühret, und Sie desswegen hertzlich lieb gewonnen, zumahlen da Ihnen Gott nur diese eintzige Tochter geschencket hatte. Solche Liebe und Freude hat sich bei heranwachsenden Jahren immer vermehret, und ist die Seelig-Verstorbene von jederman, der Sie gekannt, als eine recht demühtige, bescheidene und Gott-fürchtende Persohn geliebet und geehret, so dass auch der jetzo hochbetrübte Herr Wittwer daher bewogen worden, Sie im Jahr 1703 von Gott und ihren geehrtesten Eltern zu seiner Ehegattin zu erbitten, mit welchem Sie dann eine zwar kurtze, aber doch sehr vergnügte und mit 2 Kindern gesegnete Ehe gepflogen, da das jüngere Kind ihr in die Ewigkeit vorgangen, das ältere aber annoch im Leben ist -. Wie sie im übrigen ihr Christenthtum, so viel menschliche Schwachheit leydet, unsträfflich geführet, und ihr Tugend-Licht für andern herfürleuchten lassen, davon will man nicht eben viel Rühmens machen, sondern vielmehr die Güte Gottes danckbarlich preisen, der ein so grosses Maass des Guten in Sie geleget, und Sie für denen Ärgernissen der Welt so gnädiglich bewahret. Es''
*) „Hie Gemeinschaft der Christen rojt Christo in der Herrlichkeit. Als die veyland Hoch-Edle pp. Frau Sophia Leve Hoffmeisters, des Hoch*Ehrwürdigen pp. Herrn St/lvestri Tappen, SS. Theologiae Licent. und getreuen Seel-Sorgers bey der Evangelischen Haupt-Kirchen zu «S. Audreae allhier, Gewesene Ehelichste l'nter ansehnlichem Comitat in dasei listige Kirche zur Erden bestattet wurde: Aus Joh. XIV/,24 tun Himmelfahrts-Tage 1708 vorgestellet von Johann Niekamp. Supermt.s — Gewidmet: Dem pp. Hm. St/lvestro Tappen. SS. Theol. Licentiatopp.. Wie denn auch dem pp. Hi-rm Johann Melchior Hoffmeister, J. V. D., Hoch-Fflrstl.SriflY-Hilde-di. HotTajerioht*-Assessori, Consistorial-linht, und Land-Hentnieister. wie auch Horh-Ftlrsrl. Nassau-SpiegelbergisclHW Cantzle.V-/?fV<*rfoW und Raht zu Coppenbrügge. — Das Original befindet sieh in der Königlichen Bibliothek r.u Hannover.
 
<references />

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Tappensches Familienbuch (1889)
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      Die für Sylvester's Ehegattin gehaltene Leichenpredigt[1] enthalt folgende "Personalia":

      Von der selig-verstorbenen Frau Licentiatinn Christlicher Geburt, wollgeführten Lebens-Lauff und seligen Abschied ist nun Folgendes an noch zu vermelden:

      Es ist Dieselbe gebohren im Jahr 1686 den 26. Februar, und hat sich vornehmer und Christlicher Eltern zu erfreuen gehabt.

      Ihr Herr Vater ist der Hoch-Edle, Vest- und Hochgelahrte Herr Johann Melchior Hoffmeister, J. U.. D., Fürstl. Stifft-Hildesheimischer Consistorial-Rath und Hof-Gerichts-Assessor, wie auch Fürstl. Nassau-Spiegelbergischer Raht und Cantzley-Director; Die Frau Mutter die Hoch-Edle, Gross-Ehr- und Tugend-begabte Frau Ilsa Dorothea von Wintheim. Der Herr Grossvater väterlicher Seite ist gewesen der Hoch-Edle, Vest- und Hochgelahrte Herr Melchior Hoffmeister, J. U. D. und hiesiger Stadt Hildesheim hochverdienter Syndicus. Die Frau Großmutter selbiger Seite die Hoch-Edle, Gross-Ehr- und Tugendreiche Frau Leve Kegels. Der Herr Grossvater mütterlicher Linie war der Hoch-Edle und Vest- und Hochgelahrte Hr. Johann von Wintheim, J. U. D. und hiesiger Stadt hochverdienter Bürgerneister. Die Frau Grossmutter an dieser Seite die Hoch-Edle und Tugendbegabte Frau Sophia Loyken.

      Wie nun Dero Eltern nicht ermangelt, Sie alsofort durch die H. Tauffe ihrem Erlöser Jesu Christo zuzuführen, und Sie hernechst zu allen Christlichen wollanständigen Tugenden anzuweisen, also haben Sie auch sofort in der zarten Jugend viele Merckmahle einer feinen Seele an Derselben mit besonderer Freude verspühret, und Sie desswegen hertzlich lieb gewonnen, zumahlen da Ihnen Gott nur diese eintzige Tochter geschencket hatte. Solche Liebe und Freude hat sich bei heranwachsenden Jahren immer vermehret, und ist die Seelig-Verstorbene von jederman, der Sie gekannt, als eine recht demühtige, bescheidene und Gott-fürchtende Persohn geliebet und geehret, so dass auch der jetzo hochbetrübte Herr Wittwer daher bewogen worden, Sie im Jahr 1703 von Gott und ihren geehrtesten Eltern zu seiner Ehegattin zu erbitten, mit welchem Sie dann eine zwar kurtze, aber doch sehr vergnügte und mit 2 Kindern gesegnete Ehe gepflogen, da das jüngere Kind ihr in die Ewigkeit vorgangen, das ältere aber annoch im Leben ist -. Wie sie im übrigen ihr Christenthtum, so viel menschliche Schwachheit leydet, unsträfflich geführet, und ihr Tugend-Licht für andern herfürleuchten lassen, davon will man nicht eben viel Rühmens machen, sondern vielmehr die Güte Gottes danckbarlich preisen, der ein so grosses Maass des Guten in Sie geleget, und Sie für denen Ärgernissen der Welt so gnädiglich bewahret. Es

  1. "Die Gemeinschaft der Christen mit Christo in der Herrlichkeit, Als die weyland Hoch-Edle pp. Frau Sophia Leve Hoffmeisters, des Hoch-Ehrwürdigen pp. Herrn Sylvestri Tappen, SS. Theologiae Licent. und getreuen Seel-Sorgers bey der Evangelischen Haupt-Kirchen zu S. Andreae allhier, Gewesene Eheliebste Unter ansehnlichem Comitat in daselbstige Kirche zur Erden bestattet wurde: Aus Joh. XVII,24 am Himmelfahrts-Tage 1708 vorgestellet von Johann Niekamp. Superint." - Gewidmet: Dem pp. Hrn. Sylvestro Tappen. SS. Theol. Licentiato pp., Wie denn auch dem pp. Herrm Johann Melchior Hoffmeister, J. U. D., Hoch-Fürstl.Stifft-Hildesh. Hoffgeriohts-Assessori, Consistorial-Raht, und Land-Rentmeister, wie auch Hoch-Fürstl. Nassau-Spiegelbergischen Cantzley-Directori und Raht zu Coppenbrügge. - Das Original befindet sieh in der Königlichen Bibliothek r.u Hannover.