Collaten: Unterschied zwischen den Versionen

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*Luise '''Thieß''', 51 ha
*Luise '''Thieß''', 51 ha


*1940 erwarb Karl '''Strauß''' (s. auch [[Paugen]] für seinen Sohn das 800 Morgen große Gut Kollaten <ref>PAZ vom 14.12.1957< /ref>
*1940 erwarb Karl '''Strauß''' (s. auch [[Paugen]] für seinen Sohn das 800 Morgen große Gut Kollaten <ref>PAZ vom 14.12.1957</ref>


==Bewohner==
==Bewohner==

Version vom 27. Januar 2013, 18:31 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland


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Am Kollater See
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So sieht es am Kollater See heute aus, Foto 2009
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Kollaten auf der Karte des Kreises Memel

Hierarchie



Einleitung

Collaten, 1253 Calaten, 1540 Callatenn, 1785 Collathen, Kollaten, Kreis Memel, Ostpreußen.


Name

Der Name dürfte auf einen urbar gemachten, aus dem Wald herausgeschlagenen Wohnplatz, möglicherweise auf einen Schmied deuten. Peteraitis deutet nach baltisch "kal-as" im Sinne von "šviesus, baltas": leuchtend, hell, weiß.

  • prußisch "kalti" = schlagen
  • "kolas" = Pfosten, Pfahl
  • "kalt" = schmieden
  • preußisch-litauisch "kalatoti" = schlagen, hämmern, müde und matt werden


Politische Einteilung

1940 ist Kollaten eine Gemeinde mit den Dörfern Gedwill Paul, Kollaten, Rund Görge und Wessat Herrmann.


Kirchliche Zugehörigkeit

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Friedhol Kollaten

Evangelische Kirche

Collaten gehörte 1888 und 1912 zum Kirchspiel Memel Land.

Katholische Kirche

Collaten gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.

Standesamt

Zugehörige Ortschaften

Collaten gehörte 1888 zum Standesamt Plucken Martin. Nach 1897 wurde der Standesamtbezirk Plucken Martin nach Collaten verlegt.

Zum Standesamt Collaten gehörten 1907 folgende Ortschaften:

Alszeiken Jahn, Brusdeilienen, Charlottenhof, Collaten, Darguszen, Gedwill Paul, Grabben, Groß Tauerlauken, Gündullen, Hohenflur, Jagutten, Jankeiten, Karkelbeck, Klauswaiten, Peskojen, Purmallen, Rund Görge, Szodeiken Jonell, Wessat Hermann.

Standesamtsregister

Eine wertvolle Hilfe angesichts der fehlenden Kirchenbücher der Jakobus- oder Landkirche stellen die Zweitbücher des Standesamtes Collaten dar, die im Standesamt I in Berlin lagern. Verfilmungen sind auch bei den "Mormonen" vorhanden. Dort sind sie im Bestandverzeichnis unter Kollaten zu finden.

  • Geburten 1898-1912, 1914-1938.
  • Heiraten 1898-1913, 1915-1938.
  • Sterbefälle 1898-1938.

Weitere Standesamtregister vor 1898 findet man unter Plucken Martin.

Geschichte

Nach der grundlegenden Änderung des Stadtrechts im Jahre 1475 gab es anschließend fast jedes Jahr Neuverleihungen zu Kulmischem Recht in der Umgebung von Memel. Im einzelnen sind folgende Landverleihungen bekannt:

  • 1483 Martin Strebull erhält Land im Dorf Kollaten scharwerkfrei unter der Bedingung, die Ordenspost nach Labiau zu besorgen und zugunsten des Ordens ein Pferd zu halten,
  • 1483 Hermann Schlaneth und Martin Strebull erwerben ein zusätzliches Stück Acker bei Kollaten, [1]


Laut Landwirtschaftlichem Güter-Adressbuch für die Provinz Ostpreußen mit Anhang Memelland, 4. Auflage, Leipzig 1922

  • Luise Thieß, 51 ha
  • 1940 erwarb Karl Strauß (s. auch Paugen für seinen Sohn das 800 Morgen große Gut Kollaten [2]

Bewohner

1540

  • Bodemyn oder Godemyn
  • Bundell
  • Jaksch
  • Kunike
  • Lack
  • Lußik
  • Rundt
  • Sagusch
  • Spalwe
  • Sperer
  • Sprude
  • Weßnodt


Friedhof

Der Friedhof liegt nahe der Bahngleise in einem dichten Wald und ist schwer zu finden. Vom letzten Haus geht man über einen total vermüllten Weg Richtung Gleise, biegt rechts ab und folgt der Brandschneise. Die Gräber sind zum großen Teil ausgegraben worden. Die Umrandungen liegen daneben.


Die Bilder wurden freundlicherweise von Annelie Stöllger zur Verfügung gestellt. Stand Juni 2011



Verschiedenes

Karten

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Collaten auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
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Siehe unten links Collaten auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160000
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Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


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Collaten im Preußischen Urmesstischblatt 1834
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
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Collaten im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


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Kollaten im Messtischblatt 0292 Memel (1910-1940) und 0192 Nimmersatt (1912) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
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Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Collaten aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung KOLTENKO05NS
Name
  • Kollaten Quelle (${p.language})
  • Kalotė (1923) Quelle Seite 1087 (${p.language})
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66132
externe Kennung
  • nima:-2615222
  • geonames:598519
Karte
   

TK25: 0292

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Kollaten, Kalotė ( GutsbezirkLandgemeindeGemeinde) Quelle

Memel, Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Klaipėda (1907) ( Pfarrei) Quelle S.156/157

Memel, Memel Land (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.156/157

Kretingalės seniūnija, Kretingalė (1995 -) ( Gemeindebezirk)

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum

Quellen

  1. Gerhard Willoweit, Die Wirtschaftsgeschichte des Memelgebiets, Marburg (Lahn) 1969
  2. PAZ vom 14.12.1957