Übermemel: Unterschied zwischen den Versionen

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== Heutige Situation ==
== Heutige Situation ==
[[Bild: Übermemel lit Grenzabfertigung.JPG|thumb|right|430 px|<center>Die litauische Grenzabfertigung in '''Übermemel'''</center>]]
'''Übermemel''' ist größer geworden, heute 500 früher ca. 300 Einwohner. Neuer Baugrund wurde hauptsächlich an der Schirrmann-Straße erschlossen. Der Verkehr läuft heute über Schirrmann- und Taurogger Straße. Die Milchbuder Straße und der Rombinusweg haben heute nur die Bedeutung von Feldwegen. Verursacht wurde dies durch die Verlängerung der Brückenauffahrt um ca. 35 m. Dadurch konnten beim Brückenneubau Eisenträger eingespart werden, doch die Straßenverbindung wurde unterbrochen. Deshalb hat man die Zufahrt der Taurogger Straße zum Rombinusweg gesperrt und die letzten 150 m mit Schuppen und Ställen zugebaut.
'''Übermemel''' ist größer geworden, heute 500 früher ca. 300 Einwohner. Neuer Baugrund wurde hauptsächlich an der Schirrmann-Straße erschlossen. Der Verkehr läuft heute über Schirrmann- und Taurogger Straße. Die Milchbuder Straße und der Rombinusweg haben heute nur die Bedeutung von Feldwegen. Verursacht wurde dies durch die Verlängerung der Brückenauffahrt um ca. 35 m. Dadurch konnten beim Brückenneubau Eisenträger eingespart werden, doch die Straßenverbindung wurde unterbrochen. Deshalb hat man die Zufahrt der Taurogger Straße zum Rombinusweg gesperrt und die letzten 150 m mit Schuppen und Ställen zugebaut.



Version vom 30. April 2013, 10:48 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland
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Hierarchie

Regional > Litauen > Übermemel

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Übermemel

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Gasthaus Zum Brückenkopf in Übermemel


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Stadt T i l s i t
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Einleitung

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Gaststätte Kühn am Rombinusweg in Übermemel
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Der Rombinusweg in Übermemel

Übermemel, bis 1920 Stadtkreis Tilsit, Ostpreußen; (1920-1939) Kreis Pogegen; (1939-1945) Stadtkreis Tilsit

Name

Andere Namen und Schreibweisen

Allgemeine Informationen

  • Ehemaliger Krug am Nord-Ufer der Memel, 1 km gegenüber von Tilsit, 1895: 2 Feuerstellen mit 29 Bewohnern[4]

Politische Einteilung

1785 war Über Memelscher Krug ein Cölm. Krug.[6]
Über Memelscher Krug gehörte zur Gemarkung Übermemel.[7]
8.3.1920: Die neue Landgemeinde Übermemel entsteht aus dem Teil des Stadtkreises Tilsit, der nördlich der Memel liegt und wird in den Kreis Pogegen eingegliedert.

Nach dem Anschluss des Memellandes 1923 an die litauische Republik wurde Übermemel zu einem florierenden Handelsplatz, wo auch zunehmend krumme Geschäfte abgewickelt wurden. Trotz der pingeligen Kontrollen der Zollbeamten hatten viele Tilsiter und auch Memelländer gerade in der Zeit der Weltwirtschaftskrise als Schmuggler ein gutes Auskommen.

1.10.1939: Übermemel kommt wieder zum Stadtkreis Tilsit.[8]

Pogegen verliert seinen Status als Sitz einer Kreisverwaltung und kommt zum Kreis Tilsit-Ragnit.


Fotos

Lokal Zum Brückenkopf der Familie Reimann in Übermemel

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Gasthaus Reimann in Übermemel
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Blick von der Gasthausterrasse auf die Luisenbrücke und Tilsit

Heutige Situation

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Die litauische Grenzabfertigung in Übermemel

Übermemel ist größer geworden, heute 500 früher ca. 300 Einwohner. Neuer Baugrund wurde hauptsächlich an der Schirrmann-Straße erschlossen. Der Verkehr läuft heute über Schirrmann- und Taurogger Straße. Die Milchbuder Straße und der Rombinusweg haben heute nur die Bedeutung von Feldwegen. Verursacht wurde dies durch die Verlängerung der Brückenauffahrt um ca. 35 m. Dadurch konnten beim Brückenneubau Eisenträger eingespart werden, doch die Straßenverbindung wurde unterbrochen. Deshalb hat man die Zufahrt der Taurogger Straße zum Rombinusweg gesperrt und die letzten 150 m mit Schuppen und Ställen zugebaut.

Zu dem östlich der Taurogger Straße liegenden Ortsteil gelangt man mit den Fahrzeugen nur über den unbefestigten Damm, der beim früheren Hof Schlaszus auf den Rombinusweg stößt. In Übermemel stehen noch sechs alte Häuser. Die früher weiße Bastianvilla wird im Volksmund heute der Kreml genannt, weil sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg ständig wichtige Ämter befanden.

Die Uszlenkis-Brücke wurde renoviert und die Kurmeszeris-Brücke hat jetzt eine Fahrbahnbreite von 6,5 Meter. Dadurch konnte der Sommerweg neben der Brücke entfallen. Die Schreitlaugker Wiesen östlich von Übermemel, auf denen früher verschiedene Gräser und Wildkräuter üppig gediehen, haben sich verändert. Heute wächst dort fast nur das Rispen- und Steppenwieschgras. Vermutlich wurde dies durch die seit langem ausgebliebenen Memel-Hochwasser verursacht. Dies ist an den ausgetrockneten Teichen in der Region und am Anbau von Wintergetreide nahe der Memel erkennbar.

Nach Auskunft der Einwohner war das letzte Hochwasser Anfang der 1960er Jahre. Außerdem soll in den 1960er Jahren ein unterirdischer Kanal gebaut worden sein, der höhere Wasserstände der Uszlenkis und Kurmeszeris in die Memel ableitet. Dies soll zu einem Sinken des Grundwassers geführt haben. Das Memelufer zwischen Kumma-Bucht und Übermemel zeigt deutlich geringeren Weidenbewuchs als früher. Vermutlich wurden sie für Heizzwecke gerodet. In einigen Abschnitten ist es zu Uferauswaschungen infolge ungenügender Spickdammwartung und fehlenden Uferbewuchses gekommen. [9]

Die schöne Luisenbrücke ist seit 1992 EU-Außengrenze.

Die Luisenbrücke bestand einmal aus ansehnlichen Brückenbögen, wie auf dem Foto oben rechts zu sehen ist. Sie wurden Opfer des 2. Weltkrieges. Ausgeschrieben heißt sie Königin Luise-Brücke. Bis zum Jahr 1905 gab es noch eine hölzerne Schiffsbrücke, wie auf vielen größeren Gewässern zu finden war. Der 18. Oktober 1907 war der Tag der Brückeneinweihung. Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen war zu diesem Zweck nach Tilsit angereist. Die Brücke musste in den Jahren des Krieges hauptsächlich militärische Aufgaben erfüllen. Im Oktober 1944 begannen deutsche Truppenteile die Brücke in umgekehrter Richtung zu überqueren. Sie waren auf dem Rückzug. Die Wehrmacht zog sich auf das südliche Memelufer zurück und bezog dort eine Abwehrstellung. Am 22. Oktober 1944 wurde die Königin Luise-Brücke gesprengt. Ein Pioniertrupp der 5. Panzerdivision versuchte das weitere Vordringen der Russen durch die Sprengung zu stoppen. Zwischen Juli 1947 und 1965 bestanden die Brückenteile der Königin Luise-Brücke aus einem fast mit dem Vorbild identischen Nachbau mit Holz. 1965 gab es eine Kollision eines Schwimmkrans mit der Brücke, die dann aus statischen Gründen gesperrt werden musste. Ein Neubau erfolgte mit einer Kastenbrücke, die architektonisch fremd wirkt.

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Luisenbrücke, Tilsiter Seite und Blick auf das Ufer von Übermemel
Aufnahme 2012
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Tilsiter Seite, Warenverkehr
Aufnahme 2012

Flüsse trennen Menschen.
Brücken sollen verbinden! Dafür wurden sie gebaut.

Verschiedenes

Karten

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Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000
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Der Übermemelsche Krug in der Schroetterkarte Blatt 12, (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Übermemel im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 86, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
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Übermemel
(c) Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


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Übermemel im Messtischblatt 0997 Tilsit und 0897 Pogegen (1915-1937) mit den Gemeindegrenzen von 1938, Maßstab 1:25000
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung UBEMELKO05XB
Name
  • Übermemel Quelle (${p.language})
  • Panemunė Quelle Seite 40-41 (${p.language})
Typ
  • Wohnplatz (- 1945)
  • Dorf (1945 - 1968) Quelle Quelle
  • Stadt (Siedlung) (1968 -)
Einwohner
Postleitzahl
  • LT-99029
w-Nummer
  • 66133
externe Kennung
  • nima:-2617616
  • geonames:596143
Karte
   

TK25: 0997

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Übermemel, Panemunė (1920-03-08 - 1939-08-23) ( Landgemeinde) Quelle

Tilsit (1939-10-01 - 1945) ( Stadtkreis) Quelle

Tilsit (deutsch), Tilsit, Stadtkirche (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.298/299

Tilsit (Maria Himmelfahrt), Tilsit (1907) ( Pfarrei) Quelle S.298/299

Tilsit-Preußen (- 1920-03-07) ( Landgemeinde) Quelle Quelle

Pagėgiai, Pagėgių seniūnija (1995 -) ( Gemeindebezirk) Quelle Panemunė

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum

Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  3. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  4. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  5. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  6. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  7. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  8. Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939
  9. Autor: © 1993 Dr. Conrad, Quelle: Heimatrundbrief "Land an der Memel" Nr. 54/1994