Gaistland Stenzel: Unterschied zwischen den Versionen
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1687 [[Stentzell Gystandt]], v. 1785 [[Eglin Kraken]], 1785 [[Kraken]], n. 1785 [[Gaistland Stenzel]], n. 1815 [[Gaisland Stenzel]], auch [[Geisland Stenzel]] oder [[Kracken]] | |||
===Allgemeine Informationen=== | |||
*Alter Siedlungsort, 11 km südöstlich von [[Memel]], 1764 gegründet, 1785: 2 Feuerstellen<ref>Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)</ref> | |||
== Politische Einteilung == | == Politische Einteilung == | ||
Bereits '''1790''' war [[Geisland Stenzel]] mit [[Kischken Gerge]] verbunden und unbewohnt.<ref>Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918</ref><br> | Bereits '''1790''' war [[Geisland Stenzel]] mit [[Kischken Gerge]] verbunden und unbewohnt.<ref>Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918</ref><br> | ||
'''{{PAGENAME}}''' wurde 1859 mit [[Kischken Görge]] vereinigt.<br> | '''{{PAGENAME}}''' wurde 1859 mit [[Kischken-Görge]] vereinigt.<ref>Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)</ref><br> | ||
''' | '''1939''' ist [[Kischken Görge]] ein Dorf in der Gemeinde [[Kerndorf]].{{MLRefAmtsblatt2}} | ||
== Kirchliche Zugehörigkeit == | == Kirchliche Zugehörigkeit == | ||
=== Evangelische Kirche === | === Evangelische Kirche === | ||
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=== Katholische Kirche === | === Katholische Kirche === | ||
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{{PAGENAME}} gehörte '''1888''' und '''1907''' zum katholischen Kirchspiel [[Memel]]. | |||
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
'''Gaistland (Geisland) Stenzel''' war vor dem siebenjährigen Krieg, in welchem es wüst wurde, königliches Bauerndorf. Die Handlung '''Roerdanß & Beerbohm''' in [[Bernsteinbruch]] erhält drei wüste Bauernerben, zwei in Gaistland Stenzel, eins in [[Kerren Gerge]], zusammen 3 Hu. 13 Mo. 115 Ru., erblich zu freien Rechten gegen Zins und zur Besetzung mit drei Familien, den 1. Aug. '''1764'''. '''1785''' wohnen zu Geisland Stenzel zwei Assecuranten '''Martin Simoneit''' und '''Jons Urbohn''' oder '''Urban'''. Die Firma Roerdanß & Beerbohm hatte nämlich '''1775''' [[Spitzhut]] (siehe da) und [[Kischken Gerge]] (siehe da) nebst Gaisland-Stenzel verkauft. Letzteres wurde mit Kischken Gerge vereinigt und später nicht mehr bewohnt, sondern ganz zum Gutslande gezogen. Daß es nach der statistischen Aufnahme des Intendanturamts Memel von '''1818''' zu [[Carlsberg]] gezogen sei, ist irrig und wohl Verwechselung mit [[Gußgauren]]. In den amtlichen Listen wurde es aber noch besonders geführt, und erst '''1859''' schlug das Domänen-Rentamt dem Landratsamt die Vereinigung mit Kischken Gerge vor.<ref>Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, 1918</ref> | |||
<!-- Hier: geschichtlicher Abriss --> | <!-- Hier: geschichtlicher Abriss --> | ||
<!-- == Genealogische und historische Gesellschaften == --> | <!-- == Genealogische und historische Gesellschaften == --> | ||
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=== Karten === | === Karten === | ||
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<!-- === Genealogische Internetseiten === --> | <!-- === Genealogische Internetseiten === --> | ||
<!-- === Weitere Internetseiten === --> | <!-- === Weitere Internetseiten === --> | ||
<!--==Zufallsfunde== | |||
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man ''[[Zufallsfunde]]''. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über [[toter Punkt|tote Punkte]] in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.--> | |||
==Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis== | |||
<gov>GORRG2KO05PQ</gov> | <gov>GORRG2KO05PQ</gov> | ||
Version vom 2. Juni 2013, 00:33 Uhr
Hierarchie
Regional > Litauen > Gaistland Stenzel
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Memel > Gaistland Stenzel
Einleitung
Gaistland Stenzel, Kreis Memel, Ostpreußen
Name
Andere Namen und Schreibweisen
1687 Stentzell Gystandt, v. 1785 Eglin Kraken, 1785 Kraken, n. 1785 Gaistland Stenzel, n. 1815 Gaisland Stenzel, auch Geisland Stenzel oder Kracken
Allgemeine Informationen
Politische Einteilung
Bereits 1790 war Geisland Stenzel mit Kischken Gerge verbunden und unbewohnt.[2]
Gaistland Stenzel wurde 1859 mit Kischken-Görge vereinigt.[3]
1939 ist Kischken Görge ein Dorf in der Gemeinde Kerndorf.[4]
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Gaistland Stenzel gehörte 1888[5] und 1912 zum Kirchspiel Dawillen, vor 1854 allerdings zum Kirchspiel Memel Land.
Katholische Kirche
Gaistland Stenzel gehörte 1888[6] und 1907[7] zum katholischen Kirchspiel Memel.
Geschichte
Gaistland (Geisland) Stenzel war vor dem siebenjährigen Krieg, in welchem es wüst wurde, königliches Bauerndorf. Die Handlung Roerdanß & Beerbohm in Bernsteinbruch erhält drei wüste Bauernerben, zwei in Gaistland Stenzel, eins in Kerren Gerge, zusammen 3 Hu. 13 Mo. 115 Ru., erblich zu freien Rechten gegen Zins und zur Besetzung mit drei Familien, den 1. Aug. 1764. 1785 wohnen zu Geisland Stenzel zwei Assecuranten Martin Simoneit und Jons Urbohn oder Urban. Die Firma Roerdanß & Beerbohm hatte nämlich 1775 Spitzhut (siehe da) und Kischken Gerge (siehe da) nebst Gaisland-Stenzel verkauft. Letzteres wurde mit Kischken Gerge vereinigt und später nicht mehr bewohnt, sondern ganz zum Gutslande gezogen. Daß es nach der statistischen Aufnahme des Intendanturamts Memel von 1818 zu Carlsberg gezogen sei, ist irrig und wohl Verwechselung mit Gußgauren. In den amtlichen Listen wurde es aber noch besonders geführt, und erst 1859 schlug das Domänen-Rentamt dem Landratsamt die Vereinigung mit Kischken Gerge vor.[8]
Verschiedenes
Karten
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | GORRG2KO05PQ | ||||
| Name | |||||
| Typ |
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| w-Nummer |
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| externe Kennung |
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| Karte |
TK25: 0393 |
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| Zugehörigkeit | |||||
| Übergeordnete Objekte |
Kerndorf, Rusinai (1939-05-01 -) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle Kischken-Görge, Kiškėnai (- 1939-04-30) ( Gutsbezirk) Quelle Quelle Dawillen (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.160/161 Memel (lit. Landkreis [1995]), Klaipėdos rajonas, Klaipėdos rajono savivaldybė [1995] (- 1995) ( Rayon) Dovilų seniūnija, Dovilai (1995 -) ( Gemeindebezirk) |
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| Untergeordnete Objekte |
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Quellen
- ↑ Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
- ↑ Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
- ↑ Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
- ↑ Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm - ↑ Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.
- ↑ Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.
- ↑ Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlich Preußischen Statistischen Landesamte. Berlin SW. 1907.
- ↑ Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, 1918