Heil (Familienname): Unterschied zwischen den Versionen

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==Herkunft und Bedeutung==
==Herkunft und Bedeutung==
Heil ist ein veraltetes Wort und drückt Begnadung, Erfolg, Ganzheit oder Gesundheit oder aber in religiöser Bedeutung Erlösung aus. Abwandlung des Wortes finden sich in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen (z.B.: "Waidmanns Heil!" oder "heilsam").
Der religiöse Sinn von Heil liegt im Sinne von "heilsam" oder "heilig", auch in den Vorstellungen von Erlösung (vom "Ewigen Heil").
Heil bezeichnete ursprünglich eine gemeingermanische Vorstellung, welche die persönliche Eigenschaft bezeichnete, allgemein eine glückliche Hand bei Allem zu haben oder speziell z.B. einen grünen Daumen zu haben, kurz: 'Glück' über eine bloße Glückssträhne hinaus zu haben. "Heil" zu haben, war nicht damit identisch, tüchtig oder tapfer zu sein - vgl. dazu ähnlich magisch besetzte Begriffe wie Tyche, Fortuna ("Fortüne"), Schicksal. Antonym zum "Heil" war und (eingeschränkt) ist "Unheil" (vgl. Pech).
Frühmittelalterliche Königssippen ("stirps regia"), allen voran die fränkischen Merowinger, beriefen sich zur Legitimation der Vormachtstellung ihrer Sippe auf das ihnen innewohnende Königsheil. Ein für Zeitgenossen deutlich erkennbares Ausbleiben von Erfolg konnte als Verlust dieses Heils gewertet werden und zu einem Machtwechsel führen.


==Varianten des Namens==
==Varianten des Namens==

Version vom 30. Mai 2006, 11:14 Uhr

Herkunft und Bedeutung

Heil ist ein veraltetes Wort und drückt Begnadung, Erfolg, Ganzheit oder Gesundheit oder aber in religiöser Bedeutung Erlösung aus. Abwandlung des Wortes finden sich in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen (z.B.: "Waidmanns Heil!" oder "heilsam").

Der religiöse Sinn von Heil liegt im Sinne von "heilsam" oder "heilig", auch in den Vorstellungen von Erlösung (vom "Ewigen Heil").

Heil bezeichnete ursprünglich eine gemeingermanische Vorstellung, welche die persönliche Eigenschaft bezeichnete, allgemein eine glückliche Hand bei Allem zu haben oder speziell z.B. einen grünen Daumen zu haben, kurz: 'Glück' über eine bloße Glückssträhne hinaus zu haben. "Heil" zu haben, war nicht damit identisch, tüchtig oder tapfer zu sein - vgl. dazu ähnlich magisch besetzte Begriffe wie Tyche, Fortuna ("Fortüne"), Schicksal. Antonym zum "Heil" war und (eingeschränkt) ist "Unheil" (vgl. Pech). Frühmittelalterliche Königssippen ("stirps regia"), allen voran die fränkischen Merowinger, beriefen sich zur Legitimation der Vormachtstellung ihrer Sippe auf das ihnen innewohnende Königsheil. Ein für Zeitgenossen deutlich erkennbares Ausbleiben von Erfolg konnte als Verlust dieses Heils gewertet werden und zu einem Machtwechsel führen.

Varianten des Namens

Geographische Verteilung

Geogen map heil.png


Bekannte Namensträger

Namensträger

Geographische Bezeichnungen

Heilbach

Heilenbach

Heilingen

Heilbronn

Heilsbronn

Heilshoop

Heraldik (Wappenkunde)

Weblinks

Private genealogische Homepage mit Heil aus Hessen