Mitteilungen aus der Geschichte von Rüppurr/125: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit Johann August von Phull ist das Geschlecht in | Mit ''Johann August'' von Phull ist das Geschlecht in württembergische | ||
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Feldmarschall-Leutnant und Generalinspektor der Kavallerie des | Feldmarschall-Leutnant und Generalinspektor der Kavallerie des | ||
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Phull trat zuerst in preußischen Dienst, dann nach den Tagen bei | Phull trat zuerst in preußischen Dienst, dann nach den Tagen bei | ||
Jena in russischen, in dem er 1812 an dem großen Rückzugsplan der | Jena in russischen, in dem er 1812 an dem großen Rückzugsplan der | ||
russischen Armee mitarbeitete und damit zu dem bekannten | russischen Armee mitarbeitete und damit zu dem bekannten Rückzug | ||
Napoleons aus russischem Boden Anteil nahm. Ein jüngerer Bruder | Napoleons aus russischem Boden Anteil nahm. Ein jüngerer Bruder | ||
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Wie das Geschlecht erlosch, so ist auch sein Stammschloß, nachdem
es 1689 im orleans'schen Krieg von den Franzosen übel zugerichtet
worden war, verschwunden. Nur die großen Okonomiegebäude
und ein Teil der Beamtenhäuser, sowie ein neues Wirtshaus „zum
Schloß Rüppurr” erinnern an früheren Namen und Besitz.
1782 kam es nach dem Erlöschen des Riedbur'schen Mannesstammes zu einem verwickelten Lehensprozeß zwischen der Familie von Reischach und der letzten Erbtochter Philippine Charlotte von Rieppur. Sie vermählte sich 1788 mit dem nachmaligen Staatsminister Freiherrn Ernst von Phull, geboren in Ludwigsburg, aus einem Geschlecht des wendischen Adels, das seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts vorkommt und durch tapfere Soldaten wie durch tüchtige Diplomaten mit der brandenburg-preußischen Geschichte enge verbunden ist. Im dreißigjährigen Krieg brachte der Anschluß an Gustav Adolf, durch dessen Leibpagen, den spätern Oberst Adam von Phull, der 1642 wegen Zurücksetzung hinter Torstenson seinen Abschied nahm, neuen Ruhm. Dessen Bruder Kurt Bertram von Phull war als Widersacher des Grafen Schwarzenberg, der unter dem Kurfürsten Georg Wilhelm beinahe allmächtig war, allgemeiner bekannt und hatte nach dessen Sturz großen Einfluß.
Mit Johann August von Phull ist das Geschlecht in württembergische Dienste getreten. Er wurde herzoglich württemberg General- Feldmarschall-Leutnant und Generalinspektor der Kavallerie des Schwäbischen Kreises; er starb 1746. Sein Sohn war württemberg. Generalleutnant und dessen Sohn Freiherr Karl Ludwig von Phull trat zuerst in preußischen Dienst, dann nach den Tagen bei Jena in russischen, in dem er 1812 an dem großen Rückzugsplan der russischen Armee mitarbeitete und damit zu dem bekannten Rückzug Napoleons aus russischem Boden Anteil nahm. Ein jüngerer Bruder von ihm ist der oben genannte Joh. August.
1826 wurde der Prozeß wegen der Lehensfolge von Obermönsheim in zweiter Instanz auf dem Wege des Vergleichs beendigt. Es wurden 42 000 fl von der Rüppurrer Erbtochter an die Reischach ausbezahlt.
1848 war ein Herr von Phull General und während 6 Wochen Kriegsminister. Der letzte auch dieses Geschlechts ist Freiherr Eduard von Phull-Rieppur, geboren 1857 auf Obermönsheim.