Drift (Vieh): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 1. November 2015, 18:18 Uhr
Hierarchie: Regional > HRR > Historische deutsche Staaten > Wirtschaft > Landwirtschaft > Drift (Vieh)
Bedeutung
Drift beteutet die Treibung (driven) oder den Treibweg (Drivtweg) des Viehs (Schwenherde, Schafherde) zu einem bestimmten Weideplatz (in der lokalen Mark) oder den unbestimmten Treibweg des Viehs (Schafherde) über Land zu einem jeweils unbestimmten Weideplatz.
Zulassung zur Mastdrift
Nur Schweine, welche z.B. nach der lokalen Markenordnung zur "Jacobs miß über den Trogh beutt" zu St. Jakob (25. Juli d.J.) über den Trog des Markenberechtigten gebeugt waren, (eigene Tennenfütterung) durften aufgetrieben weden. Es handelte sich um die "Diäl-tucht" (Tennenzucht von Vieh, besonders Schweine, welche als „Trogschweine“ im Haus des Markenberechtigten gefüttert worden waren). Im Gegensatz zu ihnen durften zugekaufte Schweine nicht in die Mark zur Mast getrieben werden.
Beispiel: Driftgerechtigkeit
Hülsberger Mark: Die Hinddrift: Jacobs miß über den Trogh beutt , als die von Strünkede zu haben pfleget….
Streitigkeiten um die Drift
- 1510 Januar 26, op den saterdach nest na paili Conversionis dage. Vor dem Richter zu Recklinghausen, Johann Steymwerch, gehaltene Gerichtssprache, in Sachen des Johan von Raisfelt betr. die "Drifft" und Gerechtigkeit, der Zucht von Pferden, Kühen, Schweinen für das Haus Ostendorf im Kspl. Lippramsdorf (wohl in der Hülsberger Mark). Es sagen aus: Alart Molner, Wessel op der Hustede, Johan Hürfelt, Johan Varenstege, Cop van Hamme, Berent van Ermellen, Balthasar Hesse, Wessel Vunck, Evert Vunck, Johan van Lynde und Johan Schonebecke. Zeugen: Berthold van Varssen, Wennemar van der Hambecke, Herman Reckeman.
- Archiv Haus Lembeck, Urkunde Nr. 947