Dornstetten (Württemberg): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 21. August 2006, 09:36 Uhr
Vorlage:Begriffserklärungshinweis
Hierarchie
Regional > Deutschland > Baden-Württemberg > Landkreis Freudenstadt > Dornstetten (Württemberg)
Einleitung
Allgemeine Information
Die Gesamtfläche der Stadt beträgt 2421 ha, davon 38% Wald. In den drei Stadtteilen leben ca. 8500 Einwohner.
Politische Einteilung
Die Stadt Dornstetten vereinigte sich bei der Gemeinereform am 1. Januar 1975 mit den bisdahin selbständigen Gemeinden Aach und Hallwangen.
Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
Evangelische Kirchen
- -Auszug aus dem Dornstetter Heimatbuch-
Geschichte der Martinskirche
Die Martinskirche ist ein spätgotisches Bauwerk aus der Zeit des Grafen Eberhard. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche und der Pfarrei zu Dornstetten stammt vom 12. November 1267. In den Turm ist am Nordeingang ein Stein mit der Inschrift "Anno domini 1490" eingemauert, in diesem Jahr wurde die Kirche nach dem Stadtbrand wieder aufgebaut. Beim großen Stadtbrand am 8.Mai 1676 ist die Kirche bis auf den Steinturm und die Grundmauern vollständig ausgebrannt. Im Netzgewölbe des Chors sind auf herausragenden Steinen Bilder der Apostel eingemeißelt. Die oberen Schlusssteine tragen Bilder von Maria, dem heiligen Martin, nach dem die Kirche benannt ist, und vom württembergischen Wappen. Das mittlere Chorfenster zeigt den auferstandenen Christus.
Die Kirchenglocken
Im Jahr 1535 bekam Dornstetten eine Zeitglocke und eine dazu gehörende Uhr. Die damaligen Uhren waren einfach. Sie schlugen die Zeit auf einer Glocke an und konnten nicht geläutet werden. Beim Stadtbrand am 8. Mai 1676 schmolzen die Kirchenglocken. In Zusammenarbeit des Kirchenbaumeisters Martin aus Calw und dem Glockengießer Arnoult aus Lothringen entstand die neue Glocke, die heute noch erhalten ist. Diese Glocke wiegt 33 Zentner, hat einen Durchmesser von 140 Zentimeter und trägt folgende Inschrift: "Das fewr hatt mich verzehrt im fewr bin ich gegossen durchs fewr bin ich bewehrt und klinge unverdrossen und Arnoult goß mich S.P. F.R.Mr.J.G.Ramsler Past. MG. F. Buob. Vogt J.D. Frisch. Stadtschreiber Lenz. Bürgermeister J.Weßner J.G.Schweikhlin P.R.M.E. Kopp."
Im Jahr 1768 zersprang die mittlere Glocke. Die neue Glocke wurde von Peter Becker in Stuttgart gegossen. Sie wog 470 kg und hatte einen Durchmesser von 90 cm. Im Ersten Weltkrieg mußten die zwei kleineren Glocken abgegeben werden. Sie wurden 1920 durch zwei neue Glocken der Firma Kurtz aus Stuttgart ersetzt. 1942 mußten die drei kleinsten Glocken abgeliefert werde, darunter befand sich auch die Glocke des Meister Beckers. Es wird angenommen, daß die Beckerglocke aus dem Lager in Hamburg gestohlen wurde, und vielleicht heute noch in einer Kirche in Norddeutschland hängt. Heute hängen in der Kirche vier Glocken mit der Tonfolge es-g-b-c. Die jetzige zweitgrößte Glocke wiegt 18 Zentner und hat einen Durchmesser von 110 cm. Die kleinste Glocke, das "Taufglöcklein", hat die Inschrift: "Lasset die Kindlein zu mir kommen"
Katholische Kirchen
- -Auszug aus dem Dornstetter Heimatbuch und aus aktuell von Rüdiger Seyler-
Geschichte der katholischen St. Franziskuskirche
Patron der katholischen Kirche ist der heilige Franz von Assissi. Er wurde gewählt, weil die franziskanische Bewegung schon im Mittelalter einen Sitz in Dornstetten hatte:
Die graue Sammlung der Franziskanerinnen im Kloster an der Mauer.
Warum wurde überhaupt eine neue katholische Kirche in Dornstetten gebaut?
Seit der Reformation lebten in Dornstetten keine oder nur vereinzelt und zeitweise Katholiken in der alten württembergischen Stadt. Nach Ende des ersten Weltkrieges begann sich die Situation langsam zu verändern. Nach 1945 wurde der Prozess durch die politischen und sozialen Umwälzungen noch beschleunigt. Das Anwachsen der katholischen Bevölkerung Dornstettens wurde hauptsächlich durch drei Faktoren bestimmt: Einheirat, berufliche Gründe (bes. nach Dornstetten versetzte Staatsbedienstete und einige freie Unternehmer) und Heimatvertriebene. So betrug 1950 die Zahl katholischer Einwohner Dornstettens 168, das entsprach einem Anteil von 9% der Stadt-bevölkerung. Dazu kamen noch Katholiken, die nur zeitweise in der Stadt wohnten, wie während des Krieges Kinder im Zuge der Kinderlandverschickung, Evakuierte und Mädchen des Reichsarbeitsdienstes und nach 1945 Absolventen der Staatlichen Forstschule und in zunehmenden Maße Sommergäste.
Bis in den Krieg hinein mussten die Dornstetter Katholiken den Gottesdienst in den umliegenden Gemeinden besuchen (Freudenstadt, Lützenhardt, Bittelbronn, Horb). Am 11. November 1941 wurde erstmalig seit der Reformation wieder ein katholischer Gottes-dienst in Dornstetten gefeiert. Als Ort diente die alte Turn- und Festhalle, der Gasthof Ochsen, die damalige Realschule (heutige Grundschule) und sogar die Martinskirche, die schon damals vom Stadtpfarrer Daxer der katholischen Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche wurde aber immer stärker. Nach schwieriger Suche nach einem geeigneten Baugelände konnte das Grundstück Im Höfle im Sommer 1952 erworben werden. Am 18. März 1953 genehmigte das bischöfliche Bauamt den Bau, der nach Plänen des Architekten Basten (Tübingen-Lustnau) errichtet wurde. Bereits am 7. April 1953 begannen die Bauarbeiten durch Fa. Mattes. Ein erstes Fest für die neu entstehende Gemeinde war die Grundsteinlegung am 10. Mai desselben Jahres durch Dekan Wagner aus Weitingen. Die Bauarbeiten schritten so rasch voran, dass bereites am 23. Juli Richtfest gefeiert werden konnte und am 4. Oktober, dem Gedenktag des Kirchenpatrons Franziskus, erfolgte die Weihe durch Weihbischof Sedlmeier.
Ohne das Engagement zahlreicher Menschen hätte der Bau damals nicht verwirklicht werden können. Maßgeblichen Anteil hatte dabei der damalige Freudenstädter Pfarrer Ludwig Jung, der mit dem notwendigen Nachdruck das Bauvorhaben gegenüber den bischöflichen Behörden in Rottenburg vertrat. Überdurchschnittlich engagierte sich auch Studiendirektor Otto Feinäugle, der als Rechnungsführer und Bettelprediger unermütlich tätig war, um das notwendige Geld aufzutreiben. Dennoch, dass nur wenige Jahre nach dem Krieg diese Kirche gebaut werden konnte, wäre ohne Matthias Mattes nicht möglich gewesen. Als Bauunternehmer führte er nicht nur die Arbeiten durch, sondern engagierte sich auch finanziell in erheblichem Maße. Der Bau dieser Kirche war für ihn persönlich auch ein Gedächtnis an seine drei Söhne, die alle in Russland gefallen sind. Aber die gesamte Gemeinde beteiligte sich in einem Maße, die heute noch Bewunderung verdient. Viele Gemeindemitglieder beteiligten sich damals an der Aktion „Baustein für die Kirche", bei der sie sich verpflichteten jeden Monat für den Kirchenbau eine Mark zu spenden. Dies bedeutete gerade für viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene ein großes Opfer. Am 29. April 1954 vermerkte Pfarrer Jung in seinem Abschlußbericht nach Rottenburg, dass die Kirche, samt Inneneinrichtung für 100.000 DM errichtet worden war.
Mit der Zeit konnte die Kirche weiter ausgestattet werden. Nachdem bereits im November 1953 zwei Glocken angeschafft worden waren, konnte 1958 mit einer dritten Glocke das Geläut vervollständigt werden, das in seinem Klang auf die Glocken der Martinskirche abgestimmt ist. Ende der sechziger Jahre wurde dann noch das Harmonium durch eine Orgel ersetzt.
Der Bau der Kirche: kurze Chronik
16. November 1941: erster katholischer Gottesdienst im Gemeindesaal der städtischen Turnhalle in Dornstetten
1949 erste Sammlungen für einen Kirchenbau
11. November 1951: Eingabe an das Bürgermeisteramt mit der Bitte um einen Bauplatz
16. April und 3.Juni 1952 Kaufverträge über den Erwerb eines Bauplatzes am Brunnenberg
10. Mai 1953 Grundsteinlegung ab 14. Juni Bettelpredigten
23. Juli 1953 Richtfest
4. Oktober 1953 Einweihung durch Weihbischof Sedlmeier
22. November 1953 Glockenweihe
Geschichte
Im Codex Laureshamensis (Lorscher Codex)enthält erstmals den Namen Dornstetten:
Villa stedden im Tornegowe = Ort Stedden im Dornengau
Alte Oberamtsstadt, 767 erstmals erwähnt und zwischen 1267 und 1276 zur Stadt erhoben.
aus dem Dornstetter Heimatbuch
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
Weblinks
http://www.dornstetten.de - Stadtverwaltung
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
Dieses Bild gehört zum Ort mit der GOV-Kennung DORTENJN48GL | |
http://gov.genealogy.net/item/show/DORTENJN48GL
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