Gericht Werne: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahre  1849  wurde  das  Gericht  aufgelöst.  Werne  behielt nur  zwei  Gerichtskommissionen,  die  dem Kreisgericht  in Recklinghausen angegliedert  waren.  Bei  Aufhebung  dieses Kreisgerichts  im Jahre  1851 wurde  Werne  mit  einer  Gerichtskommission dem Kreisgericht  in Lüdinghausen angegliedert. Die  nötigen  Geschäftsräume  stellte  die  Stadt  gegen eine Miete von  jährlich 100  Talern zur  Verfügung.
Im Jahre  1849  wurde  das  Gericht  aufgelöst.  Werne  behielt nur  zwei  Gerichtskommissionen,  die  dem Kreisgericht  in Recklinghausen angegliedert  waren.  Bei  Aufhebung  dieses Kreisgerichts  im Jahre  1851 wurde  Werne  mit  einer  Gerichtskommission dem Kreisgericht  in Lüdinghausen angegliedert. Die  nötigen  Geschäftsräume  stellte  die  Stadt  gegen eine Miete von  jährlich 100  Talern zur  Verfügung.


===[[Amtsgericht Werne]]===
Im Jahre  1879  erhielt  Werne  ein Amtsgericht,  welches zunächst  im  alten Rathaus  untergebracht  war. Im Jahre  1932  gab  die  Justizverwaltung  das  Rathaus  wegen Baufälligkeit  an die  Stadt  zurück  und  erhielt  von dieser das vom Amtsgericht benutzte städtische Gebäude Capellerstr. 31 zunächst mietweise bis zum Jahre 1962 überlassen. Für den Neubau eines Gerichtsgebäudes hat die Stadt zur Förderung eigener Gemeindeinteressen dem Fiskus durch Vertrag vom 25.02.1956 ein Baugrundstück entlang der Bundesstrasse 54 und  Bahnhofstrasse  unentgeltlich  übereignet,  wogegen dieser sich verpflichtet hatte auf diesem Geöände spätestens 1959 mit der Errichtung eines neuen Gerichtsgebäudes zu beginnen.
Im Jahre  1879  erhielt  Werne  ein Amtsgericht,  welches zunächst  im  alten Rathaus  untergebracht  war. Im Jahre  1932  gab  die  Justizverwaltung  das  Rathaus  wegen Baufälligkeit  an die  Stadt  zurück  und  erhielt  von dieser das vom Amtsgericht benutzte städtische Gebäude Capellerstr. 31 zunächst mietweise bis zum Jahre 1962 überlassen. Für den Neubau eines Gerichtsgebäudes hat die Stadt zur Förderung eigener Gemeindeinteressen dem Fiskus durch Vertrag vom 25.02.1956 ein Baugrundstück entlang der Bundesstrasse 54 und  Bahnhofstrasse  unentgeltlich  übereignet,  wogegen dieser sich verpflichtet hatte auf diesem Geöände spätestens 1959 mit der Errichtung eines neuen Gerichtsgebäudes zu beginnen.



Version vom 28. März 2016, 10:42 Uhr

Amtsgericht Werne, Gerichtswesen im Münsterland: In oft kurzen Zeitabschnitten erlebten wir im Münsterland unterschiedliche, oft gegensätzliche politische Systeme: Feudalismus, Einzug der Moderne unter Napoleon, preußisches Kaiserreich, Weimar, NS-Staat, Besatzungsregime die Bundesrepublik. Dabei wurden Rechtsordnungen wie Wäschestücke gewechselt. Was blieb waren die Juristen und nahezu sämtliche Führungsstäbe des jeweiligen Systems.

Historische Hierarchie

Regional > Historische deutsche Staaten >

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Werne 1900: Amtsgericht im Rathaus, Tagungsstätte von Stadtrat, Rats- und Scabinatsgericht (Schöffengericht). Vor dem Gebäude befand sich früher auch die öffentliche Waage und der Pranger

Zeitschiene vor 1803

Wann Werne Stadtrecht erhalten hat, ist nicht bekannt, in Jahre 1275 wird aber schon ein bischöfliches Stadtgericht erwähnt. In den Jahren 1362, 1363 und 1385 finden wir das Jahrmarkts- und Wigboldrecht bestätigt, seit der Bildung des Rats bei Entstehung des Wigbolds Werne bestand ein Ratsgericht, auch Ratsbank, Ratsstuhl oder Ratstafel genannt. Die Zuständigkeit des Gerichts war in "Willküren" festgelegt, die auf Senden von Rat und Gemeinheit beschlossen und zuletzt als "Plebiscitum Wernense" regelmässig den Bürgern vorgelesen wurden.

Rechtgrundlage

Allgemeines Recht

Markenrecht

  • Lokal, sich zeitlich entwickelnde unterschiedliche Markenrechte.

Regionalgerichte

Vor der Säkularisation waren im Bezirk des Amtgerichts Werne folgende Gerichte zuständig:

1776 Amtsverwaltung

Amt Werne und Amt Lüdinghausen, Gericht, Beamte, Amtsbediente, Nebenbediente:

1796 Gericht Werne

Amt Werne (historisch), Gericht, Beamte, Amtsbediente, Nebenbediente:

  • 1796 Richter: Herm. Anton Stroband B.R.D.
  • 1796 Gerichtsschreiber: Ferdinand Deutz
  • 1796 Fiskus: Friedr. Anton Aulike
  • 1796 Procurator: Franz Adrian Zumbusch
  • 1796 Procurator: Adam Schulz
  • 1796 Gerichtsogt zu Werne, Hövel und Bokum: Bern. Dietrich Averdunck
  • 1796 Gerichtsogt zu Olfen, Bork und Altenlünen:Stephan Bomholt

1796 Im Kirchspiel Altenlühnen

  • 1796 Rec.: Franz Jos. Edmund Fuisting
  • 1796 Führ.: Johann Godfried Tilmann

1796 Im Kirchspiel Bockum

  • 1796 Rec.: Herm. Anton Stroband

1796 Im Kirchspiel Bork

  • 1796 Rec.: Franz. Jos. Edmund Fuisting
  • 1796 Führ.: Bernard Anton Ortmann

1796 Im Kirchspiel Herbern

  • 1796 Führ.: Joh. Henrich Westhof

1796 Im Kirchspiel Hövel

  • 1796 Rec.: Hermann Ludolph Freye
  • 1796 Führ.: Friedrich Hesselmann

1796 Im Kirchspiel Olfen

  • 1796 Rec.: Ferdinand Blumenrother
  • 1796 Führ.: Friedrich Wesselmann

1796 Im Kirchspiel Werne

  • 1796 Rec.: Hermann Anton Stroband
  • 1796 Führ.: Gerard Henrich Sendermann [3]

1802 Gericht Werne

Amt Werne (historisch), Gericht, Beamte, Amtsbediente, Nebenbediente:

  • 1802 Richter: Anton Stroband J.U.D.
  • 1802 Gerichtsschreiber: Ferdinand Deutz
  • 1802 subst. Gerichtsschreiber: Joh. Christ. Schever
  • 1802 Fiskus: Friedr. Anton Aulike
  • 1802 Procurator: Franz Adrian Zumbusch
  • 1802 Procurator: Adam Schulz
  • 1802 Gerichtvogt zu Werne und Bokum: Bern. Dietrich Averdunck

1802 Im Kirchspiel Altenlühnen

  • 1802 Rec.: Friedr. Jos. Edmund Füsting
  • 1802 Führ.: Johann Godfried Tilmann

1802 Im Kirchspiel Bockum

  • 1802 Rec.: Dem. Theodora Stroband
  • 1802 Führ.: Johan Rehers

1802 Im Kirchspiel Bork

  • 1802 Rec.: Fr. Jos. Edmund Füsting
  • 1802 Führ.: Bernd Anton Ortmann

1802 Im Kirchspiel Herbern

  • 1802 Rec.: Joh. Henrich Westhof
  • 1802 Führ.: Bernd Woltering

1802 Im Kirchspiel Hövel

1802 Im Kirchspiel Olfen

  • 1802 Rec.: Ferdinand Blumenrother
  • 1802 Führ.: Wilhelm Erftenmeyer

1802 Im Kirchspiel Werne

  • 1802 Rec.: Franz Stroband
  • 1802 Führ.: Gerard Henrich Sondermann [4]

Landesherrlich gesetzliche Grundlagen

Sammlung der Gesetze und Verordnungen, welche in dem Königlich Preußischen Erbfürstenthume Münster und in den standesherrlichen Gebieten Horstmar, Rheina-Wolbeck, Dülmen und Ahaus-Bocholt-Werth über Gegenstände der Landeshoheit, Verfassung, Verwaltung und Rechtspflege, welche vom Jahre 1359 bis zur französischen Militair-Occupation und zur Vereinigung mit Frankreich und dem Großherzogthume Berg in den Jahren 1806 und resp. 1811 ergangen sind

Zeitschiene nach 1802

Französische Zeit

Mairien 1812

Preußische Gerichtsbarkeit

Im Jahre 1815 wurde Werne Sitz eines Land- und Stadtgerichts. Gericht und Gefängnis waren untergebracht im alten städtischen Rathaus, welches die Stadt eigens für diesen Zwecke umgebaut hatte. Zunächst hatte sie sich die Mitbenutzung der Gefängnisräume und einen Raum für die Bürgerwache vorbehalten, durch Vertrag vom 09.02.1838 dann aber das ganze Gebäude der Justizverwaltung vermietet.

Im Jahre 1849 wurde das Gericht aufgelöst. Werne behielt nur zwei Gerichtskommissionen, die dem Kreisgericht in Recklinghausen angegliedert waren. Bei Aufhebung dieses Kreisgerichts im Jahre 1851 wurde Werne mit einer Gerichtskommission dem Kreisgericht in Lüdinghausen angegliedert. Die nötigen Geschäftsräume stellte die Stadt gegen eine Miete von jährlich 100 Talern zur Verfügung.

Amtsgericht Werne

Im Jahre 1879 erhielt Werne ein Amtsgericht, welches zunächst im alten Rathaus untergebracht war. Im Jahre 1932 gab die Justizverwaltung das Rathaus wegen Baufälligkeit an die Stadt zurück und erhielt von dieser das vom Amtsgericht benutzte städtische Gebäude Capellerstr. 31 zunächst mietweise bis zum Jahre 1962 überlassen. Für den Neubau eines Gerichtsgebäudes hat die Stadt zur Förderung eigener Gemeindeinteressen dem Fiskus durch Vertrag vom 25.02.1956 ein Baugrundstück entlang der Bundesstrasse 54 und Bahnhofstrasse unentgeltlich übereignet, wogegen dieser sich verpflichtet hatte auf diesem Geöände spätestens 1959 mit der Errichtung eines neuen Gerichtsgebäudes zu beginnen.

Gerichtstage wurden 1957 in Bockum-Hövel und Herbern abgehalten. [1]

Preußisches Provinzialrecht

Land- und Stadtgericht Werne

  • Direktor: v. Detten (1835-1843)
  • Direktor: Honthumb (1832/33-1849)
  • Land- und Stadtrichter: Strobandt (1815-1835)
  • Land- und Stadtrichter: Koppers (1815-1819)
  • Land- und Stadtrichter: Dierick Ass. (1820/23-1836/37)
  • Land- und Stadtrichter: Hosius (1823-1832/33)
  • Land- und Stadtrichter: Sprickmann=Kerkerinck OLGAsSo (1832/33-1835)
  • Land- und Stadtrichter: Versen OLGAss. (1835-1846/47)
  • Land- und Stadtrichter: Schmitz OLGAss. (1843-1849)
  • Land- und Stadtrichter: Hellweg (1846/47-1849)

Kreisgerichtskommission Werne

  • Kreisrichter: Schmitz (1849-1862)
  • Kreisrichter: Sprickmann-Kerkerinck (1849-1866)
  • Kreisrichter: Windthorst (1866-1873/74)
  • Kreisrichter: Müll (1873-1875)
  • Kreisrichter: Hempel (1875-1877)
  • Kreisrichter: Doberstein (1877-1879)
  • Kreisrichter: Grf .v. Korff-Schmising (1879)

Amtsgericht Werne

  • AG-Direktor: AG-Direktor: Biesing 1933-1941 u. 1946-1953 AG-Rat s. 1953 OAR, seit 1957-? AGDir.)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Graf v. Korff-Schmising (1879-1912)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Kligge (1912-1913)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Gunst (1913-1920)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Beilenberg (1914-1920)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Roth (?-1915)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Upmeyer (1915-1926)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Dr. Ispharding (1920-1926)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Heitmeyer (1920-1926)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Schlichthorle (1926-1928)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Dr. Schulze-Heil (1926-1933)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Keinhorst (1929-1934)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Sieke (1934-1944)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Dr. Wiedeloh (1942-?)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Speitel (1956-?)
  • Amtsrichter/Amtsgerichtsrat: Dr. Höher (1955-?)

Archiv

Bibliografie

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Quelle: Oppenheim, Karl:Das Gerichtswesen im Münsterland (1954)
  2. Quelle: 1776 Adreßcalender des Hochstifts Münster. Hrsg. Coppenrath
  3. Quelle: 1796 Hochstift Münsterischer Hof- u. Adreßkalender
  4. Quelle: 1802 Hochstift Münsterischer Hof- u. Adreßkalender
  5. Quelle: Schmidt, Charles: Le Grand- Duche de Berg 1806-1813)
  6. Quelle: Schlüter, Clemens August Provinzialrecht des Fürstenthums Münster...- (Leipzig 1829)

Weblinks

Offizielle Webseiten

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung object_287483
Name
  • Werne
Typ
  • Amtsgericht (- 1979-12-31) Quelle
Karte
   

TK25: 4311

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Dortmund (1975-01-01 - 1979-12-31) ( Landgericht) Quelle

Münster (- 1974-12-31) ( Landgericht) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Werne, Werne a.d. Lippe
         Stadt
WERRNEJO31TQ (- 1979-12-31)
Altlünen
         LandgemeindeGemeinde
ALTNENJO31SP (1895-12-02)
Bockum
         LandgemeindeGemeinde
BOCKUMJO31UQ (1895-12-02)
Hövel
         LandgemeindeGemeinde
HOVVELJO31VQ (1895-12-02)
Herbern
         LandgemeindeGemeinde
HERERNJO31TR (1895-12-02)
Capelle, Kapelle
         LandgemeindeGemeinde
CAPLLEJO31TR (1895-12-02)
Stockum
         LandgemeindeGemeinde
STOKUMJO31UQ (1895-12-02)
Werne, Kirchspiel, Werne, Landgemeinde
         Landgemeinde
WERANDJO31TP (1895-12-02)