Schwallenberg (Hof): Unterschied zwischen den Versionen

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=== Frühe Neuzeit ===
=== Frühe Neuzeit ===
====Reformation und Glaubensspaltung====
Im Jahre 1540 bewohnte die Witwe Schwahlenberg mit Knecht und drei Deensten den Hof. Im Backhause wohnte ein Ludwig mit seiner Ehefrau.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>
Im Jahre 1540 bewohnte die Witwe Schwahlenberg mit Knecht und drei Deensten den Hof. Im Backhause wohnte ein Ludwig mit seiner Ehefrau.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>


Der Hof Schwahlenberg war 1723 hörig an v. Böselager auf Honeburg. Die Kotten zum Schwahlenberge und Schnetlage werden dort 1561 erwähnt.
Der Hof Schwahlenberg war 1723 hörig an v. Böselager auf Honeburg. Die Kotten zum Schwahlenberge und Schnetlage werden dort 1561 erwähnt.
Im Jahre 1601 bewohnten den Hof Hinrich und Grete Schwahlenberg mit der Tochter Trine und Hinrichs Brüdern Johan und Schweer.  
Im Jahre 1601 bewohnten den Hof Hinrich und Grete Schwahlenberg mit der Tochter Trine und Hinrichs Brüdern Johan und Schweer.  
Während des Dänisch-niedersächsischer Krieges hielt Bischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wilhelm_von_Wartenberg Franz Wilhelm von Wartenberg] im Jahre 1628 Einzug in Osnabrück. Ab diesem Jahr wurde in Osnabrück begonnen, die Petersburg als Verteidigungsanlage zu errichten. Entsprechend benötigte der Landesherr Mittel und ließ von den Vögten Kontributionen eintreiben. Im Kontributionsregister für 1628 wird Schwalenborch als relativ guter Zahler aufgeführt, denn er führte 1628 für 9 von 12 Monaten seine Zahlungen ab.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück:  '''Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703''', Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57003 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>


Am 31. März 1652, Ostersonntag, nahmen Schwalenberg, dessen Ehefreau, sowie der Schneider Henrich, der Knecht Ludike und Elsche Vorenholtz an der Osterkommunion in der St. Alexanderkirche teil. <ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II">NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II (1652): '''Volkszählung in der Diözese Osnabrück mit besonderer Berücksichtigung der Konfession - Dekanate Fürstenau, Grönenberg, Iburg (Kirchspiel Oesede), Osnabrück und Vörden''', S. 97-101.</ref>
Am 31. März 1652, Ostersonntag, nahmen Schwalenberg, dessen Ehefreau, sowie der Schneider Henrich, der Knecht Ludike und Elsche Vorenholtz an der Osterkommunion in der St. Alexanderkirche teil. <ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II">NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II (1652): '''Volkszählung in der Diözese Osnabrück mit besonderer Berücksichtigung der Konfession - Dekanate Fürstenau, Grönenberg, Iburg (Kirchspiel Oesede), Osnabrück und Vörden''', S. 97-101.</ref>

Version vom 6. Januar 2021, 03:14 Uhr

Übersicht

Anschrift:                  
Alte Anschrift:             
Heutiger Eigentümer:        
Heutige Nutzung:     
Namensformen:               Schwahlenberg, Schwalenborg, Swalenberg (1561)
Namensursprung:             von Swale, die Uferschwalbe
Weitere Hofnamen:           
Erste Erwähnung:            
Früherer Hofstatus:         Vollerbe. 
Koordinaten N/O:

Entwicklungsgeschichte

Der Hof Schwalenberg bildete zusammen mit dem Wallenhorster Meyerhof, Heidemann und Brüggemann den Kern des "Alten Dorfs" von Wallenhorst.

Frühe Neuzeit

Reformation und Glaubensspaltung

Im Jahre 1540 bewohnte die Witwe Schwahlenberg mit Knecht und drei Deensten den Hof. Im Backhause wohnte ein Ludwig mit seiner Ehefrau.[1]

Der Hof Schwahlenberg war 1723 hörig an v. Böselager auf Honeburg. Die Kotten zum Schwahlenberge und Schnetlage werden dort 1561 erwähnt. Im Jahre 1601 bewohnten den Hof Hinrich und Grete Schwahlenberg mit der Tochter Trine und Hinrichs Brüdern Johan und Schweer.

Während des Dänisch-niedersächsischer Krieges hielt Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg im Jahre 1628 Einzug in Osnabrück. Ab diesem Jahr wurde in Osnabrück begonnen, die Petersburg als Verteidigungsanlage zu errichten. Entsprechend benötigte der Landesherr Mittel und ließ von den Vögten Kontributionen eintreiben. Im Kontributionsregister für 1628 wird Schwalenborch als relativ guter Zahler aufgeführt, denn er führte 1628 für 9 von 12 Monaten seine Zahlungen ab.[2]

Am 31. März 1652, Ostersonntag, nahmen Schwalenberg, dessen Ehefreau, sowie der Schneider Henrich, der Knecht Ludike und Elsche Vorenholtz an der Osterkommunion in der St. Alexanderkirche teil. [3]

Neuzeit

Im Jahre 1851 verließ die verwitwete Colona Schwalenberg mit ihren vier Kindern den Hof.

Gebäude und Bewohner

Leibzucht

1601 lebten in der Leibzucht als Hüsselten das Ehepaar Herman und Trine mit ihrer Großmutter Anna und die Magd Trine.[4]

Zur Zeit der ersten Volkszählung im Fürstbistum Osnabrück übt 1772 Henrich Laermann das Handwerk des Tischlers aus und beschäftigt einen Gesellen und einen Lehrburschen. Ebenfalls in der Leibzucht wohnte zu dieser Zeit der Schneider Jürgen Hörnschemeyer.[5]

Kotten

Nach der Befreiung von den napoleonischen Truppen wurde im Kirchspiel Wallenhorst eine Armenkommission zur effektiveren Unterstützung der Armen eingerichtet.[6] Aus den in Kollekten gesammelten Mitteln wird 1817 der in Schwalenbergs Kotten wohnenden Witwe Sander eine Unterstützung bewilligt.

Viehstand

  • 1557:8 Kühe, 4 Rinder, 14 Schafe, 7 Schweine, 5 Pferde.[1]
  • 1561:7 Kühe, 4 Rinder, 15 Schafe, 10 Schweine, 5 Pferde, 2 Enter.[4]

Ahnengalerie

Quellen

  1. 1,0 1,1 Jellinghaus, Hermann (1924): Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück, J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.
  2. Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703, Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, als Digitalisat bei Arcinsys
  3. NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II (1652): Volkszählung in der Diözese Osnabrück mit besonderer Berücksichtigung der Konfession - Dekanate Fürstenau, Grönenberg, Iburg (Kirchspiel Oesede), Osnabrück und Vörden, S. 97-101.
  4. 4,0 4,1 Albers, Andreas (2016): Ein Viehschatzregister aus dem Jahre 1561, in: Bürgerverein Wallenhorst e.V. (Hrsg.), Wallenhorster Geschichten, Band 3, S. 27-33, Druckhaus Bergmann GmbH, 2016, ISBN 978-3-9815941-2-6.
  5. Albers, Andreas (2016): Die erste Volkszählung in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte der Gemeinde Wallenhorst (Hrsg): Wallenhorst: Ortsgeschichte in Schlaglichtern. Druckhaus Bergmann, Osnabrück, ISBN 978-3-9815941-6-4.
  6. Albers, Andreas (2016): Von den Armen und Armenjägern in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte der Gemeinde Wallenhorst (Hrsg): Wallenhorst: Ortsgeschichte in Schlaglichtern. Druckhaus Bergmann, Osnabrück, ISBN 978-3-9815941-6-4.