Feltmöller (Hof): Unterschied zwischen den Versionen

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== Übersicht ==
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Anschrift:                 
Alte Anschrift:             
Heutiger Eigentümer:        Bohnenkemper (1961)
Heutige Nutzung:   
Namensformen:              Feltmoller, tho Veltmoller, Velemoller, Veltmolner, Veltmolen, Veltmöller
Namensursprung:           
Weitere Hofnamen:         
Erste Erwähnung:            1388
Früherer Hofstatus:        Vollerbe, dem Domkapitel hörig.
Koordinaten N/O:
 
== Entwicklungsgeschichte ==
===Spätmittelalter===
Ein Benne van Veltmolen kommt im Jahre 1388 vor.
=== Frühe Neuzeit ===
Im Jahre 1507 verpflichteten sich die Hollager Markgenossen, darunter Cord tor Veltmolen, 12 Fuder Holz zugunsten der Armenstiftung des Engelbert von Langen zu schlagen.<ref name="NLA OS Dep. 3 a 2 Nr. 648 a">'''NLA OS Dep. 3 a 2 Nr. 648 a'''</ref>
Im Jahre 1540 bewohnen ein Veltmolner und seine Frau mit drei Diensten den Hof.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref> Bei der Viehzählung 1557 wird eine Tepe tor Veltmolen als Hofbesitzer erwähnt;<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref> 1561 heißt er dann Tepe tho Veltmoller.<ref name="Viehstand 1561">Albers, Andreas (2016): ''Ein Viehschatzregister aus dem Jahre 1561'', in: Bürgerverein Wallenhorst e.V. (Hrsg.), '''Wallenhorster Geschichten, Band 3''', S. 27-33, Druckhaus Bergmann GmbH, 2016, ISBN 978-3-9815941-2-6.</ref>
 
1601 bewirtschaften dann Christopherer und Trine Velemoller mit seiner Steffmoder Thale, der Magd Gerdrut und dem Schäfer Ludeke den Hof.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>
 
Am 5. Oktober 1630 wurden in der Vogtei Wallenhorst 28 "schutzen" gemustert, darunter Everdtt Veltmoller - es ist unklar , ob er zu dieser Zeit auf dem Hof wohnte (wohl aber möglich) - er trägt aber den Hofnamen.<ref name="30jähriger Krieg">Joseph, Martin (1998): '''Die Vogtei Wallenhorst im Dreißigjährigen Krieg - 1618-1648, Ereignisse, Folgen und Auswirkungen des Westfälischen Friedens''', Steinbacher Druck, Osnabrück.</ref>
 
Am 31. März 1652, Ostersonntag, nahmen Der Feltmoller, seine Ehefrau, seine Mutter und der Knecht Johan an der Osterkommunion in der Alten St. Alexander-Kirche teil. <ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II">NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II (1652): '''Volkszählung in der Diözese Osnabrück mit besonderer Berücksichtigung der Konfession - Dekanate Fürstenau, Grönenberg, Iburg (Kirchspiel Oesede), Osnabrück und Vörden''', S. 97-101.</ref> Zudem nahmen auch Johan in Feltmollers Bachus und dessen Ehefrau an der Osterkommunion teil.<ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II"></ref>
 
===Moderne===
Im Jahre 1772 war Feltmöller dem Domkapitel hörig. Im Rahmen der Landvermessung des Fürstbistums Osnabrück durch Johann Wilhelm duPlat 1784-1790 wurde das Vollerbe mit 24 Maltern, 2 Scheffeln und 35 Qudratruthen vermessen, was einer Fläche von 34,15 Hektar entspricht.<ref name="Hollage 750 Jahre">Pott, Josef (2000): ''Die Landwirtschaft in der Hollager Mark.'' in: Arbeitskreis 750 Jahre Hollage (Hrsg): '''Hollage - so wie es ist und war'''. Weser-Ems-Informationen Verlagsgesellschaft mbH, Osnabrück.</ref>
 
== Gebäude und Bewohner ==
=== Leibzucht===
1601 wohnen in der Leibzucht de olde Velemoller und Thale seine Frau, die arm sind.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>
In der Leibzucht ist zu Zeiten der ersten Volkszählung im Fürstbistum Osnabrück 1772 der Sagenschneider Henrich Klumpe mit seiner Familie einquartiert.
 
===Kotten===
Nach der Befreiung von den napoleonischen Truppen wurde im Kirchspiel Wallenhorst eine Armenkommission zur effektiveren Unterstützung der Armen eingerichtet.<ref name="Arme">Albers, Andreas (2016): ''Von den Armen und Armenjägern'' in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte der Gemeinde Wallenhorst (Hrsg): '''Wallenhorst: Ortsgeschichte in Schlaglichtern'''. Druckhaus Bergmann, Osnabrück, ISBN 978-3-9815941-6-4.</ref> Aus den in Kollekten gesammelten Mitteln wird 1817 den in Feltmöllers Kotten wohnenden Eheleuten Heinrich Meyer eine Unterstützung bewilligt.
 
=== Backhaus ===
Im Backhaus lebten im März 1652 ein gewisser Johan und dessen Ehefrau.<ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II"></ref>
 
== Viehstand ==
* 1557: 4 Kühe, 3 Rinder, 20 Schweine, 3 Pferde.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>
* 1561: 3 Schafe, 3 Schweine.<ref name="Viehstand 1561">Albers, Andreas (2016): ''Ein Viehschatzregister aus dem Jahre 1561'', in: Bürgerverein Wallenhorst e.V. (Hrsg.), '''Wallenhorster Geschichten, Band 3''', S. 27-33, Druckhaus Bergmann GmbH, 2016, ISBN 978-3-9815941-2-6.</ref>
 
== Ahnengalerie ==
 
 
== Quellen ==
<references/>
 
[[Kategorie:Hof_in_Hollage]]

Aktuelle Version vom 7. Januar 2022, 15:04 Uhr

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