Feltmöller (Hof): Unterschied zwischen den Versionen

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#REDIRECT [[Feldmüller (Hof)]]
== Übersicht ==
 
Anschrift:                 
Alte Anschrift:            Hollage No. 16 
Heutiger Eigentümer:        Bohnenkemper (1961)
Heutige Nutzung:   
Namensformen:              to der Veltmolen, to Veltmolen, tho Veltmoller, Velemoller, Feltmoller, Veltmolner, Veltmolen, Veltmöller, Feldtmüller, Feldmöller, Feldmüller
Namensursprung:           
Weitere Hofnamen:         
Erste Erwähnung:            1352
Früherer Hofstatus:        Vollerbe, dem Domkapitel hörig.
Koordinaten N/O:
 
== Entwicklungsgeschichte ==
===Spätmittelalter===
Am 7. Februar 1352 bezeugt Bischof Johann in einer Urkunde, dass der Dekan Konrad von Essen eine Hufe in der Bauerschaft Walle (Parochie Alfhausen) und einen Kotten dem Knappen Engelbert Knehem, Kastellan in Quakenbrück, gegen einen Hufe genannt "to der Veltmolen" im Kirchspiel Wallenhorst mit allen nutzbaren Rechten ausgetauscht habe. <ref name="NLA OS Dep 58 d A XXXIV/5">NLA OS Dep 58 d A XXXIV/5</ref>
 
=== Frühe Neuzeit ===
====Reformation und Glaubensspaltung====
=====16. Jahrhundert =====
Im Jahre 1507 verpflichteten sich die Hollager Markgenossen, darunter ''Cord tor Veltmolen'', 20 Fuder Holz zugunsten der Armenstiftung des Engelbert von Langen zu schlagen.<ref name="NLA OS Dep. 3 a 2 Nr. 648 a">'''NLA OS Dep. 3 a 2 Nr. 648 a'''</ref>
 
Im Jahre 1540 bewohnen ein ''Veltmolner'' und seine Frau mit drei Diensten den Hof.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>
 
Bei der Viehzählung 1557 wird eine ''Tepe tor Veltmolen'' als Hofbesitzer erwähnt;<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref> 1561 heißt er dann ''Tepe tho Veltmoller''.<ref name="Viehstand 1561">Albers, Andreas (2016): ''Ein Viehschatzregister aus dem Jahre 1561'', in: Bürgerverein Wallenhorst e.V. (Hrsg.), '''Wallenhorster Geschichten, Band 3''', S. 27-33, Druckhaus Bergmann GmbH, 2016, ISBN 978-3-9815941-2-6.</ref>
Im Jahre 1580 war Feltmöller dem Domikapitel eigenbehörig.<ref name="Eigenbehörigkeit">Jünemann, Kurt (1951): "Aus der Zeit der Eigenbehörigkeit", in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte des Kirchspiels Wallenhorst und für Allgemeine Heimatkunde (Hrsg): K'''ulturgeschichtliche Aufsätze zur Elfhundertjahrfeier des Kirchspiels Wallenhorst 851-1951''', Wallenhorst, Selbstverlag.</ref>
 
=====Die Jahre vor Beginn des Dreißigjährigen Krieg=====
Das Viehschatzregister aus dem Jahre 1600 nennt für ''Veltmoller'' einen Betrag von 4 Talern und 1 Schilling und erwähnt ebenfalls die Leibzucht.<ref name="Viehschatz1600">Niedersächsiches Landsarchiv Osnabrück (1600-11): '''Viehschatzregister (ohne Viehbestand) des Amts Iburg 1600, 1610, 1611''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 17, Blatt 31, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57012 Digitalisat, Seite 33] bei Arcinsys.</ref>
 
 
Im Jahre 1601 bewirtschaften ''Christoffer Veltmoller'' und seine Ehfrau ''Trine'' den Hof. Außerdem leben und arbeiten auch der Schäfer ''Lüdeke'', die Magd ''Gerdrutt'', ''de Steeffmod Thale'', 'upr Lieffz.' der Alde und dessen Ehefrau Thale, beide [[pauper]] auf dem Hof.<ref name="OSFA100">Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück e.V. (Hrsg.):''' Osnabrücker Familienforschung 100: Archiv zu Osnabrück Acta betreffend: Conscription eines Kopfschatzes von allen Personen über 12 Jahre. Amt Iburg 1601. Quelle: [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57171 NLA OS Rep 100 Abschnitt 89 Nr. 3], Transcript: Irmtraud Tiemann.''', Georgsmarienhütte, Lamkemeyer Druck, 2021, S. 106</ref>
 
=====Dreißigjähriger Krieg=====
Während des Dänisch-niedersächsischer Krieges hielt der schon 1625 vom protestantischen Rat der Stadt Osnabrück gewählte katholische Bischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wilhelm_von_Wartenberg Franz Wilhelm von Wartenberg] die Stadt 1628 unter Belagerung. Nach seinem Einzug erzwang er die Aufnahme einer Besatzung von 1.600 Mann und begann den Bau der Petersburg als Verteidigungsanlage.<ref name="30jähriger Krieg">Joseph, Martin (1998): '''Die Vogtei Wallenhorst im Dreißigjährigen Krieg: 1618-1648 Ereignisse, Folgen und Auswirkungen des Westfälischen Friedens''', Hrsg. Gemeinde Wallenhorst, Steinbacher Druck, Osnabrück.</ref> Zur Finanzierung verlangte er von der Stadt eine wöchentliche Kontributionszahlung von 3.000 Reichstalern, die von den Vögten eingetrieben wurden. Die Belastungen für die Höfe im Kirchspiel Wallenhorst waren also sehr hoch und viele dürfen in dieser Zeit als mehr oder weniger verarmt gelten. Im Kontributionsregister für die Wochen ab September 1628 zahlt ''Velitmoller'' für 9 von 12 Wochen und darf daher als eingeschränkt zahlungsfähig gelten.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703''', Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 31 als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57003 Digitalisat] bei Arcinsys</ref> Trotz der relativ guten Zahlungsmoral findet sich aber in der Akte der Vermerk [[discussus]], so dass wohl die [[Abäußerung]] zu erwarten war. Für die Zeit zwischen dem 9. Dezember 1628 und Ostern 1629 (15. April) leistete ''Veldtmoller'' für die ersten 6 dieser 18 Wochen seine Zahlungen, und darf daher für diesen Zeitraum als eingeschränkt zahlungsfähig gelten.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703''', Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57003 Digitalisat] bei Arcinsys</ref> Auch hier findet sich der Vermerk "discussus kan nicht mehr". Für die Zeit ab Ostern 1629 hatten Vollerben sieben Schillinge zu zahlen und für die folgenden 55 Wochen zahlte ''Veldtmoller'' halb, wobei das Erbe weiterhin als discussus vermerkt ist.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Schatz- und Kontributionsregister der Kirchspiele Rulle und Wallenhorst, 1628 - 1653''', als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v56993 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
 
Am 5. Oktober 1630 wurden in der Vogtei Wallenhorst 28 "schutzen" gemustert, darunter ''Everdtt Veltmoller'' - es ist unklar , ob er zu dieser Zeit auf dem Hof wohnte (wohl aber möglich) - er trägt aber den Hofnamen.<ref name="30jähriger Krieg">Joseph, Martin (1998): '''Die Vogtei Wallenhorst im Dreißigjährigen Krieg - 1618-1648, Ereignisse, Folgen und Auswirkungen des Westfälischen Friedens''', Steinbacher Druck, Osnabrück.</ref> Es scheint sich bei ihm um den am [https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/osnabrueck/wallenhorst-st-alexander/0003/?pg=2 06.01.1667] verstorbenen ''Everhard Feltmühle'' zu handeln.
 
Im Kopfschatzregister 1634 wird Veltmollen, dessen Frau, ein Junge, eine Magd und die Leibzucht erwähnt.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 89 Nr. 17">Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Kopfschatzregister 1634''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 89 Nr. 17, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57164 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
 
Am [https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/osnabrueck/wallenhorst-st-alexander/0003/?pg=19 17. Januar 1709] wird laut Wallenhorster Beerdigungsbuch ein Ludeke Feldtmöller im Alter von 70 Jahren ''provisy extrema nnctiones'' beigesetzt. Dies deutet auf eine Geburt um 1639 hin.
 
=====Abfindung der Schweden 1649=====
In der Zeit nach dem Westfälischen Frieden war die Stadt Osnabrück kein schöner Anblick und mit über 5 Mio. Talern hoch verschuldet. Das [[Fürstbistum Osnabrück]] war von der schwedischen Königin an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Gustavson Gustav Gustavson] geschenkt worden. Für dessen Abtretung an Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg sollte Gustavson 80.000 Taler erhalten, die in vier jährlichen Terminen gezahlt werden mussten. Da Gustavson erst nach der vollständigen Schuldbegleichung abziehen musste, erbot sich die Osnabrücker Regierung daher 85.000 Taler sofort zu zahlen, wenn er sofort abzöge. Bischof Franz Wilhelm hielt im Oktober 1649 einen Landtag unter der Hohen Linde beim Kloster Oesede ab, wo beschlossen wurde, dass jede über 12 Jahre alte Person des Fürstentums einen doppelten Kopfschatz zu entrichten hatte. Dies betraf nicht nur Domprobst, Mönche, Nonnen, Pfarrer, sondern natürlich auch Bauern und Hüsselte, selbst Arme und Obdachlose wurden in dem Dekret vom 10.Oktober 1649 nicht verschont. Nachdem Gustavson seine Abfindung erhalten hatte, verließen die Schweden das Bistum am 30.11.1650.
 
Die Bewohner des Hofes Feltmöller mussten folgende Zahlungen entrichten:<ref name="Schwedenabfindung>Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (1649): '''Veranschlagung eines außerordentlichen Kopfschatzes zur Abfindung der Schweden''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 44, Blatt 132 als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57133 Digitalisat S. 134] bei Arcinsys</ref>
* Veltmoller:                2 Taler, 14 Schilling
* uxor:                      1 Taler, 7 Schilling
* 1 Knecht:                14 Schilling
* 1 Magd:                    8 Schilling
* 1 Scheffer Junge:          1 Taler
* man und frau im Kotten:    1 Taler, 1 Schilling
* ein blinde Frau:          [[pauper]]
* Im Backhauß man und frau:  1 Taler, 1 Schilling
* noch ein blinde Frau:      [[pauper]]
 
=====Schatzregister 1651=====
In der ''Designatio Der Vogdey Wahlenhorst deren Feuerstät=, Erbschatz und suplement Geldern de Anno 1651'' werden die vom Hof ''Veltmoller'' zu zahlenden Abgaben wie folgt festgelegt (Blatt 70):<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Schatz- und Kontributionsregister der Kirchspiele Rulle und Wallenhorst, 1628 - 1653''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v56993 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
* Feuerstättenschatz      2 Taler
* Erbschatz:              3 Taler
* Satisfaction:          12 Taler.
 
=====Die Volkszählung 1652=====
Am 31. März 1652, Ostersonntag, nahmen ''Der Feltmoller'', seine Ehefrau, seine Mutter und der Knecht Johan an der Osterkommunion in der Alten St. Alexander-Kirche teil.<ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II">NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II (1652): '''Volkszählung in der Diözese Osnabrück mit besonderer Berücksichtigung der Konfession - Dekanate Fürstenau, Grönenberg, Iburg (Kirchspiel Oesede), Osnabrück und Vörden''', S. 97-101.</ref> Die Volkszählung erwähnt zu dem Paar keine Kinder, die ebenfalls an der Kommunion teilgenommen hätten, wohl aber einen 'Johan in Feltmollers Bachus' und dessen Ehefrau.<ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II"></ref>
 
=====Schatzregister 1653-54=====
Im Schatz- und Kontributionsregister ist für das Jahr 1653 verzeichnet, dass ''Veldtmoller'' im
* Januar 1653 einen Taler zahlt,
* von Februar bis Mai je zwei Taler,
* von Juni bis Oktober je 5 Schilling 3 Groschen,
* im November und Dezember je 1 Taler, 10 Schilling und 6 Groschen (Blätter 56, 63).<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Schatz- und Kontributionsregister der Kirchspiele Rulle und Wallenhorst, 1628 - 1653''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v56993 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
 
Für 1654 sind Zahlungen in Höhe von je 1 Taler von Januar bis April verzeichnet, im Mai und Juni dann je 15 Schilling 9 Groschen.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27"></ref>
 
===== Die übrige zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts =====
Zwischen 1676 und 1693 taucht ein ''Ameling Feltmöller'' in den Wallenhorster Kirchenbüchern auf, denn am [https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/osnabrueck/wallenhorst-st-alexander/0016/?pg=9 6. Juni 1681] (sic) heiraten Amelingus Feltmöller und Anna Margaretha Nyhuß, vermutlich die Tochter von Jodocus Nyehauß (siehe [[Niehaus_(Hof)#Ahnengalerie]] #2a). Zu keinem der beiden finden sich Taufeinträge in den Wallenhorster Kirchenbüchern. Außerdem sind sie nicht in der Volkszählung von 1652<ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II"></ref> benannt, denn der dort sehr wohl erwähnte 'Der Feltmoller' hatte anscheinend keine Kinder, die bereits eine Erstkommunion hätten empfangen dürfen. Sowohl für Amelingus Feltmöller, als auch für Anna Margaretha Nyhuß dürfte daher anzunehmen sein, dass die Taufen jeweils vor 1657 liegen. Ein Amelingo Feldmüller ist am [https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/osnabrueck/wallenhorst-st-alexander/0016/?pg=8 12.11.1673] als Trauzeuge bei der Hochzeit von Lucas Feldmüller und Angela Sudow genannt, so dass Amelingo Feldmüller zwischen April und Oktober 1652 geboren worden sein dürfte, denn dann wäre er als Trauzeuge bereits 21 Jahre alt gewesen.
 
Als gesichert darf gelten, dass aus dieser Ehe mindestens fünf Kinder hervorgehen, wobei das Wallenhorster Taufbuch schon vor dem Hochzeitsdatum der beiden, nämlich am [https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/osnabrueck/wallenhorst-st-alexander/0027/?pg=24 19. April 1676] die Taufe einer Marg(aretha) Elisab(eth) als Tochter eines Amelingk Feldtmöllers verzeichnet, wobei hier kurioserweise keine Mutter angegeben ist.
 
 
Am 09. Oktober 1696 heiraten Johan Feltmüller und Margaretha Kollenberg und übernehmen den Hof.
 
==== Aufklärung====
=====Ländereien des Hofes 1712=====
Das Verzeichnis der schatzpflichtigen Stätten und ihrer Ländereien aus dem Jahre 1712 nennt für den ''Hollerbergen Erben Veltmöhler''
'''an "sähebahren Ländereyen":'''<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 110/1">Niedersächsisches Landesarchiv (1712): '''Verzeichnisse der schatzpflichtigen Stätten und ihrer Ländereien in den Ämtern Grönenberg, Iburg und Reckenberg''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 110/1, Blatt 118, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57082 Digitalisat Seite 122] bei Arcinsys.</ref>
* Im Ostenholtz:                      2 Malter, 6 Scheffel
* auff dem Brankamp:                            6 Scheffel
* auff dem Steinkamp:                          1 Scheffel, 2 Viertel
* auf dem Zuschlag, ist neu dabey kommen:      3 Scheffel
'''Suma an sähebahren Ländereyen:        3 Malter, 4 Scheffel, 2 Viertel.'''
* der Hauß Garten:                              1 Scheffel
* der Leibzuchten Garten:                      1 Scheffel
* an heuwuchs beym Hauße:                      2 Scheffel
* Im Landtwehrs Kamp die Wiesen:                1 Scheffel, 2 Viertel
* die Leibzuchten Wiesen:                                  2 Viertel
'''An Geschlossenen Weyden'''
* Kämpffen, im Hoffe im Platz:                  2 Scheffel
* An Höltzungen im Holtzkamp,
  so man (?) des Holtz darinnen ist:            1 Scheffel
'''Suma Sumarum:                        4 Malter,  1 Scheffel, 2 Viertel'''.
=====Vermessungs- und Abgabgenverzeichnis 1723=====
Im Jahre 1723 führt Vollerbe ''Bernd Feldmöller'' den Hof; er ist dem Domkapitel eigenbehörig.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 92 Nr. 30">Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (1723): '''Vermessungs- und Abgabenverzeichnisse der schatzpflichtigen Stätten im Kirchspiel Wallenhorst (Abschriften?) 1723''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 92 Nr. 30, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57304 Digitalisat] bei Arcinsys.</ref><ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 126">Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (1723): '''Erneuerte Grundstücks- und Abgabenverzeichnisse der schatzpflichtigen Stätten im Amt Iburg, Kirchspiel Wallenhorst''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 126 , als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v56963 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
Der Hof umfasst zu dieser Zeit:
* Gartenland: 1(45) Scheffel
* Saatland: 8 Malter, 6(3) Scheffel
* Wiesenland: 1 Malter, 4(19) Scheffel
* Heideland: 3 Malter, 5(41) Scheffel
* Holzland: 3(46) Scheffel
* '''Summe: 13 Malter, 9 Scheffel, 3 Viertel, 2 Becher'''.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 92 Nr. 30"></ref><ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 126"></ref>
 
=====Die Zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts=====
Im Jahre 1772 war Feltmöller dem Domkapitel hörig. Im Rahmen der Landvermessung des Fürstbistums Osnabrück durch Johann Wilhelm duPlat 1784-1790 wurde das Vollerbe mit 24 Maltern, 2 Scheffeln und 35 Qudratruthen vermessen, was einer Fläche von 34,15 Hektar entspricht.<ref name="Hollage 750 Jahre">Pott, Josef (2000): ''Die Landwirtschaft in der Hollager Mark.'' in: Arbeitskreis 750 Jahre Hollage (Hrsg): '''Hollage - so wie es ist und war'''. Weser-Ems-Informationen Verlagsgesellschaft mbH, Osnabrück.</ref>
 
===Moderne===
Der erste industrielle Betrieb in Hollage war wohl ein Kalkofen auf dem Grundbesitz Feldmöller (Bohnenkämper), der noch um die Jahrhundertwende in Betrieb war.
 
== Gebäude und Bewohner ==
=== Leibzucht===
1601 wohnen in der Leibzucht de olde Velemoller und Thale seine Frau, die arm sind.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>
Das Wallenhorster Kontributionsregister erwähnt für November 1650 samt Folgemonaten Veltmollers Leibzucht.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Schatz- und Kontributionsregister der Kirchspiele Rulle und Wallenhorst, 1628 - 1653''', als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v56993 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
 
In der Leibzucht ist zu Zeiten der ersten Volkszählung im Fürstbistum Osnabrück 1772 der Sagenschneider Henrich Klumpe mit seiner Familie einquartiert.
 
===Kotten===
Nach der Befreiung von den napoleonischen Truppen wurde im Kirchspiel Wallenhorst eine Armenkommission zur effektiveren Unterstützung der Armen eingerichtet.<ref name="Arme">Albers, Andreas (2016): ''Von den Armen und Armenjägern'' in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte der Gemeinde Wallenhorst (Hrsg): '''Wallenhorst: Ortsgeschichte in Schlaglichtern'''. Druckhaus Bergmann, Osnabrück, ISBN 978-3-9815941-6-4.</ref> Aus den in Kollekten gesammelten Mitteln wird 1817 den in Feltmöllers Kotten wohnenden Eheleuten Heinrich Meyer eine Unterstützung bewilligt.
 
=== Backhaus ===
Im Backhaus lebten im März 1652 ein gewisser Johan und dessen Ehefrau.<ref name="NLA OS Rep 100/188/7 Vol. II"></ref>
 
== Viehstand ==
* 1557: 4 Kühe, 3 Rinder, 20 Schweine, 3 Pferde.<ref name="Jellinghaus">Jellinghaus, Hermann (1924): '''Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück''', J. G. Kisling Verlag, Osnabrück.</ref>
* 1561: 3 Schafe, 3 Schweine.<ref name="Viehstand 1561">Albers, Andreas (2016): ''Ein Viehschatzregister aus dem Jahre 1561'', in: Bürgerverein Wallenhorst e.V. (Hrsg.), '''Wallenhorster Geschichten, Band 3''', S. 27-33, Druckhaus Bergmann GmbH, 2016, ISBN 978-3-9815941-2-6.</ref>
 
== Hofinhaber ==
Die folgende Liste orientiert sich an den Heiratsdaten bzw. Sterbedaten der Coloni, wobei eine Jahresangabe mit der Bezeichnung „um“ jeweils eine Schätzung wiedergibt! Vor der Einführung der Kirchenbuchgrenze wird das Jahr aufgeführt, in dem der Hofinhaber genannt wurde (gt.). Eingeheiratete Hofbewirtschafter sind jeweils mit Kommentaren versehen.
 
* gt. 1507: Cord tor Veltmolen
* gt. 1540: Tepe tor Veltmolen, gt. 1561: Tepe tho Veltmoller
* gt. 1601:  Christopherer und Trine Velemoller
* 1696: Johan Feltmöller
* 1732: Joan Henrich Feltmöller
* 1765:  Joan Jodocus Henrich Feltmöller
* 1804: Nicolaus Heinrich Feldmöller geborener Garthaus (durch Einheirat - er heiratete die Anerbin, Anna Maria Carolina Theresia Feltmöller, eine Tochter von Joan Jodocus Henrich Feltmöller
* 1839: Gerhard Henrich Feldmöller. Er war ledig, ebenso seine Geschwister, mit Ausnahme seiner ältesten Schwester Anne Maria Feldmöller, die den Colon Johann Wilhelm Elbert im Schinkel heiratete. Deren Tochter, Anna Elisabeth Elbert heiratet am 11.05.1870 Johann Werner Bohnenkemper, und gemeinsam übernahmen sie den Hof.
* 1870: Johann Werner Bohnenkemper, bisweilen genannt Feldmöller
* 1906: Gerhard Wilhelm Bohnenkämper gen. Feldmöller
 
= Ahnengalerie =
Wenn nichts weiter vermerkt ist, so sind die Personen in ihren Heimatorten geboren (*) und in ihren eingeheirateten Gemeinden verstorben (+), in der Regel zu Hause. Sie sind in der katholischen St. Alexander Kirche in Wallenhorst getauft (~) und getraut (OO) und auf dem Friedhof in Wallenhorst begraben ([]) worden. Gibt es nur ein Geburtsjahr, so wurde es aus dem Sterbealter errechnet. Eine Jahresangabe mit der Bezeichnung „um“ gibt jeweils eine Schätzung wieder! Die Familiennamen sind in der zuletzt üblichen Form geschrieben. Die Zeichen */~ und +/[] können beide oder auch nur ein Datum nennen.
 
 
'''1. Johan FELTMÖLLER''', OO 09.10.1696 Anna Margaretha Kollenberg
 
Kinder:
* Joan Georg */~ 28.01.1698
* Joan Henrich */~ 02.03.1700, OO 03.11.1732 Catharina Anna Maria Klumpe. Anerbe.
* Bernard Georg */~ 14.02.1702, OO 24.10.1737 Anna Catharina Schmethorst +/[] 16.11.1755
* Catharina Margaretha */~  18.12.1703
* Anna Regina */~ 08.08.1706
* Franz Henrich */~ 16.10.1708
* Anna Maria Elisabeth */~ 25.06.1712
* Anna Margaretha */~ 05.06.1714, +/[] 08.09.1788, OO 14.05.1757 Franz Henrich Klumpe */~ 04.09.1711, +/[] 09.05.1798 (siehe [[Klumpe_(Hof)#Ahnengalerie]] #2c)
 
 
'''2. Joan Henrich FELTMÖLLER''' */~ 02.03.1700, OO 03.11.1732 Catharina Anna Maria Klumpe
 
Kinder:
* Joan Georg */~ 05.10.1735
* Joan Jodocus Henrich */~ 12.02.1739, +/[] 18.03.1807, Anerbe,
** OO I. 18.11.1765 Catharina Margaretha Niehues, */~ 17.05.1746, +/[] 23.02.1787 (siehe [[Niehaus_(Hof)#Ahnengalerie]] #5c), 
** OO II. 27.11.1787 Anna Maria Hovestaets. 
* Anna Catharina Maria */~ 17.12.1742, +/[] 23.09.1834, OO 14.11.1768 Colon Joan Henrich Niehues, */~ 23.12.1743, +/[] 20.10.1800 (siehe [[Niehaus_(Hof)#Ahnengalerie]] #5b)
* Joan Gerard Georg */~ 13.09.1745
* Franz Henrich */~ 01.11.1749, +/[] 19.12.1794, ledig.
* Anna Catharina Maria */~ 12.04.1753
 
 
 
'''3. Joan Jodocus Henrich FELTMÖLLER''' */~ 12.02.1739, +/[] 18.03.1807,
* OO I. 18.11.1765 Catharina Margaretha Niehues, */~ 17.05.1746, +/[] 23.02.1787 (siehe [[Niehaus_(Hof)#Ahnengalerie]] #5c), 
*Kinder:
** Anna Maria */~ 28.09.1768
** Joan Henrich */~ 08.07.1771, +/[] 08.05.1817, ledig.
** Gerard Henrich Clemens August */~ 17.06.1775, +/[] 16.08.1842, OO 30.11.1803 Catharina Maria Brankamp */~ 27.02.1768, +/[] 27.06.1833 (siehe [[Brankamp_(Hof)#Ahnengalerie]] #4)
** Anna Maria Carolina Theresia */~ 08.11.1778, +/[] 20.11.1827, Anerbin, OO 09.05.1804 Nicolaus Heinrich Feldmöller geb. Garthaus */~ um 1771, +/[] 16.02.1839
** Catharina Maria */~ 16.01.1786
** OO II. 27.11.1787 Anna Maria Hovestaets. 
 
 
'''4. Nicolaus Heinrich FELTMÖLLER geb. Garthaus''' */~ um 1771, +/[] 16.02.1839, OO 09.05.1804 Anna Maria Carolina Theresia */~ 08.11.1778, +/[] 20.11.1827
 
Kinder:
* Anne Maria */~ 28.02.1805, +/[] 25.02.1873 Schinkel, OO 24.01.1842 Osnabrück, Johann Wilhelm Elbert (Witwer, Colon im Schinkel) */~ 30.11.1806, +/[] nach 1888
* Franz Henrich */~ 06.06.1807, +/[] 04.08.1810
* Catharina Elisabeth */~ 26.11.1809, +/[] 20.02.1811
* Maria Agnes */~ 15.05.1812, +/[] 05.05.1860, ledig
* Catharina Elisabeth */~ 20.01.1815, +/[] 20.04.1891, ledig
* Gerhard Henrich */~ 12.03.1818, +/[] 28.05.1891 ledig, Anerbe.
* Gerhard Georg */~ 21.03.1821, +/[] 04.09.1844, ledig
 
 
'''5. Gerhard Henrich FELTMÖLLER''' */~ 12.03.1818, +/[] 28.05.1891 ledig. Der Colon blieb ledig und hatte keine Nachkommen. Seine älteste Schwester Anne Maria Feldmöller, hatte den Colon Johann Wilhelm Elbert im Schinkel geheiratet. Deren Tochter, Anna Elisabeth Elbert heiratet am 11.05.1870 Johann Werner Bohnenkemper, und gemeinsam übernahmen sie den Hof. Anna Elisabeth Elbert ist die Enkelin von Nicolaus Heinrich Feltmöller geb. Garthaus und Anna Maria Carolina Theresia Feldmöller (siehe 4).
 
'''6. Johann Werner BOHNENKEMPER''' zeitweise gen. Feldmöller */~ 17.11.1741 Sutthausen, +/[] 11.05.1906, OO 11.05.1870 Anna Elisabeth Elbert */~ 28.10.1845 Schinkel, +/[] 30.01.1915
 
Kinder:
* Catharina Marie Feldmöller */~ 13.02.1871 Sutthausen, +/[] 08.07.1871
* Catharina Marie Bohnenkemper */~ 10.04.1872, OO 21.08.1895 Heinrich Anton Wiemeyer, */~ 02.02.1868
* Gerhard Wilhelm Bohnenkämper gen. Feldmöller */~ 30.04.1874 Sutthausen, +/[] 15.05.1929, OO I. 14.10.1903 Josefine Maria Brüggemann */~ 26.09.1879 Hopsten, +/[] 23.09.1915, OO II. Elisabeth Paus, */~ 05.06.1883 Wittenhorst, +/[] 01.04.1970
* Johann Franz Heinrich Bohnenkemper */~ 16.01.1878 Sutthausen, +/[] 25.07.1889
* Wilhelmine */~ 21.01.1880 Osnabrcük (Taufe in St. Johann), OO 15.10.1901 Franz Heinrich Timmermann
* Anna Catharina Francisca Bohnenkemper */~ 18.09.1881 Sutthausen, OO 11.1902 in Duisburg-Ruhrort, Osterfeld
* Paula Elisabeth Bohnenkemper */~ 14.09.1883, OO 10.1906 Kleyer
* Bernard Feldmöller */~ 12.01.1886, +/[] 27.04.1887
* Matthias Werner Feldmöller */~ 23.07.1888, OO 02.02.1921 Anna Aust zu Mühlen
 
 
'''7. Gerhard Wilhelm BOHNENKÄMPER gen. Feldmöller''' */~ 30.04.1874 Sutthausen, +/[] 15.05.1929,
* OO I. 14.10.1903 Josefine Maria Brüggemann */~ 26.09.1879 Hopsten, +/[] 23.09.1915,
* Kinder:
** Anna Elise */~ 10.12.1903
** Wilhelm Johannes */~ 19.05.1912
** Helena Berta */~ 20.08.1914
* OO II. Elisabeth Paus, */~ 05.06.1883 Wittenhorst, +/[] 01.04.1970
* Kinder:
** Sophie Johanna */~ 06.07.1917
** Maria Carolina */~ 21.10.1918
 
= Historische Quellen=
* Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (1823): '''Anleihekonsens mit dem Kolon Feldmüller zu Hollage''', [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v324700 NLA OS Rep 350 Osn Nr. 1800 b]
* Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (1870): '''Stauziel an der Mühle des Kolon Feldmöller zu Hollage''', [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v324501 NLA OS Rep 350 Osn Nr. 1606]
 
== Zitierte Quellen ==
<references/>
 
[[Kategorie:Hof_in_Hollage]]

Aktuelle Version vom 7. Januar 2022, 15:04 Uhr

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