Haltern am See: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Haltern am See''', die Gründung  und  Entwicklung  der Stadt  war mobilitätsbezogen, als mittelalterlicher grenzüberschreitender Schnittpunkt des Verkehrs mit dem Umland und über die Lippe mit der Ferne. Neben der räumlichen Mobilität erlaubte die Stadt eine soziale Mobilität; auch durch die optimale Vernetzung als Voraussetzung des  wirtschaftlichen Wachstums im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit.
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'''Hierarchie'''
[[Regional]] > [[Historische deutsche Staaten]] > [[Fürstbistum Münster]] > [[Amt Dülmen]] > Haltern am See


'''Hierarchie'''
{{Begriffsklärungshinweis|Haltern|Haltern}}
{{Ausgesuchter Artikel}}
'''Hierarchie:''' [[Regional]] > [[Bundesrepublik Deutschland]] > [[Nordrhein-Westfalen]] >  [[Image:Westfalenprovp-wap.jpg|20px|]] - [[Portal:Westfalen-Lippe]] > [[Regierungsbezirk Münster]] > [[Kreis Recklinghausen]] > [[Haltern am See|Haltern]]


{{Hierarchie Kreis Recklinghausen}}
[[Bild:Haltern-innenst.jpg|thumb|350px|Haltern:Lage der 4 Quartiere innerhalb der Stadtmauern]]
[[Bild:Haltern-1647-Kupferstich-Merian.jpg|thumb|350px|Kupferstich von Matthäus Merian von 1647, mittig der heutige 7 Teufelsturm aus der alten Stadtmauer]]
[[Bild:Haltern1933Raths.jpg|thumb|350px|Im Zentrum Halterns etwa 1932/35 das historische Rathaus, im Vordergrund die ersten Stufen vom Vorplatz von St. Sixtus, Blick auf die "Rekenberger Straße", typisch: das Kopfsteinpflaster.]]
[[Bild:Haltern1933Rat.jpg|thumb|350px|Handwerkerumzug 1938 Stadtjubiläum: Vertreter der Gilden haben sich als mittelalterliche Ratsherren kostümiert. Die Gilden stellten früher häufig Ratsverwandte.]]
[[Bild:Albers-Zigarren.jpg|thumb|350px|Der Zeit voraus: "Haltern am See" schon 1935 als Top- Adresse eingesetzt.]]
==Einleitung==
===Historische Lage===
* Haltern am See
** [[Amt Dülmen]]
*** [[Fürstbistum Münster]]


{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em;"
===Napoleonzeit===
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* [[Mairie Haltern]]
|<center>[[Bild:Lage_Ort_Haltern_Kreis_Recklinghausen.png|thumb|150px|Lokalisierung Haltern innerhalb des Kreises Recklinghausen]] </center>
|}


== Einleitung ==
===Lage in Preußen 1816-1946===
* Haltern: Stadt in [[Deutschland]], [[Königreich Preußen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Münster]], [[Kreis Coesfeld|Kreis Koesfeld]] (bis 1929, danach) [[Kreis Recklinghausen]]


=== Wappen ===
=== Lage in der Landschaft ===
[[Bild:Wappen_Stadt_Haltern_am_See_Kreis_Recklinghausen.png]]
Haltern liegt im Westmünsterland am [[Lippe (Fluss)|Halterner Lippeknie]], dem nördlichsten Punkt des Lippelaufes, an einem alten Flussübergang, in 35-60 m Höhe zwischen den bewaldeten Hügelgruppen der [[Hohen Mark]] im NW (bis 146 m), der Borkenberge im 0 (bis 127 m) und der Haard südl. der Lippe (bis 157 m). <br/>
<!-- Hier: Beschreibung des Wappens -->
Die Altstadt ruht am südöstl. Rande der [[Hohen Mark]] auf einer sandigen Terrasse der breiten Haltern-Olfener Lippetalung, heute 1,5 km nördl. von [[Lippe]] und [[Lippe-Seitenkanal]], nahe der Einmündung der [[Stever]] und dem von der Stever gespeisten [[Halterner Stausee]] (1,5 km östl.)
== Allgemeine Information ==
<!-- Hier: Beschreibung der Stadt/Gemeinde, Gr&ouml;sse, Bev&ouml;lkerung usw.) -->


=== Wiki - Informationen über die Stadt ===
== Ursprung der Ortschaft ==
Stadtinformationen in '''Wikipedia''' der freien Online-[[Enzyklopädie]]. [http://de.wikipedia.org/wiki/Haltern]
Bedeutende Ausgrabungen bei Haltern wissen von wichtigen röm. Anlagen zu berichten, die von 11 v. Chr. bis 16 n. Chr. bestanden haben ([[Kastell Aliso]]). Germ. Siedlungen und Grabanlagen sind in großer Anzahl aufgedeckt worden.  


=== Politische Einteilung ===
889 schenkte der Münstersche Bischof Wolfhelm sein Land zu „Nihem" dem Kloster Werden; 1017 schenkte Heinrich II. der Kirche zu Paderborn eine Manse zu „Nienhem" (Niemberg oder am hohen Niemen bei Haltern).  
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[[Bild:Karte_Ort_Musterort.png]]
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1289 verlieh der Fürstischof von Münster (1275-1301), Everhard von Diest, dem Dorf Haltern eingeschränkte Stadtrechte, die Stadt wurde vom Kirchspiel getrennt. Vor- und nachher gehörten Stadt und Kirchspiel zum Amt Dülmen im Fürstbistums Münster. 1837 wurden im Rahmen der neuen Städteordnung die drei Kirchspiele Haltern (mit den Bauerschaften Antrup, Holtwick, Lavesum und Sythen), Hullern und Lippramsdorf zu einer Landbürgermeisterei und 1843 zum Amt Haltern zusammengefaßt. Die Ausgliederung von Stadt und Amt Haltern aus dem Lankreis Coesfeld erfolgte 1929 und zeitgleich die Zuteilung zum Landkreis Recklinghausen.
1217 wird der zunächst sächsischer Oberhof, später bischöflicher Amtshof erwähnt.  


==== Stadtteile ====
In Bossendorf lag nach dem Güterverzeichnis des Heinrich Gf. von Dale um 1180 ein ehemaliger Haupthof der Grafen von Ravensberg. Bei einem Teilungsvertrag der Brüder Otto und Ludwig von Ravensberg erhielt am 04.05.1226 Otto von Ravensberg u. a. das „Advocatium super curiam Halteren", die Vogtei über den Gerichtsbezirk des Haupthofes Haltern. Der Wirkungsbereich dieses Vogteigerichts läßt sich heute wohl nur noch durch negativen Ausschluß feststellen. Der Wirkkreis des Vogteigerichts Haltern könnte zu dieser Zeit neben dem Kirchspiel Haltern auch [[Lippramsdorf (Haltern)|Lippramsdorf]], [[Hullern (Haltern)]] und Bossendorf umfaßt haben.
<!-- oder stattdessen: -->
<!-- ==== Ortsteile ==== -->
<!-- oder andere Untergliederungen -->
<!-- === Kirchliche Einteilung === -->
<!-- oder stattdessen: -->
'''Historische Ortsteile:'''
Stadt Haltern (innerhalb der Mauern).


Kirchspiel (ausserhalb der Mauern), Bauerschaften: Holtwick (Unterbauerschaften Bergbossendorf, Berghaltern, Hennewich, Lünzum), Hullern (mit eigenem Kirchenbezirk), Lavesum, Overath, Sythen (Unterbauerschaft Stockwiese).
In der "marca Halteren" erhielt 1230 das in [[Lippramsdorf (Haltern)|Lippramsdorf]] gegründete [[Kloster Marienborn (Coesfeld)]] volles Markenrecht. Das Kirchspiel Haltern wurde erstmals 1264 angefürt.


'''Hinzugekommene Ortsteile ab 1975''' (Kommunale Neugliederung): Flaesheim, Hammbossendorf, Lippramsdorf.  
=== Ortsname ===
Erst Halahtra (943), dann Halostron (1017), Halatra (1140), Halahtram (um 1160), Haleteren (1260) Alteren (1304), Halteren (zu Anfang 15. Jh.) sind einige bekannte Schreibweisen des heutigen Namens der Stadt.


<!-- === Kirchliche Zugehörigkeit === -->
=== Haltern, ein Ravensberger [[Vogtei|Vogteigericht]]===
<!-- == Geschichte == -->
* 1226 Als [[Vogtei|Vogt]] (Advocatus) des stiftischen Haupthofes „super curiam Haltern et omnia“ wird am 04.05.1226 [[Grafschaft Ravensberg|Otto von Ravensberg]] genannt. Sein Bruder Ludwig wird durch Teilungsvertrag Vogt von Borghorst.
<!-- Hier: geschichtlicher Abriss -->


== Genealogische und historische Gesellschaften ==
* Tibus sprichtvon einem „iudicium in Halteren“  welches in verschiedenen Urkunden aus dem Jahre 1285 erwähnt wird. Er führt wörtlich an: „Dieses Gericht ist '''verschieden sowohl von dem Stadt- als vom Gogericht'''."


Verein für Altertumskunde und Heimatpflege e.V. Haltern, Kontakt: Vorsitzende(r) Heinz Prohl, Im Dahläckern 36, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 2053, Fax: 02364 2053
Ein Vogteigericht übte damals die landesherrliche oder Hochgerichtsbarkeit aus: bei schweren Verbrechen, die mit hohen Strafen, insbesondere der Todesstrafe, bedroht waren. Der Vogt wurde von dem Landesherrn, hier die Grafen von Ravensberg als Besitzer der Vogteirechte, ernannt. von 1166 - 1240 übten die [[Grafschaft Ravensberg|Grafen von Ravensberg]] auch die Vogtei über das [[Stift Flaesheim]] und den Oberhof Bossendorf aus. Außerdem besaßen die Ravensberger die angrenzenden [[Freigrafschaft Heiden|Freigrafschaften Heiden]] und [[Freigrafschaft Merfeld|Merfeld]], von wo aus sie im Erbweg an Kleve gingen (RAR).


Heimatverein Lippramsdorf e.V.  Kontakt: Vorsitzende(r) Karl-Heinz Paul,Birkenallee 8, 45721 Haltern am See - Lippramsdorf
[[Lippramsdorf (Haltern)|Lippramsdorf]], Haltern und der nach Haltern gehörende Oberhof Bossendorf waren nicht in die Freigerichtsbarkeit Merfeld oder Heiden einbezogen, ein Freistuhl befand sich aber in der Bauerschaft Kusenhorst im Kspl. Lippramsdorf und, im Flurnamen nachzuweisen, ein weiterer im Linnert bei [[Sythen (Haltern)|Sythen]].  
Telefon: 02360 1386
Heimatverein Sythen von 1930 e.V.  Kontakt: Ulla Alfermann, Brinkweg 59, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 6758, Fax: 02364 606890, E-Mail: ullaalfermann@web.de
Virtuelle Geschichtswerkstatt Kreis Recklinghausen.  Kontakt: Bodo Stratmann, Elper Weg 95, 45657 Recklinghausen, E-Mail: bodo-stratmann@heimatvest.de


<!-- === Genealogische Gesellschaften === -->
Es kann also angenommen werden, daß vor 1300 eine eigenständige Frei- oder Vogteigerichtsbarkeit um Haltern (wie in [[Soest]]) bestand, welche sich zumindest von [[Lippramsdorf (Haltern)|Lippramsdorf]], über Haltern bis über Hullern und Flaesheim hinaus erstreckte. Ein Zusammenhang mit der ererbten Vogtei der Grafen von Ravensberg über Haltern kann angenommen werden, in ihrem Besitz befand sich auch die Oberhöfe zu Lippramsdorf und Bossendorf. Bossendorf war später dem Richthof in Haltern unterstellt. Erste (belehnte) Vögte von Haltern wurden durch die Dülmener Burgmannsfamilie Bitter/Werenze gestellt, einer früheren Dynastenfamilie.
<!-- === Historische Gesellschaften === -->


== Genealogische und historische Urkunden ==  
====Vogtgut====
* 23.06.1348 Johan Werencze, [[Knappe]], verspricht mit Zustimmung seiner Frau Lyse und seiner Kinder Herman und Lyse, aus dem Hofe Wolbertinc, gelegen in dem Dorpe to Siten, eine jährliche Pacht von 6 Scheffeln Halterner Maß in "dat Tegerhus tho Siten" zu zahlen, und zwar von dem Holze, das er in den "smalen Lo" verkaufte, an dem das "[[Tegeder|Tegerhus]]" Teil hatte und noch hat. Zeugen: Herr Heinrich,"en Kerchere tho der Tijt up den Hus tho Dulmen", [[Haus Itlingen|Marquart van Etelingen]], [[Amt Dülmen (historisch)|Droste zu Dülmen]], Brun thot Ochtorpe, [[Knappe]], Schulte und Richter zu Haltern, sowie der Schulte van Nyemhem, der [[Tegeder|Thegeder]] van Siten. Es siegelt Jphan Werencze.
* << 1471 Besitzer des Vogtgutes Hermann Werence (Vater des Johann Werence)
* < 1471 Vogtgut, Besitzer: Johann Werence (Onkel des Heynemann Loderinchus zu Haltern)
* 1471 Besitzer des Vogtgutes Heynemann Loderinchus (Lühringsen) zu Haltern (Neffe des Johann Werence, ein Bruder der Mutter)


=== Kirchenquellen ===
====Werencer [[Zehnt|Zehnte]]====
Die Familie Werence, Besitzer des Vogtgutes zu Haltern, war ursprünglich im Besitz des nach ihr benannten "Werencer Zehnten" in Lippramsdorf.
* [[Lippramsdorf (Haltern)/Werencer Zehnte]]


Das historische Pfarrarchiv (rk) der Kirche St. Sixtus (rk) in Haltern aus dem Generalvikariat im Bistumsarchiv Münster beginnt um 1491 und Findbuch J 298 a. Das lokale Pfarrarchiv von St. Sixtus in Haltern liegt im Diözesanarchiv in Münster.  
====Zehnt des Vogtgutes====
* 1422 Das Stift Essen bekundet die Verwendung des Vogthafers zur Errichtung einer Frühmesse.
* 02.02.1425 Die Eheleute Gerd von Buer und Gertrud verkaufen der Stadt Haltern zum Nutzen einer Frühmesse in der Halterner Kirche ihr Recht an dem Zehnten des Vogtgutes im Kspl. Haltern, der jährlich auf Martini mit 51 Scheffel Hafer und 51 Hühnern fällig ist.


Die Kirchenbücher von St. Sixtus in Haltern liegen im Diözesanarchiv in Münster. Laufzeiten: Taufen 1638 - 1683, Heiraten 1639 - 1684, Taufen und Heiraten 1741 - 1854, Taufen 1791 - 1817, 1819 - 1930, Heiraten 1791 - 1898, Tote von 1782 - 1916
===Gogericht===
* 1348 Knappe Brun thot Ochtorpe, Schulte und Richter zu Haltern
* 1440 Ghert, Richter des Bischofs Heinrich von Moers zu Münster in Haltern.
* 1454 Diederich de Suer, Richter zu Haltern
* 1471 Henrich von Neym, Richter zu Haltern des Bf. Heinrich von Swartzenborgh zu Münster
* 1491 Johan Serges, Richter zu Haltern
* 1495 Jürgen von Asbeck, Richter zu Haltern


=== Kirchenbuchabschrift === Taufen 1639-1683, 1741-1875. Heiraten 1639-1684, 1741-1875. Gestorbene 1782-1875. Die Daten wurden erfasst von Martin Heilken, Halterner Straße 23, 48734 Klein Reken. eMail: Martin.Heilken@web.de
====Richthof Haltern====
Nur die zur Stadtgründung erforderlichen Ländereien zur Ansiedlung von Neubürgern wurden nach und nach aus dem bischöflichen Haupthof oder Richthof Haltern entnommen und den Neubürgern zu Erbpacht gegeben, welche dafür das "[[Wortgeld]]" zu entrichten hatten.  Der damals adelige Hofschulte hatte auch das Richteramt in dem neu konstituierten Stadtgericht inne und war für die Eintreibung des Wortgeldes verantwortlich. Dem Richthof klebte das Vorkaufsrecht für alle dem Bischof abgabepflichtigen Häuser an und der Richter war, wie auch in Borken, bis zum Ausgang des Mittelalters der wichtigste Repräsentant der Bürger. Die Vogtei über Haltern und damit über dem Haupt- und Richthof, lag sicher noch 1226 und damit vor der Stadtgründung in der Hand der Grafen von Ravensberg als Nachfolger der Kappenberger und wurde von der damit belehnten Familie Werence auch noch im 14. Jahrhundert ausgeübt.


=== Batchnummern IGI Mormonen === ev. C975622 1849-1875, ev. M975622 1850-1885, kath. M975643 1864-1875'''
Der Richthof zu Haltern wurde 1493 durch Bischof Heinrich von Münster auf Lebenszeit an Jürgen von Asbeck übertragen und 1548 in gleicher Weise an Konrad Ketteier und einen seiner Söhne.


=== Personenstandsregister ===
* 26.07.1678 Bernhardt Nielandt, Gograf des Amtes Dülmen, Richter zu Haltern und der Herrschaft Ostendorf.


Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe in Detmold Haltern (M), Laufzeit: ev GHT 1849-1874, kath GHT 1815-1874, Juden (Bgm) GHT 1832-1847, (GB) GHT 1850-1874, Diss (GB) GHT 1858-1861.
=== Richthöfe in Haltern und Dülmen ===
* [[Amt Dülmen/Richthöfe in Haltern und Dülmen]]


=== Zivilstandsregister ===
====Verpfändung====
Im Oktober 1457 erfolgte die Zustimmung des Domkapitels zu Münster zur weiteren Verpfändung der [[Amt Stromberg|Ämter Stromberg]] und [[Amt Dülmen (historisch)|Dülmen]] und des Hofes zu Haltern an den Herzog von Kleve.


Zivilstandsregister von 1812 - 1813 im Bistumsarchiv Münster .  
== Stadtgründung==
===Stadt Haltern===
1289 beschloß der Fürstischof von Münster (1275-1301), Everhard von Diest, die "[[villa]]" Haltern zu befestigen und ihr [[Wigbold|Wigboldsrechte]] zu verleihen. Haltern erhielt dasselbe Stadtrecht, welches [[Borken]] und [[Coesfeld]] hat. Die Stadt wurde vom Kirchspiel getrennt, der bischöfliche Haupthof blieb bestehen.


Zivilstandsregister von 1809 - 1813 im Stadtarchiv Haltern.
Vor- und nachher gehörten Stadt und Kirchspiel zum [[Amt Dülmen]] im [[Fürstbistum Münster]]. 1837 wurden im Rahmen der neuen Städteordnung die drei Kirchspiele Haltern (mit den Bauerschaften [[Antrup]], [[Holtwick]], [[Lavesum (Haltern)|Lavesum]] und [[Sythen (Haltern)|Sythen]], [[Hullern (Haltern)]] und [[Lippramsdorf (Haltern)|Lippramsdorf]] zu einer Landbürgermeisterei und 1843 zum Amt Haltern zusammengefaßt. Die Ausgliederung von Stadt und Amt Haltern aus dem Lankreis Coesfeld erfolgte 1929 und zeitgleich die Zuteilung zum [[Kreis Recklinghausen]].


=== Haltern: Abschriften personengeschichtlicher Quellen ===
=== Stadtrecht===
Bei der Stadtgründung wurde H. das gleiche Recht verliehen, wie es [[Borken]] und [[Coesfeld]] hatte. Das [[Stadtrecht]] galt im engen Bezirk des Wicbolds ([[Wigbold]]) als Marktflecken und nach der Befestigung innerhalb der Mauern. Es beinhaltete die [[niedere Gerichtsbarkeit]], andererseits galt das Landrecht des Fürstentums Münster für die [[hohe Gerichtsbarkeit]], wie es in den Weißtümern der umliegenden Frei-und Gogerichte Ausdruck fand.


"Bürgerbuch der Stadt Haltern 1523-1620", Bodo Stratmann, Veröffentlichung 2000
Im Stadtrecht war geregelt die Eigenschaften und Rechte der Voll-, Halb- und Nichtbürger (Trennung wegen des unterschiedlichen Nutzungsrechtes am Bürgervermögen),  die Bedingungen für die Erlangung der [[Bürgerrechte]]. Ein voller Anteil des Standes wegen galt für den Bürgermeister, den [[Pfarrer]], [[Kaplan]], [[Küster]], für [[Lehrer|Lehrpersonen]], später auch für den [[Arzt]] und die [[Hebamme]].


"Geburtsbriefe der Stadt Haltern" (17. Jhdt.), Bodo Stratmann, Veröffentlichung 2004
Die Landtagsfähigkeit der Stadt Haltern für den Landtag im [[Fürstbistum Münster]] ist zumindest ab 1525 nachgewiesen.


"Die Stadt- und Ratsprotokolle des Halterner Stadtsekretärs Johannnes Schierle v. 1637 bis 1659", Dr. Gerhard Schmitt Jan. 2005
===Siegel, Wappen, Fahne===
{|cellpadding="10"
|valign="top"|[[Image:Haltern-a-S-Wap.jpg|100px]]
|valign="top"|''Beschreibung:''
'''Wappen''': 1910 wurde der Halfter als Wappen festgelegt. Als Farbe wurde die Stadtfarbe Blau-Weiß gewählt: Halfter silbern mit goldener Schnalle, Schild blau.


"Namensindex mit Seitenverweis zum Buch -Schierleprotokolle von Dr. Gerhard Schmitt Jan. 2005" Bodo Stratmann (in Arbeit).
'''Siegel''' Die älteren Siegel zeigen seit 1339 das Bild des hl. Paulus, des Patrons des Hochstifts Münster. Wappen in Siegeln (seit 1486) und auf Münzen (seit 1595): Der Schild mit dem Halfter, als Schildhalter der hl. Papst Sixtus, der Halterner Kirchenpatron.  


"Mitglieder der Todesangstbruderschaft in Haltern ab 1690", Veröffentlichung 2004, Bodo Stratmann
'''Farben''': Blau-Weiß.
|}


Kommunikantenliste 1693. Abschrift, Auskunft Martin Heilken, eMail: Martin.Heilken@web.de
====Landwehr====
1425 wurde die Landwehr der Stadt Haltern erstmalig urkundlich erwähnt und 1456 ausdrücklich als städtische bezeichnet. In welchem Umfang z. B. am Sundern noch Vorwerke mit eingebunden waren, ist noch nicht geklärt, aber nicht auszuschließen. Diese Vorwerke könnten durchaus als "[[Turmhöfe]]" ausgebaut gewesen sein.


Kommunikantenliste 1693. Bearbeitet Bodo Stratmann
Sicher ist aber, daß sich zwischen den Mauern der Stadt und der Landwehr kein eigenes "Pfahlbürgertum" (wie z.B. in Recklinghausen-Hillem) mit abgestuften Bürgerrechten herausbildete und auch somit das Stadtrecht auf das Gebiet innerhalb der Mauern beschränkt bleiben mußte.


Kirchenbankordnung und -besitzer St. Sixtus Haltern 1699-1733, 1746. Bearbeitet von: Bodo Stratmann
Der Grundbesitz zwischen Mauer und Landwehr war ausschließlich in den Händen von Stadt und Kirche, welche den Besitz als Gartenland parzelliert und im Pacht- oder Erbpachverfahren an die Bürger zur Bearbeitung abgegeben hatten. Bei beurkundeten Verkäufen von Ländereien in diesem Gebiet vor dem 19. Jahrhundert handelte es sich ausschließlich um den Verkauf von Pachtrechten und nicht um eigentliche Landverkäufe.


"Registrum der Stadt Halteren über die Personenschatzung de dato 18.May 1701". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
Bei Bürgerbesitz außerhalb der Landwehr, auch in Bossendorf im Vest Recklinghausen, handelte es ich ausschließlich um Lehen und Höfe des [[Stift Essen|Stiftes Essen]], mit denen Bürger oder die die Stadt vertredenden Bürgermeister zeitweilig belehnt waren.


"Designatio deren in der Stadt Halteren obhandenen Persohnen und Wohnungen Anno 1726". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
[http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/kar/normal/kar143.pdf Rekonstruktion der Stadtlandwehr auf der Katasterübersicht von 1825.]


"Status animarum. 1750 Stadt Haltern" Abschrift und Auskunft Martin Heilken, eMail: Martin.Heilken@web.de
===Bürgerrechte===
Das Bürgerrecht erwarb man durch Geburt in eine ansässige Bürgerfamilie oder nach entsprechender Antragstellung durch Verleihung und Vereidigung durch den Stadtrat. Es war Voraussetzung zur Aufnahme in die Gilden.  


"Catalogus-Incolarum, 1749/50 Stadt Haltern". Bearbeitung, Veröffentlichung Dez. 2004, Bodo Stratmann / Dagmar Krauß
Zum Erwerb des Bürgerrechts und beim Eintritt in eine Handwerkergilde war ein Zeugnis freier Geburt oder ein Freikaufsbescheinigung Freibrief vorzulegen, der Nachweis selbständiger Haushaltsführung, ein ausreichendes Einkommen oder ein aussichtsreicher Beruf und eine bestimmte Religionszugehörigkeit (Taufschein).


"Personen- u. Schatzungsregister (Altstadt Haltern) 1772 - 1806", (Mit ersten Hausnummern) Bearbeitung von Bodo Stratmann
Die erforderlichen Nachweise wurden im Stadtarchiv abgelegt. In einem Bürgerbuch oder auch in Stadtprotokollbüchern wurden die Neubürger erfaßt.  Nicht jeder Stadtbewohner hatte die selben Pflichten und Rechte, es gab auch Minderbürger.


"Bevölkerung der Stadt Haltern 1806, Altstadt (innerhalb der Mauern)", Veröffentlichung 2001 / 2005, Ulrich Leushacke, Bodo Stratmann
Halterner Bürger, welche sich Auswärts niederließen, hatten dort entsprechende Nachweise vorzulegen, welche von der Stadt ausgestellt wurden. Kopien dieser Nachweise wurden abgelegt oder im Stadtprotokollbuch erfasst.


1832 / 1835 Auszug aus dem Adressbuch des Kreises Coesfeld im Hochstift Münster
Die Vergabe des Bürgerrechts in Haltern erfolgte nicht konsequent und war zeitweilig eher mehr zufällig. Bei den Bürgersöhnen oder deren Verwandte wurde das häufig verabsäumt, während in anderen Fällen städtische Eigenbehörige als Inhaber von Bürgerrechten geführt werden.


"Die Kölner Generalvikariatsprotokolle als personengeschichtliche Quelle", WGfF- Veröffentlichung
====[[Bürgerrecht|Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch]]====
* Haltern, 1959 [[Kreis Recklinghausen|Landkreis Recklinghausen]] (1289), Bürgerbuch 1484-1626 (Stadtarchiv Haltern II B Nr. 1), Perg. Blätter, fol. 10-15: 540 Bürgeraufnahmen ohne Jahreszählung, beginnend um 1490; ab fol. 16: Bürgeraufnahmen 1595-1626 mit Jahresangabe. Abschrift der Bürgermatrikel in: Repertorium des Stadtarchivs Haltern 1935/36, Anhang S. 1-37.
** Literatur: Philipp Schäfer, Das Halterner Bürgerbudi. In: Halterner Heimatblatt, 6. Heft (1958) S. 1-3 sowie in: Vestischer Kalender. Recklinghausen 1959, S. 110-112. Designation der von 1650 bis 1669 in die Stadt Haltern eingekommenen neuen Bürger (Stadtarchiv Haltern, Akte II b 1). Bürgergewinnungen 1764-1779 (ebd. II B Nr. 2-6). Bürgeraufnahmen 1818-1834 (ebd. III, 66), 1837-1843 (ebd. III, 67), 1837-1851 (ebd. III, 68).
** Ergänzende Quellen: Ratsprotokolle (1637, 1640, 1646, 1653-59, 1668-1672, 1676/77, 1733, 1746-1755) mit Niederschriften der Geburtsbriefe und Bürgergewinnungen; Stadtrechnungen 1554-1808; Lagerbücher zu den Einnahmen der Stadt Haltern 1777-1808 mit Angabe der Bürgerschaftsgewinngelder.
*** Veröffentlichung: Philipp  Schäfer, Halterner  Geburtsbriefe.  In [[Beiträge  zur westfälischen Familienforschung]], Bd. I (1938), Heft 2, S. 76-81.


"Die Höfe des Münsterlandes und ihre grundherrlichen Verhältnisse", WGfGF- Veröffentlichung (Haltern 1674 / 1805)
== Umgebungskarte 1758==
[[Bild:Handkarte_Duelmen18jhdt.jpg|thumb|300px|Vorboten der französischen Armee bereisten vor 1758 preussische Gebiete und fertigten Handzeichnungen an]]


"Haus Ostendorf: Landfolgungsregister Pro anno 1731 vom Kirchspiel Haltern" Bearbeitung von Bodo Stratmann.
Von [[Wesel]] über Haltern, nach [[Dülmen]] und [[Münster (Westfalen)]] führten für die französische Armee wichtige Verbindungsstraßen. An deren Rändern lagen befestigte Burgen, von denen aus preußische Soldaten versorgt werden konnten. Kenntnisse über diese Strukturen bargen für eine erfolgreiche Kriegsführung wichtige Informationen. Unter dieser Zielsetzung entstand diese handgezeichnete Karte. Es ist eine Rarität aus dem Besitz des Herzogs von Croy. Weitere Karten mit Einzeichnung französischer Stellungen folgten im Jahre 1758, so der Plan "Mouvements de l. Armee de puis le 26. jusquàn 3. de May de meme depuis le 12. d`Aout jusqu`au Sept. 1758.  


"Catalogus Acolarum, 1749/50 Kirchspiel Haltern". Bearbeitung, Veröffentlichung Dez. 2004, Dagmar Krauß / Bodo Stratmann
===[[Amt Haltern|Bürgermeisterei Haltern]]===
Die Bürgermeisterei Haltern war vorläufer des [[Amt Haltern|Amtes Haltern]].


=== Holtwick: Abschriften personengeschichtlicher Quellen ===
== Ortsorganisation==
<!-- Hier: In historischen Gründungsurkunden ist das Recht einer älteren Stadt angegeben -->
=== Siedlungsentwicklung===
Als [[Wigbold|Wicbold]] war H. eine Marktsiedlung, von 1450 mit Ummauerung und halbrundem, nach N zu geradlinigem Marktplatz, in neuerer Zeit über die alten Stadtmauern hinweg bedeutend erweitert. Die Altstadt innerhalb der alten Wälle und Mauern hat Radform mit 4 Radialstraßen, die von den Hauptstadttoren ausgehen. Vor 1767 wurden Teile des Stadtgrabens und -walles zwischen Lipp- und Rekenberger Tor verkauft. augbefüllt und planiert und als Gärten genutzt Nachdem auch die Stadtmauer zwischen Mühlen- und Lipppforte 1811  größtenteils eingestürzt und der Rest vom Einsturz bedroht war, wurden nun Baugenehmigungen für einen Hausbauten in der Mauer erteilt. 1814 wurde der allgemeine Verfall der Ringmauer, welche während vieler Kriegswirren wiederholt niedergerissen und neu aufgebaut worden war, dem zuständigen Kreis Coesfeld gemeldet. Stadttore waren da noch Lipp-, --Mersch-, Rekumer (Rekenberger) und Mühlentor. Ihre Namen sind heute noch erhalten. Die Altstadt erfur eine unregelmäßige Erweiterung nach allen Seiten; bedeutendster neuer Stadtteil H.-West - mit großer Stadtrandsiedlung. Ab 1931 Ortserweiterungen vor allem nach W, entlang dem nördl. Lippetalrand und der Straße nach Wesel, aber auch nach 0 zum H.er Stausee hin. Auch im N und 0 der Stadt entstanden neue Siedlungen.


"Registrum Bauerschaft Holtwick vertzeichneten Persohnen und gethanen Ahnschlagß, 1630". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
===Straßennamen und Hauslagen===
Straßennahmen und Hauslagen werden in historischen Urkunden beschrieben, z.B.: <br/>
21.12.1426 Vor Richter Gert zu Halteren verkaufen Bernd de Lantfride und Kunne, seine Frau, den Kirchmeistern zu Haltern oder den Verwahrern der Frühmesse drei Schillingen Rente zum Lichte auf dem Frühmesse Altar aus ihrem Hause auf der Markgrafenstraße zwischen Häusern Dyderinks van Hamone und Gerdes des Wentes.ipso die b. Thome Ap.Gerichtsleute: Johan van Drudinck, Rotger Huker, Hinrich Gmes.  
Quelle: Staatsarchiv Münster, Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Urkunden, Nr. 1369 a
[[Bild:schrief1.jpg|thumb|350px|left|1611 Giebelständiges Ackerbürgerhaus (Dreiständerhaus)]]
==== Historische Bauten ====


"Registrum des Kirchspiels Halteren (Holtwick) über die Personenschatzung de dato 18.May 1701". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
* 1188 wurde die Kath. St.-Sistus-Pfarrkirche erwähnt, wird für ludgerianischen Ursprungs (8. Jh.) gehalten, frühere Kirche spätgot., dreischiffig, zweijochig, Chor einjochig mit 5/8 - SchluB, Seitenschiffe nach W verlängert, Westturm rom., Sakristei an der N-Seite, abgebrochen und erneuert 1875.
* Wallfahrtskapelle mit Gnadenbild St. Anna Selbdritt auf dem Annaberg 1674.
* Rathaus, got., Renaissance, erbaut 1575, instand gesetzt 1931-40, zweigeschossig, vierteilige Halle, spitzbogig auf Pfeilern an der Längsseite, Giebel an der Schmalseite abgetreppt und geschweift.
* Stadtturm (Siebenteufelsturm), spätgot., Ziegelbau, rund, mit Spitzbogenfries und Schießscharten, Inschrift: 1502.
* 1611 Giebelständiges Ackerbürgerhaus (Dreiständerhaus) am Gänsemakt, Turmstraße - Gaststiege
* Haus Lippstraße 28 (Besitzer Schrief), Renaissance (Rokoko), Ziegelbau, Giebelkante geschnitzt, Tür mit Oberlicht geschnitzt, Fenster des Erdgeschosses geschweift.
* Röm.-Germ. Mus., Baustil: röm. Landhaus, 1907.
* Neue St.-Laurentius-Kirche in H.-West 1954 / 55 erbaut.


"Designatio deren im Kerspel Halteren (Holtwick) obhandenen Persohnen und Wohnungen Anno 1726" Bearbeitet von: Bodo Stratmann
==== Stadtbrände ====
1699 erlitt Haltern einen größeren Stadtbrand, er lieferte die Begründung für die Einführung der Karfreitagsprozession.


=== Hullern: Abschriften personengeschichtlicher Quellen ===
Zu Häuserbränden kam es aber vor- und nachher, diese sind über Rechnungsbücher und Steuerlisten erfaßbar. In Einzelfällen zogen überlebende Familien bis zum Neubau, zum Teil für mehrere Jahre, auf ihren verpachteten Eigenbesitz (Bossendorf) oder auf, in Zeitpacht angemietete, leerstehende Güter im Besitz von Adelshäusern (Haus Ostendorf). So erklären sich für die Zeit der Abwesenheit fehlende Taufeinträge in Haltern und nicht in die Lokalität passende Taufeinträge in Nachbarorten.


"Registrum Bauerschaft Hullern vertzeichneten Persohnen und gethanen Ahnschlagß 1630" Bearbeitet von: Bodo Stratmann
Mit Einführung der Feuerversicherung 1768 im Fürstbistum Münster wurden 1769 Brandkataster eingeführt und die Häuser der Innenstadt erhielten durchgehende erste Hausnummern. Im Jahre 1806 wurden durch das Herzogtum Arenberg allerdings neue Steuerkataster angelegt und zu diesem Zweck neue Hausnummern vergeben, nun waren auch  erste Grundkataster angelegt.


"Registrum des Kirchspiels Halteren (Hullern) über die Personenschatzung de dato 18.May 1701". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
==== 2. Weltkrieg ====
Im 2 Weltkrieg  wurden 3 Schulen, 2 Fabriken und 130 Wohnhäuser zerstört, beschädigt 450 Wohnhäuser. - Rathaus fast und das Röm.-Germ. Mus. völlig zerstört. -  Bis 1950 wurde ein Fünftel der Schäden an Wohngebäuden beseitigt. Nach 1945 wurden wiederaufgebaut oder neuerrichtet: das Rathaus, Progymnasimn, 1 Volksschule, Berufsschule, Feuerwehrhaus. Neue errichtet wurde 1954 / 55 auch 1 ev. Schule.


"Designatio deren im Kerspel Halteren (zu Hullern) obhandenen Persohnen und Wohnungen Anno 1726" Bearbeitet von: Bodo Stratmann
==== Stadtgebiet ====
Bedeutende Grunderweiterung seit Anfang 14. Jh. Stadt und Ksp. Haltern 1811/15 verwaltungsmäßig mit Lippramsdorf  und Hullern als Gemeinde verbunden. 1837 Teilung der politischen Gemeinde in Stadt und Amt H. Zum Amt H. gehörten die Gem. Ksp. H., Lippramsdorf und Hullern. 1931 Stadterweiterung um Overrath und ein Teil der Bauerschaft Berghaltern ohne den Annaberg (914 ha und 940 E.). Der Ortsumfang betrug 1953 insgesamt 22,3 km. Stadtgebiet 1858: 567 ha, 1951: 1.504 ha.
<!-- ==== Stadt- oder Ortsteile ==== -->


=== Lavesum: Abschriften personengeschichtlicher Quellen ===
'''Historische Ortsteile:'''
Stadt Haltern (innerhalb der Mauern).


"Registrum des Kirchspiels Halteren (Lavesum) über die Personenschatzung de dato 18.May 1701". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
Kirchspiel (ausserhalb der Mauern), Bauerschaften: Holtwick (Unterbauerschaften Bergbossendorf,  [[Berghaltern (Haltern)|Berghaltern]] , Hennewich, Lünzum), Hullern (mit eigenem Kirchenbezirk, Unterbauerschaften Antrup, Westrup), Lavesum (Unterbauerschaften Ontrup, Lochtrup, Strünkede), Overrath, Sythen (Unterbauerschaft Stockwiese).


"Designatio deren im Kerspel Halteren (zu Lavesum) obhandenen Persohnen und Wohnungen Anno 1726" Bearbeitet von: Bodo Stratmann
* '''1975 Kommunale Neugliederung:''' 1975 [[Haltern am See|Stadt Haltern]] mit den Gemeinden  Stadt Haltern, dem Kirchspiel Haltern, Hullern und Lippramsdorf aus dem [[Amt Haltern]] und Flaesheim aus dem [[Amt Datteln]].
** Die [[Haltern am See|Stadt Haltern]] ist Rechtsnachfolgerin des [[Amt Haltern| Haltern]]


"Verzeichnis von Grund und Vieh im Martio 1811 (in Lavesum) im Kirspiel Halteren", Bearbeitet von: Bodo Stratmann
{{Navigationsleiste Haltern am See}}


=== Overath: Abschriften personengeschichtlicher Quellen ===
=== [[Lagerbuch]] [[Amt Dülmen (historisch)|Amt Dülmen 1769]]===
* ''Anmerkung zur Tabelle:''
** ''1) = Freye Häuser''
** ''2) = Schatzbare Häuser''
** ''3) = Summe der Häuser''
** ''4) = Darinnen befinden sich''
** ''5) = Monatliche Schatzung''


"Registrum des Kirchspiels Halteren (Overath) über die Personenschatzung de dato 18.May 1701". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
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"Designatio deren im Kerspel Halteren (zu Overazh) obhandenen Persohnen und Wohnungen Anno 1726" Bearbeitet von: Bodo Stratmann
|- style="background-color:#C0C0C0;font-weight:bold " valign="top"
 
| [[Stadt|Städte]] u. <br/> [[Kirchspiel|Kirchspiele]]
"Verzeichnis von Grund und Vieh im Martio 1811 (in Overath) im Kirspiel Halteren", Bearbeitet von: Bodo Stratmann
| [[Bauerschaft|Bauerschaften]] <br/>
 
| freye Häuser
=== Sythen: Abschriften personengeschichtlicher Quellen ===
| 1) <br/> Klöster, <br/> Adel
 
| 1) <br/> geistl., <br/>  priv.
"Registrum des Kirchspiels Halteren (Sythen) über die Personenschatzung de dato 18.May 1701". Bearbeitet von: Bodo Stratmann
| 2) <br/> [[Bauer (Berufsbezeichnung)|Vollerben]]
 
| 2) <br/> [[Bauer (Berufsbezeichnung)|½ Erben]]
"Designatio deren im Kerspel Halteren (zu Sythen) obhandenen Persohnen und Wohnungen Anno 1726" Bearbeitet von: Bodo Stratmann
| 2) <br/> [[Bauer (Berufsbezeichnung)|¼ Erben]]
 
| 2) <br/> [[Kötter]]
"Verzeichnis von Grund und Vieh im Martio 1811 (zu Sythen) im Kirspiel Halteren", Bearbeitet von: Bodo Stratmann
| 2) <br/> [[Brinksitzer]]
 
| 3) <br/> Effektiv
<!-- Zivilstandsregister, andere Urkunden, Volkszählung,        -->
| 3) <br/> Reducirt in <br/> Vollerben
<!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      -->
| 4) <br/> Vorspann- <br/> pferde, <br/> Stück
<!-- mit geeigneten Überschriften einfügen.                     -->
| 4) <br/> Stallung <br/> f. Pferde<br/> Stück
<!-- === Genealogische Urkunden === -->
| 5) <br/> Rtlr
<!-- === Historische Urkunden === -->
| 5) <br/> fl.
<!-- == Bibliografie == -->
| 5) <br/> Pf.
<!-- === Genealogische Bibliografie === -->
|-
<!-- === Historische Bibliografie === -->
| [[Stadt]]  <br/> '''[[Haltern am See|Haltern]]'''
<!-- === Weitere Bibliografie === -->
| Bürgerhäuser <br/>  Korn- <br/> u. [[Ölmühle (Mühle)|Oelmühle]]  <br/>  [[Kontribution|contribuabel]] <br/> u. freye
<!-- == Karten == -->
| [[Fürstbistum Münster|Fürstlich]]
<!-- === Karten === -->
| .
 
| 3
== Archive und Bibliotheken ==
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=== Stadtarchiv ===
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| 240
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| 320
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|-
| '''Kirchspiel''' <br/> '''[[Haltern am See|Haltern]]'''
| [[Holtwick (Haltern)|Holtwick]] <br/>  Bauerschaft 
| [[Fürstbistum Münster|Fürstlich]]
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| [[Lavesum (Haltern)|Lawersumb]]<br/>  Bauerschaft 
| [[Fürstbistum Münster|Fürstlich]]
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| [[Overrath (Haltern)|Oberath]]<br/>  Bauerschaft 
| [[Fürstbistum Münster|Fürstlich]]
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| [[Sythen (Haltern)|Sythen]]<br/>  Bauerschaft 
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| [[Dorf]] u. [[Bauerschaft]]  <br/> [[Hullern (Haltern)|Hullern]] 
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| ''' [[Dorf]] u. [[Bauerschaft]] '''  <br/> ''' [[Hullern (Haltern)|Hullern]] '''
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Stadtarchiv Haltern, Rathaus, D-45721 Haltern, Telefon: 02364-933-104
=== Markenentwicklung===
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag 16:00 - 17:30 Uhr, Freitag 10:00 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung
Folgende Marken bestanden in Haltern:
* Antruper Mark, geteilt 1842
* [[Hilligendorfer Mark]] ''(Bauerschaft Hagendorff)'', geteilt 1844
* Freyen Mark, geteilt 1846
* [[Lippramsdorfer Mark]], geteilt 1847
* [[Lünzumer Mark]], geteilt 1848
* Westruper Mark, geteilt 1848
* Lavesumer Mark, geteilt 1853
* Stevermüers Heide, geteilt 1856
* [[Uphuser Mark|Uphauser Mark oder schmales Loe]], geteilt 1862


==== Bestandsübersicht ====  
====Stadtmarken als Gemeingut====
Bis 1910 wurde alljährlich das Bürgergeld (Erlös aus Holzverkäufen und Verpachtungen des Gemeingutes) an die Voll- und Halbbürger ausgezahlt.


I. Urkunden a) Urkunden städtischer Herkunft (1376 – 1913), 241 Stück, davon 160 Pergamente. Sie betreffen insbesondere Gerechtsame in Stadt und Marken, Erwerb von Häusern, Wortstätten, Höfen und Ländereien, Verkauf von Gärten und Grundstücken, Freigabe und Austausch von Eigenbehörigen der Stadt, Geldaufnahmen zur Deckung der Ausgaben vor allem im Dreißigjährigen und Siebenjährigen Krieg, Renten aus Häusern, Höfen, Gärten und Gründen, Jagd und Fischerei, Häuser-, Wehr- und Brückenbau.
====Stadtwaldungen====
* 1864 besaß und bewirtschaftet seit 1861 die Stadt Haltern an Holzungen 2.435 Morgen nach einem geprüften Kultur- und Behauungsplan.


b) Urkunden aus Privatbesitz, 1602-1826,19 Urkunden (Kauf- und Verkaufbriefe, Rentenverschreibungen) (siehe auch die „Inventare der nichtstaatl. Archive", Kreis Coesfeld (1904)
=== Gerechtigkeiten===
====Fischereirecht====
Arnoldi  Schulteti de Hamme (1410 / 30) war nach dem Xantener Register von 1410 ein Lehninhaber des Schultengutes zu Hamm. Er verkaufte den halben Fischereibezirk des Schultengutes auf der Lippe um 1436 der Stadt Haltern.  


II. Akten und Amtsbücher aus der fürstbischöflichen Zeit und aus den Jahren der Fremdherrschaft,
Der andere Teil der Fischerei im Hof zu Hamm gelegen, zwischen dem „Olden Kolk“ und der Furt zu Bossendorf verblieb bei den "von Hamme", welche diesen Teil verpachteten.Am 21.08.1475 verkauften vor dem Richter des Bf. v. Münster - Hinrich von Schwartzenburg zu Münster, Hinrich von Neym, der Fischereierbe Wennemar von Hamme und seine Frau Margarethe (Wulf), die Hälfte der Fischerei des selg. Arnd von Hamme, wie sie der slg. Hinrich Crampe genoss, an Gosen von Raesfeldt und dessen Erben. Zeugen: Wilh. Gunterman u. Rotger Brinkhoff.
a)  städtischer Herkunft,15. bis Anfang 19. Jahrhundert, nach der Durchnumerierung von 1959 insgesamt 7 355 Nummern. Den Sachgruppen des Altverzeichnisses (1936) entsprechend betreffen sie im einzelnen:


A) Armensachen (17.-t9. Jahrhundert), Akzise (18. Jahrhundert), 17 Nummern,
Damit war ein langer Rechtsstreit mit Haltern vorprogrammiert.


B) Bürgerbuch (1490-1626, sonstige Eintragungen ab 1439), Bürgergewinne (18. Jahrhundert), Brandschatzregister (18. Jahrhundert), 20 Nummern,
== Gerichtsbarkeit ==


C) Kontrakte und Vergleiche der Stadt (17./t8. Jahrhundert), 5 Nummern,
===Stadtgericht===
Bei Hobeling heißt es dazu: "Was die Gerichtsbarkeit des Amts Dülmen ahnlangt haben beide Städte Dülmen und Halteren ihre besonderen fürstlichen Richter, deren Jurisdiktion  sich aber weiter nicht, als innerhalb der Stätten Mauren erstreckt, darneben ist ein Gograf, der sich intitulirt Gograf an der Greinkaulen, dessen Gerichtszwang über die untergehörige Dorff- und Bauerschaften gehet."


D) Drees Erbe (17. Jahrhundert), 16 Nummern,
Der Stadtrat verfügte also innerhalb der Stadtmauern über die niedere Gerichtsbarkeit im Halterner Stadtgericht und war für kleine Vergehen zuständig. Damit ist klargestellt, dass der Rechtsbereich der Stadt und der Geltungsbereich des Stadtrechts noch nicht einmal bis zu den Grenzen  der städtischen Landwehr reichte.
* [[Stadtgericht Haltern]]


E) Eigenbehörige der Stadt (17./18. Jahrhundert), 79 Nummern,
Dem Landesherrn stand die höhere Gerichtsbarkeit zu. Er ließ durch den Gografen der Gografschaft Dülmen Recht sprechen. Das landesherrliches Landgericht war in Dülmen (Untergericht), höhere Instanz das Appellationsgericht in Münster, 1808 war das Appellationsgericht in Recklinghausen zuständig.


F) Feuerstättenregister (17./18. Jahrhundert), 13 Nummern,
1812 erfolgte die Einführung eines Friedensgerichtes für Haltern-Stadt und die Kirchspiele Lippramsdorf, Reken und Lembeck.


G) Grundsteuerregister und Grundstückssachen (17./18. Jahrhundert), 21 Nummern,
===Gerichtsbezirk===
'''1815''' wurde Haltern Sitz eines königlich preußischen Land- und Stadtgerichtes (1815;16)


H) Holzregister (18. Jahrhundert), 10 Nummern,
'''1840''' war der Land- und Stadtgerichtsbezirk [[Haltern am See|Haltern]] zuständig für die Orte:
[[Erle (Raesfeld)|Erle]], [[Haltern am See|Haltern]], [[Hervest (Dorsten)|Hervest]], [[Hiddingsel (Dülmen)|Hiddingsel]], [[Hullern (Haltern)]], [[Holsterhausen]], [[Lembeck (Dorsten)|Lembeck]], [[Lippramsdorf (Haltern)|Lippramsdorf]], [[Rhade (Dorsten)|Rhade]], [[Altschermbeck (Schermbeck)|Altschermbeck]] und [[Wulfen]].


J) Judensachen (18. Jahrhundert), 8 Nummern,
'''1849''' erhielt Haltern  eine Gerichtskommmission, der dann 1879 das [[Amtsgericht Haltern]] folgte.


K) Kopfschatzregister (17./18. Jahrhundert), Kirchensachen (17./18. Jahrhundert), Korntaxen (16.-18. Jahrhundert), 11 Nummern,
== Bevölkerung==
* Quellen
** Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Haltern am See, Pfarrkirche ad s. Sixtum P. M., Pfarre, darin
*** Status animarum 1750 - Hs. 150 f. 607
*** Haltern St. Sixtus: Status Animarum 1750, [http://data.matricula-online.eu/de/deutschland/muenster/0-status-animarum/SA_HalS/?pg=1 Digitalisat bei Matricula]
*** Kommunikantenverzeichnisse 1693, 1712 (fehlt), 1717 (fehlt) (Bestand A 8)
*** Kirche: Verzeichnis der Kirchenbankplätze 1769 Bestand A 9)
** Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Werne, Pfarrkirche ad s. Christophorum M.
*** Darin: Firmung in den Ämtern [[Amt Werne (historisch)|Werne]] u. [[Amt Dülmen (historisch)|Dülmen]] (mit Haltern) 1736
* Quelleneditionen und Bearbeitungen:
** Status animarum 1750


L) Lehnsachen (16.-18. Jahrhundert), Landtagsbriefe mit Landtagsbeschlüssen (17./18. Jahrhundert), 96 Nummern,
=== [[Bevölkerungsverzeichnisse]] ===
* Bürgerbuch ab 1523.  
* Populationsliste 1806,  


M) Markensachen betr. Lippramsdorfer, Lünsumer und Lavesumer Mark (16.-19. Jahrhundert), Militaria (17./18. Jahrhundert), Mühlensachen (17.-19. Jahrhundert), 205 Nummern,
====Adreßbücher====
* [[:Kategorie:Adressbuch für Haltern|Adressbücher für Haltern (Standortnachweise)]]
* Adreßbuch 1931, Einwohnerbuch 1949, 1954.
** '''[[1931 Erfassung der Haushaltsvorstände]]''' und '''Einwohner des gesamten Amtsgebietes'''


N) Nymer Landregister (18./19. Jahrhundert), 13 Nummern,
====Kirchenbücher====
* [http://data.matricula-online.eu/de/deutschland/muenster/haltern-st-sixtus/ Haltern, St. Sixtus, Kirchenbücher und Register (rk.) online bei Matricula]


O) Erbe Overhus, Ontrup u. a. (17./18. Jahrhundert), 72 Nummern,
==== Zivilstandsregister ====
* Zivilstandsregister Haltern, St. Sixtus 1812-1813, [http://data.matricula-online.eu/de/deutschland/muenster/haltern-st-sixtus/ Digitalisat bei Matricula]


P) Prozesse (16.-I8. Jahrhundert), Verkaufsprotokolle (18. Jahrhundert), Publicanda (17./18. Jahrhundert), Ratsprotokolle (16. bis 19. Jahrhundert) Auszüge 1568-t618, sonst 1637-1659, 1668/69, 1671/72, 1676/77, 1733, 1746-1775, 1803, 1808, 1809), Personenstandsregister (1809-1813), 398 Nummern,
====Hausnummern-Konkordanz====
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden im Münsterland durch Erlass des Landesherrn, Kürfürst Maximilian Friedrich von Königsegg-rothefels, eine Feuerversicherungspflicht für Gebäude in Kraft gesetzt. Dazu musste in jedem Ort ein Brandkataster angelegt werden, in dem jedes Gebäude mit dem Wertermittlungsbetrag eingetragen wurden. Deshalb erhielt jedes Haus eine Brandkataster- Nummer. Die fortlaufende Nummervergabe erfolgte oft in Anlehnung des "Umgangs" wie z. B. beim "Status Animarum". Die Hauptgebäude erhielten die fortlaufenden Brandkataster-Nummern 1, 2 3 ,4...... Nebengebäude erhielten die gleiche Nummer mit dem Zusatz a, b, c .... Für Haltern liegen die Verzeichnisse von 1772 und 1779 vor.


Q) Pensionsquittungen und sonstige Quittungen (15.-18. Jahrhundert), Quittungen und sonstige Belege zur Rentmeistereirechnung (16.-18. Jahrhundert), 1086 Nummern,
In der Populationsliste für 1806 wurden andere Hausnummern eingesetzt, ebenso in den Einwohnerverzeichnissen von 1841 und in Katasterregistern.


R) Stadtrechnungen (16.-19. Jahrhundert und zwar für die Jahre 1554, 1557, 1637, 1660, 1666, 1670, 1672-1709, 1730-1750, 1760-1808), Reskripte und Edikte betr. Privilegien, Märkte, Einquartierungen, Schatzungen, Holzverkäufe (16.-18. Jahrhundert), 4146 Nummern,
=== Einwohnerentwicklung ===
1818: 1597 E., 1843: 1934 E. und 320 Häuser, 1858: 2177 E., 1871: 2424 E., 1885: 2999 E., 1895: 3396 E., 1905: 4741 E., 1910: 597:3 E., 1920: 7274 E., 1925: 7886 E., 1933: 9696 E., 1939: 10 106 E., 1946: 10 003 E., 1950: 12 732 E.


S) Schatzungssachen (Kirchspielschatzung, Vieh-, Haus- und Feuerstättenschatzung) (16.-18. Jahrhundert), 773 Nummern,
====Einwohnerstruktur 1864====
* Stadt Haltern: 1.123 männlich, 1.123 weiblich, insgesamt 2.246
* Gemeinde Kirchspiel Haltern: 908 männlich, 827 weiblich, insgesamt 1.735
* Gemeinde Lippramsdorf: 459 männlich, 477 weiblich, insgesamt 936
* Gemeinde Hullern: 203 männlich, 187 weiblich, insgesamt 390


T) Taxen der Taglöhner und Handwerker (17./18. Jahrhundert), 128 Nummern,
====Zuzuggeld====
Bei Zuzug wird von jeder einzelnen oder neu zuziehenden Person oder von jeder neu zuziehenden Familie erhoben
* in der [[Stadt]] Haltern 3 Taler (auf Grund des Gesetzes vom 14.05.1860)
* in der [[Gemeinde]] [[Kirchspiel]] Haltern
* in der [[Gemeinde]] Lippramsdorf
* in der [[Gemeinde]] Hullern, alle im [[Amt Haltern]] 5 Taler (auf Grund des Gesetzes vom 24.06.1861) <br/>
Von diesem Einzugsgeld ist in allen Gemeinden die Gestattung der Niederlassung abhängig.<ref name="Mersmann">'''Quelle:''' Mersmann, Statistische Nachrichten über den Kreis Coesfeld pro 1862/64 (G.A.Hülswitt, Münstern 1865)</ref>


U-V) Verpachtungen städtischer Gebäude und Ländereien (18. / 19. Jahrhundert), Vikarie der Kirche zu Haltern (16.-18. Jahrhundert), 108 Nummern,
===Adelshäuser in Haltern===
* [[Haus Hamm (Hamm-Bossendorf)]]
* [[Haus Ostendorf]]
* [[Haus Sythen]]


W) Wegegeldregister, Warenzölle (17.- 19. Jahrh.), 22 Nummern,
===[[Grundherrschaft|Grundherren]] und deren Archivbestände===
Die Bevölkerung in Stadt und Kirchspiel war im 17. Jahrhundert in etwa ausgeglichen. Im Kirchspiel selber gab es mehr Eigenbehörige als Freie. Akten über Eigenbehörige finden sich in Archiven von Grundherren. Folgende Grundherren hatten mit Eigenbehörigen besetzten Besitz im Kirchspiel Haltern:


Z) Ziegelofen (17./18. Jahrhundert), Zollsachen (18. Jahrhundert), 18 Nummern.
* [[Haus Ahlrodt]],  zu Lüdinghausen (Archivdepot Cappenberg über Landesarchivamt)
* [[Antoniuskapelle (Lavesum)]] (Pfarrarchiv)
* [[Domkapitel (Münster)]]
* [[Domkellnerei (Münster)]] (Staarsarchiv Münster)
* [[Haus Emte]]
* [[Stift Flaesheim]], (Vestisches Archiv Recklinghausen - HAA)
* [[Haus Füchteln]]
* Gogh (?)
* Stadt [[Haltern am See]], (Stadtarchiv)
* [[Richthof Haltern]],  (Archiv Haus Assen in der Gemeinde Lippetal)
* [[Hofkammer (Amt Dülmen)|Hofkammer (Münster) ]]
* [[Haus Kakesbeck]], (Archiv Haus Darfeld, Gemeinde Rosendahl )
* [[Haus Lüdinghausen]],
* [[Kloster Mauritz (Münster)]] , (STAM)
* [[Haus Meinhövel]], (Archivdepot Cappenberg über Landesarchivamt)
* [[Haus Nordkirchen]], (Archivdepot Cappenberg über Landesarchivamt)
* [[Haus Ostendorf]]
* [[Haus Osthoff]]
* [[Haus Sandfort]]
* Sebbel
* [[Haus Sythen]]
* Tenberg
* [[Kartaus Weddern]]
* [[Höfe des Stiftes Essen bei Haltern]]


b)  Akten und Handschriften fremder Herkunft,
Zuständige Grundherren finden Sie in der Stadtbücherei in "Beiträge zur westfälischen Familienforschung" Band 52 "Die Höfe des Münsterlandes und ihre grundherrlichen Verhältnisse"


17.- 19. Jahrhundert, 7 Nummern, darunter drei Bände mit zahlreichen die Stadt Haltern betreffenden landesherrlichen Verfügungen (1651- 1820), Sachsenspiegel (Abschrift Ende des 15. Jahrhunderts), Gildebuch der Zimmerer-, Rad- und Wagenmachergilde zu Haltern (1710-1888),
=== Hexenverfolgung ===
* [[Haus Ostendorf/Hexenprozesse|Prozesse wegen Zauberei und Hexerei in Lippramsdorf]]


c)  Nachtrag, 31 Nummern (16.-19. Jahrhundert).
=== Seuchen/Massensterben/Hochwasser ===
* Pest 1444. In den 40er Jahren des 17. Jh. brach eine große Hungersnot infolge der unerträglichen Kriegslasten aus.
* Das große Sterben zu Haltern, Februar bis Mai 1652, 1784 In Haltern grassiert die rote Ruhr.
* 1565 durch Hochwasser zerstörte Brücke über die Stever bei Haltern.
* Ende Jan./Febr. 1614 unbeständiges Wetter, Frost und Überschwemmungen.
* 1737 Hochwasser, Ländereien abgetrieben


III.   Akten aus den städtischen Registraturen 1815-i934, 87 Nummern, alles übrige 1945 vernichtet); sie betreffen
=== Katastrophen, Krieg, Seuchen ===
Als Grenzstadt hatte H. in allen Jh. schwer unter Kriegsnot zu leiden (Münsterische Stiftsfehde 1450-57, Spanisch-Holländischer Krieg 1587-1609. Nach dem [[Gerichtsprotokollbuch]] [[Haus Ostendorf]] waren die Städte Haltern und [[Dorsten]] zumindest in der Zeit von 1599 bis 1600 von italienischen Truppen besetzt.


1) Chronikführung und Statistik (1822-1912), 5 Akten,
Durch Hochwasser kam es wiederholt zur Verlagerung des Lippebettes, so im Katastrophenwinter 1547/48 um 1 km nach Süden oder zu größeren Landabschwemmungen ua. 1569/70 . Die Verluste und Verschiebungen von Ländereien und Fischereibezirken waren beträchtlich, da auch die Stevermündung als Fischreigrenze immer weiter nach Osten rückte und sich damit die Fischrei des Stiftes Flaesheim immer weiter vergrößerte.


2) Städtische Beamte und Angestellte (1861-1934), 23 Akten,
30jähriger Krieg 1618-48,Bittprozession am Tage des Halterner Kirchenpatrons (6. August 1630) wegen der Pest. Besatzung und Kontribution durch die Hessen - Hungersnot und Pest (1634-1636).Zerstörung der Überreste Halterns durch die Hessen unter Oberst Hans Adam von Carffen (1646).


3) Städtische Verwaltungssachen (1818-1934), 14 Akten,
Austragung eines Zwistes in Haltern zwischen dem Stift Essen und einem schwedischen Leutnant wegen seiner Ansprüche (1652, Gefangennahme von 105 Essener Bauern).


4) Protokolle der Magistrats- und Stadtverordneten (1882-1935), 7 Akten,
Das große Sterben in Haltern (Februar bis Mai 1652).


5) Haushalts- und Rechnungssachen (t819-1934), 5 Akten,
7jähriger Krieg 1756-63, Freiheitskriege 1813-15, Spartakistenkämpfe 1920. Häufige Auseinandersetzungen mit kurkölnischen Truppen aus dem Vest Recklinghausen zwangen zur Anlage starker Befestigungen.


6) Grund- und Vermögenssachen, Forst- und Wasserangelegenheiten (1895-1935), 7 Akten,
===Wehrwesen===
Außer der üblichen Bürgerwehr hatte Haltern zu keiner Zeit Militär. Zur Wehrpflicht (Losung) wurde jeder Bürger herangezogen.


7) Schulsachen (1889-1934), 21 Akten,  
* Zur Einrichtung der inneren Defension im [[Fürstbistum Münster]] 1672 wurden "Verzeichnisse der konskribierten Bauemsöhne in den Kirchspielen Dülmen, Buldern und Haltern sowie in der -- Stadt Haltern" angelegt.
** Quelle: Staatsarchiv Münster/Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Militaria, Nr. 250,  


8) Steuersachen (1908-1934), 2 Akten,
1811 mußte Haltern dem französischen Heer 20, 1812: 26 Rekruten stellen Bei der Einrichtung der preußischen Landwehr 1813 stellte Haltern 81 Landwehrmänner, l l Rekruten und 2 Landwehrkavalleristen zur Verfügung. Dazu kamen 15 Freiwillige. Dem Lützowschen Freikorps gehörten 2 Bürgersöhne an.


9) Gewerbesachen (1926-1929), 1 Akte,  
===  Geschichtliche Personen ===
* Franziskanerpater Antonius (Vinzentius) "Schirley", * 15.12.1647 in Haltern, Vikar des Klosters Dorsten, Gründer des Wallfahrtsortes Neviges, Missionar des (reformierten) Emslandes.
* Paulus Melchers, 1841 Kaplan zu Haltern, dann Generalvikar in Münster, Bf. von Osnabrück, Erzbischof von Köln, Kurienkardinal in Rom.
* Josef König, der Begründer der Lebensmittel-Chemie, 1843 in Lavesum geboren.
<!-- Hier: Lokale Persönlichkeiten unterschiedlichster Art -->


10) Judensachen (1856-1867), 1 Akte.
===Zivilstandsregister===
1815 erfolgte durch die Preußen die Abschaffung der 1808 durch die Franzosen eingeführten [[Zivilstandsregister]] und die Wiedereinführung der Kirchenbücher.


IV.  Registratur 1935-1950, 209 Akten,
Zivilstandsregister für Haltern finden sich für Geburten von 1809 - 13 in 7 Bänden, Heiraten von 1809 - 13 in 7 Bänden und Sterbfälle von 1810 - 13 in 7 Bänden. (Befinden sich im Halterner Stadtarchiv)


V.    Karten, Pläne, Bilder (1758-1959),
Zivilstandsregister für Hullern finden sich für Geburten von 1810 / 1811 in 2 Bänden, [[Proklamationsakten]] und [[Heiratsakten]] von 1810 / 1811 in 4 Bänden und [[Sterbeakten]] von 1810 / 1811 in 2 Bänden. (Befinden sich im Halterner Stadtarchiv)
 
Vl.  Sammlung von Abschriften und Photokopien der in fremden Archiven  ermittelten Archivalien zur Geschichte der Stadt Haltern (13.-19. Jahrhundert)
 
VII. Aufzeichnungen und Niederschriften zur Geschichte der Stadt Haltern (Aufsatzmanuskripte, Niederschriften zur Stadtchronik, mit Bildbeigaben) 1930-1950,
 
VIII. Zeitungssammlung (Halterner Anzeiger (mit den „Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde zu Haltern") 1903-1920, Allgemeine Zeitung für die Kreise Ahaus und Coesfeld 1914 - 1915, Münsterischer Anzeiger 1914-1915
 
=== Sonstige Archive ===
 
Akten der Richthöfe Haltern und Dülmen liegen im Bestand 9 des Zentralrchivs Assen und können via Film im „Wstfälischen Archivamt eingesehen oder als Akten zur Einsicht bestellt werden.
 
Akten des Hofes Dickmann aus Sythen, des Amtes Dülmen - einschließlich Stadt und Kirchspiel Haltern, der Übergangszeit und der Grafschaft Dülmen befinden sich im „Croyschen Archiv“ zu Dülmen. (Inventare der nichtstaatlichen Archive, Kreis Coesfeld)
 
Akten aus dem heutigen Stadtgebiet, mit dem Schwerpunkt Lippramsdorf und der Bauerschaft Holtwick befinden sich den Beständen des Hauses Lembeck in Dorsten – Lembeck. Hier befindest sich auch der Bestand des Hauses Ostendorf.
 
Auch im Archiv Nordkirchen Archivdepot Cappenberg Befinden sich Unterlagen Haltern und Hamm – Bossendorf betreffend.
 
Im Archiv Nordkirchen Archivdepot Ruhr wird man wegen Haltern fündig werden, aber auch wegen Sythen und Ostendorf.
 
Weitere Unterlagen finden sich im Archiv der Stadt Dülmen.
 
Ebenso lassen sich im Staatsarchiv Münster Bevölkerungslisten und Akten, welche Haltern betreffen mit leichter Hand finden.
   
   
=== Stadtbibliothek ===
An diese Bestände der Stadt schlossen sich die [[Zivilstandsregister]] in der Pfarrei St. Sixtus an, mit den Laufzeiten von 1812 - 1813. Diese sind dem [[Bistumsarchiv Münster]] übergeben worden.


Stadtbücherei Haltern am See,Lavesumer Straße 1g (Ende der Fußgängerzone, Telefon
Die danach als [[Personenstandsregister]] geführten Kirchenbücher sind einsehbar im [[Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe]] in Detmold und zwar für Haltern (M), Laufzeit: ev GHT 1849-1874, kath GHT 1815-1874, Juden (Bgm) GHT 1832-1847, (GB) GHT 1850-1874, Diss (GB) GHT 1858-1861.
02364/933-215 / 02364/933-216 (Ausleihe, Fax 02364/933-213


Heimat- und Familienforscher finden hier einen Schwerpunkt: Periodika u.a. "computergenealogie" magazin für familienforschung ab Nr. 1, "Mitteilungen der WGfF e.V., u.a.m., Nachschlagewerke, Sachbücher, CD-Roms (Mormonen-Quellen, historische Lexika etc.), Findbücher zu Archiven (Pfarrarchive, Adelsarchive u.a.m.), Urkundsbücher, Quellennachweise zur weiteren Forschung, Digitalisierte Archivalien, Abschriften von Steuerlisten etc., Kirchenbuchabschriften , historische Bücher (z.B. zum Lehenwesen) auf CD-Rom  , Plätze zum Lernen und Arbeiten, Internet-Cafè ......
Hier sind ebenfalls die Bestände für [[Hullern (Haltern)]] einsehbar, nämlich kath GHT 1815-1874.


Es kann auch online via Internet gesucht und bestellt werden. Auch Fernleihe ist möglich.
===Schatzungslisten / Steuerlisten===
http://www.bibliotheken-im-kreisre.de/index.asp?DB=all
'''Reichs- und Landesschatzungen'''


== Verschiedenes ==
Quellen der Heimat- und Familienforschung: Willkommschatzung bei Einführung eines neuen Bischofs, [[Türkensteuer]], Hausschatzungsregister  teilweise mit Berufen, Namen der Hausgenossen, Zustand der Stätten .........
<!-- === Regionale Verlage und Buchhändler === -->
<!-- === Berufsgenealogen === -->
=== Heimat- und Volkskunde ===


'''Halterner Museum für Buch- und Druckkunst''' (in der Stadtbücherei), Kontakt: Herr Klein-Erwig, Lavesumer Straße 1g, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 933205 o. 933199
* [[{{PAGENAME}}/Schatzungen]]


Ausstellungsschwerpunkte: ehem. Druckerei mit Inventar aus den 1940er Jahren. Führungen: auf Anfrage; pädagogische Betreuung von Schulklassen/Gruppen, Öffnungszeiten: Fr. 9.00 - 12.00
=== [[Sprache]] ===
Sonstiges: teilweise behindertengerechte Publikumsflächen
Amtssprache nhdt., seit Ratsprotokolle vorliegen (16. Jh.). ab 18. Jh. Hochdeutsch. Die [[Westmünsterländische Mundart]] in Haltern liegt in dem Grenzstreifen Essen-Gronau, der niederfränkische und westfälische Eigenheiten mischt. Es hat nur z. T. die „Brechung" durchgeführt (Stuobben, Uobben (Ofen), Liäwwerwuorst); i (ihr), mi (mir). Dülmer Sprachspott gegen Haltern: „Ook van Haltern, stoot mi nich" (Dülmen hat: auk, staut).


'''Westfälisches Römermuseum Haltern.''' Kontakt: Leiter(in)/Direktor(in) Dr. Rudolf Aßkamp, Weseler Straße 100, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 93760, Fax: 02364 937630, E-Mail: roemermuseum@lwl.org.  Internet: www.roemermuseum-haltern.de
===Volksbräuche===
In den heutigen Ortsteilen der Stadt Haltern am See entwickelten sich lokale Bräuche, welche unterschiedlich gepflegt wurden und werden:
* [[Hamm-Bossendorf/Volksbräuche]]


Ausstellungsschwerpunkte: Provinzialrömische Antike Westfalens; Exponate aus den Römerlagern an der Lippe, ergänzt durch Texte, Modelle, Rekonstruktionen sowie Tonprogramme und Videos
[[Bild:Glashuette-Haltern1882.jpg|thumb|300px|left|Glahüttenwerk Riegermann & Schönert gegr. 1874 in Haltern, Spezialist für Beleuchtungsartikel]]
Führungen: öffentl. u. auf Anfrage; museumspädagogische Betreuung von Schulklassen/Gruppen
Öffnungszeiten: Di. - Fr. 9.00 - 17.00; Sa., So., Feiertage 10.00 - 18.00 Uhr


<!-- === Auswanderungen === -->
== Hansestadt, [[Wirtschaft]] ==
<!-- === LDS/FHC === -->
Die wirtschaftliche Entwicklung H.s beruhte im Kirchspiel früher auf dem Ackerbau, die Stadt war eine Ackerbürgerstadt, jedoch mit Anteil an dem Handel des Westmünsterlands mit den Niederlanden und einen eigenen Schwerpunkt in Norwegen. Als Grenzstadt zwischen Kurköln und dem Fürstbt. Münster war Haltern ein wichtiger Handelsplatz für den Warenaustausch und Lippehandel per Schiff. Dazu zählte auch Salz.


== Internetlinks ==
Eine Borkener Urkunde von vor 1260 bestätigt, dass die Stadt Borken seit alter Zeit berechtigt war, die sogenannte Hansegrafschaft über einen Bezirk auszuüben, der von Winterswijk und Groenlo über Vreden bis Velen, Haltern, Lippramsdorf und Raesfeld reichte.


=== Offizielle Internetseiten ===
Haltern wird dann in einer Kölner Liste als Hansestadt verzeichnet (1469), in Lübeck (1470) mit Beziehungen zu Kaufleuten aus Köln (1491/99), Wesel (1360) und Antwerpen (1572/ 75). Münster war Halterns Vorort der Hanse und auch Coesfeld spielte eine Rolle.


http://www.haltern.de
Dienstags und freitags Märkte (Chronik 1839), dazu Pferde und Schafmärkte, Ziegelofen als Städt. [[Ziegelei (Handwerk)|Ziegelei]], Stadtmühle, Anlage der Lohmühle seitens der Stadt (1807). In den Jahren 1860/64 fanden jeweils 7 Jahrmärkte statt.


=== Genealogische Internetseiten ===
Leinenweberei mit 80, Wollweberei mit 22 und Strumpfwirkerei mit 9 Stühlen (1818).Um 1845: 7 Kram-und Viehmärkte. Bedeutender Holzhandel.


http://www.heimatvest.de/Haltern-info.htm
'''Legge in Haltern:''' 1661/1662 sind Lieferungen von "Helter Laecken" (Halterner Qualität in Wolltuchen) nachgwiesen, dies läßt Rückschlüsse auf eine Legge zu.


=== Historische Internetseiten ===
Niedergang des Gewerbes, besonders das des Tuchmachers - 1840 nur noch drei Tuchmacher - Entfremdung vom Handwerk.
[[Bild:Haltern_RB-Ausbe1930wilh-Al.jpg|thumb|350px|Haltern um 1933: Reichsbahn - Dienstwagen aus Münster, Bild Mitte hinten:Wilhelm Albers von Block Lippe, links außen Hein. Wiethoff gt. Sonntag aus Hämken)]]
Die Stadt besitzt nach umfangreichen Markenteilungen och um 1955 insgesamt 817 ha umfassende Waldungen. Handel und Verkehr erlebten einen starken Aufschwung durch den 1870 und 1874 erfolgten Anschluß an das Eisenbahnnetz und Haltern erhielt ein Bahnbetriebswerk.  Die Strecke nach Wesel wurde zwischenzeitlich allerdings stillgelegt. Während noch 1818 die [[Wollweberei]] auf 22, die [[Leinenweberei]] auf 80 und die Strumpfwirkerei auf 9 Stühlen betrieben wurden (um 1845 daneben noch Zeugdruckereien und Gerbereien vorhanden), gingen diese Hausindustrien immer mehr zurück. Dafür bürgerten sich andere kleine neuzeitliche Industriebetriebe ein: Glashüttenwerke (Riegermann & Schönert Glashüttenwerk 1874 gegr., 1907 insges. 85 Arbeiter), Mechanische Weberei, Fabrik der Westfälisch-Anlaltischen Sprengstoff-AG. 1897, Holzbetriebe 1924, elektrische Leitungsröhren 1898, Maschinenfabriken 1937, Beton- und Zementwaren ([[Flußsandbaggerei]]). Der auf das Stadtgebiet gerückte Kohlenbergbau beschäftigt auch H.er Bergleute. Nach Anlegung der H.er Stauseen ab 1930 steigender Fremdenverkehr (1949: etwa 10 000 Übernachtungen, etwa 1 Mill. Besucher jährlich), bedeutendste Volkserholungsstätte am Nordrand des Rheinisch-Westfälischen Industriegebiets.


http://www.his-data.de/territor/d/nrw/muenster/1975/re/haltern/ksp/haltern,ksp,rahmen.htm
* 1864 beschäftigte die [[Kratzenmacher|Kratzenfabrik]] zu [[Haltern am See|Haltern]] 4 Arbeiter


http://www.heimatvest.de/Haltern-Geschichte.htm
=== Handel und Gewerbe ===
<!-- Hier: Hinweise auf historische Berufe, Gilden, Manufakturen und frühe Industrialisierung,  Handelsbeziehungen z.B. Hanse, Norwegen, Ostländer, englische und holländische Beziehungen. usw ) -->


http://www.hullern.de/geschichte/his00.html
=== Berufe ===
<!-- Hier: Darstellung früher Berufsstatistiken (Quellen wie Bevölkerungsverzeichnisse und Steuerlisten) -->[[Bild:Haltern-Baeker-tole.jpg|thumb|300px|left|Haltern/Herne um 1933: Brotauslieferung Bäcker Thole, Gasthof Albers (Töchter Maria, Clementine)]]


<!http://www.geschichte-oe.de/Flaesheim/index-flaesh.htm
====Handwerk====
In Haltern wurden 1726 im Rahmen einer Steuerschatzung im Stadtgebiet (innerhalb der Mauern) Haushalte erfasst.  
* [[Gewerbetreibende in der Stadt Haltern]]
* Gastwirtschaft "Zum Schwan", Besitzer am  27.05. 1647 Bürgermeister Bernhardt Brox


== Bibliografie ==  
=== Verkehr ===
Haltern  lag im MA an der Lippestraße von Wesel nach Münster (Osnabrück-Bremen), heute Bundesstraße Wesel-H.-Münster. Nach S Bundesstraße H.-Recklinghausen-Bochum-Köln. Landstraße nach Dorsten-Oberhausen. Bahnanschluß 1870/74: Hauptstrecke Essen-Recklinghausen - H. -Münster - Bremen / Hamburg. Nebenstrecke H.-Wesel. Nahverkehr der Verkehrsgesellschaft Haltern (1931), Vestische Kleinbahnen, Stauseelinien 1931, Arbeiterverkehr nach Marl-Hüls 1932-36 und 1939-45; Bhf. 1945 völlig bombenzerstört und geplündert, Neuaufbau seit 1946.


Börsting/Schröer: Handbuch des Bistums Münster, Münster 1946
=== Umgebungsbedeutung ===
H. besaß und besitzt gewisse Bedeutung für die Siedungen des H.er Lippetales und liegt im Einflußbereich von Recklinghausen. Starke Beziehungen nach Münster schon im 16. Jdt. durchgehend nachweisbar.


Börsting: Geschichte des Bistums Münster, Bielefeld 1951
===Münzwesen===
* Halterner Währung 1591: 1 Reichstaler zu 26 Schillingen gerechnet.
** Ohne landesherrliche Genehmigung wurden 1593 und 1624, vielleicht auch 1592, Kupfermünzen geprägt. Bekannt sind bisher Werte zu 9, 6, 3, 1 Pfg. mit Wappen auf der Vs. und Wertzahl auf der Rs. Dadurch schwere Konflikte mit dem Landesherrn, der durch den „recessus destitutionis“ von 1627 weitere Prägungen verbot.
* [[Notgeld]]. 1921: 10 Pfg., Eisen, mit dem Kopf des Drusus. Weitere Ausgaben in Papier. 1921: 25, 50 Pfg., 1 M. 1923: elf Werte von 100 Ts. bis 1 Bill.


Die religiös-kirchlichen Verhältnisse in den Pfarreien Dorsten, Osterfeld, Bottrop, Marl, Polsum und Kirchhellen nach dem Visitationsprotokoll vom 21./22. August 1569. 1990 Vauseweh, Arno
===Maße und Gewichte===
Das [[Halterner Maß]] war vor 1802 eine Maßeinheit, welche neben dem [[Dülmener Maß]] auch über die Grenzen des Kirchspiels Haltern hinaus Bestand hatte. Angewandt wurde es bei der Berechnung von Naturalabgaben des zum [[Haus Ostendorf]] gehörenden Bauernerbes Wilde im Kirchspiel [[Hamm-Bossendorf]] und bei der Berechnung von Naturalabgaben an die Pfarrei zu [[Hamm-Bossendorf]].Nach dem Kirchenarchiv Hamm-Bossendorf 1797: Meßkorn, abzuführen in Halterner Maß.


Vestischer Kalender
====Halterner Maß====
* 1840 Geltungsgebiet: Stadt und Landgemeinde Haltern, Gemeinden Hullern und (Lippramsdorf ab 1816, vorher Borkener Maß)
Vestische Zeitschrift / Vestisches Jahrbuch
** Benennung: Stadt Halternsches Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher
*** Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an einem auf dem Rathaus zu Haltern vorhandenen Scheffel. Untersuchungsart: Streichmaß
**** Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1489,114 oder abgerundet 1489 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 26,64 Liter.
** Siehe auch: [[Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten]]


Haltern - Tummelplatz der Archäologen / Gerd Twilfer 2002
====Stadtwaage====
 
* 28.06.1658 Henrich Lindemann ist für 1 Jahr geschworener Waagemeister
Die Kreide-Basis im Raum Olfen-Haltern. 1985 Nordhaus, Jochen H.  
 
Inhaltliche Strukturanalyse der Denarkomplexe von Kalkriese und Haltern / von Wolfgang Lippek
2002   


Die stratigraphisch-fazielle Entwicklung des unteren Abschnittes der mittleren Bochumer Schichten im Raum Haard/Haltern unter besonderer Berücksichtigung synsedimentärer Bewegungsabläufe. Diss. Münster, 1988 Luther-Zahn, Dagmar 
===Städtische Steuern -[[ Wortgeld]]===
Zur Zeit der Stadtgründung 1289 und später hatten die Bewohner als freie Eigentümer Erbzins, das sog. [[Wortgeld]], an den Landesherrn und die lokale Kirche zu entrichten, auf seinem Haupthof war die Stadt errichtet worden. Seit 1354 Einnahmen aus Gerechtsamen und [[Akzise|Akzisen]]. Während der Kriege Kontributionen an Geld und Naturalien. Sonst bis 1806 wegen der hohen Einnahmen aus Grundbesitz und städt. Gerechtsamen wenig Steuern. 1806 Grundsteuer, 1811 Personalsteuer, Mobiliarsteuer, Türsteuer und Fenstersteuer, 1818 Verbrauchssteuer, 1819 Branntweinsteuer und Braumalzteuer.


Spuren der Kultur der mittleren Altsteinzeit im Raum von Haltern (Westfalen) und der unteren Stever / mit Zeichn. von Ernst Prokop; Lothar Terkowski. Haltern : Selbstverl., 1984 Bode, Adolf   
===Landessteuern===
Vor 1802 gehörten die Einwohner der [[Stadt]] innerhalb der Mauern nach der Ständeordnung zum Bürgertum, die Einwohner des [[Kirchspiel|Kirchspiels]] zum Stand der Bauern und Arbeiter, welche nicht in der Landschaftsversammlung vertreten waren. Daran waren jeweils Pflichte und Rechte geknüpft. Das Kirchspiel Haltern allein hatte bis dahin an monatlicher Kirchspielsschatzung 80 Rt zu erbringen. Dazu konnten die Stände in der Landschaftsversammlung einmalige Sonderschatzungen beschließen.


Die Ur- und Frühgeschichte der Stadt Haltern. 1988 Gaffrey, Jürgen   
===Zölle===
Am 05.08.1768 erfolgte eine erneuerte Festsetzung der hochfürstlich münsterschen Lippezollrolle zu Haltern für die Auf- und Niederfahrten, wodurch alle stromauf- und abwärts geführt werdende, in 125 benannte Artikel benannte Gegenstände als Holz, Früchte, Weine, Brandweine, Colonial- und andere Waren, einen jedem Artikel beigesetzte, und auch die nicht benannten Güter, nach Maßgabe ihrer Eigenschaft und ihres Wertes, eine nach Analogie des Tarifes zu bestimmende Zollgebühr zu entrichten hatten. Defraudationen der Letzteren aber mit der Confiskationsstrafe  belegt wurden. Diese Rolle ist in der Lippe-Konvention vom 05.08.1768 enthalten (wohl mit der Gf. Mark und Vest Recklinghausen).
* 1769: '''Am Zollhause (Haltern) ist ein Fährschiff auf der Lippe.''' Das Zollhaus stand 1640 auf dem Loddenkamp.
** 1834 Lippeschiffahrtsempfänger in Haltern Anton Feldhaus


Pollenanalytische Untersuchungen zur Vegetations- und Siedlungsgeschichte im Gebiet der Borkenberge bei Haltern in Westfalen. Münster : Westfäl. Vereinsdr., 1984 (Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 46,2) . - (Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft für Biologisch-Ökologische Landeserforschung, Pott, Richard 
===[[Lippe (Fluss)]]===
Als Wasserstraßen war die Lippe zum Transport großer und schwerer Lasten in der Logistik eigentlich unentbehrlich, aber durch die typische Ausprägung der Kurvenradien und Pegelständen nur beschränkt nutzbar. Dies wurde durch entsprechende Konstruktionen beim Schiffbau berücksichtigt und die Maße der in der Lippeschiffahrt genutzten Schniggen, Schnucken, Deelen oder Achen, und bei den Floßkonstruktionen, den jeweiligen Möglichkeiten angepasst. <ref>'''Quelle:''' Stratmann, Bodo: Lippe als Wasserstrasse, Krummhölzer, Schniggen und Floßwesen im 17. Jahrhundert (Dortmund, 5/2022)</ref>


Katalog der Eisenfunde von Haltern aus den Grabungen der Jahre 1949 - 1994 / Joachim Harnecker
Auch zur Verhinderung von natürlicher Strombettverlagerungen der Lippe und Landabschwemmungen bei den Ackerflächen der Anwohner, besonders auch an den nach innen gewölbten Krümmungen des Flussbettes bei gleichzeitigen Anschwemmungen an den gegenüber liegenden Ufern, gab es rund um Haltern ab dem 17. Jhdt. immer wieder Bestrebungen zu Flussbegradigungen.
Mainz am Rhein : von Zabern, 1997 (Bodenaltertümer Westfalens ; 35)
 
Die Ausgrabungen in einem Hügelgräberfeld der jüngeren Bronze- und älteren Eisenzeit in Haltern-Lehmbraken, Kr. Recklinghausen, durch Albert Baum im Jahre 1902. 1997 Eggenstein, Georg   
Der augusteische Militärstützpunkt Haltern 1995 Kühlborn, Johann-Sebastian


Die Ausgrabungen im römischen Gräberfeld von Haltern. 1987 Aßkamp, Rudolf   
====[[Fährgerechtigkeit (Haltern)|Lippe-Fähre]]====
Die Römer in Haltern / von Siegmar von Schnurbein. Münster : Westfäl. Landesmuseum für Vor- u. Frühgeschichte, 1979 (Einführung in die Vor- und Frühgeschichte Westfalens ; 2)
* Am 24.11.1650 wurde die vonn Rütger Schilling unnd Dirich Severin verfertigte Schale oder Punte zu Wasser gebracht. (für die neue Fähre am Zollhaus)
* Am 28.96.1658 ist Dietherich Oendrup ist als städtischer Fährmann vereidigt worden.


Die römischen Militäranlagen bei Haltern / Siegmar von Schnurbein. - 2. Aufl. Münster : Aschendorff, 1981 (Bodenaltertümer Westfalens ; 14)  
===Post, Reit- und Fahrpost, Telegrafie, Fernsprecher===
====Postofficiorum Haltern====
Gehörte zum [[Hochfürstlich Münsterisches Oberpostamt|Oberpostamt Münster]]
* 1776 Moll, Postwarter
* 1784 Vorschlag des Geh. Rats auf der Reise des Landesherrn nach Bonn, den Pferdewechsel (der Post) beim Wirtshaus am Annenberg statt in Haltern vorzunehmen, '''weil dort die rote Ruhr grassiert'''.


Die Zentralgebäude des augusteischen Legionslagers von Marktbreit und die Principia von Haltern 1993 Pietsch, Martin 
* [[{{PAGENAME}}/Artikel zur Post]]


Zu den römischen Gräbern von Haltern. 1990 Aßkamp, Rudolf 
== [[Verwaltung (Fürstbistum Münster)|Verwaltung]], städtische Verfassung ==
=== Kirchspiel ===
Die einzelnen Bauerschaften wurden von Burrichtern geleitet, welche untere landesherrlich Verwaltungsaufgaben übernahmen. Darüber hinaus gab es den [[Receptor]] des Kirchspiels und die Tegeder als Zehnteinnehmer.


Das Gräberfeld von Haltern. 1991 Berke, S.  
=== [[Stadtrat (Westfalen)|Stadtrat]]===
Die Gemeinheit wurde zunächst von 12 Schöffen (Zwölflinge als [[Ratsgeschlecht (Westfalen)|Ratsgeschlechter]]) und einem Richter geleitet, 17. Jhdt. vom Rat, bestehend aus 2 Bgm., 2 Rentmeistern, 8 Ratsschöffen (zeiweilig 6 Schöffen und 2  [[Gemeinheitsmann|Gemeinsleute]], geleitet. Bgm. (Proconsules) und Schöffen (Consules) wurden alljährlich am 27. 12. von den durch das Los bestimmten 4 Kürgenossen gewählt, während die [[Gemeinheitsmann|Gemeinsleute]] am Heilsamestag, einige Tage später, vom Rat bestimmt wurden. Dem Rat stand die Verwaltung des Gemeinheitsvermögens, die Umlage der Steuern und eine untergeordnete Gerichtsbarkeit zu. Allerdings besaß der Landesherr das Einspruchsrecht. Darüber hinaus gab es den städtischen [[Receptor|Rezeptor]].


Ausgrabung 1985 [neunzehnhundertfünfundachtzig] im römischen Hauptlager Haltern, Flavusstraße.
====Ratswahl im 17. Jhdt.====
1988 Aßkamp, Rudolf
# Die Ratswahl fand, nach Genehmigung des Amtsdrosten, jeweils am 27. Dezember, dem Gedenktag des Apostels und Evangelisten Johannes statt, und war für alle Bürger ein Festtag.
 
# Am Wahltag selbst fanden sich die Bürger nach geendigtem Gottesdienst und nach dem Läuten der Notglocke auf dem Marktplatz vor dem Bürger- oder Stadthaus ein, und zwar getrennt nach den 4 Nachbarschaftsquartieren (Großes und Kleines Viertel, Kirchhöfer und Gantepöter Viertel).
Die Graffiti auf der römischen Gefäßkeramik aus Haltern. Münster : Aschendorff, 1983 Galsterer, Brigitte  
# Im ersten Wahlgang wurden aus jeder der 4 Nachbarschaften je 4 achtbare Bürger als Kürgenossen vorgeschlagen.
# Die Vorgeschlagenen, insgesamt 16 Wahlmänner,  mussten aus einem kleinen Beutel, in dem unter 16 großen Bohnen 4 weiße waren, je eine Bohne ziehen. Die Zieher der 4 "weißen" Bohnen waren die gekürten oder erkorenen Wahlmänner (Kürgenossen) der 4 Nachbarschaften.
Die römischen Bronzegefäße von Haltern. 1997 Müller, Martin 
# Diese auserwählten 4 Kürgenossen wählten danach zunächst die zwei [[Bürgermeister]], dann die zwei [[Rentmeister]] und zuletzt die 8 [[Ratsschöffe|Ratsschöffen]] der Stadt, also insgesamt 12 Personen, daher auch „Zwölflinge“ genannt.
# In Anwesenheit des Amtsdrosten und des hochstiftischen Richters erfolgte zum Abschluß die Vorstellung und Vereidigung der Gewählten vor der versammelten Bürgerschaft, womit die Ratswahl vollzogen war.


Die Metallanalyse der Funde aus Kupferlegierungen von Haltern / Joseph Riederer 2002   
====Vertretung zum Landtag====
* 14.04.1640 Durch Beschluß des Rates wird (wie vorher am fürstlichen Amtshaus verabredet) die Stadt Haltern auf dem folgenden Landtag (16.04. -25.04,1640) durch Bürgermeister Brox und den Sekretarius Johan Schierle als Deputierte vetretn.


Die römischen Buntmetallfunde von Haltern / Martin Müller. Mit Beitr. von Eugen Müsch ...Mainz : von Zabern, 2002 (Bodenaltertümer Westfalens ; 37)   
====Verwaltung nach 1806====
Nach der Besitzergreifung der Stadt durch den Herzog von Arenberg 1806 trat an die Stelle des Rats eine aus 3 -Mitgliedern bestehende Stadtkommission. Als 1810 Haltern mit Frankreich vereinigt und der Ort zur Kantons- und Grenzstadt erhoben wurde, traten an die Stelle der Stadtkommission der Maire, 2 Beigeordnete und ein Munizipalrat, bestehend aus 20 Mitgliedern. Nach der Besitzergreifung durch Preußen hatte die Stadt zunächst wieder die alte Verwaltung, bis 1837 die Städteordnung und mit ihr die Magistratsverfassung eingeführt wurde. Diese wurde 1933 durch die Preußische Gemeindeordnung abgelöst, der 1935 die Dt. Gemeindeordnung folgte.


Beobachtungen zur Herstellungstechnik eiserner Aucissafibeln aus Haltern / E. Müsch ; S. Pechtold 2002   
===Bürgerschaft===
Die Bürgerschaft nahm seit jeher an der Verwaltung teil. Steigenden Einfluß gewannen auch die Gilden. Es bestanden Leineweber-, Wandmacher-, Zimmerer-, Schneider- und Schustergilden. Langjährige Streitigkeiten um das Bürgervermögen, an dessen Nutznießung nur Voll- und Halbbürger beteiligt waren, führten 1836 zu einem Vergleich. Endgültig beseitigt wurden die Vorrechte durch Ankauf des Bürgervermögens seitens der Stadt 1910. Es bestanden nur wenige Erbmannsfamilien.


Archäomagnetische Datierung eines römischen Ofens aus Haltern / Jan Reinders und Ulrich Hambach. 2001   
===Landesherrschaft===
Haltern lag im Amt Dülmen des Fürstbistums Münster und unterstand der Herrschaft des Fürstbischofs von Münster. 1803 kam Haltern mit dem Amt Dülmen unter die Herrschaft des Herzogs von Croy, dem 1806 der Herzog von Arenberg folgte. Nach einer kurzen Franzosenherrschaft von 1810 bis 1813 wurde Haltern durch die Wiener Kongreßakte 1815 Preußen zugesprochen. Die zwischen Lippe und Stever liegenden Bauerschaften [[Antrup (Haltern)]], [[Westrup (Haltern)]] und ([[Overrath (Haltern)|Overrath]]) des Kirchspiels Haltern, wie auch das [[Kirchspiel]] [[Hullern (Haltern)|Hullern]] gehörten zum [[Großherzogtum Berg]], [[Kanton Lüdinghausen]] und gehörten deshalb auch von 1813 - 1816 zum [[Kreis Dortmund]].


Die römischen Töpfereien von Haltern / Bernhard Rudnick. Mit Beitr. von Annette Bochardt-Ott ...
Der Kantonsbezirk Haltern bestand 1814 aus den Gemeinden Haltern, Lembeck, Reken und Seppenrade und 1815 erfolgte die Wiedervereinigung der abgetrennten Kirchspielbezirke durch Preußen.
Mainz am Rhein : von Zabern, 2001 (Bodenaltertümer Westfalens ; 36)  Rudnick, Bernhard Paul 


Eine römische Kline aus Haltern / Stephan Berke. 2002   
Haltern gehörte seit 1946 zum Land Nordrhein-Westfalen.  Stadt und Amt Haltern, die zunächst dem landwirtschaftlich ausgerichteten Landkreis Coesfeld angehörten, wurden 1929 dem Industriekreis Recklinghausen zugeteilt. Im Jahre 1260 gehörte Haltern zur Hansegrafschaft Borken, ein Lehen der Stadt Dortmund.


Ein römischer Prunkdolch aus Haltern 1995 Westphal, Herbert                         
* <1803    [[Fürstbistum Münster]] , [[Amt Dülmen (historisch)]], [[Haltern am See|Haltern]] und [[Hullern (Haltern)|Hullern]]
** 25.02.1803 [[Reichsdeputationshauptschluss|R.D.Hs.]],  [[Grafschaft Dülmen]] des Herzogs von Croy, [[Haltern am See|Haltern]]
** 12.07.1806 [[Rheinbund|Rheinbundakte]],  [[Herzogtum Arenberg]],  [[Grafschaft Dülmen]] , [[Haltern am See|Haltern]]
** 09.07.1807 [[Tilsiter Frieden]] , [[Herzogtum Arenberg]],  [[Grafschaft Dülmen]] , [[Haltern am See|Haltern]]
** 14.11.1808 kaiserliches [[Dekret]], [[Herzogtum Arenberg]],  [[Grafschaft Dülmen]] , [[Haltern am See|Haltern]]
** 09.11.1810 [[Kaiserreich Frankreich]], [[Departement Yssel-Mündung]], [[Arrondissement Dülmen]], [[Kanton Haltern]], [[Mairie Haltern]]
** 13.12.1810 [[Senatskonsult]], [[Kaiserreich Frankreich]], [[Lippedepartement]], [[Arondissement Münster]], [[Kanton Haltern]], [[Mairie Haltern]], [[Haltern am See|Haltern]], östlich der Stever
** 1813 [[Königreich Preussen]], [[Preußisches Gouvernement Weser-Rhein]], [[Regierungskommision Münster]], vorl. preußischer Kreis Münster
* 1815-1946 preuß. [[Provinz Westfalen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Münster]], [[Kreis Coesfeld]], [[Amt Haltern]] mit den Kirchspielen  [[Haltern am See|Haltern]], Hullern und Lippramsdorf
* 1946 Land [[Nordrhein-Westfalen]]


Ein Aureus des Augustus aus Haltern. 1990 Stupperich, Reinhard 
===Lage 1832/35===
* Haltern, auch '''Halteren''', 24 °, 50’, 30’’ Länge, 51°, 54’, 50’’ Breite, rechts an der Stever, die hier in die Lippe sich mündet, 3 Meilen südlich von Koesfeld, 1 7/8 Meilen nördlich von Recklinghausen, kleine Stadt mit 2 kath. Kirchen, 317 Häusern und gegen 1.720 Einwohnern, die Leder, Wollen- und Leinenzeuge und Strümpfe liefern.


Die verzierte Arretina aus Oberaden und Haltern. Mainz am Rhein : von Zabern, 1995 (Bodenaltertümer Westfalens ; 31) Rudnick, Bernhard Paul Martin 
===Verwaltungseinbindung 1895===
[[Bild:Haltern1932Hbf.jpg|thumb|400px|right|Haltern 1932/35, Bahnhofsvorplatz, Streckenkreuzung Wesel /[[Winterswijk]] <> Hamm, Wanne <> Münster.]]
* Haltern: Stadt oder Stadtgemeinde in [[Deutschland]], [[Königreich Preußen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Münster]], [[Kreis Coesfeld|Kreis Koesfeld]], am Einfluss des Stever in die Lippe, 45 m ü.d.Meeresspiegel
** 567,1 ha, (1895) 1 [[Wohnplatz]], 445 Gebäude,
** 3.396 Einwohner, (212 Ev., 3.139 Kath., 45 Jud.;  
** [[Amtsgericht Haltern]], [[Postwesen|Postbezirk]], [[Telegrafenamt|Telegrafenstation]], [[Eisenbahn|Eisenbahnstation]] Linie Bremen <> Haltern (Hamburg <> Köln) u. Haltern <> Venlo der Preuss. Staatsbahn ('''Bhf-Gebäude''').
** Gefängnis, Krankenhaus, ev. u. kath. Pfr-Kirche, '''Synagoge'''.
** Wirtschaft: Weberei (Leinen)
* Haltern, Landgemeinde in [[Deutschland]], [[Königreich Preußen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Münster]], [[Kreis Coesfeld|Kreis Koesfeld]], Amtsgericht Haltern
** 1.750 Ew.
*** Quelle: [[Hic Leones]]


Neue Grabungen in den römischen Uferkastellen "Auf der Hofestatt" – Haltern. 1998 Rudnick, Bernhard  Frührömische Schiffshäuser in Haltern, Hofestatt.1988 Morel, J.-M. A. W.  
===1929 Umkreisung===
Im Jahre 1929 wurde die Stadt Haltern am See mit dem [[Amt Haltern]] vom [[Kreis Coesfeld]] zum [[Kreis Recklinghausen]] umgekreist. Beide Kreise liegen im [[Regierungsbezirk Münster]].


Ergänzende Anmerkungen zur Enddatierung der frührömischen Lippelager Anreppen und Haltern / Peter Glüsing. 2000   
== Kirchenwesen ==
===Diözesen im Mittelalter===
* [[Bistum Münster]],  [[Archidiakonat Haltern]], [[Dekanat Haltern 1954]]


Geochemische und mineralogische Untersuchungen römischer Keramiken aus Haltern und Anreppen / Cornelia Schmitt-Riegraf 2001   
===Pastoratsstreit===
* 06.06.1598 Der geistliche Richter des Hofes zu Müster entschied eine, zwischen dem Kölner Pastor in Haltern (für Hlg. Kreuz zu Hamm ?) und dem Halterner Pastor Gerh. Baumann (alias von Detten), so wie dessen Vizekurator (St. Katharina Bossendorf ?) Sarvatius Sturius, wegen Ansprüche auf das Halterner Pasorat bestehende Streitsache, zu Gunsten des Pastors Gerhard Baumann.


Rom und Haltern. 1988 Kühlborn, Johann-Sebastian 
=== Reformation ===
Die Reformation und Gegenreformatin zeigte auch in Haltern ziemliche Auswirkungen und führte zu sozialen, politischen und kulturellen Veränderungen, welche erst später deutlich wurden. Aus den gebildeten und begüterten Schichten kam es zu Abwanderungen in das reformierte Ausland mit dem Schwerpunkten Skandinavien und Niederlande/Ostindien.


Paul Chrusz - Ziehvater des Westfälischen Römermuseums Haltern / Heinz Prohl 1999   
1612 wurde mit Ferdinand, Herzog von Bayern, ein radikaler Vertreter des Katholizismus Bischof in Münster Er betrieb mit allem Nachdruck die Gegenreformation in seinem Lande. In drohenden Verfügungen ordnete er an, das alle Nicht-Katholiken ausgewiesen werden sollten. Die Pfarrer mußten jährlich Listen darüber einsenden, wer bereits wieder katholisch geworden war. Nach einer Verordnung Ferdinands sollte es nur noch katholische Beamte geben. Wer nicht katholisch werden wollte, wurde seines Amtes enthoben.


90 [Neunzig] Jahre römische Ausgrabungen in Haltern. 1988 Backmann, Uli 
Das hatte auch Auswirkungen im damals reformatorisch geprägten Haltern. Es kam zu Auswanderungen aus Kreisen der Bürgerschaft, Ziel war überwiegend Holland / Amsterdam, aber auch Bergen in Norwegen. Der Bischof schickte seinen Generalvikar Johannes Hartmann ins Emsland, der die Rekatholisierung geschickt vorantrieb. Es wurden katholische Schulen eingerichtet. Die meisten evangelischen Geistlichen mußten auswandern oder wurden enteignet und vertrieben. Einige traten zum Katholizismus über, so auch in Haltern.


80 [Achtzig] Jahre Römisch-Germanisches Museum Haltern. 1986 Backmann, Uli 
Auch in Haltern gab es passiven Widerstand seitens der Bevölkerung, seitens der Beamten und der Bürgermeister. Das konnte die Rekatholisierung nur aufhalten, aber nicht auf die Dauer verhindern.


Vor 100 Jahren Römisch-Germanisches Museum in Haltern eröffnet 1999 Backmann, Uli 
Eingetreten war nach Meinung der kath. Kirche in Haltern ein allgemeiner Verfall des kirchl. Lebens, Hinneigung zum neuen Glauben oder Indifferentismus (1639). Es erfolgte dann ein Ansatz zur Rekatholisierung Halterns zur Zeit des Pastors Boecker, vorher war die Stadt vom Luthertum „infiziert".Es erfogten nun Reformen des Pastors Boecker und Kampf gegen Magistrat und Volk zu Haltern.
[[Bild:Kirchenschweizer.jpg|thumb|300px|left|Haltern, St. Sixtus: Kirchenschweizer Johann Albers (+22.04.1934 in Haltern, *08.04.1858 in Sickingmühle) in vollem Ornat mit "[[Kirchenlanze]]".]]


Römer-Museum in Haltern eröffnet 1994 Kracht, Peter 
===Katholische Kirchengemeiden  ===
Als erster Geistlicher wird 1226 der „sacerdos“  Thomas genannt. Haltern gehörte mit Bossendorf von Beginn an zum Bt. Münster, [[Archidiakonat des Vizedomus]] bzw. zeitweilig [[Archidiakonat Dülmen]]; jetzt Dekanat Dülmen. Die Stadt ist Wallfahrtsort ([[:Image:Haltern-SanktSixtus-Kreuz.jpg|Kreuz in der Pfarrkirche]] und Annabild auf dem Annaberg).


Römisch-Germanisches Museum Haltern / mit Beitr. von Johann-Sebastian Kühlborn u. Olf Backmann.
Im Bestand "Generalvikariat" im [[Bistumsarchiv Münster]] befindet sich  ein  Teilbestand der Kirche St. Sixtus (rk) in Haltern, beginnend um 1491. Im BAM befindet sich eine Akte J 298 a.
Haltern : Verein für Altertumskunde u. Heimatpflege, 1983 Kruth, Bernd 


Die bischöflichen Tafelgüter des Amtes Haltern und der Richthof. 1988 Ilisch, Peter
Das lokale Pfarrarchiv von St. Sixtus in Haltern liegt nun ebenfalls im Diözesanarchiv in Münster. Auch die älteren Kirchenbücher von St. Sixtus in Haltern lagern dort. Deren Laufzeiten betragen bei:
*Taufen 1638 - 1683,
*Heiraten 1639 - 1684,
*Taufen und Heiraten 1741 - 1854,
*Taufen 1791 - 1817, 1819 - 1930,
*Heiraten 1791 - 1898,
*Tote von 1782 - 1916 und
*Personenstandsregister von 1812 - 1813.


Über Siechenhäuser in Recklinghausen, Dorsten, Wulfen und Haltern / von G. Strotkötter   
Im Historischen Archiv des Erzbistums Köln findet sich zumindest 1 Dispens in den Akten des Generalvikariats, welche weit vor 1700 anfangen.


Der südniederländisch-niederdeutsche Ortsnamentypus Haaltert - Haltern. 1985 Müller, Gunter   
====Geistliche in Haltern St. Sixtus====
700 Jahre Stadt Haltern / Produktionsltg.: Hans Deckenhoff. Haltern : Stadtdirektor der Stadt Haltern 
* 1776 Herm. Antom Tewes, Pfarrer
 
* 1776 Herm. Berning, Sacell.
Die Grundherrschaft des Amtes Dülmen. Peter Ilisch, Geschichtsblätter Kreis COE: 4. Jg. 1979. S. 72.
* 1776 Joh. G. Steppeling
* 1776 Joh. Bern. Thier
* 1776 Joh. Henr. Storp
* 1834 Friedr. Karl Büttner, Pfarrer, rk., Schulinspektor
* 1834 Jos. Ehler, Vikarius
* 1834 Bernh. Grote, Vikarius
* 1834 Heinr. Masius, Vikarius
* 1834 Heinr. Wermeling, Kapellan
* [[Pfarrer Ignatz Wigger (Bocholt-Suderwick)|1932 Vikar Ignatz Wigger in Haltern]]


Die Zehnten des Tegethofes Meinhövel. Ein Nachtrag zur Grundherrschaft des Amtes Dülmen. Peter Ilisch, Geschichtsblätter Kreis COE: 8. Jg. 1983. S. 163.
====Kirchenbuchabschriften====
Die Abschriften der Kirchenbücher von Haltern Mitte, Lavesum, Hullern für den Zeitraum von 1639 bis 1683/84 und 1741 bis 1875 in Haltern und 1663 bis 1875 in Hullern, enthalten 25.000 Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge, die zugehörigen Totenregister umfassen 5.000 Einträge für Haltern ab 1782, für Hullern ab 1738. Ab 1810 sind auch Berufe genannt. Diese Abschrift von Martin Heilken umfasst 2.000 Seiten (30.000 Einträge) und geht über 3 Bände. Es wurde 2009 vom [http://www.heimatverein-haltern.de/ Verein für Altertumskunde und Heimatpflege] herausgebracht. Die eng begrenzte Auflage ist allerdings leider schon vergriffen. In der Stadtbücherei Haltern liegen jedoch Ansichtsexemplare aus.


Haltern. Münster : Westfäl. Heimatbund, 1987 (Westfälische Kunststätten, 44)  Mühlen, Franz   
====Erfolgte Quellenabschriften  ====
* "Die Stadt- und Ratsprotokolle des Halterner [[Stadtsekretär|Stadtsekretärs]] Johannnes Schierle v. 1637 bis 1659", Dr. Gerhard Schmitt Jan. 2005


Haltern, Kreis Recklinghausen. 1988 Backmann, Uli 
====Internet====
*Kath. Pfarrgemeinde St. Sixtus [http://www.st-sixtus.de www.st-sixtus.de] ''(Apr.2008)''


Haltern. 1989 Aßkamp, Rudolf 
===Evangelische Kirchengemeinden  ===
Früher gehörten die evangelischen Gläubigen zur evangelischen Gemeinde Schermbeck. Um 1849 wurde eine eigene Pfarre in Personalunion mit Dülmen errichtet, im Kirchenkreis Münster.


Haltern - Stadt im Münsterland? 1993 Backmann, Uli 
Einzelfamilien (1662): Christian Acker aus Mansfeld, luth. - Henrich und Georg Buchholtz, zwei Brüder aus Haltern, luth. - Johann Falcke, ein Schwede, luth. - Margareta Hoveners aus Haltern, „Manistiza" (Wiedertäufersekte) - Rotger Kagenbusch aus Dortmund, luth. - Witwe Christine Kramers aus Borken und ihr Sohn Hendrich, beide im Kirchspiel wohnhaft, luth. - Mechtildis Lensing aus Groningen, Frau des Henrich Blomesaet, kalv. - Christina Ludigers, Haltern, luth. oder Bekenntnis zweifelhaft - Martin Metzler aus Mähren, luth. - Hester Schlüter aus Bocholt, Frau des anderen Blomesaet, kalv.


Haltern und das Münsterland / Uli Backmann 2003   
Nach 1648 waren erst etwa um 1830 ev. Familien wieder ansässig.


Im Dreieck zwischen Coesfeld, Bocholt und Haltern. - 1984 Lammers, Josef 
Kirchenbuchduplikate der evangelischen Kirchengemeinde (1849-1874) beim Gericht in Dülmen.
"Haltern am See" / Uli Backmann 2002   


Haltern am See 1992 Ring, Herbert 
=== Juden ===
Unter den Nichtkatholiken waren 1662 zwei jüdische Familien erfaßt. Bis zum Beginn des 19. Jh. nur wenige Juden, später mehr. 1834: 64, 1840: 76, 1895: 45, 1910: 39,  historisch verbunden mit der Synagoge in Dülmen, dort auch Personenstände.


Haltern / Peter Haumann. 2002   
1862: In dem Gesetz über die Verhältnisse der Juden vom 23.07.1847 sind durch Erlaß der preußischen Königlicher Regierung vom 25.02.1848 im [[Kreis Coesfeld]] 2 jüdische Synagogengemeinden gebildet:
# zu Coesfeld, welcher die Juden zu Coesfeld, Billerbeck, Darfeld, Osterwick, Gescher, Darup
# zu Haltern welcher die Juden zu Haltern und Dülmen zugewiesen wurden. <br/>
Der diesen beiden Gemeinden vorgesetzte Rabbiner hat seinen Wohnsitz in Münser


Haltern am See. - 2. Aufl. Reken : Neomedia-Verl., 2003   
1862: Für den jüdischen Kultus gab es zu [[Coesfeld]], Haltern und [[Gescher]] im [[Kreis Coesfeld]] je einen gottesdienstlichen Versammlungsort. <ref name="Mersmann">'''Quelle:''' Mersmann, Statistische Nachrichten über den Kreis Coesfeld pro 1862/64 (G.A.Hülswitt, Münstern 1865)</ref>


Haltern - meine Heimat / hrsg. von Herbert Ring. Ill.: Gertrud Schrör. Essen : Heitz + Höffkes, 1988   
Beurkundungen der Juden (Sterberegister 1850-1872) beim Gericht in Haltern.


Haltern / hrsg. von Franz-Josef Schulte-Althoff. Dülmen : Laumann, 1988 
=== Bekenntnisse ===
1871: 63 Ev., 1925: 748 Ev., 1946: 89 % Kath., 1950: 10 569 Kath., 1960 Ev., 79 Sonstige, 74 Konfessionslose.


Aspekte der Kommunalpolitik in Haltern 1802 - 1945. Schulte-Althoff, Franz-Josef1988 
===Personenstandsarchiv Detmold===
* ev GHT 1849-1874
* kath GHT 1815-1874
* Juden (Bgm) GHT 1832-1847
* (GB) GHT 1850-1874
* Dissidenden (GB) GHT 1858-1861
===Staats- und Personenstandsarchiv Detmold===
* Standesamt Haltern Stadt:
** Sterbefälle 1874 - 1938 [http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=409&klassId=38&tektId=1387&id=21437&expandId=35 Digitalisate]
** Namensverzeichnisse Sterbefälle 1929 - 1932 [http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=409&klassId=39&tektId=1387&id=21437&expandId=35 Digitalisate]
* Standesamt Haltern Amt:
** Sterbefälle 1874 - 1938 [http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=409&klassId=34&tektId=1387&id=21437&expandId=31 Digitalisate]


Haltern im Spannungsfeld räumlicher Entwicklungen. 1988 Seidel, Wolfgang 
===Bearbeitungen genealogischer Quellen===
Über den Stand der Kirchenbuchabschriften im Kreis Recklinghausen und wetere Abschriften gibt es ständig aktualisierte Informationen  [[KB-Datenerfassungen/Nordrhein-Westfalen/Kreis_Recklinghausen]]


Die Verwaltungsentwicklung in der Zeit von 1800 bis heute in dem Gebiet der heutigen Stadt
=== Todesangstbruderschaft ===
Ähnlich wie 1612 in Mariental im Reingau übernahmen 1687 die [[Jesuiten]] zunächst die Kapelle auf dem [[Annaberg Haltern]]. Er erhielt für seine Dienste jährlich 125 Rtlr. aus der Halterner Pastorat. Nachdem der Missionar sich etabliert hatte, gründete der Jesuitenpater Heinrich Schumacher im Januar  1690 in der [[Pfarrei St. Sixtus]] die [[Todesangstbruderschaft]]. Wie in Bernkastel 1643 geschehen, bestätigte auch hier der zeitliche [[Papst Alexander VIII.]] , am 13.10.1690 die Gründung und gewährte auch in Haltern die üblichen Ablässe. Diese Bruderschaft bestand noch 1935.


Haltern. 1986 Paul, Karl-Heinz
Der vollständige Name der Bruderschaft lautete:“ Bruderschafft der Todt-Angst unsers am Kreutze sterbenden Heylands Jesu Christi, und seiner schmertzhafften Mutter Mariae, zu Erhaltung eines seeligen Sterbstündleins.  Zur Erhörung dieser Bitte wurden  monatlich vorgeschriebene Bußandachten mit Gesang, Gebeten und Litaneien abgehalten. Gebetbücher diesen Inhalts sind noch erhalten. In Haltern werden unter den Mitgliedern der „Bruderschaft“ überwiegend Frauen angeführt. Die Mitgliederverzeichnisse sind erhalten.


Die Verwaltung der Stadt Haltern von 1944 bis 1946 Luermann, Franz 1995 
== [[Wohlfahrtspflege]] ==
Bauholz und Reiserholz - Laub und Reisig war aus städt. Büschen frei für Bedürftige. Es erfolgte freier Torfstich auf dem Stadt-Venn bei Lavesum. Das [[Multerkorn]] aus der Stadtmühle wurde an Bürger, besonders an Bedürftige verteilt und es erfolgte die Verabreichung von Butterbrot und Bier bei Aufbietung aller Bürger zum Anpflanzen der Forsten. So erfolgte auch die gemeinsch. Instandsetzung der städtischen Wiesen


Seit 25 Jahren Großgemeinde Stadt Haltern 1999 Luermann, Franz
Teile der gewöhnlichen Schatzung wurden aus Stadtmitteln aufgebracht und  öffentliche Bauten ohne Beisteuer der Bürger unterhalten. Freie Hut für zwei Kühe war auf der Gemeinweide möglich.


Haltern im Buch / Bernhard E. Köster 1999 
In Haltern kannte man auch eine Geldbuße infolge Kinderlosigkeit innerhalb vier Jahren.  


Die Geschichte des Stadtwaldes Haltern 1992 Geisthoff, Josef
===[[Arzt|Ärzte]] und [[Apotheker|Apotheken]]===
'''* Arzt:''' Der früheste nachweisbare Arzt in Haltern war der Chirurg (=[[Wundarzt]]) Herm. Kemper, 1806 bereits 74 Jahre ahre alt. Er war der Sohn von Joannes Wilhelmus Kemper und Anna Gertr. Dißelhoff. Ihm folgte 1813 sein Sohn, der Wundarzt Joan Henr. Kemper.


1496 - Hansetag in Haltern 1995 Backmann, Uli
'''* [[Arzt]] und [[Apotheker]]:'''
1816 heiratete der Arzt Ludwig Eisenhuth in Haltern am 05.01.1816 Gertrud Niesert, junge Wwe. des Arztes Lohmann, er betrieb 1832 auch eine Apotheke.


Haltern und die deutsche Hanse 1992 Riering, Bernhard
'''* [[Apotheker|Apotheken]]:''' 05.07.1805 Betrieb einer  Winkelapotheke durch den  "Kaplan Büttner" zu Haltern, danach Privilegierung einer Offizin zur Abstellung der unautorisierten Winkelapotheke von Kaplan Büttner.


Hansegeschichte der Stadt Haltern / von Gregor Husmann 1997  
* 1832 wird der [[Apotheker|Apotheken]] Albert Leich aus Langensalza (Thüringen) nachgewiesen


Vor 500 Jahren: Hansetag in Haltern / Franz-Josef Kalfhues 1997 
===[[Hebamme]]===
* 1869/64 Die Gemeinden des Kirchspiels Haltern und Hullern bildeten einen Hebammenbezirk für eine angestellte Hebamme


Das Testament des hansischen Kaufmanns Johann Trage aus Haltern. 1988 Köster, Bernhard E.  
===Krankenhaus===
Ein Siechenhauses an der Stever wird 1657 erwähnt. Das r.k. St.-Sixtus-Hospital der Pfarrgemeinde St. Sixtus wurde am 25. Februar 1857 eingeweiht. Um 1895 begann man bereits mit einem '''Krankenhausneubau''' an der Sixtusstraße, '''da das ältere Gebäude im Laufe der Zeit den wachsenden Bedürfnissen der Gemeinde nicht standhalten konnte'''. In den Jahren 1912 bis 1914 wurde weiter angebaut und in den Jahren 1934 bis 1935 schloss sich ein zweiter Anbau an. Während zur Zeit des ersten Anbaus 52 Betten zur Verfügung standen, umfasste das St. Sixtus-Hospital 1943 bereits 165 Krankenbetten.


Haltern, Hanse, Lippehandel. 1992 Koppe, Werner
=== [[Feuerlöschwesen Kreis Coesfeld|Feuerwehrgerätschaften]]===
* 1860/63 Stadt Haltern: 2 große Wasserspritzen, 4 Leitern, 30 lederne Wassereimer, 6 Haken. Der Wert dieser Gegenstände wurde auf 260 Rt geschätzt.
** Grundlage: Städtische-Polizei-Ordnung vom 14.11.1843
* 1860/63 Lippramsdorf: 1 große Wasserspritze, 2 Leitern, 12 lederne Wassereimer, 2 Haken. Der Wert dieser Gegenstände wurde auf 250 Rt geschätzt.
** Grundlage: Kreis-Polizei-Ordnung vom 30.01.1844


Hansestädte Lettlands und ihre Beziehungen zu Haltern und Westfalen / [Stadt Haltern].  
===[[Schornsteinfeger]]===
* 1864 Der Kehrbezirk des Schonsteinfegermeisters zu Haltern umfaßte [[Stadt]] und [[Kirchspiel]] Haltern und die [[Gemeinde|Gemeinden]] Hullern und Lippramsdorf. In dem Betreuungsbezirk lagen 845 Schornsteine welche durch ebtsprechende Vereinbarungen einen Fegelohn von 421 Rt erbringen sollten.


"Am Kran zu Haltern empfangen" 1992 Husmann, Gregor, Stadtbücherei Haltern Haltern, 1992 (Veröffentlichungen der Stadtbücherei und des Stadtarchivs Haltern ; 6) 
===[[Beleuchtung|Straßenbeleuchtung]]===
* 1861 besaßen  die Städte [[Coesfeld]] und Haltern schon seit längeren Jahren eine Straßenbeleuchtung, in [[Billerbeck]] wurde diese um 1856 eingeführt und in der Stadt [[Dülmen]], wo sie zeitweilig früher bestand, mit Anfang des Jahres 1862 wieder eingeführt. Diese Straßenbeleuchtung wurde teilweise mit [[Rüböl]], aber auch teilweise mit [[Mineralöl]] betrieben.


Der Markt zu Haltern 1991 Backmann, Uli
===Gaswerk===
1900: Der Magistrat der Stadt Haltern beschließt, auf dem Grundstück am Lippspieker eine Gasanstalt durch die Firma von Hof errichten zu lassen.


Haltern zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. 1990 Backmann, Uli 
===Elektrizitätswerk===
* 1924: Abschluss eines Konzessionsvertrags zur Stromversorgung mit den Elektrizitätswerken Westfalen. Danach beginnt die Einrichtung der elektrischen Straßenbeleuchtung.


Haltern im Dreißigjährigen Krieg. 1997 Luermann, Franz 
* 1928: Gründungsjahr der Stadtwerke und Übernahme der Gasanstalt von der Firma von Hof. Der städtische Eigenbetrieb hatte zwei Betriebszweige: Städtisches Elektrizitätswerk und Gaswerk
** [http://www.stadtwerke-haltern.de/meine-stadtwerke/das-unternehmen/geschichte/ Geschichte der Stadtwerke von 1900 bis heute]


Der Essener Überfall auf die Stadt Haltern im Jahre 1652 / Gerhard Schmitt 2003 
===Wasserwerk===
Seit 1908 gab es in Haltern eine Pumpstation zur Förderung von Trinkwasser für das nördliche Ruhrgebiet.


Der Konflikt der Stadt Haltern mit dem Stadtrichter Hinrick van Neym 1997 Schmitt, Gerhard
== [[Schulwesen im Münsterland]]==
Erstmalig wird in einer städtischen Urkunde vom 21. August 1492 ein Gerhardus ter Querne als Stadtsekretär genannt. Er war Notar und mindestens zeitweise Rektor der Schule in Haltern.


Die ältesten Stadtansichten von Haltern und Recklinghausen. 1983 Schneider, Hans-Günther
1654 lag eine Schule an der Spitze eines Dreiecks dessen Grundlinie Marktplatz und Friedhof bildeten. Am 28.02.1658 wurden zwei Schuldiener beschäftigt. In älteren Geburtsbriefen wird der Schulbesuch attestiert. Streitigkeiten mit der Bischöflichen Behörde wegen Besetzung der Lehrerstelle 1653. Später Mädchen- und Knabenschule.


Die Städtebilder des Matthaeus Merian und des Wenzel Hollar: Dorsten - Haltern - Recklinghausen. 1992 Schuknecht, Franz
Die Mädchenschule wurde von [[Devotessen]] geleitet. Die Berufung von Devotessen als Leiterinnen von Mädchenschulen wurde überall im Fürstbistum Münster von den Jesuiten angestrebt.


Berühmte Persönlichkeiten zogen entlang der Lippe und machten in Haltern halt. 1988 Schneider, Hans-Günther
===Schulbeschreibung 1864===
* 1. Knabenschule zu Haltern. Größe 787 1/2 Quadratfuß (= 73 qm), 109 Kinder, davon 27 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 15 Rt, Gesamtgehalt auf 215 Rt fixirt, dazu 50 Rt als Organist
* 2. Knabenschule zu Haltern. Größe 544 1/2 Quadratfuß (= 51 qm), 100 Kinder, davon 22 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 15 Rt, Gesamtgehalt auf 205 Rt fixirt, dazu 10 Rt als Chorsänger
* 1. Mädchenschule zu Haltern. Größe 675 Quadratfuß (= 63 qm), 111 Kinder, davon 26 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrerin, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 200 Rt fixirt
* 2. Mädchenschule zu Haltern. Größe 675 Quadratfuß (= 63 qm), 114 Kinder, davon 26 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrerin, Mietwert der Lehrerwohnung 10  Rt, Gesamtgehalt auf 200 Rt fixirt
* Schule zu Lavesum. Größe 804 Quadratfuß (= 75 qm), 101 Kinder, davon 4 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 2 SGr 6 Pfg im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 162 Rt, dazu 115 Rt als [[Vikar]].
* Schule zu Sythen. Größe 738 Quadratfuß (= 69 qm), 78 Kinder, davon 3 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 4 SGr im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 133 Rt.
** Präsentationsrecht in Sythen Gf. v. Westerholt zu Gysenbeck wg. Haus Sythen
* Schule zu Lippramsdorf. Größe 860 Quadratfuß (= 80 qm), 163 Kinder, davon 6 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 9 SGr. 5 Pfg., dazu Heizungskosten von 2 SGr 7 Pfg.im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 145 Rt und 60 Rt als Küster.
** Präsentationsrecht in Lippremsdorf Gf. von Merfeld wg. Haus Ostendorf
* Schule zu [[Hullern (Haltern)|Hullern]]. Größe 380 Quadratfuß (= 35 qm), 92 Kinder, davon 2 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 15 SGr. dazu Heizungskosten von 3 SGr im Wintersemester, 1 Lehrer, keine Lehrerwohnung, Gesamtgehalt auf 139 Rt und 13 Rt 15 SGr als Küster.<ref name="Mersmann">'''Quelle:''' Mersmann, Statistische Nachrichten über den Kreis Coesfeld pro 1862/64 (G.A.Hülswitt, Münstern 1865)</ref>


Haltern und seine Schützen. 1999 Schneider, Hans-Günther
====[[Höhere Bürgerschule]]  1864====
Die "Höhere Bürgerschule" (mit Latein, ohne Griechisch, ohne Oberstufe), erhielt ein Statut am 07.05.1846 vom bischöfl. Generalvikariat und am 28.02.1847 von der königl. Regierung, und wurde mit einem 4 jährigen Kurssystem 2klassig angelegt. Die Schülerzahl betrug im Jahre 1859 anfänglich 7 Schüler, 1860 bereits 40 Schüler und 1861 insgesamt 44 Schüler.Das Schulgeld für Einheimische beträgt 4 Thlr. für Auswärtige 8 Thlr.


Haltern / Philipp Schaefer. Übearb. von Gerd Schaefer Haltern : Halterner Dr., 1995 
Das Einkommen des Rektors als Lehrer betrugt aus dem Schulgeld jährlich 60 Thlr. und aus der Kämmereikasse 250 Thaler, zusammen 310 Thlr., bei freier Dienstwohnung. Sein Einkommen als Geistlicher ist veranschlagt zu 400 Thalern, so dass sein Gesamteinkommen 410 Thaler beträgt.<ref name="Mersmann">'''Quelle:''' Mersmann, Statistische Nachrichten über den Kreis Coesfeld pro 1862/64 (G.A.Hülswitt, Münstern 1865)</ref>
Die Altstadt Haltern / Franz Luermann 2000 


Bürgeraufstand in Haltern. 1994 Luermann, Franz
====Privatschule  1864====
* 1860 wurde die jüdische Schule zu Haltern geführt von einem Lehrer und von 7 Kindern besucht.<ref name="Mersmann">'''Quelle:''' Mersmann, Statistische Nachrichten über den Kreis Coesfeld pro 1862/64 (G.A.Hülswitt, Münstern 1865)</ref>


Flurnamen der Stadt Haltern / [Hrsg.: Stammtisch der Heimatfreunde Haltern. Verantwortl. f. d. Inhalt u. die Gestaltung: Franz Luermann] Haltern, 1999 
====Erste Lehrpersonen====
Haltern auf alten Landkarten / [Mitarb. am Katalog u. d . Ausstellung: Uli Backmann ...]. - 3., unveränd. Aufl. Haltern : Stadt Haltern, 1988 
* 1770 Schulmeister Carolus Budde
* 1834 Elis. Müller, Lehrerin der 1. katholischen Mädchenschule
* 1834 Ant. Westendorf, Lehrer der 1. kath. Knabenschule


Zur Geschichte des Standesamtes der Stadt Haltern 1992 Strickling, Franz
====[[Schulen (Kreis Coesfeld)|Schulen im Kreis Coesfeld]]====
Bernhard Haltern 1997 Keller, Manfred
<center>
{| border=1
|- style="background-color:#C0C0C0;font-weight:bold " valign="top"
| Jahr
| Ortsteil
| Ort
| Schulart
| Geschlecht
| Schülerzahl
| Klassen
| Lehrperson
| Bemerkung
|-
|-
| 1893
| -.-
| [[Haltern am See|Haltern]]
| Volksschule
| Knaben
| 306
| 4
| Hermann Wessendorf *26.09.1848, Amtsantritt 15.10.1870 <br/> Josef Starkmann *02.04.1859 , Amtsantritt 15.04.1879<br/>Wilhelm Reckmann *10.07.1863, Amtsantritt 10.08.1885<br/>Anton Wilkmann *16.10.1871, Amtsantritt 15.10.1891
| -.-<ref>'''Quelle:''' Statistische Übersicht der katholischen Schulen des Reg.bez. Münster (Schöningh, Münster 1893)</ref>
|-
| 1893
| -.-
| [[Haltern am See|Haltern]]
| Volksschule
| Mädchen
| 300
| 4
| Gertrud Bolle * 08.08.1843, Amtsantritt 15.10.1870 <br/>Christine Emping * 22.02.1858, Amtsantritt 15.10,1878<br/> Bernhardine Schmidt *02.01.1862, Amtsantritt 01.02.1882 <br/>Anna Brockmann * 10.09.1863, Amtsantritt01.01.1889
| -.-
|-
| 1893
|(städtische)
| [[Haltern am See|Haltern]]
| [[Rektoratsschule (Westfalen)|Rektoratsschule]]
| gemischt
| 25
| -.-
| z.Zt. unbesetzt
| -.-
|-
|}
</center>


Haltern, Westf., St. Sixtus. - 2., neubearb. Aufl. Regensburg : Schnell & Steiner, 1998 (Schnell, Kunstführer; Nr. 1578) 
===Schulentwicklung===
* 1831 Ev. Volksschule
* 1846 Rektoratschule (Höhere Bürgerschule), die Höhere Mädchenschule von 1911 seit 1933 mit der Rektoratschule vereinigt.
* 1889 Fortbildungsschule
* 1920 zweite kath. Volksschule als Vollsystem eingerichtet
* 1939 städt. Berufsschule 
* 1941 Dt. Oberschule für Jungen, jetzt 7stufiges Progymnasium


Todesstrafe in Haltern / Walter Wübbe. 2002 Wübbe, Walter
===Signierfähigkeit===
In Haltern startete 2007 eine stichprobenweise Untersuchungder [[Signierfähigkeit]] der Landbevölkerung (außerhalb der Stadtmauern) durch die "Virtuelle Geschichtswerkstatt Vest Recklinghausen". Erste Einzelergebnisse sind bei den Familienrekonstruktionen präsentierter Bauernhöfe in den Bauerschaften zwischen 1808-1813 eingetragen. Signierfähigkeit beinhaltet eine der drei traditionellen Kulturtechniken. Bei dem Begriff der drei '''[[Provinz Westfalen/Kulturtechnik|Kulturtechniken]]''' handelt es sich im engeren Sinne, in der Zeitspanne der breitgefächert möglichen Heimat- und Familienforschung, um eine Sammelbezeichnung für Lesen, Schreiben und elementares Rechnen.


Die heutige Stadt Haltern in den Visitationsakten von 1569 und 1572. 1988 Vauseweh, Arno
====Lesen alter Handschriften====
Latein, Amtsausdrücke und die Datierung in Kirchenbüchern, Ratsprotokollen und Bevölkerungslisten bereiten Anfängern in der Familienforschung immer wieder Schwierigkeiten, hier eine kleine Einstieghilfe:
* [[Lesen von Kirchenbuchdaten]]


Die kirchlichen Verhältnisse des Pfarrei St. Sixtus in Haltern nach den Protokollen des Geistlichen Rates in Münster von 1604. 1991 Vauseweh, Arno
===Museen===
*  '''Halterner Museum für Buch- und Druckkunst''' (in der Stadtbücherei), Kontakt: Herr Klein-Erwig, Lavesumer Straße 1g, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 933205 o. 933199
** Ausstellungsschwerpunkte: ehem. Druckerei mit Inventar aus den 1940er Jahren. Führungen: auf Anfrage; pädagogische Betreuung von Schulklassen/Gruppen, Öffnungszeiten: Fr. 9.00 - 12.00 Sonstiges: teilweise behindertengerechte Publikumsflächen


Kreuzverehrung und Kreuzerhöhung in Haltern. 1986 Backmann, Uli
*  '''Westfälisches Römermuseum Haltern.''' Kontakt: Leiter(in)/Direktor(in) Dr. Rudolf Aßkamp, Weseler Straße 100, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 93760, Fax: 02364 937630, E-Mail: roemermuseum@lwl.org.  Internet: www.roemermuseum-haltern.de
** Ausstellungsschwerpunkte: Provinzialrömische Antike Westfalens; Exponate aus den Römerlagern an der Lippe, ergänzt durch Texte, Modelle, Rekonstruktionen sowie Tonprogramme und Videos Führungen: öffentl. u. auf Anfrage; museumspädagogische Betreuung von Schulklassen/Gruppen Öffnungszeiten: Di. - Fr. 9.00 - 17.00; Sa., So., Feiertage 10.00 - 18.00 Uhr


Das wundertätige Kreuz zu Haltern / Text: Hans-Günther Schneider, Bernhard Holländer sowie Beitr. von Josef Schürig ... Zürich : Schnell & Steiner, 1986 (Große Kunstführer, 143) 
== Zeitungen ==
* Halterner Zeitung 1898-1933 (Zentrum), heute als Ruhrnachrichten, Ausgabe Halterner Zeitung, seit 1949 (CDU). [http://halternerzeitung.westline.de/713.php]
* Aktuelle Nachrichten aus Haltern bietet die WAZ. [http://www.waz.de/waz/waz.haltern.lokal.php?lokstadt=Haltern%20am%20See]


Der katholische Friedhof in Haltern und Beerdigungen in früherer Zeit 1992 Backmann, Uli 
== Genealogische und historische Quellen ==
===Historisches Fotostudio===
* [[:Kategorie:Fotostudio in Haltern am See|Fotostudios in Haltern am See]]


350 Jahre Kapelle auf dem Annaberg / Uli Backmann 2003
===Genealogische Quellen===
====Grabsteine====
*{{GP|1944|Kriegsgräber, Alter Dorffriedhof|Haltern am See-Sythen}}


Die Glocken von St. Sixtus in Haltern / Franz-Josef Kalfhues 1998 
===Steuerlisten/Schatzungen===
* Staatsarchiv Münster, Fstm. Münster, Landesarchiv 229 Nr. 7.
** Darin: Hausschatzungs-Register der Bauerschaft Sythen... 1662 den 17.Januarii.
* Staatsarchiv Münster, Fstm. Münster, Landesarchiv 214 Nr. 23.
** Darin: Verzeichnus der Pferden im Kirspel Halteren 1679 mit Grundherren, Zahl der Pferde und Zustand der Güter.
* Staatsarchiv Münster, Domkap. Münster Domkellnerei C Fach 40 Nr. 2 e-m.
** Darin: Schatzungsregistrum des Kirchspiels Halteren und Hulleren in ordinariis 1765-1802. c)
* (Mehr Listen, auch von Haltern, siehe auch unter [[Amt Dülmen]].


Die Wiedertäufer in Münster und Haltern. 1993 Köster, Bernhard
=== Abschriften der Mormonen ===
[[Bild:7Teufelt.jpg|thumb|250px|7 Teufelsturm (Volksmund) mit einem Rest der Stadtmauer]]
'''Katholische Kirche [[Haltern am See]]''':<br />
Taufregister 1850-1874,  Batchnummer {{Batchnummer|C975643}}<br />
Heiratsregister 1864-1875, Batchnummer {{Batchnummer|M975643}}<br />


Die Anfänge der evangelischen Kirchengemeinde Haltern in Westfalen / [im Auftr. d. Presbyteriums u. in Verbindung mit Gerd Mikloweit, Michael Paulini ... hrsg. von Jochen-Christoph Kaiser]. Haltern : Evang. Kirchengemeinde, 1989  
'''Evangelische Kirche Haltern am See''':<br />
Taufregister 1849-1875, Batchnummer {{Batchnummer|C975622}}<br />
Heiratsregister 1850-1885Batchnummer {{Batchnummer|M975622}}<br />


Die evangelische Kirchengemeinde Haltern unter ihrem ersten Pfarrverweser Heinrich Holthaus (1849-1854/55) Husmann, Gregor 1998  
'''Katholische Kirche [[Hamm-Bossendorf]]''':<br />
Taufregister ….-1812,  Batchnummer {{Batchnummer|C964372}}<br />
Heiratsregister ….-1812Batchnummer {{Batchnummer|M964372}}<br />
* [[Hamm-Bossendorf/Pfarrarchiv]]


Die erste Orgel für die evangelische Kirchengemeinde Haltern. 1995 Bartels, Ulrich
'''Katholische Kirche Hullern''':<br />
Heiratsregister 1663-1875, Batchnummer {{Batchnummer|M984572}}<br />
Heiratsregister 1815-1874,  Batchnummer {{Batchnummer|M984571}}<br />
Taufregister 1815-1874,  Batchnummer {{Batchnummer|C984571}}<br />


Die neue Orgel in der Erlöserkirche zu Haltern 1993 Walther, Georges
====Überbrückung der Kirchenbuchlücke====
* [[KB-Überbrückungszeit Haltern]]


Die Evangelische Erlöserkirche in Haltern und ihre Orgeln / [hrsg. vom Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Haltern in Westfalen. Red.: Ulrich Bartels] Haltern, 1993 Bartels, Ulrich [Red.]
===Dokumentierte Friedhöfe / Grabsteine ===
* {{GP|1945|Kommunalfriedhof|Haltern am See ( Sythen)}}
* {{GP|1362|Friedhof St. Sixtus|Haltern am See}}
* {{GP|1361|Friedhof St. Sixtus Kriegsgräber|Haltern am See}}
* {{GP|1515|Jüdischer Friedhof|Haltern am See}}
* {{GP|1513|Friedhof Katharinenkapelle, Bossendorf,|Haltern am See}}
* {{GP|1384|Waldfriedhof Flaesheim,|Haltern am See}}
* {{GP|1383|Historischer Friedhof an der Stiftskirche, Flaesheim,|Haltern am See}}
* {{GP|1514|Friedhof Hl. Kreuz, Hamm,|Haltern am See}}
* {{GP|1516|Friedhof Lippramsdorf,|Haltern am See}}
* {{GP|1518|Friedhof Lippramsdorf Kriegsgräber,|Haltern am See}}
* {{GP|3309|Gedenkstätte Flugunglück|Haltern am See-Mitte}}


Die evangelische Frauenhilfe Haltern / Rosi Büscher. 2003 Büscher, Rosi
=== Historische Quellen ===
==== [[{{PAGENAME}}/Gedenktafel WK1|Gedenkstätte für die Opfer des I.Weltkrieges]]====


Die sozialen Dienste und Angebote der Diakonie in Haltern 1993 Overmann, Christian
==Geburtsbriefe==
Ökumenischer Friedenskreis Haltern. 1988 Dammann, Maria
* [[{{PAGENAME}}/Geburtsbriefe]]


Das Judengutachten des Bürgermeisters Surmann von Haltern im Jahre 1818. 1987 Aschoff, Diethard
==Auswanderer==
Im 19. Jahrhundert werden plötzlich Personen oder Familien in öffentlichen Akten nicht mehr erwähnt, sie erscheinen auch nicht in Sterberegistern. In den meisten Fällen handelt es sich dann um genemigte oder ungenehmigte Auswanderung.


Die Juden in Haltern. 1988 Aschoff, Diethard
===Schicksale===
Nicht alle Auswanderungen sind in öffentlichen Akten festgehalten, manche Unterlagen und Nachrichten schlummern in Familienakten auf Hausböden.... Die Lebensschicksale der Auswanderer sind selten bekannt geworden. Nachrichten von ihnen könnten in eigenen Unterlagen noch vorhanden sein. An dieser Stelle können Sie selber nach Auswanderern suchen, oder Ihnen bekannte Fakten und Nachrichten nachtragen:
* [[{{PAGENAME}}/Auswanderer]]


Die Geschichte der Juden in Haltern / [von Michael Appelhoff ...] [Haltern], 1995 
== Bibliografie ==
* [https://nwbib.de/search?sort=newest&word=Bodo+Stratmann  Reihe Lesepauker etc. Publikationen, Reproduktionen, Bearbeitung und Gestaltungen aus der Geschichtswerkstatt]


Handelsbeziehungen und reformatorische Bewegungen in Haltern um 1600. Husmann, Gregor 1996 
Oft werden in Archiven oder Landes-/Universitätsbibliotheken noch nicht in Online-Katalogen erfaßte Bücher oder Arbeiten gefunden, welche das Thema dieser Seite berühren. Solche Funde und Fundorte sind für andere Heimat- und Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, den Vollen Text im Original einzusehen um über [[toter Punkt|tote Punkte]] in der Forschung hinweg zu kommen oder über das lokale Umfeld mehr in Erfahrung zu bringen. Auf der folgenden Seite können Sie ihren Fund eintragen oder finden.
Kiepenkerle in Westfalen - auch in Haltern nachweisbar. 1991 Backmann, Uli
* [[{{PAGENAME}}/Bibliografie]]


Die Post in Haltern. 1988 Fleitmann, Wilhelm J.
* [[Die Lebensverhältnisse der Stadt Haltern (1769-1816)]]


Geschichte der Post in Haltern. 1988 Schäpers, Claudia
===Bibliografie-Suche===
*{{LitDB-Volltextsuche|Haltern}}


Aus der Geschichte der Post in Haltern. 1993 Voigt, Fritz
==Periodika==
* Halterner Jahrbuch 2008.  Red.: Uli Backmann, Südwall 5, 45721 Haltern, Tel./Fax: 02364/4450, E-Mail: uli.backmann@freenet.de, 175 S., 9,80 €.
* Westfälischer Beobachter : amtliches Organ des Gaues Westfalen-Nord der NSDAP und sämtlicher Behörden, 1940, {{NBN|urn:nbn:de:0303-132771}} bei Zeitpunkt
* Westfälische Nachrichten : Zeitung für christliche Politik und Kultur / Ausgabe R, Dorsten/Haltener Nachrichten, 1947 - 1948, {{NBN|urn:nbn:de:0303-119734}} bei Zeitpunkt
* Halterner Anzeiger : amtliches Organ für Stadt und Amt Haltern : Hauptanzeigenblatt und gelesenste Zeitung in Stadt, Amt und Amtsgerichtsbezirk Haltern : zugleich Lippe-Zeitung : allgemeine Zeitung und Anzeiger für das Lippetal, 1899, 1903, 195 - 1909, {{NBN|urn:nbn:de:0303-147667}} bei Zeitpunkt
* Lippe-Zeitung : allgemeine Zeitung und Anzeiger für das Lippetal : zugleich Halterner Anzeiger : amtliches Organ für Stadt, Amts- und Gerichtsbezirk Haltern : meist gelesenste Zeitung in ganzen Bezirk Haltern und dessen Nachbarorten, 1899, 1903, 195 - 1909, {{NBN|urn:nbn:de:0303-147656}} bei Zeitpunkt
* Zeno-Zeitung / Halterner Zeitung, 1934 - 1940, {{NBN|urn:nbn:de:0303-147707}} bei Zeitpunkt
* Halterner Zeitung : Lippe-Zeitung : amtlicher Anzeiger für Stadt, Amt und Amtsgerichts-Bezirk Haltern, weitere Titel: Halterner Anzeiger, Lippe-Zeitung, Halterner Volkszeitung, amtlicher Anzeiger für Stadt und Amt Haltern gelesenste Zeitung in Stadt, Amt und Amtsgerichtsbezirk Haltern, 1909 - 1911, 1913 - 1916, 1919 - 1920, 1923 - 1926, 1928 - 1933, {{NBN|urn:nbn:de:0303-147698}} bei Zeitpunkt


Ein Beitrag zur Postgeschichte in Haltern 1999 Voigt, Fritz
==[[Vestische Zeitschrift]] seit 1891==
Seit 1891 besteht diese Reihe als heimat- und personengeschichtliche Quelle ersten Ranges. Ihr Schwerpunkt bildet zwar das Vest und der Kreis Recklinghausen, aber auch das Umfeld rund herum findet sich in den Veröffentlichungen wieder.


Das Ende der Postkutschenzeit in Haltern 1994 Voigt, Fritz
Aus dem 3. Orts-, Personen und Sachregister betreff Haltern, für die Bände 41-65 von 1934 bis 1963.
* [[{{PAGENAME}}/Index-VZ]]
* [[Vestische Zeitschrift/Titel_nach_Autoren_Bd41-65]]


Die Posthalterei in Haltern 1999 Voigt, Fritz
==[[Vestischer Kalender]] seit 1923==
Seit 1923 besteht diese Reihe von populären heimat- und personengeschichtlichen Beiträgen aus der Region und ihren Lokalitäten. Bilder, Gedichte, Geschichten und Beiträge zeichnen ein interessantes Bild von Land und Leuten des vestischen Raumes.


Verschiedene Postjubiläen in Haltern / Fritz Voigt 2000 
Aus dem Inhalt der Ausgaben 1923 - bis 1992 hier unter Index.
* [[Vestischer Kalender/Haltern, Hamm-Bossendorf, Flaesheim, Lippramsdorf, Sythen]]
* [[Vestischer_Kalender/Kirchenwesen]]


Die Post in Haltern / [hrsg. ... von Bernhard E. Köster] Haltern : Stadt Haltern, 1999 (Exlibris ; 1991,1 : Sonderheft) 
== Archive und Bibliotheken ==
===Stadtarchiv Haltern am See===
* [[Findbuch von 1959 und Topografie|Stadtarchiv Haltern: Findbuch von 1959 und Topografie Halterner Archivalien, Einblick in die NS-Zeit]]


Straßenkarten von Erhard Etzlaub und Johann Baptist Homann / Die Post in Haltern 1988 Köster, Bernhard
===Historische Fotostudios===
* '''[[:Kategorie:Fotostudio in Haltern am See|Fotostudios in Haltern]]'''


1753 [Siebzehnhundertdreiundfünfzig] genehmigt: ein preußisches Postamt in Haltern. 1989 Fleitmann, Wilhelm J.  
=== Archive ===
Fast überall gibt es lokale Archive in öffentlichem oder privaten Besitz. Diese, zum Teil umfangreichen oder speziellen, Bestände  sind häufig noch nicht in Online-Katalogen erfaßt (so z.B. lokale Pfarrarchive oder Privatarchive). Gut beschriebene Bestände sind aber für weit entfernt wohnende Heimat- und Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, festzustellen, wo verstreut liegende Bestände mit lokalem Bezug auffindbar sind und ob sich eine Anreise zur Einsicht lohnt. Auf der folgenden Seite können Sie die Inhalte der ihnen zur Verfügung stehenden Findbücher und Informationen eintragen oder finden.


Alte Telefonverzeichnisse aus Haltern. 1994 Mertmann, Beate
Auch kann auf Fundorte in überregionalen Archiven verwiesen werden.
* [[{{PAGENAME}}/Archive]]


Adreßbuch der Stadt Haltern am See / hrsg. in Zsarbeit mit der Stadtverwaltung Essen : Beleke, 1978 
===[[Stadtbücherei Haltern]]===
* Stadtbücherei Haltern (mit Präzenzbibliothek, Handschiftenlesezirkel, Buchdruckereimuseum, Sammlungen, Arbeitskreise .....)
** Eine Sammlung lokaler und regionaler historischer Karten befindet sich in der Stadtbücherei Haltern.


Haltern im politischen und administrativen Gefüge Westfalens vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. 1988 Hartlieb von Wallthor, Alfred
===Fußnoten===
<references />


Wirtschafts- und Sozialgeschichte von Haltern 1800 - 1970. Borscheid, Peter1988
== Weblinks ==
* {{Wikipedia-Link|Haltern am See}}


Wirtschafts- und Sozialgeschichte von Haltern, Westf. im 19. und 20. Jahrhundert / Jürgen Uckelmann Dülmen, 1986 
=== Offizielle Webseiten ===
* [http://www.haltern.de/  Offizielles Stadtportal von Haltern am See mit Informationen zu Politik, Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Bürgerservice]


Die Eisenbahnstrecke Haltern-Wesel 1993 Hüser, Roland
=== Genealogische Webseiten ===
*  [http://www.genealogy.net/vereine/wggf/  Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung]


Zur Geschichte der Glashütte Haltern 1992 Backmann, Uli 
=== Historische Webseiten ===
* [http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ Internetportal "Westfälische Geschichte"]


Geographische Grundlagen eines Marketingkonzeptes für den Freizeit- und Fremdenverkehr der Stadt Haltern. 1991 Peyrer, Ulrike
===[[Heimatforschung in Westfalen]]===
* [http://www.heimatverein-haltern.de/ Verein für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern e.V.]
<!-- === Weitere Internetseiten === -->


160 Jahre Apotheke in Haltern. 1994 Boyd, Eva 
==Zufallsfunde==
 
{{Einleitung Zufallsfunde}}
1844 - 1994, 150 Jahre höhere Schule in Haltern / [Hrsg.: Städtisches Gymnasium Haltern. Beitr.: Heiko Bruder ... Schriftltg.: Gerhard Schmitt] Haltern, 1994 
* [[{{PAGENAME}}/Zufallsfunde]]
 
Z
ur Geschichte des Städtischen Gymnasiums Haltern. 1987 Schmitt, Gerhard
 
25 Jahre Abitur am Städtischen Gymnasium Haltern / [Hrsg.: Stadt Haltern. Schriftltg.: Gerhard Schmitt. Mitarb.: Branko Baf ...] Haltern : Stadt Haltern, 1987 
 
Die höhere Stadtschule zu Haltern oder: wie man ungewollt an ein Gymnasium kommt 1994 Schmitt, Gerhard
 
Die Wandbilder im Gymnasium Haltern 1987 Fisch, Eberhard
 
6 Jahre Schulpartnerschaft Gymnasium Haltern - Lyc’e’e Charles Deulin / / [Hrsg.: Stadt Haltern. Schriftltg.: Gerhard Schmitt. Mitarb.: Branko Baf ...] 1987 Seyferth, Eberhard 100 Jahre Heimatverein Haltern. 1998 Backmann, Uli
 
100 Jahre Heimatverein Haltern, 1899 - 1999 / Verein für Altertumskunde und Heimatpflege e.V., Haltern. Red.: Franz Josef Kalfhues ...] Haltern, 1999 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Haltern ; 6) 
 
Festschrift des Verbandes Bildung und Erziehung Ortsverband Haltern zum 100jährigen Bestehen / [Red.: Martin Busse ...] Haltern, 1994 
 
Die Vorsitzenden des VBE OV-Haltern und seiner Vorläuferorganisationen / F. Sellheyer 1994 
 
Beitrag zur Geschichte des Ortsverbandes Haltern 1994 Schaefer, Ph.
 
90 Jahre Wasserversorgung in Haltern. 1997 Backmann, Uli
 
90 [Neunzig] Jahre SPD in Haltern. 1990 Ufermann, Günter
 
Vereinsgeschichte des Männergesangvereins "Frohsinn" Haltern 1900 - 1990. Becker, Otto 1990 
 
Vor siebzig Jahren: Notgeld der Stadt Haltern. 1992 Twilfer, Gerd
 
Wiederbeginn der Verbandsarbeit in Haltern nach 1945 / F. Pläschke. 1994 
 
Fünfzig Jahre Stadtbücherei Haltern. 1991 Köster, Bernhard
 
Vierzig Jahre Volkshochschule in Haltern. 1986 Meyer, Peter
 
50 Jahre Volkshochschule in Haltern 1996 Backmann, Uli
 
50 Jahre CDU in Haltern / [Verf.: Paul Jansen] 1996 
 
40 [Vierzig] Jahre Landsmannschaft Ost- und Westpreußen in Haltern, 25 Jahre Frauengruppe in der Landsmannschaft. 1991 Nowinski, Adolf
 
Die Heimatvertriebenen in Haltern. 1988 Nowinski, Adolf
Schlesierwallfahrten zum Annaberg in Haltern 1993 Kupka, Viktor
 
25 [Fünfundzwanzig] Jahre Technisches Hilfswerk, Ortsverband Haltern. 1987 Besten, Wilhelm
 
25 Jahre UNICEF-Außenstelle Haltern 1998 Just, Hans-Joachim
 
UNICEF-Arbeit der Verteilerstelle Haltern 1992 Just, Hans-Joachim
 
20 Jahre Musikschule Haltern / [Hrsg.: Stadt Haltern] Haltern, 1994 
 
Chronik der Briefmarkengruppe Haltern / verfaßt zum 20jährigen Bestehen im März 1999: Dirk Meussen 1999 
 
Zehn Jahre "Brasilien-Cooperative Haltern" 1992 Kemper, Bernd
 
Menschen in Haltern 1995 Roth, Robert
 
Anno 1925 - Heimatfestspiele Haltern 1994 Twilfer, Gerd
 
Ausflug nach Haltern. 1994 Twilfer, Gerd
 
Gruß aus Haltern 1993 Twilfer, Gerd
 
Urlaubsort Haltern vor 60 Jahren 1998 Voigt, Fritz
 
Sagen und Märchen aus Haltern / Wilhelm Schulte.1991 
 
Erlebnisse aus den Jahren 1944/45 in Haltern. 1995 Scharf, Else
 
Fliegerabwehr im Raum Haltern 1995 Thewes, Franz
 
Erinnerungen an meine Kindheit in Haltern 1996 Thiesmann, Theresia
 
Russen in Haltern 1988 Dammann, Maria
 
Internationale Folklore in Haltern. 1986 Deckers, Barbara


Als das Fahrrad nach Haltern kam 1993 Appelhoff, Theodor
==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
{{Einleitung Forscherkontakte}}
* [[{{PAGENAME}}/Forscherkontakte]]


Radverkehr und Radverkehrsanlagen zwischen Herne und Haltern. Diss. Bochum, 1986 Zimmermann, Norbert
{{FOKO|HALSEEJO31OR|Haltern}}


Stadtplan Radwander- und Römerstadt Haltern am See. Heiden : Stadtplanverl. Schulte-Vorst, 1997 
==Informationen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis==
 
<gov>HALSEEJO31OR</gov>
Freiherr-Josef-von-Eichendorff-Schule Haltern 1994 Kupka, Viktor
 
Die Marienschule Haltern / F. Sellheyer 1994 
 
Das Turnerjugendtreffen in Haltern 1948. Schulte Huxel, Ludwig 1992 
 
Das Jugendzentrum Haltern. 1988 Dickerhoff, Uwe
 
Jugend in Haltern / Gernert; Hansjosten; Stoffers. DGFF, Ges. zur Förderung d. Freizeitwiss. mbH.
 
DGFF, 1990 (DGFF-Dokumente, Erkrath
 
Zivildienst in Haltern. 1988 Prinz, Thomas
 
Die "Seeadler" von Haltern. 1987 Rüdiger, Elke
 
Die Struktur der Landwirtschaft und ihre Entwicklung im Stadtgebiet Haltern, Kreis Recklinghausen / [Bearb.: Bezirksstelle für Agrarstruktur Ruhrgebiet] Münster : Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, 1998 (Landwirtschaftlicher Fachbeitrag zum Flächennutzungsplan ; 280) 
 
Pflanzenschutzmittelanwendung im Einzugsgebiet der Talsperre Haltern und deren Auswirkung auf das Trinkwasser 1992 Scherer, Peter
 
Tendenzen der Nitrat- und Pflanzenschutzmittelgehalte im Trink- und Oberflächenwasser des Wasserwerkes Haltern / Claus Schlett 2002 
 
Brauch- und Trinkwasserwirtschaft im Bereich der mittleren Lippe zwischen Haltern und Marl-Hüls. 1983  Werner, Julius
 
Eliminierung von PBSM im Wasserwerk Haltern der Gelsenwasser AG. 1991 Heymann, Ekkehard
Sondermessungen Haltern / Hrsg.: Landesanst. für Immissionsschutz d. Landes Nordrhein-Westfalen, Essen. Essen, 1985 (Berichte über die Luftqualität in Nordrhein-Westfalen) 
 
Das Sperrgebiet in Haltern-West 1995 Jeffré, Maria
 
Bestandsaufnahme des Ziegenmelkers (Caprimulgus europaeus) auf dem Truppenübungs- und Schießplatz Haltern. 1990 Seifert, Helge
 
Die letzten Wacholderbestände im Raum Haltern 1994 Appelhoff, Theodor
Seltene Holunder-Form bei Haltern. 1992 Bülow, Bernd von
 
Verbreitung und Habitate des Ortolans (Emberiza hortulana, L. 1758) am Rande der Hohen Mark bei Haltern/Westfalen. 1990 von Bülow, Bernd
 
Zum Rückgang der Ortolan-Population (Emberiza hortulana, L. 1758) am Rande der Hohen Mark bei Haltern/Westfalen / Dietmar Ikemeyer ; Bernd von Bülow 1995 
 
"Anormale Himbeere" (Rubus idaeus L. f. anomalus Arrh.) und Ginster-Sommerwurz (Orobanche rapum-genistae Thuill.) bei Haltern / Jörg Drewenskus ; Götz H. Loos 1996 
 
Biomonitoring in der Lippeaue bei Haltern-Lippramsdorf und Marl / Klaus van de Weyer ; Ulf Schmitz 2003 
 
Naturschutzgebiete in Haltern 1999 Zurhausen, Günter
 
Wiedereröffnung des Naturlehrpfades in Haltern-Holtwick am 03. Nov. 2001 / Bernhard Köster 2001 
 
Flächennutzungskonflikte am Beispiel der Stadt Haltern am See / Peter Haumann. 2003 
Wieder Kormorane im Raum Haltern 1993 Appelhoff, Theodor
 
Vogelzug von und nach Haltern 1995 Zurhausen, Günter
 
Kleinkunst aus dem "Kultur-Labor Haltern" 1995 Bandermann, Peter
 
Struktur und Inkohlung des Auguste-Victoria-Antiklinoriums bei Haltern (nördliches Ruhrkarbon). 1985 Drozdzewski, Günter
 
Anschlußbergwerk Haltern 1/2 / Hrsg.: Bergbau AG Lippe - Bergwerk General Blumenthal. Recklinghausen, 1985 Kurt Eichholtz ...
 
Auffahren der Füllörter der Schächte Haltern 1/2. 1986 Möller, Heinz
 
Haltern am See. Raesfeld : Verl. für Stadtpläne Weise, 1988 
 
Stadtplan Haltern. - 12. Aufl. Fellbach b. Stuttgart : Städte-Verl. v. Wagner u. Mitterhuber, 1996 
 
Stadtplan Haltern Hamburg u.a.] : Falk, 1995 (Falk-Plan ; 2502 : Extra) 
 
Stadtplan Haltern mit allen Stadtteilen. - 6. Aufl. Stuttgart-Bad Cannstatt : Städte-Verlag Wagner u. Mitterhuber, 1983 
 
Kath. [Katholische] Pfarrkirche St. Joseph Sythen. München : Schnell & Steiner, 1988
(Kleine Kunstführer, 1690)  Wehrmeyer, Werner
 
==Zufallsfunde==


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==Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis==
<gov>HALERNJO31OS</gov>
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Aktuelle Version vom 22. Oktober 2023, 19:36 Uhr

Haltern am See, die Gründung und Entwicklung der Stadt war mobilitätsbezogen, als mittelalterlicher grenzüberschreitender Schnittpunkt des Verkehrs mit dem Umland und über die Lippe mit der Ferne. Neben der räumlichen Mobilität erlaubte die Stadt eine soziale Mobilität; auch durch die optimale Vernetzung als Voraussetzung des wirtschaftlichen Wachstums im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit.

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Haltern ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Haltern.
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Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen >

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- Portal:Westfalen-Lippe > Regierungsbezirk Münster > Kreis Recklinghausen > Haltern

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Haltern:Lage der 4 Quartiere innerhalb der Stadtmauern
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Kupferstich von Matthäus Merian von 1647, mittig der heutige 7 Teufelsturm aus der alten Stadtmauer
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Im Zentrum Halterns etwa 1932/35 das historische Rathaus, im Vordergrund die ersten Stufen vom Vorplatz von St. Sixtus, Blick auf die "Rekenberger Straße", typisch: das Kopfsteinpflaster.
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Handwerkerumzug 1938 Stadtjubiläum: Vertreter der Gilden haben sich als mittelalterliche Ratsherren kostümiert. Die Gilden stellten früher häufig Ratsverwandte.
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Der Zeit voraus: "Haltern am See" schon 1935 als Top- Adresse eingesetzt.

Einleitung

Historische Lage

Napoleonzeit

Lage in Preußen 1816-1946

Lage in der Landschaft

Haltern liegt im Westmünsterland am Halterner Lippeknie, dem nördlichsten Punkt des Lippelaufes, an einem alten Flussübergang, in 35-60 m Höhe zwischen den bewaldeten Hügelgruppen der Hohen Mark im NW (bis 146 m), der Borkenberge im 0 (bis 127 m) und der Haard südl. der Lippe (bis 157 m).
Die Altstadt ruht am südöstl. Rande der Hohen Mark auf einer sandigen Terrasse der breiten Haltern-Olfener Lippetalung, heute 1,5 km nördl. von Lippe und Lippe-Seitenkanal, nahe der Einmündung der Stever und dem von der Stever gespeisten Halterner Stausee (1,5 km östl.)

Ursprung der Ortschaft

Bedeutende Ausgrabungen bei Haltern wissen von wichtigen röm. Anlagen zu berichten, die von 11 v. Chr. bis 16 n. Chr. bestanden haben (Kastell Aliso). Germ. Siedlungen und Grabanlagen sind in großer Anzahl aufgedeckt worden.

889 schenkte der Münstersche Bischof Wolfhelm sein Land zu „Nihem" dem Kloster Werden; 1017 schenkte Heinrich II. der Kirche zu Paderborn eine Manse zu „Nienhem" (Niemberg oder am hohen Niemen bei Haltern).

1217 wird der zunächst sächsischer Oberhof, später bischöflicher Amtshof erwähnt.

In Bossendorf lag nach dem Güterverzeichnis des Heinrich Gf. von Dale um 1180 ein ehemaliger Haupthof der Grafen von Ravensberg. Bei einem Teilungsvertrag der Brüder Otto und Ludwig von Ravensberg erhielt am 04.05.1226 Otto von Ravensberg u. a. das „Advocatium super curiam Halteren", die Vogtei über den Gerichtsbezirk des Haupthofes Haltern. Der Wirkungsbereich dieses Vogteigerichts läßt sich heute wohl nur noch durch negativen Ausschluß feststellen. Der Wirkkreis des Vogteigerichts Haltern könnte zu dieser Zeit neben dem Kirchspiel Haltern auch Lippramsdorf, Hullern (Haltern) und Bossendorf umfaßt haben.

In der "marca Halteren" erhielt 1230 das in Lippramsdorf gegründete Kloster Marienborn (Coesfeld) volles Markenrecht. Das Kirchspiel Haltern wurde erstmals 1264 angefürt.

Ortsname

Erst Halahtra (943), dann Halostron (1017), Halatra (1140), Halahtram (um 1160), Haleteren (1260) Alteren (1304), Halteren (zu Anfang 15. Jh.) sind einige bekannte Schreibweisen des heutigen Namens der Stadt.

Haltern, ein Ravensberger Vogteigericht

  • 1226 Als Vogt (Advocatus) des stiftischen Haupthofes „super curiam Haltern et omnia“ wird am 04.05.1226 Otto von Ravensberg genannt. Sein Bruder Ludwig wird durch Teilungsvertrag Vogt von Borghorst.
  • Tibus sprichtvon einem „iudicium in Halteren“ welches in verschiedenen Urkunden aus dem Jahre 1285 erwähnt wird. Er führt wörtlich an: „Dieses Gericht ist verschieden sowohl von dem Stadt- als vom Gogericht."

Ein Vogteigericht übte damals die landesherrliche oder Hochgerichtsbarkeit aus: bei schweren Verbrechen, die mit hohen Strafen, insbesondere der Todesstrafe, bedroht waren. Der Vogt wurde von dem Landesherrn, hier die Grafen von Ravensberg als Besitzer der Vogteirechte, ernannt. von 1166 - 1240 übten die Grafen von Ravensberg auch die Vogtei über das Stift Flaesheim und den Oberhof Bossendorf aus. Außerdem besaßen die Ravensberger die angrenzenden Freigrafschaften Heiden und Merfeld, von wo aus sie im Erbweg an Kleve gingen (RAR).

Lippramsdorf, Haltern und der nach Haltern gehörende Oberhof Bossendorf waren nicht in die Freigerichtsbarkeit Merfeld oder Heiden einbezogen, ein Freistuhl befand sich aber in der Bauerschaft Kusenhorst im Kspl. Lippramsdorf und, im Flurnamen nachzuweisen, ein weiterer im Linnert bei Sythen.

Es kann also angenommen werden, daß vor 1300 eine eigenständige Frei- oder Vogteigerichtsbarkeit um Haltern (wie in Soest) bestand, welche sich zumindest von Lippramsdorf, über Haltern bis über Hullern und Flaesheim hinaus erstreckte. Ein Zusammenhang mit der ererbten Vogtei der Grafen von Ravensberg über Haltern kann angenommen werden, in ihrem Besitz befand sich auch die Oberhöfe zu Lippramsdorf und Bossendorf. Bossendorf war später dem Richthof in Haltern unterstellt. Erste (belehnte) Vögte von Haltern wurden durch die Dülmener Burgmannsfamilie Bitter/Werenze gestellt, einer früheren Dynastenfamilie.

Vogtgut

  • 23.06.1348 Johan Werencze, Knappe, verspricht mit Zustimmung seiner Frau Lyse und seiner Kinder Herman und Lyse, aus dem Hofe Wolbertinc, gelegen in dem Dorpe to Siten, eine jährliche Pacht von 6 Scheffeln Halterner Maß in "dat Tegerhus tho Siten" zu zahlen, und zwar von dem Holze, das er in den "smalen Lo" verkaufte, an dem das "Tegerhus" Teil hatte und noch hat. Zeugen: Herr Heinrich,"en Kerchere tho der Tijt up den Hus tho Dulmen", Marquart van Etelingen, Droste zu Dülmen, Brun thot Ochtorpe, Knappe, Schulte und Richter zu Haltern, sowie der Schulte van Nyemhem, der Thegeder van Siten. Es siegelt Jphan Werencze.
  • << 1471 Besitzer des Vogtgutes Hermann Werence (Vater des Johann Werence)
  • < 1471 Vogtgut, Besitzer: Johann Werence (Onkel des Heynemann Loderinchus zu Haltern)
  • 1471 Besitzer des Vogtgutes Heynemann Loderinchus (Lühringsen) zu Haltern (Neffe des Johann Werence, ein Bruder der Mutter)

Werencer Zehnte

Die Familie Werence, Besitzer des Vogtgutes zu Haltern, war ursprünglich im Besitz des nach ihr benannten "Werencer Zehnten" in Lippramsdorf.

Zehnt des Vogtgutes

  • 1422 Das Stift Essen bekundet die Verwendung des Vogthafers zur Errichtung einer Frühmesse.
  • 02.02.1425 Die Eheleute Gerd von Buer und Gertrud verkaufen der Stadt Haltern zum Nutzen einer Frühmesse in der Halterner Kirche ihr Recht an dem Zehnten des Vogtgutes im Kspl. Haltern, der jährlich auf Martini mit 51 Scheffel Hafer und 51 Hühnern fällig ist.

Gogericht

  • 1348 Knappe Brun thot Ochtorpe, Schulte und Richter zu Haltern
  • 1440 Ghert, Richter des Bischofs Heinrich von Moers zu Münster in Haltern.
  • 1454 Diederich de Suer, Richter zu Haltern
  • 1471 Henrich von Neym, Richter zu Haltern des Bf. Heinrich von Swartzenborgh zu Münster
  • 1491 Johan Serges, Richter zu Haltern
  • 1495 Jürgen von Asbeck, Richter zu Haltern

Richthof Haltern

Nur die zur Stadtgründung erforderlichen Ländereien zur Ansiedlung von Neubürgern wurden nach und nach aus dem bischöflichen Haupthof oder Richthof Haltern entnommen und den Neubürgern zu Erbpacht gegeben, welche dafür das "Wortgeld" zu entrichten hatten. Der damals adelige Hofschulte hatte auch das Richteramt in dem neu konstituierten Stadtgericht inne und war für die Eintreibung des Wortgeldes verantwortlich. Dem Richthof klebte das Vorkaufsrecht für alle dem Bischof abgabepflichtigen Häuser an und der Richter war, wie auch in Borken, bis zum Ausgang des Mittelalters der wichtigste Repräsentant der Bürger. Die Vogtei über Haltern und damit über dem Haupt- und Richthof, lag sicher noch 1226 und damit vor der Stadtgründung in der Hand der Grafen von Ravensberg als Nachfolger der Kappenberger und wurde von der damit belehnten Familie Werence auch noch im 14. Jahrhundert ausgeübt.

Der Richthof zu Haltern wurde 1493 durch Bischof Heinrich von Münster auf Lebenszeit an Jürgen von Asbeck übertragen und 1548 in gleicher Weise an Konrad Ketteier und einen seiner Söhne.

  • 26.07.1678 Bernhardt Nielandt, Gograf des Amtes Dülmen, Richter zu Haltern und der Herrschaft Ostendorf.

Richthöfe in Haltern und Dülmen

Verpfändung

Im Oktober 1457 erfolgte die Zustimmung des Domkapitels zu Münster zur weiteren Verpfändung der Ämter Stromberg und Dülmen und des Hofes zu Haltern an den Herzog von Kleve.

Stadtgründung

Stadt Haltern

1289 beschloß der Fürstischof von Münster (1275-1301), Everhard von Diest, die "villa" Haltern zu befestigen und ihr Wigboldsrechte zu verleihen. Haltern erhielt dasselbe Stadtrecht, welches Borken und Coesfeld hat. Die Stadt wurde vom Kirchspiel getrennt, der bischöfliche Haupthof blieb bestehen.

Vor- und nachher gehörten Stadt und Kirchspiel zum Amt Dülmen im Fürstbistum Münster. 1837 wurden im Rahmen der neuen Städteordnung die drei Kirchspiele Haltern (mit den Bauerschaften Antrup, Holtwick, Lavesum und Sythen, Hullern (Haltern) und Lippramsdorf zu einer Landbürgermeisterei und 1843 zum Amt Haltern zusammengefaßt. Die Ausgliederung von Stadt und Amt Haltern aus dem Lankreis Coesfeld erfolgte 1929 und zeitgleich die Zuteilung zum Kreis Recklinghausen.

Stadtrecht

Bei der Stadtgründung wurde H. das gleiche Recht verliehen, wie es Borken und Coesfeld hatte. Das Stadtrecht galt im engen Bezirk des Wicbolds (Wigbold) als Marktflecken und nach der Befestigung innerhalb der Mauern. Es beinhaltete die niedere Gerichtsbarkeit, andererseits galt das Landrecht des Fürstentums Münster für die hohe Gerichtsbarkeit, wie es in den Weißtümern der umliegenden Frei-und Gogerichte Ausdruck fand.

Im Stadtrecht war geregelt die Eigenschaften und Rechte der Voll-, Halb- und Nichtbürger (Trennung wegen des unterschiedlichen Nutzungsrechtes am Bürgervermögen), die Bedingungen für die Erlangung der Bürgerrechte. Ein voller Anteil des Standes wegen galt für den Bürgermeister, den Pfarrer, Kaplan, Küster, für Lehrpersonen, später auch für den Arzt und die Hebamme.

Die Landtagsfähigkeit der Stadt Haltern für den Landtag im Fürstbistum Münster ist zumindest ab 1525 nachgewiesen.

Siegel, Wappen, Fahne

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Beschreibung:

Wappen: 1910 wurde der Halfter als Wappen festgelegt. Als Farbe wurde die Stadtfarbe Blau-Weiß gewählt: Halfter silbern mit goldener Schnalle, Schild blau.

Siegel Die älteren Siegel zeigen seit 1339 das Bild des hl. Paulus, des Patrons des Hochstifts Münster. Wappen in Siegeln (seit 1486) und auf Münzen (seit 1595): Der Schild mit dem Halfter, als Schildhalter der hl. Papst Sixtus, der Halterner Kirchenpatron.

Farben: Blau-Weiß.

Landwehr

1425 wurde die Landwehr der Stadt Haltern erstmalig urkundlich erwähnt und 1456 ausdrücklich als städtische bezeichnet. In welchem Umfang z. B. am Sundern noch Vorwerke mit eingebunden waren, ist noch nicht geklärt, aber nicht auszuschließen. Diese Vorwerke könnten durchaus als "Turmhöfe" ausgebaut gewesen sein.

Sicher ist aber, daß sich zwischen den Mauern der Stadt und der Landwehr kein eigenes "Pfahlbürgertum" (wie z.B. in Recklinghausen-Hillem) mit abgestuften Bürgerrechten herausbildete und auch somit das Stadtrecht auf das Gebiet innerhalb der Mauern beschränkt bleiben mußte.

Der Grundbesitz zwischen Mauer und Landwehr war ausschließlich in den Händen von Stadt und Kirche, welche den Besitz als Gartenland parzelliert und im Pacht- oder Erbpachverfahren an die Bürger zur Bearbeitung abgegeben hatten. Bei beurkundeten Verkäufen von Ländereien in diesem Gebiet vor dem 19. Jahrhundert handelte es sich ausschließlich um den Verkauf von Pachtrechten und nicht um eigentliche Landverkäufe.

Bei Bürgerbesitz außerhalb der Landwehr, auch in Bossendorf im Vest Recklinghausen, handelte es ich ausschließlich um Lehen und Höfe des Stiftes Essen, mit denen Bürger oder die die Stadt vertredenden Bürgermeister zeitweilig belehnt waren.

Rekonstruktion der Stadtlandwehr auf der Katasterübersicht von 1825.

Bürgerrechte

Das Bürgerrecht erwarb man durch Geburt in eine ansässige Bürgerfamilie oder nach entsprechender Antragstellung durch Verleihung und Vereidigung durch den Stadtrat. Es war Voraussetzung zur Aufnahme in die Gilden.

Zum Erwerb des Bürgerrechts und beim Eintritt in eine Handwerkergilde war ein Zeugnis freier Geburt oder ein Freikaufsbescheinigung Freibrief vorzulegen, der Nachweis selbständiger Haushaltsführung, ein ausreichendes Einkommen oder ein aussichtsreicher Beruf und eine bestimmte Religionszugehörigkeit (Taufschein).

Die erforderlichen Nachweise wurden im Stadtarchiv abgelegt. In einem Bürgerbuch oder auch in Stadtprotokollbüchern wurden die Neubürger erfaßt. Nicht jeder Stadtbewohner hatte die selben Pflichten und Rechte, es gab auch Minderbürger.

Halterner Bürger, welche sich Auswärts niederließen, hatten dort entsprechende Nachweise vorzulegen, welche von der Stadt ausgestellt wurden. Kopien dieser Nachweise wurden abgelegt oder im Stadtprotokollbuch erfasst.

Die Vergabe des Bürgerrechts in Haltern erfolgte nicht konsequent und war zeitweilig eher mehr zufällig. Bei den Bürgersöhnen oder deren Verwandte wurde das häufig verabsäumt, während in anderen Fällen städtische Eigenbehörige als Inhaber von Bürgerrechten geführt werden.

Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch

  • Haltern, 1959 Landkreis Recklinghausen (1289), Bürgerbuch 1484-1626 (Stadtarchiv Haltern II B Nr. 1), Perg. Blätter, fol. 10-15: 540 Bürgeraufnahmen ohne Jahreszählung, beginnend um 1490; ab fol. 16: Bürgeraufnahmen 1595-1626 mit Jahresangabe. Abschrift der Bürgermatrikel in: Repertorium des Stadtarchivs Haltern 1935/36, Anhang S. 1-37.
    • Literatur: Philipp Schäfer, Das Halterner Bürgerbudi. In: Halterner Heimatblatt, 6. Heft (1958) S. 1-3 sowie in: Vestischer Kalender. Recklinghausen 1959, S. 110-112. Designation der von 1650 bis 1669 in die Stadt Haltern eingekommenen neuen Bürger (Stadtarchiv Haltern, Akte II b 1). Bürgergewinnungen 1764-1779 (ebd. II B Nr. 2-6). Bürgeraufnahmen 1818-1834 (ebd. III, 66), 1837-1843 (ebd. III, 67), 1837-1851 (ebd. III, 68).
    • Ergänzende Quellen: Ratsprotokolle (1637, 1640, 1646, 1653-59, 1668-1672, 1676/77, 1733, 1746-1755) mit Niederschriften der Geburtsbriefe und Bürgergewinnungen; Stadtrechnungen 1554-1808; Lagerbücher zu den Einnahmen der Stadt Haltern 1777-1808 mit Angabe der Bürgerschaftsgewinngelder.

Umgebungskarte 1758

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Vorboten der französischen Armee bereisten vor 1758 preussische Gebiete und fertigten Handzeichnungen an

Von Wesel über Haltern, nach Dülmen und Münster (Westfalen) führten für die französische Armee wichtige Verbindungsstraßen. An deren Rändern lagen befestigte Burgen, von denen aus preußische Soldaten versorgt werden konnten. Kenntnisse über diese Strukturen bargen für eine erfolgreiche Kriegsführung wichtige Informationen. Unter dieser Zielsetzung entstand diese handgezeichnete Karte. Es ist eine Rarität aus dem Besitz des Herzogs von Croy. Weitere Karten mit Einzeichnung französischer Stellungen folgten im Jahre 1758, so der Plan "Mouvements de l. Armee de puis le 26. jusquàn 3. de May de meme depuis le 12. d`Aout jusqu`au Sept. 1758.

Bürgermeisterei Haltern

Die Bürgermeisterei Haltern war vorläufer des Amtes Haltern.

Ortsorganisation

Siedlungsentwicklung

Als Wicbold war H. eine Marktsiedlung, von 1450 mit Ummauerung und halbrundem, nach N zu geradlinigem Marktplatz, in neuerer Zeit über die alten Stadtmauern hinweg bedeutend erweitert. Die Altstadt innerhalb der alten Wälle und Mauern hat Radform mit 4 Radialstraßen, die von den Hauptstadttoren ausgehen. Vor 1767 wurden Teile des Stadtgrabens und -walles zwischen Lipp- und Rekenberger Tor verkauft. augbefüllt und planiert und als Gärten genutzt Nachdem auch die Stadtmauer zwischen Mühlen- und Lipppforte 1811 größtenteils eingestürzt und der Rest vom Einsturz bedroht war, wurden nun Baugenehmigungen für einen Hausbauten in der Mauer erteilt. 1814 wurde der allgemeine Verfall der Ringmauer, welche während vieler Kriegswirren wiederholt niedergerissen und neu aufgebaut worden war, dem zuständigen Kreis Coesfeld gemeldet. Stadttore waren da noch Lipp-, --Mersch-, Rekumer (Rekenberger) und Mühlentor. Ihre Namen sind heute noch erhalten. Die Altstadt erfur eine unregelmäßige Erweiterung nach allen Seiten; bedeutendster neuer Stadtteil H.-West - mit großer Stadtrandsiedlung. Ab 1931 Ortserweiterungen vor allem nach W, entlang dem nördl. Lippetalrand und der Straße nach Wesel, aber auch nach 0 zum H.er Stausee hin. Auch im N und 0 der Stadt entstanden neue Siedlungen.

Straßennamen und Hauslagen

Straßennahmen und Hauslagen werden in historischen Urkunden beschrieben, z.B.:
21.12.1426 Vor Richter Gert zu Halteren verkaufen Bernd de Lantfride und Kunne, seine Frau, den Kirchmeistern zu Haltern oder den Verwahrern der Frühmesse drei Schillingen Rente zum Lichte auf dem Frühmesse Altar aus ihrem Hause auf der Markgrafenstraße zwischen Häusern Dyderinks van Hamone und Gerdes des Wentes.ipso die b. Thome Ap.Gerichtsleute: Johan van Drudinck, Rotger Huker, Hinrich Gmes. Quelle: Staatsarchiv Münster, Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Urkunden, Nr. 1369 a

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1611 Giebelständiges Ackerbürgerhaus (Dreiständerhaus)

Historische Bauten

  • 1188 wurde die Kath. St.-Sistus-Pfarrkirche erwähnt, wird für ludgerianischen Ursprungs (8. Jh.) gehalten, frühere Kirche spätgot., dreischiffig, zweijochig, Chor einjochig mit 5/8 - SchluB, Seitenschiffe nach W verlängert, Westturm rom., Sakristei an der N-Seite, abgebrochen und erneuert 1875.
  • Wallfahrtskapelle mit Gnadenbild St. Anna Selbdritt auf dem Annaberg 1674.
  • Rathaus, got., Renaissance, erbaut 1575, instand gesetzt 1931-40, zweigeschossig, vierteilige Halle, spitzbogig auf Pfeilern an der Längsseite, Giebel an der Schmalseite abgetreppt und geschweift.
  • Stadtturm (Siebenteufelsturm), spätgot., Ziegelbau, rund, mit Spitzbogenfries und Schießscharten, Inschrift: 1502.
  • 1611 Giebelständiges Ackerbürgerhaus (Dreiständerhaus) am Gänsemakt, Turmstraße - Gaststiege
  • Haus Lippstraße 28 (Besitzer Schrief), Renaissance (Rokoko), Ziegelbau, Giebelkante geschnitzt, Tür mit Oberlicht geschnitzt, Fenster des Erdgeschosses geschweift.
  • Röm.-Germ. Mus., Baustil: röm. Landhaus, 1907.
  • Neue St.-Laurentius-Kirche in H.-West 1954 / 55 erbaut.

Stadtbrände

1699 erlitt Haltern einen größeren Stadtbrand, er lieferte die Begründung für die Einführung der Karfreitagsprozession.

Zu Häuserbränden kam es aber vor- und nachher, diese sind über Rechnungsbücher und Steuerlisten erfaßbar. In Einzelfällen zogen überlebende Familien bis zum Neubau, zum Teil für mehrere Jahre, auf ihren verpachteten Eigenbesitz (Bossendorf) oder auf, in Zeitpacht angemietete, leerstehende Güter im Besitz von Adelshäusern (Haus Ostendorf). So erklären sich für die Zeit der Abwesenheit fehlende Taufeinträge in Haltern und nicht in die Lokalität passende Taufeinträge in Nachbarorten.

Mit Einführung der Feuerversicherung 1768 im Fürstbistum Münster wurden 1769 Brandkataster eingeführt und die Häuser der Innenstadt erhielten durchgehende erste Hausnummern. Im Jahre 1806 wurden durch das Herzogtum Arenberg allerdings neue Steuerkataster angelegt und zu diesem Zweck neue Hausnummern vergeben, nun waren auch erste Grundkataster angelegt.

2. Weltkrieg

Im 2 Weltkrieg wurden 3 Schulen, 2 Fabriken und 130 Wohnhäuser zerstört, beschädigt 450 Wohnhäuser. - Rathaus fast und das Röm.-Germ. Mus. völlig zerstört. - Bis 1950 wurde ein Fünftel der Schäden an Wohngebäuden beseitigt. Nach 1945 wurden wiederaufgebaut oder neuerrichtet: das Rathaus, Progymnasimn, 1 Volksschule, Berufsschule, Feuerwehrhaus. Neue errichtet wurde 1954 / 55 auch 1 ev. Schule.

Stadtgebiet

Bedeutende Grunderweiterung seit Anfang 14. Jh. Stadt und Ksp. Haltern 1811/15 verwaltungsmäßig mit Lippramsdorf und Hullern als Gemeinde verbunden. 1837 Teilung der politischen Gemeinde in Stadt und Amt H. Zum Amt H. gehörten die Gem. Ksp. H., Lippramsdorf und Hullern. 1931 Stadterweiterung um Overrath und ein Teil der Bauerschaft Berghaltern ohne den Annaberg (914 ha und 940 E.). Der Ortsumfang betrug 1953 insgesamt 22,3 km. Stadtgebiet 1858: 567 ha, 1951: 1.504 ha.

Historische Ortsteile: Stadt Haltern (innerhalb der Mauern).

Kirchspiel (ausserhalb der Mauern), Bauerschaften: Holtwick (Unterbauerschaften Bergbossendorf, Berghaltern , Hennewich, Lünzum), Hullern (mit eigenem Kirchenbezirk, Unterbauerschaften Antrup, Westrup), Lavesum (Unterbauerschaften Ontrup, Lochtrup, Strünkede), Overrath, Sythen (Unterbauerschaft Stockwiese).


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Stadtteile in Haltern am See (Kreis Recklinghausen)

Altstadt | Berghaltern | Flaesheim | Holtwick | Hamm-Bossendorf | Hullern | Lavesum | Lippramsdorf | Overrath | Sythen


Lagerbuch Amt Dülmen 1769

  • Anmerkung zur Tabelle:
    • 1) = Freye Häuser
    • 2) = Schatzbare Häuser
    • 3) = Summe der Häuser
    • 4) = Darinnen befinden sich
    • 5) = Monatliche Schatzung
Städte u.
Kirchspiele
Bauerschaften
freye Häuser 1)
Klöster,
Adel
1)
geistl.,
priv.
2)
Vollerben
2)
½ Erben
2)
¼ Erben
2)
Kötter
2)
Brinksitzer
3)
Effektiv
3)
Reducirt in
Vollerben
4)
Vorspann-
pferde,
Stück
4)
Stallung
f. Pferde
Stück
5)
Rtlr
5)
fl.
5)
Pf.
Stadt
Haltern
Bürgerhäuser
Korn-
u. Oelmühle
contribuabel
u. freye
Fürstlich . 3 21 44 . 43 129 240 59 7/16 24 320 76 25 .
Kirchspiel
Haltern
Holtwick
Bauerschaft
Fürstlich . . . 5 . . 25 30 4 1/16 47 40 24 6 .
. Lawersumb
Bauerschaft
Fürstlich . . 2 15 . . 41 58 12 1/16 56 144 25 23 4
. Oberath
Bauerschaft
Fürstlich . . 1 11 . . 7 19 6 15/16 29 100 26 7 .
. Sythen
Bauerschaft
Fürstlich . . . 1 . 12 40 53 4 ½ 68 24 24 13 6
. Haus Sythen
Rittersitz
v. Fürstenberg 1 . . . . . . 1 1 . 12 . . .
Kirchspiel
Haltern
. Summa: 1 . 3 32 . 12 113 161 28 9/16 200 320 100 21 10
Dorf u. Bauerschaft
Hullern
Dorf Fürstlich . 1 . . 1 . 35 37 3 7/16 3 16 . . .
. Bauerschaft Fürstlich . . 2 4 . 2 . 8 4 ¼ 20 56 } 21 } 23 .
Dorf u. Bauerschaft
Hullern
. Summa: . 1 2 4 1 2 35 45 7 11/16 23 72 21 23 .

Markenentwicklung

Folgende Marken bestanden in Haltern:

Stadtmarken als Gemeingut

Bis 1910 wurde alljährlich das Bürgergeld (Erlös aus Holzverkäufen und Verpachtungen des Gemeingutes) an die Voll- und Halbbürger ausgezahlt.

Stadtwaldungen

  • 1864 besaß und bewirtschaftet seit 1861 die Stadt Haltern an Holzungen 2.435 Morgen nach einem geprüften Kultur- und Behauungsplan.

Gerechtigkeiten

Fischereirecht

Arnoldi Schulteti de Hamme (1410 / 30) war nach dem Xantener Register von 1410 ein Lehninhaber des Schultengutes zu Hamm. Er verkaufte den halben Fischereibezirk des Schultengutes auf der Lippe um 1436 der Stadt Haltern.

Der andere Teil der Fischerei im Hof zu Hamm gelegen, zwischen dem „Olden Kolk“ und der Furt zu Bossendorf verblieb bei den "von Hamme", welche diesen Teil verpachteten.Am 21.08.1475 verkauften vor dem Richter des Bf. v. Münster - Hinrich von Schwartzenburg zu Münster, Hinrich von Neym, der Fischereierbe Wennemar von Hamme und seine Frau Margarethe (Wulf), die Hälfte der Fischerei des selg. Arnd von Hamme, wie sie der slg. Hinrich Crampe genoss, an Gosen von Raesfeldt und dessen Erben. Zeugen: Wilh. Gunterman u. Rotger Brinkhoff.

Damit war ein langer Rechtsstreit mit Haltern vorprogrammiert.

Gerichtsbarkeit

Stadtgericht

Bei Hobeling heißt es dazu: "Was die Gerichtsbarkeit des Amts Dülmen ahnlangt haben beide Städte Dülmen und Halteren ihre besonderen fürstlichen Richter, deren Jurisdiktion sich aber weiter nicht, als innerhalb der Stätten Mauren erstreckt, darneben ist ein Gograf, der sich intitulirt Gograf an der Greinkaulen, dessen Gerichtszwang über die untergehörige Dorff- und Bauerschaften gehet."

Der Stadtrat verfügte also innerhalb der Stadtmauern über die niedere Gerichtsbarkeit im Halterner Stadtgericht und war für kleine Vergehen zuständig. Damit ist klargestellt, dass der Rechtsbereich der Stadt und der Geltungsbereich des Stadtrechts noch nicht einmal bis zu den Grenzen der städtischen Landwehr reichte.

Dem Landesherrn stand die höhere Gerichtsbarkeit zu. Er ließ durch den Gografen der Gografschaft Dülmen Recht sprechen. Das landesherrliches Landgericht war in Dülmen (Untergericht), höhere Instanz das Appellationsgericht in Münster, 1808 war das Appellationsgericht in Recklinghausen zuständig.

1812 erfolgte die Einführung eines Friedensgerichtes für Haltern-Stadt und die Kirchspiele Lippramsdorf, Reken und Lembeck.

Gerichtsbezirk

1815 wurde Haltern Sitz eines königlich preußischen Land- und Stadtgerichtes (1815;16)

1840 war der Land- und Stadtgerichtsbezirk Haltern zuständig für die Orte: Erle, Haltern, Hervest, Hiddingsel, Hullern (Haltern), Holsterhausen, Lembeck, Lippramsdorf, Rhade, Altschermbeck und Wulfen.

1849 erhielt Haltern eine Gerichtskommmission, der dann 1879 das Amtsgericht Haltern folgte.

Bevölkerung

  • Quellen
    • Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Haltern am See, Pfarrkirche ad s. Sixtum P. M., Pfarre, darin
      • Status animarum 1750 - Hs. 150 f. 607
      • Haltern St. Sixtus: Status Animarum 1750, Digitalisat bei Matricula
      • Kommunikantenverzeichnisse 1693, 1712 (fehlt), 1717 (fehlt) (Bestand A 8)
      • Kirche: Verzeichnis der Kirchenbankplätze 1769 Bestand A 9)
    • Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Werne, Pfarrkirche ad s. Christophorum M.
      • Darin: Firmung in den Ämtern Werne u. Dülmen (mit Haltern) 1736
  • Quelleneditionen und Bearbeitungen:
    • Status animarum 1750

Bevölkerungsverzeichnisse

  • Bürgerbuch ab 1523.
  • Populationsliste 1806,

Adreßbücher

Kirchenbücher

Zivilstandsregister

Hausnummern-Konkordanz

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden im Münsterland durch Erlass des Landesherrn, Kürfürst Maximilian Friedrich von Königsegg-rothefels, eine Feuerversicherungspflicht für Gebäude in Kraft gesetzt. Dazu musste in jedem Ort ein Brandkataster angelegt werden, in dem jedes Gebäude mit dem Wertermittlungsbetrag eingetragen wurden. Deshalb erhielt jedes Haus eine Brandkataster- Nummer. Die fortlaufende Nummervergabe erfolgte oft in Anlehnung des "Umgangs" wie z. B. beim "Status Animarum". Die Hauptgebäude erhielten die fortlaufenden Brandkataster-Nummern 1, 2 3 ,4...... Nebengebäude erhielten die gleiche Nummer mit dem Zusatz a, b, c .... Für Haltern liegen die Verzeichnisse von 1772 und 1779 vor.

In der Populationsliste für 1806 wurden andere Hausnummern eingesetzt, ebenso in den Einwohnerverzeichnissen von 1841 und in Katasterregistern.

Einwohnerentwicklung

1818: 1597 E., 1843: 1934 E. und 320 Häuser, 1858: 2177 E., 1871: 2424 E., 1885: 2999 E., 1895: 3396 E., 1905: 4741 E., 1910: 597:3 E., 1920: 7274 E., 1925: 7886 E., 1933: 9696 E., 1939: 10 106 E., 1946: 10 003 E., 1950: 12 732 E.

Einwohnerstruktur 1864

  • Stadt Haltern: 1.123 männlich, 1.123 weiblich, insgesamt 2.246
  • Gemeinde Kirchspiel Haltern: 908 männlich, 827 weiblich, insgesamt 1.735
  • Gemeinde Lippramsdorf: 459 männlich, 477 weiblich, insgesamt 936
  • Gemeinde Hullern: 203 männlich, 187 weiblich, insgesamt 390

Zuzuggeld

Bei Zuzug wird von jeder einzelnen oder neu zuziehenden Person oder von jeder neu zuziehenden Familie erhoben

Von diesem Einzugsgeld ist in allen Gemeinden die Gestattung der Niederlassung abhängig.[1]

Adelshäuser in Haltern

Grundherren und deren Archivbestände

Die Bevölkerung in Stadt und Kirchspiel war im 17. Jahrhundert in etwa ausgeglichen. Im Kirchspiel selber gab es mehr Eigenbehörige als Freie. Akten über Eigenbehörige finden sich in Archiven von Grundherren. Folgende Grundherren hatten mit Eigenbehörigen besetzten Besitz im Kirchspiel Haltern:

Zuständige Grundherren finden Sie in der Stadtbücherei in "Beiträge zur westfälischen Familienforschung" Band 52 "Die Höfe des Münsterlandes und ihre grundherrlichen Verhältnisse"

Hexenverfolgung

Seuchen/Massensterben/Hochwasser

  • Pest 1444. In den 40er Jahren des 17. Jh. brach eine große Hungersnot infolge der unerträglichen Kriegslasten aus.
  • Das große Sterben zu Haltern, Februar bis Mai 1652, 1784 In Haltern grassiert die rote Ruhr.
  • 1565 durch Hochwasser zerstörte Brücke über die Stever bei Haltern.
  • Ende Jan./Febr. 1614 unbeständiges Wetter, Frost und Überschwemmungen.
  • 1737 Hochwasser, Ländereien abgetrieben

Katastrophen, Krieg, Seuchen

Als Grenzstadt hatte H. in allen Jh. schwer unter Kriegsnot zu leiden (Münsterische Stiftsfehde 1450-57, Spanisch-Holländischer Krieg 1587-1609. Nach dem Gerichtsprotokollbuch Haus Ostendorf waren die Städte Haltern und Dorsten zumindest in der Zeit von 1599 bis 1600 von italienischen Truppen besetzt.

Durch Hochwasser kam es wiederholt zur Verlagerung des Lippebettes, so im Katastrophenwinter 1547/48 um 1 km nach Süden oder zu größeren Landabschwemmungen ua. 1569/70 . Die Verluste und Verschiebungen von Ländereien und Fischereibezirken waren beträchtlich, da auch die Stevermündung als Fischreigrenze immer weiter nach Osten rückte und sich damit die Fischrei des Stiftes Flaesheim immer weiter vergrößerte.

30jähriger Krieg 1618-48,Bittprozession am Tage des Halterner Kirchenpatrons (6. August 1630) wegen der Pest. Besatzung und Kontribution durch die Hessen - Hungersnot und Pest (1634-1636).Zerstörung der Überreste Halterns durch die Hessen unter Oberst Hans Adam von Carffen (1646).

Austragung eines Zwistes in Haltern zwischen dem Stift Essen und einem schwedischen Leutnant wegen seiner Ansprüche (1652, Gefangennahme von 105 Essener Bauern).

Das große Sterben in Haltern (Februar bis Mai 1652).

7jähriger Krieg 1756-63, Freiheitskriege 1813-15, Spartakistenkämpfe 1920. Häufige Auseinandersetzungen mit kurkölnischen Truppen aus dem Vest Recklinghausen zwangen zur Anlage starker Befestigungen.

Wehrwesen

Außer der üblichen Bürgerwehr hatte Haltern zu keiner Zeit Militär. Zur Wehrpflicht (Losung) wurde jeder Bürger herangezogen.

  • Zur Einrichtung der inneren Defension im Fürstbistum Münster 1672 wurden "Verzeichnisse der konskribierten Bauemsöhne in den Kirchspielen Dülmen, Buldern und Haltern sowie in der -- Stadt Haltern" angelegt.
    • Quelle: Staatsarchiv Münster/Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Militaria, Nr. 250,

1811 mußte Haltern dem französischen Heer 20, 1812: 26 Rekruten stellen Bei der Einrichtung der preußischen Landwehr 1813 stellte Haltern 81 Landwehrmänner, l l Rekruten und 2 Landwehrkavalleristen zur Verfügung. Dazu kamen 15 Freiwillige. Dem Lützowschen Freikorps gehörten 2 Bürgersöhne an.

Geschichtliche Personen

  • Franziskanerpater Antonius (Vinzentius) "Schirley", * 15.12.1647 in Haltern, Vikar des Klosters Dorsten, Gründer des Wallfahrtsortes Neviges, Missionar des (reformierten) Emslandes.
  • Paulus Melchers, 1841 Kaplan zu Haltern, dann Generalvikar in Münster, Bf. von Osnabrück, Erzbischof von Köln, Kurienkardinal in Rom.
  • Josef König, der Begründer der Lebensmittel-Chemie, 1843 in Lavesum geboren.

Zivilstandsregister

1815 erfolgte durch die Preußen die Abschaffung der 1808 durch die Franzosen eingeführten Zivilstandsregister und die Wiedereinführung der Kirchenbücher.

Zivilstandsregister für Haltern finden sich für Geburten von 1809 - 13 in 7 Bänden, Heiraten von 1809 - 13 in 7 Bänden und Sterbfälle von 1810 - 13 in 7 Bänden. (Befinden sich im Halterner Stadtarchiv)

Zivilstandsregister für Hullern finden sich für Geburten von 1810 / 1811 in 2 Bänden, Proklamationsakten und Heiratsakten von 1810 / 1811 in 4 Bänden und Sterbeakten von 1810 / 1811 in 2 Bänden. (Befinden sich im Halterner Stadtarchiv)

An diese Bestände der Stadt schlossen sich die Zivilstandsregister in der Pfarrei St. Sixtus an, mit den Laufzeiten von 1812 - 1813. Diese sind dem Bistumsarchiv Münster übergeben worden.

Die danach als Personenstandsregister geführten Kirchenbücher sind einsehbar im Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe in Detmold und zwar für Haltern (M), Laufzeit: ev GHT 1849-1874, kath GHT 1815-1874, Juden (Bgm) GHT 1832-1847, (GB) GHT 1850-1874, Diss (GB) GHT 1858-1861.

Hier sind ebenfalls die Bestände für Hullern (Haltern) einsehbar, nämlich kath GHT 1815-1874.

Schatzungslisten / Steuerlisten

Reichs- und Landesschatzungen

Quellen der Heimat- und Familienforschung: Willkommschatzung bei Einführung eines neuen Bischofs, Türkensteuer, Hausschatzungsregister teilweise mit Berufen, Namen der Hausgenossen, Zustand der Stätten .........

Sprache

Amtssprache nhdt., seit Ratsprotokolle vorliegen (16. Jh.). ab 18. Jh. Hochdeutsch. Die Westmünsterländische Mundart in Haltern liegt in dem Grenzstreifen Essen-Gronau, der niederfränkische und westfälische Eigenheiten mischt. Es hat nur z. T. die „Brechung" durchgeführt (Stuobben, Uobben (Ofen), Liäwwerwuorst); i (ihr), mi (mir). Dülmer Sprachspott gegen Haltern: „Ook van Haltern, stoot mi nich" (Dülmen hat: auk, staut).

Volksbräuche

In den heutigen Ortsteilen der Stadt Haltern am See entwickelten sich lokale Bräuche, welche unterschiedlich gepflegt wurden und werden:

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Glahüttenwerk Riegermann & Schönert gegr. 1874 in Haltern, Spezialist für Beleuchtungsartikel

Hansestadt, Wirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung H.s beruhte im Kirchspiel früher auf dem Ackerbau, die Stadt war eine Ackerbürgerstadt, jedoch mit Anteil an dem Handel des Westmünsterlands mit den Niederlanden und einen eigenen Schwerpunkt in Norwegen. Als Grenzstadt zwischen Kurköln und dem Fürstbt. Münster war Haltern ein wichtiger Handelsplatz für den Warenaustausch und Lippehandel per Schiff. Dazu zählte auch Salz.

Eine Borkener Urkunde von vor 1260 bestätigt, dass die Stadt Borken seit alter Zeit berechtigt war, die sogenannte Hansegrafschaft über einen Bezirk auszuüben, der von Winterswijk und Groenlo über Vreden bis Velen, Haltern, Lippramsdorf und Raesfeld reichte.

Haltern wird dann in einer Kölner Liste als Hansestadt verzeichnet (1469), in Lübeck (1470) mit Beziehungen zu Kaufleuten aus Köln (1491/99), Wesel (1360) und Antwerpen (1572/ 75). Münster war Halterns Vorort der Hanse und auch Coesfeld spielte eine Rolle.

Dienstags und freitags Märkte (Chronik 1839), dazu Pferde und Schafmärkte, Ziegelofen als Städt. Ziegelei, Stadtmühle, Anlage der Lohmühle seitens der Stadt (1807). In den Jahren 1860/64 fanden jeweils 7 Jahrmärkte statt.

Leinenweberei mit 80, Wollweberei mit 22 und Strumpfwirkerei mit 9 Stühlen (1818).Um 1845: 7 Kram-und Viehmärkte. Bedeutender Holzhandel.

Legge in Haltern: 1661/1662 sind Lieferungen von "Helter Laecken" (Halterner Qualität in Wolltuchen) nachgwiesen, dies läßt Rückschlüsse auf eine Legge zu.

Niedergang des Gewerbes, besonders das des Tuchmachers - 1840 nur noch drei Tuchmacher - Entfremdung vom Handwerk.

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Haltern um 1933: Reichsbahn - Dienstwagen aus Münster, Bild Mitte hinten:Wilhelm Albers von Block Lippe, links außen Hein. Wiethoff gt. Sonntag aus Hämken)

Die Stadt besitzt nach umfangreichen Markenteilungen och um 1955 insgesamt 817 ha umfassende Waldungen. Handel und Verkehr erlebten einen starken Aufschwung durch den 1870 und 1874 erfolgten Anschluß an das Eisenbahnnetz und Haltern erhielt ein Bahnbetriebswerk. Die Strecke nach Wesel wurde zwischenzeitlich allerdings stillgelegt. Während noch 1818 die Wollweberei auf 22, die Leinenweberei auf 80 und die Strumpfwirkerei auf 9 Stühlen betrieben wurden (um 1845 daneben noch Zeugdruckereien und Gerbereien vorhanden), gingen diese Hausindustrien immer mehr zurück. Dafür bürgerten sich andere kleine neuzeitliche Industriebetriebe ein: Glashüttenwerke (Riegermann & Schönert Glashüttenwerk 1874 gegr., 1907 insges. 85 Arbeiter), Mechanische Weberei, Fabrik der Westfälisch-Anlaltischen Sprengstoff-AG. 1897, Holzbetriebe 1924, elektrische Leitungsröhren 1898, Maschinenfabriken 1937, Beton- und Zementwaren (Flußsandbaggerei). Der auf das Stadtgebiet gerückte Kohlenbergbau beschäftigt auch H.er Bergleute. Nach Anlegung der H.er Stauseen ab 1930 steigender Fremdenverkehr (1949: etwa 10 000 Übernachtungen, etwa 1 Mill. Besucher jährlich), bedeutendste Volkserholungsstätte am Nordrand des Rheinisch-Westfälischen Industriegebiets.

Handel und Gewerbe

Berufe

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Haltern/Herne um 1933: Brotauslieferung Bäcker Thole, Gasthof Albers (Töchter Maria, Clementine)

Handwerk

In Haltern wurden 1726 im Rahmen einer Steuerschatzung im Stadtgebiet (innerhalb der Mauern) Haushalte erfasst.

Verkehr

Haltern lag im MA an der Lippestraße von Wesel nach Münster (Osnabrück-Bremen), heute Bundesstraße Wesel-H.-Münster. Nach S Bundesstraße H.-Recklinghausen-Bochum-Köln. Landstraße nach Dorsten-Oberhausen. Bahnanschluß 1870/74: Hauptstrecke Essen-Recklinghausen - H. -Münster - Bremen / Hamburg. Nebenstrecke H.-Wesel. Nahverkehr der Verkehrsgesellschaft Haltern (1931), Vestische Kleinbahnen, Stauseelinien 1931, Arbeiterverkehr nach Marl-Hüls 1932-36 und 1939-45; Bhf. 1945 völlig bombenzerstört und geplündert, Neuaufbau seit 1946.

Umgebungsbedeutung

H. besaß und besitzt gewisse Bedeutung für die Siedungen des H.er Lippetales und liegt im Einflußbereich von Recklinghausen. Starke Beziehungen nach Münster schon im 16. Jdt. durchgehend nachweisbar.

Münzwesen

  • Halterner Währung 1591: 1 Reichstaler zu 26 Schillingen gerechnet.
    • Ohne landesherrliche Genehmigung wurden 1593 und 1624, vielleicht auch 1592, Kupfermünzen geprägt. Bekannt sind bisher Werte zu 9, 6, 3, 1 Pfg. mit Wappen auf der Vs. und Wertzahl auf der Rs. Dadurch schwere Konflikte mit dem Landesherrn, der durch den „recessus destitutionis“ von 1627 weitere Prägungen verbot.
  • Notgeld. 1921: 10 Pfg., Eisen, mit dem Kopf des Drusus. Weitere Ausgaben in Papier. 1921: 25, 50 Pfg., 1 M. 1923: elf Werte von 100 Ts. bis 1 Bill.

Maße und Gewichte

Das Halterner Maß war vor 1802 eine Maßeinheit, welche neben dem Dülmener Maß auch über die Grenzen des Kirchspiels Haltern hinaus Bestand hatte. Angewandt wurde es bei der Berechnung von Naturalabgaben des zum Haus Ostendorf gehörenden Bauernerbes Wilde im Kirchspiel Hamm-Bossendorf und bei der Berechnung von Naturalabgaben an die Pfarrei zu Hamm-Bossendorf.Nach dem Kirchenarchiv Hamm-Bossendorf 1797: Meßkorn, abzuführen in Halterner Maß.

Halterner Maß

  • 1840 Geltungsgebiet: Stadt und Landgemeinde Haltern, Gemeinden Hullern und (Lippramsdorf ab 1816, vorher Borkener Maß)
    • Benennung: Stadt Halternsches Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher
      • Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an einem auf dem Rathaus zu Haltern vorhandenen Scheffel. Untersuchungsart: Streichmaß
        • Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1489,114 oder abgerundet 1489 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 26,64 Liter.
    • Siehe auch: Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten

Stadtwaage

  • 28.06.1658 Henrich Lindemann ist für 1 Jahr geschworener Waagemeister

Städtische Steuern -Wortgeld

Zur Zeit der Stadtgründung 1289 und später hatten die Bewohner als freie Eigentümer Erbzins, das sog. Wortgeld, an den Landesherrn und die lokale Kirche zu entrichten, auf seinem Haupthof war die Stadt errichtet worden. Seit 1354 Einnahmen aus Gerechtsamen und Akzisen. Während der Kriege Kontributionen an Geld und Naturalien. Sonst bis 1806 wegen der hohen Einnahmen aus Grundbesitz und städt. Gerechtsamen wenig Steuern. 1806 Grundsteuer, 1811 Personalsteuer, Mobiliarsteuer, Türsteuer und Fenstersteuer, 1818 Verbrauchssteuer, 1819 Branntweinsteuer und Braumalzteuer.

Landessteuern

Vor 1802 gehörten die Einwohner der Stadt innerhalb der Mauern nach der Ständeordnung zum Bürgertum, die Einwohner des Kirchspiels zum Stand der Bauern und Arbeiter, welche nicht in der Landschaftsversammlung vertreten waren. Daran waren jeweils Pflichte und Rechte geknüpft. Das Kirchspiel Haltern allein hatte bis dahin an monatlicher Kirchspielsschatzung 80 Rt zu erbringen. Dazu konnten die Stände in der Landschaftsversammlung einmalige Sonderschatzungen beschließen.

Zölle

Am 05.08.1768 erfolgte eine erneuerte Festsetzung der hochfürstlich münsterschen Lippezollrolle zu Haltern für die Auf- und Niederfahrten, wodurch alle stromauf- und abwärts geführt werdende, in 125 benannte Artikel benannte Gegenstände als Holz, Früchte, Weine, Brandweine, Colonial- und andere Waren, einen jedem Artikel beigesetzte, und auch die nicht benannten Güter, nach Maßgabe ihrer Eigenschaft und ihres Wertes, eine nach Analogie des Tarifes zu bestimmende Zollgebühr zu entrichten hatten. Defraudationen der Letzteren aber mit der Confiskationsstrafe belegt wurden. Diese Rolle ist in der Lippe-Konvention vom 05.08.1768 enthalten (wohl mit der Gf. Mark und Vest Recklinghausen).

  • 1769: Am Zollhause (Haltern) ist ein Fährschiff auf der Lippe. Das Zollhaus stand 1640 auf dem Loddenkamp.
    • 1834 Lippeschiffahrtsempfänger in Haltern Anton Feldhaus

Lippe (Fluss)

Als Wasserstraßen war die Lippe zum Transport großer und schwerer Lasten in der Logistik eigentlich unentbehrlich, aber durch die typische Ausprägung der Kurvenradien und Pegelständen nur beschränkt nutzbar. Dies wurde durch entsprechende Konstruktionen beim Schiffbau berücksichtigt und die Maße der in der Lippeschiffahrt genutzten Schniggen, Schnucken, Deelen oder Achen, und bei den Floßkonstruktionen, den jeweiligen Möglichkeiten angepasst. [2]

Auch zur Verhinderung von natürlicher Strombettverlagerungen der Lippe und Landabschwemmungen bei den Ackerflächen der Anwohner, besonders auch an den nach innen gewölbten Krümmungen des Flussbettes bei gleichzeitigen Anschwemmungen an den gegenüber liegenden Ufern, gab es rund um Haltern ab dem 17. Jhdt. immer wieder Bestrebungen zu Flussbegradigungen.

Lippe-Fähre

  • Am 24.11.1650 wurde die vonn Rütger Schilling unnd Dirich Severin verfertigte Schale oder Punte zu Wasser gebracht. (für die neue Fähre am Zollhaus)
  • Am 28.96.1658 ist Dietherich Oendrup ist als städtischer Fährmann vereidigt worden.

Post, Reit- und Fahrpost, Telegrafie, Fernsprecher

Postofficiorum Haltern

Gehörte zum Oberpostamt Münster

  • 1776 Moll, Postwarter
  • 1784 Vorschlag des Geh. Rats auf der Reise des Landesherrn nach Bonn, den Pferdewechsel (der Post) beim Wirtshaus am Annenberg statt in Haltern vorzunehmen, weil dort die rote Ruhr grassiert.

Verwaltung, städtische Verfassung

Kirchspiel

Die einzelnen Bauerschaften wurden von Burrichtern geleitet, welche untere landesherrlich Verwaltungsaufgaben übernahmen. Darüber hinaus gab es den Receptor des Kirchspiels und die Tegeder als Zehnteinnehmer.

Stadtrat

Die Gemeinheit wurde zunächst von 12 Schöffen (Zwölflinge als Ratsgeschlechter) und einem Richter geleitet, 17. Jhdt. vom Rat, bestehend aus 2 Bgm., 2 Rentmeistern, 8 Ratsschöffen (zeiweilig 6 Schöffen und 2 Gemeinsleute, geleitet. Bgm. (Proconsules) und Schöffen (Consules) wurden alljährlich am 27. 12. von den durch das Los bestimmten 4 Kürgenossen gewählt, während die Gemeinsleute am Heilsamestag, einige Tage später, vom Rat bestimmt wurden. Dem Rat stand die Verwaltung des Gemeinheitsvermögens, die Umlage der Steuern und eine untergeordnete Gerichtsbarkeit zu. Allerdings besaß der Landesherr das Einspruchsrecht. Darüber hinaus gab es den städtischen Rezeptor.

Ratswahl im 17. Jhdt.

  1. Die Ratswahl fand, nach Genehmigung des Amtsdrosten, jeweils am 27. Dezember, dem Gedenktag des Apostels und Evangelisten Johannes statt, und war für alle Bürger ein Festtag.
  2. Am Wahltag selbst fanden sich die Bürger nach geendigtem Gottesdienst und nach dem Läuten der Notglocke auf dem Marktplatz vor dem Bürger- oder Stadthaus ein, und zwar getrennt nach den 4 Nachbarschaftsquartieren (Großes und Kleines Viertel, Kirchhöfer und Gantepöter Viertel).
  3. Im ersten Wahlgang wurden aus jeder der 4 Nachbarschaften je 4 achtbare Bürger als Kürgenossen vorgeschlagen.
  4. Die Vorgeschlagenen, insgesamt 16 Wahlmänner, mussten aus einem kleinen Beutel, in dem unter 16 großen Bohnen 4 weiße waren, je eine Bohne ziehen. Die Zieher der 4 "weißen" Bohnen waren die gekürten oder erkorenen Wahlmänner (Kürgenossen) der 4 Nachbarschaften.
  5. Diese auserwählten 4 Kürgenossen wählten danach zunächst die zwei Bürgermeister, dann die zwei Rentmeister und zuletzt die 8 Ratsschöffen der Stadt, also insgesamt 12 Personen, daher auch „Zwölflinge“ genannt.
  6. In Anwesenheit des Amtsdrosten und des hochstiftischen Richters erfolgte zum Abschluß die Vorstellung und Vereidigung der Gewählten vor der versammelten Bürgerschaft, womit die Ratswahl vollzogen war.

Vertretung zum Landtag

  • 14.04.1640 Durch Beschluß des Rates wird (wie vorher am fürstlichen Amtshaus verabredet) die Stadt Haltern auf dem folgenden Landtag (16.04. -25.04,1640) durch Bürgermeister Brox und den Sekretarius Johan Schierle als Deputierte vetretn.

Verwaltung nach 1806

Nach der Besitzergreifung der Stadt durch den Herzog von Arenberg 1806 trat an die Stelle des Rats eine aus 3 -Mitgliedern bestehende Stadtkommission. Als 1810 Haltern mit Frankreich vereinigt und der Ort zur Kantons- und Grenzstadt erhoben wurde, traten an die Stelle der Stadtkommission der Maire, 2 Beigeordnete und ein Munizipalrat, bestehend aus 20 Mitgliedern. Nach der Besitzergreifung durch Preußen hatte die Stadt zunächst wieder die alte Verwaltung, bis 1837 die Städteordnung und mit ihr die Magistratsverfassung eingeführt wurde. Diese wurde 1933 durch die Preußische Gemeindeordnung abgelöst, der 1935 die Dt. Gemeindeordnung folgte.

Bürgerschaft

Die Bürgerschaft nahm seit jeher an der Verwaltung teil. Steigenden Einfluß gewannen auch die Gilden. Es bestanden Leineweber-, Wandmacher-, Zimmerer-, Schneider- und Schustergilden. Langjährige Streitigkeiten um das Bürgervermögen, an dessen Nutznießung nur Voll- und Halbbürger beteiligt waren, führten 1836 zu einem Vergleich. Endgültig beseitigt wurden die Vorrechte durch Ankauf des Bürgervermögens seitens der Stadt 1910. Es bestanden nur wenige Erbmannsfamilien.

Landesherrschaft

Haltern lag im Amt Dülmen des Fürstbistums Münster und unterstand der Herrschaft des Fürstbischofs von Münster. 1803 kam Haltern mit dem Amt Dülmen unter die Herrschaft des Herzogs von Croy, dem 1806 der Herzog von Arenberg folgte. Nach einer kurzen Franzosenherrschaft von 1810 bis 1813 wurde Haltern durch die Wiener Kongreßakte 1815 Preußen zugesprochen. Die zwischen Lippe und Stever liegenden Bauerschaften Antrup (Haltern), Westrup (Haltern) und (Overrath) des Kirchspiels Haltern, wie auch das Kirchspiel Hullern gehörten zum Großherzogtum Berg, Kanton Lüdinghausen und gehörten deshalb auch von 1813 - 1816 zum Kreis Dortmund.

Der Kantonsbezirk Haltern bestand 1814 aus den Gemeinden Haltern, Lembeck, Reken und Seppenrade und 1815 erfolgte die Wiedervereinigung der abgetrennten Kirchspielbezirke durch Preußen.

Haltern gehörte seit 1946 zum Land Nordrhein-Westfalen. Stadt und Amt Haltern, die zunächst dem landwirtschaftlich ausgerichteten Landkreis Coesfeld angehörten, wurden 1929 dem Industriekreis Recklinghausen zugeteilt. Im Jahre 1260 gehörte Haltern zur Hansegrafschaft Borken, ein Lehen der Stadt Dortmund.

Lage 1832/35

  • Haltern, auch Halteren, 24 °, 50’, 30’’ Länge, 51°, 54’, 50’’ Breite, rechts an der Stever, die hier in die Lippe sich mündet, 3 Meilen südlich von Koesfeld, 1 7/8 Meilen nördlich von Recklinghausen, kleine Stadt mit 2 kath. Kirchen, 317 Häusern und gegen 1.720 Einwohnern, die Leder, Wollen- und Leinenzeuge und Strümpfe liefern.

Verwaltungseinbindung 1895

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Haltern 1932/35, Bahnhofsvorplatz, Streckenkreuzung Wesel /Winterswijk <> Hamm, Wanne <> Münster.

1929 Umkreisung

Im Jahre 1929 wurde die Stadt Haltern am See mit dem Amt Haltern vom Kreis Coesfeld zum Kreis Recklinghausen umgekreist. Beide Kreise liegen im Regierungsbezirk Münster.

Kirchenwesen

Diözesen im Mittelalter

Pastoratsstreit

  • 06.06.1598 Der geistliche Richter des Hofes zu Müster entschied eine, zwischen dem Kölner Pastor in Haltern (für Hlg. Kreuz zu Hamm ?) und dem Halterner Pastor Gerh. Baumann (alias von Detten), so wie dessen Vizekurator (St. Katharina Bossendorf ?) Sarvatius Sturius, wegen Ansprüche auf das Halterner Pasorat bestehende Streitsache, zu Gunsten des Pastors Gerhard Baumann.

Reformation

Die Reformation und Gegenreformatin zeigte auch in Haltern ziemliche Auswirkungen und führte zu sozialen, politischen und kulturellen Veränderungen, welche erst später deutlich wurden. Aus den gebildeten und begüterten Schichten kam es zu Abwanderungen in das reformierte Ausland mit dem Schwerpunkten Skandinavien und Niederlande/Ostindien.

1612 wurde mit Ferdinand, Herzog von Bayern, ein radikaler Vertreter des Katholizismus Bischof in Münster Er betrieb mit allem Nachdruck die Gegenreformation in seinem Lande. In drohenden Verfügungen ordnete er an, das alle Nicht-Katholiken ausgewiesen werden sollten. Die Pfarrer mußten jährlich Listen darüber einsenden, wer bereits wieder katholisch geworden war. Nach einer Verordnung Ferdinands sollte es nur noch katholische Beamte geben. Wer nicht katholisch werden wollte, wurde seines Amtes enthoben.

Das hatte auch Auswirkungen im damals reformatorisch geprägten Haltern. Es kam zu Auswanderungen aus Kreisen der Bürgerschaft, Ziel war überwiegend Holland / Amsterdam, aber auch Bergen in Norwegen. Der Bischof schickte seinen Generalvikar Johannes Hartmann ins Emsland, der die Rekatholisierung geschickt vorantrieb. Es wurden katholische Schulen eingerichtet. Die meisten evangelischen Geistlichen mußten auswandern oder wurden enteignet und vertrieben. Einige traten zum Katholizismus über, so auch in Haltern.

Auch in Haltern gab es passiven Widerstand seitens der Bevölkerung, seitens der Beamten und der Bürgermeister. Das konnte die Rekatholisierung nur aufhalten, aber nicht auf die Dauer verhindern.

Eingetreten war nach Meinung der kath. Kirche in Haltern ein allgemeiner Verfall des kirchl. Lebens, Hinneigung zum neuen Glauben oder Indifferentismus (1639). Es erfolgte dann ein Ansatz zur Rekatholisierung Halterns zur Zeit des Pastors Boecker, vorher war die Stadt vom Luthertum „infiziert".Es erfogten nun Reformen des Pastors Boecker und Kampf gegen Magistrat und Volk zu Haltern.

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Haltern, St. Sixtus: Kirchenschweizer Johann Albers (+22.04.1934 in Haltern, *08.04.1858 in Sickingmühle) in vollem Ornat mit "Kirchenlanze".

Katholische Kirchengemeiden

Als erster Geistlicher wird 1226 der „sacerdos“ Thomas genannt. Haltern gehörte mit Bossendorf von Beginn an zum Bt. Münster, Archidiakonat des Vizedomus bzw. zeitweilig Archidiakonat Dülmen; jetzt Dekanat Dülmen. Die Stadt ist Wallfahrtsort (Kreuz in der Pfarrkirche und Annabild auf dem Annaberg).

Im Bestand "Generalvikariat" im Bistumsarchiv Münster befindet sich ein Teilbestand der Kirche St. Sixtus (rk) in Haltern, beginnend um 1491. Im BAM befindet sich eine Akte J 298 a.

Das lokale Pfarrarchiv von St. Sixtus in Haltern liegt nun ebenfalls im Diözesanarchiv in Münster. Auch die älteren Kirchenbücher von St. Sixtus in Haltern lagern dort. Deren Laufzeiten betragen bei:

  • Taufen 1638 - 1683,
  • Heiraten 1639 - 1684,
  • Taufen und Heiraten 1741 - 1854,
  • Taufen 1791 - 1817, 1819 - 1930,
  • Heiraten 1791 - 1898,
  • Tote von 1782 - 1916 und
  • Personenstandsregister von 1812 - 1813.

Im Historischen Archiv des Erzbistums Köln findet sich zumindest 1 Dispens in den Akten des Generalvikariats, welche weit vor 1700 anfangen.

Geistliche in Haltern St. Sixtus

  • 1776 Herm. Antom Tewes, Pfarrer
  • 1776 Herm. Berning, Sacell.
  • 1776 Joh. G. Steppeling
  • 1776 Joh. Bern. Thier
  • 1776 Joh. Henr. Storp
  • 1834 Friedr. Karl Büttner, Pfarrer, rk., Schulinspektor
  • 1834 Jos. Ehler, Vikarius
  • 1834 Bernh. Grote, Vikarius
  • 1834 Heinr. Masius, Vikarius
  • 1834 Heinr. Wermeling, Kapellan
  • 1932 Vikar Ignatz Wigger in Haltern

Kirchenbuchabschriften

Die Abschriften der Kirchenbücher von Haltern Mitte, Lavesum, Hullern für den Zeitraum von 1639 bis 1683/84 und 1741 bis 1875 in Haltern und 1663 bis 1875 in Hullern, enthalten 25.000 Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge, die zugehörigen Totenregister umfassen 5.000 Einträge für Haltern ab 1782, für Hullern ab 1738. Ab 1810 sind auch Berufe genannt. Diese Abschrift von Martin Heilken umfasst 2.000 Seiten (30.000 Einträge) und geht über 3 Bände. Es wurde 2009 vom Verein für Altertumskunde und Heimatpflege herausgebracht. Die eng begrenzte Auflage ist allerdings leider schon vergriffen. In der Stadtbücherei Haltern liegen jedoch Ansichtsexemplare aus.

Erfolgte Quellenabschriften

  • "Die Stadt- und Ratsprotokolle des Halterner Stadtsekretärs Johannnes Schierle v. 1637 bis 1659", Dr. Gerhard Schmitt Jan. 2005

Internet

Evangelische Kirchengemeinden

Früher gehörten die evangelischen Gläubigen zur evangelischen Gemeinde Schermbeck. Um 1849 wurde eine eigene Pfarre in Personalunion mit Dülmen errichtet, im Kirchenkreis Münster.

Einzelfamilien (1662): Christian Acker aus Mansfeld, luth. - Henrich und Georg Buchholtz, zwei Brüder aus Haltern, luth. - Johann Falcke, ein Schwede, luth. - Margareta Hoveners aus Haltern, „Manistiza" (Wiedertäufersekte) - Rotger Kagenbusch aus Dortmund, luth. - Witwe Christine Kramers aus Borken und ihr Sohn Hendrich, beide im Kirchspiel wohnhaft, luth. - Mechtildis Lensing aus Groningen, Frau des Henrich Blomesaet, kalv. - Christina Ludigers, Haltern, luth. oder Bekenntnis zweifelhaft - Martin Metzler aus Mähren, luth. - Hester Schlüter aus Bocholt, Frau des anderen Blomesaet, kalv.

Nach 1648 waren erst etwa um 1830 ev. Familien wieder ansässig.

Kirchenbuchduplikate der evangelischen Kirchengemeinde (1849-1874) beim Gericht in Dülmen.

Juden

Unter den Nichtkatholiken waren 1662 zwei jüdische Familien erfaßt. Bis zum Beginn des 19. Jh. nur wenige Juden, später mehr. 1834: 64, 1840: 76, 1895: 45, 1910: 39, historisch verbunden mit der Synagoge in Dülmen, dort auch Personenstände.

1862: In dem Gesetz über die Verhältnisse der Juden vom 23.07.1847 sind durch Erlaß der preußischen Königlicher Regierung vom 25.02.1848 im Kreis Coesfeld 2 jüdische Synagogengemeinden gebildet:

  1. zu Coesfeld, welcher die Juden zu Coesfeld, Billerbeck, Darfeld, Osterwick, Gescher, Darup
  2. zu Haltern welcher die Juden zu Haltern und Dülmen zugewiesen wurden.

Der diesen beiden Gemeinden vorgesetzte Rabbiner hat seinen Wohnsitz in Münser

1862: Für den jüdischen Kultus gab es zu Coesfeld, Haltern und Gescher im Kreis Coesfeld je einen gottesdienstlichen Versammlungsort. [1]

Beurkundungen der Juden (Sterberegister 1850-1872) beim Gericht in Haltern.

Bekenntnisse

1871: 63 Ev., 1925: 748 Ev., 1946: 89 % Kath., 1950: 10 569 Kath., 1960 Ev., 79 Sonstige, 74 Konfessionslose.

Personenstandsarchiv Detmold

  • ev GHT 1849-1874
  • kath GHT 1815-1874
  • Juden (Bgm) GHT 1832-1847
  • (GB) GHT 1850-1874
  • Dissidenden (GB) GHT 1858-1861

Staats- und Personenstandsarchiv Detmold

  • Standesamt Haltern Stadt:
  • Standesamt Haltern Amt:

Bearbeitungen genealogischer Quellen

Über den Stand der Kirchenbuchabschriften im Kreis Recklinghausen und wetere Abschriften gibt es ständig aktualisierte Informationen KB-Datenerfassungen/Nordrhein-Westfalen/Kreis_Recklinghausen

Todesangstbruderschaft

Ähnlich wie 1612 in Mariental im Reingau übernahmen 1687 die Jesuiten zunächst die Kapelle auf dem Annaberg Haltern. Er erhielt für seine Dienste jährlich 125 Rtlr. aus der Halterner Pastorat. Nachdem der Missionar sich etabliert hatte, gründete der Jesuitenpater Heinrich Schumacher im Januar 1690 in der Pfarrei St. Sixtus die Todesangstbruderschaft. Wie in Bernkastel 1643 geschehen, bestätigte auch hier der zeitliche Papst Alexander VIII. , am 13.10.1690 die Gründung und gewährte auch in Haltern die üblichen Ablässe. Diese Bruderschaft bestand noch 1935.

Der vollständige Name der Bruderschaft lautete:“ Bruderschafft der Todt-Angst unsers am Kreutze sterbenden Heylands Jesu Christi, und seiner schmertzhafften Mutter Mariae, zu Erhaltung eines seeligen Sterbstündleins. Zur Erhörung dieser Bitte wurden monatlich vorgeschriebene Bußandachten mit Gesang, Gebeten und Litaneien abgehalten. Gebetbücher diesen Inhalts sind noch erhalten. In Haltern werden unter den Mitgliedern der „Bruderschaft“ überwiegend Frauen angeführt. Die Mitgliederverzeichnisse sind erhalten.

Wohlfahrtspflege

Bauholz und Reiserholz - Laub und Reisig war aus städt. Büschen frei für Bedürftige. Es erfolgte freier Torfstich auf dem Stadt-Venn bei Lavesum. Das Multerkorn aus der Stadtmühle wurde an Bürger, besonders an Bedürftige verteilt und es erfolgte die Verabreichung von Butterbrot und Bier bei Aufbietung aller Bürger zum Anpflanzen der Forsten. So erfolgte auch die gemeinsch. Instandsetzung der städtischen Wiesen

Teile der gewöhnlichen Schatzung wurden aus Stadtmitteln aufgebracht und öffentliche Bauten ohne Beisteuer der Bürger unterhalten. Freie Hut für zwei Kühe war auf der Gemeinweide möglich.

In Haltern kannte man auch eine Geldbuße infolge Kinderlosigkeit innerhalb vier Jahren.

Ärzte und Apotheken

* Arzt: Der früheste nachweisbare Arzt in Haltern war der Chirurg (=Wundarzt) Herm. Kemper, 1806 bereits 74 Jahre ahre alt. Er war der Sohn von Joannes Wilhelmus Kemper und Anna Gertr. Dißelhoff. Ihm folgte 1813 sein Sohn, der Wundarzt Joan Henr. Kemper.

* Arzt und Apotheker: 1816 heiratete der Arzt Ludwig Eisenhuth in Haltern am 05.01.1816 Gertrud Niesert, junge Wwe. des Arztes Lohmann, er betrieb 1832 auch eine Apotheke.

* Apotheken: 05.07.1805 Betrieb einer Winkelapotheke durch den "Kaplan Büttner" zu Haltern, danach Privilegierung einer Offizin zur Abstellung der unautorisierten Winkelapotheke von Kaplan Büttner.

  • 1832 wird der Apotheken Albert Leich aus Langensalza (Thüringen) nachgewiesen

Hebamme

  • 1869/64 Die Gemeinden des Kirchspiels Haltern und Hullern bildeten einen Hebammenbezirk für eine angestellte Hebamme

Krankenhaus

Ein Siechenhauses an der Stever wird 1657 erwähnt. Das r.k. St.-Sixtus-Hospital der Pfarrgemeinde St. Sixtus wurde am 25. Februar 1857 eingeweiht. Um 1895 begann man bereits mit einem Krankenhausneubau an der Sixtusstraße, da das ältere Gebäude im Laufe der Zeit den wachsenden Bedürfnissen der Gemeinde nicht standhalten konnte. In den Jahren 1912 bis 1914 wurde weiter angebaut und in den Jahren 1934 bis 1935 schloss sich ein zweiter Anbau an. Während zur Zeit des ersten Anbaus 52 Betten zur Verfügung standen, umfasste das St. Sixtus-Hospital 1943 bereits 165 Krankenbetten.

Feuerwehrgerätschaften

  • 1860/63 Stadt Haltern: 2 große Wasserspritzen, 4 Leitern, 30 lederne Wassereimer, 6 Haken. Der Wert dieser Gegenstände wurde auf 260 Rt geschätzt.
    • Grundlage: Städtische-Polizei-Ordnung vom 14.11.1843
  • 1860/63 Lippramsdorf: 1 große Wasserspritze, 2 Leitern, 12 lederne Wassereimer, 2 Haken. Der Wert dieser Gegenstände wurde auf 250 Rt geschätzt.
    • Grundlage: Kreis-Polizei-Ordnung vom 30.01.1844

Schornsteinfeger

  • 1864 Der Kehrbezirk des Schonsteinfegermeisters zu Haltern umfaßte Stadt und Kirchspiel Haltern und die Gemeinden Hullern und Lippramsdorf. In dem Betreuungsbezirk lagen 845 Schornsteine welche durch ebtsprechende Vereinbarungen einen Fegelohn von 421 Rt erbringen sollten.

Straßenbeleuchtung

  • 1861 besaßen die Städte Coesfeld und Haltern schon seit längeren Jahren eine Straßenbeleuchtung, in Billerbeck wurde diese um 1856 eingeführt und in der Stadt Dülmen, wo sie zeitweilig früher bestand, mit Anfang des Jahres 1862 wieder eingeführt. Diese Straßenbeleuchtung wurde teilweise mit Rüböl, aber auch teilweise mit Mineralöl betrieben.

Gaswerk

1900: Der Magistrat der Stadt Haltern beschließt, auf dem Grundstück am Lippspieker eine Gasanstalt durch die Firma von Hof errichten zu lassen.

Elektrizitätswerk

  • 1924: Abschluss eines Konzessionsvertrags zur Stromversorgung mit den Elektrizitätswerken Westfalen. Danach beginnt die Einrichtung der elektrischen Straßenbeleuchtung.
  • 1928: Gründungsjahr der Stadtwerke und Übernahme der Gasanstalt von der Firma von Hof. Der städtische Eigenbetrieb hatte zwei Betriebszweige: Städtisches Elektrizitätswerk und Gaswerk

Wasserwerk

Seit 1908 gab es in Haltern eine Pumpstation zur Förderung von Trinkwasser für das nördliche Ruhrgebiet.

Schulwesen im Münsterland

Erstmalig wird in einer städtischen Urkunde vom 21. August 1492 ein Gerhardus ter Querne als Stadtsekretär genannt. Er war Notar und mindestens zeitweise Rektor der Schule in Haltern.

1654 lag eine Schule an der Spitze eines Dreiecks dessen Grundlinie Marktplatz und Friedhof bildeten. Am 28.02.1658 wurden zwei Schuldiener beschäftigt. In älteren Geburtsbriefen wird der Schulbesuch attestiert. Streitigkeiten mit der Bischöflichen Behörde wegen Besetzung der Lehrerstelle 1653. Später Mädchen- und Knabenschule.

Die Mädchenschule wurde von Devotessen geleitet. Die Berufung von Devotessen als Leiterinnen von Mädchenschulen wurde überall im Fürstbistum Münster von den Jesuiten angestrebt.

Schulbeschreibung 1864

  • 1. Knabenschule zu Haltern. Größe 787 1/2 Quadratfuß (= 73 qm), 109 Kinder, davon 27 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 15 Rt, Gesamtgehalt auf 215 Rt fixirt, dazu 50 Rt als Organist
  • 2. Knabenschule zu Haltern. Größe 544 1/2 Quadratfuß (= 51 qm), 100 Kinder, davon 22 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 15 Rt, Gesamtgehalt auf 205 Rt fixirt, dazu 10 Rt als Chorsänger
  • 1. Mädchenschule zu Haltern. Größe 675 Quadratfuß (= 63 qm), 111 Kinder, davon 26 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrerin, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 200 Rt fixirt
  • 2. Mädchenschule zu Haltern. Größe 675 Quadratfuß (= 63 qm), 114 Kinder, davon 26 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 5 SGr. im Wintersemester, 1 Lehrerin, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 200 Rt fixirt
  • Schule zu Lavesum. Größe 804 Quadratfuß (= 75 qm), 101 Kinder, davon 4 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 2 SGr 6 Pfg im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 162 Rt, dazu 115 Rt als Vikar.
  • Schule zu Sythen. Größe 738 Quadratfuß (= 69 qm), 78 Kinder, davon 3 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 7 1/2 Rt, dazu Heizungskosten von 4 SGr im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 133 Rt.
    • Präsentationsrecht in Sythen Gf. v. Westerholt zu Gysenbeck wg. Haus Sythen
  • Schule zu Lippramsdorf. Größe 860 Quadratfuß (= 80 qm), 163 Kinder, davon 6 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 9 SGr. 5 Pfg., dazu Heizungskosten von 2 SGr 7 Pfg.im Wintersemester, 1 Lehrer, Mietwert der Lehrerwohnung 10 Rt, Gesamtgehalt auf 145 Rt und 60 Rt als Küster.
    • Präsentationsrecht in Lippremsdorf Gf. von Merfeld wg. Haus Ostendorf
  • Schule zu Hullern. Größe 380 Quadratfuß (= 35 qm), 92 Kinder, davon 2 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 15 SGr. dazu Heizungskosten von 3 SGr im Wintersemester, 1 Lehrer, keine Lehrerwohnung, Gesamtgehalt auf 139 Rt und 13 Rt 15 SGr als Küster.[1]

Höhere Bürgerschule 1864

Die "Höhere Bürgerschule" (mit Latein, ohne Griechisch, ohne Oberstufe), erhielt ein Statut am 07.05.1846 vom bischöfl. Generalvikariat und am 28.02.1847 von der königl. Regierung, und wurde mit einem 4 jährigen Kurssystem 2klassig angelegt. Die Schülerzahl betrug im Jahre 1859 anfänglich 7 Schüler, 1860 bereits 40 Schüler und 1861 insgesamt 44 Schüler.Das Schulgeld für Einheimische beträgt 4 Thlr. für Auswärtige 8 Thlr.

Das Einkommen des Rektors als Lehrer betrugt aus dem Schulgeld jährlich 60 Thlr. und aus der Kämmereikasse 250 Thaler, zusammen 310 Thlr., bei freier Dienstwohnung. Sein Einkommen als Geistlicher ist veranschlagt zu 400 Thalern, so dass sein Gesamteinkommen 410 Thaler beträgt.[1]

Privatschule 1864

  • 1860 wurde die jüdische Schule zu Haltern geführt von einem Lehrer und von 7 Kindern besucht.[1]

Erste Lehrpersonen

  • 1770 Schulmeister Carolus Budde
  • 1834 Elis. Müller, Lehrerin der 1. katholischen Mädchenschule
  • 1834 Ant. Westendorf, Lehrer der 1. kath. Knabenschule

Schulen im Kreis Coesfeld

Jahr Ortsteil Ort Schulart Geschlecht Schülerzahl Klassen Lehrperson Bemerkung
1893 -.- Haltern Volksschule Knaben 306 4 Hermann Wessendorf *26.09.1848, Amtsantritt 15.10.1870
Josef Starkmann *02.04.1859 , Amtsantritt 15.04.1879
Wilhelm Reckmann *10.07.1863, Amtsantritt 10.08.1885
Anton Wilkmann *16.10.1871, Amtsantritt 15.10.1891
-.-[3]
1893 -.- Haltern Volksschule Mädchen 300 4 Gertrud Bolle * 08.08.1843, Amtsantritt 15.10.1870
Christine Emping * 22.02.1858, Amtsantritt 15.10,1878
Bernhardine Schmidt *02.01.1862, Amtsantritt 01.02.1882
Anna Brockmann * 10.09.1863, Amtsantritt01.01.1889
-.-
1893 (städtische) Haltern Rektoratsschule gemischt 25 -.- z.Zt. unbesetzt -.-

Schulentwicklung

  • 1831 Ev. Volksschule
  • 1846 Rektoratschule (Höhere Bürgerschule), die Höhere Mädchenschule von 1911 seit 1933 mit der Rektoratschule vereinigt.
  • 1889 Fortbildungsschule
  • 1920 zweite kath. Volksschule als Vollsystem eingerichtet
  • 1939 städt. Berufsschule
  • 1941 Dt. Oberschule für Jungen, jetzt 7stufiges Progymnasium

Signierfähigkeit

In Haltern startete 2007 eine stichprobenweise Untersuchungder Signierfähigkeit der Landbevölkerung (außerhalb der Stadtmauern) durch die "Virtuelle Geschichtswerkstatt Vest Recklinghausen". Erste Einzelergebnisse sind bei den Familienrekonstruktionen präsentierter Bauernhöfe in den Bauerschaften zwischen 1808-1813 eingetragen. Signierfähigkeit beinhaltet eine der drei traditionellen Kulturtechniken. Bei dem Begriff der drei Kulturtechniken handelt es sich im engeren Sinne, in der Zeitspanne der breitgefächert möglichen Heimat- und Familienforschung, um eine Sammelbezeichnung für Lesen, Schreiben und elementares Rechnen.

Lesen alter Handschriften

Latein, Amtsausdrücke und die Datierung in Kirchenbüchern, Ratsprotokollen und Bevölkerungslisten bereiten Anfängern in der Familienforschung immer wieder Schwierigkeiten, hier eine kleine Einstieghilfe:

Museen

  • Halterner Museum für Buch- und Druckkunst (in der Stadtbücherei), Kontakt: Herr Klein-Erwig, Lavesumer Straße 1g, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 933205 o. 933199
    • Ausstellungsschwerpunkte: ehem. Druckerei mit Inventar aus den 1940er Jahren. Führungen: auf Anfrage; pädagogische Betreuung von Schulklassen/Gruppen, Öffnungszeiten: Fr. 9.00 - 12.00 Sonstiges: teilweise behindertengerechte Publikumsflächen
  • Westfälisches Römermuseum Haltern. Kontakt: Leiter(in)/Direktor(in) Dr. Rudolf Aßkamp, Weseler Straße 100, 45721 Haltern am See, Telefon: 02364 93760, Fax: 02364 937630, E-Mail: roemermuseum@lwl.org. Internet: www.roemermuseum-haltern.de
    • Ausstellungsschwerpunkte: Provinzialrömische Antike Westfalens; Exponate aus den Römerlagern an der Lippe, ergänzt durch Texte, Modelle, Rekonstruktionen sowie Tonprogramme und Videos Führungen: öffentl. u. auf Anfrage; museumspädagogische Betreuung von Schulklassen/Gruppen Öffnungszeiten: Di. - Fr. 9.00 - 17.00; Sa., So., Feiertage 10.00 - 18.00 Uhr

Zeitungen

  • Halterner Zeitung 1898-1933 (Zentrum), heute als Ruhrnachrichten, Ausgabe Halterner Zeitung, seit 1949 (CDU). [1]
  • Aktuelle Nachrichten aus Haltern bietet die WAZ. [2]

Genealogische und historische Quellen

Historisches Fotostudio

Genealogische Quellen

Grabsteine

Steuerlisten/Schatzungen

  • Staatsarchiv Münster, Fstm. Münster, Landesarchiv 229 Nr. 7.
    • Darin: Hausschatzungs-Register der Bauerschaft Sythen... 1662 den 17.Januarii.
  • Staatsarchiv Münster, Fstm. Münster, Landesarchiv 214 Nr. 23.
    • Darin: Verzeichnus der Pferden im Kirspel Halteren 1679 mit Grundherren, Zahl der Pferde und Zustand der Güter.
  • Staatsarchiv Münster, Domkap. Münster Domkellnerei C Fach 40 Nr. 2 e-m.
    • Darin: Schatzungsregistrum des Kirchspiels Halteren und Hulleren in ordinariis 1765-1802. c)
  • (Mehr Listen, auch von Haltern, siehe auch unter Amt Dülmen.

Abschriften der Mormonen

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7 Teufelsturm (Volksmund) mit einem Rest der Stadtmauer

Katholische Kirche Haltern am See:
Taufregister 1850-1874, Batchnummer C97564-3
Heiratsregister 1864-1875, Batchnummer M97564-3

Evangelische Kirche Haltern am See:
Taufregister 1849-1875, Batchnummer C97562-2
Heiratsregister 1850-1885, Batchnummer M97562-2

Katholische Kirche Hamm-Bossendorf:
Taufregister ….-1812, Batchnummer C96437-2
Heiratsregister ….-1812, Batchnummer M96437-2

Katholische Kirche Hullern:
Heiratsregister 1663-1875, Batchnummer M98457-2
Heiratsregister 1815-1874, Batchnummer M98457-1
Taufregister 1815-1874, Batchnummer C98457-1

Überbrückung der Kirchenbuchlücke

Dokumentierte Friedhöfe / Grabsteine

Historische Quellen

Gedenkstätte für die Opfer des I.Weltkrieges

Geburtsbriefe

Auswanderer

Im 19. Jahrhundert werden plötzlich Personen oder Familien in öffentlichen Akten nicht mehr erwähnt, sie erscheinen auch nicht in Sterberegistern. In den meisten Fällen handelt es sich dann um genemigte oder ungenehmigte Auswanderung.

Schicksale

Nicht alle Auswanderungen sind in öffentlichen Akten festgehalten, manche Unterlagen und Nachrichten schlummern in Familienakten auf Hausböden.... Die Lebensschicksale der Auswanderer sind selten bekannt geworden. Nachrichten von ihnen könnten in eigenen Unterlagen noch vorhanden sein. An dieser Stelle können Sie selber nach Auswanderern suchen, oder Ihnen bekannte Fakten und Nachrichten nachtragen:

Bibliografie

Oft werden in Archiven oder Landes-/Universitätsbibliotheken noch nicht in Online-Katalogen erfaßte Bücher oder Arbeiten gefunden, welche das Thema dieser Seite berühren. Solche Funde und Fundorte sind für andere Heimat- und Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, den Vollen Text im Original einzusehen um über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen oder über das lokale Umfeld mehr in Erfahrung zu bringen. Auf der folgenden Seite können Sie ihren Fund eintragen oder finden.

Bibliografie-Suche

Periodika

  • Halterner Jahrbuch 2008. Red.: Uli Backmann, Südwall 5, 45721 Haltern, Tel./Fax: 02364/4450, E-Mail: uli.backmann@freenet.de, 175 S., 9,80 €.
  • Westfälischer Beobachter : amtliches Organ des Gaues Westfalen-Nord der NSDAP und sämtlicher Behörden, 1940, Digitalisat bei Zeitpunkt
  • Westfälische Nachrichten : Zeitung für christliche Politik und Kultur / Ausgabe R, Dorsten/Haltener Nachrichten, 1947 - 1948, Digitalisat bei Zeitpunkt
  • Halterner Anzeiger : amtliches Organ für Stadt und Amt Haltern : Hauptanzeigenblatt und gelesenste Zeitung in Stadt, Amt und Amtsgerichtsbezirk Haltern : zugleich Lippe-Zeitung : allgemeine Zeitung und Anzeiger für das Lippetal, 1899, 1903, 195 - 1909, Digitalisat bei Zeitpunkt
  • Lippe-Zeitung : allgemeine Zeitung und Anzeiger für das Lippetal : zugleich Halterner Anzeiger : amtliches Organ für Stadt, Amts- und Gerichtsbezirk Haltern : meist gelesenste Zeitung in ganzen Bezirk Haltern und dessen Nachbarorten, 1899, 1903, 195 - 1909, Digitalisat bei Zeitpunkt
  • Zeno-Zeitung / Halterner Zeitung, 1934 - 1940, Digitalisat bei Zeitpunkt
  • Halterner Zeitung : Lippe-Zeitung : amtlicher Anzeiger für Stadt, Amt und Amtsgerichts-Bezirk Haltern, weitere Titel: Halterner Anzeiger, Lippe-Zeitung, Halterner Volkszeitung, amtlicher Anzeiger für Stadt und Amt Haltern gelesenste Zeitung in Stadt, Amt und Amtsgerichtsbezirk Haltern, 1909 - 1911, 1913 - 1916, 1919 - 1920, 1923 - 1926, 1928 - 1933, Digitalisat bei Zeitpunkt

Vestische Zeitschrift seit 1891

Seit 1891 besteht diese Reihe als heimat- und personengeschichtliche Quelle ersten Ranges. Ihr Schwerpunkt bildet zwar das Vest und der Kreis Recklinghausen, aber auch das Umfeld rund herum findet sich in den Veröffentlichungen wieder.

Aus dem 3. Orts-, Personen und Sachregister betreff Haltern, für die Bände 41-65 von 1934 bis 1963.

Vestischer Kalender seit 1923

Seit 1923 besteht diese Reihe von populären heimat- und personengeschichtlichen Beiträgen aus der Region und ihren Lokalitäten. Bilder, Gedichte, Geschichten und Beiträge zeichnen ein interessantes Bild von Land und Leuten des vestischen Raumes.

Aus dem Inhalt der Ausgaben 1923 - bis 1992 hier unter Index.

Archive und Bibliotheken

Stadtarchiv Haltern am See

Historische Fotostudios

Archive

Fast überall gibt es lokale Archive in öffentlichem oder privaten Besitz. Diese, zum Teil umfangreichen oder speziellen, Bestände sind häufig noch nicht in Online-Katalogen erfaßt (so z.B. lokale Pfarrarchive oder Privatarchive). Gut beschriebene Bestände sind aber für weit entfernt wohnende Heimat- und Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, festzustellen, wo verstreut liegende Bestände mit lokalem Bezug auffindbar sind und ob sich eine Anreise zur Einsicht lohnt. Auf der folgenden Seite können Sie die Inhalte der ihnen zur Verfügung stehenden Findbücher und Informationen eintragen oder finden.

Auch kann auf Fundorte in überregionalen Archiven verwiesen werden.

Stadtbücherei Haltern

  • Stadtbücherei Haltern (mit Präzenzbibliothek, Handschiftenlesezirkel, Buchdruckereimuseum, Sammlungen, Arbeitskreise .....)
    • Eine Sammlung lokaler und regionaler historischer Karten befindet sich in der Stadtbücherei Haltern.

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Quelle: Mersmann, Statistische Nachrichten über den Kreis Coesfeld pro 1862/64 (G.A.Hülswitt, Münstern 1865)
  2. Quelle: Stratmann, Bodo: Lippe als Wasserstrasse, Krummhölzer, Schniggen und Floßwesen im 17. Jahrhundert (Dortmund, 5/2022)
  3. Quelle: Statistische Übersicht der katholischen Schulen des Reg.bez. Münster (Schöningh, Münster 1893)

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Zufallsfunde

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Informationen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung HALSEEJO31OR
Karte
   

TK25: 4208

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte
Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum


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