Hochstift Konstanz: Unterschied zwischen den Versionen

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Bot: Überschriften an Vorlage:Ort anpassen, Forscherkontakte- und Zufallsfunde-Links)
 
(13 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 2: Zeile 2:
<!-- bzw. durch Entfernen der Klammern Überschriften hinzunehmen.      -->
<!-- bzw. durch Entfernen der Klammern Überschriften hinzunehmen.      -->
<!-- Es können auch weitere Überschriften hinzugenommen werden.        -->
<!-- Es können auch weitere Überschriften hinzugenommen werden.        -->
{{Begriffserklärungshinweis|Konstanz|Konstanz (Begriffserklärung)}}
{{Begriffsklärungshinweis|Konstanz|Konstanz (Begriffsklärung)}}




Zeile 18: Zeile 18:
Das Hochstift Konstanz, auch als Fürstbistum Konstanz bezeichnet, war der weltliche Herrschaftsbereich der Fürstbischöfe von Konstanz. Im Gegensatz zum [[Bistum Konstanz]] war das Hochstift zersplittert und wesentlich kleiner; die Besitzungen waren beidseits des [[Bodensee]]s und Hochrheins verteilt. Eine Landeshoheit in einem großen und geschlossenen Territorium aufzubauen war den Fürstbischöfen im Lauf des Mittelalters nicht gelungen, vor allem aufgrund der Lage des Bischofssitzes zwischen den Reichsabteien Reichenau und St. Gallen.
Das Hochstift Konstanz, auch als Fürstbistum Konstanz bezeichnet, war der weltliche Herrschaftsbereich der Fürstbischöfe von Konstanz. Im Gegensatz zum [[Bistum Konstanz]] war das Hochstift zersplittert und wesentlich kleiner; die Besitzungen waren beidseits des [[Bodensee]]s und Hochrheins verteilt. Eine Landeshoheit in einem großen und geschlossenen Territorium aufzubauen war den Fürstbischöfen im Lauf des Mittelalters nicht gelungen, vor allem aufgrund der Lage des Bischofssitzes zwischen den Reichsabteien Reichenau und St. Gallen.
=== Wappen ===
=== Wappen ===
[[Bild:Wappen_Bistum_Konstanz.png|thumb|150px|Das Wappen des ehemaligen Bistums Konstanz]]
[[Bild:Wappen_Bistum_Konstanz.png|thumb|150px|Das Wappen des ehemaligen Bistums und Hochstifts Konstanz]]
Das Wappen des Hochstifts Konstanz zeigt in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz. Dieses Motiv ist bereits um 1340 in der Züricher Wappenrolle belegt. Das Kreuz findet sich erstmals in Siegeln aus dem Jahr 1347 des Bischofs Ullrich Pfefferhard (1344-1351).
Das Wappen des Hochstifts Konstanz zeigt in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz. Dieses Motiv ist bereits um 1340 in der Züricher Wappenrolle belegt. Das Kreuz findet sich erstmals in Siegeln aus dem Jahr 1347 des Bischofs Ullrich Pfefferhard (1344-1351).
<!--=== Allgemeine Information ===-->
<!--=== Allgemeine Information ===-->
Zeile 32: Zeile 32:
** Obervogteiamt [[Ittendorf]]-[[Bermatingen#Ortsteile|Ahausen]]
** Obervogteiamt [[Ittendorf]]-[[Bermatingen#Ortsteile|Ahausen]]
* in der [[Landgrafschaft Nellenburg]] ([[Hegau]])
* in der [[Landgrafschaft Nellenburg]] ([[Hegau]])
** [[Homburg (Stahringen)|Homburg]] mit [[Stahringen]]
** [[Homburg]] mit [[Stahringen]]
** [[Burg Rosenegg (Hegau)|Herrschaft Rosenegg]] (Obervogteiamt Bohlingen)
** [[Herrschaft Rosenegg]] (Obervogteiamt Bohlingen)
** Obervogteiamt [[Bohlingen]]-[[Gaienhofen]] ([[Höri (Bodensee)|Höri]])
** Obervogteiamt [[Bohlingen]]-[[Gaienhofen]] ([[Höri]])
** Obervogteiamt [[Öhningen]] (Höri)
** Obervogteiamt [[Öhningen]] (Höri)
** Obervogteiamt [[Reichenau (Landkreis Konstanz)|Reichenau]]
** Obervogteiamt [[Reichenau]]


Bedeutende verlorene Besitzungen waren die [[Geschichte der Küssaburg#Hochstift Konstanz|Herrschaft Küssaburg]] und die Stadt [[Waldshut-Tiengen#Tiengen|Tiengen]].
Bedeutende verlorene Besitzungen waren die [[Herrschaft Küssaburg]] und die Stadt [[Tiengen]].


=== In der Alten Eidgenossenschaft ===
=== In der Alten Eidgenossenschaft ===
Zeile 45: Zeile 45:
[[Datei:Grafschaft_Baden.png|thumb|300px|Ämter in der Grafschaft Baden]]
[[Datei:Grafschaft_Baden.png|thumb|300px|Ämter in der Grafschaft Baden]]


Der größte Teil der weltlichen Herrschaft des Hochstifts Konstanz lag auf dem Gebiet der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]], wobei hier das Hochstift nirgendwo die vollständige Landeshoheit ausüben konnte. In den Obervogteien Arbon und Bischofszell erlangte es immerhin die Landeshoheit exklusive der Militärhoheit. In der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] erloschen hier alle Hoheitsrechte des Hochstifts.
Der größte Teil der weltlichen Herrschaft des Hochstifts Konstanz lag auf dem Gebiet der Alten Eidgenossenschaft, wobei hier das Hochstift nirgendwo die vollständige Landeshoheit ausüben konnte. In den Obervogteien Arbon und Bischofszell erlangte es immerhin die Landeshoheit exklusive der Militärhoheit. In der Helvetischen Republik erloschen hier alle Hoheitsrechte des Hochstifts.


==== In der Landgrafschaft Thurgau ====
==== In der Landgrafschaft Thurgau ====
* hochstiftisch-konstanzische  Herrschaften, Gerichte und Lehen in der [[Geschichte des Kantons Thurgau#Landgrafschaft Thurgau|Landgrafschaft Thurgau]]
* hochstiftisch-konstanzische  Herrschaften, Gerichte und Lehen in der [[Landgrafschaft Thurgau]]
** altstiftisch-konstanzische Herrschaften
** altstiftisch-konstanzische Herrschaften
*** Obervogtei [[Arbon]]
*** Obervogtei [[Arbon]]
Zeile 57: Zeile 57:
*** [[Hauptwil]]
*** [[Hauptwil]]
*** Herrschaft [[Zihlschlacht]]
*** Herrschaft [[Zihlschlacht]]
*** [[Schloss Oetlishausen|Öttlishausen]]
*** [[Öttlishausen]]
*** Schloss und Herrschaft [[Oberaach]]
*** Schloss und Herrschaft [[Oberaach]]
** Lehen des Domstifts Konstanz
** Lehen des Domstifts Konstanz
*** [[Langrickenbach]]
*** [[Langrickenbach]]
*** Herrschaft [[Schloss Liebburg (Thurgau)|Liebburg]]
*** Herrschaft [[Liebburg]]
*** [[Andwil TG|Andwil]]
*** [[Andwil]]
*** [[Wigoltingen]]
*** [[Wigoltingen]]
** Lehen der Dompropstei Konstanz
** Lehen der Dompropstei Konstanz
Zeile 72: Zeile 72:
**** [[Mannenbach]]
**** [[Mannenbach]]
**** [[Fruthwilen]]
**** [[Fruthwilen]]
**** [[Berlingen TG|Berlingen]]
**** [[Berlingen]]
**** [[Steckborn]]
**** [[Steckborn]]
*** unter dem fürstlich-konstanzischen Amtmann in Frauenfeld
*** unter dem fürstlich-konstanzischen Amtmann in Frauenfeld
**** [[Müllheim TG|Müllheim]]
**** [[Müllheim]]
**** [[Eschikofen]]
**** [[Eschikofen]]
**** [[Langdorf TG|Langenerchingen]]
**** [[Langenerchingen]]
**** [[Mettendorf TG|Mettendorf]] und [[Lustdorf]]
**** [[Mettendorf]] und [[Lustdorf]]


Bezüglich der altstiftisch-konstanzische Herrschaften war die Landesherrschaft zwischen dem Hochstift und der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]] umstritten.
Bezüglich der altstiftisch-konstanzische Herrschaften war die Landesherrschaft zwischen dem Hochstift und der Alte Eidgenossenschaft umstritten.
 
Domkapitel und Dompropstei Konstanz gehörten zum Gerichtsherrenstand im Thurgau.
Domkapitel und Dompropstei Konstanz gehörten zum [[Gerichtsherrenstand im Thurgau]].


==== In der Grafschaft Baden ====
==== In der Grafschaft Baden ====
In der [[Markgrafschaft Baden]] (später zum [[Kanton Aargau]]) lagen folgende Vogteien des Hochstifts:
In der [[Markgrafschaft Baden]] (später zum [[Kanton Aargau]]) lagen folgende Vogteien des Hochstifts:


* Obervogteiamt [[Kaiserstuhl|Kaiserstuhl]]
* Obervogteiamt [[Kaiserstuhl]]
* Obervogteiamt [[Klingnau]]
* Obervogteiamt [[Klingnau]]
* Obervogteiamt [[Bad Zurzach|Zurzach]]
* Obervogteiamt [[Bad Zurzach|Zurzach]]
Zeile 99: Zeile 98:


== Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit ==
== Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit ==
Die Orte des Hochstifts Konstanz waren überwiegend katholisch.
Die Orte des Hochstifts Konstanz waren überwiegend katholisch und gehörtem zum ehemaligen [[Bistum Konstanz]].
<!-- === Evangelische Kirchen === -->
<!-- === Evangelische Kirchen === -->
<!-- === Katholische Kirchen === -->
<!-- === Katholische Kirchen === -->
Zeile 106: Zeile 105:
== Geschichte ==
== Geschichte ==
<!-- Hier: geschichtlicher Abriss -->
<!-- Hier: geschichtlicher Abriss -->
Das Bistum hatte schon als Grundausstattung nicht unbedeutende Güter im Westen und Süden des Bodenseegebiets erhalten. Die wiederholten Versuche, diese durch die großen Abteien St. Gallen und Reichenau abzurunden, wurden mit der Kirchenreform endgültig zunichte gemacht. Neben dem kirchlichen Sprengel bestätigte Friedrich Barbarossa 1155 auch den Besitz; es zeigt sich, dass dieser vielfach der Ansatz zum Territorium wurde, wenn er damals auch allein im Wildbann auf der Höri ein deutlich flächenhaftes Element aufzuweisen hatte. Die in den Händen der Grafen von Heiligenberg als Nachfolger der Linzgaugrafen befindliche Vogtei hatte schon im 13. Jahrhundert kaum mehr Bedeutung. Die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts brachte vornehmlich unter Bischöfen aus den Häusern Habsburg-Laufenburg und Klingenberg vielfache Reaktivierung alter Besitzrechte durch Lehnsheimfall und Auskauf des Adels sowie den Vorstoß rheinabwärts in die Herrschaft Klingnau. Das Domkapitel, dessen Güter schon 1155 deutlich von dem des Bistums unterschieden wurden, erwarb um 1300 von der Reichenau und vom Adel die Herrschaft Konzenberg bei Tuttlingen.
Eine Urkunde Kaiser Friedrichs I. von 1155 gilt als erste Bestätigung der Besitztümer des Hochstifts. Aktive Prälaten wie Bischof Eberhard von Waldburg konnten im 13. Jahrhundert den Besitz beidseits von [[Bodensee]] und Hochrhein noch einmal entscheidend vermehren, unter anderem indem sie verloren gegangene Herrschaften und Lehen zurückkauften. In einer Urkunde von 1294 ist der Verkauf der Burg Rötteln mit den zugehörigen Orten [[Tengen]] (dem heutigen [[Hohentengen]]) und [[Kaiserstuhl]] durch die „Freiherrn von Regensberg an das Hochstift Konstanz“ dokumentiert. Bischof Heinrich von Klingenberg ließ um 1302 ein Urbar anlegen, das den konstanzischen Besitz auf seinem Höhepunkt erfasste. Die Besitzschwerpunkte blieben danach im Wesentlichen bis zur Aufhebung des Fürstbistums bestehen.


Heftige Kämpfe mit der Stadt führten zur Gründung der Bischofsburg in Gottlieben westlich Konstanz, die von etwa 1400 an nach einer Zeit zahlreicher Doppelwahlen und Sedisvakanzen zur Hauptresidenz wurde. Das u. a. durch das Konzil allmählich wiedergekräftigte Bistum konnte erst am Ausgang des Mittelalters eine Territorialbildung versuchen, weil jetzt die einer vollen Landesherrschaft hinderlichen Landgrafschaften in ihrer Bedeutung verblassten. Gleichzeitig setzte aber südlich von See und Rhein das Einrücken der Eidgenossen in den Aargau und Thurgau ein, und damit war dem Bistum endgültig der Weg zu einem einigermaßen zusammenhängenden Territorium verschlossen. Es konnte so nur seine Herrschaft in den Gebieten westlich und nördlich des Untersees durch Erwerb des Blutbannes von der Grafschaft Neuenbürg sowie durch die Inkorporation der Klöster Öhningen (1534) und Reichenau (1540) konsolidieren. Meersburg wurde 1526 Residenz, zumal sich nördlich des Überlinger Sees seit dem 14. Jahrhundert ein Herrschaftsschwerpunkt ausgebildet hatte.
Mit der Reformation waren zwar keine territorialen Verluste verbunden, die mit den Pfarreien und Klöstern verbundenen Einkünfte vor allem in [[Württemberg]] und in den reformierten Gebieten der Eidgenossenschaft gingen jedoch verloren. Einen gewissen Ausgleich brachten die Inkorporationen des Augustinerstifts Öhningen (1534) und der Abtei Reichenau (1540). Dank ihren Besitzungen und Rechten entstand am Untersee ein fast geschlossenes Konstanzer Herrschaftsgebiet. Allerdings war durch die Lage des Hochstifts zwischen der expandierenden Eidgenossenschaft, dem Reich und dem Haus Habsburg der politische Spielraum ab Mitte des 15. Jahrhunderts dann aber stark eingeschränkt. Der Bischofssitz musste aus der Stadt [[Konstanz]] verlegt werden. Residenzstadt wurde [[Meersburg]] am Nordufer des Bodensees.


Die Gebiete am Hochrhein mit dem wichtigen Marktort Zurzach waren fortan durch eine Hoheitsgrenze aufgeteilt, und südlich des Stromes setzte sich, wie allgemein im schweizerischen Besitz des Bistums, zunächst die Reformation durch. Die Gegenmaßnahmen der Bischöfe führten in Zusammenarbeit mit den katholischen Kantonen noch um 1535/40 fast überall zu einem Kompromiss mit paritätischen Vertretungen der Bürgerschaft und Simultankirchen. Die Gegenreformation begann aber erst zögernd unter Mark Sittich von Hohenems (1561-1589) und wurde unter Kardinal Andreas von Österreich (1580 Koadjutor, 1589-1600) mit Energie verwirklicht. Unter ihm war das Bistum in Personalunion mit Brixen vereinigt, spätere Bischöfe waren gelegentlich auch Oberhirten von Augsburg, von Speyer (Damian Hugo 1740-1743) und von Mainz-Worms. Es kam aber nicht wie am nördlichen Oberrhein zu einem völligen Anlehnen des Bistums an einen mächtigeren geistlichen Nachbarn. Die unter dem letzten Bischof Karl Theodor von Dalberg (seit 1787 Koadjutor) und seinem Generalvikar Franz Ignaz von Wessenberg nach Konstanz aus den rheinischen Bistümern übertragene Aufklärung sollte im geistlichen Bereich eine starke Prägungskraft entfalten und für die Kirchengeschichte des 19. Jahrhunderts grundlegende Bedeutung haben.
Schwierig gestalteten sich die staatsrechtlichen Verhältnisse, nachdem der Schwaben- oder Schweizerkrieg 1499 zur faktischen Unterscheidung zwischen Reichsboden und Schweizer Boden geführt hatte. In nur wenigen Herrschaften besaß der Fürstbischof von Konstanz auch das Hochgericht, ein wichtiges Element der Landeshoheit: auf Schweizer Boden bis 1798 einzig in den Städten Arbon (samt Horn) und Bischofszell. Die Militärhoheit lag dagegen bei der eidgenössischen Landvogtei Thurgau. Zur Abgrenzung von den später erworbenen Reichenauer Gütern wurden die seit dem Mittelalter bestehenden Konstanzer Herrschafts- und Besitzrechte im Thurgau als „altstiftisch“ bezeichnet. Neben zahlreichen Einzelgütern und Kirchen verblieben dem Fürstbischof von Konstanz zur Hauptsache grundherrschaftlichen Niedergerichtsbarkeiten. Zudem war er im Thurgau der Leibherr mit den meisten Leibeigenen. Im gesamten Fürstbistum gebot er Ende des 18. Jahrhunderts über rund 12.000 meist bäuerlichen Untertanen.


''(Quelle: Bearbeitete Fassung aus dem Abschnitt Landesgeschichte, in: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Band I, Stuttgart, 2. Aufl. 1977)''
Im Zuge der von Napoleon eingeleiteten Säkularisation fiel das Fürstbistum Konstanz gemäß § 5 des Reichsdeputationshauptschluss von 1803 als Ganzes an die [[Markgrafschaft Baden]]; bereits durch Patent vom 16. September 1802 hatte der Markgraf von Baden das Hochstift provisorisch in Besitz genommen. Verhandlungen in Schaffhausen führten zum badisch-schweizerischen Staatsvertrag von 1804, der den konstanzischen Besitz links des Rheins per 1. Januar 1805 auf die Kantone Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Aargau und Thurgau übertrug.
 
''(Quelle: Wikipedia)''


== Genealogische und historische Gesellschaften ==  
== Genealogische und historische Gesellschaften ==  
Zeile 131: Zeile 132:


== Bibliografie ==
== Bibliografie ==
siehe auch [[Bistum Konstanz|Bibliografie]] des Bistums Konstanz
<!--=== Genealogische Bibliografie ===-->
 
* {{LitDB-Volltextsuche|Hochstift Konstanz}}
=== Genealogische Bibliografie ===
 
=== Historische Bibliografie ===
=== Historische Bibliografie ===
* Achtermann, Eberhard: ''Der Besitzstand des Hochstifts Konstanz zu Anfang des 18. Jahrhunderts'', S. 93–106, Schriften des Vereins … 103. Jg., 1985
* Achtermann, Eberhard: ''Der Besitzstand des Hochstifts Konstanz zu Anfang des 18. Jahrhunderts'', S. 93–106, Schriften des Vereins … 103. Jg., 1985
Zeile 142: Zeile 139:
* Beyerle, Konrad: ''Grundherrschaft und Hoheitsrechte des Bischofs von Konstanz in Arbon. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Stadtverfassung'', in: ''Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung'', 32. Jg. 1903, S. 31–116; 34. Jg. 1905, S. 25–146
* Beyerle, Konrad: ''Grundherrschaft und Hoheitsrechte des Bischofs von Konstanz in Arbon. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Stadtverfassung'', in: ''Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung'', 32. Jg. 1903, S. 31–116; 34. Jg. 1905, S. 25–146
* Bihrer, Andreas: ''Handbuch Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich'', Band 15.I, S. 368–370 [https://adw-goe.de/fileadmin/dokumente/forschungsprojekte/resikom/pdfs/HBI/C_3_Meersburg.pdf pdf]
* Bihrer, Andreas: ''Handbuch Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich'', Band 15.I, S. 368–370 [https://adw-goe.de/fileadmin/dokumente/forschungsprojekte/resikom/pdfs/HBI/C_3_Meersburg.pdf pdf]
* Bischof, Franz Xaver: ''Das Ende des Bistums Konstanz. Hochstift und Bistum Konstanz im Spannungsfeld von Säkularisation und Suppression (1802/03-1821/27).'' Stuttgart / Berlin / Köln 1989; ISBN 3-17-010575-2
* Bischof, Franz Xaver: ''Das Ende des Bistums Konstanz. Hochstift und Bistum Konstanz im Spannungsfeld von Säkularisation und Suppression (1802/03-1821/27).'' Stuttgart / Berlin / Köln 1989; ISBN {{ISBNpur|3-17-010575-2}}
* Fleischhauer, M.: ''Das geistliche Fürstentum Konstanz beim Übergang an Baden''. Heidelberg, 1934
* Fleischhauer, M.: ''Das geistliche Fürstentum Konstanz beim Übergang an Baden''. Heidelberg, 1934
* Hasenfratz, Helene: ''Die Landgrafschaft Thurgau vor der Revolution von 1798'', Frauenfeld, 1908 (Inaugural-Dissertation der Universität Zürich) [https://archive.org/details/dielandgrafscha00hasegoog/page/n7 im Internet Archive]
* Hasenfratz, Helene: ''Die Landgrafschaft Thurgau vor der Revolution von 1798'', Frauenfeld, 1908 (Inaugural-Dissertation der Universität Zürich) [https://archive.org/details/dielandgrafscha00hasegoog/page/n7 im Internet Archive]
* Hungerbühler, Hugo: ''Staat und Kirche im Thurgau während Helvetik und Mediation 1798-1814'', I. Teil [https://www.digishelf.de/objekt/bsz408036362_1954_091/7/ Digitalisat]
* Hungerbühler, Hugo: ''Staat und Kirche im Thurgau während Helvetik und Mediation 1798-1814'', I. Teil [https://www.digishelf.de/objekt/bsz408036362_1954_091/7/ Digitalisat]
* Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): ''Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden'', Band I, Stuttgart, 2. Aufl. 1977
* Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): ''Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden'', Band I, Stuttgart, 2. Aufl. 1977
* Maier, Konstantin: ''Das Domkapitel von Konstanz und seine Wahlkapitulationen. Ein Beitrag zur Geschichte von Hochstift und Diözese in der Neuzeit''. Stuttgart, 1990; ISBN 3-515-04362-4
* Maier, Konstantin: ''Das Domkapitel von Konstanz und seine Wahlkapitulationen. Ein Beitrag zur Geschichte von Hochstift und Diözese in der Neuzeit''. Stuttgart, 1990; ISBN {{ISBNpur|3-515-04362-4}}
* Müller, Anneliese: ''Hochstift Konstanz.'' In: Historischer Atlas von Baden-Württemberg. Erläuterungen Beiwort zu Karte 6 & 8, Entwicklung ausgewählter geistlicher Territorien in Südwestdeutschland von Meinrad Schaab, H.-M. Maurer, Anneliese Müller, Hans Pfeifer, S. 12–16 [https://www.leo-bw.de/media/kgl_atlas/current/delivered/pdf/HABW_6_8.pdf Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg (LeoBW)]
* Müller, Anneliese: ''Hochstift Konstanz.'' In: Historischer Atlas von Baden-Württemberg. Erläuterungen Beiwort zu Karte 6 & 8, Entwicklung ausgewählter geistlicher Territorien in Südwestdeutschland von Meinrad Schaab, H.-M. Maurer, Anneliese Müller, Hans Pfeifer, S. 12–16 [https://www.leo-bw.de/media/kgl_atlas/current/delivered/pdf/HABW_6_8.pdf Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg (LeoBW)]
* Reinhardt, Rudolf: ''Die Beziehungen von Hochstift und Diözese Konstanz zu Habsburg-Österreich in der Neuzeit''. Wiesbaden, 1966
* Reinhardt, Rudolf: ''Die Beziehungen von Hochstift und Diözese Konstanz zu Habsburg-Österreich in der Neuzeit''. Wiesbaden, 1966
* Schwarzmaier, Hansmartin: ''Hochstift Konstanz''. In: Meinrad Schaab, Hansmartin Schwarzmaier (Hrsg.) u.a.: ''Handbuch der baden-württembergischen Geschichte.'' Band 2: ''Die Territorien im alten Reich.'' Hrsg. im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, S. 466–480,  Klett-Cotta, Stuttgart, 1995; ISBN 3-608-91466-8
* Schwarzmaier, Hansmartin: ''Hochstift Konstanz''. In: Meinrad Schaab, Hansmartin Schwarzmaier (Hrsg.) u.a.: ''Handbuch der baden-württembergischen Geschichte.'' Band 2: ''Die Territorien im alten Reich.'' Hrsg. im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, S. 466–480,  Klett-Cotta, Stuttgart, 1995; ISBN {{ISBNpur|3-608-91466-8}}
 
Siehe auch [[Bistum Konstanz|Bibliografie]] des Bistums Konstanz


== Archive und Bibliotheken ==
== Archive und Bibliotheken ==
Zeile 157: Zeile 156:
* [https://www.lrakn.de/service-und-verwaltung/aemter/kultur/kreisarchiv Kreisarchiv] Konstanz
* [https://www.lrakn.de/service-und-verwaltung/aemter/kultur/kreisarchiv Kreisarchiv] Konstanz
* [https://www.ebfr.de/erzdioezese-freiburg/erzbischoefliches-ordinariat/dioezesanstelle-archive-bibliotheken-schriftgutverwaltung/erzb-archiv/ Erzbischöfliches Archiv] Freiburg
* [https://www.ebfr.de/erzdioezese-freiburg/erzbischoefliches-ordinariat/dioezesanstelle-archive-bibliotheken-schriftgutverwaltung/erzb-archiv/ Erzbischöfliches Archiv] Freiburg
* [https://staatsarchiv.tg.ch/ Staatsarchiv] Thurgau


=== Bibliotheken ===
=== Bibliotheken ===
* [https://www.ebfr.de/erzdioezese-freiburg/erzbischoefliches-ordinariat/dioezesanstelle-archive-bibliotheken-schriftgutverwaltung/erzbischoefliche-bibliothek/ Erzbischöfliche Bibliothek] Freiburg
* [https://www.ebfr.de/erzdioezese-freiburg/erzbischoefliches-ordinariat/dioezesanstelle-archive-bibliotheken-schriftgutverwaltung/erzbischoefliche-bibliothek/ Erzbischöfliche Bibliothek] Freiburg
* [https://www.ub.uni-freiburg.de/ Uni Bibliothek] Freiburg
* [https://www.kim.uni-konstanz.de/ Uni Bibliothek] Konstanz
* [https://www.kim.uni-konstanz.de/ Uni Bibliothek] Konstanz
* [https://www.konstanz.de/stadtbibliothek/start Stadtbibliothek] Konstanz
* [https://www.konstanz.de/stadtbibliothek/start Stadtbibliothek] Konstanz
Zeile 184: Zeile 185:


==Zufallsfunde==
==Zufallsfunde==
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man ''[[Zufallsfund]]e''. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über [[toter Punkt|tote Punkte]] in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
{{Einleitung Zufallsfunde}}


* [[{{PAGENAME}}/Zufallsfunde]]
{{Zufallsfunde-Link}}


==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
{{Einleitung Forscherkontakte}}


* [[{{PAGENAME}}/Forscherkontakte]]
{{Forscherkontakte-Link}}
<!--{{FOKO|GOV-ID|Ortsname}}-->
<!--{{FOKO|GOV-ID|Ortsname}}-->


== Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis ==
==Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis==
<gov>object_307764</gov>
<gov>object_406925</gov>


<!-- {{Navigationsleiste Hochstift Konstanz}} -->
<!-- {{Navigationsleiste Hochstift Konstanz}} -->

Aktuelle Version vom 22. Mai 2024, 03:07 Uhr

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Konstanz ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Konstanz (Begriffsklärung).


Hierarchie

Regional > Historisches Territorium > Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation > Schwäbischer Reichskreis > Hochstift Konstanz

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Das Neue Schloss in Meersburg, Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz

Einleitung

Das Hochstift Konstanz, auch als Fürstbistum Konstanz bezeichnet, war der weltliche Herrschaftsbereich der Fürstbischöfe von Konstanz. Im Gegensatz zum Bistum Konstanz war das Hochstift zersplittert und wesentlich kleiner; die Besitzungen waren beidseits des Bodensees und Hochrheins verteilt. Eine Landeshoheit in einem großen und geschlossenen Territorium aufzubauen war den Fürstbischöfen im Lauf des Mittelalters nicht gelungen, vor allem aufgrund der Lage des Bischofssitzes zwischen den Reichsabteien Reichenau und St. Gallen.

Wappen

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Das Wappen des ehemaligen Bistums und Hochstifts Konstanz

Das Wappen des Hochstifts Konstanz zeigt in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz. Dieses Motiv ist bereits um 1340 in der Züricher Wappenrolle belegt. Das Kreuz findet sich erstmals in Siegeln aus dem Jahr 1347 des Bischofs Ullrich Pfefferhard (1344-1351).

Politische Einteilung

Im Heiligen Römischen Reich

Im Schwäbischen Reichskreis des Heiligen Römischen Reiches lagen die folgenden Gebiete der weltlichen Herrschaft des Hochstifts:

Bedeutende verlorene Besitzungen waren die Herrschaft Küssaburg und die Stadt Tiengen.

In der Alten Eidgenossenschaft

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Landvogtei Thurgau
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Gerichtsherrschaften der Landgrafschaft Thurgau um 1750
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Ämter in der Grafschaft Baden

Der größte Teil der weltlichen Herrschaft des Hochstifts Konstanz lag auf dem Gebiet der Alten Eidgenossenschaft, wobei hier das Hochstift nirgendwo die vollständige Landeshoheit ausüben konnte. In den Obervogteien Arbon und Bischofszell erlangte es immerhin die Landeshoheit exklusive der Militärhoheit. In der Helvetischen Republik erloschen hier alle Hoheitsrechte des Hochstifts.

In der Landgrafschaft Thurgau

Bezüglich der altstiftisch-konstanzische Herrschaften war die Landesherrschaft zwischen dem Hochstift und der Alte Eidgenossenschaft umstritten. Domkapitel und Dompropstei Konstanz gehörten zum Gerichtsherrenstand im Thurgau.

In der Grafschaft Baden

In der Markgrafschaft Baden (später zum Kanton Aargau) lagen folgende Vogteien des Hochstifts:

Regierungssitz: Dillingen an der Donau

Reichrechtliche Stellung

Das Hochstift Konstanz hatte Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat. Es hatte dort eine Virilstimme und nahm einen Sitz auf der geistlichen Fürstenbank ein. Als katholischer Reichsstand gehörte das Hochstift auch dem Corpus Catholicorum an.

Im Kreistag des schwäbischen Reichskreises hatte das Hochstift ebenfalls eine Virilstimme und den Vorsitz auf der geistlichen Fürstenbank. Gemeinschaftlich mit dem Herzog von Württemberg nahm der Fürstbischof von Konstanz das Kreisausschreibamt wahr, das wichtigste Amt im Reichskreis. Das Hochstift gehörte zudem dem Ausschuss der Kreisversammlung (Ordinari-Deputation) an.

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Die Orte des Hochstifts Konstanz waren überwiegend katholisch und gehörtem zum ehemaligen Bistum Konstanz.

Geschichte

Eine Urkunde Kaiser Friedrichs I. von 1155 gilt als erste Bestätigung der Besitztümer des Hochstifts. Aktive Prälaten wie Bischof Eberhard von Waldburg konnten im 13. Jahrhundert den Besitz beidseits von Bodensee und Hochrhein noch einmal entscheidend vermehren, unter anderem indem sie verloren gegangene Herrschaften und Lehen zurückkauften. In einer Urkunde von 1294 ist der Verkauf der Burg Rötteln mit den zugehörigen Orten Tengen (dem heutigen Hohentengen) und Kaiserstuhl durch die „Freiherrn von Regensberg an das Hochstift Konstanz“ dokumentiert. Bischof Heinrich von Klingenberg ließ um 1302 ein Urbar anlegen, das den konstanzischen Besitz auf seinem Höhepunkt erfasste. Die Besitzschwerpunkte blieben danach im Wesentlichen bis zur Aufhebung des Fürstbistums bestehen.

Mit der Reformation waren zwar keine territorialen Verluste verbunden, die mit den Pfarreien und Klöstern verbundenen Einkünfte vor allem in Württemberg und in den reformierten Gebieten der Eidgenossenschaft gingen jedoch verloren. Einen gewissen Ausgleich brachten die Inkorporationen des Augustinerstifts Öhningen (1534) und der Abtei Reichenau (1540). Dank ihren Besitzungen und Rechten entstand am Untersee ein fast geschlossenes Konstanzer Herrschaftsgebiet. Allerdings war durch die Lage des Hochstifts zwischen der expandierenden Eidgenossenschaft, dem Reich und dem Haus Habsburg der politische Spielraum ab Mitte des 15. Jahrhunderts dann aber stark eingeschränkt. Der Bischofssitz musste aus der Stadt Konstanz verlegt werden. Residenzstadt wurde Meersburg am Nordufer des Bodensees.

Schwierig gestalteten sich die staatsrechtlichen Verhältnisse, nachdem der Schwaben- oder Schweizerkrieg 1499 zur faktischen Unterscheidung zwischen Reichsboden und Schweizer Boden geführt hatte. In nur wenigen Herrschaften besaß der Fürstbischof von Konstanz auch das Hochgericht, ein wichtiges Element der Landeshoheit: auf Schweizer Boden bis 1798 einzig in den Städten Arbon (samt Horn) und Bischofszell. Die Militärhoheit lag dagegen bei der eidgenössischen Landvogtei Thurgau. Zur Abgrenzung von den später erworbenen Reichenauer Gütern wurden die seit dem Mittelalter bestehenden Konstanzer Herrschafts- und Besitzrechte im Thurgau als „altstiftisch“ bezeichnet. Neben zahlreichen Einzelgütern und Kirchen verblieben dem Fürstbischof von Konstanz zur Hauptsache grundherrschaftlichen Niedergerichtsbarkeiten. Zudem war er im Thurgau der Leibherr mit den meisten Leibeigenen. Im gesamten Fürstbistum gebot er Ende des 18. Jahrhunderts über rund 12.000 meist bäuerlichen Untertanen.

Im Zuge der von Napoleon eingeleiteten Säkularisation fiel das Fürstbistum Konstanz gemäß § 5 des Reichsdeputationshauptschluss von 1803 als Ganzes an die Markgrafschaft Baden; bereits durch Patent vom 16. September 1802 hatte der Markgraf von Baden das Hochstift provisorisch in Besitz genommen. Verhandlungen in Schaffhausen führten zum badisch-schweizerischen Staatsvertrag von 1804, der den konstanzischen Besitz links des Rheins per 1. Januar 1805 auf die Kantone Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Aargau und Thurgau übertrug.

(Quelle: Wikipedia)

Genealogische und historische Gesellschaften

Bibliografie

Historische Bibliografie

  • Achtermann, Eberhard: Der Besitzstand des Hochstifts Konstanz zu Anfang des 18. Jahrhunderts, S. 93–106, Schriften des Vereins … 103. Jg., 1985
  • Baumann, Franz Ludwig: Die Territorien des Seekreises 1800. Karlsruhe : Braun, 1894 (Badische Neujahrsblätter 4) im Internet Archive
  • Beckmann, Ludger: Konstanzer Bischöfe vom 13. zum 14. Jahrhundert. Freiburg im Breisgau, 1995
  • Beyerle, Konrad: Grundherrschaft und Hoheitsrechte des Bischofs von Konstanz in Arbon. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Stadtverfassung, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 32. Jg. 1903, S. 31–116; 34. Jg. 1905, S. 25–146
  • Bihrer, Andreas: Handbuch Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Band 15.I, S. 368–370 pdf
  • Bischof, Franz Xaver: Das Ende des Bistums Konstanz. Hochstift und Bistum Konstanz im Spannungsfeld von Säkularisation und Suppression (1802/03-1821/27). Stuttgart / Berlin / Köln 1989; ISBN 3-17-010575-2
  • Fleischhauer, M.: Das geistliche Fürstentum Konstanz beim Übergang an Baden. Heidelberg, 1934
  • Hasenfratz, Helene: Die Landgrafschaft Thurgau vor der Revolution von 1798, Frauenfeld, 1908 (Inaugural-Dissertation der Universität Zürich) im Internet Archive
  • Hungerbühler, Hugo: Staat und Kirche im Thurgau während Helvetik und Mediation 1798-1814, I. Teil Digitalisat
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band I, Stuttgart, 2. Aufl. 1977
  • Maier, Konstantin: Das Domkapitel von Konstanz und seine Wahlkapitulationen. Ein Beitrag zur Geschichte von Hochstift und Diözese in der Neuzeit. Stuttgart, 1990; ISBN 3-515-04362-4
  • Müller, Anneliese: Hochstift Konstanz. In: Historischer Atlas von Baden-Württemberg. Erläuterungen Beiwort zu Karte 6 & 8, Entwicklung ausgewählter geistlicher Territorien in Südwestdeutschland von Meinrad Schaab, H.-M. Maurer, Anneliese Müller, Hans Pfeifer, S. 12–16 Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg (LeoBW)
  • Reinhardt, Rudolf: Die Beziehungen von Hochstift und Diözese Konstanz zu Habsburg-Österreich in der Neuzeit. Wiesbaden, 1966
  • Schwarzmaier, Hansmartin: Hochstift Konstanz. In: Meinrad Schaab, Hansmartin Schwarzmaier (Hrsg.) u.a.: Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Band 2: Die Territorien im alten Reich. Hrsg. im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, S. 466–480, Klett-Cotta, Stuttgart, 1995; ISBN 3-608-91466-8

Siehe auch Bibliografie des Bistums Konstanz

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Weblinks

Historische Webseiten

Weitere Webseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen (z.B. über die Vorlage:Hinweis zu Zufallsfund).



Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.


Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung object_406925
Name
  • Fürstbistum Konstanz
Typ
  • Hochstift (- 1803)
Karte
   

TK25: 8221

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Schwäbischer Reichskreis (- 1803-04-26) ( Reichskreis)

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Kloster Engelberg
         Kloster
object_1023904 (- 1538)
Kloster Pfullingen
         Kloster
object_1043402 (- 1802)
Öhningen
         Propstei
object_1082199 (1540 - 1803)
Konstanz (Pfalzvogtei)
         Amt
object_1085001 (- 1803)
Ittendorf
         Vogtei
object_810093 (1693 - 1803)
Rielasingen
         Dorf
RIEGE2JN47KR (1610 - 1803)
Arlen
         Dorf
ARLLENJN47KR (1610 - 1803)
Meersburg
         Oberamt
object_1190794 (- 1803-04-26)
Konzenberg Stabsamt
         Amt
object_406843 (- 1803-04-26)
Bohlingen
         Amt
object_1084999 (- 1803-04-26)
Gaienhofen
         Amt
object_1082364 (- 1803-04-26)
Reichenau
         Amt
object_1082363 (- 1803-04-26)
Oehningen
         Amt
object_1085000 (- 1803-04-26)
Konstanz (Pfalzvogtei)
         Amt
object_1085001 (- 1803-04-26)
Roggenbeuren
         Dorf
ROGREN_W7779 (- 1803-03-08)
Markdorf
         StadtStadtteil
MAROR2JN47QR (1356 - 1803-03-08)
Taisersdorf, Dodersdorf
         Dorf
TAIORF_W7799 (- 1803-03-08)