Mittel Warkau: Unterschied zwischen den Versionen

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{{#vardefine:Ortsname|Mittel Warkau}}  
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<!-- {{Begriffserklärungshinweis|{{#var:Ortsname}}|{{#var:Ortsname}}}}-->
{{Familienforschung Insterburg}}
{| width="100%" style="background:#888888; border:solid 1px #888888;color:white;" cellspacing="0" cellpadding="0"
|-valign="top"
|
|<div style="margin:4px;">[[Bild:Wappen Landkreis Insterburg.pdf|99999x160 px|Wappen des Landkreises Insterburg]]</div>
| style="padding:20px" | <div style="font-variant:small-caps;font-size:240%"><br>'''M i t t e l - W a r k a u'''</div><br />
Kirchspiel Aulenbach ( Aulowönen )<br>Landkreis Insterburg, O s t p r e u ß e n<br>_________________________________
|[[Bild:Mittel Warkau (Ostp.) - Ksp. Aulenbach - 1935 - Gastwirtschaft Haeske.jpg|99999x172 px|]]
|}
<br>
'''Hierachie''':
{{Hierachie Kirchspiel Aulenbach}}<br>
 
{| class="wikitable" style="float:right"
|- bgcolor="#DDDDDD"
| colspan="2" align=center "background-color: #DDDDDD" | <big>  '''Mittel-Warkau''' </big>
|- "hintergrundfarbe9"
| colspan="2" align=center "background-color: #DDDDDD" | <small> Gemeinde und Bauerndorf (ein paar große Höfe)</small>
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Provinz :            </small>|| <small> '''Ostpreußen (nördliches)''' </small>
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Regierungsbezirk :  </small>|| <small> '''Gumbinnen''' </small>
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Landkreis :          </small>|| <small> '''Insterburg''' [http://www.verwaltungsgeschichte.de/insterburg.html]  [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/landkrs.htm]  </small>
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Amtsbezirk :        </small>|| <small> '''Budwethen (Schönwaldau)'''    [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/schoenwa.htm]  </small>
|- valign="top"
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Gegründet :          </small>|| <small> ? </small>
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Frühere Name :      </small>|| <small> '''Mittel Warckau''' (nach 1736)</small>
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Einwohner '' (1939)'' :      </small>|| <small> '''203'''[http://www.verwaltungsgeschichte.de/insterburg.html ] </small>
|- "hintergrundfarbe9"
|  <small> Orts-ID :        </small>|| <small> [http://www.bildarchiv-ostpreussen.de/cgi-bin/bildarchiv/suche/show_ortsinfos.cgi?id=57022  '''57022'''] (nach D. Lange)</small>
|- bgcolor="#DDDDDD"
| colspan="2" align=center "background-color: #DDDDDD" | <small> '''Geographische Lage'''</small>
|- bgcolor="#DDDDDD"
|  <small> Koordinaten :    </small>|| <small> [https://maps.google.de/maps/ms?msid=205792199497852000596.0004c4cc47262fff5b648&msa=0&ll=54.769058,21.786575&spn=0.030946,0.090895&iwloc=0004d641dae7c4ed9b432 '''N 54° 76′ 90″ - O 21° 78′ 65″ '''  ] </small>
|- "hintergrundfarbe9"
| colspan="1" align=center "background-color: #DDDEEE" | [[Bild:Karte Europa mit Ostpreußen.pdf|thumb|center|160px|<center><small>Lage '''Kreis Insterburg'''</center></small>]] || [[Bild:Ksp Aulenbach - Karte - Lage im Kreis Insterburg.pdf|thumb|center|180px|<center><small>Lage '''Kirchspiel Aulenbach''' in Ostp. </center></small>]]
|- "hintergrundfarbe9"
| colspan="2" align=center "background-color: #DDDEEE" | [[Bild:Karte Kirchspiel Aulenbach Mittel Warkau (Ostp.).pdf|center|thumb|360px|<center><small> Lage der Gemeinde Mittel-Warkau im Ksp. Aulenbach 1939 </center></small>]]
|}  
<!--{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em;"|---- bgcolor="#FFFFFF" -->


{{Familienforschung Insterburg}}
<br>


'''Hierarchie :'''
== <br> Einleitung ==
Bauerndorf mit ein paar kleine Höfen und  G e m ei n d e  im [[ Kirchspiel Aulowönen / Aulenbach (Ostp.) | Kirchspiel Aulowönen]]. Schule [[Laukogallen]] ([[Bernhardseck]]), Amt [[Budwethen_(Ostp.)|  Budwethen]] ([[Streudorf]]), Standesamt und Gendarmerie [[Aulowönen]] ([[Aulenbach]]),  Poststelle [[Groß Warkau]] über Insterburg 2.


[[Portal:Regionale Forschung|Regional]] > [[Historisches Territorium]] > [[Deutschland 1871-1918]] > [[Königreich Preußen]] > [[Ostpreußen]] >  [[Landkreis Insterburg]] >  [[Kirchspiel Aulowönen / Aulenbach (Ostp.)]] > {{PAGENAME}} <br>
Am '''16.07.1938''' wird das Dorf [[Klein Warkau]], unter Fortfall seines Ortsnamens in die Gemeinde Mittel Warkau eingegliedert. Information vor der Eingliederung siehe unter [[Klein Warkau]].
[[Bild:Karte Europa mit Ostpreußen.pdf|thumb|200px| Geografische Lage Gemeinde Groß Warkau (Ostp.)]].
[[Bild: Karte Kirchspiel Aulenbach Groß Warkau (Ostp.).pdf|thumb|right|400 px|<center>Lage der Gemeinde '''Groß Warkau''' im Ksp. Aulenbach 1939 </center>]]
[[Bild: Groß Warkau - Schriftzug.pdf‎|400 px|]]
<!--{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em;"|---- bgcolor="#FFFFFF" -->


== Einleitung ==
[[Bild:1296 Aulenbach - Mittel Warkau - Orte.jpg|thumb|right|390 px|<center>  '''Mittel Warkau''' Ksp. Aulowönen auf der Messtischkarte, 1934</center>]]
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=== Wappen ===
[[Bild:Wappen_Ort_Musterort_Kreis_Musterkreis.png]]
Hier: Beschreibung des Wappens
-->


=== Allgemeine Information ===
== Allgemeine Information ==
[[Bild:1296 Aulenbach - Groß Warkau - Orte.jpg|thumb|right|390 px|<center>  '''Groß Warkau''' Ksp. Aulowönen auf der Messtischkarte, 1934/36</center>]]
=== Ortsbeschreibung ===
<!-- Hier: Beschreibung der Stadt/Gemeinde, Größe, Bevölkerung usw.) -->
<!-- Hier: Beschreibung der Stadt/Gemeinde, Größe, Bevölkerung usw.) -->
Meliert D o r f - G u t  und  G e m ei n d e im Kirchspiel Aulowönen. Schule am Ort, Amt Groß Franzdorf, Standesamt Aulowönen / Aulenbach, Gendarmerie Grünheide, Poststelle Groß Warkau über Insterburg 2.
Mittel Warkau, D.(orf), Pr.(eußen), Ostpr.(''eußen''), RB. (''Regierungsbezirk'') Gumbinnen, Lkr. (''Landkreis'') AG (''Amtsgericht''), Bkdo (''Bezirkskommando'') Insterburg, StdA. (''Standesamt'') Aulowönen, A.(''mtsbezirk'') Budwethen, P(''ost'') Groß Warkau, E.(''isenbahn'') 3 km Gründamm; 132 E.(''inwohner''),''"aus: Meyer Orts- und Verkehrslexikon (1912)"''  <ref name=Meyers>Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reiches,'' Leipzig und Wien, Bibliographisches Institut (1912)'',  5. Auflage, Band II, Seite 195</ref>.


Vermerk in ''"Meyer Orts- und Verkehrslexikon (1912)"'' : Groß Warkau, D.(orf), Pr.(eußen), Ostpr.(''eußen''), RB. (''Regierungsbezirk'') Gumbinnen, Lkr. (''Landkreis'') AG (''Amtsgericht''), Bkdo (''Bezirkskommando'') Insterburg, StdA. (''Standesamt'') Aulowönen, A.(''mtsbezirk'') Groß Franzdorf, E.(''isenbahn'') 5 km Gründamm; 303 E.(''inwohner''), P.(''ost, Fermsprecher u. Telegraph'') <ref name=Meyers>Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reiches,'' Leipzig und Wien, Bibliographisches Institut (1912)'',  5. Auflage, Band I, Seite 662</ref>.
Die Gemeinde lag in ”Klein Litauen (Lithuania minor)"<ref>{{Wikipedia-Link|Kleinlitauen|Kleinlitauen}}</ref> oder ”Preußisch Litauen”, dem nordöstlichen Teil des alten Ostpreußen.  


Die Gemeinde lag in ”Klein Litauen (Lithuania minor)" [http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinlitauen] oder ”Preußisch Litauen”, dem nordöstlichen Teil des alten Ostpreußen.  
Seine Einwohner waren nach der Reformation überwiegend evangelisch.  


Seine Einwohner waren nach der Reformation überwiegend evangelisch.
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'''Mittel Warkau – Ein ostpreußisches Dorf'''
Von Werner Schönke <ref name=Teufel>Werner Richard Schönke - Kapitel: Kinderjahre - Kriegsjahre (c) [Mein Leben mit Links] Rohnstock Biografien [2014],(Genehmigung durch den Autor) </ref> gibt es eine kurze Beschreibung über das Dorf Mittel-Warkau um 1934:
: ''... In der ostpreußischen Provinz – die territorial durch den sogenannten „polnischen Korridor“ vom deutschen Reich abgetrennt war  – lebten circa 2,5 Millionen Einwohner in 93 Städten und 1500 Dörfern. Eines davon war Mittel Warkau. Im Norden des Landkreises Insterburg gelegen, gehörte es dem Pfarrbezirk Aulowönen an, der von 1938 bis 1945 den Namen [[Aulenbach| Aulenbach (Ostpr.)]]  trug.''
: ''Auch in unserem Bauerndorf Mittel Warkau mit seinen ungefähr dreihundertfünfzig Einwohnern war die Ernte im vollen Gang. Meine Eltern, Berta und Richard Schönke, verdingten sich als Gutsarbeiter. Sie lebten vor allem vom Deputat, was bedeutete, dass der Gutsbesitzer zusätzlich zum geringen Monatslohn Naturalien und andere Vergütungsleistungen zubilligte. Dazu gehörten die Wohnung, der Stall und der Garten. Drei Morgen Ackerland, das entsprach einem Dreiviertel Hektar, standen meinen Eltern des Weiteren zur Verfügung. Auf diesen pflanzten sie Kartoffeln, Rüben sowie Kohl. Zudem erhielt unsere Familie pro Jahr vier Zentner Roggen, zwei Zentner Weizen und zwei Zentner Schrot. Das galt für jede Gutsarbeiterfamilie im Ort. Mit dem Deputat war viel zusätzliche Arbeit verbunden. Die ostpreußischen Gutsarbeiterfamilien waren im Prinzip Selbstversorger und sie mühten sich, den geringen Barlohn, der bei etwa 360 – 400 Reichsmark pro Jahr lag, aufzubessern. Wir hielten unsere eigenen Schweine, Hühner, Gänse und Kaninchen. Außerdem besaßen meine Eltern eine Kuh, die in den warmen Jahreszeiten auf dem Gutsland weideten und im Winter zusammen mit den anderen Kühen im Kuhstall des Gutshofes versorgt wurde. Unser Stall befand sich dicht an unserer Wohnung. Schon im Alter von vier, fünf Jahren musste ich die Tiere mitversorgen und die Milchkannen holen.''
: ''In Mittel Warkau und seiner Umgebung war alles vorhanden, was man brauchte. Im Dorf selbst gab es einen Wagenbauer, einen Kaufmann, der auch einen Ausschank betrieb, einen Ofensetzer, einen Schmied, einen Stellmacher, Tischler, Schneider und eine Straßenmeisterei. Vor allem aber prägten die fünf landwirtschaftlichen Betriebe das Geschehen im Ort. Den größten Gutshof – mit hundertfünfzig Hektar – bewirtschaftete Bauer Luschnat. Das Gut Albrecht umfasste hundert Hektar, Bauer Wilk hatte fünfundfünfzig, Bürgermeister Walter fünfunddreißig und Bauer Burba fünfzehn. Ihr Hauptgeschäft war die Zucht von Herdbuchkühen – eine sehr leistungsfähige Rinderrasse. Das Getreide, das auf den Feldern wuchs, diente vor allem der Futtermittelproduktion.''
: ''Unser Kirchdorf [[Aulowönen]], das spätere [[Aulenbach | Aulenbach (Ostp.)]], liegt fünf Kilometer in Richtung [[Tilsit]], der Grenzstadt nach Litauen, entfernt. In dem Tausend-Seelen-Ort – mit der aus Findlingen erbauten Kirche – gab es alle weiteren notwendigen Einrichtungen: einen Arzt sowie eine Hebamme, einen Tierarzt, die Schule und den Kindergarten, eine Apotheke, eine Druckerei, eine große Molkerei, Reparaturwerkstätten für Landmaschinen, Gastwirtschaften, die Gendarmerie und sogar ein Standesamt. Am Ortseingang nach Insterburg stand die Ziegelei Teufel, deren Produktion aber zu Kriegsbeginn eingestellt wurde, weil die Arbeiter als Soldaten an die Fronten mussten.''


[[Bild:Groß Warkau - Karte 1893.jpg|thumb|right|390 px|<center>  '''Warkau und Neu Warkau''' Ksp. Aulowönen, 1893</center>]]
: ''Wenn wir in die Kreisstadt [[Insterburg]] wollten, fuhren wir fünfzehn Kilometer mit der Kleinbahn Richtung Südosten, stiegen an der Station „[[Waldfrieden (Ostp.) | Waldfrieden]] “ aus und gingen dann noch eineinhalb Kilometer zu Fuß auf einem Feldweg. Etwa fünfzigtausend Einwohner lebten in [[Insterburg]]. Die Stadt war ein wichtiger Knotenpunkt: als Hafenstadt, als Garnisonsstadt – sechstausend Soldaten aller Waffengattungen waren hier stationiert – sowie durch den Bahnhof und den von 1935 bis 1937 errichteten Flugplatz. Die deutsche Ortsbezeichnung verdankt Insterburg dem Fluss Inster, der sich nahe der Stadt mit dem Fluss Angerapp vereinigt. Auf dem so entstandenen Pregel, dem größtem Fluss im ehemaligen Ostpreußen, fuhren Schiffe bis ins neunzig Kilometer entfernte Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, und von dort aufs Meer.''


=== Koordinaten ===
: ''Heute ist das einstige [[Insterburg]] unter dem Namen [[Tschernjachowsk]] bekannt und gehört zur russischen Exklave Kaliningrad. So war mein Heimatdorf Mittel Warkau eine kleine Gemeinde im nördlichen Teil des alten Ostpreußens, der heute zu Russland gehört. Das Dorf existiert noch. Es ist unter dem Namen Strassow auf der Landkarte zu finden.''


* GPS-Daten          : '''N 54° 77′ 33″ (Breite) - O 21° 82′ 34″ (Länge)''' [https://maps.google.de/maps/ms?msid=205792199497852000596.0004c4cc47262fff5b648&msa=0&ll=54.773267,21.823397&spn=0.030943,0.090895&iwloc=0004d17b423d1f01cd5c8]
<br>
<br>


=== Ortsnamen ===
=== Ortsnamen ===
Am '''16.07.1938''' wird das Rittergut [[Warkau]], das seinen Namen in Gut Groß Warkau ändert, ein Ortsteil der Gemeinde Groß Warkau.   <br>
*  deutsche Ortsbezeichnung (Stand 1.9.1939): '''Mittel Warkau''', Ort   <br>
*  vorletzte deutsche Ortsbezeichnung (vor der Umbenennung 1938) : '''Mittel Warckau'''
<br>
<br>
deutsche Ortsbezeichnung (Stand 1.9.1939): '''Groß Warkau''', Ort  <br>
Feststellung der Schreibweise nach 1736: '''Mittel Warckau'''
*  vorletzte deutsche Ortsbezeichnung (vor der Umbenennung 1938) : '''Groß Warckau'''  
<br>
<br>
Feststellung der Schreibweise nach 1736: '''Groß Warckau'''
weitere (alte) Ortsnamen : - - -
*  Namensänderung nach 1713: '''Warkoy'''
<br>
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*  (alte) Ortsnamen :  '''Warkoy'''
litauisch wargas = Not, altpreußische warys = schlecht . Der Ort existiert heute noch unter dem Namen '''Stassowo (Стасово)'''  
 
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litauisch wargas = Not, altpreußische warys = schlecht
=== Wirtschaft ===
 
'''In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher,''' (Band III)''' 1922''' Seite 122/123  [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1203]
Mittel-Warkau : Gut Nr. 4, zur Gemeinde M.(ittel)-W.(arkau) geh.(örend).do.do..... Gr.-Warkau P(ost) T(elegraph) Reckeitsch. Klb. (Kleinbahn), Insterburg E(isenbahn) AG (=Amtsgericht), Aulowönen ST(andesamt), Budwethen  A(=Amtsbezirk)
<br>
<br>
*  '''Gust.(av) Luschnat''':  Grundsteuerreinertrag in Mark : 1697,--; 152,7 ha, davon 95,7 Acker incl. Gärten, 3 Wiesen, 50 Weiden, 1 Holzungen,  3 Unland/Hof/Wege, 26 Pferde, 90 Rinder, davon 46 Kühe, 5 Schafe, 6 Schweine; Telefon: Aulowöhnen Nr. 13,
* '''Max Meienreis''' Grundsteuer Reinertrag 1123,--, 107 ha, davon 73 Acker, 31 Weiden, 1 Holzungen, 2 Unland/Hof/Wege, 30 Pferde, 60 Rinder, davon 30 Kühe, 20 Schweine, Telefon : Aulowöhnen Nr. 36
<br>
<br>


=== Wirtschaft ===
'''In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher,''' (Band III)''' 1932''' Seite 161  [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Mittel Warkau, Mittel Warkau (Gemeinde), Insterb.(urg) 2- Ld.(Land) P(ost) T(elegraph) Waldfrieden E(isenbahn) 8 km
<br>
* Gut '''Wilhelm Lotzkat''': 51 ha, davon 38 Acker, 0,5 Wiesen, 12 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 8 Pferde, 30 Rinder, davon 12 Kühe, 12 Schweine; Telefon: Amt : Aulowönen
* Gut 4''' Gust.(av) Luschnat''': 152,7 ha, davon 94,7 Acker, 3 Wiesen, 50 Weiden, 2 Holzungen, 3 Unland/Höfe/Wege, 30 Pferde, 90 Rinder, davon 40 Kühe, 10 Schweine; Telefon : 13. Hdbv. (Herdbuchvieh)
*Gut '''Arnold von Senden''': 107 ha, davon 73 Acker, 31 Weiden, 1 Holzung, 2 Unland/Höfe/Wege, 10 Pferde, 55 Rinder, davon 25 Kühe, 20 Schweine; Telefon: 36, Hdbv. (Herdbuchvieh)Fordson Mpfl. (Motorpflug)
* Gut '''Gustav Walter''': 36 ha, davon 26 Acker, 1 Wiesen, 8 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 6 Pferde, 14 Rinder, davon 6 Kühe, 8 Schweine;
* Gut '''Arno Wilck''': 55 ha, davon 41,5 Acker, 12,5 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 8 Pferde, 32 Rinder, davon 13 Kühe, 8 Schafe, 20 Schweine;  Hdbv. (Herdbuchvieh)
 
<br>
<br>
'''1927''' ist Fritz Riedel, Materialwaren (auch noch 1937) mit seiner Firma im Handelsregister eingetragen.
[[Bild: Mittel Warkau - Kirchspiel Aulenbach - Betriebsliste S1.pdf|thumb|right|300 px|<center>  Aufstellung '''Betriebsliste Gemeinde Mittel Warkau''' (Stand 1945 (1955) S.1</center>]]
Die '''Schadensberechnung Landwirtschaft Betriebsliste Gemeinde Mittel-Warkau''' (Stand 1945 - erstellt 1955) nennt folgende landwirtschaftliche Betriebe:
[[Bild: Mittel Warkau - Kirchspiel Aulenbach - Betriebsliste S2.pdf|thumb|right|300 px|<center>  Aufstellung '''Betriebsliste Gemeinde Mittel Warkau''' (Stand 1945 (1955) S.2</center>]]


[[Bild: Groß Warkau Kirchspiel Aulenbach 001.JPG|thumb|right|500 px|<center>Dorfstraße in  '''Groß Warkau''' mit Reiter Max Seidenberg ca. 1920 </center>]]
Gemeindehektarsatz : 770,-- Reichsmark, Gemeindefläche 531 ha, Durchschnitt der Betriebshektarsätze : 460,-- RM.


'''In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher,''' (Band III)''' 1922''' Seite 118/119 [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1203]
* B1. '''Haeske, Franz''', 6,75 ha +1,00 ha
Groß-Warkau : Gut zur Gemeinde W.(arkau) gehörend.do.do..... Gr.-Warkau P(ost) T(elegraph) Gründann E(isenbahn), Aulowönen ST(andesamt), Franzdorf A(=Amtsbezirk), Insterburg AG (=Amtsgericht)
*  2. '''Lotzskat, Louis''', 51,00 ha
<br>
* 3. '''Luschnat, (Erbengemeinschaft)''', 150,20 ha
*  '''Johann Krüger''':  Grundsteuerreinertrag in Mark : 1200,--; 104 ha, davon 82,5 Acker incl. Gärten, 2 Wiesen, 18 Weiden, 1,5 Unland/Hof/Wege, 18 Pferde, 50 Rinder, davon 16 Kühe, 10 Schafe, 10 Schweine; Telefon: Gr.-Warkau Nr. 5,
* 4. '''Müller (Erbengemeinschaft)''', 6,70 ha
* Gut '''August Matthee,''' Grundsteuer Reinertrag 435,--, 51 ha, davon 30 Acker, 3 Wiesen, 10 Weiden, 5 Holzungen, 2 Unland/Hof/Wege, 1 Wasser, 12 Pferde, 27 Rinder, davon 11 Kühe, 4 Schafe, 10 Schweine,
5. '''Puch, Emil''', 17,87 ha
<br>
*  6. '''Schneppat, Friedrich''', 1,50 ha
*  7. '''Schüssler, Fritz''', 10,00 ha
* 8. '''Walter, Bruno''', 36,59 ha
 
: ''Bisher nicht angemeldete Betriebe :''
 
*  9. '''Burba, Johann (Erben)''', 13,00 ha
* 10. '''Hinz (Erbengemeinschaft)''', 1,25 ha
* 11. '''Dr. Rehberg, Hans-Joachim''', 107,00 ha
* 12. '''Skodlerak und Ehefrau''', 3,50 ha
* 13. '''Wilck, Arno''', 55,00 ha


'''In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher,''' (Band III)''' 1932''' Seite 158  [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Groß Warkau P(ost) T(elegraph) Blumenthal E(isenbahn) 7 km
<br>
* Gut '''Rudolf Bergmann''': 30 ha, davon 21 Acker, 2,5 Wiesen, 6 Weiden, 0,5 Unland/Höfe/Wege, 6 Pferde, 18 Rinder, davon 8 Kühe, 8 Schweine; Telefon: Amt : Gr. Warkau
* Gut '''Albert Jurkat''': 31 ha, davon 21 Acker, 3 Wiesen, 6,5 Weiden, 0,5 Unland/Höfe/Wege, 6 Pferde, 18 Rinder, davon 8 Kühe, 9 Schweine;
* Abbau '''Gustav Komoß''': 39 ha, davon 29 Acker, 2 Wiesen, 6,5 Weiden, 1,5 Unland/Höfe/Wege, 9 Pferde, 24 Rinder, davon 10 Kühe, 10 Schweine; Telefon: Groß Warkau No. 2
* Abbau '''Gustav Krink''': 54 ha, davon 37 Acker, 4 Wiesen, 11 Weiden, 2 Unland/Höfe/Wege, 12 Pferde, 32 Rinder, davon 14 Kühe, 12 Schweine;
* Abbau '''Franz Krüger''': 104 ha, davon 75,5 Acker, 1 Wiesen, 25 Weiden, 1,5 Unland/Höfe/Wege, 12 Pferde, 60 Rinder, davon 22 Kühe, 15 Schweine;  Telefon: Groß Warkau No. 5, Handlungsbevollmächtigter Fordserv. Mpdfl.
* Abbau '''August Matthee''': 51 ha, davon 29 Acker, 3 Wiesen, 12 Weiden, 5 Holzungen, 1,5 Unland/Höfe/Wege, 11 Pferde, 32 Rinder, davon 15 Kühe, 5 Schafe, 12 Schweine;
* Gut '''Gertrud Radtke''': 43 ha, davon 29 Acker, 4 Wiesen, 9 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 8 Pferde, 24 Rinder, davon 11 Kühe, 10 Schweine;
* Gut '''Emil Ruhnke''': 75 ha, davon 55 Acker, 4 Wiesen, 14 Weiden, 2 Unland/Höfe/Wege, 13 Pferde, 40 Rinder, davon 18 Kühe, 2 Schafe, 15 Schweine;
* Abbau '''Franz Willamowius''': 50 ha, davon 34,5 Acker, 3,5 Wiesen, 10 Weiden, 2 Unland/Höfe/Wege, 10 Pferde, 35 Rinder, davon 15 Kühe, 12 Schweine;
<br>
<br>
Rg (Rittergut) Adl.(ig) Warkau
* Rittergut '''Eduard Lörchner''': Einheitswert 91.100,-- Reichsmark, 170 ha, davon 125 Acker, 5 Wiesen, 38 Weiden, 2 Unland/Höfe/Wege, 19 Pferde, 80 Rinder, davon 30 Kühe, 15 Schweine; Telefon: Groß Warkau No. 7


===<br>Wohngebäude ===   
===Wohngebäude ===   
[[Bild:Groß Warkau (Ostp.) - Ksp. Aulenbach - Höfeliste 1935.jpg |thumb|right|600 px|<center>  '''Groß Warkau''' Auflistung der Höfe und Güter, 1943 (erstellt von Fritz Haack ca. 1960)</center>]]
Amtlich gezählt (* einschließlich Klein Warkau) :   
Amtlich gezählt (* mit Rittergut Warkau) :   


* '''40'''    (1871)                            <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''13'''    (1871)                            <ref name="Henning115">Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 115.</ref>
* '''45'''    (1905)                            <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''14'''    (1905)                            <ref name="Henning115" />
* '''46'''    (1925) (*                        <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''20'''    (1925) (*                        <ref name="Henning115" />


===<br>Haushalte ===
===<br>Haushalte ===
* '''60'''    (1871)                            <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''29'''    (1871)                            <ref name="Henning115" />
* '''61'''    (1905)                            <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''27'''    (1905)                            <ref name="Henning115" />
* '''79'''    (1925) (*                        <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''42'''    (1925) (*                        <ref name="Henning115" />
* '''70'''    (1939) (*                        <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>


===<br>Einwohner===   
===<br>Einwohner===   
[[Bild: Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg (Seite 66) - Gross Warkau.pdf|thumb|right|300 px|<center>  Ausschnitt '''Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg Seite 66''' (1927)</center>]]
* '''148'''    (1867)                            <ref name="Henning115" />
* '''311'''    (1867)                            <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''165'''    (1871) davon männlich 74         <ref name="Henning115" />
* '''303'''    (1871) davon männlich 147         <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''153'''    (1905  davon männlich 73         <ref name="Henning115" />
* '''315'''    (1905  davon männlich 159         <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''193'''    (1925) (* davon männlich 92       <ref name="Henning115" />
* '''316'''    (1925) (* davon männlich 148       <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
* '''184'''    (1933) (*                          <ref name="Henning115" />
* '''287'''    (1933) (*                          <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
 
* '''282'''   (1939) (*                          <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
 
'''1871''' sind 163 Einwohner preußisch davon 162 evangelisch, 2 katholisch, 1 sonstige Christen,  39 unter 10 Jahren, 86 können lesen und schreiben, 40 Analphabethen, 1 taubstumm, 1 blöd- oder irrsinnig, 1 ortsabwesend '''1905''' alle evangelisch und geben deutsch als Muttersprache an, '''1925''' alle evangelisch und geben deutsch als Muttersprache an
<br>'''1939''' in der Gemeinde Mittel Warkau gezählt : 46 Haushalte, 203 Einwohner, 98 männlich, 34 unter 6 Jahren, 33 zwischen 6 und 14 Jahren, 119 zwischen 14 - 65 Jahren, 17 über 65 Jahren, es waren tätig 139 in der Land- und Forstwirtschaft, 43 im Handwerk und Industrie, 3 in Handel und Verkehr, mit Angehörigen ohne eigenen Beruf waren 27 selbständig, 16 mitarbeitende Familienmitglieder, 2 Angestellte und Beamte, 142 Arbeiter; <ref name="Henning115" />
 
<br>
<br>
'''1871''' sind von alle Einwohner preußisch und evangelisch, 182 ortsgebürtig, 57 unter 10 Jahren, 147 können lesen und schreiben, 72 Analphabethen, 1 taubstumm '''1905''' 314 evangelisch, 311 geben deutsch als Muttersprache an, 4 litauisch  '''1925''' 301 evangelisch, 14 katholisch <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
[[Bild: Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg (Seite 66) - Mittel Warkau.pdf|thumb|right|300 px|<center>  Ausschnitt '''Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg Seite 66''' (1927)</center>]]
 
[[Bild: 1296 Aulenbach - Mittel Warkau (Gemeinde) 1934 Höfekarte.jpg|thumb|right|400px|<center>Verzeichnis der Hofbesitzer / Pächter Gemeinde Mittel-Warkau <br> ca. 1944  ''<small>(Bitte mehrmals auf den Plan klicken, um ihn zu vergrößern) </center></small>'']]
 
Folgende Einwohner sind im '''Ortschafts- und Adreßverzeichnis des Landkreises Insterburg (1927)''' unter Mittel Warkau genannt : Post Gr. Warkau, 15 km
<br>
<br>
* Besitzer : '''Johann Burba''', '''Emil Loseit''', '''Gust. Luschnat''', '''Max Meienreis''', '''Joh. Müller''', '''Otto Nolde''', '''Gustav Priebe''', '''Fritz Schlimmer'''
* Altsitzer : '''Christian Burba''', '''Karl Nolde''', '''Otto Schlimmer''',
* Melker : '''Eduard Schubert''',
* Arbeiter : '''Franz Büttner''', '''Wilh.(elm) Faust''', '''Franz Fischer''', '''Herm.(ann) Haack''', '''Ferd.(inand) Jodmikat''', '''Franz Kollweit''', '''Rich.(ard) Hirschberger''', '''Hermann Kohle''', '''Aug.(ust) Kaschubs''', '''Wilh.(elm) Klein''', '''Eduard Krink''', '''August Rudat''', '''Gustav Teffel''',
* Rentenempfänger  : '''Auguste Schukat''', '''Helene Hatz (?Haß?)''',
<br>
<br>
'''1939''' sind in der Gemeinde Groß Warkau gezählt : 70 Haushalte, 282 Einwohner,  145 männlich,44 unter 6 Jahren, 32 zwischen 6-14, 187 zwischen 14-65, 19 über 65 Jahre; es waren tätig 221 in der Land- und Forstwirtschaft, 15 in Handwerk und Industrie,12 in Handel und Verkehr; mit Angehörigen ohne eigenen Beruf waren 54 selbständig, 65 mithelfende Familienmitglieder, 14 Beamte und Angestellte, 128 Arbeiter  <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113.</ref>
 
<br>
===Höfeverzeichnis===
<br>
 
Folgende Einwohner sind im '''Ortschafts- und Adreßverzeichnis des Landkreises Insterburg (1927)''' unter Groß Warkau genannt :
'''Stand: ca. 1944''' <ref>Nach den Angaben ehemaliger Einwohner von Mittel-Warkau (Krüger/Tauchmann/Schönke) - unter Zuhilfenahme des Einwohner- und Ortschaftsverzeichnisses (1935) des Ostpreußischen Tageblatts, Sturmverlag</ref><br>
<br>
 
* Besitzer : '''Wilh(elm) Oesterle''', '''Ewald Sternberg''', '''Ferd. Liedike''', '''Emil Ruhnke''', '''Rud. Bergmann''', '''Louis Rowack''', '''Friedr. Sternberg''', '''Albert Jurkat''', '''Gertrud Radike''', '''Georg Benkus''', '''Emma Bartoschat''', '''Alb.(ert) Putz''', '''Wilh(elm) Wagner''', '''Friedr. Adomeit''', '''Aug(ust) Stambraks''', '''Ernst Urban''', '''Friedr.Brommert''', '''Wilh(elm) Kledike''', '''Aug(ust) Oschlies''', '''Gust(av) Meletzki''', '''Otto Oschlies''', '''Augu(ust) Jackstat''', '''Franz Willamowius''', '''Gustav Komoß''', '''August Matthee''', '''Gustav Krink''', '''Gust. Mellotat''', '''Otto Peschel''', '''Joh. Krüger''', '''Franz Krüger'''
* 1:
* Altsitzer : '''Michael Jurkat''', '''Karl Bartoschat''', '''Friedr(ich) Komoß''', '''Gust(av) Matthee''', '''Marie Krink''', '''Ed. Mellotat'''
* 2: Hof '''Burba''', Johann
* Lehrer : '''Alb(ert) Brandtner''', '''Helm(ut) Schieske'''
* 3: 
* Kaufmann : '''Fritz Riedel'''
* 4: Insthaus Familie '''Franz'''  
* Schneidermeister : '''Gottl(ieb) Dudda'''
* 5: Hof '''Walter''', Bruno 
* Schmiedemeister : '''Herm(an) Roetzel'''
* 6: Insthäuser und Ställe zum Gut Albrecht gehörend
* Postagentin : '''Luise Brandtner'''
* 7: Gut '''Albrecht''' (Hauptmann a.D.)
* Postschaffner : '''Heinr(ich) Matzewitzki'''
* 8: Scheune, Teich und Bleiche zum Gut Luschnat gehörend
* Arbeiter : '''Franz Dannat'''
* 9: '''Haeske''', Gastwirtschaft mit Krug und Kolonialwarengeschäft
* Deputant  : '''Herm(an) Böhnke''', '''Franz Radtzuweit''', '''Franz Burneleit''', '''Herm(an) Kretzer''', '''Friedr(ich) Liedtke''', '''Joh. Burba'''
* 10: '''Neumann''', Schmiedemeister
* Viehfütterer : '''Aug(ust) Brotzeit'''
* 11: Gut '''Luschnat''', Kurt 
* Freiarbeiter : '''Ernst Rabies''', '''Ewald Ettig''', '''Wilh(elm) Dannat''', '''Joh(an) Prawitz''', '''Fritz Krink''', '''Auguste Krink''', '''Emilie Krink''', '''Gottl. Bindtzus''', '''Otto Talaschus''', '''Gust(av) Budba'''
* 12: Haus '''Paduks''', Tischler
* Straßenwärter : '''Gust(av) Brickmann'''
* 13: Hof '''Wilck''', Arno ''Bürgermeister''
* Landarbeiter : '''Emil Raudtzus'''
* 14:
* Kätnerwitwe : '''Wilhelmine Kühn'''
* 15:
* Kriegerwitwe : '''Auguste Duscha'''
* 16: Haus '''Schneppat''', Stellmacher & '''Dannat''' (Straßenwächter)
* Kleinrent(ner) : '''Auguste Krink''', '''Marie Singer''', '''Ferd. Behrenstat''', '''Minna Schuschies''', '''Dorothea Gronau''', '''Karl Oschlies''', '''Luise Karwellies'''
* 17: Hof '''Hinz'''
 
 
z. Zt. unbekannte Lage der Höfe
* - Louis Lotzskat – 51ha'' (vermutlich. Nr. 1 oder 3)''
* - Emil Puch – 17ha
* - Fritz Schüssler – 10ha
* - Müller  - 6 ha
* - Skodtlerak – 3,5ha
 
 
Die Hofbesitzer betrieben einige Nebenerwerbe wie z.B. Handwerker, Töpfer, Gastwirt, Viehhändler u. Versicherungsverkäufer.
 
<br>
<br>


=== Zahl und Größe der landwirtschaftlichen Betriebe ===
=== Zahl und Größe der landwirtschaftlichen Betriebe ===  
* 8 zwischen 0,5 - 5 ha                <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
* 3 zwischen 0,5 - 5 ha                <ref name="Henning115" />
* 9 zwischen 05-10 ha                  <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
* 2 zwischen 05-10 ha                  <ref name="Henning115" />
* 7 zwischen 10-20 ha                  <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
* 2 zwischen 10-20 ha                  <ref name="Henning115" />
* 8 zwischen 20-100 ha                  <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
* 2 zwischen 20-100 ha                  <ref name="Henning115" />
* 2 über 100 ha                        <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
* 2 über 100 ha                        <ref name="Henning115" />
<br>
<br>


===Ortsgrundfläche===   
===Ortsgrundfläche===   
* 1905 :  612,8 ha, Grundsteuer Reinertrag 8,59 je ha    <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
* 1905 :  316,2 ha, Grundsteuer Reinertrag 10,84 je ha    <ref name="Henning115" />
* 1925 (* : 798,1 ha, Grundsteuer Reinertrag 8,46 je ha  <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 114.</ref>
* 1925 (* : 530,8 ha, Grundsteuer Reinertrag 11,11 je ha  <ref name="Henning115" />
 
<br>
<br>


== Politische Einteilung ==
== Politische Einteilung ==
[[Bild: 1296 Aulenbach - Groß Warkau (Gemeinde) V2.jpg |thumb|right|350 px|<center>  '''Gemeinde Groß Warkau''' Ksp. Aulenbach 1939 </center>]]


Provinz            : '''Ostpreußen'''                  <br>
Provinz            : '''Ostpreußen'''                  <br>
Zeile 154: Zeile 234:


Landkreis          : '''Insterburg'''  [http://www.verwaltungsgeschichte.de/insterburg.html]  [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/landkrs.htm]  <br>
Landkreis          : '''Insterburg'''  [http://www.verwaltungsgeschichte.de/insterburg.html]  [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/landkrs.htm]  <br>
Amtsbezirk          : '''Groß Franzdorf'''    [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/franzdf.htm]  <br>
Amtsbezirk          : '''Budwethen (Schönwaldau)'''    [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/schoenwa.htm]  <br>
Gemeinde            : '''Gross Warkau Kr. Insterburg''' (ab 16.07.1938)    <br>
Gemeinde            : '''Mittel Warkau Kr. Insterburg''' (ab 16.07.1938)    <br>
Kirchspiel          : '''Aulenbach (Aulowönen) Ostp.'''  
Kirchspiel          : '''Aulenbach (Aulowönen) Ostp.'''  
<br>  
<br>  
<br>
<br>
im/in              : '''nördlich der Pregel'''      <br>
im/in              : '''nördlich der Pregel'''      <br>
bei                : '''17,2 km nördlich v. Insterburg'''         
bei                : '''14 km nördlich v. Insterburg'''         
<br>
 
<br>
<br>
=== <br>Weitere Informationen ===
=== <br>Weitere Informationen ===
Orts-ID : '''52825'''  <BR>
Orts-ID : '''57022'''  <BR>


Fremdsprachliche Ortsbezeichnung : '''Шишкино'''      <BR>  
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung : '''Стасово'''      <BR>  
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung (Lautschrift):  <BR>   
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung (Lautschrift):  <BR>   


russischer Name : '''Schischkino'''                    <BR>
russischer Name : '''Stassowo (Stasovo)'''                    <BR>
Kreiszugehörigkeit nach 1945 : '''Черняховский р-н (Tschernjachowskij Rayon, Insterburg)'''  <BR>   
Kreiszugehörigkeit nach 1945 : '''Черняховский р-н (Tschernjachowskij Rayon, Insterburg)'''  <BR>   
Bemerkungen aus der Zeit nach 1945 :  <BR>
Bemerkungen aus der Zeit nach 1945 :  '''Der Siedlungsplatz existiert''' <BR>
weitere Hinweise :                    <BR>  
weitere Hinweise :                    <BR>  
Staatszugehörigkeit : '''Russisch'''  <BR>
Staatszugehörigkeit : '''Russisch'''  <BR>




Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) -- [http://www.bildarchiv-ostpreussen.de/cgi-bin/bildarchiv/suche/show_ortsinfos.cgi?id=52825]
Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) -- [http://www.bildarchiv-ostpreussen.de/cgi-bin/bildarchiv/suche/show_ortsinfos.cgi?id=57022]
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== Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit ==
== Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit ==
[[Bild:Datei-Aulenbach (Ostp) Kirchspiel Aulenbach Evang. Kirche 2.JPG|thumb|right|250 px| <center>'''Evang. Kirche Aulowönen (später Aulenbach)''' (ca. 1900)</center>]]
[[Bild:Datei-Aulenbach (Ostp) Kirchspiel Aulenbach Evang. Kirche 2.JPG|thumb|right|150 px| <center>'''Ev. Kirche Aulowönen ''' (ca. 1900)</center>]]
=== Evangelische Kirche ===
=== Evangelische Kirche ===
'''Zugehörigkeit :'''  <ref name=Henning>Kurt Henning und Frau Charlotte geb. Zilius, Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen - Ein Namenslexikon, ca. 1970</ref>
'''Zugehörigkeit :'''  <ref name="Henning-Nam">Kurt Henning und Frau Charlotte geb. Zilius, Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen - Ein Namenslexikon, ca. 1981</ref>
*Kirchspiel Aulowönen -->  Kirchenkreis Insterburg --> Kirchenprovinz Ostpreußen --> Kirchenbund Evangelische Kircher der altpreußischen Union
* [[Kirchspiel_Aulowönen_/_Aulenbach_(Ostp.)#Das_Kirchspiel_Aulow.C3.B6nen  | Kirchspiel Aulenbach (Ostp.)]] -->  Kirchenkreis Insterburg --> Kirchenprovinz Ostpreußen --> Kirchenbund Evangelische Kircher der altpreußischen Union
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=== Katholische Kirchen ===
=== Katholische Kirchen ===
''zur Zeit keine Informationen''
''zur Zeit keine Informationen''
<!--=== Andere Glaubensgemeinschaften === -->
<!--=== Andere Glaubensgemeinschaften === -->
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== Gut Luschnat ==
<center>
{|
|[[Bild: Mittel Warkau Kirchspiel Aulenbach Wohnhaus Luschnat.JPG|thumb|right|350 px|<center> '''Gut Luschnat''' (Mittel-Warkau)<br> Wohnhaus ca. 1925 </center>]]
|[[Bild: Aulenbach - Mittel Warkau - Gut Luschnat Lageplan.jpg|thumb|350 px|<center>'''Gut Luschnat''' (Mittel-Warkau)<br> Lageplan und örtliche Gegenheiten (1940 - 1945)</center>]]
|}
</center>
''( .... TEXT folgt - Buchauszug von Werner Schönke )''
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== Geschichte ==  
== Geschichte ==  
* '''1525''' als nördlichster Ort des Kammeramtes Georgenburg genannt, so auch in Georgenburger Amtsrechnung von '''1584/90'''
* '''1785''' Scharwerkdorf und Windmühle, 13 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis Taipau, Amt Lappönen, Patron der König
* '''1590''' gab es einen Schulzen in Groß Warkau
* '''1815''' Nauerndorf und Windmühle, 13 Feuerstellen, 121 Bewohner, Amt Lappönen, bis 30.04.1815 zum Königsberger Departement gehörig, dann zum Regierungsbezirk Gumbinnen geschlagen. <ref name="Henning115" />
* '''1615''' im Urkundenbuch auch Groß Warkau;
* Insterburg, den '''31then Oktober 1839 ''': Die Pacht des Getränkeverlages der Krüge zu Mittel-Warkau und [[Kraupischkehmen]], so wie des Schankhauses zu [[Stagutschen]], welche mit Ende dieses Jahres abläuft, soll von neuem öffentlich ligitirt werden. Der Bietungstermin steht den 30sten November d.J. in meinem Geschäftslokale an. Derselbe beginnt um 10 Uhr Vormittags und wird um 12 Uhr Mittags geschlossen. Die nähern Bedingungen werden vor der Ligitation bekannt gemacht werden. Nachgebote sind unstatthaft. - Der Domainen-Intendant Kasubski <br>''(Veröffentlichung im Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung zu Gumbinnen (28. Jahrgang) Seite 817)''
* '''1679/80''' das Dorf hat 28 Huben und 13 Morgen, davon haben die Bauern 12 Huben 13 Morgen erkauft, die anderen Huben sind scharwerksfrei, 1/2 hat der '''Potabel''', 1/2 '''Steatzel Podschuß''', 1/2 der Neusaß '''Hans Wallatis.'''
 
: ''(Huben / Hufe : hierbei handelt es sich um eine mittelalterliche Maßeinheit, um ein Bauerngut oder Gehöft mit ausreichenden Acker- und Weideflächen, die eine Familie bearbeiten und von der sie sich ernähren konnte. Die Größe der Hube / Hife sind von Region zu Region anders. Vom Rhein bis Ostpreußen sind Hubengrößen von 15 bis 160 örtlicher Morgen nachgewiesen. 1 Hube / Hife waren in z.B. in Ostpreußen ca. 16.25 ha 830 große Morgen, 400 Quadratruten)''
 
* Ab '''1681''' sind 14 Huben wüst !!, von 2 Huben sind die Bauern entlaufen, es bleiben, 1 '''Uschkuris Reickowaitis''', 7/8 '''Christoph Ditsokaitis''', 7/8 '''Jagst Rezkowitis''', 1 '''Christoph Paragies''', 1 '''David Reikowaitis''', 1 '''Mertschuß Balledinatis''', 1 '''Peter Stenulaitis''', 1 '''Christoph Schlippschentis''', 1 '''Albas Annulatis''', 1/2 '''Christoph Twillatis''', 1/2 '''Petrus Simmalis''', 1/2 '''Grigelis Stenulatis'''
* '''1720''' heiratet hier '''Hans Christoph Mett''';
* '''1724''' ein Neubauer '''Thomas Gruch'''
* Im Privileg '''1729''' wird der Ort auch Warkoy genannt
* '''1785''' Scharwerksdorf, 25 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis Tapiau, Amt Lappönen, Patron der König.
* '''1815''' meliert Dorf, 24 Feuerstellen, 191 Bewohner, Amt Lappönen, bis 30.04.1815 zum Königsberger Departement gehörig, dann zum Regierungsbezirk Gumbinnen geschlagen.
* August '''1831''' zum Verkauf angeboten, ein holzleeres Terrain in der königlich Padrojer Forst, zwischen Schunkarehlen - Bessen - Groß Warkau, 32 Morgen und 144 Ruthen, Vorschlagsansatz Grundsteuer jährlich 4 Rthl., an Kaufgeld 327 Rthl. 20 Silbergroschen.


alle Informationen zu Geschichte  <ref name=Henning>Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 113</ref>
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==Geschichten & Anekdoten rund um Groß Warkau==
==Geschichten & Anekdoten rund um Mittel Warkau==
=== Erinnerung einer Dorfbewohnerin ===


:'''''Das Dorf Groß Warkau im Landkreis Insterburg'''''


: ''Das Dorf Gr. Warkau wird im Jahre 1525 als nördlichster Ort im Kammergut Georgenburg genannt. Er bildet mit den Siedlungen Juckeln, Gaiden, Alt-Lappönen und Jennen den Kern bei der Gründung des Kirchspiels Aulowönen im Jahre 1610. Das Dorf gehörte im 18. bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Lappönen, danach zum Am Franzdorf. Es lag 17 km nordöstlich von Insterburg, 7 km von Aulowönen und 2 km östlich der Straße Insterburg - Kreuzingen (Skaisgirren). Die Bahnstation war Blumenthal auf der Strecke Insterburg - Tilsit. Sieben km entfernt gab es auch die Kleinbahn von Kreuzingen nach Insterburg mit Halt in Gründann bzw. Reckkeitschen. Meistens wurde aber der Bus von Mittel-Warkau aus genutzt.''
Im Februar 2003 erstellt '''Carla Krüger''' einen kleinen Bericht über Mittel Warkau. '''Carla Krüger''' ist nicht verwandt mit Krüger aus Gerlauken (Waldfrieden), aber mit der Familie '''Ernst Krüger''' aus Ernstwalde (ältester Bruder ihres Vaters)


: ''Durch die Mitte des Dorfes fließt die Droje, ein Nebenfluß des Pregels. Sie entspringt in der Padroger Forst im Südwesten des Dorfes, unweit der Bauernhöfe am Wald. Nach etwa 2,4 km erreicht sie ihr erstes Dorf Gr. Warkau zwischen der Gendarmerie und dem Hof '''Jurkat'''. Sie verläßt es unweit des Dorfteiches hinter dem Garten der alten Schule. Danach durchfließt sie (etwa 300 m) die Breite des Bruches. Etwas entfernt vom Drojeufer steigt das Gelände an ihrer Nordseite im Dorfe und vom Bruch etwas an, wo sich im Dorfe einige Bauernhöfe und die neue Schule befanden. Auch nach dem Verlassen des Bruches steigt das Drojeufer vor allem auf der Nordseite an. Bald gibt es auf der Südseite ein an die Droje direkt grenzendes steiles Drojeufer. Es wurde von der Familie '''Krüger''' auf ihrem Eigentum mit Tannen bepflanzt und "Krautschuß" genannt. Oft wurde er als Ausflugsort genutzt, vor allem von der Schule. Ab hier fließt die Droje weiter wie zuvor von Ost nach West durch flaches Land bis Mittel Warkau.''
: ''Mittel Warkau lag direkt an der Straße Insterburg - Aulowönen - Kreuzingen mit den Höfen '''Wilk''', '''Luschnat''' und '''Inspektor Albrecht''' (Hofbesitzer wechselte : '''Meinreis''' - '''von Sanden''' - Arzt Tilsit). Außer den 3 Höfen gab es : Gaststätte und Kolonialwaren von '''Haeskes''', ferner '''Schmied Neumann''', '''Tischler Paduks''' und '''Stellmacher Schneppat'''. Im Ausbau : dann '''Bauer Lotzkat''', Walter und '''Puch'''. Das Haus von '''Neumann''' und '''Pakuk'''s (Abfahrt nach Groß Warkau) steht noch und ist bewohnt.''
[[Bild:Groß Warkau (Ksp Aulenbach) - Lehrer Personenkarte.jpg|thumb|right|300 px| <center>'''Personalkarte Lehrer Schiefke''' (1923)</center>]]
: ''Das Dorf Gr. Warkau hatte 280-300 Einwohner, 1938 wurde das Gut Adlig Warkau eingemeindet. Es war ein Bauernhof mit einer Grundfläche (Gemeinde) von 947 ha. Im Dorfkern befanden sich 4 große und 4 kleine Bauernhöfe, ein Kolonialwarengeschäft mit Saal und Gaststätte, eine Gendarmerie, Schmiede, Post, der Straßenwärter, Stellmacher, eine Scheiderin und eine zweiklassige Schule mit 80-90 Schülern, die auch von den Nachbardörfern Mohlen, Schunkern, Kalkeningken, Gaiden und zum Teil Mittel-Warkau kamen. Einige Schuler besuchten nach dem 4. Schuljahr die Privatschule in Aulowönen und dann nach 4 Jahren weiterführende Schulen in Insterburg. Die Schule von Gr. Warkau wurde 1932 neu gebaut, am 1.2.1933 eröffnet, da die alte Schule baufällig und zu klein war. Man hatte nun zwei Klassenräume geschaffen, die durch eine schalldichte Zieharmionikawand getrennt waren. Sie ermöglichte, dass dadurch auch ein großer Raum für einige Veranstaltungen im Dorfe vorhanden war. Außerdem befand sich in der neuen Schule unten die 1. Lehrerwohnung ('''Lehrer Rohde''' seit etwa 1934) und oben die 2. Lehrerwohnung ('''Lehrer Zeroch''' seit 1938). In Erinnerung geblieben sind aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts '''Lehrer Fuß''', '''Lehrer Brandtner''' seit 1920 (bis ca. 1934), ab 1923  '''Lehrer Schiefke'''. Nachfolger von Brandtner wurde '''Rohde''', und Schiefkes Nachfolger wurde '''Zeroch'''.''  


: ''Die alte einklassige Schule, die sich auf der linken Seite des Dorfeinganges aus Richtung Mittel-Warkau befand, kaufte die Schneiderin Berta Mikowski, geb.Mellotat. Sie war in ihrem Gewerbe weit und breit sehr anerkannt. Nach der Räumung des Dorfes, am 13.11.1944, zog in die alte Schule die Schreibstube einer Veterinärkompanie ein. Seit dieser Zeit blieb das ganze Dorf mit Pferden und Tierärzten belegt, bis zur Flucht am 19.01.1945.''
<br>
 
: ''Die neu erbaute zweiklassige Schule mußte bereits am 20.10.1944 geschlossen werden und wurde zur Übernachtung mit Frontsoldaten auf Stroh belegt.''


: ''Die Straße von Blumenthal nach Grünheide, an Adlig-Warkau vorbei über Mohlen, wurde 1911/12 gebaut, die Straße von Mittel-Warkau über Gr. Warkau nach Adlig Warkau 1923/24.''
=== Flucht aus Mittel-Warkau und Rückkehr nach Aulenbach (Ostp.) - ein Fluchtdrama ===


: ''Das erste elektrische Licht gab es in Gr. Warkau auf den Höfen von '''Peschel''', '''Mellotat''', '''Krink''' und '''Krüger'''. Es wurde am 2.12.1923 eingeschaltet. Dazu haben die 4 Bauern die Lichtmaste von Stagutschen bis zu ihrem Transformator selbst rangefahren. Das Dorf erhielt einige Jahre später elektrischen Strom. Das war nicht einfach zu realisieren, denn die Bauernhöfe lagen im Umkreis des Dorfes nach allen Richtungen verstreut. Dadurch hatte das Dorf einen Durchmesser von 4,5 km.''


: ''Das Gut Adlig Warkau wird laut "Landkreis Insterburg ..." <ref name=Henning>Kurt Henning und Frau Charlotte geb. Zilius, Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen - Ein Namenslexikon, ca. 1970 Seite 112</ref> bereits 1615 als Rittergut bei dem Dorfe Groß Warkau im Georgenburgischen genannt. Auch 1932 erscheint es noch als Rittergut unter dem Besitzer Lörchner. Als er 1938 starb, übernahm es die Landgesellschaft, da er keine Nachkommen hatte. Sie verkaufte einige wenige Ackerflächen an die kleinen Bauern am Wald. 1871 kaufte das Gut der Landwirt '''Kurt Schmidt'''. Es war 170 ha groß. Der Gutshof hatte ein geräumiges, großes Wohnhaus mit Glasveranda zum Garten, dahinter lag der Gutsfriedhof und unweit ein Teich. Von den Hofeinfahrten, zu beiden Seiten des Hauses, führte eine schöne, breite gepflasterte Auffahrt bis vor das Wohnhaus. Die beiden Ställe, die Scheune und Deputatwohnungen waren dagegen baufällig, die Technik ohne Traktor, es war auch kein Zuchtbetrieb.''
Wie für viele Einwohner aus dem Kirchspiel Aulenbach (Ostp.), begann auch für die Familie '''Haeske''' aus Mittel Warkau am 19. Januar 1945 die Flucht vor der herannnahenden russischen Armee. Viel zu spät. Ein riesiger Flüchtlingsstrom setzte sich in Bewegung. Zusammen mit ca. fünf Millionen Menschen, die versuchen, sich in Sicherheit zu bringen, starteten die '''Haeskes''' mit dem Pferdewagen Richtung Westen, im März 1945 erreichten Sie [[Schönwalde]] in Westpreußen.  


: ''Dass das Dorf Gr. Warkau durch die Pest 1709/10 ausgestorben war, lassen die Familiennamen der Einwohner von 1679/81 erkennen <ref name=Henning>Kurt Henning und Frau Charlotte geb. Zilius, Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen - Ein Namenslexikon, ca. 1970 Seite 112-114</ref>. Die Neubesiedlung begann dann intensiv 1721 mit jungen Familien aus weitgehend deutschen Gebieten, so z.B. aus Nassau, Wernigerode und Halberstadt die Vorfahren von Krink, Groß, Riedel und Krüger kamen.''
Einige Einwohner flohen zwar, traten jedoch, nachdem sie von den russischen Tuppen überrollt worden waren, unmittelbar den Rückweg in Ihre alte, mittlerweile russisch besetzte Heimat an. Der nachfolgende Bericht von '''Erna Haeske''' aus Mittel Warkau, Kolonialwarengeschäft und Gastwirtschaft, beschreibt die Rückkehr aus Westpreußen nach Aulenbach (Ostp.).  


: '''''Von Gr. Warkau sind im 2. Weltkrieg gefallen bzw. vermißt :'''''
[[Bild: Mittel Warkau (Ostp.) - Ksp. Aulenbach - 193oiger - Familie Haeske.jpg|thumb|right|400 px| <center> Familie Haeske im Moorbad Waldfrieden (1930iger) </center>]]


: gefallen : <br>
: ''In der Nacht vom 12. zum 13. März 1945  wurden wir von den Russen überrannt. Wir standen mit unseren Wagen auf der verstopften Straße im Dorfe [[Schönwalde]] bei Neustadt, Westpreußen. Nachdem wir alles stehen lassen mußten  -    ich hatte nur eine Tasche gerettet, '''Familie Krüger''' aus Groß-Warkau, unsere Gutsnachbarn, eine Tasche mit etwas Eßbarem und '''Familie Meyer''' (Gärtnerei in Aulenbach), ein Netz mit etwas Brot  -  antworteten uns die Russen auf unsere Frage, wohin wir gehen sollten:  „Nach Hause gehen“.  Das war leicht gesagt. Wohin wir uns auch wandten, es hieß immer: "Da geht’s nichts weiter, da ist Front“. So irrten wir Tage und auch Nächte umher, denn wir befanden uns in der [[Tucheler Heide]], welche von Polen bewohnt war. Die Bewohner erlaubten uns auch in der Nacht nicht, ihr Gehöft zu betreten. Da sie es nicht mit den Russen verderben wollten, durften wir weder in Ställen noch in Scheunen übernachten. So saßen wir in der ersten Nacht auf Baumstümpfen an einem Teich oder lagen auf der gefrorenen Erde.''  
: '''''Werner Rohde''', '''Fritz Brommert''', '''Adolf Teller''', '''Karl Broßeit''', '''Rudi Sieloff''', '''Heinz Nikolaus''', '''Fritz Jurkat''', '''Willi Bergmann''', '''Albert Skambraks''', '''Franz Jackstadt''', '''Ernst Haak''', '''Hermann Nötzel''', zwei Söhne von Familie '''Heinrich''', ? '''Kretzor''', '''Artur Brommert'''.''


: vermißt : <br>
[[Bild: Mittel Warkau (Ostp.) - Ksp. Aulenbach - 1935 - Gastwirtschaft Haeske.jpg|thumb|right|400 px| <center> Ausgangspunkt der Flucht <br> Haeske Gastwirtschaft in Mittel Warkau (um 1935) </center>]]
: '''''Kurt Fuhrmann''' in Rumänien, '''Bruno Jackstadt''' in Russland, '''Bruno Krüger''' 1946 aus russischer Gefangenschaft letztmalig gemeldet, '''Artur Krüger''' im April 1945 beim Volkssturm in Ostpreußen (bei Fischhausen ?)''


: Weitere Vorkommnisse : <br>
: ''Bei unserer ziellosen Wanderung stießen wir dauernd auf marschierende Kolonnen oder auf einzelne Russen. Einer davon zog Herrn '''Krüger''' die Stiefel aus und gab ihm seine Kommisschuhe. Ein anderer bemächtigte sich der Stiefel von Frau '''Dahlheimer''' (Leiterin der Privatschule in Aulenbach), sie bekam dafür ein Paar Samtschuhe, die im Schneematsch schnell entzwei gingen. Am dritten Tag  unseres Umherirrens  nahm eine Gruppe Herrn '''Krüger''' mit. Die beiden Töchter der Familie '''Meyer, Ursel und Margareta''', wurden ein bis zwei Nächte dabehalten. Es war ein Wunder, daß wir uns wieder zusammenfanden. Wir schwebten dauernd in entsetzlicher Angst. Am vierten Tag wurde '''Ursel Meyer''' mitgenommen. Sie kam in ein Lager. Wir wanderten weiter und schliefen im Walde auf Tannenästen.''
: '''''Albert Jurkat''' im Juni 1945 auf seinem Hof tot vorgefunden, von '''Franz Krüger''' auf dem Friedhof in Gr. Warkau beerdigt. '''August Jackstadt''' im Juni 1945 auf dem Feld in Gr. Warkau von Russen erschlagen. '''Erwin Komoß''' im November 1942 als Soldat bei der Marine gestorben, die Urne auf dem Friedhof in Gr. Warkau beigesetzt. '''Gertrud Brommert''' im Alter von 26 Jahren unter Russen in Gr. Warkau 1948 gestorben. Vier Töchter von '''Bauer Krieger''' in Gaiden 1945 in die Sowjetunion verschleppt, nicht zurückgekehrt. Ihre Schwägerin '''Eleonore Krieger, geb. Krink''' 1948 zurückgekehrt. Die Schwestern '''Ursula und Margareta Meyer''', Töchter von '''Gärtner Fritz Meyer''' aus Aulowönen, im März 1945 in die Sowjetunion aus der Gegend von Karthaus verschleppt. Ursula kam im November 1945 aus der Sowjetunion nach Mecklenburg zurück, Margareta kam Weihnachten 1947 in Frankfurt/Oder vollkommen entkräftigt und krank an.''


: ''Der vorstehende Bericht wurden 1996 zusammengestellt von '''Carla Krüger''' und '''Eva Buss geb. Oschlies''' teilweise mit Informationen aus ''"Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen, ein Ortsnamen-Lexikon"'' <ref name=Henning>Kurt Henning und Frau Charlotte geb. Zilius, Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen - Ein Namenslexikon, ca. 1970 Seite 112-114</ref> (von Kurt Hennig und Frau Charlotte geb. Zilius). Für beide war Groß Warkau der Geburts- und Wohnort bis 1945''
: ''Am nächsten Tag wurden wir an einer Straßenkreuzung von Russen aufgehalten und in Reihen aufgestellt. Ein Russe ging durch und sortierte zunächst alte Leute und Kinder aus. Sie mußten sich an der rechten Seite hinstellen. Die Jungen und alle anderen bis etwa fünfzig Jahre kamen auf die linke Seite. Dabei wurden Mütter und Kinder auseinander gerissen. Es war ein furchtbares Jammern und Schreien. Wir wurden von den Russen bedroht und dann fortgeführt. Ich mußte auch mit den Jungen gehen. Nach einem etwa vier Kilometer langen Marsch gelangten wir an ein Gutshaus und wurden in einen Raum gebracht, aus dem alle Möbel herausgenommen waren. Wir kauerten uns auf die Erde und warteten. Nach und nach kamen immer mehr Menschen, bis der Raum ganz voll war. Nach Stunden wurden wir in einen Nebenraum geführt und vernommen. Wir mußten Namen und Wohnort nennen, welcher Partei wir oder Familienanghehörige angehörten und vieles mehr. Wir wurden wie Gefangene behandelt. Zweimal am Tag gab es eine dünne Kartoffelsuppe und ein Stückchen Brot. Hunger haben wir in den ganzen Tagen vor lauter Angst und Aufregung nicht verspürt.''  
<br>


: '''''Ein Gedenken auch dem ostpreußischen Pferd'''''
: ''Hier fehlte es uns an allem. Einen Löffel bekam ich von einer Schicksalsgefährtin geschenkt, welche mehrere hatte.  Zum Essensempfang hatte ich mir eine Konservendose gesucht. Zweimal am Tag durften wir ins Freie, um unsere Notdurft zu verrichten. Nachts konnten wir uns zum Schlafen nicht auf dem Boden ausstrecken, sondern mußten mit angezogenen Knien hocken, weil es zu eng war. Bald wurden wir in einen, bald in einen anderen Raum gebracht. Eng war es überall, am schlimmsten in einem Bodenraum, welcher aus etwa vierzig Zentimeter Höhe langsam anstieg und 5 x 5 m groß war. Dahin hatte man mindestens fünfzig  hineingepfercht. Mehrere Male wurden wir vernommen. Wer angab, in keiner politischen Organisation  Mitglied gewesen zu sein, wurde bedroht, ja geschlagen. Sie glaubten es nicht.''


: '''''Franz Krüger''' aus Gr. Warkau, geb. 1892, diente als einer der letzten preußischen Garde-Husaren von 1912 an bei der Leib-Schadron des leib-Garde-Husaren-Regimentes in Potsdam. 1914 rückte er mit seinem Streiroß "Orchis" ins Feld. Braune Stute mit großem Stern, Trakehner Blut, sehr ausdauernd, sicheres Springpferd, bei der Schadron jedoch ein großer Brenner. Als Meldereiter mit ihr während des ganzen 1. Weltkrieges war er bis an sein Lebensende davon überzeugt, daß er dem Instinkt und der Schnelligkeit seiner Orchis sein Leben zu verdanken hat. Bei le Chateau an der Marne verdankt er ihr, daß es ihm gelang, eine dringende Meldung durch die Front des Feindes an die 2. Garde-Division zu bringen. Deren Komandant, '''Prinz Eitel Friedrich''', 2. Sohn des letzten Kaisers, gab ihm dfür dieses Bravourstück zwei Eier von seinem Frühstücksteller ab. Das Pferd erhielt eine Ration Hafer. Trotz überragender Leistungen im Aufklärungsdienst überstand die Orchis alle Strapazen des Krieges und brachte ihren Reiter glücklich in die Garnision Potsdam zurück. Beim Verkauf ausrangierter Dienstpferde konnte '''Franz Krüger''', durch Vermittlung seines ehemaligen '''Rittmeisters von Bachmeier''', sein Streitroß kaufen.''
: ''Nach einigen Tagen wurden wir aufgestellt und mußten weitermarschieren. Wir waren schon alle ziemlich schwach und der Weg war weit. Gegen Abend erreichten wir ein großes Gut. Zunächst mußten wir lange draußen warten, dann wurden wir in einen Keller geführt, später in eine sehr große Scheune,  die war schon voller Leidensgefährten. Wir saßen auf Stroh. Gruppenweise holten die Russen uns dann auf die Tenne, wo wir durchsucht wurden. Aus meiner Handtasche nahmen sie mir das Gesangbuch, das Portemonnaie, den Bleistift, alles was ihnen gefiel. Es war so eng in der großen Scheune, daß nur wenige sich beim Schlafen ausstrecken konnten, die meisten konnten nur hocken. Am schlimmsten war das Austreten. Zehn Posten umstellten uns auf einem freien Feld, es durfte auch nicht lange dauern. Während meines siebenwöchigen Lagerlebens habe ich mich nicht einmal waschen können. Nur zweimal konnte ich mich in der Zeit vom 19.Januar bis zum 24.Mai 1945 zum Schlafen ausziehen. Bald machten sich Ruhr und andere Krankheiten bemerkbar, und dann hatten wir Läuse. Eines Tages mußten wir aus der Scheune in einen Stallraum umziehen, dann wieder in einen anderen. Bei einem dieser Wechsel trafen wir '''Ursula Meyer''', die Freude war groß; aber schon am anderen Tag wurde wieder eine Liste verlesen und wir wurden getrennt. An einem Abend sangen wir geistliche Lieder. Sie schienen unsren Posten zu gefallen und sie ließen uns gewähren, bis auch einige polnische Mädchen mit dem Singen begannen. Da merkten die Russen wohl,woher der Wind weht und verboten uns das Singen.''  


: ''Nach einem Telegtamm : "Orchis kommt morgen zum Verkauf", lautete die Rückantwort : "Für jeden Preis kaufen !" Mit der Bahn ging es dann am nächsten Tag von Insterburg nach Potsdam. Nur Orchis war noch da, für ihren alten Reiter zurückgestellt. Als dieser in den Stall kam, erkannte sie ihn sofort, fing an zu wiehern und wollte sich losreißen. Von '''Prinz Eitel''' erhielt nun ihr Reiter einen Sattel und in einem Ritt, 750 km von Potsdam nach Insterburg (verladen durch den Korridor) konnte '''Franz Krüger''' seine Orchis in seinem Stall nach Groß Warkau bringen. Nach einem Ritt von 10 Tagen kam sie in guter Verfassung an und war in der Lage, in den folgenden Jahren auf der schweren Springbahn in Insterburg Preise zu holen. Als '''Rittmeister von Ornhorst''' aus Alt-Lappönen die Leitung des Reitervereins Aulowönen abgab, übernahm in '''Franz Krüger'''. Auch hier konnte sie an zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen. Der Reiterverein wurde 1933 aufgelöst, als Hitler zur Macht kam.''
: ''Bald darauf wurden wir morgens wieder aufgerufen, durchsucht, und dann begann ein mehrere Tage dauernder Marsch. Morgens, wenn die Sonne aufging, gab es eine Suppe und ein Stückchen Brot. Bis auf zwei halbstündige Pausen mußten wir bis zum Abend marschieren. Wer nicht weitergehen konnte, bekam Fußtritte und Kolbenhiebe. Drei bis vier ältere Frauen durften das letzte Stück des Weges mit dem Lastkraftwagen mitfahren. Sie mußten dann im nächsten Übernachtungslager schnell Kartoffeln schälen und die Suppe kochen. Zur Nacht wurden wir dann wieder in einem Raum zusammengepfercht. In [[Graudenz]] fand ich ein kleines Soldatengesangbuch. Die Stadt war stark beschädigt und machte einen traurigen Eindruck. Wir wurden in ein Militärgefängnis gebracht und in Zellen gesperrt. Hier waren nur weibliche Insassen. Auch hier saßen wir auf dem Fußboden bei zerbrochenen Fensterscheiben sehr eng beieinander. Aber wir gewöhnten uns auch daran und wurden ganz gleichgültig. Morgens um fünf Uhr war Wecken. Im Laufe des Vormittags, mal um acht, manchmal auch um elf Uhr, wurden wir auf den Hof geführt. Dort standen lange Tische und Bänke. Wenn Plätze frei waren, konnten wir uns Schüsseln holen und bekamen unsere Suppe, eine Wasserbrühe, in der ganz unten ein paar Zuckerrübenschnitzel schwammen. Wenn man Glück hatte, erwischte man auch noch ein Stückchen Kartoffel. Oft war das Ganze auch noch versalzen. Nach dem Essen wurde wieder zum Brotempfang angetreten. Anschließend ging es in den Garten zum Austreten. Dort waren Gräben gezogen worden, darüber hatte man Laufbretter gelegt, das war die Latrine. Niemals gab es Wasser, weder zum Trinken, geschweige denn zum Waschen. Mit den Krankheiten wurde es immer schlimmer. Durchfall oder Ruhr hatte fast jeder. Viele starben in diesen fünf Wochen. Im Garten war ein Massengrab ausgehoben worden, dahin legte man die Toten. War eine Reihe voll, kam etwas Erde drauf, und die nächste Reihe folgte.''


: ''Orchis starb am 3.12.1935. Sie wurde unter der Eiche auf dem Vorplatz des Familienfriedhofes am Krautschus beerdigt. Ihr Grabstein gibt den Hinweis : Orchis 1906-1935. Im Jahre 1991 war leider von allem nichts mehr zu finden, kein Friedhof. Gehöfe und das Dorf bestand nur noch aus wenigen, vefallenen Höfen, 2010 gab es im Dorfe erkennbar nur noch die 1932 erbaute Schule.''
: ''Wir wurden oft in der Nacht aufgeweckt. “Fertigmachen! Heraustreten!“ Dann mußten wir lange in Korridoren warten, die nur mit einem Hindenburglicht erleuchtet waren. Irgendwann wurden wir aufgerufen. Wir wußten nie, woran wir waren. Oft kamen wir nur in einen anderen Raum, manchmal aber auch in ein anderes Lager. Als wir wieder einmal so aufgerufen wurden, und ich schon seit Tagen sehr krank und schwach gewesen war, sagte ich es dem Dolmetscher. Er sah es mir wohl auch an und riet mir, mich beim Kommandanten krank zu melden. So kam ich dann in das Lazarett, während die anderen nach Rußland transportiert wurden, darunter auch die beiden Geschwister '''Meyer'''. Im Lazarett ging es mir nur insofern besser, als ich auf einer Pritsche liegen durfte, als Kopfkissen die Handtasche, als Decke meinen Pelz. Außer der Ruhr hatte ich noch ein Geschwür am Fuß und litt an Herzschwäche. Innerhalb von drei Tagen starben in unserem kleinen, mit vier Pritschen möblierten Raum zwei junge Frauen an Tuberkulose. Viele andere starben an Typhus. Nach einigen Tagen kamen neue Verschleppte hinzu. [[Danzig]] war gefallen. Nun kamen auch einige deutsche Ärzte zu uns. Bisher hatten wir nur einen russischen Feldscher gehabt. Das Lazarett war überfüllt, deshalb mußte ich meinen Platz räumen und wieder in das Lager  zurückkehren. Alle drei Tage wurde ich mit anderen Kranken vom Posten zur Behandlung zum Lazarett geführt. Aber auch  im Lager hatten sich die Verhältnisse etwas gebessert. Ich wurde in einen Raum verlegt, in dem es auch Pritschen gab, auf den man etwas bequemer liegen konnte. Hier haben wir uns auch von dem Ungeziefer säubern können, was vorher bei der Enge nicht möglich war, da man die Läuse gleich wieder bekam.''


: ''Bericht erstellt von '''Ernst Krüger''', Ernstwalde, erschienen 1950. Ernst Krüger war der älterere Bruder von '''Franz Krüger'''.''
[[Bild: Mittel Warkau (Ostp.) - Ksp. Aulenbach - 1945 - Fluchtroute Haeske.jpg|thumb|right|400 px| <center> Fluchtroute Familie Haeske (Januar - Mai 1945) </center>]]
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: '''''Ritterkreuzträger Franz Juschkat'''''
: ''Nach siebenwöchigem Lager wurden wir zweimal entlaust, und es ging das Gerücht um, daß wir entlassen werden sollten. In der letzten Zeit war es bei den Russen etwas sauberer geworden. Wir bekamen morgens einen Eimer mit Wasser und einen Besen oder ein Stück Schrubber; aber nicht  etwa um uns zu waschen, sondern um den Fußboden zu säubern. Wir haben dann wenigstens unsere Hände gewaschen, manchmal auch noch ein Taschentuch, denn es mußte schnell gehen. Alle Wasserleitungen waren natürlich zerstört, deshalb hatte man auf dem Gefängnishof einen Brunnen geöffnet, an welchem vom Morgen bis zum Abend Wasser in zwei Eimern hochgezogen wurde. Das Lager barg schätzungsweise 6000 bis 8000 Gefangene. Außer uns Zivilpersonen,Männern und Frauen in allen Altersstufen, gab es auch deutsche Kriegsgefangene.Wenn ich zum Verbinden zum Lazarett geführt wurde,traf ich auf dem Korridor oft einen SS-0ffizier,der auch behandelt wurde.Er trug jetzt Infanterie-Uniform,sagte mir aber,die Sowjets hätten ihn als Offizier der Waffen-SS eingetragen. Sein Schicksal war noch ganz ungewiß.''  


: ''Geboren am 13. Februar 1917, Groß-Warkau (Kreis Insterburg) - Gestorben 3. Dezember 1967. Am 3. November 1937 trat '''Franz Juschkat''' freiwillig in Infanterieregiment 43 der 1. Infanteriedivision ein. Seine Grundausbildung war hart, den jungen Rekruten der Friedenszeit wurde nichts geschenkt. Doch seine Vorgesetzten erkannten bald, dass dieser Mann aus dem Holz geschnitzt war, aus dem Soldaten werden. Im planmäßigen Turnus wurde Juschkat Gefreiter und am 1.August 1939 Obergefreiter.''
: ''Das Gerücht, daß wir entlassen werden sollten, erwies sich als wahr. Am 28.April 1945 wurden wir auf den Hof geführt, aufgerufen und jeder bekam ein kleines Kommissbrot. Dann wurden wir hinausgeführt über die Weichselbrücke, und dann hieß es: "Geht nach Hause und arbeitet dort bei der Kommandantur“. Wir waren halb verhungert und sehr schwach. So schafften wir am ersten Tag mit Mühe und Not vier Kilometer. Als wir unterwegs am Wege ein Rhabarberfeld fanden, stürzten wir uns darauf. Ach,wie schmeckten doch die Stiele zu unserem Brot! Mit acht Personen hatten wir uns zusammengetan. Am Abend erreichten wir das Dorf [[Sanskau]]. Bei einer deutsch-polnischen Familie mit Namen Fella durften wir in der Scheune übernachten. Wir bekamen Pellkartoffeln mit Salz zum Abendbrot, und ich als Extraportion noch zwei kleine Kartoffelflinsen und ein Butterbrot. Am nächsten Morgen wanderten wir weiter, der Weg führte auf der westlichen Seite der Weichsel nach [[Neuenburg]], einer kleinen Stadt. Wir erreichten sie am 31.April. Auf unser Bitten wurden wir mit der Fähre über die Weichsel gesetzt. Dann führte man uns zum russischen Kommandanten. Während dieses Zwangsaufenthaltes wurde ich von einem Russen meiner Mütze beraubt. Doch wir durften weiterziehen, bis wir in einem Dorf wieder angehalten wurden, um zu arbeiten. Am 1.Mai erreichten wir Marienwerder. In einer Scheune durften wir übernachten. Weil die Russen den 1.Mai feierten, waren viele von ihnen betrunken. Wir hatten große Angst,denn sie schossen in der Gegend herum und auch durch das Scheunendach. Am nächsten Tag wanderten wir weiter. Unterwegs fanden wir einen Kinderwagen. Einige von unserer Gruppe zogen nach Marienburg weiter, während wir nach [[Dietrichsdorf]] ([[Straszewo]]) abbogen und über [[Nikolauskirchen]] ([[Nikolaiken]]) nach [[Christburg]] gingen. Unterwegs wurden wir einmal von der polnischen Miliz angehalten, zum Gut Höfchen geschleppt, wo wir Kühe versorgen mußten. Erst am 4. Mai entließen sie uns wieder.''
: [[Bild:Groß Warkau - Ksp Aulenbach - Ritterkreuzträger Franz Juschkat.jpg|thumb|left|180 px| <center>'''Ritterkreuzträger Franz Juschkat''' (ca. 1942)</center>]]


: ''Als mit dem Polenfeldzug der 2.Weltkrieg begannt, stürmte Obergefreiter Juschkat im Kampftrupp des '''Unteroffiziers Matuzat''' am 2.September 1939 einen von den Polen mit sieben MG-Nestern verteidigten Bahndamm und schaltete eines nach dem anderen im Nahkampf und durch Handgranaten aus. Am Abend des 2.September erhielt er aus den Händen von Oberleutnant Neumann-Corrina das EK 2. Am 15.Mai 1940, fünf Tage nach Beginn des Westfeldzuges wurde Juschkat zum Unteroffizier befördert.''
: ''Das Wandern war sehr beschwerlich, es regnete,die Landwege waren aufgeweicht, wir passierten verlassene Dörfer und mußten uns vor polnischen Dieben hüten. Als wir am 5. Mai in [[Christburg]] eintrafen, stießen wir auf viele Deutsche und zufällig auch auf Frau und Herrn '''Meyer''',Frau '''Krüger''' und Frau '''Dalheimer''', mit denen ich zusammen geflohen war. Sie durften damals, als wir getrennt wurden, weitergehen, hatten viel erlebt, waren oft zur Arbeit gezwungen worden und hielten sich auch schon längere Zeit in [[Christburg]] auf, weil sie auf einer Kommandantur arbeiten mußten. Frau '''Meyer''' mußte jeden Tag zweimal vierzehn Kühe melken, Frau '''Dalheimer''' mußte Schafe scheren.''


: ''Im Juli 1941 gelang es ihm, sich zu seinem „alten“ Haufen zurück versetzen zu lassen. Die 1. Infanteriedivision lag am Ostufer der Newa und Juschkat wurde Chef des Stützpunktes „Wespennest“. Täglich Stoßtruppunternehmungen gegen die russischen Stellungen ließen Unteroffizier Juschkat seine Geschicklichkeit und Tapferkeit beweisen. Sechs Wochen lang rannte der Russe vergebens gegen das Wespennest an. In dieser Zeit erledigte Juschkat zwei T34 mit geballter Ladung im Nahkampf.''
: ''Am 6. Mai zogen wir weiter, Frau '''Krüger''' schloß sich mir an. Hinter [[Saalfeld]] hatten wir das Glück, daß uns ein russischer Lastkraftwagen über [[Mohrungen]] bis [[Liebstadt]] mitnahm. Wir übernachteten auf einem leeren Gut in der Nähe der Stadt und ernährten uns von Pferdefleisch. Da es am nächsten Tag in Strömen regnete, blieben wir bis zum 8. Mai. Dann ging es weiter nach [[Wormditt]]. In einem Kloster bekamen wir Kaffee. In dem Dorf [[Migehnen]] übernachteten wir. In unserem Quartier fand ich ein Handtuch und eine Landkarte. Unser Weg führte uns in den nächsten Tagen weiter in  Richtung Friedland. Wir passierten den Ort [[Frauendorf]], machten eine Mittagsrast und kochten uns in einem leerstehenden Haus eine Rhabarbersuppe. Frau '''Krüger''' konnte nicht mehr gehen, sie mußte sich hinlegen. Zum Glück fand ich ein Paar alte Schuhe, dıe ich ihr gab. Auch eine Kaffemühle nahm ich mit. In [[Hanshagen]] durften wir bei Deutschen übernachten. Hier sahen wir auch unseren Quartierwirt wieder, der uns auf der Flucht bewirtet hatte. Am 10. Mai hörten wir in [[Petershagen]] von der Kapitulation. Zur Nacht fanden wir nirgends Aufnahme. Am 12. Mai sollten wir auf einem Gut arbeiten. Mittags blieben wir in einer Siedlung bei drei Frauen. Eine von ihnen hatte sieben Kinder verloren. Hier durften wir auch übernachten. Als wir uns am nächsten Tag wieder auf den  Weg machten, nahm uns ein Russe einige Kilometer mit seinem Wagen mit. Nach 4 Tagen erreichten wir [[Friedland]]. Die Stadt war wegen Seuchengefahr gesperrt. - - -''


: ''Anfang Januar 1942 befahl Stalin die Aufstellung einer neuen großen Verteidigungsgruppe, die den Namen „Wolschowfront“ erhielt. Immer wieder versuchten die russischen Streitkräfte den Umklammerungsring um Leningrad zu sprengen. Aber die Front hielt. Franz Juschkat war hier einer der Tapfersten. Immer wieder riss der Ostpreuße seinen Zug und manchmal die Stabskompanie mit sich nach vorn, um den eingebrochenen Gegner zu stoppen und zu vernichten. Am 20.April 1942 wurde Juschkat wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Feldwebel befördert und gleichzeitig mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Den Rest des Jahres 1942 verbrachte Franz Juschkat in der grünen Hölle von Wolschow. Am 10.Juni erhielt Feldwebel Franz Juschkat aus der Hand seines Divisionskommandeurs die Nahkampfspange und das Verwundetenabzeichen in Silber.''


: ''Als am 12.Januar 1943 die zweite Schlacht am Ladogasee begann, ließ Juschkat seinen Sturmzug bereitstellen. Die russische Angriffswelle wurde noch vor erreichen der eigenen HKL gestoppt. Und wieder war es Franz Juschkat, der einen T34 ansprang und mit geballter Ladung zu stehen brachte. Der Kampf ging weiter. Es folgten drei Tage mit ununterbrochenen Nahkämpfen. Als am Abend des dritten Tages der Russe in den eigenen Graben eindrang, wurde er nach dramatischen Kämpfen hinausgeschossen. Die Kämpfe dauerten bis 16.Februar 1943. Danach wurde der Sturmzug Juschkat abgelöst. Am selben Tag wurde Juschkat in den Divisionsgefechtsstand befohlen. Dort erhielt Franz Juschkat das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.''
Hier endet der Bericht von Frau '''Haeske''', der laut Anmerkung ihrer Tochter Vera zuletzt nur noch sehr bruchstückhaft und stichwortartig formuliert war, sodass sie ihn ein wenig ergänzt hat. '''Erna Heaske''' lebte ab 1946 in Aulenbach (Ostp.) und durfte Ostpreußen 1948 verlassen. '' Berichte über die Zeit nach der Rückkehr, also zwischen 1946 und der endgültigen Vertreibung im September 1948 finden sich unter : ''[http://wiki-de.genealogy.net/Gro%C3%9F_Warkau#Die_Zeit_nach_der_Wiederkehr_.28Bericht_aus_der_Zeit_1945-1948.29 Groß-Warkau]''. Sie wohnte später mit Ihrem Mann in Westdeutschland. Sie verstarb am 18. Dezember 1985 in Elsdorf (Schleswig-Holstein).


: ''Als berittener Fernstoßtrupp, z.T. bis 100 km hinter den feindlichen Linien, gab Juschkat der eigenen Luftwaffe und Artillerie die Möglichkeit den Gegner an den empfindlichsten Stellen zu Treffen. Das unglaublichste war, der Juschkat mit seinen Männern ohne einen einzigen eigenen Verlust Ende 1943 zurückkehrte. Im Jahr 1944, inzwischen zum Oberfeldwebel befördert, erlebte Franz Juschkat kurzfristig eine ruhige Zeit als Kurier zwischen München und Rom. Doch dies behagte ihm nicht und er meldete sich zu seiner alten Einheit zurück. Dort kämpfte er die letzten Monate des Krieges in seiner ostpreußischen Heimat. Am 12.Dezember 1944 erhielt er die Nahkampfspange in Gold.''
''Dieser Bericht, erstellt von Erna Haeske stammt aus dem Besitz von  Doris Mundt, geb. Krüger, der Schwester von Carla Krüger und Tochter des Franz Krügers aus Groß-Warkau. Aufbereitet von Edeltraut Tauchmann – 02 / 2015''


: ''In den letzten Kriegstagen gelang es ihm, als Führer eines Panzerjagdkommandos, bei Friesack im Havelland, einen Vorstoß der Sowjets noch einmal zu stoppen und binnen einer Stunde zwei T34/85 mit einer Panzerfaust abzuschießen.''


: ''Ritterkreuz 17.Februar 1942'' [http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Personenregister/J/JuschkatF.htm]
: ''Text: Dirk Müller, Quelle: Ritterkreuzträger aus Ostpreußen, Heimatmuseum Friesack, Bild: Fotopostkarte'''
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== Dokumente zu Groß Warkau==
== Dokumente zu Mittel Warkau==
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<!-- Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des preussischen Staats 1821 Band II -->
<!-- Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des preussischen Staats 1821 Band II -->
Datei:Kiaunischken (Ostp.)-Topographisch Wörterbuch - Bd II Deckblatt.pdf|'''Topographisch Wörterbuch des preussischen Staats''', Deckblatt  [https://play.google.com/books/reader?id=m7dIAAAAcAAJ&printsec=frontcover&output=reader&authuser=0&hl=de&pg=GBS.PP7 ]
Datei:Kiaunischken (Ostp.)-Topographisch Wörterbuch - Bd II Deckblatt.pdf|'''Topographisch Wörterbuch des preussischen Staats''', Deckblatt  [https://play.google.com/books/reader?id=m7dIAAAAcAAJ&printsec=frontcover&output=reader&authuser=0&hl=de&pg=GBS.PP7 ]
Datei:Warkau (Ostp.)-Topographisch Wörterbuch Bd. 5 - S104.pdf|'''Topographisch Wörterbuch des preussischen Staats''',Bd V Seite 104 Warkau [https://play.google.com/books/reader?id=uh8_AAAAcAAJ&printsec=frontcover&output=reader&authuser=0&hl=de&pg=GBS.PT107 ]
Datei:Warkau (Ostp.)-Topographisch Wörterbuch Bd. 5 - S104.pdf|'''Topographisch Wörterbuch des preussischen Staats''',Bd V Seite 104 Mittel-Warkau [https://play.google.com/books/reader?id=uh8_AAAAcAAJ&printsec=frontcover&output=reader&authuser=0&hl=de&pg=GBS.PT107 ]
</gallery> Quelle : In '''Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des preussischen Staats''' Band V Namen T-Z, Alexander August Mützell, Halle - Verlag Karl August Kümmel (1821) - Warkau / Groß Warkau
</gallery> Quelle : In '''Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des preussischen Staats''' Band V Namen T-Z, Alexander August Mützell, Halle - Verlag Karl August Kümmel (1821) - Warkau / Mittel Warkau
 
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<!-- Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung für Gumbinnen, 28. Jahrgang, 14.11.1838 -->
Datei:Amtsblatt der Könglich Preuischen Regierung 1838 Gumbinnen S000.JPG|'''Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung für Gumbinnen, 28. Jahrgang, 1838''', Deckblatt  [http://books.google.de/books?id=nuhOAAAAcAAJ&pg=PA478&lpg=PA478&dq=amtsblatt+des+regierungspr%C3%A4sidenten+in+gumbinnen+1838&source=bl&ots=mM7yHr3NJ9&sig=lR3Hxy1iTXDN7IcOyt0ABU3TsAA&hl=de&sa=X&ei=lYYnUf_PA4mQtQaZ1oHgDw&ved=0CC4Q6AEwAA#v=onepage&q=amtsblatt%20des%20regierungspr%C3%A4sidenten%20in%20gumbinnen%201838&f=false)  ]
Datei:Amtsblatt der Könglich Preuischen Regierung 1838 Gumbinnen S809.JPG|'''Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung für Gumbinnen''', Nr. 46/1838 vom 14.11.1838, Seite 809 [http://books.google.de/books?id=nuhOAAAAcAAJ&pg=PA817&dq=amtsblatt+mittel+warkau+1838&hl=de&sa=X&ei=aYgnUZvkNcfGtAb2-4DwDw&sqi=2&ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&q=amtsblatt%20mittel%20warkau%201838&f=false]
Datei:Amtsblatt der Könglich Preuischen Regierung 1838 Gumbinnen S817.JPG|'''Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung für Gumbinnen''', Nr. 46/1838 vom 14.11.1838, Seite 817 - '''Krug zu Mittel-Warkau''' [http://books.google.de/books?id=nuhOAAAAcAAJ&pg=PA817&dq=amtsblatt+mittel+warkau+1838&hl=de&sa=X&ei=aYgnUZvkNcfGtAb2-4DwDw&sqi=2&ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&q=amtsblatt%20mittel%20warkau%201838&f=false]
</gallery> Quelle : In '''Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung für Gumbinnen, 28. Jahrgang, 1838''' Band 28 (1838), vom 14.11.1838 Seite 817 - Krug zu Mittel-Warkau


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<!-- Niekammer´s Güteradressbuch 1922 -->
<!-- Niekammer´s Güteradressbuch 1922 -->
Datei:Niekammers Güteradressbuch 1922 Seite Deckblatt Bd 3 Ostpreußen.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1922) Deckblatt  [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Niekammers Güteradressbuch 1922 Seite Deckblatt Bd 3 Ostpreußen.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1922) Deckblatt  [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Datei Niekammers Güteradressbuch 1922 S 118.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1922) Seite 118 [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Niekammers Güteradressbuch 1922 Seite 122.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1922) Seite 122 [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Datei Niekammers Güteradressbuch 1922 S 119.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1922) Seite 119 [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Niekammers Güteradressbuch 1922 Seite 123.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1922) Seite 123 [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
</gallery> Quelle : In '''Niekammers Landwirtschaftliche Güter-Adressbuch Band III, Ostpreußen''', 1922  - Groß Warkau
</gallery> Quelle : In '''Niekammers Landwirtschaftliche Güter-Adressbuch Band III, Ostpreußen''', 1922  - Mittel Warkau
 
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Datei:Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg (Titel).pdf|'''Landkreis Insterburg''' (1927) Deckblatt  
Datei:Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg (Titel).pdf|'''Landkreis Insterburg''' (1927) Deckblatt  
Datei:Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg (Seite 66) - Gross Warkau.pdf|'''Landkreis Insterburg - Groß Warkau Ksp. Aulowöhnen''' (1927) Seite 66  
Datei:Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg (Seite 66) - Mittel Warkau.pdf|'''Landkreis Insterburg - Mittel Warkau Ksp. Aulowöhnen''' (1927) Seite 66  
</gallery> Quelle :  In '''Ortschafts- und Adreßverzeichniss des Landkreises - Insterburg''', 1927 - Groß Warkau  <ref name=OAV_1927> Ortschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg, ''Buchdruckerei und Verlagsanstalt Ospreußisches Tageblatt G.m.b.H,Insterburg (1927)'' (Reprint der Kreisgemeinschaft Insterburg Stadt u. Land e.V., Krefeld)</ref>
</gallery> Quelle :  In '''Ortschafts- und Adreßverzeichniss des Landkreises - Insterburg''', 1927 - Mittel Warkau  <ref name=OAV_1927> Ortschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg, ''Buchdruckerei und Verlagsanstalt Ospreußisches Tageblatt G.m.b.H,Insterburg (1927)'' (Reprint der Kreisgemeinschaft Insterburg Stadt u. Land e.V., Krefeld)</ref>
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<!-- Niekammer´s Güteradressbuch 1932 -->
<!-- Niekammer´s Güteradressbuch 1932 -->
Datei:Datei Niekammers Güteradressbuch 1932 Deckblatt.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1932) Deckblatt  [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Datei Niekammers Güteradressbuch 1932 Deckblatt.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1932) Deckblatt  [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Niekammers Güteradressbuch 1932 Seite 158.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1932) Seite 158 [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
Datei:Niekammers Güteradressbuch 1932 Seite 161.pdf|'''Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen''' (1932) Seite 161 [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350]
</gallery> Quelle : In '''Niekammers Landwirtschaftliche Güter-Adressbuch Band III, Ostpreußen''', 1932  - Groß Warkau
</gallery> Quelle : In '''Niekammers Landwirtschaftliche Güter-Adressbuch Band III, Ostpreußen''', 1932  - Mittel Warkau
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<!-- === Genealogische Gesellschaften === -->
<!-- === Genealogische Gesellschaften === -->
<!-- === Historische Gesellschaften === -->
<!-- === Historische Gesellschaften === -->
<!-- == Bildmaterial == -->
 
== Bildmaterial ==
{{-}}
 
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{|
|[[Bild: Mittel Warkau (Ostp.) - Ksp. Aulenbach - 1935 - Gastwirtschaft Haeske.jpg|thumb|right|360 px|<center> '''Mittel Warkau''' <br>Gaststätte und Kolonialwarengeschäft Haeske, ca. 1935 </center>]]
|[[Bild: Mittel Warkau Kirchspiel Aulenbach 001.JPG|thumb|350 px|<center>'''Mittel Warkau''' heutige Ortsansicht (2007)</center>]]
|}
</center>
 
 
{{-}}
 
<center>
{|
|[[Bild: Mittel Warkau Kirchspiel Aulenbach 003.JPG|thumb|350 px|<center>'''Mittel Warkau''' bewohntes Haus, bewohnter Hof (Wohnhaus) (2007) </center>]]
|[[Bild: Mittel Warkau Kirchspiel Aulenbach 004.JPG|thumb|370 px|<center>'''Mittel Warkau''' Straße nach Groß Warkau  (2007) </center>]]
|}
</center>
 
{{-}}
''''' Wir suchen noch Fotos von Mittel-Warkau für eine Veröffentlichung an dieser Stelle. Sollten Sie Bilder oder interessante Informationen haben, würden wír uns über eine Kontaktaufnahme freuen. '''''
===<center>'''''info@kirchspiel-aulenbach.de'''''</center>===
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== Genealogische und historische Quellen ==
== Genealogische und historische Quellen ==
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=== Quellen  ===
=== Quellen  ===
<references/>
<references/>
[Koordinaten:] [https://maps.google.de/maps/ms?msid=205792199497852000596.0004c4cc47262fff5b648&msa=0&ll=54.769058,21.786575&spn=0.030946,0.090895&iwloc=0004d641dae7c4ed9b432 Mittel Warkau (Kr. Insterburg)](Ostp.) Ksp. Aulowönen auf der Webseite ''Google maps'' 2014


* [1][2] [https://play.google.com/books/reader?id=uh8_AAAAcAAJ&printsec=frontcover&output=reader&authuser=0&hl=de&pg=GBS.PA1 Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des preussischen Staats Band V, Alexander August Mützell, Halle - Verlag Karl August Kümmel (1823) - Warkau] auf der Webseite ''Google Books''   
* [1][2] [https://play.google.com/books/reader?id=uh8_AAAAcAAJ&printsec=frontcover&output=reader&authuser=0&hl=de&pg=GBS.PA1 Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des preussischen Staats Band V, Alexander August Mützell, Halle - Verlag Karl August Kümmel (1823) - Mittel Warkau] auf der Webseite ''Google Books''   
* [3][4][5][10] [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1203 Niekammer´s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher Band III - Provinz Ostpreußen (1922)  ] auf der Webseite ''Digitalisat der Elbląska Biblioteka Cyfrowa'' (Digitale Bibliothek der Elbinger Stadtbibliothek)
* [3][4][5] [http://books.google.de/books?id=nuhOAAAAcAAJ&pg=PA817&dq=amtsblatt+mittel+warkau+1838&hl=de&sa=X&ei=aYgnUZvkNcfGtAb2-4DwDw&sqi=2&ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&q=amtsblatt%20mittel%20warkau%201838&f=false Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung für Gumbinnen, 28. Jahrgang, (14.11.1838) - Mittel Warkau] auf der Webseite ''Google Books''
* [6][7][11] [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350 Niekammer´s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher Band III - Provinz Ostreußen (1932)  ] auf der Webseite ''Digitalisat der Elbląska Biblioteka Cyfrowa'' (Digitale Bibliothek der Elbinger Stadtbibliothek)  
* [6][7][8][15] [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1203 Niekammer´s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher Band III - Provinz Ostpreußen (1922)  ] auf der Webseite ''Digitalisat der Elbląska Biblioteka Cyfrowa'' (Digitale Bibliothek der Elbinger Stadtbibliothek)
* [8] [http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinlitauen Kleinlitauen] auf der Webseite ''Wikipedia'', 2012
* [9][10][16] [http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=1350 Niekammer´s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher Band III - Provinz Ostreußen (1932)  ] auf der Webseite ''Digitalisat der Elbląska Biblioteka Cyfrowa'' (Digitale Bibliothek der Elbinger Stadtbibliothek)  
* [9] [https://maps.google.de/maps/ms?msid=205792199497852000596.0004c4cc47262fff5b648&msa=0&ll=54.773267,21.823397&spn=0.030943,0.090895&iwloc=0004d17b423d1f01cd5c8 Groß Warkau ](Ostp.) Ksp. Aulowönen auf der Webseite ''Google maps'' 2012
* [11][14][17] [http://www.verwaltungsgeschichte.de/insterburg.html  Stadt und Landkreis  Insterburg] auf der Webseite ''Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990'', 2013
* [12][http://www.verwaltungsgeschichte.de/insterburg.html  Stadt und Landkreis  Insterburg] auf der Webseite ''Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990'', 2012
* [12][18] [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/landkrs.htm  Landkreis Insterburg] auf der Webseite ''Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945: Rolf Jehke, Herdecke.'', 2005
* [13] [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/landkrs.htm  Landkreis Insterburg] auf der Webseite ''Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945: Rolf Jehke, Herdecke.'', 2005
* [13][19] [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/schoenwa.htm  Amtsbezirk Budwethen (Schönwaldau) ] auf der Webseite ''Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945: Rolf Jehke, Herdecke.'', 2005
* [14] [http://www.territorial.de/ostp/insterbg/franzdf.htm  Amtsbezirk Franzdorf ] auf der Webseite ''Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945: Rolf Jehke, Herdecke.'', 2005
* [20] [http://www.bildarchiv-ostpreussen.de/cgi-bin/bildarchiv/suche/show_ortsinfos.cgi?id=57022 Mittel Warkau ] auf der Webseite ''Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen'', 2005
* [15] [http://www.bildarchiv-ostpreussen.de/cgi-bin/bildarchiv/suche/show_ortsinfos.cgi?id=52825 Groß Warkau ] auf der Webseite ''Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen'', 2005
* [21] [http://gov.genealogy.net/item/show/WARKAUKO04VS Mittel Warkau, Mittel' Varkau, Миттель Варкау, Stasovo, Стасово, Stassowo] auf der Webseite ''Genealogisches Ortsverzeichnis: Verein für Computergenealogie'', 2013
* [16] [http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Personenregister/J/JuschkatF.htm  Ritterkreuzträger Franz Juschkat ] auf der Webseite ''Lexikon der Wehrmacht: Personenregister , Andreas Altenburger, 70567 Stuttgart'', 2012
* [22] [http://amzpbig.com/maps/1296_Gr_Berschkallen_1934.jpg Messtischkarte 1296 Gr. Berschkallen] auf der Webseite ''MAPSTER - Archivkarten für Polen und Mitteleuropa'', 1934
* [17] [http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Quellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Landkreis_Insterburg#ev._Aulenbach_.28Aulow.C3.B6nen.29_Gr.C3.BCndung_1610 Kirchenbuchbestände Ev. Kirchengemeinde Aulenbach (Aulowöhnen)] auf der Webseite ''Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Landkreis Insterburg: GenWiki, Verein für Computergenealogie, 2012
* [18] [http://gov.genealogy.net/item/show/WARKA2KO04VS Groß Warkau, Шишкино, Šiškino, Schischkino] auf der Webseite ''Genealogisches Ortsverzeichnis: Verein für Computergenealogie'', 2012
* [20] [http://amzpbig.com/maps/1296_Gr_Berschkallen_1934.jpg Messtischkarte 1296 Gr. Berschkallen] auf der Webseite ''MAPSTER - Archivkarten für Polen und Mitteleuropa'', 1934
* [20] [http://amzpbig.com/maps/1297_Neunischken_1936.jpg Messtischkarte 1297 Neunischklen] auf der Webseite ''MAPSTER - Archivkarten für Polen und Mitteleuropa'', 1936
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=== Genealogische Quellen ===
=== Genealogische Quellen ===
<!-- Hier: z.B. Kirchenbücher, Verfilmte Quellen, Batchnummern, -->
<!-- Hier: z.B. Kirchenbücher, Verfilmte Quellen, Batchnummern, -->
<!-- Bitte schauen Sie auf der Seite [[Altdaten aus GOV zur Migration ins GenWiki]] nach,  
<!-- Bitte schauen Sie auf der Seite [[Altdaten aus GOV zur Migration ins GenWiki]] nach, ob sie Angaben zu Kirchenbüchern finden, die sie hierher übertragen können. -->
ob sie Angaben zu Kirchenbüchern finden, die sie hierher übertragen können. -->
<!-- Zivilstandsregister, andere Quellen, Volkszählung,        -->
<!-- Zivilstandsregister, andere Quellen, Volkszählung,        -->
<!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      -->
<!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      -->
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* '''Kirchenbuchbestände :'''   
* '''Kirchenbuchbestände :'''   
Viele der Kirchenbücher sind in den Wirren der Zeit unwiderruflich vernichtet worden. Nachfolgend eine '''Übersicht der Bestände der Kirchenbücher der evangelischen Kirchengemeinde Aulenbach (Aulowönen) / Ostp.''' : [[http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Quellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Landkreis_Insterburg#ev._Aulenbach_.28Aulow.C3.B6nen.29_Gr.C3.BCndung_1610]]
Viele der Kirchenbücher sind in den Wirren der Zeit unwiderruflich vernichtet worden. Nachfolgend eine '''Übersicht der Bestände der Kirchenbücher der evangelischen Kirchengemeinde Aulenbach (Aulowönen) / Ostp.''' : [[Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Landkreis Insterburg| ''Weiterleitung zu Kirchenbüchern'']]
 
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=== Adressbücher ===
=== Adressbücher ===
*Einträge aus {{Adressbuch-Ortslink|{{#var:GOV-ID}}|{{#var:Ortsname}}}} in der [[Adressbuchdatenbank]].
*Einträge aus {{Adressbuch-Ortslink|{{#var:GOV-ID}}|{{#var:Ortsname}}}} in der [[Adressbuchdatenbank]].
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=== In der Digitalen Bibliothek ===
=== In der Digitalen Bibliothek ===
*{{Grübels 1892|234}}  
*{{Grübels 1892|318}}  
*{{Neumanns 1894|1057}}  
<!--*{{Neumanns 1894|xxx}} -->
*{{Ritters 1895|1|0746}}  
*{{Ritters 1895|2|0218}}  
<!--
<!--
== Archive und Bibliotheken ==
== Archive und Bibliotheken ==
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=== Karten ===
=== Karten ===
[[Bild:Groß Warkau Kartenausschnitt Witzlebenkarte 1846.pdf|thumb|right|390 px|<center>  '''Groß Warkau''' Ksp. Aulowönen auf der Karten von Witzleben, 1846</center>]]
 
<!-- === Regionale Verlage und Buchhändler === -->
Der nachfolgende Ortsplan von Mittel und Klein Warkau (Ksp. Aulenbach (Ostp.)aus dem Jahre 1940-1945 basiert auf einer 2014 erstellten Skizze des ehemaligen Einwohner Werner Schönke, Wismar und wurde aus dem Gedächtnis erstellt. Die Details der Skizze wurden anhand der vorliegenden Messtischkarte 1296 verifiziert und übertragen.
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{|
|[[Bild:Aulenbach - Mittel Warkau - 1940 - rekonstruierter Ortsplan.jpg|thumb|500 px|<center> '''Mittel Warkau''' Krs. Insterburg <br> <small>Ortsplan 1940 - 1945</small></center>]]
|}
</center>
 
<center>
{|
|[[Bild:Kirchspiel Aulowönen SüdWestlich (Ostp.) 1846 Karte von F.A. von Witzleben.jpg|thumb|410 px|<center> '''Mittel Warkau''' Krs. Insterburg <br> <small>auf der Karte von F.A. von Witzleben  (1837)</small></center>]]
|[[Bild:Mittel Warkau - Karte 1893.jpg|thumb|310 px|<center>  '''Mittel Warkau und Klein Warkau''' Ksp. Aulowönen<small> auf der Karte des Deutschen Reiches,<br><small> 1:100 000  Teil I/IV: Blatt 31. Skaisgirren 1893 </small>[http://www.davidrumsey.com </center>]]]
|}
</center>
 
<center>
{|
|[[Bild: Mittel Warkau Kirchspiel Aulenbach - Messtischblatt Umgebung 1934.jpg|thumb|center|490 px|<center> '''Mittel Warkau''' Krs. Insterburg und Umgebung <br> <small>  auf der Messtischkarte Nr.1296 (1934) </small></center>]]
|[[Bild:N34-44 Crenhoe - Mittel Warkau - Russische Messtischblatt Auschnitt 1942.jpg|thumb|245 px|<center> '''Mittel Warkau''' Ksp. Aulowönen <br><small> auf russischer Messtischkarte, 1942 (1:50.000) </small> </center>]]
|}
</center>
 
{{-}}
<center>
{|
[[Bild: 1296 Aulenbach - Mittel Warkau (Gemeinde) V2.jpg |thumb|center|400 px|<center> '''Gemeinde Mittel Warkau''' Ksp. Aulenbach 1934 </center>]]
|}
</center>
{{-}}
 
<!-- === Berufsgenealogen === -->
<!-- === Berufsgenealogen === -->
<!-- === Heimat- und Volkskunde === -->
<!-- === Heimat- und Volkskunde === -->
<!-- === Auswanderungen === -->
<!-- === Auswanderungen === -->
<!-- === LDS/FHC  === -->
<!-- === LDS/FHC  === -->
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=== Offizielle Webseiten ===
=== Offizielle Webseiten ===
GOV-Kennung        : '''WARKA2KO04VS''' [http://gov.genealogy.net/item/show/WARKA2KO04VS]        <br>
GOV-Kennung        : '''WARKAUKO04VS''' [http://gov.genealogy.net/item/show/WARKAUKO04VS]        <br>
Messtischblatt      : '''1296 (12096)''' [http://amzpbig.com/maps/1296_Gr_Berschkallen_1934.jpg]  | Messtischblatt Jahr : '''1934''' und '''1297 (12097)''' [http://amzpbig.com/maps/1297_Neunischken_1936.jpg] | Messtischblatt Jahr : '''1936''' <br>
Messtischblatt      : '''1296 (12096)''' [http://amzpbig.com/maps/1296_Gr_Berschkallen_1934.jpg]  | Messtischblatt Jahr : '''1934'''  <br>
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<!-- === Genealogische Webseiten ===
<!-- === Genealogische Webseiten ===
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==Zufallsfunde==
==Zufallsfunde==
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man ''[[Zufallsfund]]e''. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über [[toter Punkt|tote Punkte]] in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
{{Einleitung Zufallsfunde}}
 
{{Zufallsfunde-Link}}


* [[{{PAGENAME}}/Zufallsfunde]]
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==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
{{Einleitung Forscherkontakte}}


* [[{{PAGENAME}}/Forscherkontakte]]
{{Forscherkontakte-Link}}  
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{{FOKO|{{#var:GOV-ID}}|{{#var:Ortsname}}}}
{{FOKO|{{#var:GOV-ID}}|{{#var:Ortsname}}}}
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{{Navigationsleiste_Kirchspiel_Aulenbach}}
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==Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis==
==Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis==
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Diese Seite gehört zum Portal Insterburg

M i t t e l - W a r k a u

Kirchspiel Aulenbach ( Aulowönen )
Landkreis Insterburg, O s t p r e u ß e n
_________________________________

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Hierachie: Regional > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Gumbinnen > Landkreis Insterburg > Kirchspiel Aulowönen / Aulenbach (Ostp.) >Mittel Warkau


Mittel-Warkau
Gemeinde und Bauerndorf (ein paar große Höfe)
Provinz : Ostpreußen (nördliches)
Regierungsbezirk : Gumbinnen
Landkreis : Insterburg [11] [12]
Amtsbezirk : Budwethen (Schönwaldau) [13]
Gegründet :  ?
Frühere Name : Mittel Warckau (nach 1736)
Einwohner (1939) : 203[14]
Orts-ID : 57022 (nach D. Lange)
Geographische Lage
Koordinaten : N 54° 76′ 90″ - O 21° 78′ 65″
Datei:Karte Europa mit Ostpreußen.pdf Datei:Ksp Aulenbach - Karte - Lage im Kreis Insterburg.pdf
Datei:Karte Kirchspiel Aulenbach Mittel Warkau (Ostp.).pdf



Einleitung

Bauerndorf mit ein paar kleine Höfen und G e m ei n d e im Kirchspiel Aulowönen. Schule Laukogallen (Bernhardseck), Amt Budwethen (Streudorf), Standesamt und Gendarmerie Aulowönen (Aulenbach), Poststelle Groß Warkau über Insterburg 2.

Am 16.07.1938 wird das Dorf Klein Warkau, unter Fortfall seines Ortsnamens in die Gemeinde Mittel Warkau eingegliedert. Information vor der Eingliederung siehe unter Klein Warkau.

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Mittel Warkau Ksp. Aulowönen auf der Messtischkarte, 1934


Allgemeine Information

Ortsbeschreibung

Mittel Warkau, D.(orf), Pr.(eußen), Ostpr.(eußen), RB. (Regierungsbezirk) Gumbinnen, Lkr. (Landkreis) AG (Amtsgericht), Bkdo (Bezirkskommando) Insterburg, StdA. (Standesamt) Aulowönen, A.(mtsbezirk) Budwethen, P(ost) Groß Warkau, E.(isenbahn) 3 km Gründamm; 132 E.(inwohner),"aus: Meyer Orts- und Verkehrslexikon (1912)" [1].

Die Gemeinde lag in ”Klein Litauen (Lithuania minor)"[2] oder ”Preußisch Litauen”, dem nordöstlichen Teil des alten Ostpreußen.

Seine Einwohner waren nach der Reformation überwiegend evangelisch.


Mittel Warkau – Ein ostpreußisches Dorf

Von Werner Schönke [3] gibt es eine kurze Beschreibung über das Dorf Mittel-Warkau um 1934:

... In der ostpreußischen Provinz – die territorial durch den sogenannten „polnischen Korridor“ vom deutschen Reich abgetrennt war – lebten circa 2,5 Millionen Einwohner in 93 Städten und 1500 Dörfern. Eines davon war Mittel Warkau. Im Norden des Landkreises Insterburg gelegen, gehörte es dem Pfarrbezirk Aulowönen an, der von 1938 bis 1945 den Namen Aulenbach (Ostpr.) trug.
Auch in unserem Bauerndorf Mittel Warkau mit seinen ungefähr dreihundertfünfzig Einwohnern war die Ernte im vollen Gang. Meine Eltern, Berta und Richard Schönke, verdingten sich als Gutsarbeiter. Sie lebten vor allem vom Deputat, was bedeutete, dass der Gutsbesitzer zusätzlich zum geringen Monatslohn Naturalien und andere Vergütungsleistungen zubilligte. Dazu gehörten die Wohnung, der Stall und der Garten. Drei Morgen Ackerland, das entsprach einem Dreiviertel Hektar, standen meinen Eltern des Weiteren zur Verfügung. Auf diesen pflanzten sie Kartoffeln, Rüben sowie Kohl. Zudem erhielt unsere Familie pro Jahr vier Zentner Roggen, zwei Zentner Weizen und zwei Zentner Schrot. Das galt für jede Gutsarbeiterfamilie im Ort. Mit dem Deputat war viel zusätzliche Arbeit verbunden. Die ostpreußischen Gutsarbeiterfamilien waren im Prinzip Selbstversorger und sie mühten sich, den geringen Barlohn, der bei etwa 360 – 400 Reichsmark pro Jahr lag, aufzubessern. Wir hielten unsere eigenen Schweine, Hühner, Gänse und Kaninchen. Außerdem besaßen meine Eltern eine Kuh, die in den warmen Jahreszeiten auf dem Gutsland weideten und im Winter zusammen mit den anderen Kühen im Kuhstall des Gutshofes versorgt wurde. Unser Stall befand sich dicht an unserer Wohnung. Schon im Alter von vier, fünf Jahren musste ich die Tiere mitversorgen und die Milchkannen holen.
In Mittel Warkau und seiner Umgebung war alles vorhanden, was man brauchte. Im Dorf selbst gab es einen Wagenbauer, einen Kaufmann, der auch einen Ausschank betrieb, einen Ofensetzer, einen Schmied, einen Stellmacher, Tischler, Schneider und eine Straßenmeisterei. Vor allem aber prägten die fünf landwirtschaftlichen Betriebe das Geschehen im Ort. Den größten Gutshof – mit hundertfünfzig Hektar – bewirtschaftete Bauer Luschnat. Das Gut Albrecht umfasste hundert Hektar, Bauer Wilk hatte fünfundfünfzig, Bürgermeister Walter fünfunddreißig und Bauer Burba fünfzehn. Ihr Hauptgeschäft war die Zucht von Herdbuchkühen – eine sehr leistungsfähige Rinderrasse. Das Getreide, das auf den Feldern wuchs, diente vor allem der Futtermittelproduktion.
Unser Kirchdorf Aulowönen, das spätere Aulenbach (Ostp.), liegt fünf Kilometer in Richtung Tilsit, der Grenzstadt nach Litauen, entfernt. In dem Tausend-Seelen-Ort – mit der aus Findlingen erbauten Kirche – gab es alle weiteren notwendigen Einrichtungen: einen Arzt sowie eine Hebamme, einen Tierarzt, die Schule und den Kindergarten, eine Apotheke, eine Druckerei, eine große Molkerei, Reparaturwerkstätten für Landmaschinen, Gastwirtschaften, die Gendarmerie und sogar ein Standesamt. Am Ortseingang nach Insterburg stand die Ziegelei Teufel, deren Produktion aber zu Kriegsbeginn eingestellt wurde, weil die Arbeiter als Soldaten an die Fronten mussten.
Wenn wir in die Kreisstadt Insterburg wollten, fuhren wir fünfzehn Kilometer mit der Kleinbahn Richtung Südosten, stiegen an der Station „ Waldfrieden “ aus und gingen dann noch eineinhalb Kilometer zu Fuß auf einem Feldweg. Etwa fünfzigtausend Einwohner lebten in Insterburg. Die Stadt war ein wichtiger Knotenpunkt: als Hafenstadt, als Garnisonsstadt – sechstausend Soldaten aller Waffengattungen waren hier stationiert – sowie durch den Bahnhof und den von 1935 bis 1937 errichteten Flugplatz. Die deutsche Ortsbezeichnung verdankt Insterburg dem Fluss Inster, der sich nahe der Stadt mit dem Fluss Angerapp vereinigt. Auf dem so entstandenen Pregel, dem größtem Fluss im ehemaligen Ostpreußen, fuhren Schiffe bis ins neunzig Kilometer entfernte Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, und von dort aufs Meer.
Heute ist das einstige Insterburg unter dem Namen Tschernjachowsk bekannt und gehört zur russischen Exklave Kaliningrad. So war mein Heimatdorf Mittel Warkau eine kleine Gemeinde im nördlichen Teil des alten Ostpreußens, der heute zu Russland gehört. Das Dorf existiert noch. Es ist unter dem Namen Strassow auf der Landkarte zu finden.


Ortsnamen

  • deutsche Ortsbezeichnung (Stand 1.9.1939): Mittel Warkau, Ort
  • vorletzte deutsche Ortsbezeichnung (vor der Umbenennung 1938) : Mittel Warckau


  • Feststellung der Schreibweise nach 1736: Mittel Warckau


  • weitere (alte) Ortsnamen : - - -


litauisch wargas = Not, altpreußische warys = schlecht . Der Ort existiert heute noch unter dem Namen Stassowo (Стасово)


Wirtschaft

In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, (Band III) 1922 Seite 122/123 [15] Mittel-Warkau : Gut Nr. 4, zur Gemeinde M.(ittel)-W.(arkau) geh.(örend).do.do..... Gr.-Warkau P(ost) T(elegraph) Reckeitsch. Klb. (Kleinbahn), Insterburg E(isenbahn) AG (=Amtsgericht), Aulowönen ST(andesamt), Budwethen A(=Amtsbezirk)

  • Gust.(av) Luschnat: Grundsteuerreinertrag in Mark : 1697,--; 152,7 ha, davon 95,7 Acker incl. Gärten, 3 Wiesen, 50 Weiden, 1 Holzungen, 3 Unland/Hof/Wege, 26 Pferde, 90 Rinder, davon 46 Kühe, 5 Schafe, 6 Schweine; Telefon: Aulowöhnen Nr. 13,
  • Max Meienreis Grundsteuer Reinertrag 1123,--, 107 ha, davon 73 Acker, 31 Weiden, 1 Holzungen, 2 Unland/Hof/Wege, 30 Pferde, 60 Rinder, davon 30 Kühe, 20 Schweine, Telefon : Aulowöhnen Nr. 36


In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, (Band III) 1932 Seite 161 [16] Mittel Warkau, Mittel Warkau (Gemeinde), Insterb.(urg) 2- Ld.(Land) P(ost) T(elegraph) Waldfrieden E(isenbahn) 8 km

  • Gut Wilhelm Lotzkat: 51 ha, davon 38 Acker, 0,5 Wiesen, 12 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 8 Pferde, 30 Rinder, davon 12 Kühe, 12 Schweine; Telefon: Amt : Aulowönen
  • Gut 4 Gust.(av) Luschnat: 152,7 ha, davon 94,7 Acker, 3 Wiesen, 50 Weiden, 2 Holzungen, 3 Unland/Höfe/Wege, 30 Pferde, 90 Rinder, davon 40 Kühe, 10 Schweine; Telefon : 13. Hdbv. (Herdbuchvieh)
  • Gut Arnold von Senden: 107 ha, davon 73 Acker, 31 Weiden, 1 Holzung, 2 Unland/Höfe/Wege, 10 Pferde, 55 Rinder, davon 25 Kühe, 20 Schweine; Telefon: 36, Hdbv. (Herdbuchvieh)Fordson Mpfl. (Motorpflug)
  • Gut Gustav Walter: 36 ha, davon 26 Acker, 1 Wiesen, 8 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 6 Pferde, 14 Rinder, davon 6 Kühe, 8 Schweine;
  • Gut Arno Wilck: 55 ha, davon 41,5 Acker, 12,5 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 8 Pferde, 32 Rinder, davon 13 Kühe, 8 Schafe, 20 Schweine; Hdbv. (Herdbuchvieh)


Datei:Mittel Warkau - Kirchspiel Aulenbach - Betriebsliste S1.pdf Die Schadensberechnung Landwirtschaft Betriebsliste Gemeinde Mittel-Warkau (Stand 1945 - erstellt 1955) nennt folgende landwirtschaftliche Betriebe: Datei:Mittel Warkau - Kirchspiel Aulenbach - Betriebsliste S2.pdf

Gemeindehektarsatz : 770,-- Reichsmark, Gemeindefläche 531 ha, Durchschnitt der Betriebshektarsätze : 460,-- RM.

  • B1. Haeske, Franz, 6,75 ha +1,00 ha
  • 2. Lotzskat, Louis, 51,00 ha
  • 3. Luschnat, (Erbengemeinschaft), 150,20 ha
  • 4. Müller (Erbengemeinschaft), 6,70 ha
  • 5. Puch, Emil, 17,87 ha
  • 6. Schneppat, Friedrich, 1,50 ha
  • 7. Schüssler, Fritz, 10,00 ha
  • 8. Walter, Bruno, 36,59 ha
Bisher nicht angemeldete Betriebe :
  • 9. Burba, Johann (Erben), 13,00 ha
  • 10. Hinz (Erbengemeinschaft), 1,25 ha
  • 11. Dr. Rehberg, Hans-Joachim, 107,00 ha
  • 12. Skodlerak und Ehefrau, 3,50 ha
  • 13. Wilck, Arno, 55,00 ha


Wohngebäude

Amtlich gezählt (* einschließlich Klein Warkau) :


Haushalte


Einwohner

  • 148 (1867) [4]
  • 165 (1871) davon männlich 74 [4]
  • 153 (1905 davon männlich 73 [4]
  • 193 (1925) (* davon männlich 92 [4]
  • 184 (1933) (* [4]


1871 sind 163 Einwohner preußisch davon 162 evangelisch, 2 katholisch, 1 sonstige Christen, 39 unter 10 Jahren, 86 können lesen und schreiben, 40 Analphabethen, 1 taubstumm, 1 blöd- oder irrsinnig, 1 ortsabwesend 1905 alle evangelisch und geben deutsch als Muttersprache an, 1925 alle evangelisch und geben deutsch als Muttersprache an
1939 in der Gemeinde Mittel Warkau gezählt : 46 Haushalte, 203 Einwohner, 98 männlich, 34 unter 6 Jahren, 33 zwischen 6 und 14 Jahren, 119 zwischen 14 - 65 Jahren, 17 über 65 Jahren, es waren tätig 139 in der Land- und Forstwirtschaft, 43 im Handwerk und Industrie, 3 in Handel und Verkehr, mit Angehörigen ohne eigenen Beruf waren 27 selbständig, 16 mitarbeitende Familienmitglieder, 2 Angestellte und Beamte, 142 Arbeiter; [4]


Datei:Ortsschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg (Seite 66) - Mittel Warkau.pdf

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Verzeichnis der Hofbesitzer / Pächter Gemeinde Mittel-Warkau
ca. 1944 (Bitte mehrmals auf den Plan klicken, um ihn zu vergrößern)

Folgende Einwohner sind im Ortschafts- und Adreßverzeichnis des Landkreises Insterburg (1927) unter Mittel Warkau genannt : Post Gr. Warkau, 15 km

  • Besitzer : Johann Burba, Emil Loseit, Gust. Luschnat, Max Meienreis, Joh. Müller, Otto Nolde, Gustav Priebe, Fritz Schlimmer
  • Altsitzer : Christian Burba, Karl Nolde, Otto Schlimmer,
  • Melker : Eduard Schubert,
  • Arbeiter : Franz Büttner, Wilh.(elm) Faust, Franz Fischer, Herm.(ann) Haack, Ferd.(inand) Jodmikat, Franz Kollweit, Rich.(ard) Hirschberger, Hermann Kohle, Aug.(ust) Kaschubs, Wilh.(elm) Klein, Eduard Krink, August Rudat, Gustav Teffel,
  • Rentenempfänger  : Auguste Schukat, Helene Hatz (?Haß?),


Höfeverzeichnis

Stand: ca. 1944 [5]

  • 1:
  • 2: Hof Burba, Johann
  • 3:
  • 4: Insthaus Familie Franz
  • 5: Hof Walter, Bruno
  • 6: Insthäuser und Ställe zum Gut Albrecht gehörend
  • 7: Gut Albrecht (Hauptmann a.D.)
  • 8: Scheune, Teich und Bleiche zum Gut Luschnat gehörend
  • 9: Haeske, Gastwirtschaft mit Krug und Kolonialwarengeschäft
  • 10: Neumann, Schmiedemeister
  • 11: Gut Luschnat, Kurt
  • 12: Haus Paduks, Tischler
  • 13: Hof Wilck, Arno Bürgermeister
  • 14:
  • 15:
  • 16: Haus Schneppat, Stellmacher & Dannat (Straßenwächter)
  • 17: Hof Hinz


z. Zt. unbekannte Lage der Höfe

  • - Louis Lotzskat – 51ha (vermutlich. Nr. 1 oder 3)
  • - Emil Puch – 17ha
  • - Fritz Schüssler – 10ha
  • - Müller - 6 ha
  • - Skodtlerak – 3,5ha


Die Hofbesitzer betrieben einige Nebenerwerbe wie z.B. Handwerker, Töpfer, Gastwirt, Viehhändler u. Versicherungsverkäufer.


Zahl und Größe der landwirtschaftlichen Betriebe

  • 3 zwischen 0,5 - 5 ha [4]
  • 2 zwischen 05-10 ha [4]
  • 2 zwischen 10-20 ha [4]
  • 2 zwischen 20-100 ha [4]
  • 2 über 100 ha [4]


Ortsgrundfläche

  • 1905 : 316,2 ha, Grundsteuer Reinertrag 10,84 je ha [4]
  • 1925 (* : 530,8 ha, Grundsteuer Reinertrag 11,11 je ha [4]


Politische Einteilung

Provinz  : Ostpreußen
Regierungsbezirk  : Gumbinnen

Landkreis  : Insterburg [17] [18]
Amtsbezirk  : Budwethen (Schönwaldau) [19]
Gemeinde  : Mittel Warkau Kr. Insterburg (ab 16.07.1938)
Kirchspiel  : Aulenbach (Aulowönen) Ostp.

im/in  : nördlich der Pregel
bei  : 14 km nördlich v. Insterburg



Weitere Informationen

Orts-ID : 57022

Fremdsprachliche Ortsbezeichnung : Стасово
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung (Lautschrift):

russischer Name : Stassowo (Stasovo)
Kreiszugehörigkeit nach 1945 : Черняховский р-н (Tschernjachowskij Rayon, Insterburg)
Bemerkungen aus der Zeit nach 1945 : Der Siedlungsplatz existiert
weitere Hinweise :
Staatszugehörigkeit : Russisch


Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) -- [20]


Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

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Ev. Kirche Aulowönen (ca. 1900)

Evangelische Kirche

Zugehörigkeit : [6]

  • Kirchspiel Aulenbach (Ostp.) --> Kirchenkreis Insterburg --> Kirchenprovinz Ostpreußen --> Kirchenbund Evangelische Kircher der altpreußischen Union


Katholische Kirchen

zur Zeit keine Informationen


Gut Luschnat

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Gut Luschnat (Mittel-Warkau)
Wohnhaus ca. 1925
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Gut Luschnat (Mittel-Warkau)
Lageplan und örtliche Gegenheiten (1940 - 1945)

( .... TEXT folgt - Buchauszug von Werner Schönke )


Geschichte

  • 1785 Scharwerkdorf und Windmühle, 13 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis Taipau, Amt Lappönen, Patron der König
  • 1815 Nauerndorf und Windmühle, 13 Feuerstellen, 121 Bewohner, Amt Lappönen, bis 30.04.1815 zum Königsberger Departement gehörig, dann zum Regierungsbezirk Gumbinnen geschlagen. [4]
  • Insterburg, den 31then Oktober 1839 : Die Pacht des Getränkeverlages der Krüge zu Mittel-Warkau und Kraupischkehmen, so wie des Schankhauses zu Stagutschen, welche mit Ende dieses Jahres abläuft, soll von neuem öffentlich ligitirt werden. Der Bietungstermin steht den 30sten November d.J. in meinem Geschäftslokale an. Derselbe beginnt um 10 Uhr Vormittags und wird um 12 Uhr Mittags geschlossen. Die nähern Bedingungen werden vor der Ligitation bekannt gemacht werden. Nachgebote sind unstatthaft. - Der Domainen-Intendant Kasubski
    (Veröffentlichung im Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung zu Gumbinnen (28. Jahrgang) Seite 817)


Geschichten & Anekdoten rund um Mittel Warkau

Erinnerung einer Dorfbewohnerin

Im Februar 2003 erstellt Carla Krüger einen kleinen Bericht über Mittel Warkau. Carla Krüger ist nicht verwandt mit Krüger aus Gerlauken (Waldfrieden), aber mit der Familie Ernst Krüger aus Ernstwalde (ältester Bruder ihres Vaters)

Mittel Warkau lag direkt an der Straße Insterburg - Aulowönen - Kreuzingen mit den Höfen Wilk, Luschnat und Inspektor Albrecht (Hofbesitzer wechselte : Meinreis - von Sanden - Arzt Tilsit). Außer den 3 Höfen gab es : Gaststätte und Kolonialwaren von Haeskes, ferner Schmied Neumann, Tischler Paduks und Stellmacher Schneppat. Im Ausbau : dann Bauer Lotzkat, Walter und Puch. Das Haus von Neumann und Pakuks (Abfahrt nach Groß Warkau) steht noch und ist bewohnt.


Flucht aus Mittel-Warkau und Rückkehr nach Aulenbach (Ostp.) - ein Fluchtdrama

Wie für viele Einwohner aus dem Kirchspiel Aulenbach (Ostp.), begann auch für die Familie Haeske aus Mittel Warkau am 19. Januar 1945 die Flucht vor der herannnahenden russischen Armee. Viel zu spät. Ein riesiger Flüchtlingsstrom setzte sich in Bewegung. Zusammen mit ca. fünf Millionen Menschen, die versuchen, sich in Sicherheit zu bringen, starteten die Haeskes mit dem Pferdewagen Richtung Westen, im März 1945 erreichten Sie Schönwalde in Westpreußen.

Einige Einwohner flohen zwar, traten jedoch, nachdem sie von den russischen Tuppen überrollt worden waren, unmittelbar den Rückweg in Ihre alte, mittlerweile russisch besetzte Heimat an. Der nachfolgende Bericht von Erna Haeske aus Mittel Warkau, Kolonialwarengeschäft und Gastwirtschaft, beschreibt die Rückkehr aus Westpreußen nach Aulenbach (Ostp.).

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Familie Haeske im Moorbad Waldfrieden (1930iger)
In der Nacht vom 12. zum 13. März 1945 wurden wir von den Russen überrannt. Wir standen mit unseren Wagen auf der verstopften Straße im Dorfe Schönwalde bei Neustadt, Westpreußen. Nachdem wir alles stehen lassen mußten - ich hatte nur eine Tasche gerettet, Familie Krüger aus Groß-Warkau, unsere Gutsnachbarn, eine Tasche mit etwas Eßbarem und Familie Meyer (Gärtnerei in Aulenbach), ein Netz mit etwas Brot - antworteten uns die Russen auf unsere Frage, wohin wir gehen sollten: „Nach Hause gehen“. Das war leicht gesagt. Wohin wir uns auch wandten, es hieß immer: "Da geht’s nichts weiter, da ist Front“. So irrten wir Tage und auch Nächte umher, denn wir befanden uns in der Tucheler Heide, welche von Polen bewohnt war. Die Bewohner erlaubten uns auch in der Nacht nicht, ihr Gehöft zu betreten. Da sie es nicht mit den Russen verderben wollten, durften wir weder in Ställen noch in Scheunen übernachten. So saßen wir in der ersten Nacht auf Baumstümpfen an einem Teich oder lagen auf der gefrorenen Erde.
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Ausgangspunkt der Flucht
Haeske Gastwirtschaft in Mittel Warkau (um 1935)
Bei unserer ziellosen Wanderung stießen wir dauernd auf marschierende Kolonnen oder auf einzelne Russen. Einer davon zog Herrn Krüger die Stiefel aus und gab ihm seine Kommisschuhe. Ein anderer bemächtigte sich der Stiefel von Frau Dahlheimer (Leiterin der Privatschule in Aulenbach), sie bekam dafür ein Paar Samtschuhe, die im Schneematsch schnell entzwei gingen. Am dritten Tag unseres Umherirrens nahm eine Gruppe Herrn Krüger mit. Die beiden Töchter der Familie Meyer, Ursel und Margareta, wurden ein bis zwei Nächte dabehalten. Es war ein Wunder, daß wir uns wieder zusammenfanden. Wir schwebten dauernd in entsetzlicher Angst. Am vierten Tag wurde Ursel Meyer mitgenommen. Sie kam in ein Lager. Wir wanderten weiter und schliefen im Walde auf Tannenästen.
Am nächsten Tag wurden wir an einer Straßenkreuzung von Russen aufgehalten und in Reihen aufgestellt. Ein Russe ging durch und sortierte zunächst alte Leute und Kinder aus. Sie mußten sich an der rechten Seite hinstellen. Die Jungen und alle anderen bis etwa fünfzig Jahre kamen auf die linke Seite. Dabei wurden Mütter und Kinder auseinander gerissen. Es war ein furchtbares Jammern und Schreien. Wir wurden von den Russen bedroht und dann fortgeführt. Ich mußte auch mit den Jungen gehen. Nach einem etwa vier Kilometer langen Marsch gelangten wir an ein Gutshaus und wurden in einen Raum gebracht, aus dem alle Möbel herausgenommen waren. Wir kauerten uns auf die Erde und warteten. Nach und nach kamen immer mehr Menschen, bis der Raum ganz voll war. Nach Stunden wurden wir in einen Nebenraum geführt und vernommen. Wir mußten Namen und Wohnort nennen, welcher Partei wir oder Familienanghehörige angehörten und vieles mehr. Wir wurden wie Gefangene behandelt. Zweimal am Tag gab es eine dünne Kartoffelsuppe und ein Stückchen Brot. Hunger haben wir in den ganzen Tagen vor lauter Angst und Aufregung nicht verspürt.
Hier fehlte es uns an allem. Einen Löffel bekam ich von einer Schicksalsgefährtin geschenkt, welche mehrere hatte. Zum Essensempfang hatte ich mir eine Konservendose gesucht. Zweimal am Tag durften wir ins Freie, um unsere Notdurft zu verrichten. Nachts konnten wir uns zum Schlafen nicht auf dem Boden ausstrecken, sondern mußten mit angezogenen Knien hocken, weil es zu eng war. Bald wurden wir in einen, bald in einen anderen Raum gebracht. Eng war es überall, am schlimmsten in einem Bodenraum, welcher aus etwa vierzig Zentimeter Höhe langsam anstieg und 5 x 5 m groß war. Dahin hatte man mindestens fünfzig hineingepfercht. Mehrere Male wurden wir vernommen. Wer angab, in keiner politischen Organisation Mitglied gewesen zu sein, wurde bedroht, ja geschlagen. Sie glaubten es nicht.
Nach einigen Tagen wurden wir aufgestellt und mußten weitermarschieren. Wir waren schon alle ziemlich schwach und der Weg war weit. Gegen Abend erreichten wir ein großes Gut. Zunächst mußten wir lange draußen warten, dann wurden wir in einen Keller geführt, später in eine sehr große Scheune, die war schon voller Leidensgefährten. Wir saßen auf Stroh. Gruppenweise holten die Russen uns dann auf die Tenne, wo wir durchsucht wurden. Aus meiner Handtasche nahmen sie mir das Gesangbuch, das Portemonnaie, den Bleistift, alles was ihnen gefiel. Es war so eng in der großen Scheune, daß nur wenige sich beim Schlafen ausstrecken konnten, die meisten konnten nur hocken. Am schlimmsten war das Austreten. Zehn Posten umstellten uns auf einem freien Feld, es durfte auch nicht lange dauern. Während meines siebenwöchigen Lagerlebens habe ich mich nicht einmal waschen können. Nur zweimal konnte ich mich in der Zeit vom 19.Januar bis zum 24.Mai 1945 zum Schlafen ausziehen. Bald machten sich Ruhr und andere Krankheiten bemerkbar, und dann hatten wir Läuse. Eines Tages mußten wir aus der Scheune in einen Stallraum umziehen, dann wieder in einen anderen. Bei einem dieser Wechsel trafen wir Ursula Meyer, die Freude war groß; aber schon am anderen Tag wurde wieder eine Liste verlesen und wir wurden getrennt. An einem Abend sangen wir geistliche Lieder. Sie schienen unsren Posten zu gefallen und sie ließen uns gewähren, bis auch einige polnische Mädchen mit dem Singen begannen. Da merkten die Russen wohl,woher der Wind weht und verboten uns das Singen.
Bald darauf wurden wir morgens wieder aufgerufen, durchsucht, und dann begann ein mehrere Tage dauernder Marsch. Morgens, wenn die Sonne aufging, gab es eine Suppe und ein Stückchen Brot. Bis auf zwei halbstündige Pausen mußten wir bis zum Abend marschieren. Wer nicht weitergehen konnte, bekam Fußtritte und Kolbenhiebe. Drei bis vier ältere Frauen durften das letzte Stück des Weges mit dem Lastkraftwagen mitfahren. Sie mußten dann im nächsten Übernachtungslager schnell Kartoffeln schälen und die Suppe kochen. Zur Nacht wurden wir dann wieder in einem Raum zusammengepfercht. In Graudenz fand ich ein kleines Soldatengesangbuch. Die Stadt war stark beschädigt und machte einen traurigen Eindruck. Wir wurden in ein Militärgefängnis gebracht und in Zellen gesperrt. Hier waren nur weibliche Insassen. Auch hier saßen wir auf dem Fußboden bei zerbrochenen Fensterscheiben sehr eng beieinander. Aber wir gewöhnten uns auch daran und wurden ganz gleichgültig. Morgens um fünf Uhr war Wecken. Im Laufe des Vormittags, mal um acht, manchmal auch um elf Uhr, wurden wir auf den Hof geführt. Dort standen lange Tische und Bänke. Wenn Plätze frei waren, konnten wir uns Schüsseln holen und bekamen unsere Suppe, eine Wasserbrühe, in der ganz unten ein paar Zuckerrübenschnitzel schwammen. Wenn man Glück hatte, erwischte man auch noch ein Stückchen Kartoffel. Oft war das Ganze auch noch versalzen. Nach dem Essen wurde wieder zum Brotempfang angetreten. Anschließend ging es in den Garten zum Austreten. Dort waren Gräben gezogen worden, darüber hatte man Laufbretter gelegt, das war die Latrine. Niemals gab es Wasser, weder zum Trinken, geschweige denn zum Waschen. Mit den Krankheiten wurde es immer schlimmer. Durchfall oder Ruhr hatte fast jeder. Viele starben in diesen fünf Wochen. Im Garten war ein Massengrab ausgehoben worden, dahin legte man die Toten. War eine Reihe voll, kam etwas Erde drauf, und die nächste Reihe folgte.
Wir wurden oft in der Nacht aufgeweckt. “Fertigmachen! Heraustreten!“ Dann mußten wir lange in Korridoren warten, die nur mit einem Hindenburglicht erleuchtet waren. Irgendwann wurden wir aufgerufen. Wir wußten nie, woran wir waren. Oft kamen wir nur in einen anderen Raum, manchmal aber auch in ein anderes Lager. Als wir wieder einmal so aufgerufen wurden, und ich schon seit Tagen sehr krank und schwach gewesen war, sagte ich es dem Dolmetscher. Er sah es mir wohl auch an und riet mir, mich beim Kommandanten krank zu melden. So kam ich dann in das Lazarett, während die anderen nach Rußland transportiert wurden, darunter auch die beiden Geschwister Meyer. Im Lazarett ging es mir nur insofern besser, als ich auf einer Pritsche liegen durfte, als Kopfkissen die Handtasche, als Decke meinen Pelz. Außer der Ruhr hatte ich noch ein Geschwür am Fuß und litt an Herzschwäche. Innerhalb von drei Tagen starben in unserem kleinen, mit vier Pritschen möblierten Raum zwei junge Frauen an Tuberkulose. Viele andere starben an Typhus. Nach einigen Tagen kamen neue Verschleppte hinzu. Danzig war gefallen. Nun kamen auch einige deutsche Ärzte zu uns. Bisher hatten wir nur einen russischen Feldscher gehabt. Das Lazarett war überfüllt, deshalb mußte ich meinen Platz räumen und wieder in das Lager zurückkehren. Alle drei Tage wurde ich mit anderen Kranken vom Posten zur Behandlung zum Lazarett geführt. Aber auch im Lager hatten sich die Verhältnisse etwas gebessert. Ich wurde in einen Raum verlegt, in dem es auch Pritschen gab, auf den man etwas bequemer liegen konnte. Hier haben wir uns auch von dem Ungeziefer säubern können, was vorher bei der Enge nicht möglich war, da man die Läuse gleich wieder bekam.
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Fluchtroute Familie Haeske (Januar - Mai 1945)
Nach siebenwöchigem Lager wurden wir zweimal entlaust, und es ging das Gerücht um, daß wir entlassen werden sollten. In der letzten Zeit war es bei den Russen etwas sauberer geworden. Wir bekamen morgens einen Eimer mit Wasser und einen Besen oder ein Stück Schrubber; aber nicht etwa um uns zu waschen, sondern um den Fußboden zu säubern. Wir haben dann wenigstens unsere Hände gewaschen, manchmal auch noch ein Taschentuch, denn es mußte schnell gehen. Alle Wasserleitungen waren natürlich zerstört, deshalb hatte man auf dem Gefängnishof einen Brunnen geöffnet, an welchem vom Morgen bis zum Abend Wasser in zwei Eimern hochgezogen wurde. Das Lager barg schätzungsweise 6000 bis 8000 Gefangene. Außer uns Zivilpersonen,Männern und Frauen in allen Altersstufen, gab es auch deutsche Kriegsgefangene.Wenn ich zum Verbinden zum Lazarett geführt wurde,traf ich auf dem Korridor oft einen SS-0ffizier,der auch behandelt wurde.Er trug jetzt Infanterie-Uniform,sagte mir aber,die Sowjets hätten ihn als Offizier der Waffen-SS eingetragen. Sein Schicksal war noch ganz ungewiß.
Das Gerücht, daß wir entlassen werden sollten, erwies sich als wahr. Am 28.April 1945 wurden wir auf den Hof geführt, aufgerufen und jeder bekam ein kleines Kommissbrot. Dann wurden wir hinausgeführt über die Weichselbrücke, und dann hieß es: "Geht nach Hause und arbeitet dort bei der Kommandantur“. Wir waren halb verhungert und sehr schwach. So schafften wir am ersten Tag mit Mühe und Not vier Kilometer. Als wir unterwegs am Wege ein Rhabarberfeld fanden, stürzten wir uns darauf. Ach,wie schmeckten doch die Stiele zu unserem Brot! Mit acht Personen hatten wir uns zusammengetan. Am Abend erreichten wir das Dorf Sanskau. Bei einer deutsch-polnischen Familie mit Namen Fella durften wir in der Scheune übernachten. Wir bekamen Pellkartoffeln mit Salz zum Abendbrot, und ich als Extraportion noch zwei kleine Kartoffelflinsen und ein Butterbrot. Am nächsten Morgen wanderten wir weiter, der Weg führte auf der westlichen Seite der Weichsel nach Neuenburg, einer kleinen Stadt. Wir erreichten sie am 31.April. Auf unser Bitten wurden wir mit der Fähre über die Weichsel gesetzt. Dann führte man uns zum russischen Kommandanten. Während dieses Zwangsaufenthaltes wurde ich von einem Russen meiner Mütze beraubt. Doch wir durften weiterziehen, bis wir in einem Dorf wieder angehalten wurden, um zu arbeiten. Am 1.Mai erreichten wir Marienwerder. In einer Scheune durften wir übernachten. Weil die Russen den 1.Mai feierten, waren viele von ihnen betrunken. Wir hatten große Angst,denn sie schossen in der Gegend herum und auch durch das Scheunendach. Am nächsten Tag wanderten wir weiter. Unterwegs fanden wir einen Kinderwagen. Einige von unserer Gruppe zogen nach Marienburg weiter, während wir nach Dietrichsdorf (Straszewo) abbogen und über Nikolauskirchen (Nikolaiken) nach Christburg gingen. Unterwegs wurden wir einmal von der polnischen Miliz angehalten, zum Gut Höfchen geschleppt, wo wir Kühe versorgen mußten. Erst am 4. Mai entließen sie uns wieder.
Das Wandern war sehr beschwerlich, es regnete,die Landwege waren aufgeweicht, wir passierten verlassene Dörfer und mußten uns vor polnischen Dieben hüten. Als wir am 5. Mai in Christburg eintrafen, stießen wir auf viele Deutsche und zufällig auch auf Frau und Herrn Meyer,Frau Krüger und Frau Dalheimer, mit denen ich zusammen geflohen war. Sie durften damals, als wir getrennt wurden, weitergehen, hatten viel erlebt, waren oft zur Arbeit gezwungen worden und hielten sich auch schon längere Zeit in Christburg auf, weil sie auf einer Kommandantur arbeiten mußten. Frau Meyer mußte jeden Tag zweimal vierzehn Kühe melken, Frau Dalheimer mußte Schafe scheren.
Am 6. Mai zogen wir weiter, Frau Krüger schloß sich mir an. Hinter Saalfeld hatten wir das Glück, daß uns ein russischer Lastkraftwagen über Mohrungen bis Liebstadt mitnahm. Wir übernachteten auf einem leeren Gut in der Nähe der Stadt und ernährten uns von Pferdefleisch. Da es am nächsten Tag in Strömen regnete, blieben wir bis zum 8. Mai. Dann ging es weiter nach Wormditt. In einem Kloster bekamen wir Kaffee. In dem Dorf Migehnen übernachteten wir. In unserem Quartier fand ich ein Handtuch und eine Landkarte. Unser Weg führte uns in den nächsten Tagen weiter in Richtung Friedland. Wir passierten den Ort Frauendorf, machten eine Mittagsrast und kochten uns in einem leerstehenden Haus eine Rhabarbersuppe. Frau Krüger konnte nicht mehr gehen, sie mußte sich hinlegen. Zum Glück fand ich ein Paar alte Schuhe, dıe ich ihr gab. Auch eine Kaffemühle nahm ich mit. In Hanshagen durften wir bei Deutschen übernachten. Hier sahen wir auch unseren Quartierwirt wieder, der uns auf der Flucht bewirtet hatte. Am 10. Mai hörten wir in Petershagen von der Kapitulation. Zur Nacht fanden wir nirgends Aufnahme. Am 12. Mai sollten wir auf einem Gut arbeiten. Mittags blieben wir in einer Siedlung bei drei Frauen. Eine von ihnen hatte sieben Kinder verloren. Hier durften wir auch übernachten. Als wir uns am nächsten Tag wieder auf den Weg machten, nahm uns ein Russe einige Kilometer mit seinem Wagen mit. Nach 4 Tagen erreichten wir Friedland. Die Stadt war wegen Seuchengefahr gesperrt. - - -


Hier endet der Bericht von Frau Haeske, der laut Anmerkung ihrer Tochter Vera zuletzt nur noch sehr bruchstückhaft und stichwortartig formuliert war, sodass sie ihn ein wenig ergänzt hat. Erna Heaske lebte ab 1946 in Aulenbach (Ostp.) und durfte Ostpreußen 1948 verlassen. Berichte über die Zeit nach der Rückkehr, also zwischen 1946 und der endgültigen Vertreibung im September 1948 finden sich unter : Groß-Warkau. Sie wohnte später mit Ihrem Mann in Westdeutschland. Sie verstarb am 18. Dezember 1985 in Elsdorf (Schleswig-Holstein).

Dieser Bericht, erstellt von Erna Haeske stammt aus dem Besitz von Doris Mundt, geb. Krüger, der Schwester von Carla Krüger und Tochter des Franz Krügers aus Groß-Warkau. Aufbereitet von Edeltraut Tauchmann – 02 / 2015



Dokumente zu Mittel Warkau


Quelle : In Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des preussischen Staats Band V Namen T-Z, Alexander August Mützell, Halle - Verlag Karl August Kümmel (1821) - Warkau / Mittel Warkau


Quelle : In Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung für Gumbinnen, 28. Jahrgang, 1838 Band 28 (1838), vom 14.11.1838 Seite 817 - Krug zu Mittel-Warkau


Quelle : In Niekammers Landwirtschaftliche Güter-Adressbuch Band III, Ostpreußen, 1922 - Mittel Warkau


Quelle : In Ortschafts- und Adreßverzeichniss des Landkreises - Insterburg, 1927 - Mittel Warkau [7]


Quelle : In Niekammers Landwirtschaftliche Güter-Adressbuch Band III, Ostpreußen, 1932 - Mittel Warkau



Bildmaterial


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Mittel Warkau
Gaststätte und Kolonialwarengeschäft Haeske, ca. 1935
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Mittel Warkau heutige Ortsansicht (2007)



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Mittel Warkau bewohntes Haus, bewohnter Hof (Wohnhaus) (2007)
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Mittel Warkau Straße nach Groß Warkau (2007)


Wir suchen noch Fotos von Mittel-Warkau für eine Veröffentlichung an dieser Stelle. Sollten Sie Bilder oder interessante Informationen haben, würden wír uns über eine Kontaktaufnahme freuen.

info@kirchspiel-aulenbach.de


Genealogische und historische Quellen

Quellen

  1. Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reiches, Leipzig und Wien, Bibliographisches Institut (1912), 5. Auflage, Band II, Seite 195
  2. Artikel Kleinlitauen. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  3. Werner Richard Schönke - Kapitel: Kinderjahre - Kriegsjahre (c) [Mein Leben mit Links] Rohnstock Biografien [2014],(Genehmigung durch den Autor)
  4. 4,00 4,01 4,02 4,03 4,04 4,05 4,06 4,07 4,08 4,09 4,10 4,11 4,12 4,13 4,14 4,15 4,16 4,17 4,18 4,19 Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 115.
  5. Nach den Angaben ehemaliger Einwohner von Mittel-Warkau (Krüger/Tauchmann/Schönke) - unter Zuhilfenahme des Einwohner- und Ortschaftsverzeichnisses (1935) des Ostpreußischen Tageblatts, Sturmverlag
  6. Kurt Henning und Frau Charlotte geb. Zilius, Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen - Ein Namenslexikon, ca. 1981
  7. Ortschafts- und Adressverzeichnis Landkreis Insterburg, Buchdruckerei und Verlagsanstalt Ospreußisches Tageblatt G.m.b.H,Insterburg (1927) (Reprint der Kreisgemeinschaft Insterburg Stadt u. Land e.V., Krefeld)

[Koordinaten:] Mittel Warkau (Kr. Insterburg)(Ostp.) Ksp. Aulowönen auf der Webseite Google maps 2014


Genealogische Quellen

  • Kirchenbuchbestände :

Viele der Kirchenbücher sind in den Wirren der Zeit unwiderruflich vernichtet worden. Nachfolgend eine Übersicht der Bestände der Kirchenbücher der evangelischen Kirchengemeinde Aulenbach (Aulowönen) / Ostp. : Weiterleitung zu Kirchenbüchern


Adressbücher


Bibliografie


Genealogische Bibliografie

  • z. Zt. kein Ortsfamilienbuch vorhanden


In der Digitalen Bibliothek


Verschiedenes

Compgen-Metasuche.png nach dem Ort: Mittel Warkau

Karten

Der nachfolgende Ortsplan von Mittel und Klein Warkau (Ksp. Aulenbach (Ostp.)aus dem Jahre 1940-1945 basiert auf einer 2014 erstellten Skizze des ehemaligen Einwohner Werner Schönke, Wismar und wurde aus dem Gedächtnis erstellt. Die Details der Skizze wurden anhand der vorliegenden Messtischkarte 1296 verifiziert und übertragen.

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Mittel Warkau Krs. Insterburg
Ortsplan 1940 - 1945
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Mittel Warkau Krs. Insterburg
auf der Karte von F.A. von Witzleben (1837)
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Mittel Warkau und Klein Warkau Ksp. Aulowönen auf der Karte des Deutschen Reiches,
1:100 000 Teil I/IV: Blatt 31. Skaisgirren 1893
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Mittel Warkau Krs. Insterburg und Umgebung
auf der Messtischkarte Nr.1296 (1934)
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Mittel Warkau Ksp. Aulowönen
auf russischer Messtischkarte, 1942 (1:50.000)


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Gemeinde Mittel Warkau Ksp. Aulenbach 1934



Weblinks

Offizielle Webseiten

GOV-Kennung  : WARKAUKO04VS [21]
Messtischblatt  : 1296 (12096) [22] | Messtischblatt Jahr : 1934


Zufallsfunde

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Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der direkte Zugriff durch automatisierte Abfrage nicht mehr möglich.



Orte, Gemeinden und Gutsbezirke im Kirchspiel Aulowönen / Aulenbach (Ostp.) , Landkreis Insterburg , Regierungsbezirk Gumbinnen,

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Kirchspiel Aulenbach (Ostp.) Gemeindegrenze 1939 - Kartenmaßstab 1:25.000


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Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung WARKAUKO04VS
Name
  • Mittel Warkau
  • Миттель Варкау (1945) Quelle (${p.language})
  • Стасово (1946 -) Quelle (${p.language})
Typ
  • Wohnplatz
Postleitzahl
  • RUS-238114 (1993)
w-Nummer
  • 50237
Karte
   

TK25: 1296

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Kalinowskij Dorfsowjet, Калиновский сельский Совет (1993) ( Dorfrat) Quelle

Mittel Warkau (- 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum