Theodor Joseph Lacomblet: Unterschied zwischen den Versionen

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(672) [[Theodor Joseph Lacomblet]] (*15.12.1789 in [[Düsseldorf]], +18.03.1866 in Düsseldorf) war Leiter des preußischen Provinzialarchivs in Düsseldorf, des heutigen Hauptstaatsarchivs, Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachmann bei einem Eisenbahnunternehmen.  
'''Theodor Joseph Lacomblet''' (*15.12.1789 in [[Düsseldorf]], +18.03.1866 in Düsseldorf) war Leiter des preußischen Provinzialarchivs in Düsseldorf, des heutigen Hauptstaatsarchivs, Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachmann bei einem Eisenbahnunternehmen.  


Er studierte nach dem Düsseldorfer Gymnasium an der Düsseldorfer Rechtsakademie Jura, welches bis zum Abschluß 2 Jahre lang dauerte<ref>[http://www.uni-duesseldorf.de/home/Ueber_uns/Chronik Chronik der Universität Düsseldorf und ihrer Vorgängerinstitutionen]</ref>. Danach wurde er mit 19 Jahren Gehilfe bei der [[Großherzoglich-Bergische Hofbibliothek|Großherzoglich-Bergischen Hofbibliothek]]. 1818 wurde er Bibliothekar, 1819 Assistent des bergischen Archivars, 1821 Bergischer Archivar und 1829 Archivrat am Hauptstaatsarchiv Düsseldorf. Er gründete das Provinzialarchiv Düsseldorf und leitete dieses in Personalunion mit der Kgl. Preußischen Landesbibliothek.  
Er studierte nach dem Düsseldorfer Gymnasium an der Düsseldorfer Rechtsakademie Jura, welches bis zum Abschluß 2 Jahre lang dauerte<ref>[http://www.uni-duesseldorf.de/home/Ueber_uns/Chronik Chronik der Universität Düsseldorf und ihrer Vorgängerinstitutionen]</ref>. Danach wurde er mit 19 Jahren Gehilfe bei der [[Großherzoglich-Bergische Hofbibliothek|Großherzoglich-Bergischen Hofbibliothek]]. 1818 wurde er Bibliothekar, 1819 Assistent des bergischen Archivars, 1821 Bergischer Archivar und 1829 Archivrat am Hauptstaatsarchiv Düsseldorf. Er gründete das Provinzialarchiv Düsseldorf und leitete dieses in Personalunion mit der Kgl. Preußischen Landesbibliothek.  

Version vom 16. Dezember 2007, 17:14 Uhr

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Lacomblet

Theodor Joseph Lacomblet (*15.12.1789 in Düsseldorf, +18.03.1866 in Düsseldorf) war Leiter des preußischen Provinzialarchivs in Düsseldorf, des heutigen Hauptstaatsarchivs, Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachmann bei einem Eisenbahnunternehmen.

Er studierte nach dem Düsseldorfer Gymnasium an der Düsseldorfer Rechtsakademie Jura, welches bis zum Abschluß 2 Jahre lang dauerte[1]. Danach wurde er mit 19 Jahren Gehilfe bei der Großherzoglich-Bergischen Hofbibliothek. 1818 wurde er Bibliothekar, 1819 Assistent des bergischen Archivars, 1821 Bergischer Archivar und 1829 Archivrat am Hauptstaatsarchiv Düsseldorf. Er gründete das Provinzialarchiv Düsseldorf und leitete dieses in Personalunion mit der Kgl. Preußischen Landesbibliothek.

Neben seiner Tätigkeit als Archivar war er Kommunalpolitiker in Düsseldorf und in der Verwaltung bei einem Eisenbahnunternehmen tätig. Von 1829 bis 1853 war er Mitglied des Düsseldorfer Stadtrates und von 1851 bis 1856 Vertreter der Stadt Düsseldorf im Kreistag und im Provinziallandtag. Seit 1839 war er Verwaltungsrat der Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn und dort 1841 bis 1844 Direktorialrat.

Als Autor des "Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins" hat er überregionale Bekanntheit erlangt. Geehrt wurde Lacomblet 1843 mit dem Dr. honoris causa in Bonn und 1863 in Münster.

Die heutige Grabplatte auf dem Golzheimer Friedhof wurde 1948 von den "Düsseldorfer Jonges" gestiftet.

Die Inschrift auf der Grabplatte lautet:

GEHEIMER ARCHIVRAT
DR. THEOD. JOS.
LACOMBLET
DER FORSCHER DER
BERGISCHEN GESCHICHTE
1789 - 1866

1907 wurde die Lacombletstraße im Düsseldorfer Stadtteil Düsseltal nach ihm benannt[2].

Quelle

Düsseldorfer Jonges: Theodor Josef Lacomblet

Einzelnachweise

  1. Chronik der Universität Düsseldorf und ihrer Vorgängerinstitutionen
  2. Hermann Kleinfeld: Düsseldorfs Straßen und ihre Benennungen, von der Stadtgründung bis zur Gegenwart, Düsseldorf:Grupello Verlag 1996, ISBN 3-928234-36-6.

Bibliografie

Theodor Joseph Lacomblet (Hrsg.): Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstifts Cöln, der Fürstenthümer Jülich und Berg, Geldern, Meurs, Cleve und Mark, und der Reichsstifte Elten, Essen und Werden, aus den Quellen in dem Königlichen Provinzial-Archiv zu Düsseldorf und in den Kirchen- und Stadt-Archiven der Provinz, Düsseldorf [u.a.] : Wolf [u.a.] 1840-1858.