Reichsabtei Kornelimünster: Unterschied zwischen den Versionen

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Wappen)
K (Karte eingebunden und angepasst.)
Zeile 33: Zeile 33:
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em;"
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em;"
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|<center>[[Bild:Karte_Reichsabtei_Kornelimuenster.jpg|thumb|250px|Das Territorium der Reichsabtei Kornelimünster]]</center>
|<center>[[Bild:Karte_Reichsabtei_Kornelimuenster.jpg|Das Territorium der Reichsabtei Kornelimünster]]</center>
|}
|}



Version vom 20. August 2005, 20:35 Uhr

Die Abteikirche der Reichsabtei Kornelimünster mit Corneliuskapelle. Die Kirche und das Abteigebäude wurden 1310 durch Brand völlig zerstört und neu aufgebaut. Die Corneliuskapelle wurde 1706 errichtet.

Einleitung

Das Wohn- und Verwaltungsgebäude der Reichsabtei Kornelimünster (heute Bundesarchiv), 1721 bis 1726 erbaut

Die Reichsabtei Kornelimünster wurde im Jahr 817 n. Chr. von Ludwig dem Frommen gegründet und mit reichen Schenkungen und Privilegien ausgestattet.
Der erste Abt war der aus westgotischem Adel stammende Benedikt von Aniane († 821). Von hier aus führte er eine umfassende Klosterreform für Europa durch.

Die Gründung der Abtei kann auch als Gründungszeitpunkt des Ortes Kornelimünster angesehen werden.

Der Abt von Kornelimünster war Grund- und Landesherr eines geistlichen Miniaturstaates, der sich zwar durch Reichsunmittelbarkeit auszeichnete, dessen Vogtei aber im Laufe der Zeit dauerhaft in die Hände der Herzöge von Jülich verpfändet wurde.

Das Gebiet der Reichsabtei heißt noch heute im Volksmund das Münsterländchen.

Im Jahr 1802 wurde das Kloster Kornelimünster wie alle Klöster im Rheinland durch Kaiser Napoleon aufgelöst. Die Pfarre St. Stephan auf dem Berg wurde 1804 durch die neu gegründete Pfarre St. Kornelius, deren Pfarrkirche die ehemalige Abteikirche wurde, abgelöst.

Im Jahr 1906 kamen die Benediktinermönche nach Kornelimünster zurück und gründeten das Kloster neu. Ihre alten Gebäude waren inzwischen in den Besitz der Pfarre und des preußischen Staates gelangt.

Wappen

Das Wappen der Reichsabtei Kornelimünster


Gerichts- und Steuerbezirke

Das Territorium der Reichsabtei Kornelimünster

Gericht Kornelimünster

Zum eigentlichen Gericht Kornelimünster gehörten:

Steuerbezirke im Gericht Kornelimünster

Im Gericht Kornelimünster bestanden fünf Steuerbezirke oder Hunschaften:

  1. "Flecker" (=Kornelimünster)
  2. Brand
  3. Breinig
  4. Büsbach
  5. Walheim

Gericht Eilendorf

Eilendorf verfügte über ein eigenes Schöffen- und Sendgericht. Dazu gehörte das Dorf Eilendorf selbst, Haarhof und Nirm.

Gericht (Herrschaft) Gressenich

Gressenich verfügte über die gleiche Sonderstellung wie Eilendorf. Es bildete das Gericht oder Herrschaft Gressenich zusammen mit einem Teil von Krewinkel, Mausbach und Werth.

Herrschaft Nieder-Kastenholz

Die Herrschaft Nieder-Kastenholz lag nicht unmittelbar bei der Reichsabtei. Zu ihr gehörten Niederkastenholz auch Teile von Oberkastenholz.

Kirchliche Zugehörigkeiten

Katholische Kirchen

Im sie umgebenden Herrschaftsbereich der Reichsabtei Kornelimünster bestanden bis zum Ende des Ancien Regime die Pfarren:

In der Herrschaft Nieder-Kastenholz waren folgende Pfarrkirchen zuständig:

Archive

Vorlage:Landesarchiv NRW, HSA Ddorf

Vorlage:Stadtarchiv Aachen

Vorlage:Findbuch Kornelimünster

Internet

Der Internetauftritt der 1906 neu gegründeten Benediktinerabtei: http://www.abtei-kornelimuenster.de (20.08.2005)

Quellen

Literatur