Gren.R 109: Unterschied zwischen den Versionen

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==Uniformen==
==Uniformen==
'''Uniform''' war nach preußischem Muster, jedoch auch und gerade bei den Leibgrenadieren wie bei allen badischen Truppenteilen mit den entsprechenden allgemeinen badischen Abweichungen (siehe dazu auch hier), am Helm der Greif und die badische Kokarde, bei den Offizieren in Portepeeriemen, Schärpenband und Feldbinde ein roter Längsfaden und der Säbel nach besonderer badischer Probe (Badischer Infanterie Offiziersäbel M 56) mit silbernem Bügelgriff, Löwen- bzw. Greifen-Kopf gestattet. Vizefeldwebel und Feldwebel (Portepée-Unteroffiziere mit dem Recht die Offizierseitenwaffe zu tragen), trugen jedoch preußische Degen, also den IOD 89 mit dem preußischen Adler zum Helm (der berühmten "Pickelhaube") mit dem badischen Greif! Die Paradeüberdecken für die berittenen Offiziere hatten in der hinteren Ecken den "Stern der Treue" in Silber gestickt mit rotem Ordenskreuz in goldenem Mittelfeld.
Die Regimentsuniform entsprach ganz dem Vorbild 1. Garde-Regiment zu Fuß, Potsdam – also blauer Waffenrock mit roten Abzeichen, "schwedischen" Aufschlägen mit silbernen Gardelitzen, ebenso am Kragen; Helmbeschlag und Knöpfe waren weiß (silber, der Farbe der preußischen Garde seit Friedrich d.Gr.), dazu weiße Paradehaarbüsche, das III. Bataillon schwarze – aber eine rote Krone (Offiziere eine vergoldete aus Metall auf den silbern gefaßten Schulterstücken) auf den weißen Achselklappen sowie mit folgenden weiteren Abweichungen / Besonderheiten: Der Helm ("Pickelhaube") mit weißem Beschlag aber gelben Schuppenketten. Helmzier der badische Greif, der jedoch etwas breitere Flügel hatte (und damit dem preußischen Gardeadler entsprach) als bei den übrigen badischen Truppenteilen und – analog zu dem preußischen Gardestern (Stern des Schwarzen Adler-Ordens) – den badischen Ordensstern (des badischen Hausordens der Treue) aufgelegt trug. Bei den Offizieren war dieser wie bei der Garde erhaben gearbeitet, das Ordenskreuz auf dem Stern aus roter Emaille wie in der Paradeüberdecke. Alle Bataillone trugen schwarzes Lederzeug. Die Unteroffiziere trugen gemusterte silberne Tressen. Die Offiziere trugen einen kleinen Badischen Stern am Säbelgriff; ihre Epaulettfelder waren aus Silberstoff, die Achselstücke hatten weiße Tuchunterlage und waren mit Silbertresse eingefaßt. Die Regiments- und Bataillonstamboure hatten zur Parade breite Bandoliere mit silbernen Borten und Verzierungen aus dem gleichen Metall.
'''Feldzeichen''' Die Fahne des I. Bataillons wurde im Mai 1805 von Kurfürst Carl Friedrich dem Infanterie-Regiment Churprinz in Mannheim verliehen. Das Fahnentuch ist quadratisch (Seitenlänge 110 cm) und in den badischen Landesfarben gehalten.
Die Vorderseite der Fahne zeigt auf goldfarbenem Tuch in der Mitte unter der Kurfürstenkrone (nicht die Großherzogskrone!) das badische Wappen umgeben von der Collane (Ordenskette) des Hausordens der Treue. Vom Wappen ausgehend verlaufen vier rote, schmal goldbordierte Eckkeile. In allen vier Ecken befinden sich die bekrönten ineinander verschlungenen Buchstaben "CF" für "Carl Friedrich" - das Monogramm des einzigen badischen Kurfürsten.
Auf ihrer bekrönten goldenen Spitze mit den Initialen des Landesherrn, die noch aus dem Stiftungsjahr erhalten geblieben ist, trägt die Fahne das Eiserne Kreuz von 1870 aufgelegt. Unterhalb der goldenen Spitze trägt sie den Stern des Hausordens der Treue.
Als einzige der badischen Fahnen trägt sie die goldene Carl-Friedrich-Militär-Verdienst-Medaille.
Die Fahne wird heute in Rastatt im Wehrgeschichtlichen Museum (WGM) verwahrt. Sie wird nicht ausgestellt.
* '''ab, von - bis''': Ggf Beschreibung der Farben usw
* '''ab, von - bis''': Ggf Beschreibung der Farben usw
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Version vom 1. Juli 2008, 21:49 Uhr

Numerisches Verzeichnis der Einheiten

Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr.109

Die Fahnen des Regiments und der ihrer Bataillone

Das 1. Badische Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 (errichtet 23. März 1803) ist das Karlsruher Hausregiment. Es war das ranghöchste und vornehmste innerhalb der badischen Truppenteile. Sein Chef war der Großherzog; es stellte die Schloßwache. Die Leibgrenadiere lagen zuletzt in der (neuen) Grenadierkaserne in der Moltkestraße. Dort befindet sich auch das 1895 errichtete (alte) Denkmal des Regiments zu Ehren der Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Bis heute im Stadtbild Karlsruhes markant präsent und damit im Bewußtsein der Bevölkerung lebendig ist das Regiment durch das nach dem Ersten Weltkrieg errichtete Leibgrenadierdenkmal auf dem Lorettoplatz (bzw. heutigen "Europaplatz"), an dem die alte Grenadierkaserne stand (abgerissen; heute steht dort das Gebäude der Kaiserlichen Post, jetzige "Post Galerie"), in der das Regiment vor dem Umzug in die neue an der Moltkestraße untergebracht war. Das Regiment kam 1851 nach Karlsruhe und wurde 1856 von Großherzog Friedrich I. zum Leib-Regiment erhoben Das Regiment gehörte zum XIV. Armeekorps. Kontingentverband des GHzgtms Baden

Stiftungstag

23.3.1803

Garnison und Unterstellung 1914

  • Garnison: Karlsruhe

Das Regiment war 1914 (vor der Mobilmachung) unterstellt:


Formationsgeschichte

Die vollständige Bezeichnung lautete zuletzt "1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109" (abgekürzt 1. Bad. Leib-Gren.-Rgt Nr. 109). Wie der Name schon zeigt ein badischer Truppenteil. Die neben dem vorangestellten "1." noch vorhandene zweite Durchnumerierung ("Hausnummer") am Namensende als "Regiment Nr. 109" bezieht sich auf die preußische Armee, deren Bestandteil es war. Die Charakterisierung als "Grenadier-" und v.a. als "Leib"-Regiment (bezieht sich auf den badischen Landesherrn, den Großherzog) im Regimentsnamen unterstreicht – neben der Rangfolge, dass es eben das erste ("1. Bad...") der badischen Infanterie-Regimenter ist - seine herausgehobene Stellung; es war quasi das badische "Garde-Regiment" (auch wenn es nicht so benannt wurde). Es gab früher einmal eine badische Leib-Grenadier-Garde, diese ist jedoch nicht mit dem hier vorgestellten Regiment identisch! Allerdings steht es bezüglich der Uniformierung in deren Tradition, da es an deren Stelle trat.

Die badischen Truppenteile haben keine lange Geschichte, weil die ganze Armee wegen der Revolution am 14. Juli 1849 aufgelöst worden war. Von der Infanterie entging nur das damals treugebliebene I. Bataillon des (Linien-Infanterie-) Regiments Nr. 4 der Auflösung und wurde dann das I. Bataillon des späteren Leib-Grenadier-Regiments. Aus dem am 6. Januar 1850 neu aufgestellten badischen Armeekorps und preußischen Truppenteilen wurde durch Militärkonvention vom 25. November 1870 das Kgl. Preußische XIV. Armeekorps gebildet, die badischen Truppenteile in den Verband der Preußischen Armee übernommen worden. Die Offiziere waren demgemäß Königlich Preußische. Die Uniformen waren immer nach preußischem Vorbild gewesen.

  • 23. März 1803: Aufstellung als Infanterie-Regiment "Erbprinz" aus Offizieren u. Mannschaften bayr. Truppenteile
  • 08. Mai 1803: Infanterie-Regiment "Kurprinz"
  • 21. August 1806: Infanterie-Regiment "Erbgroßherzog"
  • 15. Juni 1808: Linien-Infanterie-Regiment "Erbgroßherzog" Nr. 2
  • 1813: Infanterie-Regiment "Großherzog'" Nr. 3
  • 1818: Infanterie-Regiment "von Stockhorn" Nr. 3
  • 1830: Infanterie-Regiment "von Stockhorn" Nr. 4
  • 1847: Infanterie-Regiment "von Freydorf" Nr. 4
  • Juli 1849: Infanterie Bataillon
  • 1850: Infanterie Bataillon Nr. 1
  • 1852: 1. Infanterie - (Grenadier-) Regiment
  • 20. September 1856  : (1.) Leib-Grenadier-Regiment
  • 1871: 1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109

In den ersten Namensänderungen spiegelt sich der Aufstieg Badens von der Markgrafschaft zum Kurfürstentum und schließlich Großherzogtum wieder. 1856 erhob Großherzog Friedrich (I.) am Tage seiner Hochzeit mit Prinzessin Luise von Preußen, der Tochter König Wilhelms, das Regiment zum Leib-Grenadierregiment. Zuletzt kam noch die Nr. 109 der fortlaufenden Durchnummerierung innerhalb der Königlich Preußischen Armee hinzu. Das 1. Badische Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 bildete zusammen mit dem 2. Badischen Grenadier-Regiment "Kaiser Wilhelm I." Nr. 110 in Mannheim (Stab sowie I. und III. Btl.) und Heidelberg (II. Bataillon) die 55. Infanteriebrigade (Karlsruhe) innerhalb der 28. Divsion (Karlsruhe).

  • Datum: Text

Standorte

* ab 1803: Mannheim
* 30. Juni 1809: auch die beiden Depot-Kompanien in Mannheim
* 1814: III. (Depot-) Bataillon in Karlsruhe
* Oktober	1814 – 1849: Mannheim
* 30. Januar 1851: Karlsruhe
* Die Großherzoglich-Badische Unteroffizierschule in Ettlingen (bestand 1870 bis 1871) war dem Regiment organisatorisch angegliedert.
Datum einfügen von oder von - bis
Bataillon  Ort und ggf Kaserne

Kantone

Datum einfügen von oder von - bis
Kreis oder Ort
Kreis oder Ort
Datum einfügen von oder von - bis
Kreis oder Ort
Kreis oder Ort

Uniformen

Uniform war nach preußischem Muster, jedoch auch und gerade bei den Leibgrenadieren wie bei allen badischen Truppenteilen mit den entsprechenden allgemeinen badischen Abweichungen (siehe dazu auch hier), am Helm der Greif und die badische Kokarde, bei den Offizieren in Portepeeriemen, Schärpenband und Feldbinde ein roter Längsfaden und der Säbel nach besonderer badischer Probe (Badischer Infanterie Offiziersäbel M 56) mit silbernem Bügelgriff, Löwen- bzw. Greifen-Kopf gestattet. Vizefeldwebel und Feldwebel (Portepée-Unteroffiziere mit dem Recht die Offizierseitenwaffe zu tragen), trugen jedoch preußische Degen, also den IOD 89 mit dem preußischen Adler zum Helm (der berühmten "Pickelhaube") mit dem badischen Greif! Die Paradeüberdecken für die berittenen Offiziere hatten in der hinteren Ecken den "Stern der Treue" in Silber gestickt mit rotem Ordenskreuz in goldenem Mittelfeld.

Die Regimentsuniform entsprach ganz dem Vorbild 1. Garde-Regiment zu Fuß, Potsdam – also blauer Waffenrock mit roten Abzeichen, "schwedischen" Aufschlägen mit silbernen Gardelitzen, ebenso am Kragen; Helmbeschlag und Knöpfe waren weiß (silber, der Farbe der preußischen Garde seit Friedrich d.Gr.), dazu weiße Paradehaarbüsche, das III. Bataillon schwarze – aber eine rote Krone (Offiziere eine vergoldete aus Metall auf den silbern gefaßten Schulterstücken) auf den weißen Achselklappen sowie mit folgenden weiteren Abweichungen / Besonderheiten: Der Helm ("Pickelhaube") mit weißem Beschlag aber gelben Schuppenketten. Helmzier der badische Greif, der jedoch etwas breitere Flügel hatte (und damit dem preußischen Gardeadler entsprach) als bei den übrigen badischen Truppenteilen und – analog zu dem preußischen Gardestern (Stern des Schwarzen Adler-Ordens) – den badischen Ordensstern (des badischen Hausordens der Treue) aufgelegt trug. Bei den Offizieren war dieser wie bei der Garde erhaben gearbeitet, das Ordenskreuz auf dem Stern aus roter Emaille wie in der Paradeüberdecke. Alle Bataillone trugen schwarzes Lederzeug. Die Unteroffiziere trugen gemusterte silberne Tressen. Die Offiziere trugen einen kleinen Badischen Stern am Säbelgriff; ihre Epaulettfelder waren aus Silberstoff, die Achselstücke hatten weiße Tuchunterlage und waren mit Silbertresse eingefaßt. Die Regiments- und Bataillonstamboure hatten zur Parade breite Bandoliere mit silbernen Borten und Verzierungen aus dem gleichen Metall.

Feldzeichen Die Fahne des I. Bataillons wurde im Mai 1805 von Kurfürst Carl Friedrich dem Infanterie-Regiment Churprinz in Mannheim verliehen. Das Fahnentuch ist quadratisch (Seitenlänge 110 cm) und in den badischen Landesfarben gehalten. Die Vorderseite der Fahne zeigt auf goldfarbenem Tuch in der Mitte unter der Kurfürstenkrone (nicht die Großherzogskrone!) das badische Wappen umgeben von der Collane (Ordenskette) des Hausordens der Treue. Vom Wappen ausgehend verlaufen vier rote, schmal goldbordierte Eckkeile. In allen vier Ecken befinden sich die bekrönten ineinander verschlungenen Buchstaben "CF" für "Carl Friedrich" - das Monogramm des einzigen badischen Kurfürsten. Auf ihrer bekrönten goldenen Spitze mit den Initialen des Landesherrn, die noch aus dem Stiftungsjahr erhalten geblieben ist, trägt die Fahne das Eiserne Kreuz von 1870 aufgelegt. Unterhalb der goldenen Spitze trägt sie den Stern des Hausordens der Treue. Als einzige der badischen Fahnen trägt sie die goldene Carl-Friedrich-Militär-Verdienst-Medaille. Die Fahne wird heute in Rastatt im Wehrgeschichtlichen Museum (WGM) verwahrt. Sie wird nicht ausgestellt.

  • ab, von - bis: Ggf Beschreibung der Farben usw

ggf. Bilderläuterung

Feldzüge, Gefechte usw

  • Datum: Text
  • Datum: Text

Regimentschefs, -kommandeure

  • ab, von - bis Regimentschef: Name
  • ab, von - bis Regimentschef: Name
  • ab, von - bis Regimentskommandeur: Name
  • ab, von - bis Regimentskommandeur: Name

Literatur

Rudolf von Freydorf: Das 1. badische Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 im Weltkrieg 1914-1918 - Oldenburg, Stalling, 1927.

Weblinks