Der Regierungsbezirk Aachen (1850)/267: Unterschied zwischen den Versionen

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Die hier entspringenden Bäche senden ihre Wasser theils westlich zur Ruhr (Malefin, Baalbach), theils ostwärts zur Erft (Embtbach, Bedburgerbach) und theils nordwärts zur Neers. Das breite und fruchtbare, durchschnittlich 300' hohe Plateau, welches bis Holzweiler die Wasserscheide zwischen Ruhr und Erft bildet, verbreitert sich hier nach West und Ost. Der hügelige östliche Theil desselben, welcher zwischen Bergheim und Grevenbroich mit dem großen Landrücken des Villwaldes in Eins verschmolzen ist, wird bei Bedburg und Caster von der Erft durchbrochen, die darauf ihren frühern, mit der Ruhr ganz parallelen Lauf ändert und in nordöstlicher Richtung über Grevenbroich und Neuß zum Rheine fließt. Der nördliche Theil dieses, nunmehr welligen Plateaus senkt sich bei Holzheim allmählig in die Tiefebene des Neersgebiets, welcher Fluß zwischen Keyenberg und Wanlo, an der Grenze unseres Regierungsbezirks, seine südlichsten Quellbäche erhält. Nordwestwärts von Erkelenz verliert der Landrücken immer mehr an innerm Zusammenhang und Charakter, wird von mehreren zur Ruhr gehenden Bächen und durch den zur Maas fließenden Schwalmfluß in breiten Thälern durchfurcht, setzt westwärts, in der Nahe der Maas plötzlich als hügeliges Dünenland ab und verliert sich nordwärts sanft und kaum bemerkbar in die sandige Ebene von Breyl, Dülken, Kaldenkirchen ec. Der ganze nordwestliche Distrikt des Erkelenzer Plateaus besteht größtenteils aus lockern Flugsande und ist mit großen Heidestrecken, Brüchen und niedrigem Gehölz bedeckt, zwischen welchen sich, gleich Oasen, hie und da einzelne kultivirte und bewohnte Stellen befinden (Arsbeck, Wildenrath, Rötgen ec.).

Aktuelle Version vom 20. Oktober 2008, 16:40 Uhr

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Der Regierungsbezirk Aachen (1850)
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Die hier entspringenden Bäche senden ihre Wasser theils westlich zur Ruhr (Malefin, Baalbach), theils ostwärts zur Erft (Embtbach, Bedburgerbach) und theils nordwärts zur Neers. Das breite und fruchtbare, durchschnittlich 300' hohe Plateau, welches bis Holzweiler die Wasserscheide zwischen Ruhr und Erft bildet, verbreitert sich hier nach West und Ost. Der hügelige östliche Theil desselben, welcher zwischen Bergheim und Grevenbroich mit dem großen Landrücken des Villwaldes in Eins verschmolzen ist, wird bei Bedburg und Caster von der Erft durchbrochen, die darauf ihren frühern, mit der Ruhr ganz parallelen Lauf ändert und in nordöstlicher Richtung über Grevenbroich und Neuß zum Rheine fließt. Der nördliche Theil dieses, nunmehr welligen Plateaus senkt sich bei Holzheim allmählig in die Tiefebene des Neersgebiets, welcher Fluß zwischen Keyenberg und Wanlo, an der Grenze unseres Regierungsbezirks, seine südlichsten Quellbäche erhält. Nordwestwärts von Erkelenz verliert der Landrücken immer mehr an innerm Zusammenhang und Charakter, wird von mehreren zur Ruhr gehenden Bächen und durch den zur Maas fließenden Schwalmfluß in breiten Thälern durchfurcht, setzt westwärts, in der Nahe der Maas plötzlich als hügeliges Dünenland ab und verliert sich nordwärts sanft und kaum bemerkbar in die sandige Ebene von Breyl, Dülken, Kaldenkirchen ec. Der ganze nordwestliche Distrikt des Erkelenzer Plateaus besteht größtenteils aus lockern Flugsande und ist mit großen Heidestrecken, Brüchen und niedrigem Gehölz bedeckt, zwischen welchen sich, gleich Oasen, hie und da einzelne kultivirte und bewohnte Stellen befinden (Arsbeck, Wildenrath, Rötgen ec.).