Schmallenberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Die [[Mundart]] der Ackerbürgerstadt Schmallengerg ist 1954 noch bei der älteren Generation fest. Sie liegt unmittelbar an der großen Grenzscheide von [[niederdeutsch|Niederdeutsch]] und [[mitteldeutsch|Mitteldeutsch]], spricht au `euch', buggen 'bauen', mägget `(sie) mähen', möi 'mir', miäk 'mich' wie der Raum Attendorn-Arolsen des [[westfälisch|Südwestfälischen]]. | Die [[Mundart]] der Ackerbürgerstadt Schmallengerg ist 1954 noch bei der älteren Generation fest. Sie liegt unmittelbar an der großen Grenzscheide von [[niederdeutsch|Niederdeutsch]] und [[mitteldeutsch|Mitteldeutsch]], spricht au `euch', buggen 'bauen', mägget `(sie) mähen', möi 'mir', miäk 'mich' wie der Raum Attendorn-Arolsen des [[westfälisch|Südwestfälischen]]. | ||
== | ==Wirtschaft== | ||
===Handel und Gewerbe=== | |||
Stand 1954: Im Mittelalter, teilweise auch bis zum 20. Jhdt., Ackerbürgerstadt. 7, später nur noch 3, um 1845: 2 Jahrmärkte. 6 Gilden, wichtig Gerber und Schmiede; Mühlen. Im 17. und 18. Jhdt. zahlreiche Schmiedehämmer zur Kleineisenherstellung an¬gelegt. Messer- und Nagelfabriken auch um 1845 wichtig. Aus der 1810 gegr. Strickwarenfabrik entwickelte sich eine bedeutende Industrie für Strick- und Strumpfwaren, Firmen von 1954 be¬stehen seit 1810, 1870, 1883. 1895; daneben Woll- und Haargarnspinnerei (seit 1850 bzw. 1860). Außerdem Holzwarenfabrik (Drechslerei) seit 1907. Forellenzuchtanstalt. | |||
===Verkehr=== | |||
Stand 1954: Schmallengerg liegt an alter Handelsstraße Köln-Kassel, 1954 streckenweise entsprechend Bun¬desstraße Dortmund- Altena - Schmallengerg - Winterberg - Marburg. Weitere Straßen nach Arnsberg, Me¬schede, Nuttlar-Rüthen, Olsberg-Brilon. Neben¬bahn Altenhundem- Schmallengerg (1887), weiter nach Frede¬burg (1889)-Wennemen (1911). | |||
===Umgebungsbedeutung=== | |||
Stand 1954: Schmallengerg hat seit jeher beträchtliche Bedeutung für das städtearme Gebiet nördlich des Rothaar¬gebirges. | |||
=== | ==Verwaltung== | ||
===Rat=== | |||
Bürgermeister, Rat und Gemeinheit 1243. Stellver¬treter des Bürgermeisters proconsul; der Rat bestand aus 2 Reck-(Rechen-)Leuten (camerarii) und 4 Rats¬herren (senatores); dazu 2 Gemeinheitsvorsteher. Der Rat wurde jährlich von den Bürgern, der Bürgermeister jährlich vom Rat und den beiden Zunft¬meistern auf St. Kunibert (12. 11.) gewählt. Auf¬hebung der Stadtverfassung 1812. | |||
== Politische Einteilung == | ===Gericht=== | ||
Der Stadtrichter, meist zugleich Stadt¬schreiber, hatte polizeiliche Funktionen. 1437 wurden die Bürger vom Erscheinen am [[Gogericht]] zu Schmallengerg befreit. [[Kurfürstentum Köln|Kurfürstliche]] Richter für die hohe Gerichtsbarkeit. [[Freistuhl]] bei Schmallengerg. | |||
===Bürgerschaft=== | |||
Die Zunftmeister der Gerber- und Schmie¬dezunft hatten Sitz und Stimme bei der Bürgermeisterwahl. Blutige Parteikämpfe bei den Wah¬len 1789, 1792 und 1793. | |||
Landesherrschaft== | |||
===Landesherren=== | |||
Seit Gründung lag Schmallengerg im [[Kurfürstentum Köln|kurkölnischen]] [[Herzogtum Westfalen]], und zwar im [[Amt Medebach (historisch)]]. Bündnisse mit den Nachbarstädten Medebach, Hallenberg und Winterberg 1300, 1370, 1451; Anschluß an die westfälischen Landfriedensbünd¬nisse 1325, 1344, 1437, 1508 und 1654. [[Hanse|Hanse¬stadt]] unter Brilon. Im 15. und 16. Jh. war die Stadt mehrfach an Hessen verpfändet. | |||
* 1803-1816 mit dem [[Herzogtum Westfalen]] an zu [[Hessen-Darmstadt]]. | |||
* 1816 [[Preußen]], [[Provinz Westfalen]], [[Regierungsbezirk Arnsberg]], bis 1819 [[Kreis Eslohe]]. ab 1819 [[Kreis Meschede]] [[Amt Schmallenberg]] | |||
* 1946 Land [[Nordrhein-Westfalen]], 1975 [[Hochsauerlandkreis]] | |||
===Kriegerische Ereignisse=== | |||
Schmallenberg litt stark in der Scester Fehde (1444ff.) im 30jährigen und im 7jährigen Krieg. | |||
==Kriegswesen== | |||
===Schützengilden=== | |||
Schützengilde sicher entstanden aus älterer Bruderschaft. Neugründung als Schützengesellschaft 1820. | |||
==Siegel, Wappen, Fahne== | |||
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|valign="top"|[[Image:Wappen_Stadt_Schmallenberg.png|100px]] | |||
|valign="top"|''Beschreibung:'' | |||
'''Wappen''': In Silber ein rotes got. Tor mit hochragender Kreuzblume, im Torbogen ein auf¬rechter, rechtsgewendeter, schwarzer Schlüssel ; beiderseits anschließend je ein von einem gezinn¬ten Turm überragtes Gebäude. | |||
'''Siegel:''' Das älteste Siegel (1243) zeigt Mauer mit einem Turm, darauf wehende Fahne am Kreuzstock; die heutige Form entstammt dem Sekret von 1344, dessen Bild zum Wappen wurde. Ähnliches Bild auf städt. Tenaren im 13. Jh. | |||
'''Fahne 1954:''' Rot-Weiß, oben ein schwarzes Feld mit dem Schild des Stadtwappens. | |||
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==Finanzwesen== | |||
===Münzwesen=== | |||
* Zwischen 1238 und 1297 Münzstätte der Kölner Erzbischöfe Konrad, Engelbert Il. und Sieg¬fried, die hier Pfennige und Vierlinge, meist nach Kölner, Attendorner, Briloner und Soester Vor¬bildern, prägen ließen. | |||
* Notgeld, ausschließlich Papier: Stadt. 1923: 100, 500 Ts., 1, 5 Mill. | |||
* Amt Schmallenberg 1923: 7 Werte von 5 Md. bis 5 Bill. | |||
==Stadtgebiet== | |||
Das Stadtgebiet vergrößerte sich um 1450 erheblich. | |||
* 1843 [[Amt Schmallenberg]] | |||
** 1844 Eingliederung von Wormbach in das [[Amt Schmallenberg]], | |||
* 1858: 1724 ha, 1885: 1725 ha, 1950: 1663 ha (davon 781 ha Wald), 1951: 1662 ha. | |||
* 1975 kommunale Neugliederung: 1975 Stadt [[Schmallenberg]] aus den Ämtern [[Amt Fredeburg|Fredeburg]] und [[Amt Schmallenberg|Schmallenberg]] mit den Städten [[Fredeburg]] und [[Schmallenberg]] und den Gemeinden Berghausen, Freiheit Bödefeld, Dorlar, Fleckenberg, Grafschaft, Lenne, Oberkirchen, Rarbach, Wormbach. | |||
** 1975: Die Stadt [[Schmallenberg]] ist Rechtsnachfolgerin des Amtes Schmallenberg. | |||
=== Politische Einteilung === | |||
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Version vom 20. Mai 2009, 15:30 Uhr
Schmallenberg: historisch – familienkundliche Entwicklung im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, Bibliografie, Archive, Quellen, Hinweise...
Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Arnsberg > Hochsauerlandkreis > Schmallenberg
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden Lokalisierung der Stadt Schmallenberg innerhalb des Hochsauerlandkreises |
Früherwähnung
Name
„Smalenburg" 1244; „Smalenberg" 1257; „Smalenburch" 1262; „Smalenborg" 1284.
Grundherrschaft
- 1244 einigte sich der Kölner Erz¬bischof Konrad mit dem Kloster Grafschaft dahin, die Stadt Schmallenberg auf gemeinsame Kosten zu befestigen, die baufällige Burg aber nicht in die Befestigung einzubeziehen.
Stadt
- 1244 wird auch der Bürgermeister Regenhard genannt.
Gogerich
1282 erhielt Graf Ludwig v. Arnsberg vom Kölner Erzbischof Siegfried das Gogericht in Schmallenberg für 200 Mark Soester Denare in Pfandschaft.
Pfarrei
1262 wird der Pfarrer Franco genannt.
Familienname
„Alexander de Schmalenbergh 1228;
Landschaftslage
Schmallenberg liegt in 370-410 m Höhe am Südrand des Ostsauerländischen Oberlandes auf einem bis 40 m hohen, von einem Mäanderbogen der oberen Lenne dreiseitig umflossenen schmalen Terrassensporn in der Schmallenberger Lennemulde unmittelbar am Fuß der hier bis über 750 m ansteigenden waldbedeckten Höhenrückenzone des Hochsauerlandes (Rothaargebirge).
Ortsursprung
Burg (castrum) der Kölner Erzbischöfe, die nach Zerstörung (um 1240) nicht wieder auf¬gebaut wurde. An sie angelehnt der Ort Schmallenberg.
Stadtgründung
1244 Befestigung durch den Kölner Erzbischof zur Sicherung der westfälischen Süd¬grenze und zum Schutze der Abtei Grafschaft.
Stadtsiedlung
Bauliche Entwicklung
Ursprünglich gewachsene Anlage mit lang¬rundem Grundriß. Nach zahlreichen Bränden im 18. und 19. Jh., zuletzt 1822, planmäßig aufgebaut, über die alte Stadtgrenze besonders im Norden hinaus, mit gitterförmigem Straßennetz und sehr breiten Straßen. Im 18. Jhdt. war dies Bild schon im wesentlichen vorhanden. Inmitten ein fast runder Marktplatz (=freier Baublock) mit freistehender Kirche.
- Befestigung der Stadt 1243 ff. unter Ausschluß der Burg; nach Norden hin Landwehr. Mauern und Tore um 1812 niedergelegt und 1954 nur noch in Resten erhalten. 3 Tore: im Norden die Obere, im Südwesten die Niedere, im 0sten die Wasserpforte; außerdem 6 Mauertürme. Schmallenberg war in Viertel eingeteilt: Großes Viertel (Aldenburg) im Nordosten, Luttern- (oder Gersten-)Viertel im Nordwesten, Kleines (Lutteken) Viertel im Südwesten, Deckers Viertel (Nig¬gestadt) im Südosten.
Gebäude
Die mittelalterliche Burg stand ganz im Süden der Stadt, uni 1240 zerstört. Kath. Pfarrkirche St.Alexander um 1220 erbaut, Übergangsstil, gotischer Chor später, Turm und Kirche erweitert 1905 bis 1906, Patron Alexander nach dem Kloster Grafschaft. Kath. Kapelle auf dem Werth, Renaissance, gestiftet durch Familie Falcke. Wenig alte Wohnhäuser (u. a. 1639).
Brände
Brände 1608 (24 Häuser), 1732, 1746 (ganz abgebrannt), 1810 (55 Wohnhäuser, Kirche, Rathaus), 1822 (131 von 151 Häusern !).
Zerstörung 2. Weltkrieg
Schmallenberg wurde in den letzten Kriegstagen bei der Einnahme am 07.04.1945 stark getroffen; zerstört 34 Häuser, 1 Schule, 1 Fabrikgebäude; beschädigt 151 weitere Häuser und das gesamte Wege¬netz. Alle Schäden waren 1954 beseitigt.
Bevölkerung
Ältere Einwohnerzahlen
1307: etwa 120 Hausstätten; 1563 und 1626: etwa 115 Häuser. In 2. Hälfte 15. Jh. Zuzug aus umliegenden Orten.
Bevölkerungsverzeichnisse
- Lehenbuch von Schmallenberg 1530-1620.
- Bürgerauf¬nahmebuch 1547-1768.
- Stadtbuch 1549.
- Bürger¬matrikel 1781-1844.
- Schatzungsregister 1610 bis 1638.
- Kirchenbücher: Kath. seit 1746.
Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch
- Schmallenberg, Kreis Meschede (um 1244), „Der Bürgerschaft Register" 1549-1768 (Stadtarchiv Schmallenberg). Es fehlen die Matrikeln 1637-1681, 1707-1733 und 1734-1748. — Ein Ratsprotokollbuch 1400-1500 (alte Signatur: VI, 1 Lit. B Nr. 1) mit Bürgeraufnahmen vor 1549 wird seit dem Anfang des 19. Jhs. vermißt. — „Bürger Matrikel Buch" 1781-1844 (Stadtarchiv Schmallenberg, VI, 47).
- Veröffentlichung: Frenn Wiethoff, Das Bürgerbuch der Stadt Schmallenberg 1549-1800. In: Beiträge zur westfälischen Familienforschung, Bd. 11(1939), S.4-13.
- Ergänzende Quellen: Bürgerverzeichnisse im Stadtbuch, sog. Mühlenbuch (18. Jh.), Schatzungsregister von 1696 (beide im Stadtarchiv Schmallenberg).
- Quelle: Beiträge zur westfälischen Familienforschung Bd. 36-37
Abschriften der Mormonen
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
- 1807-1874 (rk.) Geburten, Heiraten, Tote
- 1829-1832 (Bürgermeisterei, Juden) Geburten, Heiraten, Tote
- 1804-1874 (Mischbestand, Juden)
Jüngere Einwohnerzahlen
1818: 863 Einwohner (E.), 1822 (vor dem Brand): 151 Häuser, 1843: 940 E., 1858: 1.013 E., 1871: 1244 E., 1885: 1424 E., 1895: 1608 E., 1905: 1715 E., 1913: 2360 E., 1925: 2137 E., 1933: 2.359 E., 1939: 2.553 E. (1.105 m., 1.452 w.), 1946: 3.402 E. (1.414 m., 1.988 w. ; davon 356 Flüchtlinge, 324 Evakuierte), 1950: 3.682 E. (davon 501 Flücht¬linge, 308 Evakuierte).
Sprache
Die Mundart der Ackerbürgerstadt Schmallengerg ist 1954 noch bei der älteren Generation fest. Sie liegt unmittelbar an der großen Grenzscheide von Niederdeutsch und Mitteldeutsch, spricht au `euch', buggen 'bauen', mägget `(sie) mähen', möi 'mir', miäk 'mich' wie der Raum Attendorn-Arolsen des Südwestfälischen.
Wirtschaft
Handel und Gewerbe
Stand 1954: Im Mittelalter, teilweise auch bis zum 20. Jhdt., Ackerbürgerstadt. 7, später nur noch 3, um 1845: 2 Jahrmärkte. 6 Gilden, wichtig Gerber und Schmiede; Mühlen. Im 17. und 18. Jhdt. zahlreiche Schmiedehämmer zur Kleineisenherstellung an¬gelegt. Messer- und Nagelfabriken auch um 1845 wichtig. Aus der 1810 gegr. Strickwarenfabrik entwickelte sich eine bedeutende Industrie für Strick- und Strumpfwaren, Firmen von 1954 be¬stehen seit 1810, 1870, 1883. 1895; daneben Woll- und Haargarnspinnerei (seit 1850 bzw. 1860). Außerdem Holzwarenfabrik (Drechslerei) seit 1907. Forellenzuchtanstalt.
Verkehr
Stand 1954: Schmallengerg liegt an alter Handelsstraße Köln-Kassel, 1954 streckenweise entsprechend Bun¬desstraße Dortmund- Altena - Schmallengerg - Winterberg - Marburg. Weitere Straßen nach Arnsberg, Me¬schede, Nuttlar-Rüthen, Olsberg-Brilon. Neben¬bahn Altenhundem- Schmallengerg (1887), weiter nach Frede¬burg (1889)-Wennemen (1911).
Umgebungsbedeutung
Stand 1954: Schmallengerg hat seit jeher beträchtliche Bedeutung für das städtearme Gebiet nördlich des Rothaar¬gebirges.
Verwaltung
Rat
Bürgermeister, Rat und Gemeinheit 1243. Stellver¬treter des Bürgermeisters proconsul; der Rat bestand aus 2 Reck-(Rechen-)Leuten (camerarii) und 4 Rats¬herren (senatores); dazu 2 Gemeinheitsvorsteher. Der Rat wurde jährlich von den Bürgern, der Bürgermeister jährlich vom Rat und den beiden Zunft¬meistern auf St. Kunibert (12. 11.) gewählt. Auf¬hebung der Stadtverfassung 1812.
Gericht
Der Stadtrichter, meist zugleich Stadt¬schreiber, hatte polizeiliche Funktionen. 1437 wurden die Bürger vom Erscheinen am Gogericht zu Schmallengerg befreit. Kurfürstliche Richter für die hohe Gerichtsbarkeit. Freistuhl bei Schmallengerg.
Bürgerschaft
Die Zunftmeister der Gerber- und Schmie¬dezunft hatten Sitz und Stimme bei der Bürgermeisterwahl. Blutige Parteikämpfe bei den Wah¬len 1789, 1792 und 1793.
Landesherrschaft==
Landesherren
Seit Gründung lag Schmallengerg im kurkölnischen Herzogtum Westfalen, und zwar im Amt Medebach (historisch). Bündnisse mit den Nachbarstädten Medebach, Hallenberg und Winterberg 1300, 1370, 1451; Anschluß an die westfälischen Landfriedensbünd¬nisse 1325, 1344, 1437, 1508 und 1654. Hanse¬stadt unter Brilon. Im 15. und 16. Jh. war die Stadt mehrfach an Hessen verpfändet.
- 1803-1816 mit dem Herzogtum Westfalen an zu Hessen-Darmstadt.
- 1816 Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, bis 1819 Kreis Eslohe. ab 1819 Kreis Meschede Amt Schmallenberg
- 1946 Land Nordrhein-Westfalen, 1975 Hochsauerlandkreis
Kriegerische Ereignisse
Schmallenberg litt stark in der Scester Fehde (1444ff.) im 30jährigen und im 7jährigen Krieg.
Kriegswesen
Schützengilden
Schützengilde sicher entstanden aus älterer Bruderschaft. Neugründung als Schützengesellschaft 1820.
Siegel, Wappen, Fahne
Finanzwesen
Münzwesen
- Zwischen 1238 und 1297 Münzstätte der Kölner Erzbischöfe Konrad, Engelbert Il. und Sieg¬fried, die hier Pfennige und Vierlinge, meist nach Kölner, Attendorner, Briloner und Soester Vor¬bildern, prägen ließen.
- Notgeld, ausschließlich Papier: Stadt. 1923: 100, 500 Ts., 1, 5 Mill.
- Amt Schmallenberg 1923: 7 Werte von 5 Md. bis 5 Bill.
Stadtgebiet
Das Stadtgebiet vergrößerte sich um 1450 erheblich.
- 1843 Amt Schmallenberg
- 1844 Eingliederung von Wormbach in das Amt Schmallenberg,
- 1858: 1724 ha, 1885: 1725 ha, 1950: 1663 ha (davon 781 ha Wald), 1951: 1662 ha.
- 1975 kommunale Neugliederung: 1975 Stadt Schmallenberg aus den Ämtern Fredeburg und Schmallenberg mit den Städten Fredeburg und Schmallenberg und den Gemeinden Berghausen, Freiheit Bödefeld, Dorlar, Fleckenberg, Grafschaft, Lenne, Oberkirchen, Rarbach, Wormbach.
- 1975: Die Stadt Schmallenberg ist Rechtsnachfolgerin des Amtes Schmallenberg.
Politische Einteilung
Zum Stadtgebiet Schmallenberg gehören 83 Ortschaften:
- Almert
- Altenhof
- Altenilpe
- Arpe
- Bad Fredeburg
- Berghausen
- Berghof
- Bödefeld
- Brabecke
- Bracht
- Dorlar
- Dornheim
- Ebbinghof
- Felbecke
- Fleckenberg
- Föckinghausen
- Gellinghausen
- Gleidorf
- Grafschaft
- Grimminghausen
- Hanxleden
- Harbecke
- Hebbecke
- Heiminghausen
- Herschede
- Hiege
- Hoher Knochen
- Holthausen
- Hundesossen
- Huxel
- Inderlenne
- Jagdhaus
- Keppel
- Kirchilpe
- Kirchrarbach
- Kückelheim
- Landenbeckerbruch
- Lanfert
- Latrop
- Lengenbeck
- Lenne
- Mailar
- Menkhausen
- Mittelsorpe
- Mönekind
- Nesselbach
- Niederberndorf
- Niederhenneborn
- Niedersorpe
- Nierentrop
- Nordenau
- Oberberndorf
- Oberhenneborn
- Oberkirchen
- Oberrarbach
- Obersorpe
- Obringhausen
- Ohlenbach
- Osterwald
- Rehsiepen
- Rellmecke
- Rimberg
- Rotbusch
- Schanze
- Schmallenberg (Kernstadt)
- Selkentrop
- Sellinghausen
- Sellmecke
- Silberg
- Sögtrop
- Sonderhof
- Störmecke
- Twismecke
- Vorwald
- Waidmannsruh
- Walbecke
- Werntrop
- Werpe
- Westernbödefeld
- Westfeld
- Winkhausen
- Wormbach
- Wulwesort
Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
Evangelische Kirchen
Katholische Kirchen
Geschichte
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
Bibliografie
Periodika
- Schmallenberger Heimatblätter. Hrsg.: Schützengesellschaft Schmallenberg 1820 e.V., Redaktion: Hannelore Himmelreich, Auf der Mauer 14, 57392 Schmallenberg. Vertrieb: Christoph Rickert, Grafschafter Straße 1, 57392 Schmallenberg. 73/2007.
- Handirk. Heimatnachrichten für Grafschaft, Latrop, Schanze in Wort und Bild. Hrsg.: St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Grafschaft 1825 e.V., Handirk-Redaktion, Hans Robert Schrewe, Hauptstraße 20, 57392 Schmallenberg, Tel.: 02972/1546, E-Mail: hansrobert.schrewe@t-online.de 24/2007.
Genealogische Bibliografie
Historische Bibliografie
Archive und Bibliotheken
Archive
Bibliotheken
Verschiedenes
Weblinks
Offizielle Webseiten
Genealogische Webseiten
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
Dieses Bild gehört zum Ort mit der GOV-Kennung SCHERGJO41DD | |
http://gov.genealogy.net/item/show/SCHERGJO41DD
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Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis (Regierungsbezirk Arnsberg) |
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Arnsberg | Bestwig | Brilon | Eslohe | Hallenberg | Marsberg | Medebach | Meschede | Olsberg | Schmallenberg | Sundern | Winterberg |
