Samland: Unterschied zwischen den Versionen

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*Wirtschaftlich blieb das Samland ein Knotenpunkt. Anregungen und Moden kamen weiterhin aus dem Süden, neu waren jetzt aber Beziehungen nach '''Gotland'''. Die Goten hatten bereits aus klimatischen Gründen zwischen '''800''' bis '''300 v. Chr'''. Züge nach Süden unternommen, und siedelten vorwiegend in der Gegend um [[Danzig]]. Aus dieser Zeit stammt die ostpreußische Sage von den '''gotischen Brüdern Widewuto und Bruteno'''.
*Wirtschaftlich blieb das Samland ein Knotenpunkt. Anregungen und Moden kamen weiterhin aus dem Süden, neu waren jetzt aber Beziehungen nach '''Gotland'''. Die Goten hatten bereits aus klimatischen Gründen zwischen '''800''' bis '''300 v. Chr'''. Züge nach Süden unternommen, und siedelten vorwiegend in der Gegend um [[Danzig]]. Aus dieser Zeit stammt die ostpreußische Sage von den '''gotischen Brüdern Widewuto und Bruteno'''.
*Gräberfunde aus der '''Gotenzeit''' weisen in Ostpreußen ein großes stilistisches Durcheinander aus. Neu sind Keramiken mit mattglänzender Politur, die auf Graphit-Beimengung deuten, die beim Erstarren von Eisen entsteht. Die Metallindustrie hatte also einen Aufschwung erlebt. Schmuck wird nun auch in Gusstechnik hergestellt, und die Waffenindustrie blüht, denn die mit Säureätzung hergestellten Verzierungen deuten auf ein kriegstüchtiges Volk. Während frühere Funde durchaus auf friedliche Handelsbeziehungen weisen, scheint es jetzt nötig geworden zu sein, '''sich mit Waffen zu verteidigen'''; während es vorher keine Waffengräber gab, tauchen sie in dieser Epoche vermehrt auf. Die Goten hatten sich zunächst in Pommern angesiedelt und begannen nun Druck nach Osten ins Landesinnere nach [[Galindien]] zu machen. Aber sie müssen auch entlang der Haffküsten bis hoch nach [[Memel]] gedrungen sein, denn überall wo sie Einfluss nehmen, setzt wieder '''Körperbestattung''' ein. Von der Haffküste aus verbreiten sich diese gotischen Einflüsse ins Landesinnere.
*Gräberfunde aus der '''Gotenzeit''' weisen in Ostpreußen ein großes stilistisches Durcheinander aus. Neu sind Keramiken mit mattglänzender Politur, die auf Graphit-Beimengung deuten, die beim Erstarren von Eisen entsteht. Die Metallindustrie hatte also einen Aufschwung erlebt. Schmuck wird nun auch in Gusstechnik hergestellt, und die Waffenindustrie blüht, denn die mit Säureätzung hergestellten Verzierungen deuten auf ein kriegstüchtiges Volk. Während frühere Funde durchaus auf friedliche Handelsbeziehungen weisen, scheint es jetzt nötig geworden zu sein, '''sich mit Waffen zu verteidigen'''; während es vorher keine Waffengräber gab, tauchen sie in dieser Epoche vermehrt auf. Die Goten hatten sich zunächst in Pommern angesiedelt und begannen nun Druck nach Osten ins Landesinnere nach [[Galindien]] zu machen. Aber sie müssen auch entlang der Haffküsten bis hoch nach [[Memel]] gedrungen sein, denn überall wo sie Einfluss nehmen, setzt wieder '''Körperbestattung''' ein. Von der Haffküste aus verbreiten sich diese gotischen Einflüsse ins Landesinnere.
*Auch der Name „Aestier“ ist gotisch und bedeutet „die Geachteten, die Geschätzten“. Aus diesem Wort entwickelte sich der Name Estland.
===Römische Kaiserzeit===
[[Bild: Bernsteinroute98n.Chr..jpg|thumb|300px|Die Bernsteinroute von '''Memel''', dem '''Samland''' und '''Danzig''' im Jahr 98 nach Chr.]]
Ab der Römischen Kaiserzeit (1. bis 4. Jh. n.Chr) werden neben archäologischen auch '''schriftliche Zeugnisse''' geliefert. So schreibt '''Tacitus''': ''„Rechts von dort schlägt das slawische Meer an das Küstenland der aestischen Völker. Ihre Sitte und ihr Äußeres ist schwebisch, die Sprache der brittanischen ähnlich. Sie verehren die Göttermutter. Als Sinnbild dieses Kultes führen sie Bilder von Ebern. Solche Bilder sind ihr Schild und Schirm. Sie decken den Verehrer selbst in der Feinde Mitte. Selten ist der Gebrauch einer eisernen Wehr, häufiger der von Keulen. Getreide und andere Feldfrüchte bauen sie fleißiger an, als dies sonst der bequemen Germanen Art ist. Aber auch das Meer durchsuchen sie, und sie sind die einzigen von allen, die den Bernstein, bei ihnen „glesum“ genannt, in den Untiefen und am Ufer selbst sammeln. Seine Natur und Entstehungsart haben diese Barbaren nie untersucht oder ermittelt. Lange lag er unter anderem Auswurf des Meeres da, bis römische Prunksucht ihm einen Namen machte. Jene wissen selbst nichts damit anzufangen; er wird roh gesammelt, unverarbeitet ausgeführt und voller Bewunderung empfangen sie Bezahlung dafür“.''
*'''Tacitus''' nennt die Prußen einen „äußerst friedliebenden Menschenschlag“, und auch tausend Jahre später sagt '''Adam von Bremen''', dass es höchst schätzenswerte Menschen seien, über deren Sitten viel Löbliches gesagt werden könnte. Neben der Bernsteinroute über Land gab es auch einen '''Seeweg über Utrecht'''. Münzfunde aus '''arabischen Ländern''' beweisen, dass auch der Bernsteinhandel mit '''Russland''' weiter blühte.
===Völkerwanderung===


==Sprachdenkmäler==
==Sprachdenkmäler==

Version vom 26. Februar 2010, 20:24 Uhr

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Prußische Stammesgebiete
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Baltische Stammesgebiete


Geografische Lage

"Die Grenzen der prussischen Landschaft Samland ist im Süden der Pregel gegen Ermland und Natangen. Wahrscheinlich war das östliche Samland vom westlichen Nadrauen durch den "Großen Baumwald" getrennt, hatte also keine festumrissene Grenze. Samland ist die am frühesten bekannt gewordene prussische Landschaft; in den ältesten Berichten und Urkunden werden Samländer und Prussen oft gleichgesetzt." [1]

Sage

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Das prußische Hauptheiligtum Romowe im Samland

Wie Widewuto das Land unter seine Söhne theilte

  • "Am andern Morgen früh setzten sich Widewuto und Bruteno vor der Eiche nieder und riefen zuvörderst jenes ältesten Sohnes herbei, welcher hieß Lytpho oder Litthuo, ...
  • Danach theilte Widewuto dem Samo, seinem zweiten Sohne, das Land von Crono und Halibo bis auf Skara das Wasser, und er nahm es mit der Zeit ein, und ward nach ihm Samland genannt. Er bauete sich auf einem mächtigen Sandberge, der zum Theil geschüttet ward, die Feste Gailgarwo (Galtgarben). Dieser Samo hatte mit den Seinen eine sonderliche Lebensweise; denn sie waren andächtiger wie die übrigen Brutener und wählten auch einen besonderen Eichwald zu ihrer Andacht aus, in welchem sie einen Haufen Schlangen [1] zu Ehren ihrer Götter unterhielten. Samo ließ weniger Kinder als seine Brüder, denn sein Weib Pregolla ertrank in dem Flusse Skara, davon dieser den Namen (Pregel) erhielt."

Im Samland, Kreis Fischhausen gab es einen Ort Rummowe, der später Romehnen hieß.

  • prußisch "roms, rams, rums" = still, ruhig, bescheiden, sittsam, höflich, zahm (auch im Sinne von heilig gebraucht)


Name

Der Name beschreibt ein niedrig liegendes Gebiet.

  • prußisch "same, semme, zeme" = Erde (im kurischen und zemaitischen Sprachgebrauch bedeutet es auch unten bzw. Niederland)

Urkundliche Erwähnungen:

  • Sem-land 1073
  • Samb-landia 1224
  • Zambia 1231
  • Samie 1238
  • Samlandia 1242
  • Sambia 1246

Geschichte

Archäologie

  • Haffküsten-Kultur, die, wie der Name sagt, an den geschützten Lagunen der Ostsee siedelte. An den Flussmündungen, entlang der binnenlandigen Haffufer und an der Samlandküste entstanden frühe Handelsplätze. Funde zeigen, dass sich die Menschen aus Fischerei, Landwirtschaft und Jagd erhielten. Bevorzugt wurden jene Wohnplätze, die über sandige, wasserdurchlässige Böden an erhöhten Uferstellen verfügten. Lichtungen wurden wegen der freien Übersicht bevorzugt. Wörter für Pflug, Egge, Rad, Achse, Nabe zeugen von der Kenntnis des Wagens.

Aus der Haffküsten-Kultur entwickelte sich die westbaltische, also prußische und kurische Bronzezeit, danach die frühe Eisenzeit.

  • An Fischereigeräten fand man Flintwerkzeuge, Harpunen, Forken, Fischreusen, Körbe, Lindenbast-Netze, Kähne, Ruder und Stakstangen. Auf der Jagd hielt man sich wesentlich an Robben und Wasservögel.
  • Für die Landwirtschaft benutzte man Werkzeuge aus Geweihschaufeln, Hauen, Handmühlen, Feuersteinklingen und Sensenblätter. Gefunden wurden das Getreide Emmer, eine primitive Weizenart, sowie Mahlsteine. Vor der Einführung des Flachses, der das Weben ermöglichte, trugen die Menschen Kleidung aus Rindenbast und Pelzen. Betrieben wurde auch die Zucht von Rindern, Pferden und Hunden. In dieser Epoche gelang auch die Zähmung des Schafes, woraus sich die Herstellung von Filzkleidung sowie die Techniken Stricken und Häkeln entwickelten.
  • Um 3000 v. Chr. macht sich ein fremder Zustrom aus westlichen Kulturen bemerkbar. Menschen, die im Kolonialland nicht auf Gewohntes verzichten wollten und deshalb auf ihren erprobten Wanderwegen auch rückwärtige Handelsbeziehungen aufrechterhielten, sorgten für einen regen kulturellen Austausch. So gibt es aus dieser Epoche Werkzeuge aus Rügen, Salz aus Mitteldeutschland sowie schlesischen Serpentin. Als Tauschobjekt ist Bernstein anzunehmen, denn der wurde in Pommern, Brandenburg, Mitteldeutschland, Norwegen, Finnland, Schlesien, Nordrussland und im Nordkaukasus gefunden. Breslau und Leysuhnen bei Heiligenbeil waren wohl die Hauptumschlagplätze, denn dort fand man in Handelshöfen, die als Zwischenlager dienten, 8 bzw. 3 Zentner Rohbernstein.
  • In der Bronzezeit (2000 bis 150 v.Chr) blüht das Handelsgeschehen im Samland, wobei die Dörfer in den Kreisen Fischhausen und Cranz die reichsten archäologischen Funde aufweisen. Steinäxte sind ungarischen Kupferäxten nachgebildet, und auch Spiralarmbänder zeigen Ahnlichkeit mit denen aus Ungarn. Bronze wird aus einer Legierung aus Kupfer und Zinn hergestellt, wobei der Zinnanteil allmählich auf 10% ansteigt und so die Bronze härter macht. Die chemische Zusammensetzung deutet auf Kupfer aus dem südwestlichen England, aus Spanien und dem Salzkammergut in Österreich. Daraus ist zu schließen, dass es in Ostpreußen selbst keine Bronzeindustrie gab sondern im Austauschverkehr mit Bernstein importiert wurde. Ebenfalls gab es Handelsbeziehungen zu den Gießerei-Werkstätten im nördlichen Kleinasien.
  • Im Gegensatz zu den Gebieten westlich der Weichsel findet im Samland noch die Ganzkörperbestattung in Hügelgräbern statt, die der gesamten Sippe über mehrere Generationen zur Verfügung stehen. In Ostpreußen kamen Kulturimpulse aus anderen Zentren stets langsamer an und schlugen sich nur allmählich durch, so dass alte Formen hier ein längeres Nachleben und mehr Spielraum zur Entwicklung hatten. So finden sich neben modernen Metallgegenständen immer noch alte Steinwerkzeuge in Gebrauch.
  • In der jüngeren Bronzezeit (1000 bis 500 v. Chr) verstärkt sich der westliche Einfluss, denn auch im Samland geht man zur Brandbestattung über. Inzwischen hat hier auch die Metallindustrie einen Aufschwung erfahren, was etliche Metall-Depotfunde beweisen, die auf einheimische Gießereien schließen lassen. Bei dem in Littausdorf gefundenen Kupfer ist dasselbe Verunreinigungs-Verhältnis wie beim englischen Kupfer zu finden. Da Littausdorf an der Ostsee liegt, darf auf einen Seehandel mit England geschlossen werden.
  • Auch in der Eisenzeit (500 v. Chr. bis 50 n. Chr) behält das Samland seine wirtschaftliche Bedeutung. Die Wirtschaftsbeziehungen zu Gebieten westlich der Weichsel halten an und beeinflussen die samländischen Sitten. Moderne Spinnwirbel mit Webegewichten halten Einzug, kobaltblaue Glasperlen mit Emaille-Einlagen werden anstelle des Bernsteinschmuckes bevorzugt.
  • Auch die Änderung der Grabsitten deuten auf neue Gedanken und Vorstellungskomplexe metaphysisch-religiöser Natur. Das Fortleben nach dem Tode war nicht mehr durch den Körper bedingt, worauf die Brandbestattung schließen lässt. Neu sind jetzt Urnen, die manchmal auch mit einem Gesicht verziert sind und einen Deckel erhalten, der mit einem sogenannten „Seelenloch“ versehen ist. Das deutet auf eine dualistische Scheidung zwischen Körper und Seele. Da man nichts über die Beschaffenheit der Seele weiß, vermutete man sie in der Asche oder in den Knochenresten, die deshalb in einer Urne gesammelt werden mussten. Damit die Seele jedoch ihren Weg zu den Göttern finden konnte, ließ man oben das Loch. Die Bestattungsweisen werden wohl der Bauweise des Wohnplatzes und dem täglichen Leben entsprochen haben, denn die runden Hügelgräber mit teilweise mehreren Steinringen entsprachen den Muldenhäusern mit ihren Umzäunungen.
  • Die Wirtschaft war inzwischen vorwiegend bäuerlich. Es gab Landeigentum, während die Jagd abschwächte. Als Haustier kam die Ziege hinzu, das Rind wurde als Zugtier gebraucht, während das Pferd als Reittier oder der vornehmen Wagenbespannung diente. Der Übergang vom Hackbau zum Hakenpflug verstärkte die Sesshaftigkeit, was wieder etliche Änderungen sozialer und religiöser Art nach sich zog, denn dadurch bekamen die Menschen ein engeres Verhältnis zur Natur und mussten sich über Werden und Vergehen, über die Naturgeschehen, über den Einfluss von Sonne, Mond und Naturgewalten Gedanken machen. Von der Natur war der Mensch abhängig, und er musste sich ihr Wohlwollen erringen oder ihren Zorn besänftigen.
  • Wirtschaftlich blieb das Samland ein Knotenpunkt. Anregungen und Moden kamen weiterhin aus dem Süden, neu waren jetzt aber Beziehungen nach Gotland. Die Goten hatten bereits aus klimatischen Gründen zwischen 800 bis 300 v. Chr. Züge nach Süden unternommen, und siedelten vorwiegend in der Gegend um Danzig. Aus dieser Zeit stammt die ostpreußische Sage von den gotischen Brüdern Widewuto und Bruteno.
  • Gräberfunde aus der Gotenzeit weisen in Ostpreußen ein großes stilistisches Durcheinander aus. Neu sind Keramiken mit mattglänzender Politur, die auf Graphit-Beimengung deuten, die beim Erstarren von Eisen entsteht. Die Metallindustrie hatte also einen Aufschwung erlebt. Schmuck wird nun auch in Gusstechnik hergestellt, und die Waffenindustrie blüht, denn die mit Säureätzung hergestellten Verzierungen deuten auf ein kriegstüchtiges Volk. Während frühere Funde durchaus auf friedliche Handelsbeziehungen weisen, scheint es jetzt nötig geworden zu sein, sich mit Waffen zu verteidigen; während es vorher keine Waffengräber gab, tauchen sie in dieser Epoche vermehrt auf. Die Goten hatten sich zunächst in Pommern angesiedelt und begannen nun Druck nach Osten ins Landesinnere nach Galindien zu machen. Aber sie müssen auch entlang der Haffküsten bis hoch nach Memel gedrungen sein, denn überall wo sie Einfluss nehmen, setzt wieder Körperbestattung ein. Von der Haffküste aus verbreiten sich diese gotischen Einflüsse ins Landesinnere.
  • Auch der Name „Aestier“ ist gotisch und bedeutet „die Geachteten, die Geschätzten“. Aus diesem Wort entwickelte sich der Name Estland.

Römische Kaiserzeit

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Die Bernsteinroute von Memel, dem Samland und Danzig im Jahr 98 nach Chr.

Ab der Römischen Kaiserzeit (1. bis 4. Jh. n.Chr) werden neben archäologischen auch schriftliche Zeugnisse geliefert. So schreibt Tacitus: „Rechts von dort schlägt das slawische Meer an das Küstenland der aestischen Völker. Ihre Sitte und ihr Äußeres ist schwebisch, die Sprache der brittanischen ähnlich. Sie verehren die Göttermutter. Als Sinnbild dieses Kultes führen sie Bilder von Ebern. Solche Bilder sind ihr Schild und Schirm. Sie decken den Verehrer selbst in der Feinde Mitte. Selten ist der Gebrauch einer eisernen Wehr, häufiger der von Keulen. Getreide und andere Feldfrüchte bauen sie fleißiger an, als dies sonst der bequemen Germanen Art ist. Aber auch das Meer durchsuchen sie, und sie sind die einzigen von allen, die den Bernstein, bei ihnen „glesum“ genannt, in den Untiefen und am Ufer selbst sammeln. Seine Natur und Entstehungsart haben diese Barbaren nie untersucht oder ermittelt. Lange lag er unter anderem Auswurf des Meeres da, bis römische Prunksucht ihm einen Namen machte. Jene wissen selbst nichts damit anzufangen; er wird roh gesammelt, unverarbeitet ausgeführt und voller Bewunderung empfangen sie Bezahlung dafür“.

  • Tacitus nennt die Prußen einen „äußerst friedliebenden Menschenschlag“, und auch tausend Jahre später sagt Adam von Bremen, dass es höchst schätzenswerte Menschen seien, über deren Sitten viel Löbliches gesagt werden könnte. Neben der Bernsteinroute über Land gab es auch einen Seeweg über Utrecht. Münzfunde aus arabischen Ländern beweisen, dass auch der Bernsteinhandel mit Russland weiter blühte.

Völkerwanderung

Sprachdenkmäler

Siehe auch


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Hermanowski, Georg: Ostpreußen Lexikon, Adam Kraft Verlag Mannheim 1980,S262