IR 115: Unterschied zwischen den Versionen
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==Formationsgeschichte== | ==Formationsgeschichte== | ||
Das Regiment wurde im Jahre 1621 errichtet und war damit das älteste Regiment der Alten deutschen Armee. Die Bezeichnung "Leibgarde" Regiment erhielt es im Jahre 1806, als die bisherige Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zum Großherzogtum Hessen wurde. Das Großherzoglich Hessische Militär wurde 1872 in die Armee des neugegründeten deutschen Kaiserreichs aufgenommen und gehörte im Jahre 1914 zum XVIII. Armeekorps/ Frankfurt am Main, innerhalb dessen es die 25. (Großherzoglich Hessische) Division bildete. Das Leibgarde-Regiment führte dann die endgültige Bezeichnung "Großherzoglich Hessisches Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115" und gehörte innerhalb der Division zur 49. Infanterie-Brigade (1. Großherzoglich Hessische). Garnison war immer Darmstadt. Traditionell waren die regierenden Landgrafen und Großherzöge Inhaber des Regiments, so auch der letzte Großherzog Ernst Ludwig (1868-1937, 1892 Regierungsantritt). | Das Regiment wurde im Jahre 1621 errichtet und war damit das älteste Regiment der Alten deutschen Armee. Die Bezeichnung "Leibgarde" Regiment erhielt es im Jahre 1806, als die bisherige Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zum Großherzogtum Hessen wurde. Das Großherzoglich Hessische Militär wurde 1872 in die Armee des neugegründeten deutschen Kaiserreichs aufgenommen und gehörte im Jahre 1914 zum XVIII. Armeekorps/ Frankfurt am Main, innerhalb dessen es die 25. (Großherzoglich Hessische) Division bildete. Das Leibgarde-Regiment führte dann die endgültige Bezeichnung "Großherzoglich Hessisches Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115" und gehörte innerhalb der Division zur 49. Infanterie-Brigade (1. Großherzoglich Hessische). Garnison war immer Darmstadt. Traditionell waren die regierenden Landgrafen und Großherzöge Inhaber des Regiments, so auch der letzte Großherzog Ernst Ludwig (1868-1937, 1892 Regierungsantritt). | ||
* '''11.3.1621''' befiehlt Landgraf Ludwig V, von Hessen die Errichtung der Kompanie Dreßler (jetzige 4. Komp.). | |||
* '''1630''': Errichtung des Regiment von Leyen, dessen Stammkomp. die Komp. Dressler als "Fürstliche Leib-Komp." bildet. | |||
* '''1632''': Die Leibkompanie wird nach Auflösung des Regts. v. Leyen selbstständig. | |||
* '''1646''': Zur Leibkomp. werden noch fünf Komp. angeworben und aus diesen sechs Komp. das Leib-Regt. zu Fuss gebildet. | |||
* '''1647''': Das Rgt. wird bis auf die Leibkomp. vermindert. | |||
* '''1672''': Die Leibkomp. wird aus 200 Mann erhöht und Leibgarde zu Fuss benannt. | |||
* '''1677''': Vermehrung um zwei weitere Komp. zum Leibgarde-Bataillon. | |||
* '''1691''': Nach mehrfachem Wechsel der Stärke Erweiterung zu einem Rgt., dessen Stärke auch weiterhin je nach der politischen Lage wechselt. | |||
* '''1.4.1697''': Abgabe von drei Komp. zu dem neu errichteten Prinz Carl Wilhelm von Hessen, Ober-Rheinischem Kreis-Regt. (siehe [[IR 117|Inf.-Rgt. Nr.117]]). | |||
* '''1.9.1745''': Errichtung der "1. Grenadier Leib-Komp." beim Rgt. | |||
* '''März 1768''': Vermehrung um eine 2. Gren. Komp., das jetzt Leib-Rgt. zu Fuss heisst (zu zwei Btl. mit je einem Grenadier- und vier Musketier-Komp. (nach preussischen Muster)). | |||
* '''1790''': Abgabe der beiden Gren. Komp. zur Bildung des I. Leib-Grenadier Btls (siehe [[IR 118|Inf.-Rgt. Nr.118]]). | |||
* '''1.6.1803''': Neuerung, die gesamte Inf. wird eingeteilt in drei Feld- und drei Reserve Brigaden (zu drei bzw. zwei Btl.), die Btl. bei der 1. und 2. Brig. zu zweien im bisherigen Regtsverband (zu vier Komp.), eines der Btl. der Feld-Brig. ist ein Füsilier Btl. (das 2. Füs. Btl bilden die 1. oder Leib-Brig.). Die 2. Brig. (Brigade Landgraf) wird vom Regiment Landgraf und dem II. Leib-Gren. Btl. als Füs. Btl. gebildet (siehe [[IR 117|Inf.-Rgt. Nr.117]]), die 3. Brig. (Brigade Erbprinz) vom I. Btl. Regts. Erbprinz dem 1. Füs. Btl. und Resten eines vormals kölnischen Regts. (siehe [[IR 116|Inf.-Rgt. Nr.116]]). Das 2. Füs. Btl. war 15.9.1790 von Landgraf Ludwig X. als "leichtes Inf. Btl." errichtet und hatte am 26.9.1799 den Namen 2. Füs. Btl. erhalten (siehe [[IR 116|Inf.-Rgt. Nr.116]]). | |||
* '''12.7.1806''': Hessen tritt dem Rheinbund bei. | |||
* '''13.8.1806''': Landgraf Ludwig X. nimmt den Titel Grossherzog an. | |||
* '''18.8.1806''': Namensänderung: Die Leib-Brig. wird Leib-Garde-Brigade, das Leib-Regt. zu Leib-Garde-Regt., das Füs. Btl. zu Garde-Füs. Btl.. Die Brig. Landgraf wird Leib-Brig., das Rgt. Landgraf zu Leib-Regt., ihr Füs. Btl. zu I. Leib-Füs. Btl. (siehe [[IR 117|Inf.-Rgt. Nr.117]]). Die 3. Brig. wird Brig. Gross- und Erbprinz; ihr I. und II. Btl. zu Regt. Gross- und Erbprinz; ihr Füs. Btl zu II. Leib-Füs. Btl. (siehe [[IR 118|Inf.-Rgt. Nr.118]]). | |||
* '''22.2.1812''': Zum 1.3. wird das Garde-Füs. Btl. abgegeben. Die Brig. wird aufgelöst, das Leib-Garde-Regt. bleibt zu zwei Btl. bestehen. Das Garde-Füs. Btl. wurde mit dem I. leib-Füs. Btl. des Leib-Rgts (siehe [[IR 117|Inf.-Rgt. Nr.117]]) zum provisorischen leichten Inf. Regt. vereinigt (siehe [[IR 116|Inf.-Rgt. Nr.116]]). | |||
* '''1812''': Das Leib-Garde-Regt. geht in Russland grösstenteils zu Grund, wird aber 1813 wieder zu zwei Btl. zu je vier Komp. hergestellt. | |||
* '''1.7.1820''': Neuordnung, von den fünf bestehenden Inf. Regtern. wird das jüngste, erst 1814 errichtete Regiment Prinz Emil aufgelöst, seine acht Komp. werden zu je zwei auf die vier anderen Regter. bestehenden Scharfschützen wird das provisorische Scharfschützenkorps gebildet, dessen Formation 11.5.1866 endgültig wird. | |||
* '''7.4.1867''': Militärkonvention mit Preussen. Neuordnung zum 1.7.: Die Schützenkomp. der vier Regter. scheiden aus den Regtsverbänden, werden teils aufgelöst, teils zur Bildung des II. Jäger-Btl. (siehe [[IR 118|Inf.-Rgt. Nr.118]]) verwendet (das Scharfschützenkorps wird zum I. Jäger-Btl. (Garde-Jäger-Btl.) ernannt. | |||
* '''(16.6.1867) 13.6.1871''': Neue Militärkonvention mit Preussen. Das hessische Kontingent bleibt als geschlossene Division im Verbande der preussischen Armee (die Truppen, Offizier usw. führen die Bezeichnung Grossherzoglich). | |||
* '''1.1.1872''': Umformung nach preussischem Muster. Das Garde-Jäger-Btl. tritt als Garde-Füs. BTL. (seit 4.1.1889 III. Btl.) zum Rgt. | |||
* '''Januar 1872''': Abgabe zur Bildung Füs./117 (die Grossherzog. Hessischen Truppen erscheinen zum erstenmal in der Rangliste für 1872). | |||
* '''1.4.1881''': Abgabe der 11. Komp. an Inf.-Rgt. Nr.116. | |||
* '''1.4.1887''': Abgabe der 8. Komp. an Inf.-Rgt. Nr.138. | |||
* '''2.8.1893''': Bildung eines IV. (Halb-) Bataillon. | |||
* '''1.4.1897''': Abgabe des IV. Btls . an Inf.-Rgt. Nr.168. | |||
==Standorte== | ==Standorte== | ||
Version vom 11. Juni 2010, 02:48 Uhr
Numerisches Verzeichnis der Einheiten
Leibgarde-Infanterie-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr.115
Hier kurze Erläuterung des Regimentsnamens einfügen Kontingentverband des GHzgtms Hessen und bei Rhein
Stiftungstag
- 1.3.1621
- (11.3.1621)
Garnison und Unterstellung 1914
- Garnison: Darmstadt
Das Regiment war 1914 (vor der Mobilmachung) unterstellt:
- Armeekorps: XVIII. Armee-Korps / Frankfurt a. M.
- Division: Großherzoglich Hessische (25.) Division / Darmstadt
- Brigade: 49. Infanterie-Brigade (1.Großherzoglich Hessische) / Darmstadt
Formationsgeschichte
Das Regiment wurde im Jahre 1621 errichtet und war damit das älteste Regiment der Alten deutschen Armee. Die Bezeichnung "Leibgarde" Regiment erhielt es im Jahre 1806, als die bisherige Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zum Großherzogtum Hessen wurde. Das Großherzoglich Hessische Militär wurde 1872 in die Armee des neugegründeten deutschen Kaiserreichs aufgenommen und gehörte im Jahre 1914 zum XVIII. Armeekorps/ Frankfurt am Main, innerhalb dessen es die 25. (Großherzoglich Hessische) Division bildete. Das Leibgarde-Regiment führte dann die endgültige Bezeichnung "Großherzoglich Hessisches Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115" und gehörte innerhalb der Division zur 49. Infanterie-Brigade (1. Großherzoglich Hessische). Garnison war immer Darmstadt. Traditionell waren die regierenden Landgrafen und Großherzöge Inhaber des Regiments, so auch der letzte Großherzog Ernst Ludwig (1868-1937, 1892 Regierungsantritt).
- 11.3.1621 befiehlt Landgraf Ludwig V, von Hessen die Errichtung der Kompanie Dreßler (jetzige 4. Komp.).
- 1630: Errichtung des Regiment von Leyen, dessen Stammkomp. die Komp. Dressler als "Fürstliche Leib-Komp." bildet.
- 1632: Die Leibkompanie wird nach Auflösung des Regts. v. Leyen selbstständig.
- 1646: Zur Leibkomp. werden noch fünf Komp. angeworben und aus diesen sechs Komp. das Leib-Regt. zu Fuss gebildet.
- 1647: Das Rgt. wird bis auf die Leibkomp. vermindert.
- 1672: Die Leibkomp. wird aus 200 Mann erhöht und Leibgarde zu Fuss benannt.
- 1677: Vermehrung um zwei weitere Komp. zum Leibgarde-Bataillon.
- 1691: Nach mehrfachem Wechsel der Stärke Erweiterung zu einem Rgt., dessen Stärke auch weiterhin je nach der politischen Lage wechselt.
- 1.4.1697: Abgabe von drei Komp. zu dem neu errichteten Prinz Carl Wilhelm von Hessen, Ober-Rheinischem Kreis-Regt. (siehe Inf.-Rgt. Nr.117).
- 1.9.1745: Errichtung der "1. Grenadier Leib-Komp." beim Rgt.
- März 1768: Vermehrung um eine 2. Gren. Komp., das jetzt Leib-Rgt. zu Fuss heisst (zu zwei Btl. mit je einem Grenadier- und vier Musketier-Komp. (nach preussischen Muster)).
- 1790: Abgabe der beiden Gren. Komp. zur Bildung des I. Leib-Grenadier Btls (siehe Inf.-Rgt. Nr.118).
- 1.6.1803: Neuerung, die gesamte Inf. wird eingeteilt in drei Feld- und drei Reserve Brigaden (zu drei bzw. zwei Btl.), die Btl. bei der 1. und 2. Brig. zu zweien im bisherigen Regtsverband (zu vier Komp.), eines der Btl. der Feld-Brig. ist ein Füsilier Btl. (das 2. Füs. Btl bilden die 1. oder Leib-Brig.). Die 2. Brig. (Brigade Landgraf) wird vom Regiment Landgraf und dem II. Leib-Gren. Btl. als Füs. Btl. gebildet (siehe Inf.-Rgt. Nr.117), die 3. Brig. (Brigade Erbprinz) vom I. Btl. Regts. Erbprinz dem 1. Füs. Btl. und Resten eines vormals kölnischen Regts. (siehe Inf.-Rgt. Nr.116). Das 2. Füs. Btl. war 15.9.1790 von Landgraf Ludwig X. als "leichtes Inf. Btl." errichtet und hatte am 26.9.1799 den Namen 2. Füs. Btl. erhalten (siehe Inf.-Rgt. Nr.116).
- 12.7.1806: Hessen tritt dem Rheinbund bei.
- 13.8.1806: Landgraf Ludwig X. nimmt den Titel Grossherzog an.
- 18.8.1806: Namensänderung: Die Leib-Brig. wird Leib-Garde-Brigade, das Leib-Regt. zu Leib-Garde-Regt., das Füs. Btl. zu Garde-Füs. Btl.. Die Brig. Landgraf wird Leib-Brig., das Rgt. Landgraf zu Leib-Regt., ihr Füs. Btl. zu I. Leib-Füs. Btl. (siehe Inf.-Rgt. Nr.117). Die 3. Brig. wird Brig. Gross- und Erbprinz; ihr I. und II. Btl. zu Regt. Gross- und Erbprinz; ihr Füs. Btl zu II. Leib-Füs. Btl. (siehe Inf.-Rgt. Nr.118).
- 22.2.1812: Zum 1.3. wird das Garde-Füs. Btl. abgegeben. Die Brig. wird aufgelöst, das Leib-Garde-Regt. bleibt zu zwei Btl. bestehen. Das Garde-Füs. Btl. wurde mit dem I. leib-Füs. Btl. des Leib-Rgts (siehe Inf.-Rgt. Nr.117) zum provisorischen leichten Inf. Regt. vereinigt (siehe Inf.-Rgt. Nr.116).
- 1812: Das Leib-Garde-Regt. geht in Russland grösstenteils zu Grund, wird aber 1813 wieder zu zwei Btl. zu je vier Komp. hergestellt.
- 1.7.1820: Neuordnung, von den fünf bestehenden Inf. Regtern. wird das jüngste, erst 1814 errichtete Regiment Prinz Emil aufgelöst, seine acht Komp. werden zu je zwei auf die vier anderen Regter. bestehenden Scharfschützen wird das provisorische Scharfschützenkorps gebildet, dessen Formation 11.5.1866 endgültig wird.
- 7.4.1867: Militärkonvention mit Preussen. Neuordnung zum 1.7.: Die Schützenkomp. der vier Regter. scheiden aus den Regtsverbänden, werden teils aufgelöst, teils zur Bildung des II. Jäger-Btl. (siehe Inf.-Rgt. Nr.118) verwendet (das Scharfschützenkorps wird zum I. Jäger-Btl. (Garde-Jäger-Btl.) ernannt.
- (16.6.1867) 13.6.1871: Neue Militärkonvention mit Preussen. Das hessische Kontingent bleibt als geschlossene Division im Verbande der preussischen Armee (die Truppen, Offizier usw. führen die Bezeichnung Grossherzoglich).
- 1.1.1872: Umformung nach preussischem Muster. Das Garde-Jäger-Btl. tritt als Garde-Füs. BTL. (seit 4.1.1889 III. Btl.) zum Rgt.
- Januar 1872: Abgabe zur Bildung Füs./117 (die Grossherzog. Hessischen Truppen erscheinen zum erstenmal in der Rangliste für 1872).
- 1.4.1881: Abgabe der 11. Komp. an Inf.-Rgt. Nr.116.
- 1.4.1887: Abgabe der 8. Komp. an Inf.-Rgt. Nr.138.
- 2.8.1893: Bildung eines IV. (Halb-) Bataillon.
- 1.4.1897: Abgabe des IV. Btls . an Inf.-Rgt. Nr.168.
Standorte
1914
- 9.Komp: vorläufig Barackenlager bei Darmstadt
- 10.Komp: vorläufig Barackenlager bei Darmstadt
- MG Komp: vorläufig Barackenlager bei Darmstadt
Datum einfügen von oder von - bis Bataillon Ort und ggf Kaserne Bataillon Ort und ggf Kaserne Bataillon Ort und ggf Kaserne Datum einfügen von oder von - bis Bataillon Ort und ggf Kaserne Bataillon Ort und ggf Kaserne Bataillon Ort und ggf Kaserne
Kantone
Datum einfügen von oder von - bis Kreis oder Ort Kreis oder Ort Datum einfügen von oder von - bis Kreis oder Ort Kreis oder Ort
Uniformen
Schulterklappen: seit 1871 bekröntes Monogram mit dem Buchstaben "L". Ab 1909 bekröntes Monogram mit den Buchstaben "EL".
Uniformierung: Blauer Waffenrock nach preußischer Probe mit roter Abzeichenfarbe. Weiße Gardelitzen auf dem Kragen (ein Paar) und auf den Ärmelpatten (3 Stück), für die Offiziere in Silber. Als Besonderheit durften die Offiziere die Unterste Ärmellitzen ungeknöpft tragen. Auf den Schulterstücken bis 1897 ein gekröntes "L", danach ein ebensolches "EL". Die 1. Kompanie führten die Bezeichnung "(Großherzogs" Leibkompanie bzw. Leibeskadron und hatten statt der Kompanienummer ein "L" auf den Schulterknöpfen. Ebenfalls im Jahre 1897 wurde ein neues Modell der Pickelhaube eingeführt. Diese hatte alle Beschläge in Weißmetall, auf der Vorderseite den von Zweigen umgebenen bewehrten und gekrönten hessischen Löwen, im Hintergrund eine Banderole mit den Jahreszahlen "1621" und "1897", dazu obenauf der Gardestern, dieser bei den Offizieren in Email und erhaben ausgeführt. Das hessische Koppelschloss mit 5-bügeliger Krone in Weißmetall. Die Offiziersschärpe in Silber mit 3 roten Durchzügen, Feldbinde in gleicher Farbgebung, Schloss mit gekröntem "EL", Achselstücke der Offiziere Silber mit roter Durchwirkung.1913 wurde bei Manövern und Übungen erstmals die feldgraue Uniform getragen. Die Leibkompanie errang 1908 und 1909 den Kaiserpreis für beste Schießleistungen innerhalb der Infanterie des 18. AK und durfte ein entsprechendes Abzeichen auf dem Rock-Ärmel tragen.
Feldzüge, Gefechte usw
- Auf Seiten Napoleons 1793 - 1815:
- 1793 - Oberrhein
- 1795 - Oberrhein
- 1806 Schlacht von Jena
- 1807 - Preussen - Polen
- 1809 - Deutschland - Österreich
- 1812 - Rußland
- 1813 - Sachsen
- 1814 - Frankreich
- 1815 - Oberrhein
- Revolutionskämpfe 1848/49: Kampf gegen die Freischärler, in Frankfurt werden Barrikaden gestürmt.
- Einigungskriege: 1866 (Frohnhofen) und 1870/71 (Mars la Tour, Gravelotte, Metz).
- Boxeraufstand 1900: Beteiligung am Ostasiatischen Expeditionskorps.
- Schlachten und Gefechte des Regiments im Weltkrieg 1914 - 1918:
- 1914, Schlacht bei Neufchateau, Moissin, Anloy, Schlacht an der Maas und an der Marne, Sermaize, Maurupt-et-le-Montoy, Kämpfe bei Reims, Kämpfe bei Roye, Gruny Fresnoy, Goyenmurt, Gorullers.
- 1915 - Neuve Chapelle, Kämpfe bei Roue, B...gimes (Beuvraignes???).
- 1916 - Schlacht bei Verdun, Caureswald, Beaumont, Pfefferrücken, Chauffour-Wald, Caillette-Wald, Albain-Wald, Dououmont, Kämpfe an der Aisne, Schlacht an der Somme, Kämpfe zwischen Maas und Mosel.
- 1917 - Kämpfe an der Somme, In der Siegfriedstellung, Schlacht in Flandern.
- 1918 - Große Schlacht in Frankreich, Durchbruch zwischen Houzéoucourt und Vermaud, Kämpfe im Sommegebiet bei Bourhavesnes, Marrimeswald, Maurepas, Kämpfe in Flandern, Abwehrschlacht zwischen Somme, Oise und Scarpe, Kämpfe vor der Siegfriedfront und in der Herrmannstellung, Rückzugskämpfe Antwerpen-Maas.
Gliederung: 3 Bataillone mit je 4 Kompanien, dazu ab 1913 MG-Kompanie, Ausmarschstärke 1914: 83 Offiziere, 3305 Unteroffiziere und Mannschaften.
Regimentschefs, -kommandeure
- ab, von - bis Regimentschef: Name
- Regimentskommandeur:
- 20.02.1912: Oberst von Helldorff
- 02.08.1914: Oberstleutnant von Oven (gefallen am 22.08.1914 bei Maissin)
- 19.09.1914: Freiherr von Preuschen
Literatur
Frankenberg und Ludwigsdorff, Alex-Victor v.: "Das Leibgarde-Infanterie-Regiment (1. Großherzoglich Hessisches) Nr. 115 im Weltkrieg 1914 - 1918". 276 Seiten. Stgt. Belser, 1921.
"Dreihundert Jahre Leibgarde Regiment 1621-1921", Darmstadt 1929, Kichler, 318 Seiten. Blätter zur Erinnerung an die ruhmvolle Vergangenheit des Leibgarde-Infanterieregiments 1.Großh.Hess.),Nr 115,
Weblinks
Seite mit kurzer Regimentsgeschichte: http://www.dsm1918.de/LGR115.html
Verlustliste Offiziere & Unteroffiziere: http://ca.geocities.com/scheffkg.rm/ehren/IR115.html