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Zoll (Schiffahrtsabgabe) zuerst 1155-1206.
Zoll (Schiffahrtsabgabe) zuerst 1155-1206.


==Stadtbezirke==
==Stadtgebiet==
1954: Stadtkern, 3 Vorstädte und der Werder zwischen 2 Weserarmen (vor dem Wesertor).
* 1260 Erwerbung des ausgedehnten Mindener Waldes im Norden des Kreises Minden,
* 1280 Erwerbung des Rodenbecks im Westen der Stadt durch bischöfliche Schenkung.
* 1430 Ankauf des Ritterbruchs im Westen der Stadt.
* 1915 Rest des Mindenerer Waldes verkauft.
* Stadtgebiet 1885: 2.832 ha, 1953: 2.849 ha.
 
===Kommunale Neugliederung 1973===
Die '''Stadt Minden''' ist seit 1973 mit 14 eingegliederten Randgemeinden in 19 Stadtbezirke aufgeteilt:
Die '''Stadt Minden''' ist seit 1973 mit 14 eingegliederten Randgemeinden in 19 Stadtbezirke aufgeteilt:
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Version vom 18. Oktober 2010, 17:12 Uhr

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Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Kreis_Minden-Lübbecke > Minden

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Lokalisierung der Stadt Minden innerhalb des Kreises Kreis_Minden-Lübbecke
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Grafik, Blick auf Minden um 1850 C. Rahl u. Radl

Einleitung

Früherwöhnung in Urkunden

Landschaftslage

Minden liegt an der Weser 5 km nördlich ihres Durchbruchs durch die Weserberge bei der Westfälischen Pforte (Porta Westfalica). In dem verhältnismäßig breiten Tal ist die eigentliche Weserau durch beiderseits sich vorschiebende Terrassen verengt. Auf dem linken Ufer nördlich der dem Wiehengebirge vorgelagerten Bastauniederung liegt im Stadtkern die Oberstadt auf der mittleren, die Unterstadt auf der unteren Weserterrasse. Auch das Indutrie- und Bahnhofsviertel östlich der Weser liegt auf der unteren Terrasse. Die Hafen- und Umschlaganlagen am nördlichen Stadtrand liegen an Weser- und Mittellandkanal.

Ortsursprung

798 Fischer- und Schiffersiedlung. Neben dieser ein Bischofsitz um 800, gegründet von Karl d. Großen; erster Bischof Erkanbert genannt 803. „Wiek“ auf Westseite des Marktes (Kaufmannssiedlung) 2. Hälfte 10. Jhdts. : Marktprivileg von 977 und 1009. Bezeichnung „civitas“ in einer Urkunde des Bischof Engelbert (1055-80).

Stadtgründung

Unter Einbeziehung älterer ländlicher Siedlungen erfolgte die Entwicklung zur Stadt bis etwa 1230. Stadtherr war der Bischof. Stadtrecht von Dortmund; ausdrückliche Übertragung nicht bekannt. Das Mindener Stadtrecht weiter an Wunstorf 1261, an Hannover um 1263 und einige andere Städte.

Stadtsiedlung

Brände, Hochwasser

  • Stadtbrände zerstörten die ganze Stadt mit dem Dom 947 und 1062, die Simeonsvorstadt 1304, die Bäckerstraße 1306, Bäckerstraße und Johanniskirchhof 1373; 25 Häuser am Greisenbruch 1705.
  • Überschwemmungen waren 1342, 1375, 1551/53, 1642 und 1682 bis auf den Markt. Ab-lenkung des Weserstrombettes unterhalb Mindens 1741. Hochwasser in der Unterstadt 1798/99, bis in die Untere Bäckerstraße 1744, Schäden 1841. Beim Dammbruch des Mittellandkanals durch Bombentreffer 1944 das südliche Kanalgelände überflutet. Hochwasser bis zum Markt 1946.

2. Weltkrieg

  • Zerstört wurden etwa 350 Häuser, 1 Kirche, Rathaus, Postamt, 1 Schule, 2 Fabriken.
  • Dom, Rathaus.
  • 13% der bebauten Fläche zerstört.
  • Bis 1954 der größte Teil des Scharn, Rathaus, das Westwerk des Dorns, die Domschule, 2 Fabriken bereits wieder aufgebaut.

Bevölkerung

Frühe Einwohnerzahlen

Um 1500 etwa 3.500 Einwohner (E.), 1528: 3.900 E., 1558: 4.100 E., um 1630-47: 4.165 E., 1722: 2.959 E., 1752: 3.739 E., 1784: 5.184 Einwoihner.

Seuchen

  • Pest: 1350 (24 Wochen) ; 1439 (6. Mai bis Weihnachten, manchmal bis 20 oder 30 Tote täglich); 1484 und 1521 (viele Tote); 1598 (besondere Begräbnisstätte auf dem Bauhof); 1636 (kurze Zeit).
  • Englischer Schweiß : 1529.
  • Blutgang (Ruhr?) 1599 (viele Tote); Rote Ruhr: 1679 („neue Krankheit", viele Tote bei Bürgern und Garnison) und 1747.
  • Nervenfieber (Typhus?): 1813 (viele junge Mindener tot).
  • Blattern: 1827 (Zwangsimpfung).
  • Cholera: 1856 (42 Tote) und 1866 (8 Tote).
  • „Große Seuche" : 1553 (angeblich 3500 Tote, nach anderer Nachricht 400 Bürger, bis über 36 Tote täglich).

Bevölkerungsverzeichnisse

  • Reste von Bürgerbüchern 1641-49.
  • Ältestes Häuserverzeichnis um 1500.
  • Vollständige Schoßregister 1528, 1557 und 1558;
  • Steuerregister (Kontribution) 1625-77 nach Stadtvierteln, nie gleichzeitig für die ganze Stadt.
  • Sargbuch 1636-1734.
  • Handwerksgeldregister 1675 bis 1691.
  • Giebelschatz 1675-1708.
  • Landschatzregister 1685-1716.
  • Kataster 1663, Kataster der Fischerstadt 1685-1716, Kataster 1693,
  • Einwohnerverzeichnis 1752, Kataster 1755, 1766, 1781, 1802-04, 1805-17. Liste der Wehrfähigen 1806, Volksliste 1810, Stammrolle 1815, Kataster 1827-32, 1834, Bürgerrollen 1833, 1836.
  • Adreßbücher 1857, 1862, 1865 usw. alle 2-3 Jahre.

Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch

  • Minden (um 1230), Register der zu Bürgern in der Stadt Minden Aufgenommen. Pergament, 18 Seiten (Staatsarchiv Münster, Msc. VII 2901), Bruchstück mit Bürgereintragungen 1379, 1392-1415, 1572-1574, offensichtlich ein Vorläufer des in Stadt Mindener Archivalien genannten „alten Bürgerschaftsbuches de anno 1574". — Memorial der Kämmereikasse 1641-1662 (Stadtarchiv Minden), unvollständig (die Blätter 53-142 mit den Eintragungen aus den Jahren 1649-1659 sind entnommen). Darin: Niederschriften über die Einnahmen für die Erwerbung des Bürgerrechts und der Braugerechtigkeit. Die auf den vorhandenen Blättern verzeichneten Bürgergeldzahlungen 1641-1649 und 1659-1662 sind veröffentlicht von Martin Krieg, Mindener Bürgeraufnahmen 1641-1662, in: Beiträge zur westfälischen Familienforschung, Bd. I (1938), Heft 2, S. 59-72. Die Brauamtsgeldzahlungen betreffen die Jahre 1637-1668.
    • Ergänzende Quellen: Schoßregister der Stadt Minden von 1557, veröffentlicht von Martin Krieg in „Mindener Heimatblätter", 1935, Nr. 2, 3, 5, 7, und 10. Ferner die Bürgerrolle der Stadt Minden 1836, veröffentlicht in „Mindener Heimatblätter", 1936, Nr. 5-12.

Kirchenbücher

  • Kirchenbücher ev. Gemeinden : Martini 1674, Marien 1688, Simeonis 1682,
  • Kirchenbücher ref. Petrigemeinde 1652;
  • Kirchenbücher r.k. Domgemeinde 1655.

Batchnummern der Mormonen

Staats- und Personenstandsarchiv Detmold

Berühmte Personen

Jüngere Einwohnerzahlen

1804: 5.236 Einwohner (E.), 1818: 6.775 E., 1822: 7.495 E., 1834: 7.785 E., 1843: 9.742 E., 1858: 12.252 E., 1862: 12.501 E., 1871:16.593E., 1885: 18.592 E., 1895: 22.289 E., 1905: 25.425 E., 1910:26.541 E., 1920: 25.887 E., 1925: 27.139 E., 1933: 28.764 E., 1939: 30.538 E., 1946: 34.293 E., 1950: 40.527 E., 1953: 46.663 Einwohner.

Sprache

Die Amtssprache des Rats bis 1. Hälfte 14. Jhdts. latein, bis zum 16. Jhdt. niederdeutsch, dann hochdeutsch. Die niederdeutsche Mundart von Minden hat in seinen alteingesessenen Familien noch um 1954 einen festen Halt. Die Schiffer, die nach Westen und Norden fuhren hatten eine eigene Sprache, wie Hartwig nachgewiesen hat. Die übliche Mundart gehört in den lippischen Bereich. Kennzeichen: sin `(ich) bin', keine Brechung, Wemfall di (nicht dik), buen 'bauen', meihen '(sie) mähen', guh 'euch', gi 'ihr'.

Wirtschaft

Verwaltung

Rat

An der Spitze der sich ausbildenden Stadt stand ursprünglich der bischöfliche „Comes civitatis“ (1167), der spätere Wichgraf. Vorläufer des Rats war ein Ausschuß von angesehenen Männern („burgenses“), die Beisitzer des Wichgrafengerichts waren, vom Bischof bei der Beratung städtischer Angelegenheiten herangezogen wurden (1232). Ratsherren („consules“) zuerst 1244. Vollständige Ratsliste mit 12 Ratsherren 1255. Ratswahlstatut von 1301: Die angeseheneren Bürger wählten aus den Kaufleuten und den 3 Ämtern (Gilden) der Bäcker, Schuster und Fleischer ein Wahlkollegium von 40 Personen (22 Kaufleuten und je 6 Vertretern der genannten Ämter), die aus ihrer Reihe die 12 eigentlichen Wahlmänner bestimmten. Diese wählten zweimal im Jahr aus den Vierzig und der Gemeinheit (communitas civium) je 6 Ratsherren. Im 14. Jhdt. kommen auch 24 Ratsherren vor (der „alte" und der „neue" Rat). Die demokratischen Tendenzen der Mindener Schicht 1405-08 richteten sich mit Erfolg gegen das Übergewicht der Kaufleute im Vierzigausschuß. Dieser setzte sich nach der Schicht zusammen aus 16 Kaufleuten, 16 Vertretern der 8 Ämter (Gilden), 6 Vertretern der 3 Vorstädte und 2 Vertretern der Gemeinheit (d. h. der ackerbautreibenden, nicht in Gilden organisierten Bürger). Wer aber aus den Handwerksämtern in den Rat gewählt wurde, mußte sein Handwerk aufgeben und zur Kaufmannschaft übertreten.

Gericht

Die gesamte Rechtsprechung stand ursprünglich dem bischöflichen Vogt, dann dem Stadtgrafen oder Wichgrafen zu. Im Wichgrafengericht Ratsherren Beisitzer. Seit dem 13. Jhdt. zog der Rat immer mehr Zweige der Gerichtsbarkeit an sich. In der bürgerlichen Gerichtsbarkeit allein zuständig. Ein Niedergericht mit eigenem Stadtrichter ganz im Besitz der Stadt. Der Wichgraf (bis 1749) nur Gerichtsbarkeit über Leib und Leben, allerdings in vielen Punkten durch erfolgreiche Bemühungen der Stadt eingeengt.

Bürgerschaft

Die Mitwirkung der Bürgerschaft am Stadtregiment war durch den Ausschuß der „Vierzig" gegeben, der aber erst nach 1408 nach der Mindener „Schicht" (Stadtunruhen) in etwa als Vertretung der gesamten Bürgerschaft angesehen werden kann. Die Gemeinheit oder „communitas“ war nicht die gesamte Bürgerschaft, sondern die nicht in der Kaufmannschaft oder den anderen Gilden organisierten, meist ackerbautreibenden Bürger (Ackerbürger), zu denen bisweilen anscheinend auch die Vorstädter gerechnet wurden. Sie führten, wie die Ämter, ein eigenes Banner (1408). Ihr Siegelführer war der zeitliche Bauermeister (1408). Die Vorstädte hatten keine selbständige Stadtverfassung. Ihre gelegentlich vorkommenden „Bürgermeister" und „Kämmerer" waren wahrscheinlich ihre im Vierzigausschuß der Gesamtstadt zugelassenen Vertreter, die zugleich Übermittler bzw. Vollstrecker der städtischen Verordnungen usw. waren. Die alte Verfassung mit Rat und Vierzig blieb trotz einiger Erschütterungen im 16. Jhdt. bis 1711 bzw. 1723 bestehen. Nach dem Stadtreglement Friedrich Wilhelms I. von 1723: 2 Bürgermeister, 7 Ratsverwandte, darunter der Stadtrichter. Diese schlugen bei Freisein einer Ratsstelle 3 Personen aus der Bürgerschaft vor, von denen eine vom König ernannt wurde. 3 Worthalter Vertreter der Bürgerschaft. 1807-13 unter französisch-westfälischer Herrschaft: Mairieverfassung. Einführung der Steinschen Städtereform erst 1833 bzw. 1834 mit der Revidierten Preußischen Städteordnung.

Landesherrschaft

Landesherren

Kriegerische Ereignisse

Besondere Bedeutung als brandenburgisch-preußischer Brückenkopf in Westdeutschland. Schlacht bei Minden 1759.

Verwaltungseinbindung; Infrastruktur

  • 1895: Minden, Kreisstadt / Stadtgemeinde in Deutschland, Königreich Preussen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Minden, Kreis Minden. an der Weser
    • Zuständigkeit/Einrichtungen: Standesamt Minden, Amtsgericht Minden, Religion: ev. Kspl Minden, kath. Kspl Minden, Gymnasium, Realgymnasium, höhere Schule f. Mädchen (Töchterschule), 2 Schulen, Postbezirk, Telegrafenamt, Eisenbahnstation Linie Braunschweig <> Hamm (2 Bahnhofsgebäude, Güterexpedition). Militär: 2 Forts, Garnison-Lazarett, Hauptwache; 2 Gefängnisse, 2 Krankenhäuser, 2 Scheibenwachen, Wachtstube, Oberpostdirektion, Reichsbank-Stelle, Mindener Bankverein, Handelskammer,
    • Gesamtfläche: 2.833,2 ha, (1895) 1 Wohnplatz, 1.718 Gebäude
    • Einwohner: 22.289 (18.699 Ev., 3.260 Kath., 80 andere Christen, 248 Juden, 2 Unbestimmt)
    • Gewerbe: Schlachthof, Hafen an der Weser, Dampfschiffahrt (Schlepper, 11 Schiffe); Fabrikation (Zigarren), Handel (Wein, Tabak), Brauerei, Brennerei.

Kriegswesen

Wehrhoheit

Das Kriegswesen unterstand dem Rat, der die Bürgerschaft nach Vierteln oder Quartieren, die später wieder in Rotts untergeteilt waren, aufbot. Aus dem 16. Jhdt. eine Rolle (Register) der wehrhaften Bürgerschaft mit Angabe ihrer Bewaffnung. Außerdem muß das Aufgebot auch nach den Gewerken erfolgt sein, denn im 17. Jhdt. wurden die einzelnen Abschnitte der Stadtmauer nach Handwerksinnungen benannt, die sie zu verteidigen hatten. In Notfällen wurden Söldner angeworben.

Schützengilden

Das Mindener Bürgerbataillon, das in 6 Kompanien die gesamte Bürgerschaft umfaßt und bis in die heutige Zeit ein Freischießen um vom Großen Kurfürsten gestiftete 50 Taler und eine von Friedrich Wilhelm I. geschenkte silberne Krone feiert, ist bis zum 1. Weltkrieg in Aktion getreten.

Garnison

Seit 1650 brandenburgische, danach preußische Garnison, deren Truppen mehrfach wechselten. Seit 1817 einzelne Bataillon des Infanterie-Regimentes Nr. 15, seit 1822 der Rgt.-Stab, I. und II. Batl., 1877 bis 1918 das ganze Rgt. 1864-77 I. Batl. des Inf.-Rgt. Nr. 55. Seit 1816 Teile der 7. Art.-Brig. nach Minden gelegt. Daraus 1864 eine Abt. Art.-Rgt. Nr. 7. 1874 Teilung in ein Korps- und ein Divisions - Art.-Rgt. Dieses wurde als 2. (Westf.) Art.-Rgt. Nr. 22 benannt, dessen II. und seit 1897 IV. Abt. in M. 1899 aus der I. und II. Abt. das neue Feld-art.-Rgt. Nr. 58, seit 1902 „Mindensches Feldart.-Rgt. Nr. 58". Nach dem 1. Weltkrieg Reg.-Stab und II. Abt. des Art.-Rgt. Nr. 6. Das Pionierbatl. Nr. 10 1866-1918. Seit 1935 die Pionier-Batl. 6 und 46. I. Batl. Inf.-Rgt. Nr. 58.

Siegel, Wappen, Fahne

Datei:Wappen Minden.png Beschreibung:

Der von Gold und Rot gespaltene Schild zeigt vorn in Gold unter einer (Rudolfinischen) Kaiserkrone einen goldenen bewehrten, rot gezungten schwarzen Doppeladler, hinten in Rot zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel mit abgewendeten Bärten oben, wobei der Schlüssel mit dem zur Schildmitte weisenden Bart über dem anderen Schlüssel liegt.
Seit dem 17. Jh. wird der kaiserliche schwarze Doppeladler im goldenen Felde neben dem Schlüsselwappen geführt, vorher zwei gekreuzte silberne Schlüssel in rotem Feld.

  • Siegel: seit 1232. Spitzoval auf Thronsessel mit Vogelköpfen und Klauen Heiligenfigur (Petrus mit Buch und Schlüssel) sitzend, die Füße auf Halbkreis mit gekröntem Kopf. Im Gebrauch bis 1713.
  • Sekretsiegel: rund, zwei gekreuzte Schlüssel, seit 1364. In den ältesten der gekrönte Königskopf über den Schlüsseln schwebend.
  • Stadtfahne: Rot-Weiß.

Quelle: Stadtverwaltung Minden, Westfälisches Städtebuch

Finanzwesen

Münzwesen

  1. Königliche Münzstätte, von etwa 973 bis etwa 1056: Pfennige auf Kölner Schlag später mit Herrscherkopf, schließlich mit z. T. noch ungeklärten Darstellungen aus der Handwerkertätigkeit.
  2. Bischöfliche Münzstätte: König Otto II. verleiht 977 das Münzrecht an Bischof Milo. Nachweisliche Prägungen zuerst von Bischof Sigbert (1022-1036): Pfennige auf Kölner, dann von Bischof Ulrich (1095-1096) auf Goslarer Schlag. Vom 12. Jhdt. bis etwa 1375 entstehen in Minden einseitig geprägte Pfennige (Brakteaten) nach niedersächsischer Art, denen sich gegen Ende des 14. Jhdts. und in der 1. Hälfte des 15. Jhhdts. schwere westfälische Pfennige und deren Teilstücke mit Bildnis des Bischofs, bzw. des Stiftsheiligen und Wappen anschließen. In der Zeit um 1500 erscheinen groschenförmige Münzen und geringhaltiges Kleingeld nach westfälischer und sächsischer Art. In der letzten Hälfte des 16. Jhdts. werden Goldgulden, Taler, Groschen und kleinere Werte geschlagen. Aus der Zeit des Bischofs Franz (1530-1553) und Franz Wilhelm (1633-48) sind nur Einzelstücke erhalten, die wohl als Proben anzusprechen sind.
  3. Notmünzen der Stadt aus der Zeit der Belagerung von1634 : Klippen zu 8 Mariengroschen in Silber, Kupferstücke zu 8, 4, 2, 1, ½ Mariengroschen und zu 3Pfg., schließlich Klippen zu 4 Mariengroschen in Kupfer.
  4. Prägungen des brandenburgischen Statthalters Graf Johann von Sayn-Wittgenstein in Minden von 1654-57: Dukaten, Taler, 4, 2, 1 Mariengroschen. -
  5. Münzstätte der Kurfürsten von Brandenburg unter dem Großen Kurfürsten und unter Friedrich III. In zahlreichen Jahren werden von 1669-1706 Stücke vom Gulden abwärts bis zum Pfennig geschlagen, einige Male auch Dukaten und Taler.
  6. Notgeld; ausschließlich Papier. Kreis. 1917: 5, 10, 50 Pfg. - 1920: 10, 50 Pfg. - 1923: 50, 100, 500 Tausend, 1 Millionen.

Steuern

Schoßgeld etwa 1326. Giebelschoß, Handwerksgeld, Viehschatz, Zise, Utzise, Sarggeld für „erhobene Särge" u. a. 16. und 17. Jhdt.

Zölle

Zoll (Schiffahrtsabgabe) zuerst 1155-1206.

Stadtgebiet

1954: Stadtkern, 3 Vorstädte und der Werder zwischen 2 Weserarmen (vor dem Wesertor).

  • 1260 Erwerbung des ausgedehnten Mindener Waldes im Norden des Kreises Minden,
  • 1280 Erwerbung des Rodenbecks im Westen der Stadt durch bischöfliche Schenkung.
  • 1430 Ankauf des Ritterbruchs im Westen der Stadt.
  • 1915 Rest des Mindenerer Waldes verkauft.
  • Stadtgebiet 1885: 2.832 ha, 1953: 2.849 ha.

Kommunale Neugliederung 1973

Die Stadt Minden ist seit 1973 mit 14 eingegliederten Randgemeinden in 19 Stadtbezirke aufgeteilt:

  • Minden-Bärenkämpen
  • Minden-Bölhorst
  • Minden-Dankersen
  • Minden-Dützen
  • Minden-Haddenhausen
  • Minden-Häverstädt
  • Minden-Hahlen
  • Minden-Innenstadt
  • Minden-Königstor
  • Minden-Kutenhausen
  • Minden-Leteln/Aminghausen
  • Minden-Meißen
  • Minden-Minderheide
  • Minden-Nordstadt
  • Minden-Päpinghausen
  • Minden-Rechtes Weserufer
  • Minden-Rodenbeck
  • Minden-Stemmer
  • Minden-Todtenhausen

Allgemeine Information

Politische Einteilung

Genealogische und historische Urkunden

Archive

  • Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (bis 2008 Staatsarchiv Münster)
    • Kollegiatstift St. Johannis Minden – Urkunden (Findbuch A 213 I) [1]
    • Kollegiatstift St. Johannis Minden – Akten (Findbuch A 213 II) [2]
    • Damenstift St. Marien, Minden – Urkunden (Findbuch A 214 I)
    • Damenstift St. Marien, Minden – Akten (Findbuch A 214 II)
    • Kollegiatstift St. Martini, Minden – Urkunden (Findbuch A 215 I)
    • Kollegiatstift St. Martini, Minden – Akten (Findbuch A 215 II)
    • Kloster St. Mauritz und Simeon, Minden – Urkunden (Findbuch A 216 I)
    • Kloster St. Mauritz und Simeon, Minden – Akten (Findbuch A 216 II) [3]
    • Stadt Minden, Armen- und Siechenhäuser (Findbuch A 217)

Genealogische Bibliografie

Adressbuch

Zeitungen

Internetlinks

Offizielle Internetseiten

Genealogische Internetseiten

Weitere Internetseiten

Artikel Minden. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung MINDENJO42LH
Name
  • Minden
Typ
Einwohner
Postleitzahl
  • W4950 (- 1993-06-30)
  • 32423 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • opengeodb:20945
  • geonames:2871039
Webseite
Gemeindekennziffer
  • 05770024
Fläche (in km²)
Haushalte
Karte
   

TK25: 3719

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Minden-Lübbecke (1973-01-01 -) ( Kreis) Quelle § 21

Minden (- 1972-12-31) ( Kreis) Quelle S. 22/23 Nr. 1 Quelle § 21

Minden (1874-10-01 -) ( Standesamt) Quelle 1874 Stück 37 S. 202 Nr. 576 Ziff. 11 Quelle S. 22/23 Nr. 1 Quelle S. 52 Nr. 2

Minden ( Amtsgericht) Quelle S. 22/23 Nr. 1 Quelle S. 52 Nr. 2

Minden/St.Marien (1885-12-01) ( Kirchspiel) Quelle S. 22/23 Nr. 1

Minden (St. Gorgonius und Petrus Ap.) (1885-12-01) ( Pfarrei) Quelle S. 22/23 Nr. 1

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Minden/Petri
         Kirche
object_172038
Biemker Breite
         Flurname
BIEITEJO42JG
Winkelhausen
         Flurname
WINSENJO42JG
Kuhkamp
         Flurname
KUHAMPJO42JG
Vor der Bölhorst
         Flurname
VORRSTJO42KG
Knapp
         Flurname
KNAAPPJO42KG
Königsberg
         Flurname
KONERGJO42KG
Weingarten
         Flurname
WEITENJO42KH
Sültemeyer
         Flurname
SULYERJO42KH
Osterhahlen
         Flurname
OSTLENJO42KH
Schling
         Flurname
SCHINGJO42KH
Schlingmann
         Flurname
SCHANNJO42KH
Stemmerheide
         Flurname
STEIDEJO42KI
Damm
         Flurname
DAMAMMJO42KI
Großenheide
         Flurname
GROIDEJO42KI
Siebenbauern
         Flurname
SIEERNJO42KH
Lüchten, Auf der Lüchten
         Flurname
LUCTENJO42KH
Kortenhoop
         Flurname
KOROOPJO42KH
Lüchmeier
         Flurname
LUCIERJO42KH
Südbruch
         Flurname
SUDUCHJO42LG
Auf dem Piwitt, Piwitt
         Flurname
PIWITTJO42LG
Fischerstadt
         Flurname
FISADTJO42LG
Hundebrink
         Flurname
HUNINKJO42LG
Klus
         Flurname
KLULUSJO42LG
Busch
         Flurname
BUSSCHJO42LH
Eickhoff
         Flurname
EICOFFJO42LH
Goldinsel
         Flurname
GOLSELJO42LH
Hohmeier
         Flurname
HOHIERJO42LH
Koppel
         Flurname
KOPPELJO42LH
Müsse
         Flurname
MUSSSEJO42LH
Schäkel
         Flurname
SCHKELJO42LH
Amerkamp
         Flurname
AMEAMPJO42LI
Brede
         Flurname
BREEDEJO42LI
Lehmkuhle
         Flurname
LEHHLEJO42LI
Muttkuhle
         Flurname
MUTHLEJO42LH
Reckhöfn
         Flurname
RECOFNJO42LH
Riedeort
         Flurname
RIEORTJO42LH
Uphausen
         DorfOrtsteilWeiler
UPHSENJO42JG
Schürbusch
         Ortsteil
SCHSCHJO42JG
Barenstock
         Flurname
BAROCKJO42JG
Biemke
         DorfOrtsteil
BIEMKEJO42JG
Liliensiek
         OrtsteilWeiler
LILIEKJO42JG
Luttern
         WeilerOrtsteil
LUTERNJO42JG
Twemke
         Flurname
TWEMKEJO42KG
Maulbeerkamp
         Flurname
MAUAMPJO42KH
Westerort
         Flurname
WESORTJO42KI
Hasenheide
         Flurname
HASIDEJO42LG
Aminghauser Heide
         Flurname
AMIIDEJO42LH
Bohnort
         Flurname
BOHORTJO42LH
Schünenbusch
         Flurname
SCHSCHJO42KI
Deik
         Flurname
DEIEIKJO42KI
Föhrthof
         Flurname
FOHHOFJO42KI
Kläpperstadt
         Flurname
KLAADTJO42KI
Nordholz
         Flurname
NOROLZJO42KI
Rotterdamm
         Flurname
ROTAMMJO42KI
Auf dem Thoren
         Flurname
THORENJO42LH
Auf dem Schölt
         Flurname
SCHOLTJO42LI
Kohbrink
         Flurname
KOHINKJO42LI
Schinkenkamp
         Flurname
SCHAMPJO42LI
Lerbeck
         Flurname
LERECKJO42LG
Zollern
         Flurname
ZOLERNJO42KG
Bärenkämpen
         Stadtteil
BARPENJO42KH (1973-01-01 -)
Königstor
         Stadtteil
KONTORJO42KG (1973-01-01 -)
Minderheide
         Stadtteil
MINIDEJO42KH (1973-01-01 -)
Nordstadt (Minden)
         Stadtteil
NORDENJO42KH (1973-01-01 -)
Rechtes Weserufer (Minden)
         Stadtteil
RECDENJO42LH (1973-01-01 -)
Rodenbeck
         GutFlurnameStadtteil
RODECKJO42KG (1973-01-01 -)
Großenheider Mühle
         Ort
GROHLE_W4951
Minden/St.Matthäus
         Kirche
STMDENJO42LG
Minden/Erlöserkirche
         Kirche
ERLDENJO42KG
Minden/St. Thomas
         Kirche
STTDENJO42KG
Minden/Auferstehungskirche
         Kirche
AUFDENJO42KG
Leteln-Aminghausen
         Stadtbezirk
LETSENJO42LH (1973-01-01 -)
Grille
         GebäudeWohnplatz
GRILLEJO42LG (1821 -)
Dützen
         DorfStadtteil
DUTZENJO42KG (1973-01-01 -)
Häverstädt
         DorfStadtteil
HAVADTJO42KG (1973-01-01 -)
Bölhorst
         DorfStadtteil
BOLRSTJO42KG (1973-01-01 -)
Haddenhausen
         DorfStadtteil
HADSENJO42JH (1973-01-01 -)
Hahlen
         DorfStadtteil
HAHLENJO42KH (1973-01-01 -)
Meißen
         DorfOrtsteil
MEISENJO42LG (1973-01-01 -)
Todtenhausen
         DorfOrtsteil
TODSENJO42LI (1973-01-01 -)
Kutenhausen
         DorfOrtsteil
KUTSENJO42KI (1973-01-01 -)
Stemmer
         DorfOrtsteil
STEMERJO42KI (1973-01-01 -)
Päpinghausen
         DorfOrtsteil
PAPSENJO42LH (1973-01-01 -)
Leteln
         DorfOrtsteil
LETELNJO42LH (1973-01-01 -)
Aminghausen
         DorfOrtsteil
AMISENJO42LH (1973-01-01 -)
Dankersen
         DorfOrtsteil
DANSENJO42LH (1973-01-01 -)
Minden, Minden-Innenstadt
         StadtStadtbezirk
MINDENJO42KG (1843 -)