Ldst.IR 115: Unterschied zwischen den Versionen
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<!---------- Original-Nachricht -------- | |||
Am 22. August waren die vier Kompanien mit je 250 Mann nach Straßburg abmarschiert. Dort bezog man die Margareten-Kaserne, hatte dort leichten Wachdienst und Exerzier-Ausbildung. Noch waren an den Uniformröcken die Abzeichen von vier verschiedenen Regimentern. Erst im Februar 1915 wurden die vollständigen feldgrauen Uniformen ausgeliefert. Es folgte die Verlegung nach Lothringen. In Delm wurde das Landsturm-Infanterieregiment 115 gebildet. Es entstand aus drei selbständigen Bataillonen und hat mit dem Hessischen Leibregiment 115 in Darmstadt nichts zu tun. Das neue Regiment gehörte zur 61. Reserve-Infanterie Brigade und zur 13. Landwehr-Division der Armee-Abteilung Falkenhausen. Der Gründertag war der 23. Februar 1915. Es hatte zunächst nur zwei Bataillone: das Mainzer und das Bataillon Augsburg, das am 18. Mai durch das Landsturm-Bataillon Kassel ersetzt wurde. Im Juni kam das Landsturm-Bataillon Kaiserslautern hinzu. Die Zusammensetzung also: Pfälzer, Rheinhessen und Hessen Kasseler. | |||
Das Regiment verließ am 22. November 1915 die Westfront nach Osten, wo es in Serbien Eisenbahnschutz übernehmen mußte. Acht Monate dauerte dieser Einsatz, bis zum Sommer 1916. Am 24. September 1916 erhielt das Regiment, als Ersatz für das bisherige Gewehr 88/05, das neue Gewehr 98 mit Seitengewehr 98/05. Verschiedene Unterstellungsverhältnisse folgten. Am 29. November 1917 wurde in Bukarest der Waffenstillstand mit Rußland bekannt gegeben, am 7. Mai 1918 mit Rumänien. | |||
Im November 1918 war das Mainzer Bataillon aus dem Regimentsverband ausgeschieden. Mit der Bahn ging es durch Rumänien nach Kronstadt. Der Abtransport von dort wurde auf den 26. November 1918 festgesetzt, erfolgte aber erst am 27. Kurz vorher wurden die Pferde des Bataillons verkauft, das nötige Fleisch für die lange Reise angeschafft und für jede Kompanie mehrere kleine Öfen zum Heizen der Waggons erworben. Alle Hindernisse während der Reise wurden durch »Schmieren« beseitigt. Vor der Einfahrt in die Bahnhöfe hielten die Vorsteher erst einmal die Hände auf. An bergigen Auffahrten mußten manchmal alle Mann schieben. Kurz vor Budapest wurde eine Teilentwaffnung veranlaßt, aber ohne Kontrolle (20 Gewehre, leichte MG und Minenwerfer). Passau, als erster Heimatort, wurde am 7. Dezember 1918 erreicht. In Haiger folgte am 12. Dezember die Demobilisierung. | |||
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Version vom 1. April 2011, 21:26 Uhr
Numerisches Verzeichnis der aktiven Einheiten / Numerisches Verzeichnis Kriegsformationen
Landsturm-Infanterie-Regiment Nr. 115
Datum der Aufstellung
- 19. März 1915
Formationsgeschichte
Das Regiment wurde am 19.3.1915 von der Armee-Abteilung A aufgestellt.
- I. Bataillon: bay. Ldst.-Inf.-Btl. Kaiserslautern (II. B. 1) bis zum 10.4.1918, ab 10.4.1918 Ldst.-Inf.-Btl.Nr. 25 (I. 25), I. A.K.
- II. Bataillon: Ldst.-Inf.-Btl. Mainz (XVIII. 17)
- III. Bataillon: 1. Ldst.-Inf.-Btl. Kassel (XI. 2)
Ersatz-Truppenteil: Ldst.-Inf.-Ers.-Btl. Mainz (XVIII. 38)
Unterstellungen
9. Armee, Div. Kdo. (und 13. Landwehr-Division / 61. Reserve-Infanterie Brigade)
Standorte
Uniformen
- ab, von - bis: Ggf Beschreibung der Farben usw
Feldzüge, Gefechte usw.
- 1914/18 Gefechtschronik der 13. Landwehr-Division:
- 11.2.-5.4.1917 Stellungskämpfe an der Aisne
- 6.4.-12.5.1917 Stellungskämpfe vor Verdun
- 12.5.-20.6.1917 Kämpfe vor der Siegfriedfront
- 21.6.-31.12.1917 Kämpfe in der Siegfriedstellung
- 1.1.-20.3.1918 Stellungskämpfe bei St. - Quentin und an der Oise
- 21.3.-25.3.1918 Große Schlacht in Frankreich
- 21.3.-22.3.1918 Durchbruchsschlacht bei St. Quentin-La Fere
- 25.3.-26.3.1918 Stellungskämpfe nördlich der Ailette
- 27.5.1918 Erstürmung der Höhen des Chemin des Dames
- 27.5.-13.6.1918 Schlacht bei Soissons und Reims
- 28.5.-1.6.1918 Angriffskämpfe westlich und südwestlich von Soissons
- 19.6.-11.9.1918 Stellungskämpfe zwischen Maas und Mosel
- 19.6.-11.9.1918 Stellungskämpfe vor Verdun: auf und beiderseits der Combres-Höhe
- 12.9.-14.9.1918 Ausweichkämpfe im Mihiel-Bogen
- 15.9.-10.10.1918 Stellungskämpfe in der Woevre-Ebene und westlich der Mosel
- 10.10.-11.11.1918 Stellungskämpfe in der Woevre-Ebene
- 12.11.1918-4.1.1919 Rückmarsch durch Lothringen, die Rheinprovinz und die Pfalz während des Waffenstillstandes
Regimentschefs, -kommandeure
Oberstleutnant z. D. v. Meier (vom Bez.-Kdr. Guben)
Literatur
- Valentin Huehne: "Das Landsturm-Infanterie-Bataillon 1. Kassel, ab 17. Mai 1915 3. Bataillon Landsturm-Infanterie-Regiment 115 im Weltkriege", Kassel-Wilhelmshöhe1936, Thiele & Schwarz, 57 Seiten.
- Christian Waas: "Landsturm-Infanterie-Bataillon Mainz 2. Bataillon Landsturm-Infanterie-Regiment 115 im Weltkriege", Mainz 1938, Falk, 104 Seiten.
Weblinks
http://www.festung-mainz.de/bibliothek/aufsaetze/regimentsgeschichte/115er.html