Niederblockland: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[Bild:Skizze c.pdf|thumb|400px| Karte des Blocklandes ]]<br><br>
Pastor Heinrich Hoops berichtet in seinem Buch '''''Geschichte des Bremer Blocklandes''''' aus dem Jahr 1927:
Die Feldmark Niederblockland ist beinahe doppelt so groß wie Wasserhorst und Wummensiede. Sie umfast 1572 ha, wovon 1343 ha Gras- und 36 ha Fruchtland sind. Begrenzt wird sie im Westen
von Wummensiede und Walle, im Osten von der Wetterung, im Norden von dem Kirchspiel St. Jürgen, während sie im Süden keilförmig ausläuft. Ihre Grenzen werden gebildet durch die Wümme,
die ihr braunes Band in vielen Windungen unter schimmernden Weiden und wispernden Erlen und Pappeln um den Nordrand schlingt, die kleine Wümme, eine Fortsetzung der Gete, im Südwesten
und den uralten Scheideweg Siedwenje im Südosten. Der Name Wumme (Wümme) wird zuerst als "Wimene" 1139 genannt, ebenso heißt sie 1244 und 1257; "Wemne" und "Wimne" wird 1288, "Wimna" 1325, "Wme" 1348, "Weymne" 1350 und in demselben Jahre zuerst "Wümme" geschrieben. Die große und kleine Wumme (magna und parva Wmmene) werden 1355 erwähnt, "de grote Womene" 1373
und 1379, und 1410heißt die letztere "Wummena".
Die Feldmark bestand früher aus zwei getrennten Teilen: Hemm und dem eigentlichen Niederblockland.
Wie die meisten weitschichtig besiedelten Ortschaften mit vielen Einzelhöfen, tragen einzelne Höfe oder Gruppen von solchen besondere Bezeichnungen. So wird in einer Urkunde Harjes
("Hardings") "in der Schnur" genannt; welcher Harjes das war, konnte ich nicht feststellen. Bei der Anlegung des alten Lagerbuches im Jahre 1793 werden genannt: Johann Blake
"vom Kugelberge", Arend Murken daher, Harm Garbade "von der Ortsseite". In Niederblockland heißen ferner seit alters die Höfe 1 - 3 "In'r Südwenje" (noch jetzt im Gebrauch), Nr. 4
"Heisternest", Nr. 5 - 7 "Hunnenstraten", Nr. 8 - 10 "Dree Löwen", Nr. 15 "Ole Kroog"; die Deichstelle neben Nr. 15, wo die Wasseruhr steht, heißt "Klosterwehr"; Nr. 15 - 19
"In'r Kees'botteree", Nr. 25 - 29 "In'r Reeg" (noch jetzt), Nr. 30 "Up de koolen Höörn", Nr. 31 "Up'r Muswuppen". Abgesehen von zweien sind indes alle fast unbekannt geworden.


===Allgemeine Übersicht===
===Allgemeine Übersicht===

Version vom 22. April 2011, 00:40 Uhr


Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Bremen > Blockland > Niederblockland

Einleitung

Name

Niederblockland, Gemeinde Blockland, Stadt und Land Bremen

Politische Einteilung

Niederblockland ist neben Wummensiede, Oberblockland und Wasserhorst ein Ortsteil von Blockland (412 Einwohner, Stand 31.12.2009) im Land Bremen.

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Niederblockland gehört zur evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Wasserhorst


Geschichte

Datei:Skizze c.pdf


Pastor Heinrich Hoops berichtet in seinem Buch Geschichte des Bremer Blocklandes aus dem Jahr 1927:

Die Feldmark Niederblockland ist beinahe doppelt so groß wie Wasserhorst und Wummensiede. Sie umfast 1572 ha, wovon 1343 ha Gras- und 36 ha Fruchtland sind. Begrenzt wird sie im Westen von Wummensiede und Walle, im Osten von der Wetterung, im Norden von dem Kirchspiel St. Jürgen, während sie im Süden keilförmig ausläuft. Ihre Grenzen werden gebildet durch die Wümme, die ihr braunes Band in vielen Windungen unter schimmernden Weiden und wispernden Erlen und Pappeln um den Nordrand schlingt, die kleine Wümme, eine Fortsetzung der Gete, im Südwesten und den uralten Scheideweg Siedwenje im Südosten. Der Name Wumme (Wümme) wird zuerst als "Wimene" 1139 genannt, ebenso heißt sie 1244 und 1257; "Wemne" und "Wimne" wird 1288, "Wimna" 1325, "Wme" 1348, "Weymne" 1350 und in demselben Jahre zuerst "Wümme" geschrieben. Die große und kleine Wumme (magna und parva Wmmene) werden 1355 erwähnt, "de grote Womene" 1373 und 1379, und 1410heißt die letztere "Wummena". Die Feldmark bestand früher aus zwei getrennten Teilen: Hemm und dem eigentlichen Niederblockland.

Wie die meisten weitschichtig besiedelten Ortschaften mit vielen Einzelhöfen, tragen einzelne Höfe oder Gruppen von solchen besondere Bezeichnungen. So wird in einer Urkunde Harjes ("Hardings") "in der Schnur" genannt; welcher Harjes das war, konnte ich nicht feststellen. Bei der Anlegung des alten Lagerbuches im Jahre 1793 werden genannt: Johann Blake "vom Kugelberge", Arend Murken daher, Harm Garbade "von der Ortsseite". In Niederblockland heißen ferner seit alters die Höfe 1 - 3 "In'r Südwenje" (noch jetzt im Gebrauch), Nr. 4 "Heisternest", Nr. 5 - 7 "Hunnenstraten", Nr. 8 - 10 "Dree Löwen", Nr. 15 "Ole Kroog"; die Deichstelle neben Nr. 15, wo die Wasseruhr steht, heißt "Klosterwehr"; Nr. 15 - 19 "In'r Kees'botteree", Nr. 25 - 29 "In'r Reeg" (noch jetzt), Nr. 30 "Up de koolen Höörn", Nr. 31 "Up'r Muswuppen". Abgesehen von zweien sind indes alle fast unbekannt geworden.


Allgemeine Übersicht

Höfegeschichte


Falls Sie die alte Höfenummer kennen, können Sie auch einen Hof direkt anwählen:

Niederblockland Nr. 1
Niederblockland Nr. 2
Niederblockland Nr. 3
Niederblockland Nr. 4
Niederblockland Nr. 5
Niederblockland Nr. 6
Niederblockland Nr. 7
Niederblockland Nr. 8
Niederblockland Nr. 9
Niederblockland Nr. 10
Niederblockland Nr. 11
Niederblockland Nr. 12
Niederblockland Nr. 13
Niederblockland Nr. 14
Niederblockland Nr. 15
Niederblockland Nr. 16
Niederblockland Nr. 17
Niederblockland Nr. 18
Niederblockland Nr. 19
Niederblockland Nr. 20
Niederblockland Nr. 21
Niederblockland Nr. 22
Niederblockland Nr. 23
Niederblockland Nr. 24
Niederblockland Nr. 25
Niederblockland Nr. 26
Niederblockland Nr. 27
Niederblockland Nr. 28
Niederblockland Nr. 29
Niederblockland Nr. 30
Niederblockland Nr. 31
Niederblockland Nr. 32
Niederblockland Nr. 33
Niederblockland Nr. 34
Niederblockland Nr. 35
Niederblockland Nr. 36
Niederblockland Nr. 37




Genealogische Quellen

Kirchenbücher der ev. Gemeinde Wasserhorst

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Ein Kirchenbuch aus Wasserhorst (Abschrift)

Die Originalkirchenbücher aus älterer Zeit sind 1901 beim Brand des Pfarrhauses in Wasserhorst vernichtet worden. Vorhanden sind nur Abschriften der Kirchennebenbücher von 1746-1875 in dem durchgehend folgende Jahrgänge fehlen 1747-1750, 1753-1758, 1760, 1764, 1803-1813 Die vorhandenen Bestände sind im Arbeitsraum der MAUS Gesellschaft für Familienforschung e. V. in Bremen einsehbar.

  • Taufen
    • 1746 - 1802 vorhanden (mit Lücken)
    • 1814 - 1875 vorhanden
    • 1901 ff. bei der Gemeinde
  • Heiraten
    • 1746 - 1802 vorhanden (mit Lücken)
    • 1814 - 1875 vorhanden
    • 1901 ff. bei der Gemeinde
  • Beerdigungen
    • 1746 - 1802 vorhanden (mit Lücken)
    • 1814 - 1875 vorhanden
    • 1901 ff. bei der Gemeinde
  • Konfirmationen
    • bis 1758 nicht überliefert (nur Statistik)
    • 1759 - 1770 vorhanden (mit Lücken)
    • 1771 - 1900 verbrannt
    • 1901 ff. bei der Gemeinde



Sonstige Quellen

  • Besitzerfolgen im Kirchspiel Wasserhorst, zusammengestellt von Hans-Hinrich Murken aus den Quellen:
    • Kirchenbücher ab 1746
    • Jördebuch der Struktur 1717/19 (Staatsarchiv Bremen 6,21 - VII.a.1.c)
    • Designation der kgl. Meier in den vier Gohen vom 12.07.1722 (Staatsarchiv Bremen 6,21 - I.a.8)
    • Verzeichnis der Feuerstellen pp. 1752. 1755. 1766 (Staatsarchiv Bremen 6,21 - XV.a.7)
    • Meierbriefe der Hauptschule
    • historische Grabsteine auf dem Kirchhof Wasserhorst
    • Hofpapiere und Bilder
    • Prof. Dr. Franz Buchenau: Die freie Hansestadt Bremen und ihr Gebiet (1900)
    • Heinrich Hoops: Geschichte des Bremer Blocklandes (1927),
    • Rudolf Stein: Dorfkirchen und Bauernhäuser im Bremer Lande (1967)
    • Hans-Hermann Meyer. Die vier Gohe um Bremen (Hamburg 1977)
    • Georg Garbade: Heimatgeschichte des Blocklandes (1995)


Veröffentlichungen

  • Geschichte des Bremer Blocklandes von Heinrich Hoops
Faksimile-Ausgabe 1984 der Ausgabe von 1927
  • Heimatgeschichte des Blocklandes von Georg Garbade
Herausgeber: Heimatverein Blockland e. V., 1996



Flurnamen

Link Sammlung

Offizielle Internetseiten

Genealogische Internetseiten

Zufallsfunde

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung NIEAND_W2820
Name
  • Niederblockland
  • Nieder-Blockland (1899) Quelle (${p.language})
Typ
  • Ort
Postleitzahl
  • W2820 (- 1993-06-30)
  • 28357 (1993-07-01 -)
Karte
   

TK25: 2818

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Blockland ( Stadtteil)

Bremen ( ReichsstadtStadtKreisfreie Stadt)

Blockland (1899) ( Gemeinde) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum