Haus Stapel: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Stapel1837.jpg|thumb|400px|Haus Stapel (vor 1837), Kupferstich (Fr.Wlh. v. Schorlemer, Herle 1837/40). Ansicht nach Erbauung von 1819/27.]]
==Lage 19. Jhdt.==
* [[Havixbeck]]
**  [[Kreis Münster]]


==Geschichte==
==Einführung==
===von Kerckering===
Stapel der Begriff wir abgeleitet von Stau über Stave zu Stapel.  
Haus Stapel war schon zu Anfang des 13. Jahrhunderts im Besitz der münsterischen Erbmännerfamilie Kerckerinck, die 1710 in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurde.  


===Droste zu Hülshoff===
Im Harz gibt es ein Weltkulturerbe unter dem Titel: Wasserregal
1801 gelangte das Haus über die Erbtochter Maria Theresia an Ernst Konstantin Droste zu Hülshoff, der sich fortan von Droste gen. Kerckerinck nannte. 1880 fiel der Besitz an eine jüngere Linie der Familie Droste zu Hülshoff.
Ein Wasserregal sind mehrere hintereinander aufgestaute Teiche oder Seen.


===von Frentz===
===Hier nun ein Hinweis der sich am Eingang von Haus Stapel befindet===
1998 Eigentümerin: Ermengard Freifrau Raitz von Frentz


===Zubehör===
Das erste Bauwerk in Stapel war eine sogenannte [[Motte]], ein hölzerner Wohnturm, der auf der Spitze eines Hügels stand. Dieser Hügel entstand dadurch, dass man einen breiten und tiefen Wassergraben in runder oder ovaler Form grub. Die hierbei anfallende Erde häufte man im Innern der umgebenden Wasserfläche zu einem Hügel auf. Die auf dem Hügel errichtete Motte diente zu Wohnzwecken und konnte im frühen Mittelalter gut verteidigt werden. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte durch feste Häuser aus Stein ersetzt. Für die letzten Häuser wurde dort, wo sich heute Graben und Schloß befinden, ein neuer Wassergraben angelegt. Die Motte und die ersten festen Häuser befanden sich am Anfang des Parks, links vom Hauptweg.
Zu Stapel gehörten im Laufe der Zeit eine Reihe von Gütern um Münster, die im Besitz anderer Erbmännerfamilien gewesen waren. Für die Geschichte der münsterischen Erbmänner und besonders über den Erbmännerprozeß, der 1557 bis 1715 geführt wurde, bietet das Archiv Stapel neben dem Archiv [[Haus Surenburg]] daher eine hervorragende Überlieferung.


==Archiv Haus Stapel==
===Archivdepot Cappenberg===
===Urkunden===
Chronologisch geordneten Bestand,1430 Urkunden (1331-1801. Darin Familien (von) Clevorn, Stevening, Albranding, Bock bzw. Buck, Warendorp, Kerckerinck, Travelmann, Schencking, Vogt bzw. Vagedes, Ahlen, Buerse, Schilling zu Buxfort, Twist, Haen zu Leer in Ostfriesland, Maneel zu Landegge im Emsland. Findbücher P 157/1 und 157/2.
===Akten===
Die Akten sind in einem Bestand zusammengefaßt worden, doch ist bei der Klassifizierung auf die Provenienzen Rücksicht genommen worden. 1850 Akten (16.-20. Jhdt.), ca. 5 lfm Akten unverzeichnet.


===Provenienzen===
Haus Stapel war schon zu Anfang des 13. Jahrhunderts im Besitz der münsterischen Erbmännerfamilie von Kerckerinck, die 1710 in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurde.
====1. [[Haus Brock]]====
(Münster-Roxel): 1529 von der Familie Travelmann an die Familie Stevening, 1645 an Lambert von Bock, 1677 an Kerckerinck zu Stapel, 1859 an Droste zu Hülshoff. 58 Akten (16.-18. Jhdt.). Darin Familie von  Stevening; Bausachen; Grundbesitz; Prozesse; Schulden; Konkurs (1598 ff).


====2. [[Haus Buxfort]]====  
==Familie von Kerckerinck ==
(Kspl. Seim): Haus Groß-Buxfort oder Schillingsplatz seit ca. 1400 von Schilling, 1800 an von Kerckerinck, 1858 an von Hövel, 1870 zum Haus Nordkirchen. 46 Akten (15.-19. Jhdt.). Darin Familie von Schilling zu Buxfort und in Kurland; Haus Groß-Buxfort und Güter in Ostfriesland; Kirchspiel Selm (Westerfelder Mark).
===Sohn Matthias===
* Matthias Kerckerinck zum Stapel (1589,1638) oo Margarete Travelmann(1589), Kinder:
**
===Sohn Johann Ludwig ===
* Johann Ludwig v. Kerckering zu Stapel (17.12.1716) oo N.N., Kinder:
**


====3. [[Haus Getter]]====
===Sohn Johann ===
(Münster-Amelsbüren): Sitz der Erbmännerfamilie Warendorp, im 16. Jahrhundert Teilung in Große Getter an Familie von Bisschopinck und Kleine Getter an Familie von Twist. Kleine Getter Mitte des 17. Jahrhunderts an von Kerckerinck zu Stapel. 38 Akten (16.-19. Jhdt.). Darin Familie von Twist; Zubehör, Einkünfte; Rechte.
* 1761 Joh. v. Kerckerink zu Stapel oo N.N., Kinder:
** ältesten Tochter, Chanoinesse im Stift Borghorst


====4. [[Haus Giesking]]
===Tochter Maria Theresia ===
(Kspl. Buldern): zunächst Bauernerbe im Besitz der Familie Warendorp, im 16. Jahrhundert Adelssitz, ab 1575 an Kerckerinck. 33 Akten (16.-20. Jhdt.) Pachtsachen; Lagerbücher; Prozesse.
1801 gelangte das Haus über die Erbtochter Maria Theresia an Ernst Konstantin von Droste zu Hülshoff, der sich fortan von Droste gen. Kerckerinck nannte; auch Droste-Kerckerinck von Stapel war gebräuchlich.
* 1806 Frh. Constantin von Droste, gen. von Kerckerinck zu Stapel oo Maria Theresia von Kerckerinck, Erbtochter zu Stapel Kinder:
** Antonetta von Droste, gt. von Kerckerinck zu Stapel (Präbende im Damenstift Borghorst)


====5. Häuser Grevinghof und Sentmaring====  
===Droste zu Hülshoff===
98 Akten (16.-19. Jhdt.) Familie Bock zu Grevinghof, Sentmaring und Soest (Kspl. Hiltrup); Stiftung einer Vikarie zu Albersloh 1677; Pachtsachen, Einkünfte, Eigenbehörige; Rechnungen; Finanzen; Prozesse.
1880 fiel der Besitz an eine jüngere Linie der Familie Droste zu Hülshoff.


=====[[Haus Grevinghof]]=====
===von Frentz===
(Münster): 1264 im Besitz des Grafen von Rietberg. Mitte des 16. Jahrhunderts von der Familie Travelmann an Familie Bock, von dieser Ende des 17. Jahrhunderts an Kerckerinck zu Stapel, 1843 an Heereman von Zuydtwyck. -
1998 Eigentümerin: Ermengard Freifrau Raitz von Frentz, geborene Freiin Droste zu Hülshoff


=====[[Haus Sentmaring]]=====  
===Zubehör===
(Münster): Familie Bock seit ca. 1430 im Besitz einer Hälfte des Gutes Sentmaring, die andere Hälfte im Besitz der Kerckerinck ging über Droste zu Hülshoff 1504 an Bock. 1626 bzw. 1700 beide Teile an von Kerckerinck, 1817 Verkauf.  
Zu Stapel gehörten im Laufe der Zeit eine Reihe von Gütern um Münster, die im Besitz anderer Erbmännerfamilien gewesen waren. Für die Geschichte der münsterischen Erbmänner und besonders über den Erbmännerprozeß, der 1557 bis 1715 geführt wurde, bietet das Archiv Stapel neben dem Archiv [[Haus Surenburg]] daher eine hervorragende Überlieferung.


====6. [[Haus Landegge]]====  
===Vikarie===
(Emsland): Seit Ende des 14. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Maneel, 1645 durch Heirat an von Offen, 1676 an von Lüninck, um 1720 an von Haen (Hane), 1780 an von Schilling zu Buxfort, 1800 an von Kerckerinck. 35 Akten (16.-19. Jhdt.). Darin Familien von Haen (Hane), von Lüninck; Güter Uttum und Leer in Ostfriesland; Kapelle zu Landegge.
Fundationsurkunde von 1662.


====7. [[Haus Maser]]====
==Archive==
(Münster-Hiltrup): Gelangte von den Travelmann über die Bock an die Kerckerinck. 5 Akten (16.-19. Jhdt.) Darin Familie Travelmann; Prozesse. (Hauptüberlieferung A. [[Haus Surenburg]]).
* [[Haus Stapel/Archiv]]
* Bistumsarchiv Münster, Bestand Havixbeck Pfarrkirche St. Dionysium E.M., / Haus Stapel. Darin Fundationsurkunde, Kollationen, Executorien Prebyter Herm. Heinr. Wedding (1746), Joh. Theod. Bispinck (1773).


====8. Haus Wilkinghege====
==Literatur==
(Münster-Nienberge): Im 16. Jahrhundert von der Familie Cleyhorst an von Echten, 1545 an Stevening, 1661 an von Harde, durch Kaufan von Schorlemer zu Herringhausen, 1773 an Dr. Joseph Sentrup, 1779 an von Rhemen zu Barnsfeld. 5 Akten (16.-17. Jhdt.). Darin Familie Stevening; Archivinventar (17. Jhdt.).
* Weikert, W.: Erbmänner und Erbmännerprozesse. Ein Kapitel Münsterscher Stadtgeschichte, Münster/New York 1990. 
* Bruch,R. vom: Die Rittersitze des Emslandes, Münster 1962, S. 42-44 (Landegge), (für mittelalterliche Geschichte fehlerhaft.)


====9.  Haus Stapel====
=== Literatur-Suche===
1065 Akten (15.-20. Jhdt.)Landessachen, Lehnssachen (mit Bezug auf den Erbmännerprozeß); Vikarie auf Haus Stapel; Familie von Kerckerinck, verwandte Familien von Rollingen, von Spiegel, von Ripperda, von Horde; Haus Stapel (Inventare, Jagd, Gesinde, Rechnungen, Rentei, Liegenschaften);Finanzen, Register; Mühlen in Bösensell und Rorup; Zehnte; Markensachen; Kirchspielsrechnungen u.a. Altenberge, Billerbeck, Bösensell (ab 1649), Buldern, Havixbeck(ab 1683), Roxel (meist 18. Jhdt.); Rechnungen der Bsch. Beerlage (18. Jhdt.); Prozesse, u.a. mit v. Twickel zu Havixbeck und v. Graes zu Loburg; Erbmännerprozeß (16.-18. Jhdt.); Erben, Kotten, Eigenbehörige; Akten der kgl. Jagdkommission; Nachlässe von Stiftsdamen zu Hohenholte und Metelen (17. -18. Jhdt.); Findbuch P 157/3
*{{LitDB-Volltextsuche|Stapel}}
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==Archivnutzung==
== Weblinks ==
Benutzung erfolgt nur über das Westfälische Archivamt.
=== Genealogische Webseiten ===
*  [http://www.genealogy.net/vereine/wggf/  Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung]


==Literatur==
=== Historische Webseiten ===
* W.   Weikert,  Erbmänner  und  Erbmännerprozesse. Ein  Kapitel  Münsterscher
* [http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ Internetportal "Westfälische Geschichte"]
Stadtgeschichte, Münster/New York 1990. 
* R. vom Bruch, Die Rittersitze des Emslandes, Münster 1962, S. 42-44 (Landegge), für mittelalterliche Geschichte fehlerhaft.


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Aktuelle Version vom 16. Oktober 2020, 17:11 Uhr

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Coesfeld > Havixbeck > Haus Stapel

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Haus Stapel (vor 1837), Kupferstich (Fr.Wlh. v. Schorlemer, Herle 1837/40). Ansicht nach Erbauung von 1819/27.

Lage 19. Jhdt.

Einführung

Stapel der Begriff wir abgeleitet von Stau über Stave zu Stapel.

Im Harz gibt es ein Weltkulturerbe unter dem Titel: Wasserregal Ein Wasserregal sind mehrere hintereinander aufgestaute Teiche oder Seen.

Hier nun ein Hinweis der sich am Eingang von Haus Stapel befindet

Das erste Bauwerk in Stapel war eine sogenannte Motte, ein hölzerner Wohnturm, der auf der Spitze eines Hügels stand. Dieser Hügel entstand dadurch, dass man einen breiten und tiefen Wassergraben in runder oder ovaler Form grub. Die hierbei anfallende Erde häufte man im Innern der umgebenden Wasserfläche zu einem Hügel auf. Die auf dem Hügel errichtete Motte diente zu Wohnzwecken und konnte im frühen Mittelalter gut verteidigt werden. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte durch feste Häuser aus Stein ersetzt. Für die letzten Häuser wurde dort, wo sich heute Graben und Schloß befinden, ein neuer Wassergraben angelegt. Die Motte und die ersten festen Häuser befanden sich am Anfang des Parks, links vom Hauptweg.


Haus Stapel war schon zu Anfang des 13. Jahrhunderts im Besitz der münsterischen Erbmännerfamilie von Kerckerinck, die 1710 in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurde.

Familie von Kerckerinck

Sohn Matthias

  • Matthias Kerckerinck zum Stapel (1589,1638) oo Margarete Travelmann(1589), Kinder:

Sohn Johann Ludwig

  • Johann Ludwig v. Kerckering zu Stapel (17.12.1716) oo N.N., Kinder:

Sohn Johann

  • 1761 Joh. v. Kerckerink zu Stapel oo N.N., Kinder:
    • ältesten Tochter, Chanoinesse im Stift Borghorst

Tochter Maria Theresia

1801 gelangte das Haus über die Erbtochter Maria Theresia an Ernst Konstantin von Droste zu Hülshoff, der sich fortan von Droste gen. Kerckerinck nannte; auch Droste-Kerckerinck von Stapel war gebräuchlich.

  • 1806 Frh. Constantin von Droste, gen. von Kerckerinck zu Stapel oo Maria Theresia von Kerckerinck, Erbtochter zu Stapel Kinder:
    • Antonetta von Droste, gt. von Kerckerinck zu Stapel (Präbende im Damenstift Borghorst)

Droste zu Hülshoff

1880 fiel der Besitz an eine jüngere Linie der Familie Droste zu Hülshoff.

von Frentz

1998 Eigentümerin: Ermengard Freifrau Raitz von Frentz, geborene Freiin Droste zu Hülshoff

Zubehör

Zu Stapel gehörten im Laufe der Zeit eine Reihe von Gütern um Münster, die im Besitz anderer Erbmännerfamilien gewesen waren. Für die Geschichte der münsterischen Erbmänner und besonders über den Erbmännerprozeß, der 1557 bis 1715 geführt wurde, bietet das Archiv Stapel neben dem Archiv Haus Surenburg daher eine hervorragende Überlieferung.

Vikarie

Fundationsurkunde von 1662.

Archive

  • Haus Stapel/Archiv
  • Bistumsarchiv Münster, Bestand Havixbeck Pfarrkirche St. Dionysium E.M., / Haus Stapel. Darin Fundationsurkunde, Kollationen, Executorien Prebyter Herm. Heinr. Wedding (1746), Joh. Theod. Bispinck (1773).

Literatur

  • Weikert, W.: Erbmänner und Erbmännerprozesse. Ein Kapitel Münsterscher Stadtgeschichte, Münster/New York 1990.
  • Bruch,R. vom: Die Rittersitze des Emslandes, Münster 1962, S. 42-44 (Landegge), (für mittelalterliche Geschichte fehlerhaft.)

Literatur-Suche


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