Vohwinkel: Unterschied zwischen den Versionen

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'''[[Vohwinkel]]''', Stadtteil von [[Wuppertal]]: historisch – familienkundliche Entwicklung im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, Bibliografie, Archive, Quellen, Hinweise...
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'''Hierarchie'''
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==Name==
Vowinkel (1312), Vowynkele (1356), Vowinckele (1482), to vowinkeln und up deme vowinkeln (1488), Fowinckel (1665), fuwinckel (1715), Furwinkel (1799).
==Landschaftslage==
Wo das Wupper-Engtal westl. von Elberfeld nach Süden umbiegt, beginnt eine flachere, etwas höher gelegene Mulde, durch die das Wuppertal über die Schlebusch-Wahner Heide mit der Kölner Bucht verbunden wird. Im Ostteil dieser Mulde liegt Vohwinkel am unteren Südhang. Das Stadtgebiet ist auf dem Muldenboden in etwa 160 m Höhe breitflächig entwickelt, die Randbebauung längs der Straßen nach Solingen erreicht mit 270 m die Höhe der Bergischen Hochflächen.
===Geografische Position ===
1895: Geogr. Position bei (N 51° 14' | O 7° 04')
===Ortschaftsursprung===
Römersiedlung um 200 n. Chr. - Hof und spätere kleine Siedlung Vohwinkel gehörten zur Gemeinde [[Sonnborn]], Gut Vohwinkel im Kirchspiel Sonnborn 1356 genannt. Starkes Anwachsen nach dem Bahnanschluß 1841. Aufteilung des Gutes Vohwinkel 1852. Sitz der [[Kreis Mettmann|Kreisverwaltung Mettmann]] 1877-1933. Nach Eingemeindung Sonnborns in [[Elberfeld]] wurde Vohwinkel 1888 selbständige Landbürgermeisterei.
==Stadtgründung==
Stadtrechte 12.02.1921. Eingemeindung nach Wuppertal 1929.
==Stadt als Siedlung==
===Bauliche Entwicklung===
Das frühere Gutshaus Vohwinkel stand am Markt von 1956. Die Siedlung bestand um 1850 aus 8 Häusern, später 19 Häusern. Aufteilung des Gutes 1852. 1871: 59 (1885: 136) Häuser und 1 Bahnhof. Der Ort breitete sich schnell von Westen nach 0sten aus in der Längsrichtung der Mulde und am südlich Berghang.
===Gebäude===
Bahnhof  seit 1847. Ev. Schulhaus 1856. Ev. Kirche 1890. Rathaus 1899. Landwirtschaftsschule 1900. Rektoratschule 1902. Kath. Kirche 1907.
==Bevölkerung==
===Seuchen===
[[Cholera]] und [[Pocken]] 1869.
===[[Bevölkerungsverzeichnisse]]===
* Chronik der kath. Gem. im Pfarramt Sonnborn.
* [[Lagerbuch]]  der ev. Gemeinde
* {{Kategorieverweis|Adressbuch für Vohwinkel}}
===Jüngere Einwohnerzahlen===
1850: 58 Einwohner (E.), 1871: 777 E. (Ort V.) und 27 E. (Bhf. Vohwinkel); 1885: 1.936 E. (Ort Vohwinkel.) und 25 E. (Bahnhof Vohwinkel); 1890: 6.151 E., 1902: 10.247 E., 1910: 14.696 E., 1925: 16.098 E., 1930: 17.221 E., 1940: 17.677 E., 1950: 25.148 E., 1953: 27.419 Einwohner.
==[[Sprache]]==
Die [[niederfränkisch|niederfränkische]] [[Mundart]] wurde bereits 1956 nur noch wenig
gesprochen.
==Wirtschaft==
===Handel u. Gewerbe===
Vohwinkel gehörte im 18. Jhdt. zum Ausstrahlungsgebiet der Elberfelder Textilindustrie (u. a. Seidenweberei ab 1797, nach Wuppertal verlegt 1858), eigenes Gewerbe entwickelte sich erst nach dem Bahnanschluß (1841). 1850 wurde Eisenerz gefördert und eine Braunkohlenzeche war in Betrieb. Herd- und Kühlschrankfabrik 1902. 1956: Textilbetriebe, Eisengießereien, Maschinen-, Werkzeug- und Metallfabriken.
* Größere alte, 1956 noch bestehende Firmen: Gebhard & Co. AG (Seidenweberei), gegr. in Vohwinkel 1797, in Wuppertal seit 1858. HomannWerke Wilh. Homann (Herd- und Kühlschrankfabrik) 1902.
===Verkehr===
Die Bundesstraße Mönchen Gladbach-Düsseldorf - Wuppertal - Hagen - Kassel führt durch V0hwinkel. Bahn Düsseldorf -Vohwinkel- Elberfeld (1841) als erste Verbindung zum Rhein. Ehem. Prinz - Wilhelm-Bahn Vohwinkel-  Steele (1847) zum Kohlenrevier. Bahn Elberfeld-Vohwinkel- Haan (1956: Gruiten) -Opladen (1867), verlängert nach Mülheim 1868. Bahn Vohwinkel- Wald (1887) -Solingen (1890). [[Schwebebahn]] Elberfeld -Zoo- Vohwinkel 1901.
==Verwaltung==
===Gericht===
Gewerbegericht des [[Kreis Mettmann|Kreises Mettmann]], Abt. V. seit 1892. Kaufmannsgericht ab 1923.
==Landesherrschaft==
===Landesherren===
Gut Vohwinkel im Kirspiel Sonnborn wurde 1356 von Ritter Heynrich van Schoynroyde an das benachbarte Stift verkauft. Später ging es durch viele adlige und bürgerliche Hände bis zur Aufteilung 1852.
* < 1808 [[Herzogtum Berg]], [[Amt Solingen (historisch)]]
* 1808-1813 [[Kaiserreich Frankreich]],  [[Großherzogtum Berg]], [[Rheindepartement]],  [[Arrondissement Elberfeld]], [[Kanton Elberfeld]], [[Mairie Elberfeld]]
* 1813-1815 [[Preußisches Gouvernement Weser-Rhein]], Verwaltungsbezirk Großherzogtum Niederrhein
* 1815 - 1946 [[Königreich Preußen]],  [[Provinz Rheinland]], [[Regierungsbezirk Düsseldorf]], 1816 [[Kreis Elberfeld]], [[Bürgermeisterei Schöller]], 1823 Bürgermeisterei  [[Haan]], Umgliederung zum  [[Kreis Mettmann]], 1820/22 Umgliederung zum  [[Kreis Elberfeld]], Sonnborn mit Vohwinkel 1867 selbständige Bürgermeisterei, 1888 Bürgermeisterei Vohwinkel, 1921 Vohwinkel Städteordnung. 1929 vereinigt zur Stadt Barmen-Elberfeld, 1930 Namensänderung in Stadt  [[Wuppertal]]
* 1946 Land  [[Nordrhein-Westfalen]],
===Zeitzeichen 1895===
* Vohwinkel, Dorf/Landgemeinde in [[Deutschland]], [[Königreich Preußen]],  [[Provinz Rheinland]], [[Regierungsbezirk Düsseldorf]], [[Kreis Mettmann]], Bürgermeisterei Vohwinkel, 170 m ü.d.M,
** Eingemeindet: Zu Vohwinkel gehört jetzt das frühere Dorf Sonnborn
** Zugehörigkeit/Einrichtungen: Standesamt Vohwinkel, Amtsgericht Elberfeld, ev. Kspl. Vohwinkel u. Sonnborn, kath. Kspl. Sonnborn, Gräfrath u. Düssel, Postbezirk, Telegrafenamt, Eisenbahnstation Linie Düsseldorf <> Schwelm, Steele <> Vohwinkel u. Ohligs <> Vohwinkel der Preuss. Staatsbahn. Landratsamt f. den [[Kreis Mettmann]]
** Gesamtfläche: 1.254,4 ha, (1895) 57 Wohnplätze, 551 Gebäude.
** Einwohner:  7.740 (5.051 Ev., 2.548 Kath., 137 andere Christen, 4 Juden)
** Gewerbe: Kantine, Schmiede, Ziegelei, Fabr. (Maschinen, Tapeten), mechanische Weberei, Steinbrüche (Kalkstein)
*** Quelle:  [[Hic Leones]]
==Kriegswesen==
===Schützengilden===
Schützenfeste werden noch gefeiert.
==Siegel, Wappen, Fahne==
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|valign="top"|[[Image:Wappen-Vohwinkel.jpg|100px]]
|valign="top"|''Beschreibung:''
'''Wappen''': Redendes Wappen (1926): Unter silbernem Schildhaupt mit roter laufender Vohe ( = Fuchs (mhd.)) erscheint in Grün ein silberner Sparren, ein aufgerichteter „Winkel" (gleichzeitig mit Bezug auf das Wupperknie bei Vohwinkel).
Der Fuchs im Winkel als heraldisches Zeichen war um 1956 etwa 100 Jahre alt.
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==Finanzwesen==
===Münzwesen===
[[Notgeld]] 1918 zu 5, 10, 50 Pfg. (rund, in Zink oder Eisen) mit Schrift.


== Einleitung ==
==Stadtgebiet==
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Nach Abtrennung zweier Höfe umfaßte das Gut bei der Aufteilung 1852: 170 Morgen. Landgemeinde Sonnborn (einschl. Vohwinkel) 1885: 1.403 ha. Als Sonnborn an Elberfeld fiel, war Vohwinkel nach der Abtrennung 1888: 1.155 ha groß, nach Abgabe des Gutes Buchenhofen an Elberfeld 1890: 1.115 ha. Die Ortschaften Simonshaus, Porten, Görtscheid, Höhe, Bremkamp, Schlüssel, Engelshöhe, Rauenhöhe kamen von Haan an Vohwinkel. 1894: 1.213 ha; 1929: 1.140 ha.
=== Wappen ===
[[Bild:Wappen_Ort_Musterort_Kreis_Musterkreis.png]]
Hier: Beschreibung des Wappens
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=== Allgemeine Information ===
=== Allgemeine Information ===
<!-- Hier: Beschreibung der Stadt/Gemeinde, Größe, Bevölkerung usw.) -->
<!-- Hier: Beschreibung der Stadt/Gemeinde, Größe, Bevölkerung usw.) -->
'''Vohwinkel''' ist seit 1929 ein Bestandteil der neu gegründeten Stadt [[Wuppertal]]. Es entspricht ungefähr dem heutigen Wuppertaler Stadtbezirk ''Vohwinkel''. Dieser Stadtbezirk umfasst auch das erst 1975 eingemeindete [[Schöller]].


== Politische Einteilung ==
== Politische Einteilung ==
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==Kirchenwesen==
===Bistümer seit Mittelalter===
[[Erzbistum Köln]], Archidiakonat des Kölner Domdekans, Dekanat Neuß, Pfarrei Sonnborn. Die kath. Gem. Vohwinkel wurde 1896 zur selbständigen Kapellengemeinde.
===Reformation===
Übergang zum ref. Bekenntnis um 1580. Selbständige ev. Pfarrei 1886. Altluth. Gem. gegründet 1904.
* [[Evangelische Kirche im Rheinland]]
===Bekenntnisse===
1925: etwa 50% Ev. Freikirchen und Sekten : Freie ev. Gemeinde, Christliche Versammlung, Adventisten, Kath.-Apostolische, Ev. Gemeinschaft, Neuapostolische, Zeugen Jehovas, Heilsarmee, Offene Brüder, Mormonen, Gralsbewegung, Gemeinde der Christen (Ecclesia), Christliche Gemeinschaft, Christliche Wissenschaft, Pfingstgemeinde, Christengemeinschaft.
===Juden===
1927: 18 Juden.
==Wohlfahrtspflege
Gas und Wasserleitung im Vohwinkler Gebiet wurden 1905 in eigene Verwaltung genommen, gleichzeitig Gas- und Wasserwerk erbaut.
==Bildungswesen==
===Schulen===
Stand 1956: Erste ev. Schule 1856, zweite ev. Schule 1878, kath. Schule 1880, je 1 ev. und kath. Schule 1890. Weitere ev. Schule 1895, kath. Schule 1902. Um 1950: 9 Volksschulen. Privat-Knabenschule 1892, als öffentliche Rektoratschule 1897, Realschule 1908, Reformrealgymnasium 1928, heute Naturwissenschaftliches Gymnasium. Private höhere Mädchenschule, Ausbau zur Höheren Töchterschule 1897, höhere Lehranstalt 1907, Lyzeum 1912, mit Frauenoberschule 1929. Ferner 1956 1 Mittelschule. Landwirtschaftliche Winterschule für die Kreise Mettmann, Solingen und Düsseldorf-Land nach Vohwinkel verlegt 1900, 1956 Landwirtschaftsschule. Meisterschule für das gestaltende Handwerk 1945, Werkkunstschule seit 1949. Ferner 1956 1 Berufsschule.
==Zeitungen==
Vohwinkler Ztg. 1886-1928; als Generalanz. für den Kreis Mettmann nach 1888, als Vohwinkler Ztg. = Generalanz. für den Kr. Mettmann ab 1891, als Amtliches Kreisblatt für den Kreis Mettmann/Vohwinkler Ztg. ab 1897, mit der in Velbert erscheinenden Morgenztg. verschmolzen 1925.
* 1956 Wochenspiegel.
==Archiv==
*[[Stadtarchiv Wuppertal]]
* Kath. Pfarramt Sonnborn
==Artikel-Quellen==
* Deutsches Städtebuch, Handbuch städtischer Geschichte, Bd. III. Nordwest-Deutschland, III. Landschaftsverband Rheinland (1956) W. Kohlhammer Verlag Stuttgart
* Adreßbücher, Stadtarchiv
==Bibliografie==
* Giseke, F.: Das deutsche Notgeld 1915-21  (1922) Nr. 542 a, b.
* Ziegler: '''Geschichte der Stadt V.''' (1929).
*Crecelius, W.: Urkunden über Vohwinkel: '''Ritter Heinrich von Schönrode und seine Frau Lysa verkaufen ihr Erbe und Gut zu Vohwinkel dem Kloster zu Gräfrath. 18. Febr. 1356.'''
*In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 12. Band, Jahrgang 1876, Seite 243-244, Bonn 1876.


== Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit ==
=== Evangelische Kirchen ===
=== Katholische Kirchen ===
<!--=== Andere Glaubensgemeinschaften === -->
== Geschichte ==
<!-- Hier: geschichtlicher Abriss -->
<!-- == Genealogische und historische Gesellschaften == -->
<!-- === Genealogische Gesellschaften === -->
<!-- === Historische Gesellschaften === -->


== Genealogische und historische Quellen ==
=== Genealogische Quellen ===
=== Gedruckte Quellen ===
*[[Kreis Mettmann/Adressbuch 1909-10]] (mit Cronenberg)
<!-- Hier: z.B. Kirchenbücher, Verfilmte Quellen, Batchnummern, -->
<!-- Zivilstandsregister, andere Quellen, Volkszählung,        -->
<!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      -->
<!-- mit geeigneten Überschriften einfügen.                    -->
<!-- === Historische Quellen === -->


== Bibliografie ==
=== Bibliografie-Suche===
=== Genealogische Bibliografie ===
*{{LitDB-Volltextsuche|Vohwinkel}}
=== Historische Bibliografie ===
<!-- === Weitere Bibliografie === -->
<!-- === Weitere Bibliografie === -->
== Archive und Bibliotheken ==
 
=== Archive ===
=== Bibliotheken ===
== Verschiedenes ==
<!-- === Karten === -->
<!-- === Regionale Verlage und Buchhändler === -->
<!-- === Berufsgenealogen === -->
<!-- === Heimat- und Volkskunde === -->
<!-- === Auswanderungen === -->
<!-- === LDS/FHC  === -->
== Weblinks ==
== Weblinks ==
=== Offizielle Webseiten ===
=== Offizielle Webseiten ===
* Stadtverwaltung Wuppertal: [http://www.wuppertal.de/  www.wuppertal.de]
=== Genealogische Webseiten ===
=== Genealogische Webseiten ===
<!-- === Weitere Webseiten === -->
* [http://www.bvff.de Bergischer Verein für Familienkunde e.V.] mit Sitz in Wuppertal
 
=== Landeskunde und Regionalgeschichte ===
* [http://www.bgv-wuppertal.de Bergischer Geschichtsverein e.V., Abteilung Wuppertal]
* [http://www.rheinische-landeskunde.lvr.de/ Internetportal "LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte"]
 
==Zufallsfunde==
==Zufallsfunde==
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man ''[[Zufallsfund]]e''. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über [[toter Punkt|tote Punkte]] in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
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==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
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==Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis==
==Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis==
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[[Kategorie:Ort Wuppertal]]
[[Kategorie:Ort in Wuppertal]]
[[Kategorie:Ort in Nordrhein-Westfalen]]
[[Kategorie:Ort in Nordrhein-Westfalen]]

Aktuelle Version vom 24. Mai 2024, 04:07 Uhr

Vohwinkel, Stadtteil von Wuppertal: historisch – familienkundliche Entwicklung im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, Bibliografie, Archive, Quellen, Hinweise...

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Düsseldorf > Wuppertal > Vohwinkel

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Karte von Vohwinkel aus dem Adressbuch für den Kreis Mettmann aus dem Jahr 1909/10

Name

Vowinkel (1312), Vowynkele (1356), Vowinckele (1482), to vowinkeln und up deme vowinkeln (1488), Fowinckel (1665), fuwinckel (1715), Furwinkel (1799).

Landschaftslage

Wo das Wupper-Engtal westl. von Elberfeld nach Süden umbiegt, beginnt eine flachere, etwas höher gelegene Mulde, durch die das Wuppertal über die Schlebusch-Wahner Heide mit der Kölner Bucht verbunden wird. Im Ostteil dieser Mulde liegt Vohwinkel am unteren Südhang. Das Stadtgebiet ist auf dem Muldenboden in etwa 160 m Höhe breitflächig entwickelt, die Randbebauung längs der Straßen nach Solingen erreicht mit 270 m die Höhe der Bergischen Hochflächen.

Geografische Position

1895: Geogr. Position bei (N 51° 14' | O 7° 04')

Ortschaftsursprung

Römersiedlung um 200 n. Chr. - Hof und spätere kleine Siedlung Vohwinkel gehörten zur Gemeinde Sonnborn, Gut Vohwinkel im Kirchspiel Sonnborn 1356 genannt. Starkes Anwachsen nach dem Bahnanschluß 1841. Aufteilung des Gutes Vohwinkel 1852. Sitz der Kreisverwaltung Mettmann 1877-1933. Nach Eingemeindung Sonnborns in Elberfeld wurde Vohwinkel 1888 selbständige Landbürgermeisterei.

Stadtgründung

Stadtrechte 12.02.1921. Eingemeindung nach Wuppertal 1929.

Stadt als Siedlung

Bauliche Entwicklung

Das frühere Gutshaus Vohwinkel stand am Markt von 1956. Die Siedlung bestand um 1850 aus 8 Häusern, später 19 Häusern. Aufteilung des Gutes 1852. 1871: 59 (1885: 136) Häuser und 1 Bahnhof. Der Ort breitete sich schnell von Westen nach 0sten aus in der Längsrichtung der Mulde und am südlich Berghang.

Gebäude

Bahnhof seit 1847. Ev. Schulhaus 1856. Ev. Kirche 1890. Rathaus 1899. Landwirtschaftsschule 1900. Rektoratschule 1902. Kath. Kirche 1907.

Bevölkerung

Seuchen

Cholera und Pocken 1869.

Bevölkerungsverzeichnisse

Jüngere Einwohnerzahlen

1850: 58 Einwohner (E.), 1871: 777 E. (Ort V.) und 27 E. (Bhf. Vohwinkel); 1885: 1.936 E. (Ort Vohwinkel.) und 25 E. (Bahnhof Vohwinkel); 1890: 6.151 E., 1902: 10.247 E., 1910: 14.696 E., 1925: 16.098 E., 1930: 17.221 E., 1940: 17.677 E., 1950: 25.148 E., 1953: 27.419 Einwohner.

Sprache

Die niederfränkische Mundart wurde bereits 1956 nur noch wenig gesprochen.

Wirtschaft

Handel u. Gewerbe

Vohwinkel gehörte im 18. Jhdt. zum Ausstrahlungsgebiet der Elberfelder Textilindustrie (u. a. Seidenweberei ab 1797, nach Wuppertal verlegt 1858), eigenes Gewerbe entwickelte sich erst nach dem Bahnanschluß (1841). 1850 wurde Eisenerz gefördert und eine Braunkohlenzeche war in Betrieb. Herd- und Kühlschrankfabrik 1902. 1956: Textilbetriebe, Eisengießereien, Maschinen-, Werkzeug- und Metallfabriken.

  • Größere alte, 1956 noch bestehende Firmen: Gebhard & Co. AG (Seidenweberei), gegr. in Vohwinkel 1797, in Wuppertal seit 1858. HomannWerke Wilh. Homann (Herd- und Kühlschrankfabrik) 1902.

Verkehr

Die Bundesstraße Mönchen Gladbach-Düsseldorf - Wuppertal - Hagen - Kassel führt durch V0hwinkel. Bahn Düsseldorf -Vohwinkel- Elberfeld (1841) als erste Verbindung zum Rhein. Ehem. Prinz - Wilhelm-Bahn Vohwinkel- Steele (1847) zum Kohlenrevier. Bahn Elberfeld-Vohwinkel- Haan (1956: Gruiten) -Opladen (1867), verlängert nach Mülheim 1868. Bahn Vohwinkel- Wald (1887) -Solingen (1890). Schwebebahn Elberfeld -Zoo- Vohwinkel 1901.

Verwaltung

Gericht

Gewerbegericht des Kreises Mettmann, Abt. V. seit 1892. Kaufmannsgericht ab 1923.

Landesherrschaft

Landesherren

Gut Vohwinkel im Kirspiel Sonnborn wurde 1356 von Ritter Heynrich van Schoynroyde an das benachbarte Stift verkauft. Später ging es durch viele adlige und bürgerliche Hände bis zur Aufteilung 1852.

Zeitzeichen 1895

  • Vohwinkel, Dorf/Landgemeinde in Deutschland, Königreich Preußen, Provinz Rheinland, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreis Mettmann, Bürgermeisterei Vohwinkel, 170 m ü.d.M,
    • Eingemeindet: Zu Vohwinkel gehört jetzt das frühere Dorf Sonnborn
    • Zugehörigkeit/Einrichtungen: Standesamt Vohwinkel, Amtsgericht Elberfeld, ev. Kspl. Vohwinkel u. Sonnborn, kath. Kspl. Sonnborn, Gräfrath u. Düssel, Postbezirk, Telegrafenamt, Eisenbahnstation Linie Düsseldorf <> Schwelm, Steele <> Vohwinkel u. Ohligs <> Vohwinkel der Preuss. Staatsbahn. Landratsamt f. den Kreis Mettmann
    • Gesamtfläche: 1.254,4 ha, (1895) 57 Wohnplätze, 551 Gebäude.
    • Einwohner: 7.740 (5.051 Ev., 2.548 Kath., 137 andere Christen, 4 Juden)
    • Gewerbe: Kantine, Schmiede, Ziegelei, Fabr. (Maschinen, Tapeten), mechanische Weberei, Steinbrüche (Kalkstein)

Kriegswesen

Schützengilden

Schützenfeste werden noch gefeiert.

Siegel, Wappen, Fahne

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Beschreibung:

Wappen: Redendes Wappen (1926): Unter silbernem Schildhaupt mit roter laufender Vohe ( = Fuchs (mhd.)) erscheint in Grün ein silberner Sparren, ein aufgerichteter „Winkel" (gleichzeitig mit Bezug auf das Wupperknie bei Vohwinkel).

Der Fuchs im Winkel als heraldisches Zeichen war um 1956 etwa 100 Jahre alt.

Finanzwesen

Münzwesen

Notgeld 1918 zu 5, 10, 50 Pfg. (rund, in Zink oder Eisen) mit Schrift.

Stadtgebiet

Nach Abtrennung zweier Höfe umfaßte das Gut bei der Aufteilung 1852: 170 Morgen. Landgemeinde Sonnborn (einschl. Vohwinkel) 1885: 1.403 ha. Als Sonnborn an Elberfeld fiel, war Vohwinkel nach der Abtrennung 1888: 1.155 ha groß, nach Abgabe des Gutes Buchenhofen an Elberfeld 1890: 1.115 ha. Die Ortschaften Simonshaus, Porten, Görtscheid, Höhe, Bremkamp, Schlüssel, Engelshöhe, Rauenhöhe kamen von Haan an Vohwinkel. 1894: 1.213 ha; 1929: 1.140 ha.

Allgemeine Information

Vohwinkel ist seit 1929 ein Bestandteil der neu gegründeten Stadt Wuppertal. Es entspricht ungefähr dem heutigen Wuppertaler Stadtbezirk Vohwinkel. Dieser Stadtbezirk umfasst auch das erst 1975 eingemeindete Schöller.

Politische Einteilung

Kirchenwesen

Bistümer seit Mittelalter

Erzbistum Köln, Archidiakonat des Kölner Domdekans, Dekanat Neuß, Pfarrei Sonnborn. Die kath. Gem. Vohwinkel wurde 1896 zur selbständigen Kapellengemeinde.

Reformation

Übergang zum ref. Bekenntnis um 1580. Selbständige ev. Pfarrei 1886. Altluth. Gem. gegründet 1904.

Bekenntnisse

1925: etwa 50% Ev. Freikirchen und Sekten : Freie ev. Gemeinde, Christliche Versammlung, Adventisten, Kath.-Apostolische, Ev. Gemeinschaft, Neuapostolische, Zeugen Jehovas, Heilsarmee, Offene Brüder, Mormonen, Gralsbewegung, Gemeinde der Christen (Ecclesia), Christliche Gemeinschaft, Christliche Wissenschaft, Pfingstgemeinde, Christengemeinschaft.

Juden

1927: 18 Juden.

==Wohlfahrtspflege Gas und Wasserleitung im Vohwinkler Gebiet wurden 1905 in eigene Verwaltung genommen, gleichzeitig Gas- und Wasserwerk erbaut.

Bildungswesen

Schulen

Stand 1956: Erste ev. Schule 1856, zweite ev. Schule 1878, kath. Schule 1880, je 1 ev. und kath. Schule 1890. Weitere ev. Schule 1895, kath. Schule 1902. Um 1950: 9 Volksschulen. Privat-Knabenschule 1892, als öffentliche Rektoratschule 1897, Realschule 1908, Reformrealgymnasium 1928, heute Naturwissenschaftliches Gymnasium. Private höhere Mädchenschule, Ausbau zur Höheren Töchterschule 1897, höhere Lehranstalt 1907, Lyzeum 1912, mit Frauenoberschule 1929. Ferner 1956 1 Mittelschule. Landwirtschaftliche Winterschule für die Kreise Mettmann, Solingen und Düsseldorf-Land nach Vohwinkel verlegt 1900, 1956 Landwirtschaftsschule. Meisterschule für das gestaltende Handwerk 1945, Werkkunstschule seit 1949. Ferner 1956 1 Berufsschule.

Zeitungen

Vohwinkler Ztg. 1886-1928; als Generalanz. für den Kreis Mettmann nach 1888, als Vohwinkler Ztg. = Generalanz. für den Kr. Mettmann ab 1891, als Amtliches Kreisblatt für den Kreis Mettmann/Vohwinkler Ztg. ab 1897, mit der in Velbert erscheinenden Morgenztg. verschmolzen 1925.

  • 1956 Wochenspiegel.

Archiv

Artikel-Quellen

  • Deutsches Städtebuch, Handbuch städtischer Geschichte, Bd. III. Nordwest-Deutschland, III. Landschaftsverband Rheinland (1956) W. Kohlhammer Verlag Stuttgart
  • Adreßbücher, Stadtarchiv

Bibliografie

  • Giseke, F.: Das deutsche Notgeld 1915-21 (1922) Nr. 542 a, b.
  • Ziegler: Geschichte der Stadt V. (1929).


  • Crecelius, W.: Urkunden über Vohwinkel: Ritter Heinrich von Schönrode und seine Frau Lysa verkaufen ihr Erbe und Gut zu Vohwinkel dem Kloster zu Gräfrath. 18. Febr. 1356.
  • In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 12. Band, Jahrgang 1876, Seite 243-244, Bonn 1876.



Bibliografie-Suche

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Landeskunde und Regionalgeschichte

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen (z.B. über die Vorlage:Hinweis zu Zufallsfund).



Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.



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Stadtteile in Wuppertal (Regierungsbezirk Düsseldorf)
Stadtbezirk Elberfeld: Elberfeld
Stadtbezirk Elberfeld-West: Elberfeld | Sonnborn
Stadtbezirk Uellendahl-Katernberg: Elberfeld
Stadtbezirk Vohwinkel: Vohwinkel | Schöller
Stadtbezirk Cronenberg: Cronenberg
Stadtbezirk Barmen: Barmen
Stadtbezirk Oberbarmen: Barmen | Nächstebreck
Stadtbezirk Heckinghausen: Barmen
Stadtbezirk Langerfeld-Beyenburg: Langerfeld | Beyenburg
Stadtbezirk Ronsdorf: Ronsdorf


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Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung VOHKELJO31MF
Name
  • Vohwinkel
  • Vohwinkel-Mitte (1975 -)
Typ
  • Landgemeinde (1816) Quelle Seite 12
  • Stadt (Siedlung) (1921 - 1929-08-07)
  • Stadtteil (1929-08-08 -)
Einwohner
  • 9202 (2016)
Postleitzahl
  • W5600 (- 1993-06-30)
  • 42327 (1993-07-01 -)
Fläche (in km²)
  • 1.48 (2016)
Karte
   

TK25: 4708

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Barmen-Elberfeld, Wuppertal (1929 -) ( Stadt)

Vohwinkel (1975 -) ( Stadtbezirk)

Mettmann (1816) ( Kreis) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
St. Mariä Empfängnis
         Kirche
object_1173228
St. Ludger
         Kirche
object_1173229