Drees (Hof): Unterschied zwischen den Versionen

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== Übersicht ==
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Anschrift:                 
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Alte Anschrift (1868):     Pye 5
'''Hierarchie'''
Heutiger Eigentümer:      
[[Portal:Regionale Forschung|Regional]] > [[Bundesrepublik Deutschland]] > [[Niedersachsen]] > [[Regierungsbezirk Osnabrück]] > [[Osnabrück|Kreisfreie Stadt Osnabrück]] > [[Pye]] > Vollerbenhof {{#var:Hofname}}
Heutige Nutzung:    
{{HofInfo
Namensformen:              
| Hofname            = Drees
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| Weitere Hofnamen    =
Weitere Hofnamen:          
| Früherer Hofstatus  = [[Vollerbe]]
Erste Erwähnung:          
| Erste Erwähnung    =  
Früherer Hofstatus:        
| Grundherr          = Fürstbischof Osnabrück als Landesherr des  [[Portal:Fürstbistum Osnabrück|Fürstbistums Osnabrück]]
Koordinaten N/O:
| Namensformen        =  
| Namensursprung      =
| Heutige Nutzung    =
| Heutiger Eigentümer =
| Anschrift           = To Pye 2, 49090 Osnabrück
| Alte Anschrift      = Pye Nr. 5
| Koordinaten N/O    = 52.31937, 7.97416
| Bild                = HofDreesPye.jpg
}}
== Hofstandardwerte ==
<!-- Hier: Beschreibung des Hoftyps -->
=== Aufsitzerstatus ===
<!-- Hier: Frei, Eigenbehörigkeit, Pächter, sonstiges, ggf. Veränderungen im Zeitablauf)-->
* [[Vollerbe]]
===Grundherr===
<!-- Hier: Informationen zu den Grundherren, ggf. Veränderungen/Verkäufe im Zeitablauf-->
===Dienstpflichten ===
<!-- Hier:Dienstpflichten gegenüber dem Grundherrn und davon unabhängig auch Landesherrn; Streitigkeiten -->
=== Markenrechte, Mastrechte===
<!-- Hier: Marken- und Mastrechte aufführen -->
=== Viehbestand ===
<!-- Hier: Vergleichszahlen über Jahrhunderte aus Steuerlisten/Schatzungen, Landw. Adreßbüchern, etc.) -->
=== Umfang der Ländereien ===
<!-- Hier: Flurnamen und Größen an Ackerland, Gärten, Wiesen, Weiden etc.) -->
<!--===Baumbestand===-->
<!-- Hier: zeitlicher Baumbestand auf dem Hof) -->


== Entwicklungsgeschichte ==
== Entwicklungsgeschichte ==
<!-- === Mittelalter ===          -->
<!-- ==== Frühmittelalter ====    -->
<!-- ==== Hochmittelalter ====    -->
<!-- ==== Spätmittelalter ====    -->
===Frühe Neuzeit===
===Frühe Neuzeit===
====Reformation und Glaubensspaltung====
====Reformation und Glaubensspaltung====
Während des Dänisch-niedersächsischen Krieges hielt der schon 1625 vom protestantischen Rat der Stadt Osnabrück gewählte katholische Bischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wilhelm_von_Wartenberg Franz Wilhelm von Wartenberg] die Stadt 1628 unter Belagerung. Nach seinem Einzug erzwang er die Aufnahme einer Besatzung von 1.600 Mann und begann den Bau der Petersburg als Verteidigungsanlage.<ref name="30jähriger Krieg">Joseph, Martin (1998): '''Die Vogtei Wallenhorst im Dreißigjährigen Krieg: 1618-1648 Ereignisse, Folgen und Auswirkungen des Westfälischen Friedens''', Hrsg. Gemeinde Wallenhorst, Steinbacher Druck, Osnabrück.</ref> Zur Finanzierung verlangte er von der Stadt eine wöchentliche Kontributionszahlung von 3.000 Reichstalern, die von den Vögten eingetrieben wurden. Die Belastungen für die Höfe im Kirchspiel Wallenhorst waren also sehr hoch und viele dürfen in dieser Zeit als mehr oder weniger verarmt gelten. Im Kontributionsregister für die Wochen ab September 1628 zahlt Dreeß zu Piehe für alle 12 Wochen und darf daher als zahlungsfähig gelten.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703''', Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 31 als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57003 Digitalisat] bei Arcinsys</ref> Für die Zeit zwischen dem 9. Dezember 1628 und Ostern 1629 (15. April) leistete Dreeß zu Piehe auch für alle 18 Wochen seine Zahlungen, und darf daher auch für diesen Zeitraum als zahlungsfähig gelten.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703''', Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57003 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
===== 16. Jahrhundert=====
Im Jahre 1580 war Drees dem Bischof von Osnabrück eigenbehörig.<ref name="Eigenbehörigkeit">Jünemann, Kurt (1951): "Aus der Zeit der Eigenbehörigkeit", in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte des Kirchspiels Wallenhorst und für Allgemeine Heimatkunde (Hrsg): '''Kulturgeschichtliche Aufsätze zur Elfhundertjahrfeier des Kirchspiels Wallenhorst 851-1951''', Wallenhorst, Selbstverlag.</ref>
=====Die Zeit des Dänisch-niedersächsischen Krieges 1623-1629=====
Während des Dänisch-niedersächsischen Krieges hielt der schon 1625 vom protestantischen Rat der Stadt Osnabrück gewählte katholische Bischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wilhelm_von_Wartenberg Franz Wilhelm von Wartenberg] die Stadt 1628 unter Belagerung. Nach seinem Einzug erzwang er die Aufnahme einer Besatzung von 1.600 Mann und begann den Bau der Petersburg als Verteidigungsanlage.<ref name="30jähriger Krieg">Joseph, Martin (1998): '''Die Vogtei Wallenhorst im Dreißigjährigen Krieg: 1618-1648 Ereignisse, Folgen und Auswirkungen des Westfälischen Friedens''', Hrsg. Gemeinde Wallenhorst, Steinbacher Druck, Osnabrück.</ref> Zur Finanzierung verlangte er von der Stadt eine wöchentliche Kontributionszahlung von 3.000 Reichstalern, die von den Vögten eingetrieben wurden. Die Belastungen für die Höfe im Kirchspiel Wallenhorst waren also sehr hoch und viele dürfen in dieser Zeit als mehr oder weniger verarmt gelten. Im Kontributionsregister für die Wochen ab September 1628 zahlt Dreeß zu Piehe für alle 12 Wochen und darf daher als zahlungsfähig gelten.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703''', Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 31 als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57003 Digitalisat] bei Arcinsys</ref> Für die Zeit zwischen dem 9. Dezember 1628 und Ostern 1629 (15. April) leistete Dreeß zu Piehe auch für alle 18 Wochen seine Zahlungen, und darf daher auch für diesen Zeitraum als zahlungsfähig gelten.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 31"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703''', Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 31 als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57003 Digitalisat] bei Arcinsys</ref> Für die Zeit ab Ostern 1629 hatten Vollerben sieben Schillinge zu zahlen und für die folgenden 55 Wochen zahlte Dreeß zu Piehe voll.<ref name="NLA OS Rep 100 Abschnitt 88, Nr. 27"> Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Schatz- und Kontributionsregister der Kirchspiele Rulle und Wallenhorst, 1628 - 1653''', als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v56993 Digitalisat] bei Arcinsys</ref>
=====Abfindung der Schweden 1649=====
In der Zeit nach dem Westfälischen Frieden war die Stadt Osnabrück kein schöner Anblick und mit über 5 Mio. Talern hoch verschuldet. Das [[Fürstbistum Osnabrück]] war von der schwedischen Königin an Gustav Gustavson geschenkt worden. Für dessen Abtretung an Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg sollte Gustavson 80.000 Taler erhalten, die in vier jährlichen Terminen gezahlt werden mussten. Da Gustavson erst nach der vollständigen Schuldbegleichung abziehen musste, erbot sich die Osnabrücker Regierung daher 85.000 Taler sofort zu zahlen, wenn er sofort abzöge. Bischof Franz Wilhelm hielt im Oktober 1649 einen Landtag unter der Hohen Linde beim Kloster Oesede ab, wo beschlossen wurde, dass jede über 12 Jahre alte Person des Fürstentums einen doppelten Kopfschatz zu entrichten hatte. Dies betraf nicht nur Domprobst, Mönche, Nonnen, Pfarrer, sondern natürlich auch Bauern und Hüsselte, selbst Arme und Obdachlose wurden in dem Dekret vom 10.Oktober 1649 nicht verschont. Nachdem Gustavson seine Abfindung erhalten hatte, verließen die Schweden das Bistum am 30.11.1650.
 
Die Bewohner des Hofes ''Dreyß zu Pye'' mussten folgende Zahlungen entrichten:<ref name="Schwedenabfindung>Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (1649): '''Veranschlagung eines außerordentlichen Kopfschatzes zur Abfindung der Schweden''', NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 44, Blatt 131 als [http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v57133 Digitalisat S. 133] bei Arcinsys</ref>
* Dreyß zu Pye:                      2 Taler, 14 Schilling
* uxor:                              1 Taler,  7 Schilling
* 1 Sohn:                                      14 Schilling
* 1 Dirne:                                      4 Schilling
* 1 Scheffer Junge:                            14 Schilling
* Im Backhauß ein Hüsselte:                    4 Schilling


====Aufklärung====
====Aufklärung====
[[Bild:Karte_Grenzstreit_Osnabrück-Tecklenburg_1778.jpg|thumb|250px|Grenzverlauf zwischen Osnabrück und Tecklenburg, 1778]]


Im Jahre 1772 war ''Heinrich to Pye sive Drees'' dem Landesherrn hörig.
===Moderne===
Im Jahre 1847 errichtete Colon Franz Heinrich Drees, gemeinsam mit seinem Nachbarn aus dem Preußen, in der Hase ein Stauwerk mit einem Schöpfrad. Hiermit konnte Drees Wasser aus dem Fluss schöpfen und über ein Rinnensystem seine Wiesen, die durchschnittlich etwa 4 Fuß über dem Wasserspiegel lagen, bewässern.<ref name="Rieselwiesen">Albers, Andreas (1996): ''Rieselwiesen in Wallenhorst und Osnabrück-Pye'', in: Heimatbund Osnabrücker Land e.v., et. al.: '''Osnabrücker Land 1996 Heimat-Jahrbuch''', Druckerei Pfotenhauer, Ankum.</ref>
== Karten ==
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Datei:Karte_Grenzstreit_Osnabrück-Tecklenburg_1778.jpg|Grenzverlauf zwischen Osnabrück und Tecklenburg, 1778
Datei:TeilungPyerMark1832.jpg|Teilung der Pyer Mark 1832 - Karte I
Datei:Grundstücke der Stadt Osnabrück 1882 Pye.jpg|'''Übersichtsplan der Grundstücke der Stadt Osnabrück in den Gemeinden Haste, Pye, Lechtingen und Hollage'''. Betrifft vorwiegend Pye und den Piesberg.
</gallery>
Auf der ''Charte von der streitigen Grenze zwischen dem Hochstifte und Fürstenthume Osnabrück und der Grafschaft Tecklenburg'' aus dem Jahre 1778 ist auch die Lage des Hofes Drees mit damals anscheinend drei Gebäuden recht gut ersichtlich.<ref name="NLA OS K 103 Nr. 4 H Bl. 3">Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Charte von der streitigen Grenze zwischen dem Hochstifte und Fürstenthume Osnabrück und der Grafschaft Tecklenburg'''.  [https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4125483 Digitalisat] bei Arcinsys, NLA OS K 103 Nr. 4 H Bl. 3.</ref>
Auf der ''Charte von der streitigen Grenze zwischen dem Hochstifte und Fürstenthume Osnabrück und der Grafschaft Tecklenburg'' aus dem Jahre 1778 ist auch die Lage des Hofes Drees mit damals anscheinend drei Gebäuden recht gut ersichtlich.<ref name="NLA OS K 103 Nr. 4 H Bl. 3">Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: '''Charte von der streitigen Grenze zwischen dem Hochstifte und Fürstenthume Osnabrück und der Grafschaft Tecklenburg'''.  [https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4125483 Digitalisat] bei Arcinsys, NLA OS K 103 Nr. 4 H Bl. 3.</ref>
== Hofbilder ==
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Datei:HofDreesPye.jpg|Hof Drees Pye 2021
Datei:HofDreesPyeInschrift.jpg|Inschrift Hof Drees Pye 2021
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== Gebäude und Bewohner ==
== Gebäude und Bewohner ==
===Hauptgebäude===
[[Bild:HofDreesPyeInschrift.jpg|250px|Inschrift Hof Drees Pye 2021]]
Der Hof ist 1957 gebrannt.


== Viehstand ==
Über der Eingangspforte findet sich ein Gedenkstein mit folgender Inschrift:


Franz Josef Drees
Agnes Drees
geb. Hanesch
16.7.1957 abgebrannt
1957/58 aufgebaut
<!-- === [[Leibzucht]] ===            -->
<!-- === [[Backhaus]] ===            -->
<!-- Hier: Weitere Gebäude und Bewohner ergänzen-->
== Hofinhaber ==
== Generationenfolge ==
<!-- == Genealogische und historische Gesellschaften == -->
<!-- === Genealogische Gesellschaften === -->
<!-- === Historische Gesellschaften === -->
== Kirchliche Zugehörigkeit ==
* bis 1981: siehe [[St. Alexander Wallenhorst (Pfarrei)]]
* ab 1981: siehe [[Osnabrück-Pye St. Matthias (Pfarrei)]]
== Genealogische und historische Quellen ==
=== Genealogische Quellen ===
<!-- Hier: z.B. Kirchenbücher, Verfilmte Quellen, Batchnummern, -->
<!-- Zivilstandsregister, andere Quellen, Volkszählung,        -->
<!-- Bürgerbücher, Matrikel, Zunftbücher, Grundbücher usw.      -->
<!-- mit geeigneten Überschriften einfügen.                    -->
=== Historische Quellen ===
== Bibliografie ==
=== Genealogische Bibliografie ===
=== Historische Bibliografie ===
<!-- === Weitere Bibliografie === -->
<!--==== In der Digitalen Bibliothek ====-->
<!-- *{{Grübels 1892|}} -->
<!-- *{{Neumanns 1894|}} -->
<!-- *{{Ritters 1895|1|}}-->
<!-- === Regionale Verlage und Buchhändler === -->
<!-- === Berufsgenealogen === -->
<!-- === Heimat- und Volkskunde === -->
<!-- === Auswanderungen === -->
<!-- === LDS/FHC  === -->
== Weblinks ==
<!--=== Offizielle Webseiten ===-->
<!--=== Genealogische Webseiten ===-->
<!-- === Weitere Webseiten === -->


== Ahnengalerie ==
== Zitierte Literatur/ Quellen ==
<references/>


==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
{{Einleitung Forscherkontakte}}


== Quellen ==
{{Forscherkontakte-Link}}
<references/>


[[Kategorie:Hof_in_Pye]]
==Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis==
<gov>{{#var:GOV-ID}}</gov>
{{Navigationsleiste Höfe in Pye}}
[[Kategorie:Hof in Pye]]

Aktuelle Version vom 20. Mai 2024, 20:33 Uhr


Info

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Hierarchie Regional > Bundesrepublik Deutschland > Niedersachsen > Regierungsbezirk Osnabrück > Kreisfreie Stadt Osnabrück > Pye > Vollerbenhof Drees


Portal:Höfe und Bauern
Drees
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Früherer Hofstatus:Vollerbe
Grundherr:Fürstbischof Osnabrück als Landesherr des Fürstbistums Osnabrück
Anschrift:To Pye 2, 49090 Osnabrück
Alte Anschrift:Pye Nr. 5
Koordinaten N/O: 52.31937, 7.97416


Hofstandardwerte

Aufsitzerstatus

Grundherr

Dienstpflichten

Markenrechte, Mastrechte

Viehbestand

Umfang der Ländereien

Entwicklungsgeschichte

Frühe Neuzeit

Reformation und Glaubensspaltung

16. Jahrhundert

Im Jahre 1580 war Drees dem Bischof von Osnabrück eigenbehörig.[1]

Die Zeit des Dänisch-niedersächsischen Krieges 1623-1629

Während des Dänisch-niedersächsischen Krieges hielt der schon 1625 vom protestantischen Rat der Stadt Osnabrück gewählte katholische Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg die Stadt 1628 unter Belagerung. Nach seinem Einzug erzwang er die Aufnahme einer Besatzung von 1.600 Mann und begann den Bau der Petersburg als Verteidigungsanlage.[2] Zur Finanzierung verlangte er von der Stadt eine wöchentliche Kontributionszahlung von 3.000 Reichstalern, die von den Vögten eingetrieben wurden. Die Belastungen für die Höfe im Kirchspiel Wallenhorst waren also sehr hoch und viele dürfen in dieser Zeit als mehr oder weniger verarmt gelten. Im Kontributionsregister für die Wochen ab September 1628 zahlt Dreeß zu Piehe für alle 12 Wochen und darf daher als zahlungsfähig gelten.[3] Für die Zeit zwischen dem 9. Dezember 1628 und Ostern 1629 (15. April) leistete Dreeß zu Piehe auch für alle 18 Wochen seine Zahlungen, und darf daher auch für diesen Zeitraum als zahlungsfähig gelten.[3] Für die Zeit ab Ostern 1629 hatten Vollerben sieben Schillinge zu zahlen und für die folgenden 55 Wochen zahlte Dreeß zu Piehe voll.[4]

Abfindung der Schweden 1649

In der Zeit nach dem Westfälischen Frieden war die Stadt Osnabrück kein schöner Anblick und mit über 5 Mio. Talern hoch verschuldet. Das Fürstbistum Osnabrück war von der schwedischen Königin an Gustav Gustavson geschenkt worden. Für dessen Abtretung an Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg sollte Gustavson 80.000 Taler erhalten, die in vier jährlichen Terminen gezahlt werden mussten. Da Gustavson erst nach der vollständigen Schuldbegleichung abziehen musste, erbot sich die Osnabrücker Regierung daher 85.000 Taler sofort zu zahlen, wenn er sofort abzöge. Bischof Franz Wilhelm hielt im Oktober 1649 einen Landtag unter der Hohen Linde beim Kloster Oesede ab, wo beschlossen wurde, dass jede über 12 Jahre alte Person des Fürstentums einen doppelten Kopfschatz zu entrichten hatte. Dies betraf nicht nur Domprobst, Mönche, Nonnen, Pfarrer, sondern natürlich auch Bauern und Hüsselte, selbst Arme und Obdachlose wurden in dem Dekret vom 10.Oktober 1649 nicht verschont. Nachdem Gustavson seine Abfindung erhalten hatte, verließen die Schweden das Bistum am 30.11.1650.

Die Bewohner des Hofes Dreyß zu Pye mussten folgende Zahlungen entrichten:[5]

* Dreyß zu Pye:                       2 Taler, 14 Schilling
* uxor:                               1 Taler,  7 Schilling
* 1 Sohn:                                      14 Schilling
* 1 Dirne:                                      4 Schilling
* 1 Scheffer Junge:                            14 Schilling
* Im Backhauß ein Hüsselte:                     4 Schilling

Aufklärung

Im Jahre 1772 war Heinrich to Pye sive Drees dem Landesherrn hörig.

Moderne

Im Jahre 1847 errichtete Colon Franz Heinrich Drees, gemeinsam mit seinem Nachbarn aus dem Preußen, in der Hase ein Stauwerk mit einem Schöpfrad. Hiermit konnte Drees Wasser aus dem Fluss schöpfen und über ein Rinnensystem seine Wiesen, die durchschnittlich etwa 4 Fuß über dem Wasserspiegel lagen, bewässern.[6]

Karten

Auf der Charte von der streitigen Grenze zwischen dem Hochstifte und Fürstenthume Osnabrück und der Grafschaft Tecklenburg aus dem Jahre 1778 ist auch die Lage des Hofes Drees mit damals anscheinend drei Gebäuden recht gut ersichtlich.[7]

Hofbilder


Gebäude und Bewohner

Hauptgebäude

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden

Der Hof ist 1957 gebrannt.

Über der Eingangspforte findet sich ein Gedenkstein mit folgender Inschrift:

Franz Josef Drees 
Agnes Drees 
geb. Hanesch
16.7.1957 abgebrannt
1957/58 aufgebaut

Hofinhaber

Generationenfolge

Kirchliche Zugehörigkeit

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Historische Quellen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

Weblinks

Zitierte Literatur/ Quellen

  1. Jünemann, Kurt (1951): "Aus der Zeit der Eigenbehörigkeit", in: Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte des Kirchspiels Wallenhorst und für Allgemeine Heimatkunde (Hrsg): Kulturgeschichtliche Aufsätze zur Elfhundertjahrfeier des Kirchspiels Wallenhorst 851-1951, Wallenhorst, Selbstverlag.
  2. Joseph, Martin (1998): Die Vogtei Wallenhorst im Dreißigjährigen Krieg: 1618-1648 Ereignisse, Folgen und Auswirkungen des Westfälischen Friedens, Hrsg. Gemeinde Wallenhorst, Steinbacher Druck, Osnabrück.
  3. 3,0 3,1 Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: Diverse Schatz- und Kontributionssachen 1628-1703, Wallenhorst 1628/29 ab Bl. 18, NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 31 als Digitalisat bei Arcinsys
  4. Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: Schatz- und Kontributionsregister der Kirchspiele Rulle und Wallenhorst, 1628 - 1653, als Digitalisat bei Arcinsys
  5. Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (1649): Veranschlagung eines außerordentlichen Kopfschatzes zur Abfindung der Schweden, NLA OS Rep 100 Abschnitt 88 Nr. 44, Blatt 131 als Digitalisat S. 133 bei Arcinsys
  6. Albers, Andreas (1996): Rieselwiesen in Wallenhorst und Osnabrück-Pye, in: Heimatbund Osnabrücker Land e.v., et. al.: Osnabrücker Land 1996 Heimat-Jahrbuch, Druckerei Pfotenhauer, Ankum.
  7. Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück: Charte von der streitigen Grenze zwischen dem Hochstifte und Fürstenthume Osnabrück und der Grafschaft Tecklenburg. Digitalisat bei Arcinsys, NLA OS K 103 Nr. 4 H Bl. 3.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.


Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis

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Wappen der Sadt Osnabrück Höfe in der Bauerschaft Pye (in der Stadt Osnabrück)

Vollerben: Albers | Becker | Drees | Gösling | Offers | Schöler | Große Siebenbürgen |

Erbkotten: Kleine Siebenbürgen |

Markkotten: Overin | Weber | Große Kohlbrecher | Kleine Kohlbrecher