Polen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Hierarchie'''
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[[Europa]] > Polen
'''Hierarchie'''</br>
 
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==Allgemeine Information==
[[Bild:Polen_Transportation.jpg|thumb|250px|Karte von {{PAGENAME}}]]
 
== Einleitung ==
Das moderne Polen schließt Gebiete ein, die früher zu [[Deutschland]], [[Österreich]] und [[Russland]] gehörten. Dort, wo die Grenzen mehrfach wechselten, kann es erforderlich werden, in mehreren Gebieten nachzuforschen. Siehe Ehemalige Deutsche Gebiete wie [[Danzig]], [[Pommern]], [[Schlesien]] (Nieder-, Oberschlesien und österreichisch Schlesien), [[Westpreußen]] und [[Ostpreußen]], die [[Neumark]] und [[Posen]].
Das moderne Polen schließt Gebiete ein, die früher zu [[Deutschland]], [[Österreich]] und [[Russland]] gehörten. Dort, wo die Grenzen mehrfach wechselten, kann es erforderlich werden, in mehreren Gebieten nachzuforschen. Siehe 'Ehemalig deutschsprachige Gebiete' wie [[Danzig]], [[Pommern]], [[Schlesien]] ([[Niederschlesien|Nieder-]], [[Oberschlesien]] und [[Österreichisch-Schlesien]]), [[Westpreußen]] und [[Ostpreußen]], die [[Neumark]], der östliche Teil von [[Königreich Galizien]] und Londomerien, ein Teil von Ungarn und [[Provinz Posen]].
 
[[Datei:Flagge Polen.svg|thumb|300px|Die Flagge von Polen]]
Diese Seite konzentriert sich auf die mittleren und östlichen Teile Polens, historisch auch als <b>KONGRESS-POLEN</b> bekannt. Andere Namen dieser Gebiete sind:
=== Flagge ===
* Mittelpolen
Die Nationalflagge Polens besteht aus zwei gleich breiten Querstreifen in Weiß (oben) und Rot. Die Farben leiten sich vom polnischen Wappen ab.
* Russisch Polen
=== Wappen ===
* Königreich Polen
{|cellpadding="10"
* Herzogtum Warschau
|valign="top"|[[Datei:Wappen Staat Polen.PNG|100px]]
 
|valign="top"|Das Wappen Polens zeigt einem goldgekrönten weißen Adler mit goldenen Krallen und goldenem Schnabel auf rotem Feld.
[[Polen_Gegenwart|Polen in der Gegenwart]]<br/>
|}
[[Mittelpolen Politische Einteilung|Politische Einteilung vor 1939]]
* {{Kategorieverweis|Wappen zu Polen}}
 
=== Allgemeine Information ===
==Beschreibung des Forschungsgebietes==
*Lage: Mitteleuropa, östlich von Deutschland
Über mehrere Jahrhunderte bis hin zum Ende des 2. Weltkrieges lebten Hunderttausende Deutsche in polnischen Gebieten, oft als Verwalter der Landgüter ihrer (adligen) polnischen Herren. Am Ende des Krieges wurden die meisten nach Deutschland oder nach Sibirien vertrieben. Ein Autor listet über 1.200 deutsche Siedlungen im Kongress-Polen des 19. Jahrhunderts auf. Viele Deutsche in diesen Gebieten waren LUTHERANER. Es gab dort auch eine beträchtliche Anzahl Juden und - in geringeren Zahlen - auch RÖMISCH KATHOLISCHE, MENNONITEN, BAPTISTEN, REFORMIERTE, MORAVIANER, etc.
*Name: Rzeczpospolita Polska
 
*Fläche: gesamt: 312.685 km², Land: 304.255 km², Wasser: 8.430 km²
==Geschichte==
*Höchster Punkt: Rysy 2.499 m
Polen existierte als Staat bereits seit der Jahrtausendwende. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde es wegen seiner schwachen Monarchie zwischen [[Russland]], [[Preußen]] und [[Österreich]] geteilt und hörte auf, als selbständige Nation zu existieren. Nach dem Sieg über Rußland und Preußen im Jahre 1807 schuf Napoleon das unabhängige Herzogtum [[Warschau]], das große Teile vormals preußischer und russischer Gebiete beinhaltete.
*Einwohnerzahl: 38.185.913 (Juli 2021 geschätzt)
 
*Sprachen: Polnisch (Amtssprache)
Nach dem Sieg über Napoleon (1812) wurde 1815 auf dem Wiener Kongress das Königreich Polen geschaffen, auch bekannt als Kongreßpolen oder Mittelpolen.
**Polen hat 2009 die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen ratifiziert, in der Kaschub als Regionalsprache, Tschechisch, Hebräisch, Jiddisch, Weißrussisch, Litauisch, Deutsch, Armenisch, Russisch, Slowakisch und Ukrainisch als nationale Minderheitensprachen und Karaim, Lemko, Romani (Polska Roma und Bergitka Roma) und Tatarisch als ethnische Minderheitensprachen anerkannt werden.
 
*parlamentarische Republik
Kongreßpolen bestand aus dem Herzogtum Warschau, abzüglich einiger Teile von [[Torun]] (Torn), [[Poznan]] (Posen) und [[Bydgoszcz]] (Bromberg), die Preußen zugesprochen wurden. Dem Land wurde eine formale Unabhängigkeit gewährt, tatsächlich hatte jedoch Rußland einen starken Einfluß. Es gab einige Aufstände, der letzte wurde 1863 von den Russen niedergeschlagen. Danach folgte eine Zeit russischer Unterdrückung, Russisch wurde als offizielle Sprache eingeführt und dem Adel wurde der letzte Rest an Macht, den er einst gehabt hatte, genommen.
*Hauptstadt:Warschau , geografische Koordinaten: 52 15 N, 21 00 E
 
*Zeitunterschied: UTC+1
Ende des Ersten Weltkrieges erhielt Polen seine Unabhängigkeit zurück. Weite Gebiete mußten Rußland (etwa die Hälfte der Gebiete, die es vor den Teilungen besessen hatte) und Österreich (alle Gebiete aus der Zeit vor den Teilungen, und noch einige dazu) somit wieder abtreten. Auch große Teile vorher preußischer Gebiete fielen wieder an Polen zurück, wodurch Polen mit dem sogenannten Polnischen Korridor erneut Zugang an die Ostsee erhielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Gebiete, die Polen im Osten erhalten hatte, an Rußland und die Ukraine zurückgegeben. Zum Ausgleich übernahm es zusätzliche Gebiete Deutschlands. Dazu gehörten ehemalige preußische Gebiete im Norden, und Schlesien im Westen und Süden.
*Unabhängigkeit: 11. November 1918 (Ausrufung der Republik)
 
*Nationalfeiertag: Tag der Verfassung, 3. Mai (1791)
<i>Quelle: A Panorama of Polish History; Redaktion - Hanna Cierlinska; Herausgeber - Interpress Publishers - Warschau; auch in Französisch, Deutsch, Polnisch, und Spanisch erhältlich</i>
== Politische Einteilung ==
 
{{Navigationsleiste Polen}}
</center>
Einteilung 2021: 16 Woiwodschaften [Provinzen] (wojewodztwa, Singular - wojewodztwo)
{|
| width="300" valign="top" |
*Dolnoslaskie (Niederschlesien)
*Kujawsko-Pomorskie (Kujawien-Pommern)
*Lodzkie (Lodz)
*Lubelskie (Lublin)
*Lubuskie (Lubusz)
*Malopolskie (Kleinpolen)
*Mazowieckie (Masowien)
*Opolskie (Oppeln)
| width="300" valign="top" |
*Podkarpackie (Unterkarpaten)
*Podlaskie (Lublin)
*Pomorskie (Pommern)
*Slaskie (Schlesien)
*Swietokrzyskie (Heiligkreuz)
*Warminsko-Mazurskie (Ermland-Masuren)
*Wielkopolskie (Großpolen)
*Zachodniopomorskie (Westpommern)
|}</br>
* {{Kategorieverweis|Landkreis in Polen}}
== Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit ==
* {{Kategorieverweis|Kirche in Polen}}
* {{Kategorieverweis|Kirchspiel in Polen}}
=== Evangelische Kirchen ===
* {{Kategorieverweis|Evangelische Kirche in Polen}}
* {{Kategorieverweis|Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen}}
=== Katholische Kirchen ===
{{Navigationsleiste Katholische Kirche in Polen}}
* {{Kategorieverweis|Katholische Kirche in Polen}}
<!-- === Andere Glaubensgemeinschaften === -->
== Geschichte <ref>Quelle: A Panorama of Polish History; Redaktion - Hanna Cierlinska; Herausgeber - Interpress Publishers - Warschau; auch in Französisch, Deutsch, Polnisch, und Spanisch erhältlich</ref> ==
Polen existierte als Staat bereits seit der Jahrtausendwende. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde es wegen seiner schwachen Monarchie zwischen [[Russland]], [[Preußen]] und [[Österreich]] geteilt und hörte auf, als selbständige Nation zu existieren. Nach dem Sieg über [[Russland]] und [[Preußen]] im Jahre 1807 schuf Napoleon das unabhängige Herzogtum Warschau, das große Teile vormals preußischer und russischer Gebiete beinhaltete.</br>
Nach dem Sieg über Napoleon (1812) wurde 1815 auf dem Wiener Kongress das Königreich Polen geschaffen, auch bekannt als Kongreßpolen oder Mittelpolen.</br>
Kongreßpolen bestand aus dem Herzogtum Warschau, abzüglich einiger Teile von Toruń ([[GOV:THOORNJO93HA|Thorn]]), Poznań ([[GOV:POSSENJO82LJ|Posen]]) und Bydgoszcz ([[GOV:BROERGJO93AD|Bromberg]]), die [[Preußen]] zugesprochen wurden. Dem Land wurde eine formale Unabhängigkeit gewährt, tatsächlich hatte jedoch [[Russland]] einen starken Einfluß. Es gab einige Aufstände, der letzte wurde 1863 von den Russen niedergeschlagen. Danach folgte eine Zeit russischer Unterdrückung, Russisch wurde als offizielle Sprache eingeführt und dem Adel wurde der letzte Rest an Macht, den er einst gehabt hatte, genommen.</br>
Ende des Ersten Weltkrieges erhielt Polen seine Unabhängigkeit zurück. Weite Gebiete mußten [[Russland]] (etwa die Hälfte der Gebiete, die es vor den Teilungen besessen hatte) und [[Österreich]] (alle Gebiete aus der Zeit vor den Teilungen, und noch einige dazu) somit wieder abtreten. Auch große Teile vorher preußischer Gebiete fielen wieder an Polen zurück, wodurch Polen mit dem sogenannten Polnischen Korridor erneut Zugang an die Ostsee erhielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Gebiete, die Polen im Osten erhalten hatte, an [[Russland]] und die [[Ukraine]] zurückgegeben. Zum Ausgleich übernahm es zusätzliche Gebiete [[Deutschland]]s. Dazu gehörten ehemalige preußische Gebiete im Norden, und [[Schlesien]] im Westen und Süden.
== Repatriierung (Umsiedlung) von Polen in Polen 1944-1946 ==
* [[Vertreibung#Repatriierung (Umsiedlung) von Polen in Polen 1944-1946|Repatriierung (Umsiedlung) von Polen in Polen 1944-1946]]
==Genealogische und historische Gesellschaften==
==Genealogische und historische Gesellschaften==
===Geneaologische Gesellschaften===
===Genealogische Gesellschaften===
<b>[http://www.agoff.de AGoFF]</b> (Deutsch) die <b>Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V.</b> hat verschiedene Forschungsstellen (FST) und dazugehörige Forschungsgruppen (FGR) eingerichtet, die für die o.g. Regionen Rußlands Auskunft und Hilfestellungen geben können und teilweise umfangreiche eigene Seiten im Internet betreiben.
* {{Kategorieverweis|Genealogische Institution in Polen}}
 
* {{Kategorieverweis|Heraldische Institution in Polen}}
<b>[http://www.sggee.org/Deutsch/index.html SGGEE]</b> (Englisch) die <b>Society for German Genealogy in Eastern Europe</b> [Gesellschaft für deutsche Genealogie in Osteuropa] wurde 1998 gegründet als genealogischer Verein (in Kanada) mit Schwerpunkt auf WOLHYNIEN und KONGRESSPOLEN. Viele Forscheranfragen in der freien [http://eclipse.sggee.org/mailman/listinfo/ger-poland-volhynia/ Mailingliste] betreffen auch das weitere Gebiet Rußlands.
* <b>[http://www.agoff.de AGoFF]</b> (Deutsch) die <b>Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V.</b> hat verschiedene Forschungsstellen (FST) und dazugehörige Forschungsgruppen (FGR) eingerichtet, die für die o.g. Regionen Rußlands Auskunft und Hilfestellungen geben können und teilweise umfangreiche eigene Seiten im Internet betreiben.
 
* <b>[https://www.sggee.org/deutsch/home_ger.html SGGEE]</b> (Englisch/Deutsch) die <b>Society for German Genealogy in Eastern Europe</b> [Gesellschaft für deutsche Genealogie in Osteuropa] wurde 1998 gegründet als genealogischer Verein (in Kanada) mit Schwerpunkt auf WOLHYNIEN und KONGRESSPOLEN. Viele Forscheranfragen in der freien [http://eclipse.sggee.org/mailman/listinfo/ger-poland-volhynia/ Mailingliste] betreffen auch das weitere Gebiet Rußlands.
<b>[http://www.eegsociety.org/ EEGS]</b> (Englisch) die <b>East European Genealogical Society</b> [Verein für osteuropäische Familienforschung] hat ihren Sitz in Winnipeg, Kanada und beschäftigt sich mit der Familienforschung in allen Ländern östlich und südöstlich Deutschlands bis einschließlich der Uralregion in Rußland.
* <b>[http://www.eegsociety.org/ EEGS]</b> (Englisch) die <b>East European Genealogical Society</b> [Verein für osteuropäische Familienforschung] hat ihren Sitz in Winnipeg, Kanada und beschäftigt sich mit der Familienforschung in allen Ländern östlich und südöstlich Deutschlands bis einschließlich der Uralregion in Rußland.
 
* <b>[http://www.feefhs.org/ FEEFHS]</b> (Englisch) die <b>Federation of East European Family History Societies</b> [Dachverband der Gesellschaften für osteuropäische Familienforschung] wurde 1992 gegründet und beschäftigt sich mit der Familienforschung in Zentral- und Osteuropa. Dieser Verein betreibt umfangreiche Seiten im Internet und gibt ein eigenes Journal heraus.
<b>[http://www.feefhs.org/ FEEFHS]</b> (Englisch) die <b>Federation of East European Family History Societies</b> [Dachverband der Gesellschaften für osteuropäische Familienforschung] wurde 1992 gegründet und beschäftigt sich mit der Familienforschung in Zentral- und Osteuropa. Dieser Verein betreibt umfangreiche Seiten im Internet und gibt ein eigenes Journal heraus.
* <b>[http://www.odessa3.org/ ODL]</b> (Englisch) die <b>Odessa Digital Library</b> [Odessa Online Bibliothek] ist eine Deutsch-Russische Online Bibliothek im Internet. Hier sind Millionen Personen erfaßt, die seit ca. 1800 in Richtung Rußland ausgewandert oder von dort emigriert sind. Die Betreiber dieser Datenbanken bezifferten den Datenumfang im Juni 2004 auf ca. 320 Megabyte. Über eine [http://www.odessa3.org/search.html Suchmaske] kann in diesen Daten von jedermann gesucht werden. Da bei der Erstellung der Odessa-Datenbanken weltweit Forscher mit den verschiedensten Sprachkenntnissen beteiligt waren, kann diese nur als Findhilfe gelten. Es ist empfehlenswert, die angegebenen Quellen selbst einzusehen.
 
* <b>[http://www.jewishgen.org/ JewishGen]</b> (Englisch) <b>JewishGen</b> ist ein Portal im Internet für Jüdische Genealogie weltweit. Hier ist ein Diskussions-Board in englischer Sprache, eine Datenbank mit über 350.000 Familiennamen und Ortschaften, eine Vielzahl von Info-Texten, eine Ortsdatenbank [http://www.jewishgen.org/ShtetlSeeker/loctown.htm ShtetlSeeker] für über 200 Länder zu finden. Die Familienstammbäume bei [http://www.jewishgen.org/gedcom/ Family Tree of the Jewish People] beinhalten Daten von nahezu 3 Millionen Personen.
<b>[http://www.odessa3.org/ ODL]</b> (Englisch) die <b>Odessa Digital Library</b> [Odessa Online Bibliothek] ist eine Deutsch-Russische Online Bibliothek im Internet. Hier sind Millionen Personen erfaßt, die seit ca. 1800 in Richtung Rußland ausgewandert oder von dort emigriert sind. Die Betreiber dieser Datenbanken bezifferten den Datenumfang im Juni 2004 auf ca. 320 Megabyte. Über eine [http://www.odessa3.org/search.html Suchmaske] kann in diesen Daten von jedermann gesucht werden. Da bei der Erstellung der Odessa-Datenbanken weltweit Forscher mit den verschiedensten Sprachkenntnissen beteiligt waren, kann diese nur als Findhilfe gelten. Es ist empfehlenswert, die angegebenen Quellen selbst einzusehen.
* '''[https://genealodzy.pl/ PTG]''' (Polnisch/Englisch) die '''Polskie Towarzystwo Genealogiczne''' [Polnische Genealogische Gesellschaft] betreibt eine Reihe von Datenbanken für genealogische Forschung. Die größte Datenbank ist [https://geneteka.genealodzy.pl/index.php Geneteka], eine Indexdatenbank für über 34 Millionen Einträge, die von Freiwilligen durch Transkription digitalisierter Personenstandsregister erzeugt wurden. Daneben werden ein Forum (tlw. englischsprachig) und weitere Angebote vorgehalten.
 
<b>[http://www.jewishgen.org/ JewishGen]</b> (Englisch) <b>JewishGen</b> ist ein Portal im Internet für Jüdische Genealogie weltweit. Hier ist ein Diskussions-Board in englischer Sprache, eine Datenbank mit über 350.000 Familiennamen und Ortschaften, eine Vielzahl von Info-Texten, eine Ortsdatenbank [http://www.jewishgen.org/ShtetlSeeker/loctown.htm ShtetlSeeker] für über 200 Länder zu finden. Die Familienstammbäume bei [http://www.jewishgen.org/gedcom/ Family Tree of the Jewish People] beinhalten Daten von nahezu 3 Millionen Personen.


===Historische und andere Gesellschaften===
===Historische und andere Gesellschaften===
* Die <b>Wandering Volhynians Historical Society</b> (Englisch) wurde 2003 in Edmonton, Kanada gegründet. Ziel dieses Vereins ist es, die umfangreiche Bibliothek Ewald Wuschkes zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ewald Wuschke war Mitautor und Herausgeber der genealogischen Zeitschrift WANDERING VOLHYNIANS [Wanderer Wolhyniens]. Dieses englischsprachige Magazin erschien von 1987 bis 1999. Die [http://www.feefhs.org/ca/frg-wv.html Homepage] des ehemaligen Vereins gibt Auskunft über deren Aktivitäten. Die angegebenen Adressen haben heute keine Gültigkeit mehr.
==Namensnomenklatur==
Für Ahnenforscher und an Genealogie Interessierte ist es wichtig zu wissen, dass die polnischen Standesämter es bis heute nicht so genau mit dem Schreiben von Nachnamen und Vornamen halten. Einer der Gründe ist eine Reihe von Gesetzen auf Kreisverwaltungsebene aus dem Jahre 1950, z.B. vom  Präsident des polnischen Rates in Rybnik, welches am 03.05.1950 unter der Nr. A.20/P/13/50 verabschiedet wurde. Laut diesem Gesetz mussten alle deutschen Namen, entweder ganz geändert oder ins polnische umgeschrieben werden.</br>
Hier ein Beispiel:
Aus dem Namen Günter Jan Paul Penkalla wurde Jan Paweł Penkała, wobei manchmal in den Abschriften auch noch der Name Ginter statt Günter auftaucht.</br>
In den Abschriften aus den Standesbüchern (Heiratsurkunden, Geburtsurkunden usw.), die in Polen an der Tagesordnung sind, wird also noch heute der geänderte Vorname und/oder Nachname eingetragen. Bei der Recherche ist es deshalb sehr wichtig, sich die alten deutschen Standesbücher, die bis heute geführt werden, zeigen zu lassen, egal ob man nach einem deutschen Namen sucht oder nicht.</br>
Im Gegensatz zu den Polen haben die deutschen Beamten (in den Jahren 1939–1945) die Bücher mit der korrekten polnischen Schreibweise geführt.</br>
Dieses sollte bei der Suche, besonders in den alten westpreußischen, ostpreußischen und schlesischen Gebieten von Polen, beachtet werden.
=== Beschreibung des Forschungsgebietes ===
Über mehrere Jahrhunderte bis hin zum Ende des 2. Weltkrieges lebten Hunderttausende Deutsche in polnischen Gebieten, oft als Verwalter der Landgüter ihrer (adligen) polnischen Herren. Am Ende des Krieges wurden die meisten nach Deutschland oder nach Sibirien [[Vertreibung|vertrieben]]. Ein Autor listet über 1.200 deutsche Siedlungen im Kongress-Polen des 19. Jahrhunderts auf. Viele Deutsche in diesen Gebieten waren LUTHERANER. Es gab dort auch eine beträchtliche Anzahl Juden und - in geringeren Zahlen - auch RÖMISCH KATHOLISCHE, MENNONITEN, BAPTISTEN, REFORMIERTE, MORAVIANER, etc.
== Genealogische und historische Quellen ==
=== Genealogische Quellen ===
==== Überblick ====
Einen Überblick über die Führung von Kirchenbüchern und Personenstandsregistern auf dem Gebiet des heutigen Polen gibt in englischer Sprache eine Webseite der Generaldirektion der polnischen Staatsarchive auf  [https://web.archive.org/web/20050905235240/http://www.archiwa.gov.pl/?CIDA=414 archiwa.gov.pl] (Archiv der Seite im ''Internet Archive'').
==== Kirchenbücher ====
* {{Kategorieverweis|Batchnummern Polen}}
* [[Die evangelisch-augsburgische Kirche in Polen|Struktur der evang.-augsb. Kirche 1921-1939]] nach [[Eduard_Kneifel|Pastor Eduard KNEIFEL]]
* Heute in Polen befindliche Kirchenbücher sowie andere polnische Kirchenbücher sind verzeichnet in [[PRADZIAD (Datenbank von Kirchenbüchern und Personenstandsregistern in Polen)]].


Die <b>Wandering Volhynians Historical Society</b> (Englisch) wurde 2003 in Edmonton, Kanada gegründet. Ziel dieses Vereins ist es, die umfangreiche Bibliothek Ewald Wuschkes zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ewald Wuschke war Mitautor und Herausgeber der genealogischen Zeitschrift WANDERING VOLHYNIANS [Wanderer Wolhyniens]. Dieses englischsprachige Magazin erschien von 1987 bis 1999. Die [http://www.feefhs.org/ca/frg-wv.html Homepage] des ehemaligen Vereins gibt Auskunft über deren Aktivitäten. Die angegebenen Adressen haben heute keine Gültigkeit mehr.
==== Personenstandsregister ====
 
* {{Kategorieverweis|Standesamtsregister in Polen}}
==Genealogische and historische Register==
 
===Kirchenbücher===
 
[[Die_evangelisch-augsburgische_Kirche_in_Polen|Struktur der evang.-augsb. Kirche 1921-1939]] nach [[Eduard_Kneifel|Pastor Eduard KNEIFEL]]
 
===Personenstandsregister===
Von 1807 bis Ende des Ersten Weltkrieges besteht zwischen kirchlichen und zivilamtlichen Unterlagen in Kongreßpolen kein großer Unterschied. Unter Napoleon wurde ein vorgeschriebenes Meldeformular eingeführt, und Kirchen mußten die Registrierung der Zivilbevölkerung übernehmen. Bis etwa Ende 1867 sind alle Dokumente in polnischer Sprache, ab dann ist Russisch die offizielle Amtssprache. Einige lokale Kirchenbucheinträge in deutscher Sprache haben den Weg in deutsche Archive gefunden. Tausende dieser zivilamtlichen Unterlagen der Kirchengemeinden wurden von der Mormonenkirche auf Mikrofilm übertragen und sind in deren familienhistorischen Zentren erhältlich. Bei einigen Kirchengemeinden und Zeitabschnitten sind die Unterlagen wegen Brandschaden, Krieg oder ähnlicher Umstände unvollständig.
Von 1807 bis Ende des Ersten Weltkrieges besteht zwischen kirchlichen und zivilamtlichen Unterlagen in Kongreßpolen kein großer Unterschied. Unter Napoleon wurde ein vorgeschriebenes Meldeformular eingeführt, und Kirchen mußten die Registrierung der Zivilbevölkerung übernehmen. Bis etwa Ende 1867 sind alle Dokumente in polnischer Sprache, ab dann ist Russisch die offizielle Amtssprache. Einige lokale Kirchenbucheinträge in deutscher Sprache haben den Weg in deutsche Archive gefunden. Tausende dieser zivilamtlichen Unterlagen der Kirchengemeinden wurden von der Mormonenkirche auf Mikrofilm übertragen und sind in deren familienhistorischen Zentren erhältlich. Bei einigen Kirchengemeinden und Zeitabschnitten sind die Unterlagen wegen Brandschaden, Krieg oder ähnlicher Umstände unvollständig.
* [https://danepubliczne.gov.pl/dataset/a9348382-3383-48f2-9b34-72099e6ca0b3/resource/f5b37ec5-b8d6-4a8f-b0ca-e1ae83c50456/download/Urzdy-Stanu-Cywilnego---2015.pdf ''Anschriften der polnischen Standesämter'']


<b>Beachte:</b> Nicht immer stimmte das Religionsbekenntnis mit dem Bekenntnis der für die Meldung zuständigen Kirchengemeinde überein. Wohnte, z.B. ein Protestant in einem Bezirk ohne evangelische Kirche, mußten die Geburts-/Heirats-/Todesmeldungen an der dortigen katholischen Kirche registriert werden. Mennoniten bevorzugten, sich bei der evangelischen Kirche registrieren zu lassen, statt an der katholischen. Anfang des 19. Jahrhunderts durften Juden ihre Personenstandsmeldungen nicht selbstverwaltend durchführen, sondern mußten sich bei der katholischen Kirche eintragen. Es ist daher ratsam, auch in den Unterlagen der anderen Kirchen im selben Bezirk nachzusehen, wenn man bei der vermuteten Quelle nicht fündig wird.  
<b>Beachte:</b> Nicht immer stimmte das Religionsbekenntnis mit dem Bekenntnis der für die Meldung zuständigen Kirchengemeinde überein. Wohnte, z.B. ein Protestant in einem Bezirk ohne evangelische Kirche, mußten die Geburts-/Heirats-/Todesmeldungen an der dortigen katholischen Kirche registriert werden. Mennoniten bevorzugten, sich bei der evangelischen Kirche registrieren zu lassen, statt an der katholischen. Anfang des 19. Jahrhunderts durften Juden ihre Personenstandsmeldungen nicht selbstverwaltend durchführen, sondern mußten sich bei der katholischen Kirche eintragen. Es ist daher ratsam, auch in den Unterlagen der anderen Kirchen im selben Bezirk nachzusehen, wenn man bei der vermuteten Quelle nicht fündig wird.
==== Ortsfamilienbücher ====
* {{Kategorieverweis|Ortsfamilienbuch zu Polen}}


===Andere Archivalien===
==== Adress-/Telefonbücher ====
* {{Kategorieverweis|Adressbuch für Polen}}
* {{Kategorieverweis|Telefonbuch für Polen}}


==Ortsverzeichnisse und Karten==
==== Friedhöfe und Denkmale ====
[[Mittelpolen Ortsverzeichnisse und Karten]]
* [https://grabsteine.genealogy.net/cemlist.php?n=PL&lang=de Grabstein-Projekt von CompGen (Verein für Computergenealogie e.V.]
* {{Kategorieverweis|Friedhof in Polen}}
* [https://mogily.pl/start Friedhöfe in Polen]
* {{Kategorieverweis|Denkmal in Polen}}
==== Militär- und Kriegsquellen ====
* {{Verlustlisten 1870/71 Preußen und Baden||Polen}} (deutsche Verlustlisten!)
* {{Verlustliste 1.Weltkrieg|Polen|}} (deutsche Verlustlisten!)
* {{Kategorieverweis|Kriegerdenkmal in Polen}}


==Bibliographie und Literatur==
==== Nekrologien ====
[[Mittelpolen Bibliographie]]
''Nekrologi warszawskie'' http://www.nekrologi-baza.pl ist ein Namenverzeichnis verstorbener Personen (Nekrologie) aus mehreren Jahrhunderten, die in Warschau bestattet wurden (in polnischer Sprache). Suche nach Familiennamen: http://www.nekrologi-baza.pl/nazw/indexnazw.htm.
 
==Archive und Bibliotheken==
===Deutschland===
* <b>Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, Finkensteinallee 63</b>, Bundesarchiv, Postfach 450569, 12175 Berlin<br/>Telefon: (018) 88 77 70-0
* <b>Bundesarchiv - Lastenausgleichsarchiv - Bayreuth</b>, Postfach 5025, 95424 Bayreuth<br/>Telefon: (09 21) 4 60 1-0
* <b>Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin</b>, Archivstrasse 12 - 14, 14195 Berlin (Dahlem)<br/>Telefon: (030) 83901-00 (Vermittlung)
* <b>Heimatarchiv der Deutschen aus Mittelpolen und Wolhynien</b>, Platz der Republik, 41065 Mönchengladbach, Deutschland<br/>Telefon: (02162) 58844
* <b>Studienstelle Familienforschung Mittelpolen und Wolhynien</b>, Leiter Edmund Effenberger, Holbeinstr.26, 41751 Viersen<br/>Telefon: (02162) 58844
* <b>HOK (Heimatortskartei) - Kirchlicher Suchdienst</b>, Kirchlicher Suchdienst, HOK-Zentrum Stuttgart, Rosenbergstraße 52 B, 70176 Stuttgart<br/>Telefon: (0711) 636 8004, http://www.kirchlicher-suchdienst.de/
* <b>Deutsches Rotes Kreuz</b>, Suchdienst Hamburg - Familienzusammenführung -, Amandastr. 72-74, 20357 Hamburg<br/>Telefon: (040) 43202-0
* <b>Herder-Institut in Marburg - Dokumentesammlung</b>, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Gisonenweg 5-7, 35037 Marburg/Lahn<br/>Telefon: (06421) 184-0, Dokumentesammlung (06421) 184-140
* <b>Evangelisches Zentralarchiv Berlin</b>, Bethaniendamm 29, 10997 Berlin<br/>Telefon: (030) 22 50 45 0 (Zentrale)
* <b>Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg</b>, Postfach 11 02 28, 93015 Regensburg<br/>Telefon: (0941) 59 532 - 2520 (Vermittlung); (0941) 59 532 - 2526 (Sekretariat)


===Polen===
==== Andere Archivalien ====
Andere Archivalien in polnischen Archiven sind in folgenden Datenbanken erfasst:
* [[IZA (Archivinventare polnischer Staatsarchive)]]
* [[SEZAM (Datenbank polnischer Archivbestände)]]


==Verschiedenes==
=== Historische Quellen ===
===Professionelle Forscher===
==== Bildquellen ====
* [https://polska-org.pl Historische und aktuelle Fotos und Ansichtskarten von Polen]


===Heimatkunde, Gebräuche===
== Bibliografie ==
* {{Kategorieverweis|Literatur zu Polen}}
* {{LitDB-Volltextsuche|Polen}}
* '''[[Polen Bibliographie]]'''
* [https://pl.wikisource.org/wiki/Rozporządzenie_Ministrów:_Administracji_Publicznej_i_Ziem_Odzyskanych_z_dnia_12_listopada_1946_r._o_przywróceniu_i_ustaleniu_urzędowych_nazw_miejscowości Rozporządzenie Ministrów: ''Administracji Publicznej i Ziem Odzyskanych z dnia 12 listopada 1946 r. o przywróceniu i ustaleniu urzędowych nazw miejscowości''] (Verordnung der Minister: Öffentliche Verwaltung und wiedergewonnene Gebiete vom 12. November 1946 über die Wiederherstellung und Festlegung der offiziellen Ortsnamen). Listet die Umbenennungen von Orten in Polen auf. Digitalisat: [http://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP19461420262/O/M19460262.pdf]
=== Genealogische Bibliografie ===


===Auswanderungen===
=== Historische Bibliografie ===
* Jacoby, Mario: Jüdisches Leben und Wirken im Ries - Gemeindewesen und Persönlichkeiten'' ([[Ries]], [[Hainsfarth]], [[Mainz]], [[Frankfurt am Main|Frankfurt]], [[Fürth]], [[Prag]], [[Wallerstein]], [[Schnaittach]], [[Mönchsroth]], [[Oettingen in Bayern|Oettingen]], [[Niederlande|Amsterdam]], [[Nördlingen]], [[Mönchsdeggingen]], [[Marktbreit]], [[Harburg (Schwaben)|Harburg]], [[Grafschaft Oettingen]], [[Ulm]], [[Günzburg]], [[Burgau (Schwaben)|Burgau]], [[Wien]], [[Ellwangen (Jagst)|Ellwangen]], [[Nördlingen|Kleinerdlingen]], [[Hainsfarth|Steinhart]], [[Gunzenhausen (Mittelfranken)|Gunzenhausen]], [[Erlangen]], [[Polen]], [[Krakau]], [[Italien|Padua]], [[Mähren]], [[Schwabach]], [[Metz]], [[Mannheim]], [[Hamburg]], [[Schopfloch (Mittelfranken)|Schopfloch]], [[Ansbach (Mittelfranken)|Ansbach]], [[Bechhofen an der Heide|Bechhofen]], [[Heidenheim]], [[Würzburg]], [[Halberstadt]], [[Polen|Warschau]], [[Basel]], [[Großbritannien|London]], [[Israel|Jerusalem]])'', in: [[Verein Rieser Kulturtage]] (Hrsg.): [[Ries]]er Kulturtage, {{#ifeq:{{PAGENAME}}|Verein Rieser Kulturtage/Dokumentation|Dokumentation|[[Verein Rieser Kulturtage/Dokumentation|Dokumentation]]}}, Band X/1994; Nördlingen 1995, S. 167-192 ({{UBA|urn:nbn:de:bvb:384-uba007627-0#0166|Kat=no}})
* Müller, Ulrich: Der Deutsche Orden und seine Niederlage vor 600 Jahren in der Schlacht von Tannenberg im Jahre 1410'' ([[Schwäbisch Gmünd]], [[Polen]], [[Deutscher Orden]], [[Kommende Kapfenburg]], [[Palästina]], [[Ungarn]], [[Danzig]], [[Preußen]], [[Tannenberg (Ostpreußen)|Tannenberg]])'', in: [[Verein Rieser Kulturtage]] (Hrsg.): [[Ries]]er Kulturtage, {{#ifeq:{{PAGENAME}}|Verein Rieser Kulturtage/Dokumentation|Dokumentation|[[Verein Rieser Kulturtage/Dokumentation|Dokumentation]]}}, Band XVIII/2010; Nördlingen 2012, S. 35-52 ({{UBA|urn:nbn:de:bvb:384-uba007635-5#0034|Kat=no}})
* Kießling, Winfried: Johann Eustach von Westernach, 1590-1627 Komtur der Deutschordenskommende Kapfenburg'' ([[Kommende Kapfenburg]], [[Lauchheim]], [[Deutscher Orden]], [[Mindelheim|Westernach]], [[Bistum Augsburg]], [[Ballei Franken]], [[Landkommende Ellingen]], [[Meistertum Mergentheim]], [[Polen]], [[Grafschaft Oettingen]], [[Fürstpropstei Ellwangen]], [[Reichsstadt Nördlingen]], [[Donauwörth]], [[Herrschaft Kronburg]])'', in: [[Verein Rieser Kulturtage]] (Hrsg.): [[Ries]]er Kulturtage, {{#ifeq:{{PAGENAME}}|Verein Rieser Kulturtage/Dokumentation|Dokumentation|[[Verein Rieser Kulturtage/Dokumentation|Dokumentation]]}}, Band XXIII/2021 und 2022; Nördlingen 2023, S. 243-284


<font color="red"><i>... weitere Ausführungen zu dieser Rubrik sind derzeit offen ...</i></font>
* Steininger, Wolfgang: Georg Werner, Architekt und Russischer Baurat (1851-1920)'' ([[Donauwörth]], [[Köln]], [[Metz]], [[Andernach]], [[Trier]], [[Wien]], [[Polen|Warschau]], [[Litauen]], [[Riga]], [[Russland]], [[Traunstein]], [[Marktl]], [[Passau]])'', in: {{#ifeq:{{PAGENAME}}|Historischer Verein für Donauwörth und Umgebung/Mitteilungen|Mitteilungen|[[Historischer Verein für Donauwörth und Umgebung/Mitteilungen|Mitteilungen]]}} des [[Historischer Verein für Donauwörth und Umgebung|Historischen Vereins für Donauwörth und Umgebung]] 2002; Donauwörth 2003, S. 5-79
{{ZBLG|2020-83-2,4}}
{{ZBLG|2020-83-2,8}}


===Etymologie und Sprache===
* {{:Ein Museum der bayerischen Geschichte (Weigand/Zedler)|15}}
* {{:Eine Reise durch Bayern (Weigand)|4}}
==== Periodika ====
* {{Kategorieverweis|Zeitung zu Polen}}
<!-- === Weitere Bibliografie === -->
<!-- ==== In der Digitalen Bibliothek ==== -->


===Kalender===
== Archive und Bibliotheken ==
=== Archive ===
* {{Monasterium.net|staat=PL|Polska (PL)|Kat=no}}
* https://www.szukajwarchiwach.gov.pl (Archiv-Metasuche)
* https://fbc.pionier.net.pl/ (landesweite Suche nach Digitalisaten, [https://archivalia.hypotheses.org/27248 Bericht dazu])


Der Gregorianische Kalender wurde am 14. Februar 1918 (zu [[Russland]] gehörend) übernommen. Diesem Tag folgte der 1. Februar 1918. Bis zu diesem Zeitpunkt war es üblich, daß beispielsweise bei Kirchbucheintragungen das Datum lt. Julianischem Kalender und in Klammern lt. Gregorianischem Kalender angegeben wurde.
==== In Deutschland ====
 
===Termine===
 
==Internetlinks==
===Offizielle Internetseiten===
 
===Private Internetseiten===
 
===Mailinglisten===
 
 
[[en:'''Hierarchie'''
 
[[Regional]] > [[Übriges Europa]] > Polen
 
==Allgemeine Information==
 
Das moderne Polen schließt Gebiete ein, die früher zu [[Regionale_Forschung|Deutschland]], [[Österreich]] und [[Russland]] gehörten. Dort, wo die Grenzen mehrfach wechselten, kann es erforderlich werden, in mehreren Gebieten nachzuforschen. Siehe Ehemalige Deutsche Gebiete wie [[Danzig]], [[Pommern]], [[Schlesien]] (Nieder-, Oberschlesien und österreichisch Schlesien), [[Westpreußen]] und [[Ostpreußen]], die [[Neumark]] und [[Posen]].
 
Diese Seite konzentriert sich auf die mittleren und östlichen Teile Polens, historisch auch als <b>KONGRESS-POLEN</b> bekannt. Andere Namen dieser Gebiete sind:
* Mittelpolen
* Russisch Polen
* Königreich Polen
* Herzogtum Warschau
 
[[Polen|Politische Einteilung in der Gegenwart]]<br/>
[[Mittelpolen Politische Einteilung|Politische Einteilung vor 1939]]
 
==Beschreibung des Forschungsgebietes==
Über mehrere Jahrhunderte bis hin zum Ende des 2. Weltkrieges lebten Hunderttausende Deutsche in polnischen Gebieten, oft als Verwalter der Landgüter ihrer (adligen) polnischen Herren. Am Ende des Krieges wurden die meisten nach Deutschland oder nach Sibirien vertrieben. Ein Autor listet über 1.200 deutsche Siedlungen im Kongress-Polen des 19. Jahrhunderts auf. Viele Deutsche in diesen Gebieten waren LUTHERANER. Es gab dort auch eine beträchtliche Anzahl Juden und - in geringeren Zahlen - auch RÖMISCH KATHOLISCHE, MENNONITEN, BAPTISTEN, REFORMIERTE, MORAVIANER, etc.
 
==Geschichte==
Polen existierte als Staat bereits seit der Jahrtausendwende. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde es wegen seiner schwachen Monarchie zwischen [[Russland]], [[Preußen]] und [[Österreich]] geteilt und hörte auf, als selbständige Nation zu existieren. Nach dem Sieg über Rußland und Preußen im Jahre 1807 schuf Napoleon das unabhängige Herzogtum [[Warschau]], das große Teile vormals preußischer und russischer Gebiete beinhaltete.
 
Nach dem Sieg über Napoleon (1812) wurde 1815 auf dem Wiener Kongress das Königreich Polen geschaffen, auch bekannt als Kongreßpolen oder Mittelpolen.
 
Kongreßpolen bestand aus dem Herzogtum Warschau, abzüglich einiger Teile von [[Torun]] (Torn), [[Poznan]] (Posen) und [[Bydgoszcz]] (Bromberg), die Preußen zugesprochen wurden. Dem Land wurde eine formale Unabhängigkeit gewährt, tatsächlich hatte jedoch Rußland einen starken Einfluß. Es gab einige Aufstände, der letzte wurde 1863 von den Russen niedergeschlagen. Danach folgte eine Zeit russischer Unterdrückung, Russisch wurde als offizielle Sprache eingeführt und dem Adel wurde der letzte Rest an Macht, den er einst gehabt hatte, genommen.
 
Ende des Ersten Weltkrieges erhielt Polen seine Unabhängigkeit zurück. Weite Gebiete mußten Rußland (etwa die Hälfte der Gebiete, die es vor den Teilungen besessen hatte) und Österreich (alle Gebiete aus der Zeit vor den Teilungen, und noch einige dazu) somit wieder abtreten. Auch große Teile vorher preußischer Gebiete fielen wieder an Polen zurück, wodurch Polen mit dem sogenannten Polnischen Korridor erneut Zugang an die Ostsee erhielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Gebiete, die Polen im Osten erhalten hatte, an Rußland und die Ukraine zurückgegeben. Zum Ausgleich übernahm es zusätzliche Gebiete Deutschlands. Dazu gehörten ehemalige preußische Gebiete im Norden, und Schlesien im Westen und Süden.
 
<i>Quelle: A Panorama of Polish History; Redaktion - Hanna Cierlinska; Herausgeber - Interpress Publishers - Warschau; auch in Französisch, Deutsch, Polnisch, und Spanisch erhältlich</i>
 
==Genealogische und historische Gesellschaften==
===Geneaologische Gesellschaften===
<b>[http://www.agoff.de AGoFF]</b> (Deutsch) die <b>Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V.</b> hat verschiedene Forschungsstellen (FST) und dazugehörige Forschungsgruppen (FGR) eingerichtet, die für die o.g. Regionen Rußlands Auskunft und Hilfestellungen geben können und teilweise umfangreiche eigene Seiten im Internet betreiben.
 
<b>[http://www.sggee.org/Deutsch/index.html SGGEE]</b> (Englisch) die <b>Society for German Genealogy in Eastern Europe</b> [Gesellschaft für deutsche Genealogie in Osteuropa] wurde 1998 gegründet als genealogischer Verein (in Kanada) mit Schwerpunkt auf WOLHYNIEN und KONGRESSPOLEN. Viele Forscheranfragen in der freien [http://eclipse.sggee.org/mailman/listinfo/ger-poland-volhynia/ Mailingliste] betreffen auch das weitere Gebiet Rußlands.
 
<b>[http://www.eegsociety.org/ EEGS]</b> (Englisch) die <b>East European Genealogical Society</b> [Verein für osteuropäische Familienforschung] hat ihren Sitz in Winnipeg, Kanada und beschäftigt sich mit der Familienforschung in allen Ländern östlich und südöstlich Deutschlands bis einschließlich der Uralregion in Rußland.
 
<b>[http://www.feefhs.org/ FEEFHS]</b> (Englisch) die <b>Federation of East European Family History Societies</b> [Dachverband der Gesellschaften für osteuropäische Familienforschung] wurde 1992 gegründet und beschäftigt sich mit der Familienforschung in Zentral- und Osteuropa. Dieser Verein betreibt umfangreiche Seiten im Internet und gibt ein eigenes Journal heraus.
 
<b>[http://www.odessa3.org/ ODL]</b> (Englisch) die <b>Odessa Digital Library</b> [Odessa Online Bibliothek] ist eine Deutsch-Russische Online Bibliothek im Internet. Hier sind Millionen Personen erfaßt, die seit ca. 1800 in Richtung Rußland ausgewandert oder von dort emigriert sind. Die Betreiber dieser Datenbanken bezifferten den Datenumfang im Juni 2004 auf ca. 320 Megabyte. Über eine [http://www.odessa3.org/search.html Suchmaske] kann in diesen Daten von jedermann gesucht werden. Da bei der Erstellung der Odessa-Datenbanken weltweit Forscher mit den verschiedensten Sprachkenntnissen beteiligt waren, kann diese nur als Findhilfe gelten. Es ist empfehlenswert, die angegebenen Quellen selbst einzusehen.
 
<b>[http://www.jewishgen.org/ JewishGen]</b> (Englisch) <b>JewishGen</b> ist ein Portal im Internet für Jüdische Genealogie weltweit. Hier ist ein Diskussions-Board in englischer Sprache, eine Datenbank mit über 350.000 Familiennamen und Ortschaften, eine Vielzahl von Info-Texten, eine Ortsdatenbank [http://www.jewishgen.org/ShtetlSeeker/loctown.htm ShtetlSeeker] für über 200 Länder zu finden. Die Familienstammbäume bei [http://www.jewishgen.org/gedcom/ Family Tree of the Jewish People] beinhalten Daten von nahezu 3 Millionen Personen.
 
===Historische und andere Gesellschaften===
 
Die <b>Wandering Volhynians Historical Society</b> (Englisch) wurde 2003 in Edmonton, Kanada gegründet. Ziel dieses Vereins ist es, die umfangreiche Bibliothek Ewald Wuschkes zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ewald Wuschke war Mitautor und Herausgeber der genealogischen Zeitschrift WANDERING VOLHYNIANS [Wanderer Wolhyniens]. Dieses englischsprachige Magazin erschien von 1987 bis 1999. Die [http://www.feefhs.org/ca/frg-wv.html Homepage] des ehemaligen Vereins gibt Auskunft über deren Aktivitäten. Die angegebenen Adressen haben heute keine Gültigkeit mehr.
 
==Genealogische and historische Register==
 
===Kirchenbücher===
 
[[Die_evangelisch-augsburgische_Kirche_in_Polen|Struktur der evang.-augsb. Kirche 1921-1939]] nach [[Eduard_Kneifel|Pastor Eduard KNEIFEL]]
 
===Personenstandsregister===
Von 1807 bis Ende des Ersten Weltkrieges besteht zwischen kirchlichen und zivilamtlichen Unterlagen in Kongreßpolen kein großer Unterschied. Unter Napoleon wurde ein vorgeschriebenes Meldeformular eingeführt, und Kirchen mußten die Registrierung der Zivilbevölkerung übernehmen. Bis etwa Ende 1867 sind alle Dokumente in polnischer Sprache, ab dann ist Russisch die offizielle Amtssprache. Einige lokale Kirchenbucheinträge in deutscher Sprache haben den Weg in deutsche Archive gefunden. Tausende dieser zivilamtlichen Unterlagen der Kirchengemeinden wurden von der Mormonenkirche auf Mikrofilm übertragen und sind in deren familienhistorischen Zentren erhältlich. Bei einigen Kirchengemeinden und Zeitabschnitten sind die Unterlagen wegen Brandschaden, Krieg oder ähnlicher Umstände unvollständig.
 
<b>Beachte:</b> Nicht immer stimmte das Religionsbekenntnis mit dem Bekenntnis der für die Meldung zuständigen Kirchengemeinde überein. Wohnte, z.B. ein Protestant in einem Bezirk ohne evangelische Kirche, mußten die Geburts-/Heirats-/Todesmeldungen an der dortigen katholischen Kirche registriert werden. Mennoniten bevorzugten, sich bei der evangelischen Kirche registrieren zu lassen, statt an der katholischen. Anfang des 19. Jahrhunderts durften Juden ihre Personenstandsmeldungen nicht selbstverwaltend durchführen, sondern mußten sich bei der katholischen Kirche eintragen. Es ist daher ratsam, auch in den Unterlagen der anderen Kirchen im selben Bezirk nachzusehen, wenn man bei der vermuteten Quelle nicht fündig wird.
 
===Andere Archivalien===
 
==Ortsverzeichnisse und Karten==
[[Mittelpolen Ortsverzeichnisse und Karten]]
 
==Bibliographie und Literatur==
[[Mittelpolen Bibliographie]]
 
==Archive und Bibliotheken==
===Deutschland===
* <b>Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, Finkensteinallee 63</b>, Bundesarchiv, Postfach 450569, 12175 Berlin<br/>Telefon: (018) 88 77 70-0
* <b>Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, Finkensteinallee 63</b>, Bundesarchiv, Postfach 450569, 12175 Berlin<br/>Telefon: (018) 88 77 70-0
* <b>Bundesarchiv - Lastenausgleichsarchiv - Bayreuth</b>, Postfach 5025, 95424 Bayreuth<br/>Telefon: (09 21) 4 60 1-0
* <b>Bundesarchiv - Lastenausgleichsarchiv - Bayreuth</b>, Postfach 5025, 95424 Bayreuth<br/>Telefon: (09 21) 4 60 1-0
* <b>Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin</b>, Archivstrasse 12 - 14, 14195 Berlin (Dahlem)<br/>Telefon: (030) 83901-00 (Vermittlung)
* [[Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz]]
* <b>Heimatarchiv der Deutschen aus Mittelpolen und Wolhynien</b>, Platz der Republik, 41065 Mönchengladbach, Deutschland<br/>Telefon: (02162) 58844
* <b>Heimatarchiv der Deutschen aus Mittelpolen und Wolhynien</b>, Platz der Republik, 41065 Mönchengladbach, Deutschland<br/>Telefon: (02162) 58844
* <b>Studienstelle Familienforschung Mittelpolen und Wolhynien</b>, Leiter Edmund Effenberger, Holbeinstr.26, 41751 Viersen<br/>Telefon: (02162) 58844
* <b>HOK (Heimatortskartei) - Kirchlicher Suchdienst</b>, Kirchlicher Suchdienst, HOK-Zentrum Stuttgart, Rosenbergstraße 52 B, 70176 Stuttgart<br/>Telefon: (0711) 636 8004, http://www.kirchlicher-suchdienst.de/
* <b>HOK (Heimatortskartei) - Kirchlicher Suchdienst</b>, Kirchlicher Suchdienst, HOK-Zentrum Stuttgart, Rosenbergstraße 52 B, 70176 Stuttgart<br/>Telefon: (0711) 636 8004, http://www.kirchlicher-suchdienst.de/
* <b>Deutsches Rotes Kreuz</b>, Suchdienst Hamburg - Familienzusammenführung -, Amandastr. 72-74, 20357 Hamburg<br/>Telefon: (040) 43202-0
* <b>Deutsches Rotes Kreuz</b>, Suchdienst Hamburg - Familienzusammenführung -, Amandastr. 72-74, 20357 Hamburg<br/>Telefon: (040) 43202-0
Zeile 188: Zeile 177:
* <b>Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg</b>, Postfach 11 02 28, 93015 Regensburg<br/>Telefon: (0941) 59 532 - 2520 (Vermittlung); (0941) 59 532 - 2526 (Sekretariat)
* <b>Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg</b>, Postfach 11 02 28, 93015 Regensburg<br/>Telefon: (0941) 59 532 - 2520 (Vermittlung); (0941) 59 532 - 2526 (Sekretariat)


===Polen===
==== In Polen ====
* {{Kategorieverweis|Archiv in Polen}}
* Eine aktuelle Liste der polnische Staatsarchive in englischer Sprache findet sich unter http://www.archiwa.gov.pl/?CIDA=177 auf den Webseiten der Generaldirektion der polnischen Staatsarchive. Zum Teil sind Links auf Webseiten der entsprechenden Seiten hinterlegt, die zum Teil auch Versionen in englischer, gelegentlich auch in deutscher Sprache bieten.


==Verschiedenes==
==== In den Vereinigten Staaten ====
===Professionelle Forscher===
* [http://www.piasa.org/archives.html The Polish Institute of Arts & Sciences of America]


===Heimatkunde, Gebräuche===
=== Bibliotheken ===
 
* {{Kategorieverweis|Bibliothek in Polen}}
===Auswanderungen===
* Übersicht: Polnische digitale Bibliotheken - Digital Libraries Federation http://fbc.pionier.net.pl/owoc/oai-hosts (21.6.2009)
 
* Digitale Genealogische Bibliothek - dLibra Digital Library http://biblioteka.genealodzy.pl (21.6.2009)
<font color="red"><i>... weitere Ausführungen zu dieser Rubrik sind derzeit offen ...</i></font>
 
===Etymologie und Sprache===
 
===Kalender===


== Verschiedenes ==
{{Metasuche-Ort|Polen}}
=== Karten ===
* '''[[Polen Ortsverzeichnisse und Karten]]'''
<!-- === Regionale Verlage und Buchhändler === -->
<!-- === Berufsgenealogen === -->
<!-- === Heimat- und Volkskunde === -->
<!-- === Auswanderungen === -->
<!-- === LDS/FHC === -->
=== Kalender ===
Der Gregorianische Kalender wurde am 14. Februar 1918 (zu [[Russland]] gehörend) übernommen. Diesem Tag folgte der 1. Februar 1918. Bis zu diesem Zeitpunkt war es üblich, daß beispielsweise bei Kirchbucheintragungen das Datum lt. Julianischem Kalender und in Klammern lt. Gregorianischem Kalender angegeben wurde.
Der Gregorianische Kalender wurde am 14. Februar 1918 (zu [[Russland]] gehörend) übernommen. Diesem Tag folgte der 1. Februar 1918. Bis zu diesem Zeitpunkt war es üblich, daß beispielsweise bei Kirchbucheintragungen das Datum lt. Julianischem Kalender und in Klammern lt. Gregorianischem Kalender angegeben wurde.
== Anmerkungen ==
<references/>
== Weblinks ==
=== Offizielle Webseiten ===
=== Genealogische Webseiten ===
* [https://www.thoughtco.com/polish-genealogy-databases-online-1422285 Auflistung von Datenbanken für die Suche nach polnischen Verwandten] (englisch)
<!-- === Historische Webseiten === -->
=== Weitere Webseiten ===
* {{Wikipedia-Link}}
* {{Commons}}
==== Übersetzung ====
* http://www.poltran.com polnisch -> englisch
* http://www.5goldig.de/Polnische_Tastatur/Polnisch%20Woerterbuch.html polnisch -> deutsch / deutsch -> polnisch
==Zufallsfunde==
* {{Kategorieverweis|Zufallsfund Polen}}
==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
* {{Kategorieverweis|Forscherkontakte Polen}}
==Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis==
<gov>{{#var:GOV-ID}}</gov>
{{Navigationsleiste Europa}}
{{Navigationsleiste Kontinent Europa}}


===Termine===
[[Kategorie:Polen| ]]
 
==Internetlinks==
===Offizielle Internetseiten===
 
===Private Internetseiten===
 
===Mailinglisten===
 
 
[[en:CongressPoland]]
[[Kategorie:Europa]]
[[Kategorie:Polen]]

Aktuelle Version vom 6. August 2025, 18:42 Uhr

Hierarchie
Regional > Europa > Polen

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Karte von Polen

Einleitung

Das moderne Polen schließt Gebiete ein, die früher zu Deutschland, Österreich und Russland gehörten. Dort, wo die Grenzen mehrfach wechselten, kann es erforderlich werden, in mehreren Gebieten nachzuforschen. Siehe 'Ehemalig deutschsprachige Gebiete' wie Danzig, Pommern, Schlesien (Nieder-, Oberschlesien und Österreichisch-Schlesien), Westpreußen und Ostpreußen, die Neumark, der östliche Teil von Königreich Galizien und Londomerien, ein Teil von Ungarn und Provinz Posen.

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Die Flagge von Polen

Flagge

Die Nationalflagge Polens besteht aus zwei gleich breiten Querstreifen in Weiß (oben) und Rot. Die Farben leiten sich vom polnischen Wappen ab.

Wappen

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Das Wappen Polens zeigt einem goldgekrönten weißen Adler mit goldenen Krallen und goldenem Schnabel auf rotem Feld.

Allgemeine Information

  • Lage: Mitteleuropa, östlich von Deutschland
  • Name: Rzeczpospolita Polska
  • Fläche: gesamt: 312.685 km², Land: 304.255 km², Wasser: 8.430 km²
  • Höchster Punkt: Rysy 2.499 m
  • Einwohnerzahl: 38.185.913 (Juli 2021 geschätzt)
  • Sprachen: Polnisch (Amtssprache)
    • Polen hat 2009 die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen ratifiziert, in der Kaschub als Regionalsprache, Tschechisch, Hebräisch, Jiddisch, Weißrussisch, Litauisch, Deutsch, Armenisch, Russisch, Slowakisch und Ukrainisch als nationale Minderheitensprachen und Karaim, Lemko, Romani (Polska Roma und Bergitka Roma) und Tatarisch als ethnische Minderheitensprachen anerkannt werden.
  • parlamentarische Republik
  • Hauptstadt:Warschau , geografische Koordinaten: 52 15 N, 21 00 E
  • Zeitunterschied: UTC+1
  • Unabhängigkeit: 11. November 1918 (Ausrufung der Republik)
  • Nationalfeiertag: Tag der Verfassung, 3. Mai (1791)

Politische Einteilung


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Woiwodschaften von Polen

Woiwodschaft: Województwo warmińsko-mazurskie | Województwo wielkopolskie | Województwo świętokrzyskie | Województwo podkarpackie | Województwo małopolskie | Województwo kujawsko-pomorskie | Województwo lubuskie | Województwo łódzkie | Województwo lubelskie | Województwo mazowieckie | Województwo dolnośląskie | Województwo opolskie | Województwo podlaskie | Województwo pomorskie | Województwo śląskie | Województwo zachodniopomorskie


Einteilung 2021: 16 Woiwodschaften [Provinzen] (wojewodztwa, Singular - wojewodztwo)

  • Dolnoslaskie (Niederschlesien)
  • Kujawsko-Pomorskie (Kujawien-Pommern)
  • Lodzkie (Lodz)
  • Lubelskie (Lublin)
  • Lubuskie (Lubusz)
  • Malopolskie (Kleinpolen)
  • Mazowieckie (Masowien)
  • Opolskie (Oppeln)
  • Podkarpackie (Unterkarpaten)
  • Podlaskie (Lublin)
  • Pomorskie (Pommern)
  • Slaskie (Schlesien)
  • Swietokrzyskie (Heiligkreuz)
  • Warminsko-Mazurskie (Ermland-Masuren)
  • Wielkopolskie (Großpolen)
  • Zachodniopomorskie (Westpommern)


Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Katholische Kirchen


Erzbistümer und Bistümer der Katholischen Kirche in Polen

ErzbistümerBiałystok - Archidiecezja białostocka / Białystok  | Breslau - Archidiecezja wrocławska / Wrocław | Danzig - Archidiecezja gdańska / Gdańsk | Ermland - Archidiecezja warmińska / Warmia | Gnesen - Archidiecezja gnieźnieńska / Gniezno | Kattowitz - Archidiecezja katowicka / Katowice | Krakau - Archidiecezja krakowska / Kraków | Lodz - Archidiecezja łódzka / Łódź | Lublin - Archidiecezja lubelska / Lublin | Posen - Archidiecezja poznańska / Poznań | Przemyśl - Archidiecezja przemyska / Przemyśl | Stettin-Cammin - Archidiecezja szczecińsko-kamieńska / Szczecin - Kamień Pomorski | Tschenstochau - Archidiecezja częstochowska / Częstochowa | Warschau - Archidiecezja warszawska / Warszawa |
BistümerBielsko-Żywiec - Diecezja bielsko-żywiecka / Bielsko-Żywieckiej (Bielsko-Biała)  | Bromberg - Diecezja bydgoska / Bydgoszcz | Drohiczyn - Diecezja drohiczyńska / Drohiczyn | Elbing - Diecezja elbląska / Elbląg | Gleiwitz - Diecezja gliwicka / Gliwice | Grünberg-Landsberg - Diecezja zielonogórsko-gorzowska / Zielona Góra - Gorzów | Kalisch - Diecezja kaliska / Kalisz | Kjelzy - Diecezja kielecka / Kielce | Köslin-Kolberg - Diecezja koszalińsko-kołobrzeska / Koszalin - Kołobrzeg | Leslau - Diecezja włocławska / Włocławek | Liegnitz - Diecezja legnicka / Legnica | Lomscha - Diecezja łomżyńska / Łomża | Łowicz - Diecezja łowicka / Łowicz | Lyck - Diecezja ełcka / Ełk | Oppeln - Diecezja opolska / Opole | Pelplin - Diecezja pelplińska / Pelplin | Plock - Diecezja płocka / Płock | Radom - Diecezja radomska / Radom | Rzeszów - Diecezja rzeszowska / Rzeszów | Sandomir - Diecezja sandomierska / Sandomierz | Schweidnitz Diecezja świdnicka / Świdnica | Siedlce - Diecezja siedlecka / Siedlce | Sosnowitz - Diecezja sosnowiecka / Sosnowiec | Tarnow - Diecezja tarnowska / Tarnów | Thorn - Diecezja toruńska / Toruń | Warschau-Praga - Diecezja warszawsko-praska / Warszawa-Praga | Zamość-Lubaczów - Diecezja zamojsko-lubaczowska / Zamość - Lubaczów |

Geschichte [1]

Polen existierte als Staat bereits seit der Jahrtausendwende. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde es wegen seiner schwachen Monarchie zwischen Russland, Preußen und Österreich geteilt und hörte auf, als selbständige Nation zu existieren. Nach dem Sieg über Russland und Preußen im Jahre 1807 schuf Napoleon das unabhängige Herzogtum Warschau, das große Teile vormals preußischer und russischer Gebiete beinhaltete.
Nach dem Sieg über Napoleon (1812) wurde 1815 auf dem Wiener Kongress das Königreich Polen geschaffen, auch bekannt als Kongreßpolen oder Mittelpolen.
Kongreßpolen bestand aus dem Herzogtum Warschau, abzüglich einiger Teile von Toruń (Thorn), Poznań (Posen) und Bydgoszcz (Bromberg), die Preußen zugesprochen wurden. Dem Land wurde eine formale Unabhängigkeit gewährt, tatsächlich hatte jedoch Russland einen starken Einfluß. Es gab einige Aufstände, der letzte wurde 1863 von den Russen niedergeschlagen. Danach folgte eine Zeit russischer Unterdrückung, Russisch wurde als offizielle Sprache eingeführt und dem Adel wurde der letzte Rest an Macht, den er einst gehabt hatte, genommen.
Ende des Ersten Weltkrieges erhielt Polen seine Unabhängigkeit zurück. Weite Gebiete mußten Russland (etwa die Hälfte der Gebiete, die es vor den Teilungen besessen hatte) und Österreich (alle Gebiete aus der Zeit vor den Teilungen, und noch einige dazu) somit wieder abtreten. Auch große Teile vorher preußischer Gebiete fielen wieder an Polen zurück, wodurch Polen mit dem sogenannten Polnischen Korridor erneut Zugang an die Ostsee erhielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Gebiete, die Polen im Osten erhalten hatte, an Russland und die Ukraine zurückgegeben. Zum Ausgleich übernahm es zusätzliche Gebiete Deutschlands. Dazu gehörten ehemalige preußische Gebiete im Norden, und Schlesien im Westen und Süden.

Repatriierung (Umsiedlung) von Polen in Polen 1944-1946

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

  • → Kategorie: Genealogische Institution in Polen
  • → Kategorie: Heraldische Institution in Polen
  • AGoFF (Deutsch) die Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V. hat verschiedene Forschungsstellen (FST) und dazugehörige Forschungsgruppen (FGR) eingerichtet, die für die o.g. Regionen Rußlands Auskunft und Hilfestellungen geben können und teilweise umfangreiche eigene Seiten im Internet betreiben.
  • SGGEE (Englisch/Deutsch) die Society for German Genealogy in Eastern Europe [Gesellschaft für deutsche Genealogie in Osteuropa] wurde 1998 gegründet als genealogischer Verein (in Kanada) mit Schwerpunkt auf WOLHYNIEN und KONGRESSPOLEN. Viele Forscheranfragen in der freien Mailingliste betreffen auch das weitere Gebiet Rußlands.
  • EEGS (Englisch) die East European Genealogical Society [Verein für osteuropäische Familienforschung] hat ihren Sitz in Winnipeg, Kanada und beschäftigt sich mit der Familienforschung in allen Ländern östlich und südöstlich Deutschlands bis einschließlich der Uralregion in Rußland.
  • FEEFHS (Englisch) die Federation of East European Family History Societies [Dachverband der Gesellschaften für osteuropäische Familienforschung] wurde 1992 gegründet und beschäftigt sich mit der Familienforschung in Zentral- und Osteuropa. Dieser Verein betreibt umfangreiche Seiten im Internet und gibt ein eigenes Journal heraus.
  • ODL (Englisch) die Odessa Digital Library [Odessa Online Bibliothek] ist eine Deutsch-Russische Online Bibliothek im Internet. Hier sind Millionen Personen erfaßt, die seit ca. 1800 in Richtung Rußland ausgewandert oder von dort emigriert sind. Die Betreiber dieser Datenbanken bezifferten den Datenumfang im Juni 2004 auf ca. 320 Megabyte. Über eine Suchmaske kann in diesen Daten von jedermann gesucht werden. Da bei der Erstellung der Odessa-Datenbanken weltweit Forscher mit den verschiedensten Sprachkenntnissen beteiligt waren, kann diese nur als Findhilfe gelten. Es ist empfehlenswert, die angegebenen Quellen selbst einzusehen.
  • JewishGen (Englisch) JewishGen ist ein Portal im Internet für Jüdische Genealogie weltweit. Hier ist ein Diskussions-Board in englischer Sprache, eine Datenbank mit über 350.000 Familiennamen und Ortschaften, eine Vielzahl von Info-Texten, eine Ortsdatenbank ShtetlSeeker für über 200 Länder zu finden. Die Familienstammbäume bei Family Tree of the Jewish People beinhalten Daten von nahezu 3 Millionen Personen.
  • PTG (Polnisch/Englisch) die Polskie Towarzystwo Genealogiczne [Polnische Genealogische Gesellschaft] betreibt eine Reihe von Datenbanken für genealogische Forschung. Die größte Datenbank ist Geneteka, eine Indexdatenbank für über 34 Millionen Einträge, die von Freiwilligen durch Transkription digitalisierter Personenstandsregister erzeugt wurden. Daneben werden ein Forum (tlw. englischsprachig) und weitere Angebote vorgehalten.

Historische und andere Gesellschaften

  • Die Wandering Volhynians Historical Society (Englisch) wurde 2003 in Edmonton, Kanada gegründet. Ziel dieses Vereins ist es, die umfangreiche Bibliothek Ewald Wuschkes zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ewald Wuschke war Mitautor und Herausgeber der genealogischen Zeitschrift WANDERING VOLHYNIANS [Wanderer Wolhyniens]. Dieses englischsprachige Magazin erschien von 1987 bis 1999. Die Homepage des ehemaligen Vereins gibt Auskunft über deren Aktivitäten. Die angegebenen Adressen haben heute keine Gültigkeit mehr.

Namensnomenklatur

Für Ahnenforscher und an Genealogie Interessierte ist es wichtig zu wissen, dass die polnischen Standesämter es bis heute nicht so genau mit dem Schreiben von Nachnamen und Vornamen halten. Einer der Gründe ist eine Reihe von Gesetzen auf Kreisverwaltungsebene aus dem Jahre 1950, z.B. vom Präsident des polnischen Rates in Rybnik, welches am 03.05.1950 unter der Nr. A.20/P/13/50 verabschiedet wurde. Laut diesem Gesetz mussten alle deutschen Namen, entweder ganz geändert oder ins polnische umgeschrieben werden.
Hier ein Beispiel: Aus dem Namen Günter Jan Paul Penkalla wurde Jan Paweł Penkała, wobei manchmal in den Abschriften auch noch der Name Ginter statt Günter auftaucht.
In den Abschriften aus den Standesbüchern (Heiratsurkunden, Geburtsurkunden usw.), die in Polen an der Tagesordnung sind, wird also noch heute der geänderte Vorname und/oder Nachname eingetragen. Bei der Recherche ist es deshalb sehr wichtig, sich die alten deutschen Standesbücher, die bis heute geführt werden, zeigen zu lassen, egal ob man nach einem deutschen Namen sucht oder nicht.
Im Gegensatz zu den Polen haben die deutschen Beamten (in den Jahren 1939–1945) die Bücher mit der korrekten polnischen Schreibweise geführt.
Dieses sollte bei der Suche, besonders in den alten westpreußischen, ostpreußischen und schlesischen Gebieten von Polen, beachtet werden.

Beschreibung des Forschungsgebietes

Über mehrere Jahrhunderte bis hin zum Ende des 2. Weltkrieges lebten Hunderttausende Deutsche in polnischen Gebieten, oft als Verwalter der Landgüter ihrer (adligen) polnischen Herren. Am Ende des Krieges wurden die meisten nach Deutschland oder nach Sibirien vertrieben. Ein Autor listet über 1.200 deutsche Siedlungen im Kongress-Polen des 19. Jahrhunderts auf. Viele Deutsche in diesen Gebieten waren LUTHERANER. Es gab dort auch eine beträchtliche Anzahl Juden und - in geringeren Zahlen - auch RÖMISCH KATHOLISCHE, MENNONITEN, BAPTISTEN, REFORMIERTE, MORAVIANER, etc.

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Überblick

Einen Überblick über die Führung von Kirchenbüchern und Personenstandsregistern auf dem Gebiet des heutigen Polen gibt in englischer Sprache eine Webseite der Generaldirektion der polnischen Staatsarchive auf archiwa.gov.pl (Archiv der Seite im Internet Archive).

Kirchenbücher

Personenstandsregister

Von 1807 bis Ende des Ersten Weltkrieges besteht zwischen kirchlichen und zivilamtlichen Unterlagen in Kongreßpolen kein großer Unterschied. Unter Napoleon wurde ein vorgeschriebenes Meldeformular eingeführt, und Kirchen mußten die Registrierung der Zivilbevölkerung übernehmen. Bis etwa Ende 1867 sind alle Dokumente in polnischer Sprache, ab dann ist Russisch die offizielle Amtssprache. Einige lokale Kirchenbucheinträge in deutscher Sprache haben den Weg in deutsche Archive gefunden. Tausende dieser zivilamtlichen Unterlagen der Kirchengemeinden wurden von der Mormonenkirche auf Mikrofilm übertragen und sind in deren familienhistorischen Zentren erhältlich. Bei einigen Kirchengemeinden und Zeitabschnitten sind die Unterlagen wegen Brandschaden, Krieg oder ähnlicher Umstände unvollständig.

Beachte: Nicht immer stimmte das Religionsbekenntnis mit dem Bekenntnis der für die Meldung zuständigen Kirchengemeinde überein. Wohnte, z.B. ein Protestant in einem Bezirk ohne evangelische Kirche, mußten die Geburts-/Heirats-/Todesmeldungen an der dortigen katholischen Kirche registriert werden. Mennoniten bevorzugten, sich bei der evangelischen Kirche registrieren zu lassen, statt an der katholischen. Anfang des 19. Jahrhunderts durften Juden ihre Personenstandsmeldungen nicht selbstverwaltend durchführen, sondern mußten sich bei der katholischen Kirche eintragen. Es ist daher ratsam, auch in den Unterlagen der anderen Kirchen im selben Bezirk nachzusehen, wenn man bei der vermuteten Quelle nicht fündig wird.

Ortsfamilienbücher

Adress-/Telefonbücher

Friedhöfe und Denkmale

Militär- und Kriegsquellen

Nekrologien

Nekrologi warszawskie http://www.nekrologi-baza.pl ist ein Namenverzeichnis verstorbener Personen (Nekrologie) aus mehreren Jahrhunderten, die in Warschau bestattet wurden (in polnischer Sprache). Suche nach Familiennamen: http://www.nekrologi-baza.pl/nazw/indexnazw.htm.

Andere Archivalien

Andere Archivalien in polnischen Archiven sind in folgenden Datenbanken erfasst:

Historische Quellen

Bildquellen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

Periodika

Archive und Bibliotheken

Archive

In Deutschland

  • Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, Finkensteinallee 63, Bundesarchiv, Postfach 450569, 12175 Berlin
    Telefon: (018) 88 77 70-0
  • Bundesarchiv - Lastenausgleichsarchiv - Bayreuth, Postfach 5025, 95424 Bayreuth
    Telefon: (09 21) 4 60 1-0
  • Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
  • Heimatarchiv der Deutschen aus Mittelpolen und Wolhynien, Platz der Republik, 41065 Mönchengladbach, Deutschland
    Telefon: (02162) 58844
  • HOK (Heimatortskartei) - Kirchlicher Suchdienst, Kirchlicher Suchdienst, HOK-Zentrum Stuttgart, Rosenbergstraße 52 B, 70176 Stuttgart
    Telefon: (0711) 636 8004, http://www.kirchlicher-suchdienst.de/
  • Deutsches Rotes Kreuz, Suchdienst Hamburg - Familienzusammenführung -, Amandastr. 72-74, 20357 Hamburg
    Telefon: (040) 43202-0
  • Herder-Institut in Marburg - Dokumentesammlung, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Gisonenweg 5-7, 35037 Marburg/Lahn
    Telefon: (06421) 184-0, Dokumentesammlung (06421) 184-140
  • Evangelisches Zentralarchiv Berlin, Bethaniendamm 29, 10997 Berlin
    Telefon: (030) 22 50 45 0 (Zentrale)
  • Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg, Postfach 11 02 28, 93015 Regensburg
    Telefon: (0941) 59 532 - 2520 (Vermittlung); (0941) 59 532 - 2526 (Sekretariat)

In Polen

  • → Kategorie: Archiv in Polen
  • Eine aktuelle Liste der polnische Staatsarchive in englischer Sprache findet sich unter http://www.archiwa.gov.pl/?CIDA=177 auf den Webseiten der Generaldirektion der polnischen Staatsarchive. Zum Teil sind Links auf Webseiten der entsprechenden Seiten hinterlegt, die zum Teil auch Versionen in englischer, gelegentlich auch in deutscher Sprache bieten.

In den Vereinigten Staaten

Bibliotheken

Verschiedenes

Compgen-Metasuche.png nach dem Ort: Polen

Karten

Kalender

Der Gregorianische Kalender wurde am 14. Februar 1918 (zu Russland gehörend) übernommen. Diesem Tag folgte der 1. Februar 1918. Bis zu diesem Zeitpunkt war es üblich, daß beispielsweise bei Kirchbucheintragungen das Datum lt. Julianischem Kalender und in Klammern lt. Gregorianischem Kalender angegeben wurde.

Anmerkungen

  1. Quelle: A Panorama of Polish History; Redaktion - Hanna Cierlinska; Herausgeber - Interpress Publishers - Warschau; auch in Französisch, Deutsch, Polnisch, und Spanisch erhältlich

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Weitere Webseiten

Übersetzung

Zufallsfunde

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung object_190086
Name
  • Polen
  • La Pologne - IIIe République (1989 -) Quelle (${p.language})
  • Polska - III Rzeczpospolita (1989 -) Quelle (${p.language})
  • Polaca - Tercera República (1989 -)
  • Третья Речь Посполитая (1989 -) Quelle (${p.language})
  • Polen (Dritte Republik) (1989 -) Quelle (${p.language})
  • Poland (Third Republic) (1989 -) Quelle (${p.language})
  • Poľsko (1989 -)
Typ
  • Republik (1990-01-01 -)
Einwohner
  • 38641000 (2003)
externe Kennung
  • wikidata:Q36
  • UN/LOCODE:PL
Karte
   

TK25: 3982

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Europäische Gemeinschaft, Europäische Union, Comhphobal Eacnamaíochta na hEorpa, Euroopan talousyhteisö, Európske hospodárske spoločenstvo, Communauté économique européenne, Comunidad Económica Europea, European Economic Community, Evropské hospodářské společenství, Europese Economische Gemeenschap, Comunità Economica Europea, Európske spoločenstvo, Europese Gemeenschap, Euroopan Yhteisö, European Community, Evropské společenství, Communauté européenne, Comhphobal Eorpach, Comunidad Europea, Comunità Europea, Európska únia, Europese Unie, Aontais Eorpaigh, European Union, Unión Europea, Euroopan Unioni, Evropská unie, Union européenne, Unione Europea (2004 -) ( Staatenbund)

Vereinte Nationen, Organización de las Naciones Unidas, Organisation des Nations unies, 联合国, Организация Объединённых Наций, الأمم المتحدة, United Nations, Verenigde Naties, Organizácia Spojených národov (1990 -) ( Staatenbund) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Województwo świętokrzyskie
         Wojewodschaft
object_214163 (1999 -)
Województwo lubuskie
         Wojewodschaft
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Województwo dolnośląskie
         Wojewodschaft
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Województwo podlaskie
         Wojewodschaft
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Województwo pomorskie
         Wojewodschaft
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Województwo zachodniopomorskie
         Wojewodschaft
object_214203 (1999 -)
Województwo wielkopolskie
         Wojewodschaft
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Województwo warmińsko-mazurskie
         Wojewodschaft
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Województwo małopolskie
         Wojewodschaft
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Województwo podkarpackie
         Wojewodschaft
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Województwo łódzkie
         Wojewodschaft
object_214134 (1999 -)
Województwo bydgoskie
         Wojewodschaft
object_214116 (1989 - 1998)
Województwo bialskopodlaskie
         Wojewodschaft
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Województwo chełmskie
         Wojewodschaft
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Województwo ciechanowskie
         Wojewodschaft
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Województwo elbląskie
         Wojewodschaft
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Województwo gdanskie
         Wojewodschaft
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Województwo gorzowskie
         Wojewodschaft
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Województwo jeleniogórskie
         Wojewodschaft
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Województwo kielecki
         Wojewodschaft
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Województwo konińskie
         Wojewodschaft
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Województwo koszalinskie
         Wojewodschaft
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Województwo krakowski (miejskie)
         Wojewodschaft
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Województwo krośnieńskie
         Wojewodschaft
object_214132 (1989 - 1998)
Województwo legnickie
         Wojewodschaft
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Województwo leszczyńskie
         Wojewodschaft
object_214136 (1989 - 1998)
Województwo lubelskie
         Wojewodschaft
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Województwo nowosądeckie
         Wojewodschaft
object_214143 (1989 - 1998)
Województwo ostrołęckie
         Wojewodschaft
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Województwo pilskie
         Wojewodschaft
object_214147 (1989 - 1998)
Województwo piotrkowskie
         Wojewodschaft
object_214148 (1989 - 1998)
Województwo przemyskie
         Wojewodschaft
object_214155 (1989 - 1998)
Województwo łódzkie (miejskie)
         Wojewodschaft
object_1071971 (1989 - 1998)
Województwo łomżyńskie
         Wojewodschaft
object_214138 (1989 - 1998)
Województwo zielonogórskie
         Wojewodschaft
object_214205 (1989 - 1998)
Województwo zamojskie
         Wojewodschaft
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Województwo warszawskie (stołeczne)
         Wojewodschaft
object_398320 (1989 - 1998)
Województwo toruńskie
         Wojewodschaft
object_214168 (1989 - 1998)
Województwo tarnowskie
         Wojewodschaft
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Województwo tarnobrzeskie
         Wojewodschaft
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Województwo słupskie
         Wojewodschaft
object_214162 (1989 - 1998)
Województwo szczecinskie
         Wojewodschaft
object_214165 (1989 - 1998)
Województwo suwalskie
         Wojewodschaft
object_214164 (1989 - 1998)
Województwo skierniewickie
         Wojewodschaft
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Województwo sieradzkie
         Wojewodschaft
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Województwo siedleckie
         Wojewodschaft
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Województwo rzeszowskie
         Wojewodschaft
object_214157 (1989 - 1998)
Województwo radomskie
         Wojewodschaft
object_214156 (1989 - 1998)
Województwo płockie
         Wojewodschaft
object_214149 (1989 - 1998)
Województwo olsztyńskie
         Wojewodschaft
object_214144 (1989 - 1998)
Województwo lubelskie
         Wojewodschaft
object_214139 (1999 -)
Województwo białostockie
         Wojewodschaft
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Województwo mazowieckie
         Wojewodschaft
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Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Województwo kujawsko-pomorskie
         Wojewodschaft
object_214133 (1999 -)
Województwo bielskie
         Wojewodschaft
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Województwo wrocławskie
         Wojewodschaft
object_214202 (1989 - 1998-12-31)
Województwo wałbrzyskie
         Wojewodschaft
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Województwo śląskie
         Wojewodschaft
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Województwo katowickie
         Wojewodschaft
object_214126 (1989-01-01 - 1998-12-31)
Województwo poznańskie
         Wojewodschaft
object_1071973 (1989 - 1998-12-31)
Województwo opolskie
         Wojewodschaft
object_1272614 (1999-01-01 -)
Województwo opolskie
         Wojewodschaft
object_1071972 (1989 - 1998-12-31)
Województwo kaliskie
         Wojewodschaft
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Województwo częstochowskie
         Wojewodschaft
object_214119 (1989 - 1998-12-31)


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