Der Regierungsbezirk Aachen (1850)/306: Unterschied zwischen den Versionen

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(automatisch angelegt)
 
(OCR korrekturgelesen und eingefügt)
 
Zeile 1: Zeile 1:
{{Kaltenbach 1850|305|314|307|unvollständig}}
{{Kaltenbach 1850|305|314|307|korrigiert}}
Laurenzberg, Niedermerz, Aldenhoven, Dürbusseler, Schleiden, Höngen, Bettendorf, Oidweiler, Baesweiler, Siersdorf, Setterich, Freialdenhoven, Puffendorf, Edern, Welz, Bracheln und Hilfarth.
 
'''St. Jörris''', am Merzbach, ein Dorf in der Bürgermeisterei Eschweiler und Pfarre Kinzweiler, 2½ Stunde von Aachen entfernt, ist auf einer alten Rottung des großen Probsteierwaldes gelegen. Es wird schon um's Jahr 1346 in Urkunden genannt und hatte damals mit Röhe, Hehlrath und Kinzweiler die Begünstigung der Viehtrift in der Probstei, welcher Verlust seit der allgemeinen Rottung im Bereiche dieser Gegenden von deren Bewohnern sehr schmerzlich empfunden wird. Vor der französischen Suppression der Klöster und Kirchen war hier ein Nonnenkloster, welches dem Kloster zu Altenberge (im Bergischen) untergeordnet war. Der von diesem Kloster gesandte Pater las in der Kirche zu St. Jörris täglich Messe.
 
Die '''Probstei''', welche noch vor 4 Decennien den doppelten Flächenraum des jetzigen Waldes einnahm, war ein Besitzthum der fränkischen Könige und Kaiser. Ludwig der Fromme (von 814-40) schenkte der Domkirche in Köln die Jagd, Fischerei und den Königsbann in dem sehr großen Forste, der von dem alten Heerwege, welcher von Wisheim (Weidesheim im Kreise Rheinbach) nach Moluch-Wilre (Myrweiler an der Ruhr) und weiter nach Aachen führte bis an den Haarbach bei Eilendorf — von diesem bis in die Worm (bei Haaren) und diesen Wormbach hinab bis an die Straße, welche von Maestricht nach Köln führte (bei Herzogenrath) und von dort durch eine Linie nach Gleseke (Glesch)

Aktuelle Version vom 28. Oktober 2008, 19:18 Uhr

GenWiki - Digitale Bibliothek
Der Regierungsbezirk Aachen (1850)
Inhalt

Ac_regbez_kaltenbach_1850.djvu # 314

<<<Vorherige Seite
[305]
Nächste Seite>>>
[307]
Ac_regbez_kaltenbach_1850.djvu # 314
Hilfe zur Nutzung von DjVu-Dateien
Texterfassung: korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Bevor dieser Text als fertig markiert werden kann, ist jedoch noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.


Laurenzberg, Niedermerz, Aldenhoven, Dürbusseler, Schleiden, Höngen, Bettendorf, Oidweiler, Baesweiler, Siersdorf, Setterich, Freialdenhoven, Puffendorf, Edern, Welz, Bracheln und Hilfarth.

St. Jörris, am Merzbach, ein Dorf in der Bürgermeisterei Eschweiler und Pfarre Kinzweiler, 2½ Stunde von Aachen entfernt, ist auf einer alten Rottung des großen Probsteierwaldes gelegen. Es wird schon um's Jahr 1346 in Urkunden genannt und hatte damals mit Röhe, Hehlrath und Kinzweiler die Begünstigung der Viehtrift in der Probstei, welcher Verlust seit der allgemeinen Rottung im Bereiche dieser Gegenden von deren Bewohnern sehr schmerzlich empfunden wird. Vor der französischen Suppression der Klöster und Kirchen war hier ein Nonnenkloster, welches dem Kloster zu Altenberge (im Bergischen) untergeordnet war. Der von diesem Kloster gesandte Pater las in der Kirche zu St. Jörris täglich Messe.

Die Probstei, welche noch vor 4 Decennien den doppelten Flächenraum des jetzigen Waldes einnahm, war ein Besitzthum der fränkischen Könige und Kaiser. Ludwig der Fromme (von 814-40) schenkte der Domkirche in Köln die Jagd, Fischerei und den Königsbann in dem sehr großen Forste, der von dem alten Heerwege, welcher von Wisheim (Weidesheim im Kreise Rheinbach) nach Moluch-Wilre (Myrweiler an der Ruhr) und weiter nach Aachen führte bis an den Haarbach bei Eilendorf — von diesem bis in die Worm (bei Haaren) und diesen Wormbach hinab bis an die Straße, welche von Maestricht nach Köln führte (bei Herzogenrath) und von dort durch eine Linie nach Gleseke (Glesch)