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Von den umliegenden Dörfern strömen alle Jahre wieder am zweiten Sonntag im September die Gläubigen zu der festlich geschmückten, kleinen Kapelle des heiligen Wendelinus auf einer Anhöhe zwischen Lieg und Lahr. Bereits seit dem Jahre 1924, als die Reliquien des beliebten Heiligen vom saarländischen St. Wendel auf den Vorderhunsrück überführt worden waren, pilgern die Menschen zu der Kapelle, um im Gebet für sich, ihre Angehörigen und Mitmenschen, ihre Tiere, sowie für ein gutes Gelingen in der Landwirtschaft St. Wendelinus um seine Fürsprache bei Gott zu bitten. Lange Jahre vorher, bereits am 5. August 1908 war die Kapelle fertiggestellt worden, derweil die Einweihung am 25. Oktober 1908 war. Aber erst sechzehn Jahre später kamen die Reliquien aus St. Wendel. Der Königssohn und Hirte Wendelin (der Name bedeutet im Althochdeutschen Wanderer, Pilger) soll nach der Überlieferung nach ein iroschottischer Königsspross gewesen sein, der von damaligen Trierer Bischof Magnerisch ausgesandt worden ist. Wendelinus, der in den Vogesen als Einsiedler lebte, soll um das Jahr 617 n. Chr. gestorben sein. | |||
Seine Vita wird noch ergänzt durch den hl. Leonhard (6. November), der in Österreich und Bayern als äußerst beliebter Volksheiliger noch heute innig verehrt wird. Beide Heilige, also Wendelin und Leonhard, sind Schutzpatrone der Landwirte, der Flur und des Viehs, was bei allen den schrecklichen Flut- und Überschwemmungskatastrophen wieder ungeahnte Aktualität haben dürfte. | |||
In römischer Zeit stand hier bereits ein Wachturm, von dem aus die Legionäre ihre „Post“ weitergaben, die sie unter anderem vom Burgus (einer römischen Polizeistation) bei Mittelstrimmig erhalten hatten. | |||
Ferner führte auch hier die Römerstraße als Querverbindung von der Mosel bis in den Hunsrück vorbei. | |||
Aber in erster Linie war und ist die Kapelle Ziel von Wallfahrten. | |||
Auch heute noch, in unserer glaubensarmen Zeit, finden alljährlich viele Menschen unserer Hunsrückdörfer den Pilgerweg zum Hl. Wendelinus auf die kleine Anhöhe zwischen Lieg und Lahr. | |||
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Aktuelle Version vom 22. Mai 2024, 08:47 Uhr
Hierarchie
Regional > Bundesrepublik Deutschland > Rheinland-Pfalz > Landkreis Cochem-Zell > Verbandsgemeinde Treis-Karden > Lieg
Einleitung
Allgemeine Information
Sehenswürdigkeiten:
Die "Wendelinuskapelle"
Von den umliegenden Dörfern strömen alle Jahre wieder am zweiten Sonntag im September die Gläubigen zu der festlich geschmückten, kleinen Kapelle des heiligen Wendelinus auf einer Anhöhe zwischen Lieg und Lahr. Bereits seit dem Jahre 1924, als die Reliquien des beliebten Heiligen vom saarländischen St. Wendel auf den Vorderhunsrück überführt worden waren, pilgern die Menschen zu der Kapelle, um im Gebet für sich, ihre Angehörigen und Mitmenschen, ihre Tiere, sowie für ein gutes Gelingen in der Landwirtschaft St. Wendelinus um seine Fürsprache bei Gott zu bitten. Lange Jahre vorher, bereits am 5. August 1908 war die Kapelle fertiggestellt worden, derweil die Einweihung am 25. Oktober 1908 war. Aber erst sechzehn Jahre später kamen die Reliquien aus St. Wendel. Der Königssohn und Hirte Wendelin (der Name bedeutet im Althochdeutschen Wanderer, Pilger) soll nach der Überlieferung nach ein iroschottischer Königsspross gewesen sein, der von damaligen Trierer Bischof Magnerisch ausgesandt worden ist. Wendelinus, der in den Vogesen als Einsiedler lebte, soll um das Jahr 617 n. Chr. gestorben sein. Seine Vita wird noch ergänzt durch den hl. Leonhard (6. November), der in Österreich und Bayern als äußerst beliebter Volksheiliger noch heute innig verehrt wird. Beide Heilige, also Wendelin und Leonhard, sind Schutzpatrone der Landwirte, der Flur und des Viehs, was bei allen den schrecklichen Flut- und Überschwemmungskatastrophen wieder ungeahnte Aktualität haben dürfte. In römischer Zeit stand hier bereits ein Wachturm, von dem aus die Legionäre ihre „Post“ weitergaben, die sie unter anderem vom Burgus (einer römischen Polizeistation) bei Mittelstrimmig erhalten hatten. Ferner führte auch hier die Römerstraße als Querverbindung von der Mosel bis in den Hunsrück vorbei. Aber in erster Linie war und ist die Kapelle Ziel von Wallfahrten. Auch heute noch, in unserer glaubensarmen Zeit, finden alljährlich viele Menschen unserer Hunsrückdörfer den Pilgerweg zum Hl. Wendelinus auf die kleine Anhöhe zwischen Lieg und Lahr.
Text: Heinz Kugel
Politische Einteilung
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Genealogische Quellen
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Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | LIEIEG_W5449 | ||||||||
| Name |
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| Typ |
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| Einwohner | |||||||||
| Postleitzahl |
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| externe Kennung |
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| Webseite | |||||||||
| Gemeindekennziffer |
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| Karte |
TK25: 5810 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Cochem-Land, Cochem (2014-07-01 -) ( BürgermeistereiAmtVerbandsgemeinde) Quelle Zell (- 1798) ( Oberamt) Quelle Karden-Treis, Treis, Treis-Karden (1932 - 2014-06-30) ( AmtVerbandsgemeinde) Quelle Treis, Treiss (1798 - 1932) ( MairieBürgermeisterei) |
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| Untergeordnete Objekte |
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