Haus Langenbrück: Unterschied zwischen den Versionen
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Auf den Höhen dieser Berge sind um 1863 Steinkohlen-Bergwerke des Schafberges, Dehkenberges und Glückberges in Betrieb. Wie überhaupt in der Grafschaft Tecklenburg der wenige alten Güter sind, welche nicht zu den grössten gehören, so ist Langenbrück auch keines von den grossen Gütern | Auf den Höhen dieser Berge sind um 1863 Steinkohlen-Bergwerke des Schafberges, Dehkenberges und Glückberges in Betrieb. Wie überhaupt in der Grafschaft Tecklenburg der wenige alten Güter sind, welche nicht zu den grössten gehören, so ist Langenbrück auch keines von den grossen Gütern Westfalens. | ||
Um 1860 hegt man hier die Hoffnung, dass die Eisenbahn | Um 1860 hegt man hier die Hoffnung, dass die Eisenbahn zwischen der Weser und Holland dem Gute nahe kommen wird. Die Bahn von Osnabrück nach Ibbenbüren geht an der Bergseite bei Velpe um eine Stunde vorbei. | ||
===Familie Ledebur=== | ===Familie Ledebur=== | ||
Schon im hohen Mittelalter muss Langenbrück ein | Schon im hohen Mittelalter muss Langenbrück ein Ledebur'sches Burggut gewesen sein. Im Jahre 1263 wird schon Ritter Wilhelm Ledebur erwähnt, der auf der Burg Langenbrück in der Grafschaft Tecklenburg wohnte, und der wahrscheinlich ein Bruder Bernhard Ledebur's war, der unter Ravensberger'scher Hoheit stand. | ||
===Familien von Horn und Ledebur=== | ===Familien von Horn und Ledebur=== | ||
Durch Anna von Horn, Erbtochter auf Langenbrück, kam danach diese Burg an | Durch Anna von Horn, Erbtochter auf Langenbrück, kam danach diese Burg an Gerhard oder Gerd Ledebur zur Ober-Mühlenburg und blieb lange Zeit im Besitze dieser Familie. | ||
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Als dann der Mannstamm ausstarb kam Langenbrück mit Ober - Mühlenburg, durch Verheiratung der Agnes Wilhelmina von Ledebur, Erbin zu Langenbrück und Ober-Mühlenburg an den | Als dann der Mannstamm ausstarb kam Langenbrück mit Ober - Mühlenburg, durch Verheiratung der Agnes Wilhelmina von Ledebur, Erbin zu Langenbrück und Ober-Mühlenburg an den Freiherrn Zeger von Ittersum, Herr zu Norddoring und Lotenburg | ||
* Zeger von Ittersum (* 1658, +1677 St. Omer) (E: Robert oo Ida von Rechteren) oo Agnesa Wilhelmina Hedwig von Ledebur (*1639, + 1684), (E: Adolph Caspar oo Elsabe Magdalena von Dincklage), Kinder: | * Zeger von Ittersum (* 1658, +1677 St. Omer) (E: Robert oo Ida von Rechteren) oo Agnesa Wilhelmina Hedwig von Ledebur (*1639, + 1684), (E: Adolph Caspar oo Elsabe Magdalena von Dincklage), Kinder: | ||
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Nach der Mitte des 18. Jahrhunderts kam das Gut an die Herren von Loe und wurde im 19, Jahrhundert verkauft an den Oberamtmann Niemeyer von | Nach der Mitte des 18. Jahrhunderts kam das Gut an die Herren von Loe und wurde im 19, Jahrhundert verkauft an den Oberamtmann Niemeyer von Rassenbach im Holsteinschen, der es testamentarisch an die Jungfrau Meyer, der Erzieherin seiner Tochter vermachte, und deren Verwandte es nachher bewohnten. | ||
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Im Jahre 1851 ist dieses Gut durch Ankauf in den Besitz von Lambertus Vincentius Ledebuer, (Ledebur) gekommen, ältester Sohn von Barnardus Ledebur, | Im Jahre 1851 ist dieses Gut durch Ankauf in den Besitz von Lambertus Vincentius Ledebuer, (Ledebur) gekommen, ältester Sohn von Barnardus Ledebur, Ritter zu Amsterdam/Rotterdam, dessen Vorfahren in den verwirrten Zeiten vom Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts aus Osnabrück und dessen Umgebungen nach den freien Niederlanden hinzogen. Lambertus Vincentius Ledebur kaufte das Gut für seinen Sohn Bernard an, welcher um 1863 mit seiner Familie bewohnte. | ||
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Aktuelle Version vom 5. Mai 2012, 18:47 Uhr
Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Steinfurt > Westerkappeln > Haus Langenbrück
Lage 19. Jhdt.
Einleitung
Das Rittergut Langenbrück, westlich vom Ort Westerkappeln gelegen, hart am Fusse einer Bergkette, war von alters her ein landtagsfähiges adeliges Gut. Es wurde um 1350 erbaut von einem Rudolf von Langen, der auch Erbauer des Hauses Langewiese bei Ibbenbüren war.
Auf den Höhen dieser Berge sind um 1863 Steinkohlen-Bergwerke des Schafberges, Dehkenberges und Glückberges in Betrieb. Wie überhaupt in der Grafschaft Tecklenburg der wenige alten Güter sind, welche nicht zu den grössten gehören, so ist Langenbrück auch keines von den grossen Gütern Westfalens.
Um 1860 hegt man hier die Hoffnung, dass die Eisenbahn zwischen der Weser und Holland dem Gute nahe kommen wird. Die Bahn von Osnabrück nach Ibbenbüren geht an der Bergseite bei Velpe um eine Stunde vorbei.
Familie Ledebur
Schon im hohen Mittelalter muss Langenbrück ein Ledebur'sches Burggut gewesen sein. Im Jahre 1263 wird schon Ritter Wilhelm Ledebur erwähnt, der auf der Burg Langenbrück in der Grafschaft Tecklenburg wohnte, und der wahrscheinlich ein Bruder Bernhard Ledebur's war, der unter Ravensberger'scher Hoheit stand.
Familien von Horn und Ledebur
Durch Anna von Horn, Erbtochter auf Langenbrück, kam danach diese Burg an Gerhard oder Gerd Ledebur zur Ober-Mühlenburg und blieb lange Zeit im Besitze dieser Familie.
Sohn Gerhard
- Gerhard II. Ledebur zur Ober-Mühlenburg (+ 1559) oo Anna v. Horn, Kinder:
- 1541 Jaen Ledebur, Sohn des Gerhard, zu Langenbrück und Ober-Mühlenburg,
Sohn Jean Ledebur
- Jaen Ledebur (1541) oo. N.N. (Witwe Ledebur zur Mühlenburg 1589), Kinder:
- Gerhard von Ledebur (* 1549, + 1595)
- Godschalk Ledebur, Domherr zu Osnabrück und Minden, und sein Bruder Gerd
- Stiefbruder Heinrich
Sohn Gerhard
- Gerhard von Ledebur (* 1549, + 1595) oo Judith von Ruytenborch, Kinder:
- Adolph Caspar von Ledebur (+ 1657)
Sohn Adolph Caspar
- Adolph Caspar Ledebur zu Langenbrücken und Obermühlenburg (+ 1657) oo Elsabe Magdalena von Dincklage (+ 1639), Kinder:
- Agnesa Wilhelmina Hedwig von Ledebur (*1639, + 1684), Erbtochter
Familie von Ittersum
Als dann der Mannstamm ausstarb kam Langenbrück mit Ober - Mühlenburg, durch Verheiratung der Agnes Wilhelmina von Ledebur, Erbin zu Langenbrück und Ober-Mühlenburg an den Freiherrn Zeger von Ittersum, Herr zu Norddoring und Lotenburg
- Zeger von Ittersum (* 1658, +1677 St. Omer) (E: Robert oo Ida von Rechteren) oo Agnesa Wilhelmina Hedwig von Ledebur (*1639, + 1684), (E: Adolph Caspar oo Elsabe Magdalena von Dincklage), Kinder:
Verkauf der Obermühlenburg
1696 Verkauf der Obermühlenburg durch A. C. v. Ittersum an Heinrich v. Ledebur zur Mühlenburg
Verkäufe
Nach der Mitte des 18. Jahrhunderts kam das Gut an die Herren von Loe und wurde im 19, Jahrhundert verkauft an den Oberamtmann Niemeyer von Rassenbach im Holsteinschen, der es testamentarisch an die Jungfrau Meyer, der Erzieherin seiner Tochter vermachte, und deren Verwandte es nachher bewohnten.
Neubau
Um 1820 sind die alten Gebäude, der mittelalterliche Turm etc. niedergebrochen, und die alten steinernen Ritterfiguren der ältern Besitzer der Burg, die früher die Anlagen zierten mit zur Gründung des neuen Baues verwendet worden. Die Mauern der jetzigen Ställe allein geben durch ihren festen und starken Bau noch Zeugniss, dass sie ehemals zu einem anderen Zweck dienten.
Familie Ledebur
Im Jahre 1851 ist dieses Gut durch Ankauf in den Besitz von Lambertus Vincentius Ledebuer, (Ledebur) gekommen, ältester Sohn von Barnardus Ledebur, Ritter zu Amsterdam/Rotterdam, dessen Vorfahren in den verwirrten Zeiten vom Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts aus Osnabrück und dessen Umgebungen nach den freien Niederlanden hinzogen. Lambertus Vincentius Ledebur kaufte das Gut für seinen Sohn Bernard an, welcher um 1863 mit seiner Familie bewohnte.
Renovierung
Bernard Ledebur liess die alten Denkmäler der Vorfahren und die gemalten Fenster in der Kirche zu Westerkappeln restauriren.
Familie von Gravemeyer
Nach der Familie Ladebu kam der Besitz an eine Familie von Gravemeyer.
Landtagsfähigkeit
Douch eine Spezial-Conzession für Lambertus Vincentius Ledebuer erhielt das Gut die Landtagsfähigkeit.
Archiv
Leider ist das Gutsarchiv von Langenbrück, das im Jahre 1903 bzw. 1907 nachweislich noch vorhanden war, verloren gegangen. 1928 war das Archiv nicht mehr da. Später angestellte Nachforschungen bei ortskundigen Personen lassen vermuten, daß es kurz vor dem Verkauf des Gutes im Jahre 1928 vernichtet worden ist.
Literatur-Suche
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