Stiftung Stoye/Band 49/066: Unterschied zwischen den Versionen

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1837
1839
1850
1851
1851
1852
1859
1863
1868
1877
1905
(1925)
 
Eichelkraut, Johann Andreas jun., Zimmermeister, Sohn des VE, Erbvergleich,
2825 Rthlr.360
Mackensy, Friedrich Wilhelm, Tischlermeister, Kaufvertrag, 600 Rthlr.
Bochow, August, Birkholz361, Kaufvertrag, 1000 Rthlr.
Jordan, Carl, Kaufmann, Kaufvertrag, 1700 Rthlr.
Janke, Wilhelm, Kaufvertrag, 3500 Rthlr.362
Lindemann, Christian Friedrich, Ökonom, Kaufvertrag, 2852 Rthlr.
Metscher, Juliane Wilhelmine, geb. Lehmann, Kaufvertrag, 1480 Rthlr.
Lorenz, Friedrich, Tischlermeister, Kaufvertrag, 1950 Rthlr.
Oberlei, August, Schneidermeister, sub hasta erstanden, Meistgebot 2330 Rthlr.
Lange, Wilhelm, Partikulierer, Alt-Schöneberg, übernommen.363
Baarmann, Otto, Maurer, Kaufvertrag, 11 000 RM.


Ritterstraße 8352 (heute unbebaut)
Kirchgasse/Pfarrgasse/Kreuzgasse/Kirchstraße/Ritterstraße 19
Büdnerstelle
Eigentümer:
Vor 1802 Als sogenannte Büdnerstelle im Besitz des Erb- und Lehnrichters von Teltow.353
1805
Schütze, Johann Christian, Drechslermeister, Hertzberg354, Kaufvertrag,
560 Rthlr.
1836
Schütze, Friedrich Wilhelm, Drechslermeister, Sohn des VE, Kaufvertrag,
560 Rthlr.
1865
Schütze, Karl Ludwig, Drechslermeister, Sohn des VE, Kaufvertrag, 800 Rthlr.
1876
Witwe Schütze, Wilhelmine Augustine Ernestine, geb. Pardemann, erbt.
1920
Haseloff, Otto, Schlächtermeister, Kaufvertrag, 21 000 RM.
Baugeschichte:
Baugeschichte:
Nach der Zerstörung der Gebäude im Brand 1801 begann zwei Jahre später der Wiederaufbau. Das neue, eingeschossige und massive Wohnhaus maß im Grundriss 38 Fuß
Mehrere Quellen berichten über ein Grundstück, das vor der Reformation zu dem von der
Breite und 27 Fuß Tiefe. 1869 ließ der Eigentümer Oberlei einen auf dem Grundstück vorhandenen Stall mit Pultdach in ein Wohnhaus für vier Mietparteien umbauen; die Ortsverzeichnisse von 1898 und 1900 registrieren auf diesem Grundstück acht Mieter (ohne
Schneidergilde gestifteten Kirchenlehen Exulum gehörte und an der Kirchstraße direkt
Anzahl der Kinder). Der Abriss und die Beseitigung beider Gebäude erfolgten in den
neben dem Kirchhof lag.355 Auf dem Grundstück soll das sogenannte Diakonathaus
Jahren 1983/84, eine Neu-Bebauung mit zwei Einfamilienhäusern nach 1984.
gestanden haben. Ende des 17. Jahrhunderts brachte es die Familie von Willmersdorff in
 
ihren Besitz.356 1801 brannten die Gebäude ab, und noch im Jahr 1802 entstand beim
Ritterstraße 2364 [siehe Breite Straße 13]
Wiederaufbau ein eingeschossiges Wohnhaus mit einer Breite von 42 Fuß und einer Tiefe
von 18 Fuß. Es war das einzige Wohnhaus, das nach dem Brand wieder in Fachwerk und
nicht massiv erbaut wurde, der Grund ist nicht überliefert. Den Abriss dieses Wohnhauses
verzeichnen die Bauakten im Jahr 1939.357


2.5 Badstraße
Ritterstraße 4/6358
Die heutige Badstraße wurde im 18. Jahrhundert Seegasse oder Badgasse genannt, letzteres wegen der am Ende der Gasse zum ehemaligen Schönower See gelegenen Badstube.
Kirchgasse/Pfarrgasse/Kreuzgasse/Kirchstraße/Ritterstraße 18
Am Ende der Gasse, direkt am See, verbreiterte sich der Weg zum sogenannten Bleichplatz. Überliefert ist, dass am Ufer der Seegasse Schönower Einwohner mit Booten
Büdnerstelle
anlandeten, um dann den Weg zur Kirche einzuschlagen. Diese Stelle am See war auch
Eigentümer:
als Wasser-Schöpfstelle bei Bränden vorgesehen. Die Namensänderung von Badgasse in
Vor 1802 Als sogenannte Büdnerstelle im Besitz des Erb- und Lehnrichters von Teltow.359
Badstraße wird im 19. Jahrhundert vermutet, um 1898 hieß sie nachweislich Badstraße.
1806
Die Grundstücksnummerierung änderte sich nur bei dem alle Straßen betreffenden Übergang um das Jahr 1900.
Eichelkraut, Andreas, Zimmermeister und Stadtverordneter, Kaufvertrag,
650 Rthlr.
352
353
354
355


360
356
361
357
362
358
363
359
364


Gemeinsam mit weiteren Grundstücken.
66
Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 114, Nr. 1191.
Gemeinsam mit dem Grundstück Breite Straße 15 [Bd. II, Bl. 80].
Als Hypothekengläubiger.
Siehe Bd. II, Bl. 78 [Breite Straße 13].


67
BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. IV, Bl. 153 fol. 97.
Siehe Ritterstraße 9 [BLHA, Bd. III Bl. 48 (Bd. XVI, Bl. 574, Bd. 120, Bl. 3688)].
Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 92, Nr. 862: Schütz, Johann Christian, Hertzberg.
Richter, Finanzbeschreibung (wie Anm. 23). S. 87. – Peschel (wie Anm. 19): Peschel berichtet, dass der
Cuno Hans von Willmersdorff das Grundstück für 125 Reichstaler dem Schmied Elias Lüdicke, der aus
Fahrlässigkeit den Großen Stadtbrand 1711 verursacht hatte, »abgedrungen« hatte. – Muhs (wie Anm. 92):
Vor Lüdicke soll Haus und Grundstück der Brauer Johann Cramer besessen haben und dieser hätte es von
Christoph von Schwanebeck erworben.
Peschel (wie Anm. 19).
Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 2744.
BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. IV, Bl. 154 fol. 105, davor zum Lehnrichtergut gehörend.
Siehe Ritterstraße 9 [BLHA, Bd. III Bl. 48 (Bd. XVI, Bl. 574, Bd. 120, Bl. 3688)].




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Häuserbuch der Stadt Teltow

Ritterstraße 8352 (heute unbebaut) Kirchgasse/Pfarrgasse/Kreuzgasse/Kirchstraße/Ritterstraße 19 Büdnerstelle Eigentümer: Vor 1802 Als sogenannte Büdnerstelle im Besitz des Erb- und Lehnrichters von Teltow.353 1805 Schütze, Johann Christian, Drechslermeister, Hertzberg354, Kaufvertrag, 560 Rthlr. 1836 Schütze, Friedrich Wilhelm, Drechslermeister, Sohn des VE, Kaufvertrag, 560 Rthlr. 1865 Schütze, Karl Ludwig, Drechslermeister, Sohn des VE, Kaufvertrag, 800 Rthlr. 1876 Witwe Schütze, Wilhelmine Augustine Ernestine, geb. Pardemann, erbt. 1920 Haseloff, Otto, Schlächtermeister, Kaufvertrag, 21 000 RM. Baugeschichte: Mehrere Quellen berichten über ein Grundstück, das vor der Reformation zu dem von der Schneidergilde gestifteten Kirchenlehen Exulum gehörte und an der Kirchstraße direkt neben dem Kirchhof lag.355 Auf dem Grundstück soll das sogenannte Diakonathaus gestanden haben. Ende des 17. Jahrhunderts brachte es die Familie von Willmersdorff in ihren Besitz.356 1801 brannten die Gebäude ab, und noch im Jahr 1802 entstand beim Wiederaufbau ein eingeschossiges Wohnhaus mit einer Breite von 42 Fuß und einer Tiefe von 18 Fuß. Es war das einzige Wohnhaus, das nach dem Brand wieder in Fachwerk und nicht massiv erbaut wurde, der Grund ist nicht überliefert. Den Abriss dieses Wohnhauses verzeichnen die Bauakten im Jahr 1939.357

Ritterstraße 4/6358 Kirchgasse/Pfarrgasse/Kreuzgasse/Kirchstraße/Ritterstraße 18 Büdnerstelle Eigentümer: Vor 1802 Als sogenannte Büdnerstelle im Besitz des Erb- und Lehnrichters von Teltow.359 1806 Eichelkraut, Andreas, Zimmermeister und Stadtverordneter, Kaufvertrag, 650 Rthlr. 352 353 354 355

356 357 358 359

66

BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. IV, Bl. 153 fol. 97. Siehe Ritterstraße 9 [BLHA, Bd. III Bl. 48 (Bd. XVI, Bl. 574, Bd. 120, Bl. 3688)]. Herkunftsort: Siehe Bahl, Bürgerrolle (wie Anm. 2), S. 92, Nr. 862: Schütz, Johann Christian, Hertzberg. Richter, Finanzbeschreibung (wie Anm. 23). S. 87. – Peschel (wie Anm. 19): Peschel berichtet, dass der Cuno Hans von Willmersdorff das Grundstück für 125 Reichstaler dem Schmied Elias Lüdicke, der aus Fahrlässigkeit den Großen Stadtbrand 1711 verursacht hatte, »abgedrungen« hatte. – Muhs (wie Anm. 92): Vor Lüdicke soll Haus und Grundstück der Brauer Johann Cramer besessen haben und dieser hätte es von Christoph von Schwanebeck erworben. Peschel (wie Anm. 19). Stadtarchiv Teltow, Arch. Nr. 2744. BLHA, AG Potsdam, GA Teltow, Bd. IV, Bl. 154 fol. 105, davor zum Lehnrichtergut gehörend. Siehe Ritterstraße 9 [BLHA, Bd. III Bl. 48 (Bd. XVI, Bl. 574, Bd. 120, Bl. 3688)].

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